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Streitkräfte und Strategien Archiv

547 Episoden
54 Minuten
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist festgefahren. Die Straße von Hormus ist weiterhin zu, neue Verhandlungen stehen nicht an. Die USA und Iran sprechen nur übereinander, aber nicht miteinander, erklärt Astrid Corall. Ein neuer Vorschlag aus Teheran dürfte in den USA kaum auf Zustimmung stoßen, sieht er doch vor, dass über das iranische Atomprogramm erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden soll. Friedrich Merz wirft den USA eine fehlende Strategie vor. Eine ganze Nation werde von der iranischen Staatsführung gedemütigt, erklärte der Bundeskanzler bei einer Veranstaltung. Astrid fasst außerdem die aktuelle Situation im Libanon sowie in der Ukraine zusammen und sie schaut auf die neuesten Rüstungsausgaben, die laut dem Stockholmer Friedens-Forschungsinstitut Sipri 2025 einen neuen Höchststand erreicht haben.

Über die Lage im Nahen Osten spricht Kai Küstner auch mit Michael Thumann. Der Korrespondent der ZEIT war lange in Istanbul und berichtet jetzt über Russland. Er sieht Teheran am längeren Hebel. US-Präsident Trump habe dem Regime ein gigantisches Geschenk gemacht hat, in dem er es "unwiderruflich zum Schleusenwärter an der Straße von Hormus gemacht" habe. Damit hätten die Iraner ein Mittel in der Hand, das sie immer wieder einsetzen können. Thumann erläutert, wie Russland den Iran unterstützt, bis zu welchem Grad Machthaber Putin vom Krieg im Nahen Osten profitiert und wie es derzeit in Russland selbst aussieht. Man habe es mit einer echten Wirtschaftskrise zu tun, sagt der Buchautor. Trotz des jüngsten Unmuts und öffentlicher Kritik von Bloggerinnen und Bloggern an Putin, glaubt Thumann aber nicht, dass deshalb Putins System ins Wanken gerät. Er analysiert die wirtschaftliche Lage in Russland und den Zustand der Opposition und erklärt, warum wir einem Frieden in der Ukraine nicht nähergekommen sind.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Buchautor und ZEIT‑Korrespondent Michael Thumann

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3240182.html

Karten für die Kino-Preview “Die Russlandroute” am 6. Mai

https://www.ndr.de/russlandroute

11KM - der tagesschau-Podcast: Prompt, Klick, Angriff? Wie KI den Krieg verändert

https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ec501f6465629aa8/

Stabile Zeitenlage – neues tagesschau-YouTube-Format (diesmal zu Krieg u KI)

https://www.youtube.com/watch?v=3x22o46db88&t=2s

Podcast-Tipp: CHEATS – Wer zerstört Counter-Strike?

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:16d7f8950e911f8c/

Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
51 Minuten
Es ist eine Premiere: Erstmals hat Deutschland eine Militärstrategie. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien analysiert der Militärhistoriker Sönke Neitzel im Gespräch mit Host Kai Küstner das größtenteils geheime Papier. Im Zusammenhang mit dem veröffentlichten Teil spricht Neitzel von Ambitionslosigkeit und er wünscht sich mehr Tempo. Er sei weiterhin skeptisch, was die Reformfähigkeit der Bundeswehr betrifft. „Wir müssen neu denken“, so Neitzel. Das aber falle der militärischen und auch politischen Führungsebene schwer: “Als ob wir im tiefsten Frieden wären.” Der Professor von der Universität Potsdam plädiert erneut für eine Auswahl-Wehrpflicht in Deutschland und erklärt, warum auf europäischer Ebene dringend eine gemeinsame Rüstungsbeschaffung nötig wäre.

Er ordnet darüber hinaus die Bedrohung der NATO-Staaten durch Russland ein: Man dürfe das Land nicht unterschätzen – auch wenn die russische Armee in der Ukraine nicht wie geplant vorankomme. Außerdem blickt der Historiker mit Kai auf die Straße von Hormus. Den militärischen Sinn einer deutschen Marine-Mission an der Meerenge stellt Neitzel in Frage. Es sei denn, diese sei absolut notwendig, um Trump in der NATO zu halten

Ein Ende der Blockade der Straße von Hormus zeichnet sich genau so wenig ab wie eine neue Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA, erklärt Stefan Niemann. US-Präsident Trump greife erneut zu martialischen Drohungen gegenüber dem Regime in Teheran, bei dem man laut Experten allerdings nicht so recht weiß, wer das Sagen hat. Stefan fasst die Lage im Nahen Osten zusammen und geht der Frage nach, wie sich die Bundesregierung in diesem Konflikt positioniert. Er berichtet über die direkten Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon in Washington.

Positive Nachrichten kommen für die Ukraine aus Zypern: beim informellen EU-Gipfel haben die Staats- und Regierungschefs endgültig grünes Licht für einen 90-Miliarden-Euro-Kredit gegeben und ein neues Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Die russische Armee setzt ihre Drohnenangriffe auf die Ukraine fort, die wehrt sich mit Angriffen gegen die russische Energieinfrastruktur. Als Vermittler bringt sich derweil die Türkei ins Spiel – und bemüht sich um eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Das ganze Interview mit dem Militär-Historiker Sönke Neitzel:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3236590.html

Pistorius-Pressekonferenz zur neuen Militärstrategie:

https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/pistorius-neue-militaerstrategie-der-bundeswehr/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE5NDc4NA

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: Der KI-Podcast:

https://www.ardsounds.de/sendung/der-kipodcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/
52 Minuten
Wie geht es im Nahen Osten weiter? Kommt es zu einer zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA? Und setzt US-Präsident Trump diesmal seine Drohung um, bei einer ausbleibenden Vereinbarung den Iran zu "zerstören"? Es gibt viele Fragen, ein ständiges Hin und Her, eine "wahnsinnige Achterbahnfahrt", wie es Host Stefan Niemann in der aktuellen Folge von Streitkräfte und Strategien ausdrückt. Kai Küstner fasst die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zusammen. Weil die Straße von Hormus blockiert bleibe, gerate Donald Trump zunehmend unter Zugzwang. "Er hält wenig Trümpfe in der Hand, trotz der militärischen Überlegenheit." Kai blickt auf die Lage im Libanon und die Situation in der Ukraine. Präsident Selenskyj bemängelt, dass die US-Regierung die Sanktionserleichterungen gegenüber Russland verlängert hat. Und er beklagt es als "respektlos", dass die US-Unterhändler Witkoff und Kushner zwar immer wieder Moskau, aber noch nie die Ukraine besucht hätten. Neue Verhandlungen zwischen Ukraine und Russland sind nicht in Sicht. An der Front rückt die russische Armee zwar vor, aber sehr viel langsamer als im vergangenen Jahr.

Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um kollektive Traumata, ein Thema, mit dem sich Julia Weigelt intensiv beschäftigt hat. Was Menschen durch Kriege erleiden, kann noch die Generationen nach ihnen belastend prägen. Zum Beispiel in der Ukraine. Julia erklärt, wie individuelles und kollektives Trauma zusammenhängen, welche Auslöser und Symptome es gibt und wie Strategien zum Umgang damit aussehen. Außerdem blickt Julia auf Deutschland, wo Menschen mit Fluchterfahrungen und Traumata zu kämpfen haben.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Transgenerationales Trauma (LMU München)

https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/traumata-schweres-erbe-006a5f70.html#:~:text=Das%20Trauma%20der%20Flucht:&text=Aus%20heutiger%20Sicht%20ist%20es,traumatischen%20Erfahrung%20an%20nachfolgende%20Generationen.

Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin

https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/

Trump aus Krisensitzungen ausgeschlossen laut WSJ

https://www.wsj.com/politics/national-security/trump-public-bravado-private-fear-59814dca

Podcast-Tipp: Machtfragen – Das sicherheitspolitische Update

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:538f5e6323217a4b/

Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
53 Minuten
Es ist ein historischer Schritt: Israel und Libanon haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt. Allerdings ist unklar, ob der lang hält und wie sich die Terrormiliz Hisbollah verhalten wird. Über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten berichtet in dieser Ausgabe von “Streitkräfte und Strategien” Kai Küstner. Im Fokus steht ein mögliches Abkommen mit dem Iran – vor allem über sein Atomprogramm – und die Straße von Hormus. Iran hat mittlerweile angekündigt, die Meerenge wieder zu öffnen und Handelsschiffen die Durchfahrt während der derzeit geltenden Waffenruhe zu erlauben. Die USA halten aber an der Blockade für Schiffe, die iranische Häfen verlassen oder anlaufen wollen, fest. Die Diskussion über die Sicherung der Straße von Hormus geht in Europa weiter. Dabei konkretisiert sich nicht nur, wie eine deutsche Beteiligung aussehen könnte, sondern es treten einmal mehr Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich bei der Frage nach der Einbindung der USA zu Tage.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt in Russland immer tiefere wirtschaftliche Spuren. Auch muss der Kreml damit leben, dass er nach der Abwahl des ungarischen Regierungschefs Orbán einen wichtigen Verbündeten verloren hat, der weitere Hilfe für die Ukraine blockiert bzw. neue Sanktionen gegen Russland verhindert hat. Trotzdem, so Kai, gibt es bislang kein Anzeichen, dass Putin diesen grausamen Abnutzungskrieg zu beenden gedenkt.

Anna Engelke spricht im Interview mit der Topmanagerin im Rüstungsbereich, Susanne Wiegand, über die bemerkenswerte Entwicklung der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Die Aufsichtsrätin bei u.a. dem Drohnenhersteller Quantum Systems erklärt, was in der Ukraine unter dem Eindruck des andauernden russischen Angriffskrieges anders läuft als in Deutschland. Das Land produziere mehr als es brauche. Diese Fähigkeit habe der Westen in 30 Jahren Friedensdividende verloren. Wiegand analysiert, warum die Beschaffung neuer Rüstungsgüter trotz des Sondervermögens eher langsam vorangeht und welche Probleme damit einhergehen. Sie beleuchtet das Vorgehen der Politik, aber auch der Industrie, die ebenfalls eine Verantwortung trägt. Man müsse aus alten Verhaltensmustern rauskommen, rät die Managerin.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Susanne Wiegand:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3229316.html

USA wollen Ölsanktionen gegen Russland wieder in Kraft setzen:

https://kyivindependent.com/moscow-walks-away-with-billions-as-trumps-russian-oil-waiver-expires/

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: Being The Beatles – Staffel 2

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:5d933a937bf865a2/
42 Minuten
Wir beginnen die heutige Folge mit einem ungewöhnlichen Schlagabtausch: US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. – politische Härte und Unberechenbarkeit treffen auf moralische Autorität. Während der Pontifex den Krieg in Nahost und indirekt auch seinen Landsmann scharf kritisiert, reagiert Trump mit demonstrativer Verachtung. Und das, obwohl er die Unterstützung der christlichen Wähler bei den Kongresswahlen im kommenden Herbst doch so dringend benötigt.

Stefan Niemann und Kai Küstner analysieren außerdem die Lage an der Straße von Hormus, die sich mehr und mehr zum neuralgischen Punkt der globalen Machtpolitik entwickelt: Die USA reagieren auf Teherans Vorgehen an der Meerenge mit einer eigenen Blockade-Strategie, die gezielt die iranischen Häfen und das Ölgeschäft treffen soll - der Beginn einer neuen Eskalationsspirale oder der Versuch, doch noch Bewegung in festgefahrene Verhandlungen zu bringen? Darüber spricht Stefan Niemann im Interview mit dem Politikwissenschaftler Carlo Masala, der gleichermaßen einschätzt, ob etwa NATO-Staaten wie Deutschland in die riskante Strategie der US-Amerikaner hineingezogen werden könnten. Seine Prognose: Kein einziges Mitgliedsland wird sich an einer Operation in der Straße von Hormus beteiligen.

Im Ukraine-Krieg liegt eine Verhandlungslösung in sehr weiter Ferne. Die angekündigte Feuerpause über Ostern war allenfalls eine teilweise Waffenruhe. Interessant ist jedoch, dass Analysten in letzter Zeit die militärische Lage der Ukraine deutlich optimistischer sehen als noch vor ein paar Wochen. Was vor allem an Technologie-Sprüngen auf Seiten der Ukraine liegt – und obwohl der hohe Ölpreis Putin hilft. Die Hosts blicken außerdem auf den Machtwechsel in Ungarn und die potenziellen Folgen für die Ukraine und diskutieren die europäischen Rüstungskooperationen. Der von französischen Medien berichtete Ausstieg Frankreichs aus dem Eurodrohnen-Projekt stellt nicht nur Zeitpläne und Kosten infrage, sondern wirft ein Licht auf den grundsätzlichen Zustand gemeinsamer Verteidigungsinitiativen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit dem Politikwissenschaftler Carlo Masala:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3225904.html

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: 11KM Stories – Schattendeals (Folge 1-5):

https://www.ardsounds.de/sendung/11km-stories/urn:ard:show:6bb046d00989db56/
52 Minuten
Die Erleichterung über den (fragilen) Waffenstillstand in Nahost hat sich schnell in Verwirrung verwandelt: Es gab Uneinigkeit, ob sich die Verabredung auch auf Libanon erstreckt, es gab Streit über das iranische Atomprogramm - und neue Spannungen rund um die strategisch entscheidende Straße von Hormus, inklusive möglicher Durchfahrtsgebühren für Tanker. Dass der Iran nun hier die Kontrolle ausübt, sei ein unglaublich mächtiger Hebel, den man auch so schnell nicht aus der Hand geben werde, sagt der Professor für Sicherheitsstudien am Kings’s College in London, Peter Neumann im Interview mit Kai Küstner: Diesen Hebel habe der Iran vor dem Krieg nicht gespielt, entdecke aber jetzt: "Das gibt uns im Prinzip fast genauso viel Macht, wie wenn wir bereits eine Atombombe hätten." Was die nun in Pakistan beginnenden Verhandlungen betreffe, sitze der Iran also an einem längeren Hebel als vor dem Krieg gedacht, so Peter Neumann.

Wie glaubwürdig ist Trumps Krisenmanagement? Wie reagieren die US-Amerikaner auf das Verhalten ihres Präsidenten auf der internationalen Bühne? Und wie gefährlich sind die neuen Trump-Drohungen für die NATO? Die Hosts der aktuellen Ausgabe, Stefan Niemann und Kai Küstner, schalten Kollegin Astrid Corall dazu, die derzeit in Washington ist und die Politik im Land live miterlebt. Anschließend sprechen sie über die Lage in der Ukraine. Nachdem Präsident Selenskyj bereits vor Wochen eine Feuerpause über das orthodoxe Osterfest gefordert hatte, schlägt nun Russlands Machthaber dasselbe vor. Für rund 30 Stunden sollen die Waffen schweigen. Mit Blick auf den hohen Ölpreis und die immer noch gelockerten US-Sanktionen auf Russlands Ölexporte, mahnt Selenskyj, der Aggressor Putin dürfe nicht länger von den Auswirkungen des Nahost-Krieges profitieren.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit dem Sicherheitsexperten Prof. Dr. Peter R. Neumann

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3222460.html

Diskussion um das neue Wehrpflichtgesetz “Was tun, Herr General?”

https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:679e1c60ef29ac6d/

“Mit offenen Karten” von Arte zur Straße von Hormus

https://www.arte.tv/de/videos/126925-035-A/mit-offenen-karten-im-fokus/

Feature von Deutschlandfunk Kultur zur israelisch-libanesischen Geschichte

https://www.deutschlandfunkkultur.de/israel-libanon-krieg-100.html

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: Synapsen "Die Zukunft der Impfstoffe"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3220458.html
51 Minuten
Die riskante Rettungsaktion eines US-Soldaten im Iran ist geglückt - Präsident Trump ist so einer schweren Schmach entgangen. Trotzdem wütet er verbal wilder denn je: Trump hat dem Iran mit der vollständigen Zerstörung all seiner Brücken und Kraftwerke gedroht, gar davon gesprochen, das Land in die Steinzeit zu bomben und seine Machthaber als "Mistkerle” und "Tiere" beschimpft. Kai Küstner und Stefan Niemann beleuchten diese Drohungen, die Reaktion des Iran und bewerten die Chancen für die Vermittlung einer Waffenruhe. Die Hosts erzählen nach, wie die riskante Such - und Rettungsoperation auf iranischem Boden nach dem Abschuss eines F15-Jets ablief. Die Hosts ordnen außerdem die neuen Tiraden Trumps und seines Außenministers Rubio gegen die NATO ein, die sich neuerdings auch gegen den Verbündeten Südkorea richten. In der aktuellen Lage geht es um angebliche Pläne für die Sprengung einer Pipeline, die den Wahlkampf in Ungarn beeinflussen könnte. Thema ist auch die Absicht der Ukraine, sich gemeinsam mit den Europäern unabhängiger von US-Patriot-Flugabwehr-Systemen zu machen.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe bewertet Sicherheitsanalystin Jana Puglierin, ob Trump mit seinen Drohungen, sämtliche Brücken und Kraftwerke des Iran zu zerstören, de facto ein Kriegsverbrechen angekündigt hat. Die Politikwissenschaftlerin analysiert, was die Lage im Nahen Osten für die NATO bedeuten könnte, und fordert die Europäer auf, gegenüber Trump stärker "den Rücken gerade zu machen". Sie kritisiert außerdem den Vorschlag des deutschen Außenministers Wadephul, das Prinzip der Einstimmigkeit in der EU für Außen- und Sicherheitspolitik aufzuheben. So will dieser auf Ungarns Blockade des für die Ukraine bestimmten Milliardenkredits reagieren und die EU handlungsfähiger machen. Der Vorschlag sei "ein totes Pferd, auf dem weiter herumgeritten werde”, so Puglierin.

Nach der Podcast-Aufzeichnung haben sich die USA und der Iran auf eine Waffenruhe für zwei Wochen geeinigt. Die Entwicklung hört ihr im Podcast "Machtfragen - das sicherheitspolitische Update":

https://1.ard.de/Machtfragen

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Sicherheitsanalystin Dr. Jana Puglierin

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3219090.html

Wie riskant wäre ein US-Bodentruppen-Einsatz im Iran?

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/iran-bodentruppen-szenarien-100.html

Serbiens Geheimdienst: Ukraine nicht an Pipeline-Operation beteiligt

https://www.politico.eu/article/serbia-duro-jovanic-ukraine-explosives-pipeline-hungary-election/

Ukraine will mit Europäern Patriot-Alternative entwickeln

https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/ukraine-missile-maker-targets-game-changer-air-defence-system-by-2027-2026-04-06/

Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
21 Minuten
Die Schweizergarde ist die älteste Armee der Welt, seit mehr als 500 Jahren steht sie im Dienst des Heiligen Stuhls. Ihre Aufgabe ist es, den Papst zu beschützen, komme, was wolle - selbst wenn es das eigene Leben kostet.

Wie wird man Gardist und was erlebt man an der Seite des Pontifex? Was macht die Schweizergarde als Arbeitgeber anders als etwa die Bundeswehr? Ist die weltpolitische Lage auch hinter den Kulissen im Vatikan spürbar? Diese und weitere Fragen sind Thema in der heutigen Sonderfolge. Host Stefan Niemann hat den Journalisten Alexander Drost zu Gast, der nach langem Bemühen ein Interview mit der Schweizergarde bekommen hat und spannende Einblicke bietet. Ein historischer und zeitgenössischer Exkurs in eine militärisch einzigartige Welt, punktgenau zum Osterfest.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Zweiteilige Doku zur Schweizer Garde des SRF

https://www.srf.ch/play/tv/dokumentationen-aus-aller-welt/video/die-schweizer-garde---das-geheime-leben-im-vatikan?urn=urn:srf:video:1cc0004d-ab7b-401b-9805-21ae4f9fcf4a

Website der Schweizergarde

https://schweizergarde.ch/paepstliche-schweizergarde/de/ueber-uns/

Podcast-Tipp: Mary Celeste

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:e88d8d1d0f4eb36e/

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
53 Minuten
US-Präsident Trump droht im Iran-Krieg weiter mit dem Einsatz von Bodentruppen. Heizt aber gleichzeitig Spekulationen über ein Ende der US-Angriffe an. Im Interview mit Host Kai Küstner spricht der Oberst des österreichischen Bundesheeres, Markus Reisner, von einem “Schlamassel”, in dem sich die USA befänden. Einen Einsatz von Bodentruppen hält der Historiker für durchaus möglich. Er warnt allerdings auch vor erheblichen Risiken, vor allem, wenn die USA versuchen sollten, die Straße von Hormus zu sichern. Beim Irak-Einsatz 2003 seien hunderttausende Soldaten zusammengezogen worden. Nun rede man von etwa 40.000 in der Region stationierten plus 10.000-15.000 neu entsandten Spezialkräften. Jedenfalls sei der Versuch Trumps offensichtlich, “gesichtswahrend aus dieser Situation herauszukommen”, so Markus Reisner. Aus dessen Sicht der Krieg in Nahost auch erhebliche, negative Auswirkungen auf die Ukraine hat: Dass Trump immer mehr das Interesse am Ukraine-Krieg verliere, sähen “die Russen als Chance”.

Mit Blick auf den Nahost-Krieg beleuchten Stefan Niemann und Kai Küstner, welche Strategie der US-Präsident derzeit (mutmaßlich) verfolgt und wie schwer das iranische Regime unter Druck steht. Es ist unklar, ob ihm die Raketen und Munition bald ausgehen könnten; die Angriffe auf die Golfstaaten gehen jedenfalls auch gut vier Wochen nach dem Beginn des Krieges weiter. Und Irans Zerstörung eines amerikanischen AWACS-Aufklärungsflugzeuges in Saudi-Arabien zeigt, dass die USA durchaus verwundbar sind. Stefan und Kai blicken außerdem auf Rolle des ukrainischen Präsidenten Selenskyj als Deal Maker, der bei seiner Reise durch die Golfstaaten eine weitreichende Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung mit Saudi-Arabien, Katar und den Vereinten Arabischen Emiraten vereinbaren konnte. Die Ukraine hat Russland eine Feuerpause über Ostern angeboten – ob Putin zustimmt, bleibt ungewiss. Selenskyj hat unabhängig davon zugesichert, Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren - falls auch Russland ukrainische Infrastruktur verschont.

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Interview mit Oberst Dr. Markus Reisner

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-2884438.html

Trump heizt Spekulationen über Kriegsende in Nahost an

https://www.wsj.com/world/middle-east/trump-iran-war-strait-of-hormuz-ee950ad4

Podcast-Tipp: Raus aus der Depression “DominoKati: Wenn der Partner depressiv ist"

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-2884254.html

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
57 Minuten
US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gesetztes Ultimatum ein weiteres Mal verlängert - bis Ostermontag. Er hat den Mullahs aber auch gedroht: wenn sich das Regime einem Friedensdeal verweigere, sei er bereit "die Hölle zu entfesseln". Die aktuelle Lage im Nahen Osten fasst Kai Küstner zusammen. Er berichtet über iranisch-russische Verbindungen und darüber, wie der Krieg Russlands Machthaber Putin hilft. Alles scheint möglich, lautet Kais Antwort auf die Frage, wie es im Iran weitergeht. Die USA jedenfalls suchen einen Ausweg - sei es durch Verhandlungen, sei es durch den Einsatz von Bodentruppen. Die Trump-Regierung hat den NATO-Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung im Nahen Osten vorgeworfen – und einen Vergleich mit dem Krieg gegen die Ukraine gezogen. Das von Russland angegriffene Land soll übrigens nur dann US-Sicherheitsgarantien bekommen, wenn es bereit ist, den Donbass aufzugeben. Eine Bedingung, die die Ukraine nicht erfüllen kann, die Russland aber hoch erfreut. An der Front machen die Russen weiterhin keine entscheidenden Fortschritte, erklärt Kai. Er berichtet außerdem über die in Deutschland (kurz) wieder aufgeflammte Debatte über den Taurus.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien spricht Host Stefan Niemann mit dem Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Friedensbeauftragten der EKD, Friedrich Kramer, über die Friedensbewegung in Zeiten der Kriege. Es geht um seinen Blick auf deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine, auf Russlands Machthaber Putin und auf die Chancen für einen Frieden in Europa. Kramer kritisiert eine Fixierung auf das Militärische und betont, es brauche pazifistische Initiativen. Außerdem beschreibt der Landesbischof seine Sicht auf den neuen Wehrdienst und seine Erwartungen an die kommenden Ostermärsche.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit EKD-Friedensbeauftragten Landesbischof Friedrich Kramer

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-457784.html

Plant Trump Bodenoffensive in Nahost?

https://www.axios.com/2026/03/26/iran-invasion-plans-kharg-island-trump

Trump Pressebegegnung zu Krieg im Iran und NATO-Schelte:

https://www.youtube.com/watch?v=HxlmqhCaEXw

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
48 Minuten
Wieder verkündet US-Präsident Trump, dass der Krieg im Nahen Osten bald Geschichte sein könnte. Bei den Verhandlungen mit dem Regime in Teheran gebe es wesentliche Übereinstimmungen, man stehe möglicherweise kurz vor einem Deal. Der Iran hat direkte Gespräche dementiert. Und auch Netanjahu und seine Generäle stellen klar, dass seitens Israel noch kein Ende in Sicht sei: Weitere Länder sollen sich dem Kampf gegen den Iran anschließen, der Erzfeind sei noch nicht geschwächt genug.

In der heutigen Folge beleuchten Kai Küstner und Stefan Niemann den oft widersprüchlichen Kurs des US-Präsidenten in Nahost. Der zum einen den Ölpreis und die Börsen beruhigen muss - zum anderen aber gegenüber dem Iran nicht schwach erscheinen will. Für beide ist klar: Der Krieg im Nahen Osten verliert bis dato nicht an Intensität.

Nicht nur der ukrainische Präsident Selenskyj fürchtet, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine mit dem US-Fokus auf Nahost in Vergessenheit geraten könnte. Auch im fünften Kriegsjahr bereite man sich auf eine russische Frühjahrsoffensive vor, so Selenskyj. Er hat außerdem in seiner jüngsten Videoansprache davor gewarnt, dass Putin den Iran weiterhin mit Geheimdienstinformationen unterstütze und spricht von "destruktiven Aktivitäten", die zu weiterer Destabilisierung führen können.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe spricht Kai Küstner mit der Journalistin Julia Weigelt. Sie beleuchtet, wie politische Entscheidungen entstehen können - vor allem solche, die undurchsichtig wirken und für Fragezeichen sorgen. Insbesondere bei Trump sieht Julia die Neigung zu einer emotionalen Herangehensweise und begründet das auch mit seiner Familiengeschichte. Eine Reise in die Psyche des US-amerikanischen Präsidenten, anlässlich seines Verhaltens auf der weltpolitischen Bühne.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Zum Scherpunkt: Interview mit Mary Trump:

https://www.tagesschau.de/ausland/mary-trump-interview-101.html

SMS von Mark Rutte an Donald Trump vor NATO-Gipfel 2025:

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-rutte-102.html

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
50 Minuten
Kriege können extrem teuer werden, vor allem wenn sie sich hinziehen und sich zu regelrechten Materialschlachten entwickeln. Und so wird der Kampf ums Geld ein wichtiger Faktor. Die Kriegskosten sorgen für Kopfzerbrechen: ob in der Ukraine, im Nahen Osten oder in den USA. Das beleuchten Anna Engelke und Stefan Niemann in der heutigen Folge. Stefan erläutert, inwiefern die Finanzierung der Angriffe auf den Iran aktuell für Wirbel in Washington sorgt. Dort mehren sich die Zweifel, dass die Kriegsziele der Israelis und der USA dieselben sind. Auch in Kiew und Brüssel bestimmen die Kriegskosten die Agenda, wo es beim EU-Gipfel um den durch Ungarn und die Slowakei blockierten 90 Milliarden-Euro-Kredit geht. Stefan beleuchtet die Rolle Ungarns und Orbans Blockade-Haltung kurz vor den Parlamentswahlen in seinem Land.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe spricht Anna Engelke mit Moritz Brake über die vom Iran für die meisten Schiffe blockierte Straße von Hormus. Der Reserveoffizier der deutschen Marine und Experte für maritime Angelegenheiten bezeichnet die Meerenge als „geopolitisches Faustpfand“ des Iran, der diese auch mit einfachsten Mitteln blockieren könne – um damit Druck vor allem auf die Region, aber auch auf Europa und die USA aufzubauen. Zu den besonderen Gefahren in der Straße von Hormus zählen Minen und Schnellboote. Aus Sicht Brakes ist eine Vorbedingung für einen Einsatz europäischer Marinen in der Region, dass der Krieg beendet ist. Denn im Moment würde man nicht nur den Verlust von Kriegsschiffen riskieren, sondern auch das Leben von Soldaten aufs Spiel setzen und militärische Ressourcen einsetzen, von denen man ohnehin zu wenige habe. Brake spricht auch darüber, wie Deutschland die Golfstaaten in der jetzigen Situation unterstützen kann und welche Lehren sich aus dem Krieg im Nahen Osten ziehen lassen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Moritz Brake, Experte für maritime Sicherheit:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-450982.html

Podcast-Tipp: Berlin Code

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:7d6b2a6353d8a1a6/

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
40 Minuten
Das ist nicht unser Krieg, sagen die Europäer an die Adresse von Donald Trump. Vehement hatte der US-Präsident die NATO zur Unterstützung für die Sicherung der Straße von Hormus aufgefordert – doch kaum jemand ist bereit, da mitzugehen. Aber sollte die Absicherung der für die Weltwirtschaft so wichtigen Straße von Hormus nicht auch im Interesse der Europäer und der Exportnation Deutschland sein? Das beleuchten Astrid Corall und Kai Küstner in dieser Folge. Kai erklärt, warum Artikel 5 des NATO-Vertrags nicht zum Tragen kommt und wie (un)abhängig die Europäer von der Straße von Hormus sind und wie risikoreich eine Eskorte für Handelsschiffe wäre. Im Iran sind israelischen Angaben zufolge der Sicherheitschef und der Anführer einer paramilitärischen Miliz getötet wurden.

Neben den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten geht es in dieser Folge auch um den Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine und um Russland, das weiterhin nicht bereit zu sein scheint, die Kampfhandlungen und Luftangriffe zu beenden.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges stellt sich immer wieder die Frage: Wie ist Deutschland eigentlich auf den Ernstfall, auf eine militärische Konfrontation, vorbereitet? Diesem Thema widmen sich Astrid Corall und Lennart Banholzer im Schwerpunkt dieser Ausgabe. Lennart erklärt, was hinter dem sogenannten Operationsplan Deutschland steckt, wie die Bundeswehr die Bedrohungslage einschätzt und was jeder selbst tun kann, um sich Ernstfall zu schützen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Selenskij erklärt, Russland versorge den Iran mit Drohnen:

https://edition.cnn.com/2026/03/15/world/video/gps-0315-zelensky-on-iran-drones

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

NDR Story in der ARD-Mediathek:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndrstory/verteidigung-vor-der-haustuer-was-passiert-im-ernstfall,sendung-53410.html
52 Minuten
Russland ist definitiv Nutznießer des Krieges in Nahost. So sieht es Oberst a.D. Ralph Thiele. Und zwar nicht nur wegen der jüngsten US-Entscheidung, die russischen Ölsanktionen zum Teil aufzuheben. Putin profitiere auch davon, dass Flugabwehrraketen nun in Nahost gebraucht würden und die Ukraine nicht mehr so sehr im Fokus stehe. Das sei eine "außerordentlich ungünstige Situation für die Ukraine und natürlich auch für europäische Sicherheit", sagt Thiele, der Vorsitzender der ‘Politisch-Militärischen Gesellschaft’ in Berlin und mit viel Erfahrung im Bundesverteidigungsministerium und bei der NATO ausgestattet ist. Im Interview mit Kai Küstner fordert Thiele auch, dass die Europäer und die Bundeswehr Handelsschiffe in der Meerenge von Hormus eskortieren. Ganz risikofrei sei das zwar nicht, aber die Bundeswehr könne das. Und gerade Deutschland habe als Exportnation ein hohes Interesse daran, dass Handelswege geschützt werden: "Wir tun irgendwie, als wenn uns das nichts angeht", kritisiert Thiele.

Wann genau der Krieg im Nahen Osten endet, ist derzeit schwer vorherzusagen. Die USA und Israel senden unterschiedliche Signale. Je länger der Krieg dauert, desto mehr treten auch Differenzen zwischen Israel und den USA zu Tage. Die aktuellen Ereignisse fasst Astrid Corall zusammen. Sie berichtet über die Situation in der Straße von Hormus, neue Gefahren und die Diskussion über die Absicherung von Schiffen. Außerdem blickt sie auf die Lage in der Ukraine.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Oberst aD Ralph Thiele

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-443866.html

Bodentruppen nötig zur Beendigung des iranischen Atomprogramms?

https://edition.cnn.com/2026/03/09/politics/iran-uranium-us-ground-forces-nuclear

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: 15 Minuten. Der tagesschau-Podcast am Morgen

https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:b84b465ae5abcd64/
52 Minuten
Donald Trump gibt sich siegesgewiss. Der Krieg im Nahen Osten könnte aus Sicht des US-Präsidenten bald beendet werden, wie er bei einer Pressekonferenz am Montag mitteilte. Was steckt dahinter? Darüber spricht Host Kai Küstner mit dem Peter Neumann. Aus Sicht des Professors für Sicherheitsstudien am King’s College in London bastelt US-Präsident Trump an einem Ausweg, einer "Off Ramp" aus dem Krieg. Im Interview erklärt Neumann, dass es dem US-Präsidenten mit seinem Auftritt vor der Presse auch um eine schnelle Senkung des Ölpreises gegangen sei, aber noch viel mehr dahinterstecke: "Die bekommen seit Tagen Anrufe aus dem Nahen Osten, aber auch aus Europa von Regierungschefs, von wichtigen Leuten, die ihnen sagen: ‚Dieser Krieg ist problematisch.‘ Wenn dieser Krieg tatsächlich noch vier Wochen weitergeht, dann sind die Golfmonarchien im Prinzip am Ende." Dass Trump mit Russlands Machthaber Putin telefoniert habe, sei keine gute Nachricht für die Ukraine. Überhaupt sei Russland insofern ein Gewinner des Konflikts, als der Iran wohl weiter ein Partner Russlands bleibe - weil sich ein Wechsel des Regimes im Iran nicht abzeichne.

Astrid Corall berichtet über die US-Überlegungen, die Sanktionen gegen Russland aufzulockern und Berichte, wonach der Kreml wichtiger Informationen über die US-Streitkräfte an den Iran weitergegeben haben soll, Trump dies aber runterspielt. Außerdem beleuchtet sie die aktuellen Entwicklungen in den Golfstaaten, die ebenfalls vom Krieg betroffen sind und erklärt, warum Angriffe auf Entsalzungsanlagen einen sensiblen Punkt treffen.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Trumps Pressekonferenz zu Iran und baldigem Kriegsende

https://www.youtube.com/watch?v=ViW6wZw8Dn8

Interview mit Sicherheitsexperte Peter Neumann

https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-440314.html

Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html