Ruhrpodcast Archiv
171 Episoden
27 Minuten
Am letzten Augustwochenende, vom 26.08. bis 28.08.2022 röhrt er wieder, der Platzhirsch. Zwei Jahre lang weilte er auf benachbarten Weiden im Kantpark und kehrt nun in das Stammrevier – den Dellplatz – zurück.
Die Rückkehr zum Dellplatz
Mit Steffi und Malte haben wir uns darüber unterhalten, wie man so ein Festival plant, was in 2022 anders sein wird als in den ersten beiden Corona-Jahren, worauf zu achten war, worauf heute zu achten ist und welche Möglichkeiten man mit der Rückkehr zum Dellplatz hat.
Das große Thema „Barrierefreiheit“
Möglichst weitgehende Barrierefreiheit hat sich das Orga-Team in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Das heißt zum Beispiel, dass es Infos in einfacher Sprache für Menschen mit Einschränkungen und Nicht-Muttersprachler*innen geben wird, extra Toilettenwagen für Menschen mit Behinderung aufgestellt werden und es bewachte Rolliparkplätze gibt.
Der Eintritt bleibt kostenlos Alle Platzhirsch-Programmpunkte – auch Kunst, Literatur, Theater und das Kinderprogramm „Kitz“ – sind kostenlos zugänglich. Hier findet das Platzhirsch Festival statt - Dellplatz (Dellplatz 1, 47051 Duisburg) - St Joseph Kirche (Dellplatz 20, 47051 Duisburg - St Joseph Kirchenkeller (Dellplatz 20, 47051 Duisburg) - OINK! Autokino (Dellplatz, 47051 Duisburg) - Stapeltor (Stapeltor 6, 47051 Duisburg) - Die Säule (Goldstraße 15, 47051 Duisburg) - Innenhafen (Ludwigsforum, 47051 Duisburg)
- SG1 (Schmale Gasse 1, 47051 Duisburg) - S13 (Salvatorweg 13,47051 Duisburg) - Künstler- und Atelierhaus Goldstraße (Goldstraße 15, 47051 Duisburg) Diese Künstlerinnen und Künstler sind dabei 3000: Klare, Maris, Swell, de Joode, Vatcher (Jazz) Abdul Kader Chahin (Lesung) Agora Theater AUA (Pop) [ B O L T ] & Harald Schulte (Laute Musik und Tanz) Cocaine Piss (Punk) Das Blockflötenensemble Die Regierung (Rock) Die Roboterinnen (Theater) Duygu Özturan (Lesung) Empire feat Malte Jehmlich (Jazz) Friends of Gas (Punk) International Music & The Dorf (Rock und Jazz) Junges Ensemble Ruhr (Pop) M. Takara & Carla Boergas (Jazz) Mariá Portugal & Recursion (Electro) METAR: Aarset, Cee, Stockhausen (Jazz) Nichtseattle (Pop) OINK! Autokino Paddy Steer (verrückter Kram) Peuk (Punk) Porcelain id (Pop) Sarah Wissner Theater Schillings & Töpp (Klassik) Schlakks (Hip-Hop) Slumberland & Sainkho Namtchylak (besondere Musik) Station 17 (Rock) Stina Holmquist (Pop) Takh (Rock) Theater Kreuz & Quer Theater Tom Teuer Tomeka Reid Trio (Jazz) Und das ist noch lange nicht alles Weitere Info: www.platzhirsch-duisburg.org
53 Minuten
Warum Kai Magnus Sting Kai Magnus Sting heißt und nicht etwa Kaiopei Sting, interessierte Ruhrpodcast-Host Zepp Oberpichler schon Jahre lang. Noch mehr interessierte Oberpichler im Talk mit Sting (ja, wie der Musiker) allerdings die unglaubliche Dichte an bundesweit berühmten Kabarettist*innen, Humorist*innen, Schauspieler*innen und sonstige Kreativfinnen wie Hanns Dieter Hüsch, Konrad Beikircher Henning Venske, Gerburg Jahnke und Wilfried Schmickler in Stings Oevre. Abitur in Duisburg
Auf Wikipedia ist nachzulesen: „Nach seinem Abitur 1998 am Landfermann-Gymnasium schrieb und koordinierte er von 1999 bis 2001 die satirische Kriminalhörspiel-Reihe Kieselbachs Fälle, die ebenfalls beim Bürgerfunk von Radio Duisburg gesendet wurden. Es folgten diverse andere Aktivitäten, so trat er mehrfach in den TV-Sendungen Mitternachtsspitzen, Night Wash sowie TV total auf. 2001 hatte er eine kleine Rolle im letzten Tatort mit Manfred Krug und Charles Brauer. 2007 trat er unter anderem gemeinsam mit Jochen Malmsheimer und Piet Klocke auf.“ Hörspiele selber machen
Bereits im zarten Alter von neun Jahren sitzt klein Kai Magnus in seinem Kinderzimmer und zeichnet auf dem Kassettenrecorder erste Hörspiele auf, bei denen er nicht nur alle Rollen spricht, sondern auch noch Geräusche und Songfetzen erzeugt. In seinen professionellen Jahren werden daraus Hörspiel-Produktionen mit einer Riege von national bekannten Größen wie: Traugott Buhre, Jochen Busse, Piet Klocke, Jochen Malmsheimer, Susanne Pätzold, Erwin Grosche, Christiane Weber, Peter Nottmeier, Petra Nadolny, Stephanie Überall, Fritz Eckenga, Bastian Pastewka. Annette Frier u. v. m. Leichenpuzzle selber machen?
In dieser Ruhrpodcast-Folge wollten wir wissen, was motiviert einen ansonsten kerngesunden Menschen dazu in Leichenpuzzle zu denken? Die immer noch seit Generationen ungeklärte Frage, war nun der Landmann der größte Feind des Mannesmann oder viel eher der Steinbader, stand nicht nur im Raum, sie wurde auch gestellt und möglicherweise andeutungsweise gestriffen, skizziert und kulminiert. Warum fehlte bei Mathe der Praxisbezug?
Eine Frage, die sich auch 40 Jahre nach der Abwahl dieses Faches immer wieder stellt. So auch hier. By the way, wo steht man, wenn man in der Mitte seines Lebens angekommen ist? Von Einschränkungen durch Corona mal abgesehen, wovon lebt das Geschehen auf der Kabarettbühne heute? Und immer dran denken: Dem Elend das Lachen entgegen setzen! Weitere Info: www.kaimagnussting.de www.ruhrpodcast.de
18 Minuten
Die Sommerferien neigen sich dem Ende entgegen und für uns ist das ein schöner Anlass geschmeidig wieder mit dem Ruhrpodcast loszulegen. Wie bereits berichtet, fand kürzlich das 14te Ruhrpott Rodeo statt und dort trafen wir auf Andre Bessner. Punkrock aus Bottrop Andre Bessner kommt aus Bottrop. Andre Bessner ist Fan von PunkRock. Andre Bessner hat in den 90er Jahren zahlreiche Konzerte der deutschen Punkrock-Legende „Upright Citizens“ gebucht und die Band auf einigen Touren begleitet. Offiziell gibt es die Band seit vielen Jahren nicht mehr. Solidarität macht es möglich Am 1. April haben Upright Citizens noch einmal ein letztes Konzert gespielt, im Don’t Panic in Essen. Der Erlös des Abends ging in Höhe von 4.100,- Euro an die „Gesellschaft Bochum – Donezk e. V.“ zur Unterstützung von Ukraine-Kriegsopfern. Ein kleiner Beitrag. Ein wichtiger Beitrag. Für den Ruhrpodcast sprachen wir mit Andre, den wir fast zufällig auf dem Gelände der Schwarzen Heide getroffen haben, darüber Konzerte zu veranstalten, die Begeisterung für Livemusik und die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ohren auf und selbst gehört. Weitere Info: www.ruhrpott-rodeo.de www.ruhrpodcast.de
49 Minuten
Wow, war das ein Wochenende! Vom 1. bis zum 3. Juli gab es endlich mal wieder das Ruhrpott Rodeo und zwar die Nummer 14, nachdem es zwei Jahre nacheinander verschoben werden musste. Grund für den Ruhrpodcast also eine Delegation bestehend aus dem reisenden Ruhrpott-Reporter Zepp Oberpichler, nebst fotografierendem Familienanhang loszuschicken. An dieser Stelle vorab ein großes Lob und „Danke“ an den Veranstalter Alex Schwers, der unter diesen Umständen ein hervorragendes Festival auf die Beine gestellt hat – und an Mirja, die den ganzen Spaß auch mitträgt und mitmacht. Respekt! Das sollen diese ganzen Nörgler erst einmal leisten, die schon bei der Planung einer Geburtstagsfeier mit Clown verzweifeln. Und es wurde das erwartet große Fest nach der Pandemie. Manche fand jene Band spannend, mancher eine andere. So ist das bei Festivals und das ist auch gut so. Schließlich geht es nicht nur darum die bereits bekannten Heldinnen und Helden erneut abzufeiern, sondern auch darum neue oder unbekannte Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker, Spinner, Phantasten, Chaotinnen etc. pp. kennenzulernen. Natürlich gab es auch wieder die, die über den Bierpreis moserten. Dazu so viel: Wenn der Eintritt nicht in astronomische Höhen getrieben werden soll, muss die Veranstaltung am Getränkeumsatz verdienen – und bei dem gebotenen Programm reichlich! Folglich wäre ein Bierpreis von 4,- Euro für einen 0,3 Literbecher völlig angemessen gewesen. Es waren aber nur 3,60 Euro. Fahrt mal nach England auf ein Festival und dann beschwert euch weiter. Unter dem Strich habe ich ein hervorragend organisiertes Festival erlebt, tolle Gespräche geführt, großartige Bands gesehen, frisch gezapfte Biere getrunken und diese mit Freude selbst bezahlt, mich von Heuschrecken ernährt und den größten Spaß des bisherigen Jahres gehabt. Danke Alex, danke Mirja, dass ihr das alles möglich gemacht habt. Wir freuen uns auf 2023. Aus diesem Grund muss auch auf die Funding-Kampagne hingewiesen werden. Spendet für das Ruhrpott Rodeo 2023: https://gofund.me/ecede7f6 Und wer noch etwas zum Thema Inklusion beitragen möchte, der kann das unter dieser Mailadresse tun: handycap@ruhrpott-rodeo.de Here we go – oh yeah! Weitere Info: www.ruhrpott-rodeo.de www.ruhrpodcast.de
24 Minuten
1947 wurde der Ketteler Spielschar Rheinhausen gegründet. Ziel der Amateurspielschar war es, nach den deprimierenden Kriegsjahren etwas Freude zu bieten. So begann man mit Amateur- und Laiendarstellerinnen und Darstellern Volksstücke aufzuführen. Die Komödie „Pension Schöller“ Carl Laufs und Wilhelm Jacoby schrieben die Komödie „Pension Schöller“ die 1890 ihre Uraufführung in Berlin feierte. Das Lustspiel wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 1960 mit Theo Lingen. Zahlreiche Volksbühnen spielen das Stück bis heute und so verwundert es nicht, dass man unter den Darstellern große Namen des Boulevard Theaters findet, von Willy Millowitsch über Harald Juhnke, Günter Pfitzmann, Edeltraut Elsner bis hin zu Heidi Mahler. Endlich wieder Theater spielen Die letzten beiden Jahre waren nicht nur für professionelle Theater und darstellende Künstler schwierig. Auch die Amateur-Ensembles konnten nicht auftreten, meist nicht einmal proben. Doch jetzt geht es auch mit bühne47 wieder los! Am Samstag, den 20. August ist im Ev. Gemeindehaus Duisburg-Wedau die Premiere von „Pension Schöller“ und damit stellt sich mal wieder die Frage: „Wohin mit der Leiche?“ Pension Schöller nach Duisburg verlegt Und so freut man sich im Jahr des 75-jährigen Bestehens diesen Klassiker präsentieren zu dürfen. Wir zitieren aus der Ankündigung: „Kerl, wat ne verrückte Idee! Alexander Klapproth ist auf Besuch bei seinem Neffen Kevin in Duisburg und hat sich in den Kopf gesetzt, einmal eine Psychiatrie von innen zu besichtigen. Natürlich nur zu Besuch, versteht sich. Kevin und seine Freundin Kissling machen’s möglich – und bringen Alexander Klapproth in die Pension Schöller, wo er auf so manch verrückte Type trifft. Aber sind die wirklich alle so verrückt? Und was passiert, wenn alle auf einmal vor seiner Tür am beschaulichen Niederrhein stehen?“
Der Klassiker aus der Feder von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby wurde von Aljoscha Liebert für die bühne47 ganz neu gedacht. Man versetzte die Geschichte nach Duisburg und an den Niederrhein des Hier und Jetzt. Und das Ganze mit dem Witz und Charme des Originals. Für den Ruhrpodcast Grund genug, das Gespräch mit Aljoscha Liebert zu führen und interessante Einblicke in das Theatertreiben einer Amateurbühne zu bekommen. Wir gratulieren ganz herzlich zu 75 Jahren Theater-Unterhaltung. Weitere Info: www.buehne47.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
35 Minuten
Alex Schwers ist Profimusiker. Er spielt Schlagzeug. Seine aktuelle Hauptband heißt Slime, aber er drischt auch immer wieder für Die Lokalmatadore, Die Gestörten Becker oder auch für die Jeff Dahl Group auf die Felle. Neben seiner Karriere als Drummer, ist er schon seit vielen Jahren im Bereich der Veranstaltungen von Punk- und Rock-Konzerten tätig. Endlich wieder Ruhrpott Rodeo 2020 sollte die 14te Ausgabe des beliebten Festivals auf dem Freigelände am Flughafen Schwarze Heide in Hünxe/Bottrop stattfinden. Aufgrund von Corona musste es allerdings verschoben werden. Zunächst ins Jahr 2021, dann ins Jahr 2022. Und wenn alles gut geht, findet es dieses Jahr wirklich statt. 01. + 02. + 03. Juli in 2022 Das Programm liest sich dieses Jahr wie ein Who-is-Who der Punk-Rock-Geschichte. So spielen zum Tanze auf: Social Distortion, Slime, Madball, Kreator, Wizo, Gluecifer, Dritte Wahl, Dropkick Murphys, Suicidal Tendencies, Baboon Show, Pascow und viele mehr. Darüber hinaus gibt es noch einen Überraschungs-Act, der ansonsten Stadien füllt. Mehr wird nicht verraten. Es wird nie mehr wie es mal war
Die Festival-Kultur ist zwar tief verankert in der Freizeitgestaltung Punk-Rock-Süchtiger und dennoch ist das Veranstalten eines solchen Festivals eine absolute Wundertüte. Aktuell ist nahezu jede Band auf Tour. Das bedeutet: Man bekommt aktuell kaum Material und Fachpersonal zur Durchführung eines solchen Events. Schwers geht davon aus, dass die Kosten für solche Veranstaltungen im Schnitt 35 Prozent höher ausfallen, als in den Jahren zuvor. Hinzu kommt aktuell eine „No-Show-Rate“ von bis zu 40 Prozent. Das heißt 40 Prozent der Gäste, die eine Karte haben, kommen nicht zur Veranstaltung. Das heißt darüber hinaus, diese fehlenden Personen konsumieren auch keine Speisen und Getränke. Schwers sagt: „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es nach Corona wieder so wird wie davor. Es wird nicht mehr so wie früher! Wir sprechen mittlerweile von einer Zeit vor Corona und von einer Zeit nach Corona.“ Punker mit Wohnmobil
Auch die Punk-Fans rüsten auf. So hält Schwers inzwischen 1.500 Wohnwagen- oder Caravan-Parzellen parat, um diesen gestiegenen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Anfangs kamen ein paar Leute mit Zelt, inzwischen mag man es komfortabler. Wir wollten wissen
Wie hat Alex Schwers sein Team über die veranstaltungsfreie Zeit gerettet? Wie lange plant er an solch einem Event? Welche Bands würde er gerne einmal auf seinem Festival spielen sehen? Und natürlich: Wer ist der Secret Act? Weitere Info: www.ruhrpott-rodeo.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
1 Stunde 20 Minuten
Frank Herbst war schon einmal im Ruhrpodcast. Da ging es allerdings um Fußball. Darum geht es heuer nicht. Frank wird im September 60 und hat entschieden mit diesem Datum seine aktiven Tätigkeiten als Punk ruhen zu lassen. Ein Freund der etwas härteren Musik Frank Herbst wurde 1978 zum Punk bekehrt, nachdem er Udo getroffen hat, der ihm die erste Platte der Sex Pistols vorspielte. Das Erweckungserlebnis für Frank. Die Sex Pistols trafen auf offene Ohren, weil der Oberhausener Jungpunk bereits auf Slade, Sweet und AC/DC stand. Von Glamrock zu Punkrock, sozusagen. DIY – Do it yourself
Durch den Punk lernte Frank eine Form von Eigenständigkeit, die weg vom bloßen Konsum hin zum Selbermachen führte. So bekam er Anfang der 80-ziger Jahre erste Fanzines bei Konzerten in die Hände gedrückt und begann fortan eigene Fanzines zu gestalten. Die Titel waren „Krawall“ und „Die letzte Hoffnung“. Zu der Zeit wurde noch der Prittstift bemüht und das berühmte „Scherenlayout“ gepflegt. Nach den Fanzines kam das Label Mit YOUR CHANCE RECORDS bringt er lokale und regionale Bands heraus, so zum Beispiel die erste Single der Richies aus Duisburg. Ein Fakt, der ihm in einer besseren Welt den Oskar für innovative Labeltätigkeit hätte einbringen müssen. Mit der YOUR CHANCE TAPESHOW brachte er eine moderierte Cassette über 90 bzw. 60 Minuten, in der neue Schallplatten, Cassetten etc. vorgestellt wurden, unter das interessierte Volk. Diese Tapeshow brachte er rund 15 Jahre heraus, bei einem Erscheinungsintervall von vier bis sechs Wochen. Frank macht Radio Von 1993 bis 2000 ist Frank eine entscheidende Figur beim PLASTIC BOMB, das schnell zu einem der auflagenstärksten Fanzines in der Republik wird. Es folgt die PLASTIC BOMB RADIO Sendung auf RADIOWELLE STURMFLUT, wo Frank zahlreiche Radiosendungen für den Bürgerfunk produziert. 2000 verließ er das Plastic Bomb und ab dann produzierte er das CRAZY UNITED, womit er einer der ersten Online-Fanziner war. Im September ist Schluss Nach 20 Jahren geht nicht nur das Crazy United in Rente. Frank wird im September 2022 60, hat dann knapp 45 Jahre Punkrock auf dem Buckel und legt seine aktiven Tätigkeiten im Namen des Punk zur Ruhe. Die Murmel wird er sich weiter jeden Tag rasieren, Platten kauft er auch weiterhin, ausgewählte Konzerte wird er nach wie vor besuchen und schließlich wird er zahlreiche gute Erinnerungen behalten „bis ich inne Urne lieg“. Anekdoten von einem, der dabei war. Ein Gespräch über Punks, Skinheads, das Eschhaus, das Old Daddy, Fans, Bands, Gangs. Weitere Info: www.crazyunited.de www.ruhrpodcast.de
31 Minuten
Klaus Vanscheidt ist ein umtriebiger Musiker aus Mülheim an der Ruhr. Mit zahlreichen Größen des nationalen und internationalen Rockzirkus stand er bereits auf der Bühne oder spendete eben diesen seine Fertigkeiten an der Gitarre im Aufnahmestudio. Für Flutopfer und Ukraine-Flüchtige In der Folge des Starkregens vom 14. und 15. Juli des vergangenen Jahres, richteten die Überschwemmungen auch in Mülheim an der Ruhr immense Schäden an. Um den Flutopfern beizustehen und einen Beitrag zu leisten, haben Mülheimer Musiker*innen für Mülheimer Flutopfer und die Ukraine-Flüchtlingshilfe das Projekt „Mülheim Benefiz MH-Projekt-21“ ins Leben gerufen. Engagement mal zwei Ziel ist es die Betroffenen beider Katastrophen zu unterstützen und sich mit Ihnen solidarisch zu zeigen. So kam es zur Idee die alte Aufnahme des Mülheim-Songs „Wir sind die Stadt an der Ruhr“ von 2007 als Rock-Version im zeitgemäßen Gewand zu produzieren und diesen Titel zum Download gegen eine Spende von mindestens 1,50 Euro anzubieten. Klaus Vanscheidt hat den Titel seinerzeit komponiert und möchte mit der neuen Version einen Anreiz schaffen, sich äußerst niedrigschwellig für die Opfer der Flutkatastrophe und die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu engagieren. Dabei sei die Maßnahme nicht als “Schnellschuss“ gedacht – vielmehr hieß es auch in diesem Fall: “Gut Ding will Weile haben“. „Mülheim Benefiz MH-Projekt-21“ Ins Leben gerufen wurde das Projekt „Mülheim Benefiz MH-Projekt-21“ von dem Mülheimer Schlagzeuger Hank Roger. Mit Einsatz und Energie wurde in den Monaten nach der Flut ein reger, kreativer Austausch unter zahlreichen Mülheimer Musikern losgetreten und das alles unter den besonderen Umständen der Corona-Schutzmaßnahmen. Folgende Musiker – die zum Teil noch nie zusammengespielt haben – sind an dem Projekt beteiligt: Andre Tolba (Peter Kraus / Sasha) Martin „Ludi“ Ettrich (Birth Control / 78Twins)
Detlef Neuls (Four 2 the Bar / VHS Mülheim) Hans-Uwe Koch (Bluttat / Klüsen / Regler Produktion e.V.) Anna David Merz (FKK / Eyevory)
Attila Schuster (5Times Zero / Hardenberg Festiva) Marcel Brozeit (Emscherkurve 77 / Bilwis) Kai Weiner (Rude Reminders / Go Music) Francesco Messina (Blackwell / Cracked Bazoo) Hank Roger (Sick#Red / Bitter Thrill) Joost Schnitzler (Pottpoeten / Visionisten) Klaus Vanscheidt (Doro / Wölli – Die Toten Hosen) Zudem veredelte Produzent Jon Caffery (u.a. Die Toten Hosen / 2Raumwohnung / Wir sind Helden) soundtechnisch die Neu-Aufnahme des Songs. Wir trafen uns mit Klaus Vanscheidt, um mehr über dieses Projekt zu erfahren und gewannen zahlreiche Einblicke. Interessant, lustig und knietief im Rock and Roll. Der Song wird zum Download angeboten. Erhältlich ist er nach einer Spende von mindestens 1,50 Euro (über Paypal, per Überweisung) mit dem Stichwort „Mülheim Benefiz“ auf www.regler-produktion.de Weitere Spenden mit dem Vermerk „Mülheim Benefiz“ auf das Vereinskonto der Regler Produktion e.V. / Kontonummer: DE92 3625 0000 0175 0558 94 sind auch möglich. Weitere Info: www.regler-produktion.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
35 Minuten
Geboren wird Werner Streletz 1949 in Bottrop. Seine literarischen Arbeitsgebiete finden sich in Lyrik, Prosa, Theater und Hörspiel. Lange wirkte er in diversen Zeitungsredaktionen als Lokal- und Kulturredakteur, zuletzt bei der WAZ Kulturredaktion in Bochum. Streletz wurde mehrfach für seine literarische Arbeit ausgezeichnet, so auch mit dem „Literaturpreis Ruhr“ für sein Gesamtwerk. Dämmerung der Leitwölfe Aktuell erscheint der neue Roman von Streletz mit Titel „Dämmerung der Leitwölfe“ im Projekt Verlag, Bochum/Freiburg. Laut Klappentext wird
die Geschichte des Misanthropen Beton erzählt, „den die trivialen Zumutungen des Daseins nahezu irre machen.“ Über Beton erfahren wir zudem, dass er ausschließlich in grüner Kleidung anzutreffen ist und durchgängig Sonnenbrille trägt. Sikorski sagt über Beton: „Sein Herz ist gut, doch seine Gedanken sind fürchterlich.“ Der Erzähler Sikorski Der Klappentext zeigt an, dass Beton gegenüber Sikorski steht, „der die künstlerischen Talente der kleinen Gruppe, die Beton um sich geschart hat, in die breite Öffentlichkeit tragen will.“ So beginne „der Kampf zwischen beiden um die Sympathien dieser Gruppe – ein Wettstreit auch um zwei Lebenssichten: hier Abschottung aus Lebensekel und Überdruss, dort Weltoffenheit und kommerzielle Vermarktung.“ Der Künstler Rauol
Wie häufig bei Streletz, tritt auch dieses Mal ein Künstler auf: Rauol. Über diesen erfahren wir, dass er nach dem Tod seiner Frau vor dem Selbstmord stand und am liebsten mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen hätte, pausenlos. Bereits zu diesem Zeitpunkt seien große Teile seiner Bilder schwarz gewesen. Nun soll er die Wände der großen Räume, die Betons Wohnung, wenn man es noch so nennen kann, bemalen. Die Schluckspechte Siggi und Bernd Mit Siggi und Bernd bevölkern zudem zwei randständige Gestalten den Roman, über die wir erfahren, dass „die sich mit mehr oder minder eleganten Stibitzereien durchs Leben gehangelt haben.“ Wie passt das alles zusammen? Wir sprachen im Ruhrpodcast mit Autor Werner Streletz über die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte des Romans. Wir sprachen über Vorbilder der einzelnen Akteure und wir sprachen über eine mögliche Zukunft für die Präsentation von Literatur vor Publikum. Spannend. Weitere Info: www.projektverlag.de www.ruhrpodcast.de
45 Minuten
Geboren wird Stefan Kleinkrieg am 29. Dezember 1955 in Hagen/ Westfalen als Stefan Klein. Nach diversen Krachkombos gründet er 1978 die Band „Extrabreit“, um „mit der Krawallgeige Krach zu machen“. Titelseiten, Gold und große Hallen Über 40 Jahre später stehen zwei Goldene Schallplatten und mehrere ausverkaufte Tourneen zu Buche. Anfang der 80er Jahre hagelte es Titelseiten und Stories in den führenden Jugendzeitschriften und die Jugendzentren wurden immer voller. Man ging auf Tournee, die Hallen wurden größer, bis mit dem vierten Album der Absturz kam. Stefan meets Udo Lindenberg Zusammen mit Udo Lindenberg schrieb Stefan Kleinkrieg das Lied „Kralle“, das auf Lindenbergs Album „Odyssee“ von 1983 veröffentlicht wurde. Auf dem neuen Album „Die Sonne scheint für alle“ gibt es eine neue Version dieses Songs, die dem Verfasser dieser Zeilen besonders gefällt. Stefan goes England Nach dem großen Boom in der ersten Hälfte der 80er kam der große Kater und Stefan Kleinkrieg veröffentlichte erste Soloalben, wie das 1989 in England aufgenommene Album „Vive la KaBum“ unter dem Projektnamen „Mona Liza Overdrive“. Auf diesem Album spielt auch ein Idol von Stefan ein feines Solo, Brian Robertson, bekannt durch seine Arbeit bei Thin Lizzy. Die Sonne scheint für alle
Ist es nun das oft besungene reife Alterswerk? Host Zepp findet genau das. „Billiges Benzin“ ist dabei weniger eine visionäre Zukunftsphantasie von Stefan, als vielmehr ein Wunsch für alle fahrenden Musikanten. Vornehmlich weist die Akustikgitarre den Weg auf diesem Album. Dabei bringt Stefans Raspelstimme mittlerweile Vergleiche mit „Gunter Gabriel bis Leonard Cohen“, wie er selbst bemerkt. Im Grunde ist dieses Album „meine sanfte Seite“. Ein gut gelauntes Gespräch über Tourneen, Freunde und Verstorbene, die Verfügbarkeit von Musik, den Text von „Polizisten“, Gunter Gabriel, „Schwarze Lederjacke“, Steve Jones, dies und das und immer wieder die Frage, „was läuft heute so im Radio?“ Alles aus Liebe zur Musik und plötzlich taucht ein Satz auf, der an Sympathie kaum zu überbieten ist: „Ich war ja immer eher der Fan, der auch Musik gemacht hat.“ Und was bringt die Zukunft?
Die Blitztournee 2022 bestimmt. Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Kleinkrieg https://www.die-breiten.de/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
30 Minuten
Im Gespräch mit Ute Brüggemann, Abfallberatung Wirtschaftsbetriebe der Stadt Duisburg.
27 Minuten
So steht es in der offiziellen Pressemitteilung
„Aus drei mach eins: Mit einem neuartigen Medienformat sollen ab dem kommenden Frühjahr die Grenzen zwischen Fernsehen, Radio und Podcast verschwinden – und die „vierte Wand“ zwischen Sender und Empfänger durchbrochen werden. Unter dem Titel „Quarta Parete“ arbeitet der regionale TV-Sender STUDIO 47 gemeinsam mit dem VHS-Projekt „Radio-Duisburg-Jugendredaktion“ und der Kommunikationsagentur Durian an einem Innovationsprojekt, welches Audio-, Video- und Online-Kanäle zu einer trimedialen Community- Plattform vereint. Ziel ist es, ein Format zu entwickeln, das anschließend von allen lokalen und regionalen Medien in Nordrhein-Westfalen als „redaktionelle Blaupause“ genutzt und umgesetzt werden kann.“ Und so sehen es die Beteiligten
Was bedeutet „Quarta Parete“ genau. Dazu Lars Schneider: „Der Begriff kommt aus dem Italienischen und findet seine Verwendung im Theater. Dort hat die Bühne links eine Wand, rechts eine und hinten. Dann gibt es die unsichtbare Wand, hinter der die Theatermacher für das Publikum arbeiten und Vorbereitungen treffen. Diese Wand reißen wir nun ein und schaffen Transparenz darüber wie Medienmachende agieren.“ Josip Sosic ergänzt: „Ich bin gelernter Radioredakteur und bin es gewohnt für Zuhörer zu arbeiten. Mit der Jugendredaktion für Radio-Duisburg bieten wir eine erste Anlaufstelle für die Journalisten von morgen. Wir haben somit auch Themen aufbereitet, die bei „Quarta Parete“ stattfinden.“ TV, Radio, Podcast, Live vor Ort „Quarta Parete“ ist Live vor Ort im Großen Saal der VHS am 18. März ab 19:00 Uhr zu finden. Dort berichtet die Jugendredaktion, führt Interviews und stellt Projekte vor. Zeitgleich sendet Studio 47 aus dem Studio auf dem Großmarkt heraus und bei Durian in der Altstadt wird eine Podcast-Folge aufgenommen. Zu welchem Thema eigentlich? Das Thema der ersten Veranstaltung unter dem Logo „Quarta Parete“ lautet „Nachhaltigkeit ohne Verzicht“. Es geht also um Ressourcenschonung, Energieeinsparung, Wassereinsparung, Müllvermeidung, Nutzung von Gebrauchtem und dergleichen mehr. Interviewpartnerinnen und -partner sind Energieberaterinnen, Köche, Fachleute aus den Entsorgungsbetrieben, professionelle Reparierer, Foodsharer und mehr. Too good to throw away
“Es ist nicht der Weisheit letzter Schluss aufwändig produzierte Waren wieder kostenintensiv entsorgen zu müssen. Nachhaltigkeit findet bereits eine große Beachtung, da ist aber noch einiges zu tun“, ist sich Josip Sosic sicher. „Es ist schon erstaunlich, wie groß die Szene derer ist, die sich um Nachhaltigkeit in unserer Stadt kümmern“, weiß Lars Schneider. „Schade ist nur, dass zahlreiche Angebote so wenig bekannt sind“, ergänzt Host Oberpichler. Und diesem Umstand will „Quarta Parete“ auch Abhilfe schaffen. Dazu Sosic: „Darum geht es, Angebote bekannt machen, Bürger einbeziehen und neue Lösungen schaffen.“ „Ich sehe nicht, warum das kein Erfolg werden sollte“, bemerkt Lars Schneider und vermutet, dass es mindestens 100 weitere Folgen geben wird. Daumen hoch! Weitere Info: www.studio47.de/quartaparete.html
VHS Jugendredaktion: http://shorturl.at/iEFWX
47 Minuten
Dr. Bianca Stücker ist bereits seit langer Zeit auf der Welt und hat entsprechend viel erlebt. Allerdings stellt sie immer die Schlummerfunktion am Wecker an und liest dann gerne noch einige Zeit, bis sie aufsteht. Da Frau Stücker keine Hobbys hat, nutzt sie jede Minute für die Ausübung ihrer verschiedenen Berufe und Berufungen. Sie ist Musikerin, Autorin, Tänzerin und Tätowiererin, hat Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Geschichte studiert, ein Kirchenmusikexamen abgelegt und 2012 ihre Promotion an der Folkwang Universität der Künste in Essen abgeschlossen.
Musik ist ihr Leben
Als Songschreiberin, Sängerin und Instrumentalistin hat Bianca Stücker zahlreiche CDs mit dem Underground-Music-and-Bellydance-Projekt The Violet Tribe, der Steampunk-Formation Violet, dem Ensemble Violetta und ihrem Electro-Solo-Projekt VaNi veröffentlicht und gibt international Konzerte und Unterricht (u. a. in Deutschland, den Niederlanden, Polen, Österreich, der Schweiz und den USA). Das erste Album (THE GLASS COFFIN) unter ihrem eigenen Namen ist im November 2017 erschienen, das zweite folgte im Herbst 2019 gemeinsam mit Rafaela Schützner (FATE & WISDOM). Im Februar 2019 kam schließlich das Album ARSENIC des Dark-Electro-Projekts Form Follows Function auf den Markt, das sie gemeinsam mit Winus Rilinger (u. a. The Eternal Afflict) als Duo begonnen hat und mittlerweile als disziplinübergreifendes Kollektiv (FFF-Kollektiv) weiterführt. 2020 hat sie eine EP mit Mark Benecke produziert, WE WANT IT DARKER. A TRIBUTE TO LEONARD COHEN. 2022 kam DE ALCHEMIA hinzu, ein Album, das mit neuen Melodien und alten Texten einen Einblick in die alchemistische Kunst gibt. Literatur ist ihr Leben 2007 wurde Stückers Debütroman "Schaulaufen für Anfänger" als Fischer Taschenbuch veröffentlicht, nebenbei schreibt sie die satirisch-vergnügliche Kolumne "Ansichten einer Anachronistin". Im Herbst 2012 erscheint ihr zweiter Roman "The Spooky Verona Freak Show" im Unsichtbar Verlag, im Dezember 2015 folgt "Die geheimen Tagebücher des Violet Tribe" (Ruhrliteratur). 2016 gründet sie gemeinsam mit Chelsea Bock den eygennutz Verlag, bei dem 2018 "99%" erscheint. Tanz, Tattoo-Art und Tarot sind ihr Leben Seit 2011 tätowiert sie und betreibt das kleine Studio 52, wo sie zudem verschiedene Sparten des Orientalischen Tanzes unterrichtet und das mittelalterliche Chorprojekt Lilia caeli leitet. Zwischenzeitlich legt sie Tarotkarten und lässt sich inspirieren. Ein lebhaftes Gespräch über Alchemistisches, ein Lustgärtlein, den Stein der Weisen, Philosophie im Großen und Ganzen sowie die Veredelung der menschlichen Seele. Weitere Info: www.bianca-stuecker.com www.ruhrpodcast.de
41 Minuten
Lothar Lange ist gebürtiger Gelsenkirchener und hat es irgendwann bis nach Oberhausen geschafft. Dort erstellt er seit zehn Jahren den Blog „Kohlenspott“, in eigenen Worten: „Eine bunte Tüte, gefüllt mit verschiedensten Gedankensplittern, Erinnerungen an das Ruhrgebiet aus der Zeit der Pettycoats und des Wirtschaftswunders, ein Mix aus Verrücktheiten, auch Tiefsinnigem, Gemaltem, Gereimtem, Erfundenem und vielleicht nicht immer ganz zu Ende Gedachtem.“ Von Nonsens zu Ironie
Ja, der Kohlenspott kann Spuren von Nonsens und Kohlenstaub enthalten. Er kommt mitunter ironisch daher und wir möchten in dieser Folge die Frage klären: Wohnt dem Spott eine tiefe Liebe zu dem, was er bespöttelt inne? Ein Freund des Eselsohrs
Natürlich ist Lothar Lange eine Leseratte und er liest am liebsten Bücher. Will er sich eine gute Stelle merken, macht er ein Eselsohr in die Seite und somit das Buch individuell. Bei späterer Betrachtung mag man sich vielleicht wundern, was einen denn genau dort interessiert hat. Nun denn. Der Kohlenspott
Dieser Titel könnte die Vermutung aufwerfen, dass sich Lothar Lange über den Kohlenpott lustig macht, aber das ist definitiv nicht sein Anreiz. Im Gegenteil! Lange ist ein Freund des Reviers, der mit seinen Beiträgen seine tiefe Liebe zur Region ausdrückt. Nicht nur Humor
Aber es gibt auch Geschichten, die nicht nur den Humor nach außen kehren. Es gibt auch diese, die zu Herzen gehen. Dabei kommen Themen spontan auf das Blatt. Erst im Schreiben entwickelt sich für Lothar Lange der Fluss, der ihn zum Thema und zur Geschichte bringt. Dabei sollte aufgepasst werden, dass der Text nicht zu rund wird – alles muss seine Ecken und Kanten behalten. Ein richtiges Ziel gibt es nicht „Man glaubt gar nicht wieviel Lob ein Mensch auszuhalten im Stande ist.“ Das könnte zwar der Motor der Arbeit am Kohlenspott sein, ist es für Lothar Lange aber nicht. Er erzählt die Geschichten, weil die Geschichten erzählt werden wollen. So ist auch diese Folge ein Streifzug über Themen wie: Meine erste Schallplatte, der typische Ruhrpöttler, das Glück im Kleinen, Kino mit Sperrholzsitzen und Herzergreifendes, dem Leben abgelauscht. Jeder Mensch hat eine Geschichte – und warum kommt man aus Graz nach Gelsenkirchen und bleibt dort? Nur eine der Fragen, die in dieser Folge final geklärt werden. Weitere Info: www.kohlenspott.de www.ruhrpodcast.de
40 Minuten
Klaus Märkert studierte Jura und Sozialarbeit, arbeitete schließlich als Streetworker und Taxifahrer. Seit Ende der 70er Jahre stand er zunehmend als DJ in den Diskotheken in Bochum und gehörte 1984 zu den Mitbegründern der Bochumer Dark-Wave-Diskothek Zwischenfall. Sein Lebensraum war und ist Bochum. 2009 erscheint sein erstes Buch „Hab Sonne“, dem bis heute neun weitere folgen. Zusammen mit dem Essener Musiker und Kolumnist Myk Jung veranstaltete er die Lesereihe Schementhemen. Klaus Märkert ist der Bruder des Schriftstellers Peter Märkert. Der Austausch mit dem Publikum fehlt Im Podcast gibt es einen Rundumschlag zu den bestimmenden Themen der letzten Zeit, als da wären: Die Lesungen vor Publikum fehlen dem Autor. Das Auflegen in der Coronazeit war auch nicht möglich. Geld verdienen ist somit weitestgehend ausgefallen. Bochum als die heimliche Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet. Das Verhältnis zu den Künstlerkollegen an ausgewählten Beispielen. Fragen die sich aufdrängen Wir stellen uns die Fragen: Wie will man die Leute vom Sofa in die Clubs locken, wenn es wieder erlaubt ist? Ist eine Generation an die Streamingdienste verloren? Sehen wir als Künstler besorgt in die Zukunft? Wird es wieder einmal so werden, wie es mal war? Wird es neue Wege geben? Kleiner Spoiler: Irgendwas geht immer. Romane von Klaus Märkert Hab Sonne. Edition PaperONE, Leipzig 2009 Requiem für Pac-Man. Edition PaperONE, Leipzig 2012 Schatten voraus. Eygennutz-Verlag, Hamm 2016 Wie wir leuchten im Dunkeln, geben wir so verdammt gute Ziele ab, Eygennutz-Verlag, Hamm 2017 Das Besondere kommt noch. Telescope Verlag, Mildenau 2019 Sammlungen von Kurzgeschichten Ich bin dann mal tot. Muschel Verlag, Köln 2010 (gemeinsam mit Myk Jung) Der Tag braucht das Licht – Ich nicht. Edition PaperONE, Leipzig 2011 Schlagt sie tot in den Wäldern. Eisenhut-Verlag, Hagen 2013 Der Tag braucht das Licht, ich nicht 3.0. Telescope Verlag, Mildenau 2018 Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Märkert