Payment & Banking Fintech Podcast Archiv
881 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Bevor die Aufzeichnung eines neuen „Ask me anything“ startet, entweder analog oder auch remote, trinke ich gerne noch ein Glas Wasser und halte auch die Interviewgäste dazu an. Nach einer Tasse Kaffee, so wurde mir mal von einer Schauspielerin gesagt, höre man bei der Aufzeichnung ein Schmatzen beim Sprechen, da Kaffee- ich gebe es zu: Lieblingsgetränk! – den Mund austrockne. Also verzichte ich. Das ist hart. Doch vergiss Kaffee! Im aktuellen „Ask me anything“ ist Champagner das Getränk der Stunde – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in 60 Minuten des Interviews mit Michael Spitz, seines Zeichens weder Winzer, Weinbauer noch Champagnerproduzent, sondern Geschäftsführer des Main Incubators, sprechen wir viel über den perlenden Schaumwein, seine richtige Herstellung, Lagerung, Trauben, die besten Anbaugebiete und auch darüber, ob sich eine Flasche Champagner, vergleichbar mit Flaschen teuren Weines, als Anlagemöglichkeit anbietet. Die Antwort in vier Buchstaben: nein! Dennoch gewinnt Spitz dem edlen Getränk viel ab und hat sich über die letzten Jahre hinweg zu einem wahren Experten gemausert. Wer jetzt jedoch denkt, wir hätten uns die ganze Zeit ausschließlich über Alkohol unterhalten, dem sei versichert: Wir hatten auch viele andere Themen, denn Spitz ist ein langjähriger Wegbegleiter und Vordenker der Finanzbranche und Mitglied in verschiedenen Gremien, darunter dem Weltwirtschaftsforum. Zudem ist Mit-Autor im Buch „Köpfe der digitalen Finanzindustrie“. Darin schreibt er über „Technologieorientierte Strategien“. In den letzten Wochen hatten wir bereits die Gelegenheit, mit einigen Autoren im Rahmen unseres beliebten Interviewformates „Ask me anything“ zu sprechen, darunter mit Karl Matthäus Schmidt von der Quirin Bank, Stephan Heller von FinCompare sowie Frank Schwab, u.a. Board Member bei PayU und Gründer des FintechForum.
56 Minuten
Vor wenigen Tagen hat die EU-Kommission die Retail-Payments-Strategie vorgestellt. Das Papier ist eine Vision auf Basis von 17 Key Actions für eine europäische Payment-Strategie. Die Kommission blickt darin mit Sorge auf die BigTechs und deren Ambitionen im Payment-Sektor Fuß zu fassen. Deshalb hat sich Brüssel viel vorgenommen und erwägt etwa eine gesetzliche Verpflichtung zur Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungen, einen EU-Standard für QR-Codes, technische und regulatorische Unterstützungen für pan-europäische Zahlverfahren, ein „Lex Apple Pay Plus“ und vieles mehr. Die Strategie soll auf vier Säulen fußen: (1) Einer wachsenden Zahl von europaweiten Digital- und Instant Payment-Zahlungslösungen. (2) Einem „innovativen und wettbewerbsfähigen Paymentmarkt“. (3) Effiziente und interoperable Paymentsysteme und (4) effizienten internationalen Zahlungsmöglichkeiten, inklusive Überweisungen. Wie immer hat der Blogger-Kollegen Hanno Bender vom Bargeldlosblog, ein regelmäßiger Podcast-Gast bei uns, eine gute Quelle. Noch vor Erscheinen des Papiers hat Hanno eine sehr lesenswerte Analyse in seinem Blog geschrieben und die darin die wesentlichen Punkte zusammengefasst. Jochen und Kilian haben Hanno erneut als Gast in den aktuellen Podcast eingeladen um das Papier und die EU-Payment Strategie zu analysieren. Sie haben sich zu dritt die wichtigsten Punkte herausgepickt und diese dann sowohl kritisch als auch wohlwollend diskutiert und analysiert.
51 Minuten
Entschuldigung, aber was war das bitte für ein Monat? Die Corona-Pandemie bleibt das alles bestimmende Thema. Nach vergleichsweise geringen Infektionszahlen im Sommer steigt die Zahl der Fälle weltweit und in Deutschland wieder schneller an. Die Angst vor einer zweiten Welle beziehungsweise einem weiteren Lockdown bleibt bestehen. Die Bundesregierung erklärt viele Regionen und Länder zu Risikogebieten. Auf der griechischen Insel Lesbos brennt das Flüchtlingslager Moria ab. Tausende Asylsuchende sind plötzlich obdachlos. Durch das Ereignis stehen die Asyl- und Migrationspolitik wieder auf der politischen Agenda. In Deutschland wird heftig diskutiert, ob und wie viele Menschen aus dem Lager aufgenommen werden sollen. Die EU legt Ende September ein neues Konzept zum Umgang mit Flüchtlingen in der Staatengemeinschaft vor. Die Debatte um Rechtsextremismus bei der Polizei und anderen deutschen Sicherheitsbehörden wird angeheizt durch die Entdeckung einer Chat-Gruppe von Polizisten in Nordrhein-Westfalen. Die Beamten sollen extremistische Dateien ausgetauscht und gegen Ausländer gehetzt haben. Der Gesundheitszustand des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny verbessert sich. Das Berliner Universitätsklinikum Charité holt ihn Anfang September aus dem künstlichen Koma. Gut zwei Wochen später wird er entlassen und in eine Reha-Einrichtung gebracht, rund um die Uhr bewacht von Personenschützern. In Belarus gehen die Proteste gegen die Regierung unvermindert weiter. Regelmäßig demonstrieren Zehntausende gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl, wonach Amtsinhaber Alexander Lukaschenko den Sieg für sich beansprucht. Die Regierung reagiert mit Festnahmen, auch von Oppositionsführern, und Gewalt. In den USA stirbt die berühmte Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg, eine Ikone des liberalen Amerika. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen diskutiert das Land darüber, ob und wen Präsident Donald Trump für die Nachfolge bestimmen darf. Ende September nominiert er schließlich die erzkonservative Juristin Amy Coney Barrett für den Posten am Supreme Court, der sehr bedeutsame Entscheidungen zur politischen Grundausrichtung der USA trifft. Und last but not least, Donald Trump erkrankt selbst am Coronavirus und feiert sich selbst als Märtyrer. Und ein US-Wahlkampf der an Absurdität nicht zu überbieten ist. Puh, gut das in unser FinTech-, Payment- & Banking-Bubble es da etwas verhaltener zugeht, aber dafür nicht minder interessant. Wie gehabt nehmen sich Jochen und André zu später Stunde für die wichtigsten News des Monats gerne die Zeit um diese mit Expertise zu kommentieren und einzuordnen.
55 Minuten
Die starke Authentifikation bzw. Zwei-Faktor Authentifikation beschäftigt uns im Blog seit geraumer Zeit. Der Grund dafür liegt in der PSD2, die eine starke Authentifikation der Kunden vorschreibt. Nun wissen wir seit der verkorksten PSD2 Einführung, als sogar Comedy-Sendungen sich über missglückte Authentifikationslösungen von Banken und Sparkassen lustig machten, dass Nutzerfreundlichkeit in diesem Bereich essentiell ist. Eine der Intiativen, die starke Kundenauthentifikation versuchen nutzerfreundlicher zu gestalten ist die Fido Allianz. Wir haben uns in diesem Podcast ausführlicher über Fido unterhalten, die in Deutschland noch nicht so stark bekannt ist. Als Gäste haben wir uns Dr. Rolf Lindemann des Silicon Valley Startups NokNok-Labs in den Podcast geholt. NokNok hat zusammen mit PayPal ursprünglich die Fido-Allianz ins Leben gerufen und Rolf hat die Spezifikationen mitentwickelt. Neben Rolf konnten wir Jürgen Weiß von Seal One AG als weiteren Gast gewinnen. Seal One war schon lange vor der PSD2 mit sehr kundenfreundlichen Authentifikationslösungen bei Banken in Deutschland live. Der Podcast informiert über die Historie der Authentifikation in Deutschland und die Entstehungsgeschichte von Fido. Ferner haben wir länger diskutiert, warum wir uns in Europa mit der Skalierung solcher Lösungen eher schwertun und was Fido da als ursprüngliche Silicon Valley Initiative machte um einen globalen Standard zu etablieren.
54 Minuten
Was sich genau unter einem „Tech-enabled Tax Advisor“ verbirgt, warum Kontist kein Steuerberater werden will, welche Strategie Kontist mit der Erweiterung ihres Services verfolgt und warum der Steuermarkt für Selbständige kaum zu durchschauen ist, wissen Sibylle Strack, CEO von Kontist, sowie Christopher Plantener, CEO und Gründer von Kontist, im Payment & Banking Podcast. Herausgekommen ist ein Gespräch auch darüber, wie sehr Corona das Projekt beschleunigt hat, das eigentlich erst Ende dieses Jahres hätte auf den Markt kommen soll und wie man die Ärmel hochkrempelt, alle Ressourcen frei macht, neue schafft und bündelt.
46 Minuten
In Zeiten der Digitalisierung erscheint ein Buch irgendwie aus der Zeit gefallen zu ein. Auch wir bei Payment & Banking schreiben täglich von der Notwendigkeit in der Branche, endlich digital Gas zu geben, um den Anschluss an die internationale Konkurrenz nicht zu verlieren. Aber warum eigentlich? Einem Buch haftet schließlich immer auch etwas wertiges an, es riecht, es raschelt so schön beim Umblättern und gemütlich im Sessel macht das Lesen doch mehr Spaß als digital am Tablet oder Rechner. Vor allem Sachbücher und Biografien stehen bei treuen Lesern hoch im Kurs, so dass vor zwei Jahren auch Harald Brock, Gründer von investify, Simon Oberle, Senior Manager bei der ING, und André M. Bajorat, Payment & Banking Co-Founder, die Idee hatten, als Herausgeber aufzutreten und Freunden, Wegbegleitern und Pionieren der Branche Raum zu geben, um über ihre Erfahrungen, Beobachtungen und Visionen sowie Wünsche für den Finanz-Standort Deutschland zu schreiben. Herausgekommen ist das Buch Köpfe der digitalen Finanzwelt, das wir vorstellen. In den letzten Wochen hatten wir bereits die Gelegenheit, mit einigen Autoren im Rahmen unseres beliebten Interviewformates „Ask me anything“ zu sprechen, darunter mit Karl Matthäus Schmidt von der Quirin Bank, Stephan Heller von FinCompare sowie Frank Schwab, u.a. Board Member bei PayU und Gründer des FintechForum. Auch Michael Spitz vom Main Incubator sowie Marianne Wilde von der Hypothekarbank Lenzburg waren schon Gast bei unserem Interview.
49 Minuten
Während des Interviews sitzt Frank Schwab vor einer Wand, die tapeziert ist mit vielen Geldscheinen aus den unterschiedlichsten Ländern. Es zeigt, wie umtriebig Schwab in den letzten Jahren war und wie viel er bis zum Ausbruch der Pandemie rund um den Globus gereist ist. Langweilig scheint es ihm in den vielen Positionen, die er bislang bekleidet hat, nicht gewesen sein, denn Abwechslung war ihm bislang garantiert. So war Schwab CEO von Fidor Solutions (Fidor.com), CEO der GIZS GmbH und damit auch verantwortlich für paydirekt. Er war zudem Vorsitzender der mittlerweile eingestellten Smartphonebank Hufsy und Mitglied des Technologiebeirats von Sberbank Technology, Moskau. Bei der Deutschen Bank zeichnete er verantwortlich, unter anderem für das Privatkundengeschäft, war Leiter des Online Banking und Chief Innovation Officer. Vielen ist Schwab nicht zuletzt auch bekannt als Gründer des FinTech Forum, das er gemeinsam mit Samarth Shekhar im Jahr 2013 gründete. Das Event war damals eines der ersten seiner Art und bringt noch immer junge Unternehmen mit Investoren, Corporates und Unternehmen zusammen. In dem Buch „Köpfe der digitalen Finanzindustrie“ hat Schwab ein Kapitel über das Thema „Timing“ geschrieben. Bei Schwab hat es nicht immer gepasst, denn „oft war ich mit meinen Ideen der Zeit auch voraus“, sagt er im Interview. Für das „Ask me anything“ allerdings passte das Timing hervorragend, denn Schwab ist – nicht wegen, sondern auch ohne Corona - in den letzten Monaten ruhiger geworden, jettet nicht mehr ständig von A nach B und genießt es sehr, nur noch wenige Tage in der Woche zu arbeiten.
47 Minuten
Manchmal wagen sich selbst alte Hasen an Neues – auch Miriam Wohlfarth, die viele Jahre hinlang DAS Gesicht von Ratepay war, und Jens Röhrborn, auch kein Unbekannter der Szene, haben sich mit zwei weiteren Gründern, Fabian Heiß und Aurel Stenzel, zusammengetan und Banxware an den Start gebracht. In der Szene wird schon jetzt gemunkelt, dass es sich um eine der spannendsten Neugründungen im Jahr 2020 handeln könnte. Das Unternehmen vergibt Kredite an Plattformhändler. Eigentlich hätte Banxware schon viel früher starten sollen, „denn der Bedarf ist groß, das weiß ich aus vielen Anfragen bei Ratepay“, sagt Wohlfarth, aber wie bei vielen hat die Covid-19 Pandemie den Zeitplan der Gründer durcheinander gebracht. Doch vor allem die Wirecard-Pleite verzögerte den Start. Warum sich diese Entwicklung für Banxware schlussendlich sogar ins Positive drehte, was Unterwäsche mit der Namensgebung zu tun hat und wie die Risikoermittlung läuft, erfahrt ihr im Podcast #281.
41 Minuten
Die Ferienzeit ist mehr oder weniger vorbei - Corona immer noch da. Unsere Kinder kehren in den Alltag zurück, alles mit Maske. Back to the new normal. Und auch die Büros unsere Branche füllen sich wieder mit Leben. Mit anderen Worten, die Pressemitteilungsmaschinen sind in Gang, denn auch im August war wieder das ein oder andere Los, von Neuigkeiten über Investments bis hin zu tollen Personalwechseln, alles war dabei. Frisch aus dem neuen Siegertschen Frankfurt Office lassen es sich Jochen und André nicht nehmen auch diesmal unseren Newsrückblick des Monats August zu kommentieren und umfassend zu besprechen. Und darüber haben sie gesprochen:
1 Stunde 34 Minuten
Wer die Hauptstadt kennt weiß, dass es in Berlin-Mitte kaum mittiger geht als am Hackeschen Markt. Zwischen vielen guten Bars, teuren Restaurants und allerlei Geschäften hat sich auch das 2015 gegründete Unternehmen FinCompare angesiedelt. Als ich Geschäftsführer Stephan Heller zur neuen Ausgabe von „Ask me anything“ treffe, ist es um den sonst so beliebten Touristen-Hotspot ruhiger als sonst. Covid-19 hinterlässt auch hier Spuren und auch bei dem Fintech sind die letzten Monate nicht ohne Folgen geblieben. Heller gehört zu jenen Interviewpartnern, denen die Themen nicht ausgehen. Und so sprechen wir in der folgenden Stunde nicht nur über Finanzierungen von KMUs und welche Rolle dabei FinCompare Corona-Zeiten spielt, sondern auch über teure Uhren, die teuer und gleichzeitig sehr hässlich sein können, aber warum sie trotzdem als Anlagemöglichkeit dienen, über die Bedeutung des Kochens, die richtige Tischdeko und warum ihm bayrische Hausmannskost trotzdem immer noch am liebsten ist.
51 Minuten
Am Anfang stand ein Widersacher: Covid-19, die Pandemie, die alle Events verhinderte – auch die #BEX20, die schon in den Startlöchern stand. Und so entstand ein schier unmöglicher Plan: die Banking Exchange 20 trotzdem stattfinden zu lassen! Und wie sie stattfand. Wie versprochen und in gewohnter Manier, möchten wir euch auch in diesem Jahr einige der interessanten Diskussionen nicht vorenthalten und stellen sie euch in Gesamtlänge als Podcast und diesmal sogar mit Video zur Verfügung. Noch ein großes Spielfeld: Corporate Banking. Aber wie digital geht es hier zu? Darüber diskutieren an Tag 2 der #BEX20 Dr. Marie Louise Seelig (Acatus), Anna Fromme-Schoen (PayPal Deutschland) und Christian Zahn (McKinsey & Company), zusammen mit Jochen Siegert und Rafael Otero (beide Payment & Banking). Auch bei Banken ist die Digitalisierung in vollem Gange. „Nur sieht man das oft nicht so“, erklärt Christian Zahn, „aber der Teil, der die Marge bringt, ist viel schwerer zu digitalisieren.“ Wie sieht es also beim Corporate Banking aus? Es gibt tatsächlich schon einige Projekte, aber noch sind diese überschaubar und eher im Massensegment zu finden.
58 Minuten
Karl Matthäus Schmidt wurde als Sohn einer bayerischen Bankiersfamilie in der sechsten Generation geboren. Nach langer Zeit dürfen wir uns endlich wieder gegenübersitzen und so wurden die Mikros für das nächste „Ask me anything“ mit viel Sicherheitsabstand und unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen bei der Quirin Bank in Berlin aufgebaut. Wir treffen Karl Matthäus Schmidt, seines Zeichens Gründer der Bank und seit vielen Jahren Kenner und Teil der Finanzszene. Und die nächste Generation hat er auch gleich mitgebracht: Sein Sohn darf den Vater ins Büro begleiten und erste Bankenluft schnuppern. Auch während des Gespräches ist er dabei, tippelt zwar etwas gelangweilt auf dem Tablet zu, aber spitzt dennoch die Ohren, wenn der Vater antwortet. Denn wer weiß, welche Schwanks aus dem Leben eines Papas so zu erzählen hat?
1 Stunde 13 Minuten
Das offizielle Sommerloch - Ferienzeit. Nach den letzten Monaten die geprägt waren von handfesten Skandalen, wirkte der Monat Juli schon fast langweilig. Über die Causa Wirecard wird natürlich noch weiterhin gesprochen, doch rücken hier die Geflechte eher in den Vordergrund. Es wird langsam klar, wer bereits was wusste und wer nicht und selbst die Kenntnisnahme der Bundesregierung zum Fall wird geprüft. Ein wirklich Schuldiger ist noch nicht gefunden. Es bleibt also spannend. Der Fall Wirecard hat europaweite Auswirkungen. Kunden, Fintechs, Partner, Händler und nicht zuletzt Tausende Mitarbeiter von Wirecard sind betroffen. Die Insolvenz von Wirecard ist die Corona-Pandemie der Fintech-Branche und erfährt nun ihren Lockdown. Trotz Urlaub lassen es sich Jochen und André nicht nehmen auch diesmal unseren Newsrückblick des Monats Juli zu kommentieren und umfassend zu besprechen. Und das waren die Themen:
53 Minuten
Kleine und mittlere Unternehmen brauchen genauso gutes Banking wie alle anderen, und vor allem brauchen sie Banking, das auf sie zugeschnitten ist. Darüber sprachen Philipp A. Pohlmann (Qonto), Jessica Holzbach (Penta), Volker Broer (Senacor), Michael Strauß (KfW) und Tobias Eiss (ClariLab – A SCHUFA Company).
43 Minuten
Der Run auf die Kredite der KfW ist riesig. Die KfW hat in den letzten Wochen eine Antragsflutwelle überrannt und war maßgeblicher Knotenpunkt zwischen Antragsstellern und den Hausbanken. Tausende von Anträgen sind bei der Staatsbank KfW schon für die Corona-Hilfskredite eingegangen. Das angefragte Volumen beläuft sich auf über 11 Milliarden Euro – die allermeisten Anträge werden für Kredite mit einem Umfang von bis zu 3 Millionen Euro gestellt. Daraus lässt sich schließen, dass gerade kleinere und mittlere Unternehmen von dem Angebot Gebrauch machen wollen und müssen. Kilian und Jochen sprechen mit Michael Strauß - CDO der KfW über die Programme, welche die Förderbank aufgelegt hat, welche unterschiedlichen Fördermaßnahmen es gibt und wie sie mit dem Ansturm zu Recht kamen? Außerdem was sich intern für sie und die MitarbeiterInnen geändert hat? Welche Rolle das Prinzip Förderbank spielt und wie das Zusammenspiel mit den Hausbanken und den Fintechs funktioniert? Ein interessanter und tiefer Einblick in die Rolle und den Wirkungsspielraum der Bank in der jetzigen wirtschaftlich herausfordernden Zeit.