Payment & Banking Fintech Podcast Archiv
881 Episoden
51 Minuten
Nachdem wir das Thema Banking as a Service (BaaS) erst kürzlich in Folge #267 hatten, nun erneut eine Folge zu diesem spannenden Thema. Aufhänger des längst überfälligen Podcasts mit Dr. Jörg Howein, dem CPO der Solarisbank, war und ist die erst neulich bekannte Finanzierungsrunde, welche die Solarisbank in der letzten Woche announcen konnte. Doch kommen wir zum Thema, welches gerade jetzt nach dem Wirecard-Skandal nochmal ordentlich Wettbewerb in dem Markt bringt und die Frage natürlich aufkommt, wer die bisherigen Geschäftszweige der Wirecard, zu der auch BaaS gehört, also modulare Software- und Leistungspakete für digitale Geschäftsmodelle im Bereich Banking und Finanzdienstleistungen, abdecken oder übernehmen kann? Denn die Solarisbank selbst bezeichnet sich als Marktführer für kontextuelles Banking, welcher auf eine Banking-as-a-Service-Plattform setzt
1 Stunde 17 Minuten
Jürgen von der Lehr ist bei ING Deutschland als Head of Daily Banking und Payments für Themen rund um das Girokonto sowie Zahlungsverkehrslösungen verantwortlich. Der gelernte Bankkaufmann und Diplombetriebswirt verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Retail Banking.
32 Minuten
Der Group Technological Officer Holger Spielberg berichtet, wie es einer Bank gelingt, neue IT-Prozesse fast geräuschlos zu implementieren.
1 Stunde 15 Minuten
Was fragt man einen Menschen, den – wie in diesem Fall Arnulf Keese - gefühlt alle schon über viele Jahre kennen. Entweder, weil sie ihm geschäftlich immer wieder zu tun hatten, oder mit ihm gemeinsam schon viele Kilometer gelaufen sind oder gar bei Wind und Wetter lange Fahrrad-Touren gemacht haben? Mehr als man denkt! Trotz seiner hohen Branchen-Bekanntheit und langer freundschaftlicher Verbundenheit zu Team von Payment and Banking sind dennoch erneut zahlreiche Fragen zusammengekommen. In den letzten Jahren ist der einst studierte Physiker kontinuierlich die Karriereleiter empor geklettert, zunächst als Mitglied der Geschäftsführung der AOL Deutschland. Er war zudem Mitbegründer und Geschäftsführer des Bezahlverfahrens giropay und von später Geschäftsführer für die DACH-Region des führenden Online-Bezahldienstes PayPal.
1 Stunde 13 Minuten
In diesem Monat war es weder COVID-19 noch Trump oder das politische Geschehen, welches unsere Branche in Atem hielt, gefühlt drehte sich dieser Tage alles um die Causa Wirecard und auch hier, ähnlich wie bei Corona, haben wir es plötzlich mit lauter Experten zu tun, die alle eine Meinung und vor allem viel zu sagen/schreiben haben. Und natürlich kommen auch wir nicht drumherum uns zu dem Sachverhalt zu äußern. Wirecard, das Wunderkind von einst hat sich zu einem handfesten Skandal entwickelt. Vieles ist ungeklärt, nichts genaues weiß man nicht. Das, was man aber weiß bietet Stoff für ein TV-Drama unabhängig wie die Geschichte ausgeht. Der Fall Wirecard hat europaweite Auswirkungen. Kunden, Fintechs, Partner, Händler und nicht zuletzt Tausende Mitarbeiter von Wirecard sind betroffen. Die Insolvenz von Wirecard ist die Corona-Pandemie der Fintech-Branche und erfährt nun ihren Lockdown. Nichtsdestotrotz ist auch in unsere Branche nebenher noch einiges passiert und genau das, besprechen Jochen und André zusammenfassend in unserem Newsrückblick des Monats Juni.
1 Stunde 29 Minuten
Der Bereich Inkasso rangiert irgendwo zwischen drögem Gerichtsvollzieher und dramatischer Totalverschuldung. Dass man dieser Branche auch etwas Positives und gar spannendes abgewinnen kann, beweist Paul Jozefak, der sich mit seinem neuen Fintech re:ceeve genau in diesem Umfeld bewegt und gegen all die vorherrschenden Klischees arbeitet. Viele kennen Paul Jozefak entweder noch aus seinen Zeiten als Investor oder aus seiner Zeit im Otto-Konzern. Mit seinem Mitbegründer gründete er Anfang 2012 Liquid Labs, den Inkubator für die Otto Group. Wenige Jahre später wurde er gebeten, die Leitung von Otto Group Digital Solutions (OGDS), der Muttergesellschaft von Liquid Labs, zu übernehmen. In dieser Position baute er neue Geschäfte für die Otto Group auf, war aber auch dafür verantwortlich, Innovationen für die Gruppe voranzutreiben und ein breites Portfolio von Technologieunternehmen zu managen. In diese Zeit fallen viele erfolgreiche Unternehmen, darunter auch collectAI, ein Payment Solution Provider aus dem Inkasso-Bereich, und damit einen direkten Konkurrenten seines neuen Unternehmens. Re:ceeve stößt Kunden zur Rückzahlung an und maximiert den Cashflow, reduziert die Kundenabwanderung und verbessert die Markentreue Welche Vor- und Nachteile es hat, den Mitbewerber gut zu kennen, wie sich der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang anfühlt, wie er von seinem langjährig aufgebauten Netzwerk profitierte und als Gründer trotzdem weniger Menschen kennenlernt als zu Investoren Zeiten, welchen Stellenwert plötzlich das Verteilen Visitenkarten bekommt und warum er trotzdem gerne auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzt, erzählt Jozefak in der neuen Ausgabe des „Ask me anything“.
1 Stunde 9 Minuten
Der Fall Wirecard hat europaweite Auswirkungen. Kunden, Fintechs, Partner, Händler und nicht zuletzt Tausende Mitarbeiter von Wirecard sind betroffen. Die Insolvenz von Wirecard ist die Corona-Pandemie der Fintech-Branche und erfährt nun ihren Lockdown. Darüber sprechen wir im Fintech-Podcast 272.
46 Minuten
In der heutigen Folge des Podcasts haben wir dem Mitgründer und Geschäftsführer von Scalable Capital zu Gast, Erik Podzuweit. Mit ihm sprach André rund 45 Minuten über die Reise des Unternehmens in den letzten fünf Jahren und dann im Detail über das neueste Produkt, den eigenen Neo-Broker und warum gerade Amazon ihr großes Vorbild ist.
55 Minuten
Finanzen, ein Kinderspiel? Nur wer schon als Kind und Jugendlicher die richtigen Kompetenzen lernt, kann später gut und sicher mit seinen Finanzen umgehen. Dazu suchen Jes Hennig (pockid), Matthias Oetken und Sascha Seide (Mastercard) gemeinsam mit Kilian Thalhammer (Payment & Banking) Lösungen auf der Banking Exchange.
42 Minuten
Am Anfang stand ein Widersacher: Covid-19, die Pandemie, die alle Events verhinderte – auch die #BEX20, die schon in den Startlöchern stand. Und so entstand ein schier unmöglicher Plan: die Banking Exchange 20 trotzdem stattfinden zu lassen! Mit neuem Tool haben Kilian und André die #BEX20 Revue passieren lassen. Viele Insights gegeben, wie es war und wie es sich vor Ort anfühlte. Ein entspannter Plausch für alle die wissen wollen, wie virtuelle Konferenzen dennoch lebendig werden können. Kilian erzählt, warum sich die #BEX20 mehr nach einer Talkshow als nach einer Konferenz anfühlte, das unsere Sponsoren dieses Mal eher TV-Spots hatten und wir den guten Content früherer Konferenzen als wunderbare Pausenfüller nutzen konnten.
1 Stunde 9 Minuten
Frag mich was du willst…! Klar gerne, nur was tun, wenn man nicht immer vis a vis die Gelegenheit dazu hat? „Ask me anything“ oder „AMA“ genannt, ist ein beliebtes Format digitaler Plattformen. Dabei steht eine Person oder eine Thematik im Mittelpunkt eines Expertenchats. Ob Fragen zu Expertenwissen oder ganz persönliches aus dem Alltag, ganz egal. Mit „Ask me anything…“ startet Payment & Banking ein interaktives und regelmäßiges Format, das hoffentlich dank euch, nie langweilig wird. Bekannte Gesichter, Akteure der Szene und inspirierende Persönlichkeiten der Fintech-Branche kommen hier künftig zu Wort. Das Besondere daran: Nicht das Team von Payment & Banking denkt sich die Fragen aus, sondern unsere Community. Folge 14. – Ask me anything – mit Björn Goß (Stocard) Vergiss Berlin! Wirklich erfolgreiche Fintechs sitzen nicht nur in der Hauptstadt, in München oder Hamburg, sondern auch in Mannheim. Bestes (und einziges?) Beispiel ist die Mobile Wallet-App Stocard. Sie es Nutzern, alle ihre Kundenkarten in ihrem Smartphone zu speichern. Die Idee hierfür hatten die drei Gründer bereits 2011 – an einem Strand in Australien. Wir treffen den Gründer Björn Goß zum „Ask me anything“ an einem verregneten Tag in seinem Büro –nach dem langen Lockdown das erste Mal wieder vis-a-vis, ein seltsames Gefühl. Doch die Schreibtische sind weitgehend leer, noch arbeiten die meisten bei Stocard von zu Hause und noch ist die Kaffeemaschine aus. Und auch Goß wird nach dem Interview direkt wieder ins Home-Office düsen, um von dort an der nächsten Besprechung teilzunehmen. Ausruhen in Zeiten von Corona? Ist nicht drin, denn acht Jahre nach der Idee - übrigens an einem Strand in Australien - ist das Unternehmen aktuell dabei, die nächste Stufe in der Unternehmensgeschichte zu zünden. Die App von Stocard zählt weltweit 50 Millionen Nutzer – hauptsächlich in elf europäischen Ländern plus Australien und Kanada. Zudem gaben die Mannheimer die Einführung einer Mobile Payment Funktion bekannt: Stocard Nutzer können nun mit ihrer App fast überall auch bezahlen und nutzt zur Umsetzung der Mobile Payment Funktion eine virtuelle Mastercard, die rein digital in der App erstellt wird. Next Step: Stocard soll die Nummer 1 Mobile Wallet der Welt zu werden. Wie das gelingen soll, warum sich der australische Markt als Versuchslabor für deutsche Fintechs eignet und warum aus seiner einst angepeilten Musikerkarriere mit seiner Band nichts geworden ist, erzählt er in der neuen Ausgabe von „Ask me anything“.
1 Stunde 6 Minuten
Offenes, programmierbares Geld verändert die Art und Weise, wie wir Geld verstehen und verwenden. Es wird die Art und Weise reformieren, wie wir miteinander interagieren, und zwar in einer Weise, die zu neuen Effizienzen und Möglichkeiten führt. Sie wird es uns ermöglichen, das traditionelle Konzept des Geldes zu verbessern und die Art und Weise zu verändern, wie und wann wir Werte austauschen. Welche Arten es gibt, welche Rolle die Zentralbanken spielen und vieles mehr darüber spricht André zusammen mit Alexander Bechtel vom Bitcoin, Fiat & Rock'n'Roll Podcast in dieser Doppel/Cross-Folge, außerdem über genau diese Einordnung von programmierbarem Geld und über mögliche Einsatzmöglichkeiten.
57 Minuten
Man könnte meinen, dass wir uns nach dem API-Thema in der Podcast-Folge 264 wieder ein Stück in die Erklärbar-Haltung gehen und versuchen einige Basics aufzubereiten. Heute geht es um, Banking as a Service (auch Banking as a Platform) oder kurz BaaS. Es bezeichnet modulare Software- und Leistungspakete für digitale Geschäftsmodelle im Bereich Banking und Finanzdienstleistungen. Banking Services aus dem Baukasten Anbieter stellen wählbare Module zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination, sämtliche gewünschten Leistungsbereiche abdecken: klassische Banking Services, Payment Services, Mobile Banking, Kreditgeschäft, Vermögensverwaltung, Personal Finance Management und andere. Mit Banking as a Platform oder Banking as a Service werden "aus dem Baukasten" genau die Module und Funktionen zur Verfügung gestellt, die für das jeweilige Geschäftsmodell notwendig sind. Abhängig von Geschäftsmodell, Kunde und Anbieter kann die Ausführung von Prozessen sowie der Betrieb der Software-Module auf der Infrastruktur des Kunden oder des Anbieters oder auch in gemischten Umgebungen und Formen erfolgen. Kundengruppen Je nach Anbieter stehen verschiedene Zielgruppen als Kunden im Fokus, im Wesentlichen die folgenden zwei Hauptgruppen: - Finanzinstitute (Kunden mit Banklizenz)- Banken nutzen Module und Konfigurationen für digitales Retail Banking und gewünschte Zusatzbereiche. Der Vorteil für die Bank liegt darin, dass erprobte Ready-to-use-Module in wählbarer Kombination zum Einsatz kommen. In der Regel werden dadurch die Zeiträume für Integration und Inbetriebnahme massiv verkürzt. - Fintechs und Finanzdienstleister (Kunden teilweise ohne Banklizenz) - Diese Kundengruppe nutzt wählbare Module für das gewünschte Geschäftsmodell. Für Geschäftsmodelle, die eine Banklizenz erfordern, übernehmen spezialisierte Anbieter auch die Rolle einer White Label Bank. Indem sie Infrastruktur zur Verfügung stellen und Bankprozesse, die regulatorischen Anforderungen unterliegen, als gebuchte Dienstleistung im Auftrag des Kunden übernehmen. Banking as a Service (oder kurz BaaS) beschreibt also ein Modell, bei dem lizenzierte Banken ihre digitalen Bankdienstleistungen direkt in die Produkte anderer Nicht-Bankgeschäfte integrieren. Auf diese Weise kann ein Nicht-Bankgeschäft, ihren Kunden digitale Bankdienstleistungen wie mobile Bankkonten, Debitkarten, Kredite und Zahlungsdienste anbieten, ohne eine eigene Banklizenz erwerben zu müssen. Der Server der Banken kommuniziert über APIs und Webhooks, sodass der Kunde direkt über die Website oder App auf die Bankdienstleistungen zugreifen kann. Ihr Unternehmen berührt das Geld des Kunden nie wirklich und fungiert lediglich als Vermittler, d.h. es wird durch keine der regulatorischen Pflichten belastet, die eine Bank zu erfüllen hat. Im heutigen Podcast besprechen wir das Thema: Banking as a Service, welches Elementar für viele neue Modelle im Banking ist und ein wesentlicher Treiber des FinTech Booms war und immer noch ist. Zusammen mit Leonard Coen (Head of Sales Financial Institutions & Fintech) von Wirecard sprechen Kilian und André eine gute Stunde u.a. über Technik, Markt, Wettbewerb. Im Details über: - die Entstehung von BaaS - die Unterschiede zwischen Bank as a Service und Banking as a Service - die verschiedenen Vertikals im BaaS-Game - die Gründe einen BaaS Provider zu nutzen oder nicht, am Beispiel von Check24 - Wettbewerber - und natürlich über die Zukunft Im Podcast selbst sind zudem mindestens zwei weitere Ideen für Podcasts entstanden: "Check 24 als Bank" und wie und warum Big-Techs ihre BaaS Partner auswählen? Stay tuned...
1 Stunde 5 Minuten
Der Mai hatte es wieder Mal in sich. Covid-19 hat die Welt und deren Wirtschaft weiterhin vollumfänglich in Beschlag. Forscher und Wissenschaftler suchen immer noch händeringend nach einem Impfstoff, die Infektionszahlen sinken jedoch, zumindest in Deutschland und die Bundesregierung gibt sich mit umfangreichen Lockerungen zufrieden. Die Welt schaut gebannt auf Amerika, nicht dass das Land schon mit der höchsten Sterberate im Zuge von Corona zu kämpfen hat, nein auch ihre fragliche Führungspolitik und die vielen versäumten Strukturänderungen zeigen gerade ihr hässlichstes Gesicht. Mit dem Tod von George Floyd überrennt das Land eine Welle an Protesten, die sich gegen eine fremdenfeindliche und antirassistische Politik aufbegehrt. Doch obwohl das Land brennt und die Krise Trumps politisches Versagen offenbart hat, spricht er nicht die ganze Nation an - sondern ausschließlich seine rechtskonservative Basis, seine meist weißen Wähler - so sad, so fatal, so gefährlich. Doch auch in unsere Branche war fernab des globalen politischen Geschehens wieder viel los. Jochen und André haben sich abermals wieder zum Kommentieren verabredet und sind die News des letzten Monats durchgegangen. Und darüber haben sie gesprochen: - WeChat-Betreiber Tecent steigt bei Afterpay ein - Robin Hood sammelt Geld ein – Bewertungsgewinn dennoch gering - Andreessen Horowitz legt zweiten Krypto-Fond auf - Internationale Investoren legen 100 Mio. Dollar bei N26 nach - N26 entlässt coronabedingt Teile der US-Belegschaft - Berliner Fintech RIDE übernimmt Fritzi - Buchhaltungs-Software Unternehmen Zeitgold sammelt 27 Mio. Euro ein - Russisches Fintech Finom will deutschen Markt erobern - Comdirekt: Übernahme perfekt - Prospertity Company nutzt White-Label Banking von Finleap Connext und solarisBank - Penta schafft kostenlose Konten ab - Klarna erringt Sieg vorm BGH - Varengold Bank und Wirecard unterstützen Fintechs nun zusammen - Anyfin sammelt Geld ein - H&M führt Klarnas Rechnungskauf in Deutschland ein - Decathlon führt Selbst-Check-out „Scan&Go“ in Deutschland ein - Monzo: Trotz frischem Kapital deutlich niedrigerer Bewertung? - WeChat Pay führt Kreditscoring für 600 Millionen Nutzer ein - Check24-Bank erhält Bafin-Lizenz und soll am 1. Oktober starten - Sparkassen-App bietet nun auch Kontoeröffnung an - Viva Wallet startet in Deutschland - Fyrst nimmt Versicherungen und IT-Sicherheit ins Angebot auf - Premiere des digitalen Beratungstools von Deutsche Vermögensberatung und Finleap - Verimi erhält eIDAS-Zulassung für Einsatz in öffentlicher Verwaltung - Novi statt Calibra: Facebook benennt seine Libra-Geldbörse um - Bitbond kooperiert mit der Börse Düsseldorf - Stripe expandiert in weitere europäische Länder - Zinspilot-Betreiber Deposit Solutions partnert mit Hamburger Sparkasse - Yomo - es ist aus & vorbei - Neue Challenger Bank kommt von Naga - Payment-Anbieter gründen eigenen Verband -
41 Minuten
Heute haben wir über Business Banking gesprochen. Die Digitalisierung und das Internet haben viele Bereiche des Lebens verändert. Dies betrifft nicht nur den privaten, sondern auch den geschäftlichen Bereich. Ein großer Umbruch verzeichnete sich seit der Einführung der DSL-Anschlüsse gegen Ende der 1990er Jahre im Bankwesen. Immer mehr Kunden entschieden sich, ihre Konten online zu führen. Neue Banken eroberten den Markt mit besonders günstigen Angeboten und mit kostenloser Kontenführung. Die individuelle Beratung und der Weg zur Bankfiliale fielen weg. In der Folge fand ein massiver Abbau an Filialen statt. Vor allem auf dem Land und in kleineren Städten wurden Filialen ersatzlos gestrichen. In der Vergangenheit hielte Geschäftskunden den klassischen Banken länger die Treue als Privatkunden. Doch auch dies hat sich mittlerweile geändert. Es gibt digitale Angebote von sogenannten Neo-Banken oder Fintech-Unternehmen, die den Service und die Möglichkeiten des klassischen Geschäftskontos übertreffen. Diese Challenger passen sich in ihren Optionen und Möglichkeiten an die Bedürfnisse des Unternehmens an und eignen sich somit sowohl für Einzelunternehmer ebenso wie für mittlere und größere Unternehmen. Die Kontoführung erfolgt komplett online. Der Zugriff auf das Konto ist unabhängig von Zeit und Ort möglich. Dies bedeutet, dass Bankgeschäfte zu jeder Tageszeit auch im Ausland erledigt werden können. Für den Zugang zum Konto ist lediglich eine Internetverbindung erforderlich. Das Online-Geschäftskonto ist für viele Unternehmer eine sehr gute Alternative zum klassischen Banking. Mit der Kontoführung sind keine langen Wege mehr verbunden. Dies ist vor allem für Unternehmen und für Gewerbetreibende interessant, die sich in strukturschwachen Regionen niedergelassen haben, in denen es nach dem Umschwung keine Filialbanken mehr gibt. Zwar bieten klassische Banken auch eine Online-Kontoführung an, die Möglichkeiten sind gegenüber den Optionen der Online-Anbieter, jedoch eingeschränkt. So erfolgen die Kontoführung bei einer klassischen Filialbank und die Buchhaltung stets getrennt, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutet. Dies gilt vor allem dann, wenn es sich um ein kleines oder mittleres Unternehmen handelt, bei dem kein Buchhalter beschäftigt wird. Filialbanken bieten dem Geschäftskunden verschiedene Business Banking Kontomodelle an. Diese sind in ihren Strukturen jedoch recht starr gestaltet. Die ‘Neos’ ermöglichen es dem Geschäftskunden, sein Kontomodell individuell zusammenzustellen. Dazu können verschiedene Pakete definiert werden. Wenn sich die Bedürfnisse verändern, ist kein komplizierter Wechsel des Kontomodells notwendig. Es können einfach Optionen hinzugebucht oder gekündigt werden. Dazu gibt es meistens noch die eigene oder mehrere Debit-Karte oben drauf. Eine von diesen Neo-Banken ist Qonto. Im Januar diesen Jahres kündigte Qonto, die französische Business-Bank für KMUs und Freiberufler, ihren Start in Deutschland an. Getestet wurde das Produkt jedoch schon eine ganze Weile unter dem Radar. Mit seinem Service machen die Franzosen Mitbewerber wie Holvi, Kontist (https://paymentandbanking.com/unternehmen-der-fintech-branche-kontist-gmbh/) oder Penta direkt Konkurrenz. Auch Revolut (https://paymentandbanking.com/revolut-der-wahre-neobank-champion/) und Fyrst, das Angebot der Deutschen Bank blasen in das gleiche Horn. Aber Qonto hat ehrgeizige Ziele für Deutschland – es will nicht weniger, als den Erfolg in Frankreich wiederholen. Kilian hat sich mit Philipp Pohlmann (Country Manager Deutschland) von Qonto zum Podcast verabredet und mit ihm genau über das unterhalten. Außerdem was Business Banking in der aktuellen Zeit erfüllen muss, damit es auch zum Kunden passt? Wo ist der Sweet Spot und die Zielgruppe? Wie bewegt sich das Umfeld in dem sich nun schon einige neue und bestehende Player „tummeln“? Wie war die Erfahrung von Frankreich aus nach Deutschland zu expandieren? Ein ergiebiges Thema, in der Tiefe und in der Breit