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Machiavelli - Rap und Politik Archiv

173 Episoden
59 Minuten
Wir machen eine Folge über Armut und die erste Frage, die gestellt wird, ist: Warum lässt sich ein Rapper einen 25-Millionen-Dollar-Diamanten in die Stirn implantieren? Aber keine Sorge: Heute geht es nicht nur um absurde Ausgaben, sondern auch um absurde Aussagen. Zum Beispiel die von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der damals Hartz IV begründete. Warum dieses Arbeitslosengeld eine problematische politische Entscheidung war, erklärt uns Sarah-Lee Heinrich. Sie ist im Bundesvorstand der Grünen Jugend und kämpft für arme Menschen, denn die haben, sagt Heinrich, keine Lobby: „Wer geht schon gerne gegen Armut auf die Straße?” Von der Straße und aus der Armut kommen viele Rapper:innen und deswegen wird das wenige Geld gerne und viel in den Raptexten thematisiert. Zum Beispiel von Said. Der Berliner Rapper erzählt Vassili Golod und Jan Kawelke von seinen Erfahrungen mit Armut. Und es ist wichtig, dass Said und viele andere Rapper:innen in ihren Songs von diesem Leben erzählen. Davon, dass es das auch in einem reichen Land wie Deutschland gibt: Abgestellte Heizungen und abgetragene Kleidung, geteilte Matratzen und Mahlzeiten, Menschen, die einbrechen müssen oder zusammenbrechen. Wollen kann das niemand. Da sind sich FDP-Politiker Johannes Vogel und Armutsforscher Christoph Butterwegge einig. Wo sie sich jedoch nicht einig sind, ist der Ansatz wie Armut abgeschafft werden soll. Viel zu besprechen in einer Folge, die mehr wird, wenn ihr sie hört & teilt. http://www.wdr.de/k/machiavelli Von Machiavelli.
1 Stunde 19 Minuten
Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov wurden vor einem Jahr in Hanau von einem rassistischen Terroristen getötet. Seitdem ist vieles nicht mehr wie zuvor. Aber ist das wirklich so? Ist der Anschlag von Hanau die Zäsur für Rap, Politik und Gesellschaft von der so viele sprechen? Salwa Houmsi und Jan Kawelke gehen in der neuen Folge Machiavelli Push dieser Frage nach und sind dafür nach Hanau gefahren, zur Initiative des 19. Februar, um dort mit Abdullah Unvar, dem Cousin des getöteten Ferhat Unvar, zu sprechen - über den Anschlag, die Konsequenzen, die Erinnerung und dessen eigenen politischen Ambitionen. Denn Abdullah Unvar möchte für die SPD in den Bundestag. Apropos SPD: In Hanau haben sich Salwa & Jan auch mit dem Oberbürgermeister Claus Kaminsky getroffen und darüber geredet, wie so eine Tat eine Stadt und ein politisches Amt verändert. Kaminsky findet außerdem klare Worte in Richtung Bundesinnenminister Horst Seehofer und fordert eine lückenlose Aufklärung der Tatnacht. Dieselbe Forderung kommt auch von Judith Rahner, sie forscht zu Rechtsextremismus und arbeitet bei der Amadeu-Antonio-Stiftung. Mit ihr haben Salwa und Jan über die politische Dimension des Themas gesprochen. Außerdem haben wir Kool Savas, Rola, Credibil, Disarstar & Sylabil Spill gebeten, uns ihre Gedanken zu schicken: Zu Hanau, zu Veränderungen in der Musikindustrie und zu dem von Azzi Memo initiierten Song "Bist du wach?". Die neue Folge Machiavelli Push "Ein Jahr Hanau" findet ihr auf allen Streamingplattformen und in der COSMO App. http://www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke.
1 Stunde 7 Minuten
Vergiftete politische Gegner, Rapper von Eliteunis, nie dagewesene Proteste – Russland bietet gerade Filmstoff. Nur, dass das, was im größten Land der Welt passiert, keine Fiktion ist, sondern sehr real. Die Vergiftung und Verhaftung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny ist dabei kein Einzelfall, sondern elementarer Teil eines skrupellosen politischen Systems, das auf Machterhalt, Korruption und Unterdrückung aufbaut – und an dessen Spitze seit 1999 derselbe Mann steht: Wladimir Putin. Wie immer bei großen Protesten ist der Fall Nawalny nur ein Zünder für einen Brand, der lange schon schwelte. Von der brodelnden Unzufriedenheit erzählt nicht nur die Sozialwissenschaftlerin Alexandra Archipowa, die die aktuellen Proteste untersucht, sondern auch die Rapper*innen im Land. Zum Song von Face hängen Jugendliche in russischen Schulen Bilder von Putin ab, zu der Musik von Oxxxymiron gehen sie auf die Straße. Während die russische Regierung versucht, Rap wahlweise zu vereinnahmen oder zu verdammen, sind die Kreativen der HipHop-Szene längst überlegen. Kein Wunder, wenn man den trilingualen Oxford-studierten Superstar-Rapper Oxxxymiron in den eigenen Reihen weiß. Eine Folge wie Krimi, ein Thriller, ein Battle, eine Geschichte, so groß, wie es dem größten Land der Welt nur gerecht wird. Von Kawelke/Golod.
1 Stunde 4 Minuten
Wir sind einsam. Uns allen fehlen in der Pandemie nicht nur die Freund*innen & die Familie, sondern auch die Fremden, der Zufallsplausch & die Gelegenheitsgespräche. Also dachten sich Salwa & Jan in dieser Woche: Laden wir uns Gäste ein, um über die Themen der Woche zu sprechen! Diesmal dabei: Audio88 & Yassin. Denn: Wer könnte besser passen, als das Faustball-Zähneknirsch-Duo, um ein paar frustrierende Ereignisse zu durchdenken. Da wäre natürlich der WDR-WTF-Moment rund um den Rassismus-Shitstorm für die Talk-Sendung „Die letzte Instanz”, in der fünf weiße Menschen mit Schiri-Karten darüber urteilten, dass diskriminierende Sprache ja gar nicht so schlimm sei. Da ist natürlich Abfuck-Thema Nummer 1, die Pandemie und das digitale Treffen von Audio & Friedrich Merz und ein erneutes (reales) Treffen zwischen Yassin & Martin Schulz. Keine Sorge, es wird nicht die große Zeter-Sendung, sondern auch unterhaltsam, spätestens beim Ehrenmove & den Songs der Woche sogar versöhnlich und vor allem eines nicht: einsam. Von Salwa Houmsi, Jan Kawelke.
1 Stunde 7 Minuten
Shadrach, Meshach und Abednego - die drei unbeugsamen Juden aus dem Buch Daniel waren ein metaphorisches Vorbild für eines der prägendsten HipHop-Trios der Geschichte: die Beastie Boys. Drei jüdische Jungs aus Brooklyn, die Rap mit Hilfe von Produzentenlegende Rick Rubin für immer veränderten. Die eine Heimat fanden in der Musik und damit eine Blaupause für viele jüdische Rapper legten, darunter Lil Dicky, Action Bronson, Mac Miller und vielleicht sogar Drake. Auch der Deutschrapper Ben Salomo fand eine Heimat in der HipHop-Kultur - bis 2018. Da verkündete er seinen Rückzug aus der Szene. Der Grund: Antisemitismus. Leider lässt sich nicht über jüdisches Leben reden, ohne nicht auch über Judenfeindlichkeit zu sprechen und deswegen sprechen wir für diese Folge auch mit Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung. "Jüdisches Leben […] hinter schusssicherem Panzerglas", rappt Ben Salomo. Menschen jüdischer Herkunft leben rund um die Welt in Gefahr. In Deutschland, dem Land mit der größten Verantwortung gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe, in New York City, der Stadt mit der größten jüdischen Diaspora - und überall sonst auf der Welt. Einzig Israel scheint ein Ort der Sicherheit. Vassili und Jan haben mit der israelischen Rapperin Echo gesprochen. Darüber, wie es ist, dort zu leben und Musik zu machen, wie sich ihr Jüdischsein auf ihr Leben auswirkt und warum es schwieriger ist, auf hebräisch zu rappen.  Zusätzlich zu dieser Folge legen wir euch die Machiavelli-Folgen "Immer wieder - Antisemitismus" und "Immer wieder - Spezial: Interview mit Esther Bejarano" ans Herz. Von Kawelke / Golod.
53 Minuten
Zu dieser Folge könnt ihr alle eure Kontakte einladen: Keine Kosten & kein digitaler Türsteher. Machiavelli Push ist zurück und Salwa Houmsi & Jan Kawelke klauben Jahresanfangsthemen vom Wegesrand auf wie Böller-Findlinge. Beginnend natürlich mit dem Social-Media-Coup der vergangenen Tage: Clubhouse. Und wenn wir schon knietief im Social Media-Morast waten, klären wir auch direkt, welche Bedeutung Onlyfans & TikTok für Rap & Politik haben. Apropos Morast: Am Deutschrapgossipsumpf beteiligen wir uns nur selten. Diesmal hat aber ein Beef eine interessante Dimension und deswegen besucht uns Vassili Golod und erklärt die historischen & politischen Hintergründe in der T-Frage zwischen Mois & Asche. Das Trio-Numero-Uno also kurzzeitig wieder vereint, wie die UNO. Zu guter Letzt klären wir, warum Joe Biden seinen Vereidigungstermin auf unseren Machiavelli-Mittwoch gelegt hat und werfen noch einen schnellen Blick zurück auf den Kapitol-Sturm mit Rico Nasty. Von Jan Kawelke.
1 Stunde 23 Minuten
Ein Blick hinter die Orchester-Bühne: Jan & Vassili analysieren die Songs der Sessions, sprechen mit den Verantwortlichen über den Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Video. Außerdem im Interview: Die Musiker*innen & Dirigent Gordon Hamilton. Von Kawelke/Golod.
2 Stunden 17 Minuten
Nach dem großen Rap-Rückblick fehlt natürlich noch etwas, um das Machiavelli-Jahr abzuschließen: Der Politik-Rückblick. Oder wie wir ihn nennen: Die Elefantenrunde. Dafür haben wir unsere liebsten Politik-Podcaster:innen versammelt - und einen Ehrengast. Eröffnet wird das Podcast-Gipfeltreffen mit einer Botschaft des ehemaligen ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender, der 2005 die Elefantenrunde mit Gerhard Schröder und Angela Merkel moderierte. Die Hosts der erfolgreichsten Politik-Podcasts aus Deutschland wurden per Losverfahren in neue Teams eingeteilt und besprechen in jeweils rund 15 Minuten wichtige Themen aus 2020. Es geht unter anderem um Polizeigewalt, die Proteste in Belarus, den CDU-Vorsitz und um politische Korrektheit. Mit dabei: Sandra Maischberger (Der Sandra Maischberger Podcast), Juan Moreno (Acht Milliarden - Der Auslandspodcast), Linda Zervakis (Gute Deutsche), Eva Schulz (Deutschland 3000), Vanessa Vu und Minh Thu Tran (Rice and Shine), Philip Banse und Ulf Buermeyer (Lage der Nation), Michael Bröcker (Überstunde), Gizem Adiyaman und Lúcia Luciano (Realitäter*innen), Sophie von der Tann (Der Tagesschau Zukunftspodcast: mal angenommen), Samira El-Ouassil und Friedemann Karig (Piratensender Powerplay), Ann-Kathrin Büüsker (Deutschlandfunk - Der Tag), Erhard Scherfer und Thorsten Faas (Phoenix unter 3), Micky Beisenherz (Apokalypse & Filterkaffee) und natürlich Vassili Golod und Jan Kawelke von COSMO Machiavelli. Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für alle Hörer*innen und Fans. Von COSMO.
1 Stunde 57 Minuten
Wir machen aus einer schönen Idee eine Tradition. Zum Ende dieses denkwürdigen Jahres blicken wir gemeinsam mit unseren liebsten HipHop-Podcaster*innen aus Deutschland zurück auf 2020: Der HipHop-Podcast Mammut-Remix. Die Regeln sind simpel: Alle Hosts wurden per Losverfahren in neue Zweier-Teams eingeteilt und besprechen in rund zehn Minuten ihr Wunsch-Thema aus 2020: Comebacks und Funfacts, nerdiges Reingegrabe, Verschwörungsmythen und krude Typen, politisch-philosophischer Diskurs, Gossip und Businessmodelle - all das und noch viel mehr in zwei Stunden Rap-Podcast-Familientreffen. Mit dabei: Falk Schacht, Helen Fares, Marcus Staiger, Mauli, Niko Backspin, Kevin Rühländer, Jan Wehn, Nelleke Schmidt, Credibil, Frustra, Miriam Davoudvandi, Clark Senger, Jonas Lindemann, Josi Miller, Tobias Wilinski und natürlich Vassili Golod, Salwa Houmsi und Jan Kawelke. Von Vassili Golod.
1 Stunde 6 Minuten
Anzugtyp und Hoodiebrudi machen eine Fashion-Folge - na das kann ja was werden. Diesmal sprechen Vassili Golod & Jan Kawelke bei Machiavelli über alles, was wir tragen: Schuhe, Shirts, Hoodies, Kappen, Ketten, Jacken. Denn alles, was wir tragen, überträgt sich auch auf unser Umfeld. Kleidung ist immer auch politisch: Die Stoffschichten über unserer Haut lassen uns zu bestimmten Schichten der Gesellschaft gehören. Das haben auch Rapper:innen erkannt, die über ihre Kleidung und Klunker auch immer ein Stück weit ihren Status untermauern wollten - und mittlerweile selbst die größten Trends setzen. Der Einfluss von HipHop ist aus der Mode-Welt nicht mehr wegzudenken. Virgil Abloh, der ehemalige Creative Director von Kanye West, wurde 2018 der erste Schwarze Chefdesigner der größten Pariser Haute-Couture-Labels. Die Migos erfanden den Versace-Flow, Run DMC tüteten den ersten Sneaker-Deal ein und André 3000 brach mit den Gender-Rollen der Mode. Und in der Politik? Da scheinen schon Strickjacken und Unterhemden gewagt. Im Bereich Nachhaltigkeit und Produktionsbedingungen könnten die Politiker:innen aber gerne mal etwas mutiger in Sachen Trendsetzung sein. Machiavelli führt euch in dieser Episode von Putin im Kleid über Papas Kleiderschrank bis zu Haifischnikez. Ach so: Und wer hätte eigentlich Lust auf Machiavelli-Merch? Von Kawelke/Golod.
44 Minuten
Baba Haft gibt Bürgermeister Böhmermann im ZDF-Hauptprogramm die Hand und damit auch irgendwie Absolution. Der beste öffentlich-rechtlich-rappende Moderator seit Thomas Gottschalk holt sich vom respektiertesten Rapper Deutschlands den Segen. Vielleicht liegt es an den fünf respektablen Raptracks, die Jan Böhmermann seit der Erfindung des Polizistensohns veröffentlicht hat, vielleicht aber auch an der schonungslosen Thematisierung von Problemen der deutschen Polizei im Beitrag davor. Apropos Polizeiproblem: In Paris prügelten drei Polizisten mit Schlagstöcken auf einen HipHop-Produzenten ein. Zum Glück wurde das ganze gefilmt. Zum Ärgern: Genau das, also das Veröffentlichen von gefilmten Cops, will die Politik in Zukunft verbieten. Warum? Golod erklärts. Ebenfalls Klärungsbedarf gibt's bei den Grammys, die es einfach nicht in den Griff kriegen, diese Veranstaltung diverser und deserver zu gestalten. Denn verdient zu gewinnen, haben da oft andere. Außerdem: Ehrenmove & Lieblingslieder – und auch wenn die Themen alle wenig Lametta verdienen, versuchen Salwa Houmsi und Jan Kawelke in dieser Woche auch ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung zu erzeugen. Also zündet euch eine Adventskerze an, badet in Glühwein und hört die Baumkuchenspitze unter den deutschen Podcasts. Von Jan Kawelke &Salwa Houmsi.
59 Minuten
Wir werden alle sterben. So viel zu den Fakten dieser Folge. Der Rest: ziemlich unklar. Der Tod ist das große Mysterium des Lebens und fast ebenso ungewiss ist, warum wir eigentlich so wenig über das Sterben, das Trauern und den Tod reden. Deswegen haben Vassili Golod und Jan Kawelke das in der neuen Folge Machiavelli versucht: Wie denken Rapper*innen über den Tod nach? Wo mischt sich der Staat ins Sterben ein? Endet die Sterblichkeit irgendwann und ist die Unendlichkeit überhaupt erstrebenswert? Manche Rapper*innen haben den Tod längst ausgetrickst. Der Preis dafür: Ihre Stimmen sorgen für riesen Summen auf den Konten cleverer Labelleute. Von Kafka bis Coachella-Tupac, von Mac Miller bis Michael Jackson, von unsterblichen Rappern und toten Präsidenten, vom ewigen Leben im Internet und Frostschutzmittel in den Venen - Jan Kawelke und Vassili Golod sprechen über das Nichts, das Licht und ihre Ängste. Letzte Worte? Viel Spaß beim Hören der Folge. Von Kawelke/Golod.
49 Minuten
Erinnern wir uns an diesen Moment, wenn wir uns mal wieder wegen der Musikindustrie Haare raufen und Zähne knirschen: Das massive missbräuchliche Verhalten von einem Künstler hat eine Konsequenz. In der neuen Folge Machiavelli Push sprechen Salwa Houmsi und Jan Kawelke über die Causa Octavian und ihre Bedeutung für die Branche. Definitiv hat sich die Musikszene durch die Pandemie verändert. Annenmaykantereit haben ein Album zu dieser Zeit geschrieben, wir haben Sänger Henning May angerufen und gefragt, was ihm gerade so nah geht. Weit weg in der Ferne entfaltet Rap gerade wieder sein Protest-Potential. Zwölf Rapper stemmen sich gegen die thailändische Regierung, was in dem Land eigentlich abgeht, erklärt uns Vassili Golod. Außerdem: Lieblingssongs, Ehrenmove, Machiavelli-Awards & Boomer-Obama und seine krude These zu HipHop. Jetzt teilen, folgen und volle Lautstärke ins Ohr donnern. Von Jan Kawelke, Salwa Houmsi.
57 Minuten
Einflussnahme auf die Gerichte, Diskriminierung gegenüber Homosexuellen und die geplante Verschärfung des Abtreibungsverbotes treiben Pol:innen zu Protesten auf die Straßen. Und Jan & Vassili für eine neue Folge Machiavelli vor die Mikros. "Wir haben Nationalfarben wie Santa Claus/Und das macht Sinn, weil ich schon lange aufgehört habe, an Polen zu glauben", rappt der polnische Superstar Taco Hemingway auf seinem im Juni erschienen Song "Polskie Tango" und beschreibt damit das Lebensgefühl vieler junger Pol:innen. Der Glaube fehlt, weniger an das Land und mehr an seinen Staat. Ein Staat, der zu viel vom Glauben gelenkt wird. Die rechtsklerikale PiS-Regierung schränkt die Rechte der Bürgerinnen & Bürger ein. Vor allem erstere treibt es wegen der geplanten Verschärfung des Abtreibungsverbotes auf die Straßen. Ein Blitz, das Symbol der Bewegung, ein Blitz, der sich entlädt, aus einer Wolke, die sich schon lange zusammenbraute: Einschränkung der Pressefreiheit, Abschottung, Einflussnahme auf die Gerichte, Diskriminierung gegenüber Homosexuellen. All das wollen junge Pol:innen und Künstler:innen nicht mehr hinnehmen, ebenso wie die EU. Die aktuell bei ihren Plänen schon wieder aus Warschau blockiert wird. Also wie betrachten und bewerten wir das Ganze und was tun? Das versuchen Vassili & Jan in dieser Folge herauszuknobeln. Zusammen mit der Grünen EU-Abgeordneten Terry Reintke, COSMO-Musikautor Lukasz Tomaszewski und der in Polen geborenen Linken-Abgeordneten Zaklin Nastic. Weitere Infos und einen direkten Draht zu Machiavelli findet ihr bei Instagram @machiavellipodcast. Von Golod / Kawelke.
34 Minuten
Entweder ihr lebt hinter dem Mond oder ihr seid Donald Trump, sonst habt ihr es vermutlich mitbekommen: Die USA haben einen neuen Präsidenten. Salwa und Jan sprechen in der neuen Folge 'Machiavelli Push' über die Tränen von Gaga und Lizzo, über die Rede von Kamala und mit Vassili über diese zweite mysteriöse Wahl in den USA. Ebenfalls ein bisschen undurchsichtig: die Debatte rund um den "Alman"-Song vom Deutschrapper Cashmo. Der ist so deutsch, dass er einen Song rausbringt, der "Deutscher" auf türkisch heißt und eine Diskussion über Fahnen, Farben und Faschismus im HipHop ausgelöst hat. Ziemlich eindeutig hingegen der Fall Sylabil Spill. Sein Engagement: ehrenhaft. Sein Shitstorm: ekelhaft. Apropos "ehrenhaft". Diesmal haben wir gleich zwei Anwärter auf den Ehrenmove der Woche. Dort duellieren sich zwei Titelverteidiger: Jürgen Kessing, der Bürgermeister von Bietigheim-Bissingen, der schon mal mit Shindy auf dem Treppchen stand, und Celo & Abdi, die die Trophäe ja bereits für ihr Statement gegen Mobbing mit nach Hause nehmen durften. Ihr rollt euch nun am besten in dieser runden halben Stunde ein und schickt die Folge an einen Menschen, den ihr liebt. Von Jan Kawelke.