Machiavelli - Rap und Politik Archiv
173 Episoden
52 Minuten
Ein endgültiges Wahlergebnis steht noch nicht fest, als wir diese Folge aufzeichnen. Was aber feststeht: Niemand hat die Welt so geprägt wie Donald Trump in den vergangenen vier Jahren seiner Präsidentschaft. Das wird vor allem deutlich, wenn wir seinen Einfluss auf Rap und Politik unter die Lupe nehmen. Von Machiavelli.
46 Minuten
Hat Olaf uns angelogen? Kommen die USA zur Vernunft? Was passiert eigentlich gerade in Nigeria? Salwa und Jan bekommen gleich zu Beginn Besuch vom Golod. Denn da gibts noch ein veganes Hühnchen zu rupfen mit dem Vizekanzler und den Schummel-Studien rund um Rassismus in der Polizei. Ein Problem mit der Polizei ist nicht Deutschland-Exklusiv. Das wird brutal deutlich beim Blick auf Nigeria. Dort regen sich gerade unerbittliche Proteste gegen Staat und seine Gewalt. Mit vorne dabei: Die Popkultur. Von Jan Kawelke.
1 Stunde 14 Minuten
Vizekanzler und Comedykönig: Olaf Scholz und Felix Lobrecht treffen sich im ARD-Hauptstadtstudio. Es ist vielleicht das vorgezogene Kanzlerduell 2025. Denn der eine will nächstes Jahr bei der Bundestagswahl gewählt werden und der andere fällt mittlerweile nicht nur mit prolligen Punchlines, sondern auch immer wieder mit politischen Statements auf. Zum Beispiel, wenn er - ganz der Rap-Fan, der er ist - das Drake-Zitat "People spend too much time on captions, not enough on actions", rüberdeutet auf das deutsche Sprichwort: "Jeder sollte erst mal vor seiner eigenen Tür kehren." Heißt: Machen statt reden. Damit kann sich auch Scholz identifizieren. Ein massenbegeisternder Bühnenmensch ist der Finanzminister nicht, er nimmt die Dinge lieber in die Hand. Auch wenn das bedeutet, mal falsche Entscheidungen zu treffen. Bei einer Entscheidung aber ist er sich sicher: Er will Kanzler werden. Und zwar mit klaren Ansagen. Eine davon hat er bei uns direkt im Gepäck: Es wird eine Studie zu Rassismus bei der Polizei geben, verrät Scholz exklusiv bei Vassili Golod und Jan Kawelke. Außerdem im Podcast: Wie ist es eigentlich, mit Personenschutz joggen zu gehen? Wofür geben die beiden zu viel Geld aus und wer hält die besten Reden im Bundestag? Das alles in der neuen Folge Machiavelli. Weitere Infos bei Instagram. Von COSMO Machiavelli - Rap und Politik.
35 Minuten
Hey Leute! Wir sind zurück wie Rihanna - mit Push-Folge 13 am #MachiavelliMittwoch. Fast eine All-Female-Folge, hätte sich nicht noch, na klar, Kanye West reingemogelt. Aber der Reihe nach. Rihanna droppt endlich mal wieder was, nur leider keine Musik. Wir sprechen über ihre ikonisch-inklusiven Fashionshows und den Fenty-Fauxpas. Speaking of Shitstorms: Cardi B hat auch einen abbekommen. Zu ihrer Verteidigung: Es ging um den Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan - und da kann man sich leicht verheddern. Gut, dass wir Vassili Golod an der Strippe haben, der Salwa und Jan das ganze aufdröselt. Ähnlich kompliziert, aber ganz anders: Kanyes Rant über die Musikindustrie. Warum das gar nicht so wirr ist wie sonst, sondern sogar ein Politikum, was er damit bezwecken will und was ein "Master" ist, hört ihr in der Folge. Zum Schluss wie immer die Krone. Auf dem Ehrenmove-Thron diese Woche: Megan Thee Stallion. No Spoiler: Die Auflösung gibt's wie gewohnt am Ende der Sendung. Von Jan Kawelke /Salwa Houmsi.
53 Minuten
Bei der Bundestagsabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann versucht es Jan zum Einstieg mit einem Gedicht. Sie sprechen über Doppelnamen, Farid Bang und die Probleme der FDP. Im Gespräch mit Ricarda Lang von den Grünen fragt Jan, warum die Partei für Vielfalt wirbt, dabei aber selbst kaum für Vielfalt steht. Die stellvertretende Vorsitzende antwortet so offen, wie man es von Politiker*innen nicht mehr gewohnt ist. Mit Gyde Jensen diskutiert Jan über ihr Amt als Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Deutschen Bundestag. Und darüber, was sie und andere für die Menschen in Moria tun können. Mit SPD-Hoffnung Kevin Kühnert spricht Jan über Ideale in der Politik. Vassili lauscht mit euch und kommentiert ausgewählte Passagen. Alle Machiavelli Blind Dates in ganzer Länge gibt es auch bei Instagram & auf YouTube als Video. Seid live dabei, wenn Jan & Vassili ihre nächsten Dates haben. Von Golod/Kawelke.
1 Stunde 11 Minuten
Die Polizei räumt in Leipzig besetzte Wohnungen, Rapper*innen besingen Wohnblöcke, Hoods und Provinzen und Politiker*innen stehen irgendwo zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Jan & Vassili widmen sich diese Woche bei Machiavelli dem Thema Wohnen. Wir haben noch nie so viel gewohnt, wie in diesem Jahr. Corona hat uns in die eigenen vier Wände gezwungen. Bedeutet auch: Nie hat sich Miete zahlen mehr gelohnt als jetzt. Ein schwacher Trost, wenn man sich die Miete kaum leisten kann. Denn auch das ist Realität und nicht erst seit diesem Jahr: Wohnen wird immer teurer. Trotz Deckel und Bremse kostet ein Dach über dem Kopf jedes Jahr mehr. Das führt nicht nur zu einer räumlichen Spaltung der Gesellschaft, sondern auch zu einer sozialen. Die Reichen hocken im Zentrum, die Armen werden nach Außen gedrängt. Rap hat das früh beschrieben: Der Block, die Hood, das Viertel hat eine besondere Bedeutung im HipHop. Und auch, wenn viele Rapper*innen davon träumen, es "raus" zu schaffen, würden sie doch gerne bleiben. So wie der Kreuzberger Rapper PTK. Er rappt über die Gentrifizierung seines Viertels, über das Geld, was dorthin kommt und die Ärmeren verdrängt. Das sieht nicht nur der Rapper kritisch, sondern auch die Politik, selbst die Liberalen. Daniel Föst, baupolitischer Sprecher der FDP, sagt bei uns im Interview: "Niemand hat ein Recht auf Snobismus." Diese Folge wurde vor den Ausschreitungen in Leipzig aufgezeichnet. Die Proteste rund um die Räumung eines besetzten Hauses spielen deswegen keine direkte Rolle in der Folge. Das Thema Hausbesetzungen wird aber natürlich besprochen. Und zwar mit kompetenter Unterstützung: Der Rapper Tightill hat in Zürich, Barcelona und Berlin Häuser besetzt - wie das funktioniert und sich anfühlt, hat er Vassili und Jan auf der Bühne von BremenNext erzählt. Von Machiavelli.
40 Minuten
Was für eine wilde Woche: Nazis stürmen die Reichstagstreppe, Rassismus bei Chartstürmern und Shitstorm für Popsänger. Aber eins nach dem anderen: Henning May, Sänger von Annenmaykantereit, kritisierte die deutsche Polizei für ihre Blindheit auf dem rechten Auge und holte sich dafür ein blaues Auge mit seiner gleichzeitigen Kritik an der Kampfformel "ACAB" (All Cops Are Bastards) ab. Warum das nicht so klug war, erklären Salwa und Jan und diskutieren darüber mit Henning. Der Rapper Jamule hat millionenfach geklickte Videos und nun ein neues, was er lieber nie releast hätte: Nämlich eines, in dem er sich rassistisch äußert. Warum es nicht reicht, danach einmal kurz "Sorry" zu sagen, haben wir besprochen. Man könnte nach den letzten Tagen verzagen und sagen: "Deutschrap ist trasher denn je". Denn da sind ja auch noch krude Aussagen von Bonez und Prinz Pi & ein Nate57, der plötzlich in Berlin auf der Demo mitläuft. Aber eigentlich ist all das auch ein gutes Signal. Denn ein Teil der Deutschrapper*innen und ihrer Fans halten dagegen. Es rumpelt in der Szene: Eunique, Nura, Reezy, Ahzumjot & Gianni Mae haben die Schnauze voll, Audio88, Lgoony, Lady Bitch Ray und Kool Savas finden klare Worte zu den Nazis in Berlin und Kitschkrieg bekommen kritische Kommentare für ihre Feature-Politik. Es passiert immer noch viel Dreck, aber immerhin machen nun immer mehr Leute den Mund auf. Von Kawelke / Houmsi.
58 Minuten
Zwei Jahre Machiavelli waren genug Übung. Im Blind Date wagen wir uns ohne unseren kompetenten Gegenpart auf das Spezialgebiet des jeweils anderen, Jan trifft auf politische Persönlichkeiten & Vassili auf Menschen aus der Rapwelt. Die Challenge: Beide wissen vorher nicht, wen sie bei Instagram-Live treffen & mit wem sie sich unterhalten. Vier Ausgaben gab es schon, in denen Vassili Rapper getroffen hat: Mit den Jungs von 022 hat er über Wandteppiche, fünf Uhren für den Vater und politische Verantwortung gesprochen. Darum ging es auch mit Kaas von den Orsons. Mit Chefket sprach Vassili über den „inneren Hans seines Vaters“, Bildungspolitik und das erste Mal Rappen. „Ich bin nicht so der Typ fürs Glücklichsein“, sagt Juse Ju im Blind Date mit Vassili - die beiden tauschten sich aus über das Lebensglück und Juse erzählte, was sein Vater damit zu tun hat. Jan lautscht mit euch und kommentiert ausgewählte Passagen. Alle Machiavelli Blind Dates in ganzer Länge gibt es auch bei Instagram & auf YouTube als Video. Seid live dabei, wenn Jan & Vassili ihre nächsten Dates haben. Von Jan Kawelke, Vassili Gold.
41 Minuten
Cardi B & Megan The Stallion haben Rekorde geknackt. Ihr Song "WAP" ließ aber nicht nur die Klicks durch die Decke schnellen, sondern auch vielen Konservativen die Schamesröte ins Gesicht steigen. Einer drohte gar, sich die Ohren mit Weihwasser auszuwaschen. Es ist schon erstaunlich, welche Empörungsflut sich Bahn brach, weil zwei Frauen darüber rappen, was sie gerne im Bett tun. Gerade, wenn bis heute in Expertenkreisen gerätselt wird, ob es wohl je einen The-Weeknd-Song geben wird, in dem nicht expliziter Sex thematisiert wird. Salwa erklärt Jan und dem Rest der Männerwelt in dieser Folge, warum "WAP" nicht nur für "Wet ass pussy" steht, sondern auch für "Woman against Patriarchy". Jan revanchiert sich mit einem Exkurs übers Abkanzeln und warum mit der Debatte rund um die sogenannte "Cancel Culture" vor allem eins passieren sollte: Sie sollte gecancelt werden, aber schleunigst. Zum Schluss natürlich der Ehrenmove der Woche, den nur die Echten, die Real Ones, die Treuen hören, die bis zum Schluss dranbleiben. Von Kawelke / Houmsi.
1 Stunde 29 Minuten
Zwei Jahre Machiavelli, 50 Folgen Podcast, tausende Kilometer, dutzende Gespräche und eine Freundschaft. Diesmal machen wir keine Grubenfahrt in ein Rap und Politik Thema. Diesmal steigen wir hinab in unsere eigene Geschichte und lesen zwischen den Zeilen alter Nachrichten. Von Jan Kawelke.
47 Minuten
Eine Jubliäumsfolge, eine Sommerepisode, ein Gespräch an einem besonderen Ort mit einem besonderen Menschen: Salwa und Jan sitzen im berühmtesten blauen Kleinwagen Instagrams - zusammen mit dem"King of Car Karaoke": Uwe Baltner. Er hat mehr Rapflows als Kendrick, mehr Instagram-Follower, als die meisten deutschen Rapper*innen und trotzdem ein kleineres Auto. Mit Shoutouts von Rihanna, Post Malone und Gucci Mane ist er der internationale Gute-Laune-Garant. Aber nicht nur das. Seit einigen Monaten äußert sich Uwe Baltner auch immer wieder mit politischen Statements unter seinen hunderttausendfach geklickten Instagram-Clips. Wir haben mit ihm gesprochen über die kniffeligsten Rapflows, volle Kommentarspalten & einsame Nächte, Cancel Culture, Verantwortung & natürlich seinen Chat mit Rihanna. Übrigens: Wenn ihr sehen wollt, wie sich Salwa & Jan mit Uwe ins Auto gequetscht haben, schaut bei YouTube vorbei. Das ganze Gespräch gibt es auch dort als Video. Linkliste: https://www.instagram.com/uwebaltner/ https://www.youtube.com/watch?v=5vo6-4wVCM4 Von Kawelke/Houmsi.
1 Stunde 14 Minuten
Ein Land, zwei Systeme? Wortungetümer wie Sicherheitsgesetz & Sonderverwaltungszone? Eine kapitalistische Stadt in einem kommunistischen Staat? Die Beziehung zwischen China und Hongkong ist besonders - besonders kompliziert und besonders belastet. In den letzten Wochen & Monaten gingen Millionen Menschen in der Hafenstadt auf die Straße. Zuletzt wurde gegen das sogenannte "Sicherheitsgesetz" demonstriert, denn die Menschen fürchten um ihre Freiheit. Eine Freiheit, die den Künstler*innen in Hongkong immer mehr genommen wird. Wer sich „falsch“ äußert, wird zensiert, verliert im schlimmsten Fall alles. Rapper*innen tarnen deswegen ihre Regierungskritik, sie werden immer unpolitischer oder sehr politisch - aber anders, als wir es bisher bei Machiavelli kennen: Pro-Regierung. Besonders gut klingt das dann nicht mehr. Und das, obwohl so viel Potential in der chinesischen und gesamt-asiatischen Rapszene steckt. Wie viel, erklärt Jan am Beispiel "88Rising". Wie wenig die Bundesregierung tut, kritisiert die FDP-Politikerin Gyde Jensen. Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte fordert klare Maßnahmen von Merkel. Warum es die bisher nicht gibt, erklärt Vassili. Außerdem dabei: Joyce Lee, China-Expertin zwischen Popkultur & Politik. Mitarbeiterin der Ausgabe: Elena Scheerer. Von Vassili Golod ;Jan Kawalke.
49 Minuten
Kann Kanye Präsident? Kandidieren will er auf jeden Fall - zumindest, wenn Tweets nun als offizielle Bewerbung für das Oval Office durchgehen. Salwa Houmsi und Jan Kawelke sprechen und streiten diese Woche über Mr. West. Und Vassili erklärt, wie yeezy das eigentlich für ihn wäre, wenn er wirklich Mr. President werden will. Während es rund um Kanye Strinrunzeln gab, sorgten die BET-Awards für eine andere Körperreaktion: Gänsehaut. Nummer-1-Rapper DaBaby stellt George Floyds letzte Minuten nach und Michelle Obama gesteht Beyoncé ihre Liebe. Unbeliebt hat sich Harry-Potter-Mutter J.K. Rowling gemacht. Die Märchenbuch-Autorin meint, sie müsste im Leben von anderen Menschen rumzaubern. Deswegen wird über sie nun nur noch so gesprochen: Sie-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf. Alles ziemlich krude, findet auch Rapper Mavi Phoenix, der eine deutliche Meinung zu Rowling hat: Halt einfach dein Maul. Was es damit auf sich hat und welche Straßen nach Rapper*innen benannt werden sollten - hört ihr in der neuen Folge Machiavelli Push. Von Kawelke/Houmsi.
1 Stunde 1 Minute
Um zu erkennen, dass es in Deutschland ein Polizei-Problem gibt, dafür hätte es keinen toten George Floyd gebraucht, keinen taz-Text und keine Ausschreitungen in Stuttgart - dafür hätte man einfach Rapper*innen zuhören können. OG Keemo, Credibil oder jüngst Ansu, die immer wieder beschreiben, was die Polizei für viele Menschen mit Migrationsgeschichte ist: kein Freund. Niemand, den man anruft, sondern den man anschreit, warum man schon wieder grundlos kontrolliert wird. Man braucht die 110 nicht mit der 911 vergleichen, aber man kann die Diskussion aus den USA nutzen, um die Probleme der Polizei in der Bundesrepublik zu besprechen. Das haben Vassili Golod und Jan Kawelke in dieser Folge getan. Warum es die Polizei überhaupt gibt und ob wir sie vielleicht gar nicht brauchen. Es geht um Horst und Hengameh, um Pressefreiheit und Polizeigewalt. Um die Gegenwart und Zukunft der Staatsgewalt, um Rapper*innen und Polizist*innen, rappende Polizisten und die Rap-Polizei. Von Vasilli Golod, Jan Kawelke.
44 Minuten
Schwarze Kacheln posten - und das war's? Nein, Black Lives Matter ist vielleicht ein bisschen aus den Feeds verdrängt worden, aber im Rap ist das Thema präsent - vor allem in den Playlisten: Beyoncé rappt eine Schwarze Parade, HER singt einen Song, den Salwa 40 Minuten im Loop hört und Lil Baby setzt in Zukunft auf Polit-Drip. Außerdem schafft die Musikindustrie ein ganzes Genre ab: “Urban”. Salwa und Jan haben herausgefunden, wo der Begriff eigentlich herkommt und warum die Aussage von Tyler, The Creator, das sei “nur der politisch korrekte Begriff für das N-Wort”, das Problem ziemlich gut auf den Punkt bringt. Es passiert also etwas zwischen Rap und Politik, was über Worte hinausgeht. Wie Musik Einfluss auf das politische Geschehen nehmen kann, zeigt aber diesmal eine andere Subkultur: Und zwar K-Pop. Von denen hat Salwa sogar schon mal einen Blumenstrauß bekommen - warum, hört ihr in der neuen Folge Machiavelli Push. Von Jan Kawelke, Salwa Houmsi.