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Machiavelli - Rap und Politik Archiv

173 Episoden
1 Stunde 11 Minuten
Die Debatte dauert an. Zwei Wochen nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Rapper Samra wird weiter über sexualisierte Gewalt in der Deutschrap-Szene gesprochen - von Szenemedien und großen Zeitungen, von Journalist:innen und Rapper:innen, Fans, Gegner:innen und Verantwortlichen der Szene. Und unabhängig von der Causa Samra zeigt sich vor allem eines: Es braucht noch viel Aufklärung. Aufklärung über eine Kultur, die Vergewaltigungen verharmlost, verdeckt und befördert, die Betroffenen die Schuld gibt, Täter:innen schützt - und, die viel zu viele von uns immer noch verinnerlicht haben: Rape-Culture. Anhand des aktuellen Falles und der Kommentare dazu arbeiten wir durch, wie sich Rape-Culture äußert und wie man mit ihr umgeht. Wie sie den Diskurs verschiebt und wie sie auch über die Ränder des Rap hinaus wirkt und unsere Gesellschaft prägt. Außerdem wollen wir klären, ob Deutschrap gerade seinen MeToo-Moment hat und ob die Beispiele Nimo, Bushido, Universal und Co. eine tatsächliche Veränderung zeigen oder ob wir lieber unsere Sachen packen und Deutschrap hinter uns lassen. All das in der neuen Folge Machiavelli. /// Mehr Infos: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke /Vassili Golod.
48 Minuten
Ein Beben geht durch die Deutschrap-Szene. Nach den Vergewaltigungsvorwürfen von der Influencerin Nika Irani gegenüber dem Rapper Samra scheint die Deutschrap-Szene ihren MeToo-Moment zu erleben. Daran beteiligt: Das Rantalmoos-Kollektiv, die drei Frauen von Twitter bauen eine Anlaufstelle für Menschen auf, die sexuelle Übergriffe erlebt haben. #DeutschrapMeToo haben Jan von ihrer Initiative erzählt - von dem Vorgehen, dem Feedback und wie man sie unterstützen kann. Zu den Supporter:innen gehört auch Megaloh. Der Moabiter Meisterreimeschreiber ist in der aktuellen Folge zu Gast und vertritt Salwa. Zusammen mit Jan spricht er über Machtmissbrauch, männliche Verantwortung, Übergriffe auf Festivals und eigene alte sexistische Zeilen. Außerdem bereden die beiden den neuesten Polizei-Skandal rund um die Frankfurter SEK-Einheit, für den der Rapper deutliche Worte findet: „Deutschland sollte sich schämen.“ Und da wir mitten in der Fußball-EM sind, müssen wir natürlich noch über Megalohs Dribbelkünste, über Kniefälle und Regenbogen-Binden sprechen. Danke an #DeutschrapMeToo und Megaloh für das Gespräch. Die Folge ist auf allen Plattformen online. Audio Shownotes Kurz-URL: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke.
1 Stunde 2 Minuten
BRKN ist zu Gast bei Machiavelli Push. Mit Salwa Houmsi & Jan Kawelke spricht er über Masken-Deals & Ungerechtigkeiten, über rechte Gewalt und die Erinnerung an die Opfer von Hanau in seiner Musik. Mehr Infos zur Folge gibt's hier: www.wdr.de/k/machiavelli. Von Jan Kawelke.
1 Stunde 23 Minuten
Historisch! Gleich aus mehreren Gründen. Erstens, weil diesmal eine jetzt schon historische Figur im Podcast zu Gast ist: Die erste Grüne Kanzlerkandidatin der Geschichte. Zweitens: Weil zum ersten Mal der Rap-Part in diesem Podcast älter ist, als das politische Gegenüber. Nur ein paar wenige Jahre, aber noch immer eine Generation und damit auf Augenhöhe. So unterhalten sich Deutschrap-Pionier Jan Delay und Grünen-Hoffnung Annalena Baerbock darüber, dass sie sich damals vermutlich schon als Kinder bei den Protesten gegen Pershing über den Weg liefen, über gelbe Regenmäntel, den Underground, den Mainstream und über die Angst vor Kontrollverlust. Bleiben wir aber mal beim Historischen. Denn zur Geschichte gehört immer auch die richtige Aufarbeitung davon. Das wird im Fall „Nationalsozialistischer Untergrund” seit Jahren verhindert. Und erst jetzt hat die schwarz-grüne Koalition in Hessen die Offenlegung der Akten zu den rechtsradikalen Mordanschlägen verhindert. Das kann Delay nicht nachvollziehen – und Baerbock auch nicht, wie sie im Podcast erklärt: „Wir hätten es richtig gefunden, wenn es deutschlandweit ein Bundesamt gibt, wo alle NSU-Akten aus allen Bundesländern, aus allen Untersuchungsausschüssen, gesammelt veröffentlicht werden.” Ob diese Forderung tatsächlich umgesetzt wird – sollten die Grünen mitregieren – und ob sie wirklich so viel anders machen, wenn sie in der Regierung sind: Das werden wir mit Jan Delay & Annalena Baerbock besprechen - 200 Tage nach der Wahl. So viel ist schon verabredet. Erstmal aber diese Folge “Vom Underground zum Mainstream”, überall, wo es Podcasts gibt und bei YouTube mit Video. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli Von Kawelke / Golod.
1 Stunde 2 Minuten
Vor einem Jahr starb George Floyd. Getötet von einem Polizisten, der über acht Minuten auf seinem Nacken kniete. Es war nicht der erste (und auch nicht der letzte) Vorfall, bei dem ein weißer Polizist einen Schwarzen Menschen ermordete - aber es war wohl der Fall mit den heftigsten Reaktionen. Rund um den Globus gingen Menschen auf die Straßen, das Black-Lives-Matter-Movement erlebte eine nie dagewesene Stärke, online und offline protestierten Menschen, es gab Kampagnen, Konsequenzen und die Hoffnung auf wirkliche Veränderung - auch in der Musikszene. Ein Jahr später sprechen die Journalist:innen Alice Hasters und Aimen Abdulaziz-Said darüber, ob sich diese Hoffnungen erfüllt haben. Was hat sich wirklich getan? Wie hat die Rap-Szene in den USA und in Deutschland reagiert, wie die Politik? Gab es tatsächlichen Wandel oder nur leere Worte? In dieser Sonderfolge Machiavelli Push übernehmen die beiden die Mikrofone und machen eine Reise durch das Jahr und darüber hinaus, reisen weit in die Deutschrap-Vergangenheit und bitten für die Bestandsaufnahme drei Schwarze Rap-Stimmen um ihre Gedanken. Danke Sugar MMFK. Danke Jalil. Danke Sylabil Spill. Und Danke Aimen & Alice. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli Von Alice Hasters u. Aimen Abdulaziz-Said.
56 Minuten
Manche Probleme lassen sich mit nur einer Frage auf den Punkt bringen: "Hattest du schon mal Kontakt zu Menschen mit Behinderung?" Gestellt wird sie von Graf Fidi, einem Rapper, der sich auf die Fahne schreiben kann, tatsächlich mit einem politischen Rap-Song etwas bewirkt zu haben. Was genau, verraten wir euch in der Folge. Was kein Geheimnis ist: Deutschland kriegt das mit der Inklusion immer noch nicht so richtig gut hin. Und da nicht jedes politische Problem durch einen Rap-Song gelöst werden kann (leider!), braucht es Menschen, die in die Politik gehen. So wie Kristina Vogel: Die Weltrekord-Weltmeisterin und goldbehangene Radsportlerin sitzt seit einem Trainingsunfall im Rollstuhl und seit kurzem im Stadtrat von Erfurt, um dort für Veränderung zu sorgen. Bereits etwas verändert hat der Salzburger Rapper Young Krillin - und zwar die Deutschrap-Szene. Er gilt als einer der Pioniere der "Cloudrap-Szene" und hat den Sound der vergangenen Jahre mitgeprägt. Was sich inhaltlich in Rap, Politik und Gesellschaft in Bezug auf das Thema "Menschen mit Behinderung" noch tun muss, hört ihr in der aktuellen Folge. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke.
56 Minuten
Ist Gangster-Rap der Nährboden für Antisemitismus? Nein. Darf Billie Eilish anziehen, was sie will? Ja. Damit könnte man die Folge für diese Woche eigentlich abhaken. Aber offenbar ist das doch alles ein bisschen komplexer. Und deswegen wühlt sich Jan durch eine Jugend-Studie der Politikerin mit dem längsten Namen + längsten Jobtitel (Antisemitismusbeauftrage-Nordrhein-Westfalen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger) und Salwa klickt sich mütend durch sexistische Headlines über Billie Eilishs neuen Look und zerpflückt sie Wort für Wort - so dass auch Jan das versteht. Dazu haben wir tolle Kommentare von euch bekommen, genau so zu unserer neuen Rubrik: Rund um die Welt. Deswegen blicken wir dieses Mal nach Kolumbien und Italien. Zum Ende erklärt euch Anlageberater Juse Ju, was ihr am besten mit eurem Geld machen solltet (um eure Lieblingsartists zu unterstützen). P.S: Salwa und Jan blondieren sich nicht die Haare, obwohl sie es geschworen haben und grüßen alle, die sich zu dieser Folge impfen lassen. Bleibt gesund und pushy. Audio Shownotes Kurz-URL: www.wdr.de/k/machiavelli Von Salwa Houmsi, Jan Kawlke.
1 Stunde 11 Minuten
Wir haben eine gute Nachricht und eine schlechte auch – zuerst die Schlechte: Es war nicht alles drauf. Der dumme Computer hat nicht alles aufgezeichnet, das Ende ist für immer weg. Jetzt die Gute: Der Rest ist es nicht. Wir hoffen, dass Danger Dan uns vergibt: Die technische Panne und dass wir seinen Song "Eine gute Nachricht" für diesen Folgentext gekapert haben. In der Utopie, die das dritte Antilopen Gang-Mitglied entwirft, gibt es eh keine Grenzen und deswegen wohl auch keinen Besitz. Er spricht mit uns über den ersten Song, den er je geschrieben hat, alle elf Schulen, von denen er geflogen ist und alle Möglichkeiten, die ihm einfallen, diese Welt zu verändern. Wir sprechen über alles, was von der Kunstfreiheit gedeckt ist, Landausflüge am 1. Mai und sein Ausbüxen nach Bordeaux, über unkitschige Liebeslieder und unpeinliche politische Songs. Und wir streiten. Über die Parteiendemokratie und die Bedeutung demokratischer Wahlen. Der Rest bleibt für immer verloren – eine Sache reichen wir noch aus dem Gedächtnis von Danger Dan nach: "Bitte folgt Machiavelli auf allen Plattformen, gebt einen Daumen hoch und abonniert den Kanal." Danke, Daniel. Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke /Vassili Golod.
59 Minuten
"Go Pushy, it’s your birthday", hat damals schon 50 Cent gerappt und genau das machen wir heute: Vor einem Jahr haben Salwa und Jan mit Machiavelli Push angefangen - und seitdem einfach nicht mehr aufgehört. 24 Folgen lustige, bewegende, spannende Gespräche über Rap und Politik. Das muss gefeiert werden. Und da jede Party nur so gut ist wie ihr Besuch, haben wir uns die lustigste deutsche Band eingeladen: Blond. Lotta und Nina von "DER FORMATION BLOND" machen nicht nur politische Songs, Mammut-Rap-Tracks und moshpittige Konzerte, sondern auch den lustigsten Podcast der Welt: „Da muss man dabei gewesen sein.” Das perfekte Motto für unsere Fete, die das gute alte WG-Küchen-Party-Feeling zurückbringt: Deep Talks über Corona, Chemnitz und Kid Cudis Kleider, Gespräche über unsere Gehirne, eine packende Quizshow und natürlich ein Ehrenmove der Woche. Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke.
1 Stunde 16 Minuten
Jan & Vassili sprechen darüber, was wir über Sinti:zze und Rom:nja nicht wissen, aber dringend lernen sollten. Mit dabei: Aktivist und Rom Gianni Jovanovic und die Rapper Tomkat & Chawo, die von ihren Erfahrungen als Sinti in Deutschland berichten. Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke /Vassili Golod.
1 Stunde 2 Minuten
Jan ist zurück aus dem Urlaub. Dementsprechend viel hat sich angestaut - inhaltlich und zwischenmenschlich. Und wenn es schon Stress gibt, weil Jan nicht auf Salwas Urlaubsnachrichten geantwortet hat, kann sie ja direkt weiter ranten & ragen: Über Konzert-Film-Hater, Diplo-Gigs und natürlich Deutschrap. Apropos Deutschrap-Rants: Wir sprechen in dieser Folge über Anti-asiatischen Rassismus und haben Vanessa Vu eingeladen. Gemeinsam mit der preisgekrönten Podcasterin & ZEIT-Online-Autorin sprechen wir über die Auswirkungen in der Gesellschaft, im Deutsch- und US-Rap.  Keine Sorge: Es gab auch ein paar Good News! Danger Dan ist Trettmann, problematische Rapper können auch wichtige Songs machen und ein Emicida stemmt sich mal wieder gegen Jair Bolsonaro. Außerdem wird die äußerst wichtige Frage geklärt: Wie macht man den besten Mittagsschlaf? Machiavelli PUSH - Das Update über Nap & Politik - jetzt überall online. Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke.
1 Stunde 9 Minuten
"Jetzt sprechen wir!" Zum ersten Mal in der Geschichte des beliebtesten Rap- und Politik-Podcasts der Welt sprechen Vassili Golod und Jan Kawelke über Macht, Methoden und Machenschaften der Boulevard-Presse. Knallhart und ohne Kompromisse zerpflücken die zwei dynamischen Radiogesichter das Bild, das unsere Gesellschaft von der BILD hat. Knaller-Line-Up? Was sonst! Unsere erste Quelle an der Rap-News-Front, Helal Gossip, ist dabei. Außerdem Spiegel-Star-Kolumnistin Samira El Ouassil und Ex-Politik-BILD-Chef und Ex-Merkel-Sprecher Georg Streiter (65). Okay, genug vom Giga-Gebrabbel und zurück zur golod’schen Seriosität: Boulevardjournalismus prägt unsere Gesellschaft, ob wir es wollen oder nicht. Der Einfluss der BILD auf die Bevölkerung, auf Rap und Politik, lässt sich nicht verleugnen. Und auch wenn viele Menschen eine ablehnende Haltung gegenüber der Zeitung haben, sie sogar verachten, ist die BILD noch immer eine der prägendsten Publikationen für den deutschen Diskurs. Wir wollen erklären: Was ist Boulevardjournalismus, mit welchen Methoden arbeitet er und welche Macht hat er? Außerdem klären wir, welcher Bild-Mitarbeiter am besten rappt, ob es okay ist, bei Sido am Gartenzaun zu lauern und ob Rap-Gossip der bessere Boulevardjournalismus ist. www.wdr.de/k/machiavelli Von Jan Kawelke, Vasili Golod.
58 Minuten
Rassismus bei den Royals? Wie goldig sind die Grammys? Und um wen sollte es bei #notallmen eigentlich gehen? Salwa Houmsi & Vassili Golod mit dem Update aus Rap & Politik. Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli. Von Vassili Golod.
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Episode machen sich zwei Anzugträger auf die Reise. Die politische Machiavelli-Hälfte Vassili Golod und Rap-Multitalent Maeckes. Ihre Reise beginnt 1982. Helmut Kohl wurde Kanzler, Maeckes geboren. Der Rapper spricht über seine Kindheit im Ländle, die nach Austropop klang und nach Kohl (nicht Helmut) roch. Maeckes outet sich als Merkel-Fan und Arschloch. Er spricht darüber, warum die Orsons sich mit politischen Songs schwer tun, wieso man sich immer wieder für Songs entschuldigen wird und was ihm Hoffnung für die Zukunft macht. Und: Am Ende verspricht er ein Machiavelli Exclusive. // www.wdr.de/k/machiavelli Von Vassili Golod.
55 Minuten
Talkmaster-Legende David Letterman fragte mal Rap-Ikone Jay-Z: "Was ist Flow?" Jay-Z antwortete: "Das solltest du wissen, du bist Comedian." Rap (und Politik) und Comedy haben mehr gemeinsam, als viele auf den ersten Blick sehen. "Mit wenigen Worten Dinge auf den Punkt bringen, Selbstflex, aber auch gesellschaftskritische Inhalte - und vor allem in den USA ein gegenseitiger Respekt: Das verbindet HipHop und Comedy", sagt Enissa Amani. Und sie muss es wissen, denn Enissa vereint all das auch selbst in sich: Die Comedian ist für ihre Schlagfertigkeit bekannt, für politische Punchlines genauso, wie für Selbstflex und Rap-Referenzen. Kein Wunder also, dass Salwa und Jan mit ihr über die Verwebung zwischen HipHop und Comedy sprechen mussten. Ebenfalls viel zu bereden gab es bei der tragischsten Trennung des Jahrhunderts von Kim Kardashian & Kanye West - und bei der Frage, wie sexistisch und toxisch Promi-Trennungen eigentlich sind. Ein Ausflug über Justin Timberlake und Britney Spears, zu Monica Lewinsky und Bill Clinton - nur, um am Ende der Folge mal wieder bei Tupac zu landen. Was Flow ist? Das hört ihr in dieser Folge. So viel Selbstflex muss sein. Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli Von Salwa Houmsi & Jan Kawelke.