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Ganz offen gesagt Archiv

469 Episoden
53 Minuten
Massendeportationen, gefeuerte Regierungsbeamte, Angriffe auf Medien und Justiz.  Kein Tag vergeht, an dem sich nicht der Eindruck verfestigt, dass die USA die längste Zeit eine Demokratie war. Solmaz Khorsand spricht mit Politikwissenschafterin Teresa Eder, die das Programm für Sicherheitspolitik in der Heinrich Böll Stiftung in Washington D.C leitet, über die autoritäre Wende in ihrer Wahlheimat, die Angst, die Universitäten, die Zivilgesellschaft und den unpolitischen Staatsapparat zu lähmen scheint und eine demokratische Partei, der es unmöglich ist aus der Wut und der Lähmung der Menschen politisch Kapital zu schlagen.

 

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52 Minuten
Die Initiative "Teach for Austria" ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, hochwertige Bildung für alle Kinder in einem leistungsfähigen Bildungssystem sicherzustellen. Christiane Steinlechner ist Regionalleiterin OÖ bei "Teach for Austria" und spricht mit Host Stefan Lassnig über unser Bildungssystem: Wie wettbewerbsfähig sind Schülerinnen und Schüler, die jetzt ausgebildet werden? Vor welchen Herausforderungen stehen Lehrerinnen und Lehrer, inbesondere wenn es um Migration geht? Und welche Lösungsansätze gibt es in Österreich und im Ausland, um hochwertige Bildung für alle Kinder in einem leistungsfähigen Bildungssystem zu ermöglichen?

Links zur Folge:

Teach for Austria

Teach for Austria Finanzierungspartner

Ganz offen gesagt #15 2025 über Allahs mächtige Influencer

Podcastempfehlung der Woche:

Der Germanwings-Absturz - 10 Jahre ohne euch

 

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2 Stunden 30 Minuten
In dieser Spezialfolge - weit länger als normalen "Ganz Offen Gesagt"-Episoden - unterhalten sich der langjährige Grünen-Politiker Christoph Chorherr und Politikwissenschaftler Laurenz Ennser-Jedenastik darüber, was gutes politisches Handwerk ausmacht - und Journalist Georg Renner hört zu. Warum beschäftigen sich die Medien lieber mit Konflikten als mit der harten Arbeit, etwas umzusetzen, warum hat der Kompromiss einen schlechten Ruf - und warum Politiker ihren ursprünglichen Job behalten sollten.

Christoph Chorherr war lange Jahre führender Politiker bei den Grünen, besonders in der Wiener Stadtpolitik.

Laurenz Ennser-Jedenastik ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Wien.

Vor einigen Wochen haben sich die beiden zu einem längeren Gespräch über das politische Handwerk in Chorherrs Bäckerei getroffen - und sich gleich einmal mehrere Stunden darüber unterhalten, warum ein großer Teil der Arbeit von Politikerinnen und Politikern unter der Wahrnehmungsschwelle bleibt, während scheinbare Details wochenlang die Öffentlichkeit beschäftigen. In dieser Folge setzen sie ihre Unterhaltung fort - mit Georg Renner als Zuhörer.

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52 Minuten
Am 19.03.2025 haben wir eine Episoden zum Buch "Allahs mächtigen Influencern" veröffentlicht. Stefan Kaltenbrunner, einer der Buchautoren  hat zu diesem Thema bereits im Jahr 2023 mit  mit dem Psychologen, Extremismusforscher und Autor Ahmad Mansour gesprochen. Aus diesem Grund wiederholen wir diese Folge. Ahmad Mansour ist ein israelisch-deutscher Psychologe, Extremismusforscher und Buchautor arabisch-palästinensischer Herkunft. In seiner Jugend machte er selbst einen Radikalisierungsprozess mit, im Rahmen seines Studiums in Tel Aviv konnte er sich vom Islamismus lösen. Seit Jahren warnt er vor den Gefahren des politischen Islam und wird dafür gleichzeitig angefeindet und mit Preisen ausgezeichnet. Mit Gast-Host Stefan Kaltenbrunner sprich Mansour über den Krieg in Israel, über die Ideologie der Hamas, über die Gefahr der Radikalisierung von Muslimen in Europa, über Parallelgesellschaften und die aufgeheizte Integrationsdebatte und über den grassierenden Antisemitismus und welche Rezepte es dagegen gibt.

Links zur Folge:

Ahmad Mansour (Wikipedia)

Operation Allah - Wie der politische Islam unsere Demokratie unterwandern will

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1 Stunde 5 Minuten
In ihrem Buch "Allahs mächtige Influencer" beschreiben die Journalisten und Buchautoren Stefan Kaltenbrunner und Clemens Neuhold, wie islamistische Influencer insbesondere TikTok nutzen, um junge Menschen zu rekrutieren und zu radikalisieren. Im Gespräch mit Host Stefan Lassnig erklären die beiden Autoren, wer diese "digitalen Islamisten" sind und welche Ziele sie verfolgen. Sie beschreiben, mit welchen Methoden die Islamisten arbeiten und welche menschlichen Schwächen sie bei ihren Opfern ausnutzen. Im letzten Teil des Gesprächs skizzieren Kaltenbrunner und Neuhold Lösungsansätze, die eine islamistische Gegenkultur, die Demokratie und Gleichberechtigung ablehnt, verhindern können.

Podcasttipp der Woche:

Lesen ist - der Morawa-Podcast

Links zur Folge:

Buch "Allahs mächtige Influencer" (Morawa)

Ganz offen gesagt #41 2023 mit Ahmad Mansour über die Bedrohung durch den politischen Islam

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56 Minuten
Am 16.03.2025 wurde in Thüringen eine Frau von ihrem Ehemann in einer Straßenbahn mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die Frau erlitt schwerste Verbrennungen. Aus diesem Anlass wiederholen wir eine leider immer noch sehr aktuelle Folge aus dem Jahr 2022:  Stefan Lassnig spricht mit Journalistin und Buchautorin Yvonne Widler über Femizide: 

"Heimat bist du toter Töchter" - so lautet der Buchtitel von Yvonne Widler, in dem sie sich dem Thema "Femizide in Österreich" widmet. "Der gefährlichste Ort für eine Frau hierzulande ist nicht die abgelegene Gasse in der Nacht, sondern die Partnerschaft, in der sie lebt. Von Anfang 2010 bis Ende 2020 zählte man in Österreich 319 Frauenmorde und 458 Mordversuche an Frauen. Die meisten davon geschahen durch die Hand des Mannes, der einst sagte, er würde sie lieben. Sie wurden erwürgt, erdrosselt, erschlagen, erstochen, angezündet, mit dem Auto überfahren oder erschossen. Zuvor mussten viele von ihnen jahrelange Martyrien erleben, Psychoterror und körperliche Gewalt. Die männlichen Täter waren meist getrieben von Besitzdenken, Wut, Rache und Misogynie" steht im Vorwort zu diesem Buch.

Im Gespräch mit Stefan Lassnig beschreibt Widler die Ausgangslage und die gesellschaftspolitischen Dimensionen, die hinter den Femiziden stehen. Patrarchale Strukturen und fehlende Gleichstellung der Geschlechter liefern dabei den Nährboden für diese Verbrechen. Widler schildert, welche Spirale der Gewalt Femiziden oft vorausgeht und analyisiert die Fehler in der Medienberichterstattung im Zusammenhang mit Femiziden.

Triggerwarnung: In dieser Episode geht es um Gewalt und Morde an Frauen. Falls Euch dieses Thema zu sehr belastet oder unter Umständen retraumatisiert, hört diese Folge besser nicht oder nicht alleine.

Hilfsangebote (Quelle: "Heimat bist du toter Töchter", Verlag Kremayr & Scheriau )

Bundesweite Frauenhelpline: 0800 222 555

Opfernotruf Weißer Ring 800 112 112

Wiener Interventionsstelle 01/585 32 88

Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Österreich: www.netzwerk-frauenberatung.at

Notruf der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22

Frauenhäuser in anderen Bundesländern:

Frauenhaus Burgenland 02682/612 80 

Frauenhaus Klagenfurt 0463/449 66 

Frauenhaus Lavanttal 04352/369 29 

Frauenhaus Spittal an der Drau 04762/613 86 

Frauenhaus Villach 04242/31 0 31 

Frauenhaus Amstetten 07472/665 00 

Frauenhaus Mistelbach 02572/50 88 

Frauenhaus Neunkirchen 02635/689 71 

Sozialhilfezentrum Mödling 02236/465 49 

Haus der Frau St. Pölten 02742/366 514 

Frauenhaus Wr. Neustadt 02622/880 66 

Frauenhaus Linz 0732/606 700

Frauenhaus Ried i. I. 07752/717 33 

Frauenhaus Steyr 07252/877 00

Frauenhaus Vöcklabruck 07672/227 22 

Frauenhaus Wels 07242/678 51

Frauenhaus Salzburg 0662/870 211-60 

Frauenhaus Pinzgau 06582/743 021 

Frauenhaus Graz/Kapfenberg 0316/42 99 00 

Frauenhaus Tirol 0512/342 112

Frauen helfen Frauen Innsbruck 0512/580 977 

Frauennotwohnung Kufstein 05372/636 16

Frauenzentrum Osttirol 04852/671 93 

Frauenhaus in Vorarlberg 05 1755 577 

Krisentelefon für Männer: 0800 400 777 

Männerinfo-Telefon 0720/704 400

Helpchat: www.haltdergewalt.at

Beratung Sexuelle Gewalt: www.sexuellegewalt.at 

Polizei-Notruf: 133

Euro-Notruf: 112

Stiller Notruf: via Smartphone-App DEC112 

Notruf-SMS für Gehörlose an 0800/133 133

Podcastempfehlung der Woche:

Die Flut - Warum musste Johanna sterben?

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50 Minuten
Elisabeth Hammer ist seit vielen Jahren im sozialen Bereich tätig und setzt sich als Geschäftsführerin des neunerhaus für innovative Lösungen in der Wohnungslosenhilfe ein. Das neunerhaus bietet nicht nur Wohnraum für obdachlose Menschen, sondern setzt auch auf Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung, um langfristige Perspektiven zu schaffen. Sie spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy darüber, wie sich Obdachlosigkeit in Österreich verändert hat, ob es jeden und jede treffen kann und welche politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen nötig wären, um langfristig gegen Wohnungslosigkeit anzukämpfen.

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40 Minuten
Fünf Jahre lang war Leonore Gewessler als Klimaministerin die prominenteste Vertreterin der Grünen in der Bundesregierung. Seit Montag ist sie nun Nationalratsabgeordnete in der Opposition, das bisherige Klimaministerium wird aufgespaltet, die Klimaagenden wandern zurück ins ÖVP-geführte Landwirtschaftsministerium. Mit Georg Renner spricht die Ex-Ministerin darüber, was sie in den vergangenen fünf Jahren erreicht hat, woran sie gescheitert ist und welche Baustellen ihre Nachfolger erwarten.

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55 Minuten
Die Wahl in Deutschland ist geschlagen. Nun stellt sich die Frage: Kann der Wahlsieger CDU-Chef Friedrich Merz Kanzler? Er wird müssen und er wird es vermutlich mit einer geschwächten SPD tun müssen, sollte er sich an sein Versprechen halten mit der AfD, nicht zu koalieren. Wer ist dieser Friedrich Merz, der im Wahlkampf schon so manche Brandmauer eingerissen hat? Wie wird sich die neue Regierung gegen neue und alte Autokraten behaupten? Wie sehr kann sie der Ukraine ein zuverlässiger Partner sein? Und wie sehr hat Österreich als mahnendes Beispiel im dt. Wahlkampf Einfluss gehabt? Darüber und vieles mehr hat Solmaz Khorsand mit Presse-Journalist Christoph Zotter gesprochen. Zotter analysiert seit drei Jahren in Berlin als Deutschland-Korrespondent die Entwicklungen im Nachbarland, hat die Jahre der Ampelkoalition beobachtet und über das Erstarken der AfD berichtet, mit der weder die politische Konkurrenz noch die Medien einen Umgang gefunden haben.

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44 Minuten
Noch nie waren die Regierungsverhandlungen so zäh wie dieses Mal. Immer wieder wurde die Option einer Expert*innen-Regierung genannt. Aber wie funtioniert so eine Expert*innenregierung eigentlich? Host Stefan Lassnig spricht mit Wolfgang Peschorn, Präsident der Finanzprokuratur und Innenminister der Ende 2019 gebildeten Expert*innenregierung, über die Konstruktion dieser Regierungsform: Wie wird man eigentlich Experten-Minister? Was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen einer politisch bestellten Regierung und einer Expert*innen-Regierung? Ist eine Expert*innen-Regierung wirklich undemokratischer oder nicht vielmehr Ausdruck einer sehr lebendigen parlamentarischen Demokratie? Warum hatte die seinerzeitige Expert*innenregierung unter Kanzlerin Brigitte Bierlein sehr hohe Beliebtheitswerte? Und was kann die kommende Regierung von der Herangehensweise einer Expert*innenregierung lernen?

Podcastipp der Woche

Das Orakel

Links zur Folge

Hohe Beliebtheitswerte der Regierung Brigitte Bierlein

Kritik an der Expertenregierung 1 (Der Standard)

Kritik an der Expertenregierung 2 (Die Presse)

Kritik an der Expertenregierung 3 (Momentum)

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54 Minuten
Ferry Maier war viele Jahre ÖVP-Spitzenpolitiker und schied im Streit aus der Partei aus. Er kennt sehr gut die "alte ÖVP" und steht den Entwicklungen seiner ehemaligen Partei in den letzten Jahren sehr kritisch gegenüber. Im Gespräch mit Host Stefan Lassnig erläutert er, wie die ÖVP statt auf ihre Wurzeln und Werte aufzubauen eine rein umfrageorientierte Politik gemacht hat, wie wenig er von Sebastian Kurz hält und wie er die Qualität des derzeitigen Spitzenpersonals der ÖVP einschätzt. Maier spricht auch über den Einfluss der Raiffeisen-Bank auf die ÖVP und inwieweit die Wirtschaftsinteressen innerhalb der ÖVP die vergangenen Regierungsverhandlungen geprägt haben. 

Podcast-Tipp der Woche: 

Rohrer bei Budgen

Links zur Folge:

Werte-Papier der Politischen Akademie der ÖVP

"ÖVP droht durch Koalition mit Kickl in Unbedeutendheit zu versinken" - Artikel im STANDARD

Ferry Maier auf Wikipedia

Raiffeisen Generalsekretäre

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46 Minuten
Im November 2024 war erstmals die FPÖ stimmenstärkste Partei bei einer Nationalratswahl. Die darauf folgenden Koalitionsverhandlungen wurden mit Anfang Februar zum längsten Regierungsbildungsprozess in der Zweiten Republik. Eine mögliche FPÖ/ÖVP-Regierung unter dem selbsternannten “Volkskanzler” Kickl wird von vielen Seiten kritisiert: Zehntausende Menschen demonstrieren auf Österreichs Straßen, auf Social-Media werden Schreckensszenarien einer blau-schwarzen Koalition verbreitet. Lionel Koller - auf den Plattformen TikTok und Instagram als Wurstaufschnitt bekannt - produziert gesellschaftskritische Satire zu Themen wie Alltagsrassismus, Queerness und Politik. Im Gespräch mit Host Selina Teichmann kommentiert er die möglichen Auswirkungen einer schwarz-blauen Regierung - insbesondere auf Menschen mit Migrationsbiografie und Personen der LGBTQIA+-Community. Wie könnte sich die Klimapolitik der FPÖ auf Österreich auswirken? Ist die Einschränkung von Rechten einer Minderheit ein Frühwarnsystem? Und was kann politische Satire zu gegenseitigem Mitgefühl beitragen?

 

Weiterführende Links

#44 2024 Über Queerness, Migration und die Suche nach Heimat - mit Alex Stanić

Wurstaufschnitt Kabarett-Soloprogramm

Wurstaufschnitt auf Instagram

Wurstaufschnitt auf TikTok

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1 Stunde 4 Minuten
Hans Rauscher ist eine der prägenden Stimmen im österreichischen Journalismus. Der langjährige Standard-Kolumnist analysiert seit Jahrzehnten die politische Landschaft des Landes, kommentiert Entwicklungen scharfzüngig und unerschrocken und hat in seinen Büchern oft vor politischen Fehlentwicklungen gewarnt. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy geht es um seine Sicht auf Österreichs Demokratie, die Koalitionsverhandlungen von FPÖ und ÖVP und die Herausforderungen für kritischen Journalismus.

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56 Minuten
Ralph Janìk ist Assistenzprofessor für Völkerrecht an der Siegmund Freud-Privatuniversität in Wien und einer der aktivsten Kommunikatoren und Erklärer seines Fachs, auch und besonders in den sozialen Medien und in seinen eigenen Podcasts "Recht politisch" und "In bester Verfassung".

Im Gespräch mit Georg Renner erklärt er in dieser Folge u. a.:

Die aktuelle Situation um Grönland: Donald Trump zeigt erneutes Interesse an Grönland, das zwar zu Dänemark gehört, aber weitgehende Autonomierechte genießt. Ein Gebietsverkauf wäre nach heutigem Völkerrecht nur möglich, wenn alle beteiligten Parteien (USA, Dänemark, Grönland) und deren Bevölkerungen zustimmen würden - was derzeit nicht der Fall ist.

Die Grenzen wirtschaftlichen Drucks: Die USA können nicht gezielt Sanktionen gegen Dänemark verhängen, da Dänemark Teil der EU-Zollunion ist. Wirtschaftliche Maßnahmen würden automatisch die gesamte EU betreffen, was die EU zu einem wirtschaftlich ebenbürtigen Verhandlungspartner macht.

Die Schwächung der internationalen Ordnung: Die "liberale Weltordnung" mit starken internationalen Organisationen wie UN und WTO befindet sich bereits seit längerem im Niedergang. Der erste große Dammbruch war der Irakkrieg 2003, Trump beschleunigt diese Entwicklung nur weiter.

Die Position kleiner Staaten: Für kleine Länder wie Österreich ist es keine realistische Option, sich in einer zunehmend konfliktreichen Weltordnung neutral zu verhalten. Die wirtschaftliche und militärische Verflechtung, besonders innerhalb der EU, macht eine vollständige Neutralität praktisch unmöglich.

Die Bedeutung von Abschreckung: In der aktuellen Situation ist es wichtig, dass Europa zwar klar kommuniziert, niemanden angreifen zu wollen, aber gleichzeitig glaubwürdig vermittelt, dass ein Angriff auf europäische Staaten mit erheblichen militärischen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen verbunden wäre.

Hier noch der Link zum erwähnten Artikel in der FT ("The Danes are now in crisis mode"):

https://www.ft.com/content/ace02a6f-3307-43f8-aac3-16b6646b60f6

 

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38 Minuten
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es unter anderem um Suizid, Femizid und Gewalt. Wenn dich diese Themen belasten oder unter Umständen retraumatisieren, hör diese Folge besser nicht oder nicht alleine. Hilfsangebote findest du unten.

Mit dem Projekt „Mannsbuilder“ haben die Therapeuten Matthias Tschannett und Benjamin Wagner eine psychotherapeutisch begleitete Männergruppe ins Leben gerufen. Worüber sprechen Männer in einem sicheren Rahmen? Und (wieso) fällt es Männern schwer ihre Gefühle zu zeigen? Im Gespräch mit Mimi Gstaltner geben die Therapeuten einen Einblick in ihr Projekt und thematisieren eine kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen.  Sie sprechen über gesellschaftliche Phänomene wie die hohe Suizidrate unter Männern, Gewalt in Partnerschaften und Machtansprüchen. Und darüber, welche Maßnahmen zu einer Verbesserung und Prävention dieser Phänomene beitragen können.

 

Podcastempfehlungen der Woche:

Mannsbuilder

Avignon: Der Prozess Pelicot

 

Hilfsangebote:

Telefonseelsorge

Tel.: 142 (Notruf), täglich 0–24 Uhr

Telefon-, E-Mail- und Chat-Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder Krisenzeiten.

Online unter www.telefonseelsorge.at.

Polizei

Tel.: 133

Gefahrenabwehr und Prävention bei Selbst- und Fremdgefährdung

Online unter www.polizei.gv.at.

Rettung

Tel.: 144

Männernotruf

Tel.: 0800 246 247

Der Männernotruf bietet Männern in Krisen- und Gewaltsituationen österreichweit rund um die Uhr eine erste Ansprechstelle.

Online unter www.maennernotruf.at.

Männerinfo

Tel.: 0800 400 777

Telefonische Krisenberatung rund um die Uhr aus ganz Österreich; bei Bedarf auch gedolmetschte Beratung; anonym vertraulich, kostenlos. 

Online unter www.maennerinfo.at.

Frauenhelpline

Tel.: 0800 222 555

Die Frauenhelpline gegen Gewalt bietet rund um die Uhr Informationen, Hilfestellungen, Entlastung und Stärkung – auch in Akutsituationen.

Online unter www.frauenhelpline.at.

Ö3 Rotes Kreuz Kummernummer

Tel.: 116 123

Die Ö3-Kummernummer ist aus allen Netzen zum Nulltarif erreichbar, absolut anonym; täglich von 16 bis 24 Uhr. Die Ö3-Kummernummer ist eine Erstanlaufstelle für alle Menschen in persönlichen Notlagen. Weitere Informationen finden Sie auch online unter www.roteskreuz.at. 

Kinder- und Jugendliche

Die Website bittelebe richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche. Online unter bittelebe.at.

Rat auf Draht: Tel.: 147. Beratung für Kinder und Jugendliche. Anonym und rund um die Uhr. www.rataufdraht.at.

Kindernotruf: Tel.: 0800 567 567. Der Kindernotruf ist eine 24-Stunden Telefonberatung in akuten Krisen sowie Konfliktsituationen.

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