Ganz offen gesagt Archiv
469 Episoden
58 Minuten
In Beliebtheitsrankings belegen Politiker:innen regelmäßig den letzten Platz. Aber was zeichnet eigentlich eine gute Politikerin, einen guten Politiker aus? Über welche Fähigkeiten sollte er oder sie verfügen? Welche Rolle spielen Führungsqualität, Managementskills und die Kenntnis des politischen Handwerks? Darüber spricht Stefan Lassnig mit Peter Grabner, Professor an der FH Campus Wien. In dieser Episode beleuchten Grabner und Lassnig auch, ob es jetzt eigentlich mehr Berufspolitiker:innen oder mehr Quereinsteiger:innen bräuchte. Anhand praktischer Beispiele des designierten Tiroler Landeshauptmanns Anton Mattle, Bildungsminister Martin Pollaschek und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wird in dieser Episode auch sichtbar, wie schnell aus nicht durchdachten Äusserungen ein fataler Eindruck entstehen kann, der Politiker:innen in ein schlechtes Bild rückt. Grabner richtet in diesem Zusammenhang den Appell an alle, die im polit-medialen Komplex tätig sind, rücksichtsvoller miteinander umzugehen, um weiterhin fähige Menschen motivieren zu können, sich den "Knochenbrecherjob Politiker:in" anzutun.
Links zu dein Einspielungen:
Toni Mattle isst ein Eis
Martin Pollaschek mit dem Versuch einer Erklärung
Johanna Mikl-Leitner über Ballkleider
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Über:Mut - wir schaffen Chancen, der Podcast der B&C-Gruppe
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52 Minuten
Herbstbeginn ist Schulbeginn und die Journalistin Alexia Weiss hat ihre Erfahrungen aus jahrelangen Reportagen über das Schulsystem und als Mutter eines Schulkindes genutzt, um in ihrem neuen Buch eine Fülle von Ideen zu präsentieren, wie man die Schule der Zukunft besser machen könnte. Denn noch immer entscheidet in Österreich die Herkunft über Erfolg und Misserfolg der Schulkarriere und wir sind längst noch nicht dort, dass es die gleichen Chancen für alle Schülerinnen und Schüler gibt. Um an diesen Punkt zu kommen, will Weiss die Schulen komplett verändern. Das beginnt bei der Architektur, die teilweise bei manchen Schulgebäuden 200 Jahre alt ist und nicht mehr den zeitgemäßen Bedürfnissen entspricht, Stichwort Klimakrise und Hitze im Klassenzimmer. Es geht über einen neuen Sportunterricht, der weg vom Wettbewerb vor allem Freude an der Bewegung vermitteln soll. Bis hin zu einem völlig neuen Kurssystem im Unterricht, das gestützt wird von Coaches, die für die ihnen zugeteilten Schülerinnen und Schüler die gesamte Schulzeit über zuständig sind. Weiss ist dabei durchaus mutig und spart nicht mit Kritik an den jetzigen Zuständen, wo es etwa keine Augenhöhe im Verhältnis zwischen Eltern und Lehrerkollegium geben würde. Doch ihr Fokus liegt vor allem auf Innovation und vielen Vorschlägen, die machbar wären. Denn, so wie es aktuell im Bildungssystem läuft, ist sie sich sicher, kann es nicht mehr weitergehen.
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57 Minuten
Stefan Sengl ist Chef der mehrfach ausgezeichneten PR-Agentur Skills – und war Wahlkampfleiter von Heinz Fischer bei dessen Wiederwahl als Bundespräsident 2010. Mit Kleine Zeitung-Journalist Georg Renner spricht er darüber, ob sich Alexander Van der Bellens Ausgangslage heute mit jener von damals vergleichen lässt, welche strategischen Ziele die Kandidaten haben sollten und warum er nicht an Wahlplakate glaubt.
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58 Minuten
„Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien“, hat der irische Schriftsteller Oscar Wilde einmal gesagt. Alle Errungenschaften begannen einst als utopische Gedankenexperimente: das Ende der Sklaverei, das Frauenwahlrecht, der Wohlfahrtsstaat. Warum haben wir aufgehört utopisch zu denken? In Zeiten von Pandemie, Krieg und Klimakatastrophe riecht alles eher nach Weltuntergang. Dabei wäre es gerade jetzt notwendig uns eine bessere Welt vorzustellen, uns im utopischen Denken zu versuchen. Darüber spricht Solmaz Khorsand mit Literatur-und Kulturwissenschafterin Julia Grillmayr, die zu dem Thema an der Kunstuniversität Linz forscht. Sie erklärt, warum Utopien im politischen Spektrum eher „links“ angesiedelt sind, das Missverständnis sie oftmals als starre Blaupause zu begreifen, welche Rolle sie für marginalisierte Gruppen spielen und wie sich ein Wiener Anwalt Ende des 19. Jahrhunderts Österreich 2020 als kommunistische Utopie mit Monarchie vorgestellt hat.
Julia Grillmayrs Podcast "Superscience Me" läuft jeden zweiten Dienstag des Monats ab 18 Uhr auf Radio Orange, und hier: https://superscience.podigee.io/
Grillmayrs Radiokolleg zum spekulativen Zeitalter lässt sich auf Ö1 hier nachhören: https://oe1.orf.at/artikel/687685/Das-spekulative-Zeitalter
Eine Auswahl der erwähnten Autorinnen und Autoren zum Nachschlagen: Naomi Alderman, Margaret Atwood, Kodwo Eshun, Isabelle Fremeaux, N.K.Jemisin, Jay Jordan, Nnedi Okorafor, Deji Bryce Olukotun, Josef von Neupauer.
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56 Minuten
"Heimat bist du toter Töchter" - so lautet der Buchtitel von Yvonne Widler, in dem sie sich dem Thema "Femizide in Österreich" widmet. "Der gefährlichste Ort für eine Frau hierzulande ist nicht die abgelegene Gasse in der Nacht, sondern die Partnerschaft, in der sie lebt. Von Anfang 2010 bis Ende 2020 zählte man in Österreich 319 Frauenmorde und 458 Mordversuche an Frauen. Die meisten davon geschahen durch die Hand des Mannes, der einst sagte, er würde sie lieben. Sie wurden erwürgt, erdrosselt, erschlagen, erstochen, angezündet, mit dem Auto überfahren oder erschossen. Zuvor mussten viele von ihnen jahrelange Martyrien erleben, Psychoterror und körperliche Gewalt. Die männlichen Täter waren meist getrieben von Besitzdenken, Wut, Rache und Misogynie" steht im Vorwort zu diesem Buch.
Im Gespräch mit Stefan Lassnig beschreibt Widler die Ausgangslage und die gesellschaftspolitischen Dimensionen, die hinter den Femiziden stehen. Patrarchale Strukturen und fehlende Gleichstellung der Geschlechter liefern dabei den Nährboden für diese Verbrechen. Widler schildert, welche Spirale der Gewalt Femiziden oft vorausgeht und analyisiert die Fehler in der Medienberichterstattung im Zusammenhang mit Femiziden.
Triggerwarnung: In dieser Episode geht es um Gewalt und Morde an Frauen. Falls Euch dieses Thema zu sehr belastet oder unter Umständen retraumatisiert, hört diese Folge besser nicht oder nicht alleine.
Hilfsangebote (Quelle: "Heimat bist du toter Töchter", Verlag Kremayr & Scheriau )
Bundesweite Frauenhelpline: 0800 222 555
Opfernotruf Weißer Ring 800 112 112
Wiener Interventionsstelle 01/585 32 88
Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Österreich: www.netzwerk-frauenberatung.at
Notruf der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22
Frauenhäuser in anderen Bundesländern:
Frauenhaus Burgenland 02682/612 80
Frauenhaus Klagenfurt 0463/449 66
Frauenhaus Lavanttal 04352/369 29
Frauenhaus Spittal an der Drau 04762/613 86
Frauenhaus Villach 04242/31 0 31
Frauenhaus Amstetten 07472/665 00
Frauenhaus Mistelbach 02572/50 88
Frauenhaus Neunkirchen 02635/689 71
Sozialhilfezentrum Mödling 02236/465 49
Haus der Frau St. Pölten 02742/366 514
Frauenhaus Wr. Neustadt 02622/880 66
Frauenhaus Linz 0732/606 700
Frauenhaus Ried i. I. 07752/717 33
Frauenhaus Steyr 07252/877 00
Frauenhaus Vöcklabruck 07672/227 22
Frauenhaus Wels 07242/678 51
Frauenhaus Salzburg 0662/870 211-60
Frauenhaus Pinzgau 06582/743 021
Frauenhaus Graz/Kapfenberg 0316/42 99 00
Frauenhaus Tirol 0512/342 112
Frauen helfen Frauen Innsbruck 0512/580 977
Frauennotwohnung Kufstein 05372/636 16
Frauenzentrum Osttirol 04852/671 93
Frauenhaus in Vorarlberg 05 1755 577
Krisentelefon für Männer: 0800 400 777
Männerinfo-Telefon 0720/704 400
Helpchat: www.haltdergewalt.at
Beratung Sexuelle Gewalt: www.sexuellegewalt.at
Polizei-Notruf: 133
Euro-Notruf: 112
Stiller Notruf: via Smartphone-App DEC112
Notruf-SMS für Gehörlose an 0800/133 133
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Frauenhäuser in anderen Bundesländern:
Frauenhaus Burgenland 02682/612 80
Frauenhaus Klagenfurt 0463/449 66
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Frauenhaus Spittal an der Drau 04762/613 86
Frauenhaus Villach 04242/31 0 31
Frauenhaus Amstetten 07472/665 00
Frauenhaus Mistelbach 02572/50 88
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Sozialhilfezentrum Mödling 02236/465 49
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51 Minuten
Energiekrise, Preisteuerungen, Volksaufstände. Damit rechnen Politikerinnen wie Verfassungsschützer diesen Winter in ganz Europa. Auch die Armutsaktivistin Daniela Brodesser warnt vor einem Mittelstand, der im Gegensatz zu Armutsbetroffenen Entbehrungen nicht gewohnt ist und daher bald auf die Barrikaden steigen wird. Mit Solmaz Khorsand spricht sie über ihre eigenen Erfahrungen als ehemals Armutsbetroffene mit Behörden, Arbeitgebern und Schuldirektorinnen, wie ihr Twitter aus der Isolation half, den seit Monaten kursierenden Hashtag #IchBinArmutsbetroffen, der Betroffene auf ungeahnte Weise mobilisiert und Journalismus, der in der Armutsberichterstattung weniger auf die Tränendrüse drücken sollte.
Empfehlungen: Bis 28. August läuft noch in Wien die sehenswerte Ausstellung „Arm und Reich“ im Dommuseum. https://dommuseum.at/armreich_information
Wer den im Podcast angesprochenen Solidaritätsfonds unterstützen will, findet Informationen unter: https://ko-fi.com/armut
Daniela Brodessers Kolumne zu ihren Armutserfahrungen findet sich unter: https://www.moment.at/ressort/armutprobe
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39 Minuten
Stefan Lassnig spricht mit Lisa Hastert, Regional Information Officer bei DG ECHO, über die humanitäre Reaktion der EU auf die russische Invasion in der Ukraine, die Situation im Kriegsgebiet und in den Nachbarländern, über die Herausforderungen wirksamer Hilfe vor Ort, über europäische Zusammenarbeit in Krisenzeiten und darüber, was sich hinter dem sperrigen Begriff „EU-Katastrophenschutzverfahren“ verbirgt:
Das EU-Katastrophenschutzverfahren ermöglicht der EU die Koordinierung eines gemeinsamen Vorgehens mit einer Vielzahl von Ländern. Wenn bei einem Notfall die Reaktionskapazitäten eines Landes in Europa und außerhalb unzureichend sind, kann dieses über das Verfahren Hilfe anfordern. Die Europäische Kommission spielt eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung der weltweiten Katastrophenhilfe und übernimmt mindestens 75 % der Transport- und/oder Betriebskosten von Einsätzen.
Durch die Zusammenarbeit können die beteiligten Länder wirksamer und kohärenter reagieren. Dies ist auch für das die Hilfe erhaltende Land vorteilhaft, da es nur einen Ansprechpartner hat.
Die EU übernimmt eine unterstützende Rolle und koordiniert die freiwilligen Beiträge der am EU- Katastrophenschutzverfahren beteiligten Länder. Die Hilfe umfasst Sachleistungen sowie die Entsendung von speziell ausgerüsteten Teams oder Experten zur Bewertung und Koordinierung der Unterstützung vor Ort.
Transparenzhinweis:
Diese Folge entspringt einer Kooperation mit der Europäischen Kommission, allerdings – und darauf legen wir Wert – in redaktioneller Unabhängigkeit. Mehr zu den Programmen der EU-Kommission findet ihr hier.
Podcastempfehlung der Woche:
Podcast "Kunstblick"
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Durch die Zusammenarbeit können die beteiligten Länder wirksamer und kohärenter reagieren. Dies ist auch für das die Hilfe erhaltende Land vorteilhaft, da es nur einen Ansprechpartner hat.
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42 Minuten
Martin Selmayr war jahrelang hoher Beamter in Brüssel und Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Mit Georg Renner spricht der nunmehrige Vertreter der Kommission in Wien über das Verhältnis Österreichs zur EU, über die Stärken und Schwächen des europäischen Systems, über die DSGVO und was er bei seiner Radtour durch das Land über Österreich gelernt hat.
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51 Minuten
Georg Willi ist der amtierende Bürgermeister von Innsbruck und war bereits auf allen politischen Ebenen (Gemeinde, Land, Bund) für die "Grünen" aktiv. Mit Stefan Lassnig spricht er über das schwierige "freie Spiel der Kräfte" in Innsbruck, über die Macht oder manchmal auch Ohnmacht eines Bürgermeisters und ob es auf kommunaler Ebene wirklich immer nur um Sachpolitik geht oder vielleicht doch auch um Partei- und Machtpolitik. Willi erklärt, warum er "rote Linien" für nicht besonders sinnvoll hält und was die Merkmale einer guten Koalition sind.
Willi erläutert im Gespräch auch seine Einschätzung der Entwicklung in der Tiroler Landespolitik im Hinblick auf die Landtagswahl im September 2022 und spricht sich klar für die Installation von Windrädern in Tirol aus. Der Innsbrucker Bürgermeister sieht eine große Schnittmenge zwischen den Werten der christlich-sozialen ÖVP und jenen der Grünen.
Auf Bundesebene konstatiert Willi eine schwierige Zeit für die ÖVP und hätte keine Bedenken, dass eine mögliche Dreier-Koalition ohne die ÖVP nicht gute Arbeit leisten könnte.
Links zur Folge:
Ganz offen gesagt Folge #19 2021 mit Ingrid Felipe
Ganz offen gesagt Folge #24 2022 mit Manfred Matzka
Ganz offen gesagt Folge #25 2022 mit Lore Hayek
Podcast-Tipp der Woche:
Die gefragte Frau (Salzburger Nachrichten)
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Willi erläutert im Gespräch auch seine Einschätzung der Entwicklung in der Tiroler Landespolitik im Hinblick auf die Landtagswahl im September 2022 und spricht sich klar für die Installation von Windrädern in Tirol aus. Der Innsbrucker Bürgermeister sieht eine große Schnittmenge zwischen den Werten der christlich-sozialen ÖVP und jenen der Grünen.
Auf Bundesebene konstatiert Willi eine schwierige Zeit für die ÖVP und hätte keine Bedenken, dass eine mögliche Dreier-Koalition ohne die ÖVP nicht gute Arbeit leisten könnte.
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44 Minuten
Heinz Fuchsig engagiert sich seit vielen Jahrzehnten im Kampf gegen den Klimawandel. Der Umweltmediziner und Leiter des Lehrgangs für Umweltmedizin der Ärztekammer hat in dieser Zeit beobachtet, dass sich trotz eines wachsenden Bewusstseins für die Gefahren des Klimawandels viele gerade während der sehr heißen Sommer in Mitteleuropa nicht im Klaren darüber sind, wie schädlich die Extremtemperaturen auch für Gesunde sein können.
Er erklärt, warum eine Tropennacht, in der die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken, auch für das Herz von jungen, gesunden Menschen eine starke Belastung ist, wie Gemeinden und Städte die Versorgung von Hitzeempfindlichen verbessern könnten, welche Medikamente bei Hitze eine andere Wirkung entfalten und warum man bei Hitzewellen auch immer die Möglichkeit eines Blackouts mitdenken muss.
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42 Minuten
Veit Dengler ist Manager von internationalem Rang - und einer der wenigen Menschen in Österreich, die von sich behaupten können, eine Partei gegründet zu haben, die heute noch im Parlament einen Platz hat. Vor zehn Jahren hat der Steirer gemeinsam mit Matthias Strolz die Neos aus der Taufe gehoben.
Mit Kleine Zeitung-Redakteur Georg Renner spricht Dengler darüber, welche Missstände ihn damals dazu getrieben haben, eine Partei zu gründen, wie sie Schritt für Schritt die Neos aufgestellt haben - und ob er aus heutiger Sicht sagen würde, damit erfolgreich zu sein. Außerdem gibt Dengler aufstrebenden Parteigründerinnen und Parteigründern Tipps, wie er heute vorgehen würde.
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40 Minuten
Nach dem zeitlich doch überraschenden Rücktritt von Tirols Landeshauptmann Platter ist die politische Landschaft in Tirol in Bewegung geraten. Im Gespräch mit Stefan Lassnig analysiert Politikwissenschafterin Lore Hayek die Licht- und Schattenseiten der Ära Platter sowie die Situation Innerhalb der Tiroler ÖVP, in der nicht alle mit der Bestellung von Platters Nachfolger Anton Mattle zufrieden sind. Dieser startet tatsächlich mit einem relativ niedrigen Bekanntheitsgrad in den Wahlkampf für die im September 2022 stattfindenden Landtagswahlen. Hayek spricht über die Erfahrungen des ÖVP-Spitzenkandidaten in lokalen Wahlkämpfen und die Chancen der ÖVP, wieder den Landeshauptmann zu stellen.
Hayek und Lassnig diskutieren auch die Aussichten der anderen Parteien für die Landtagswahl und gehen der Frage nach, welche Regierungskonstellationen nach der Wahl wahrscheinlich sind. Zum Abschluss bewertet Hayek, ob die Wahl in Tirol richtungsweisend für größere Veränderungen auf bundespolitischer Ebene sein könnte.
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Hayek und Lassnig diskutieren auch die Aussichten der anderen Parteien für die Landtagswahl und gehen der Frage nach, welche Regierungskonstellationen nach der Wahl wahrscheinlich sind. Zum Abschluss bewertet Hayek, ob die Wahl in Tirol richtungsweisend für größere Veränderungen auf bundespolitischer Ebene sein könnte.
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57 Minuten
Manfred Matzka war von 1999 bis 2015 Sektionschef der Präsidialsektion des Bundeskanzleramts. In Verwaltungs- und Juristenkreisen gilt er als Idealbeispiel des klassischen Beamtenethos: Obwohl er einst in einem SPÖ-Kabinett gearbeitet hat und unter Kanzler Viktor Klima die Präsidialsektion übernahm, arbeitete er auch unter und mit Wolfgang Schüssel genauso konsequent weiter – wie auch unter den folgenden SPÖ-Kanzlern wieder.
Die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahrzehnte machen Matzka aber Sorgen: „Ich habe solche Dinge noch nie erlebt“, sagt er zum Zustand der ehemals hochgelobten österreichischen Verwaltung. Ein Gespräch über das Idealbild der Bundesverwaltung, darüber, was schief gelaufen ist – und wie man es wieder reparieren könnte.
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Die Entwicklungen der vergangenen zwei Jahrzehnte machen Matzka aber Sorgen: „Ich habe solche Dinge noch nie erlebt“, sagt er zum Zustand der ehemals hochgelobten österreichischen Verwaltung. Ein Gespräch über das Idealbild der Bundesverwaltung, darüber, was schief gelaufen ist – und wie man es wieder reparieren könnte.
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53 Minuten
Seit dem 24. Februar ist Russland ein isoliertes Land. An diesem Tag beginnt der aggressive Angriffskrieg gegen die benachbarte Ukraine und seit diesem Datum ist vieles in Moskau und St. Petersburg nicht mehr, wie es war. Internationale Unternehmen haben sich zurückgezogen, Fluglinien ihren Verkehr eingestellt, Journalistinnen und Journalisten aus dem Ausland haben das Land verlassen.
Miriam Beller, Russland-Korrespondentin des ORF, ist eine der wenigen, die geblieben ist. Sie erzählt, wie die Russinnen und Russen den Krieg sehen, warum sie ihren Ukrainischen Verwandten oftmals weniger glauben, als der Staatspropaganda und warum man ihr vorwirft, in „anderen Informationsräumen“ zu leben, als die Menschen in Russland.
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1 Stunde 9 Minuten
Der Juni steht im Zeichen der Pride. Man muss sehr unaufmerksam durch Wien gehen, um die Fahnen, Zebrastreifen, Werbeplakate und Straßenbahngarnituren in den Regenbogenfarben nicht zu sehen. Wie ist es der LGTBQI+ Bewegung gelungen dermaßen im Mainstream anzukommen? Was können andere soziale Bewegung von ihrem Kampf lernen? Und wie viel Eventisierung ist notwendig, um politisch aus ihr Kapital zu schlagen? Darüber spricht Solmaz Khorsand mit Marty Huber, prominente Aktivistin der queeren Szene in Österreich und Mitbegründerin, der Queer Base, einer Einrichtung für die Anliegen queerer Personen auf der Flucht. Im Gespräch erklärt sie, dass die Kämpfe der Bewegung noch lange nicht ausgefochten sind, Panikmache gegenüber transphoben Personen und welche Fragen in Österreich queeren Asylsuchenden schon einmal gestellt werden.
Queer Base: https://friends.queerbase.at/
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