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Das Thema Archiv
330 Episoden
33 Minuten
Vor zwei Monaten haben die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Seitdem sind Mädchen und Frauen aus Schulen und Universitäten verbannt worden, Diebstähle werden manchmal mit Peitschenhieben bestraft und statt des Frauenministeriums gibt es nun eines für Predigt und Tugend. Gleichzeitig steuert das Land auf eine riesige humanitäre Krise zu. Auch weil viele internationale Darlehen und Hilfsgelder gestoppt wurden, damit das Geld nicht die Islamisten unterstützt. Die Lebensbedingungen haben sich für viele Afghaninnen und Afghanen also dramatisch verändert in den vergangenen Wochen. **Tomas Avenarius**, Türkei-Korrespondent der SZ, war seit August zweimal im Land, um über die Zustände dort zu berichten. Er hat mit Taliban-Kriegern gesprochen und auch mit Menschen, die sich gegen die neuen Machthaber auflehnen und deshalb um ihr Leben fürchten. In dieser Folge von “Das Thema” berichtet Avenarius davon, wie man sich die Arbeit als Reporter vor Ort vorstellen kann, welchen Eindruck die Taliban auf ihn gemacht haben und was ihn bei seiner Recherche am meisten bedrückt hat.
36 Minuten
Immer mehr Menschen landen im Gefängnis, weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen können. Das Prinzip nennt sich Ersatzfreiheitsstrafe. Mittlerweile sind nicht bezahlte Geldstrafen der Grund für mehr als die Hälfte der Inhaftierungen in Deutschland. Die Menschen, die z.B. wegen Fahren ohne Fahrschein oder kleineren Diebstählen hinter Gittern landen, sind häufig Sozialhilfeempfänger, obdachlos oder drogenabhängig. Was bedeutet das für die Gefängnisse und welche Alternativen gäbe es? Darüber spricht in dieser Folge Ronen Steinke. Er ist seit 2016 SZ-Redakteur für Sicherheit und Recht und hat lange zu diesem Thema recherchiert. Dafür hat er mit Häftlingen und Mitarbeitenden der Justizvollzugsanstalt Plötzensee in Berlin gesprochen. Ein Gespräch über die Grenzen unseres Justizsystems. Seine Reportage lesen Sie hier: https://bit.ly/3F2sd1L
37 Minuten
Hitzewellen, Unwetter, Waldbrände - die Folgen der Klimakrise sind seit Jahren bekannt und doch passiert viel zu wenig. Jetzt drängt die Zeit: Will man die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen – so wie im Pariser Vertrag angestrebt – bleiben der Menschheit beim heutigen Tempo nicht einmal mehr sieben Jahre, bis sie gar kein CO₂ mehr emittieren darf. Deshalb ist dieses Jahr das Thema auch im Wahlkampf sehr präsent: Noch nie hat der Klimaschutz in den Wahlprogrammen der großen Parteien so eine große Rolle gespielt. Bis auf die AfD haben sich auch alle zur Klimaneutralität bekannt. Aber wie das genau passieren soll, da unterscheiden sich die Konzepte zum Teil doch sehr. Was davon ist vielversprechend, welche Pläne gehen nicht weit genug? Darüber sprechen in dieser Folge Michael Bauchmüller, Umweltpolitik-Experte aus der SZ-Parlamentsredaktion, und Marlene Weiß, die Leiterin des SZ-Wissensressorts. Weitere Infos zu Klimapolitik, Klimakrise und Energiewende finden Sie auf sz.de/klimazentrale.
42 Minuten
Gerade macht die Bundeskanzlerin viele Dinge zum letzten Mal: Die letzte Sommerpressekonferenz, die letzte Regierungsbefragung, die letzten Reisen als Bundeskanzlerin. Nach 16 Jahren tritt sie ab. Zum ersten Mal seit 1949 steht bei der Bundestagswahl der Amtsinhaber - bzw. die Amtsinhaberin - nicht zur Wahl. Aber was bleibt von Merkels Amtszeit? Nico Fried leitet das Berliner Büro der SZ. Er hat die Kanzlerin viele Jahre lang begleitet: Er hat sie oft interviewt, über ihre Politik berichtet und war auf Reisen mit dabei. In dieser Folge von "Das Thema" erzählt er von seiner Arbeit als Parlamentsreporter, welchen Eindruck er von Merkel gewonnen hat und auch welche Fehler sie gemacht hat. Redaktion: Annika Schultz Produktion: Carlo Sarsky Redaktion, Moderation: Laura Terberl
50 Minuten
Der Fußballverein 1860 München schlittert seit Jahrzehnten von einer Krise in die nächste. Aber wer ist dafür verantwortlich? Über windige Manager, mysteriöse Investoren und viele falsche Entscheidungen. Hören Sie jetzt die erste Folge der neuen SZ-Podcast-Serie und alle weiteren Folgen mit SZ Plus auf sz.de/1860-podcast. In der ersten Folge: Die Spurensuche nach den Gründen des Absturzes beginnt auf dem Gipfel: Werner Lorant, Erfolgstrainer um die Jahrtausendwende, wohnt heute auf einem Campingsplatz in Waging am See. Dort erzählt er, warum die Löwen mit ihm Erfolg hatten – und welche folgenschweren Fehler sie nach seiner Zeit begangen haben.
32 Minuten
Latifa bint al-Maktoum ist die Tochter des Scheichs von Dubai. Sie beschließt, vor ihm zu fliehen - aber er durchkreuzt ihre Pläne. Ihr Vater sei ein Despot und trachte ihr nach dem Leben, glaubt Latifa bint al-Maktoum und flieht vor dem Scheich von Dubai übers offene Meer. Aber die Gefolgsleute des Herrschers haben offenbar die Mittel, um sie aufzuspüren – mit ein paar Handynummern und einer gefährlichen Software. Wie die Prinzessin versucht zu entkommen und wie offenbar ihr Vater letztendlich ihre Pläne durchkreuzen konnte - das erklärt Frederik Obermaier aus dem Investigativressort in dieser Folge von „Das Thema“. Eine Recherche im Rahmen des „Pegasus-Projekts“ von Forbidden Stories und zahlreichen internationalen Medienpartnern.
43 Minuten
SZ-Redakteur Alex Rühle ist drei Wochen kreuz und quer durch Europa gefahren: Ein Interrail-Ticket, sehr viele Bahnhöfe und die Frage: Bleibt Europa uns erhalten? Eigentlich lebt Europa von der Reisefreiheit. Doch während der Pandemie war das lange schwierig: Grenzkontrollen, Einreiseverbote und die Angst vor dem Virus haben den Kontinent über Monate quasi stillgelegt. Mittlerweile sind die Grenzen wieder offen. Wie es Europa nach mehr als einem Jahr Ausnahmezustand geht, davon berichtet Alex Rühle in dieser Folge von „Das Thema“. Er ist SZ-Redakteur im Feuilleton und mit dem Zug drei Wochen kreuz und quer durch Europa gefahren. Warum er allen empfiehlt, mit dem Interrail-Ticket durch Osteuropa zu reisen, auch das erzählt er in dieser Folge. Die ganze Reisereportage von Alex Rühle lesen Sie hier: https://bit.ly/36xSx49 Ein besonderer Dank geht an Martin Kopetschke, der Alex Rühle vor seiner Interrail-Reise beraten hat und ihm unter anderem auch den Stop in Nova Gorica empfohlen hat. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Jacqueline Dinser Produktion: Carlo Sarsky
37 Minuten
Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Steueroasen und Schlupflöcher: Eine Folge über ein zentrales Wahlkampfthema und einen Millionär, der fordert: „Besteuert mich!“. Die Corona-Krise hat die sozialen Ungleichheiten verstärkt. Vor allem die Superreichen sind reicher geworden und Arme können das durch Arbeit nicht aufholen. Wenige Monate vor der Bundestagswahl streiten die Parteien darüber, wie sich das ändern lässt. Ein Vorschlag: die Vermögensteuer für reiche Privatpersonen. Gleichzeitig wollen die Industrieländer gegen Unternehmen vorgehen, die Steuerschlupflöcher ausnutzen. Ob unser Steuersystem so gerechter werden kann, darüber spricht Cerstin Gammelin in dieser Folge von „Das Thema“. Sie ist stellvertretende Leiterin des Berliner Büros der SZ und unsere Expertin für Steuerpolitik. Aber nicht nur die Parteien wollen höhere Steuersätze, auch Millionäre und Millionärinnen fordern den Staat auf: „Besteuert uns!“ Für die Initiative #taxmenow haben sie sich zusammengeschlossen und in der SZ und im österreichischen Standard einen Appell veröffentlicht. Warum er gerne mehr Steuern zahlen würde, das erklärt Antonis Schwarz, Pharma-Erbe. Zum Weiterlesen: Eine Reportage über die Initiative "Tax me now" lesen Sie hier: https://bit.ly/3d9A01s Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Jacqueline Dinser Produktion: Carolin Lenk
36 Minuten
Eigentlich sollte die Grenzschutzagentur Frontex an den Außenposten Europas für Ordnung sorgen. Doch die Realität sieht anders aus: Illegale Pushbacks, überlastete Strukturen und überfüllte Lager. Wieso die europäische Strategie nicht funktioniert. In der spanischen Exklave Ceuta sitzen hunderte Minderjährige fest: Sie wollten nach Europa, um eine Zukunft zu haben, aber jetzt sitzen sie fest in einer Situation ohne Ausweg. Denn sie können weder zurück nach Marokko noch weiterreisen nach Europa. Wie prekär die Situation in Ceuta gerade ist, davon berichtet Karin Janker in dieser Folge von “Das Thema”. Sie ist SZ-Korrespondentin in Madrid. Ceuta ist aber nicht die einzige europäische Außengrenze, an der es Probleme gibt. Die EU hat darauf in den letzten Jahren damit reagiert, die Grenzschutzagentur Fronten extrem auszubauen. Doch die kann das grundlegende Problem an den Außengrenzen nicht lösen. Warum das so ist, das erzählt der SZ-Redakteur Thomas Kirchner. Redaktion: Jacqueline Dinser Produktion: Carolin Lenk Redaktion, Moderation: Laura Terberl
38 Minuten
Die Infektionszahlen sind niedrig. Aber selbst die führenden Länder des Kontinents haben erst drei Prozent der Menschen einmal geimpft. Wie internationale Hilfe aussehen kann. Vor einem Jahr waren die Warnungen düster: Die Pandemie würde in vielen afrikanischen Staaten besonders viele Opfer fordern. Doch inzwischen lässt sich ein ganz anderes Zwischenfazit ziehen: Selbst bei hohen Dunkelziffern gab es in Afrika nur einen Bruchteil der prognostizierten Corona-Infektionen und Todesfällen. Trotzdem sei jetzt entscheidend, die Impfquoten deutlich zu erhöhen, sagt Bernd Dörries. Er ist SZ-Korrespondent in Kapstadt. In dieser Folge von "Das Thema" erzählt er von seinen Eindrücken der Pandemie in Südafrika und von seinen Recherchereisen. Und er erklärt, wie internationale Hilfen jetzt aussehen könnten, um mehr Menschen schnell zu impfen. Anmerkung der Redaktion: Im Podcast werden vor allem zwei Wege besprochen, wie afrikanische Staaten an Impfstoffe kommen können: Über die Covax-Kampagne oder über individuelle Verhandlungen einzelner Staaten mit den Pharmaunternehmen. Es gibt allerdings noch eine dritte Möglichkeit: Ab Herbst sollen über die Afrikanische Union noch mehr Impfdosen auf den Kontinent kommen. Die Reportage von Bernd Dörries aus Somaliland können Sie hier lesen: https://bit.ly/3unwmXI Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Julia Stanton Produktion: Julia Ongyerth
43 Minuten
Das Hauptduell der Bundestagswahl heißt: Union gegen Grüne, Laschet gegen Baerbock. Mit welchen Themen treten sie an und mit welcher Strategie?
45 Minuten
Ein mysteriöses Millionenerbe, ein brutaler Ehekrieg und die Suche nach der Wahrheit: Hören Sie die erste Folge der Podcast-Serie des SZ-Magazins. Im Juli 2019 erreicht zwei Reporter des SZ-Magazins die Mail von einer Frau: Sie sei Opfer eines Justizskandals geworden und habe unschuldig im Gefängnis gesessen. Ihr Ex-Mann und ihr Adoptivvater hätten sie betrogen und ausgenutzt. Die Frau und ihr Anwalt präsentieren bergeweise Akten, Briefe und Unterlagen. Mehrere Zeugen bestätigen ihre Version. Es ist ein unglaublicher Fall. Aber die Reporter stoßen bei ihren Recherchen auf einen Morast aus Täuschung und Irrsinn, der bis in höchste gesellschaftliche Kreise reicht. Wer ist hier Opfer, wer ist Täter? Und wo ist der verschwundene Kunstschatz? Darum geht es in der neuen Audio-Serie des SZ-Magazins, die zusammen mit der Audioplattform FYEO entstanden ist. Hören Sie jetzt die erste Folge und alle weiteren mit SZ Plus auf sz.de/mafiaprinzessin
50 Minuten
Corona beeinflusst stark, wie wir unseren Mitmenschen begegnen. Eine Podcast-Folge über feste, wichtige und lockere Kontakte - und über eine gebrochene Freundschaft. Die Pandemie stellt unsere sozialen Kontakte derzeit andauernd auf die Probe. Ständig stellen wir uns die Frage, wie wir unseren Mitmenschen begegnen können. Wie wir Kontakt zu Bekannten und Familie halten oder wie wir zusammenarbeiten sollen. In dieser Folge erzählen einige Hörer:innen von "Das Thema", was Ihnen im vergangenen Jahr schwer gefallen ist, und in welchen Situationen es noch besser ging als erwartet. Außerdem spricht die SZ-Gesellschaftsredakteurin Barbara Vorsamer von ihren Erfahrungen und die SZ-Reporterin Elisa Schwarz von einer Recherche über eine Freundschaft, die in der Pandemie zerbrochen ist. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Antonia Franz, Alice Pesavento Produktion: Julia Ongyerth
43 Minuten
Vor sieben Jahren haben Neonazis in Ballstädt eine geschlossene Gesellschaft im Kulturhaus brutal überfallen. Die hatte dort nach der Kirmes gefeiert. Es folgten weitere Bedrohungen und sogar ein Gerichtsverfahren. Aber bis heute gibt es kein gerichtsfestes Urteil. Die Angreifer leben immer noch in Ballstädt. Türe an Türe mit ihren Opfern. Wie kann das sein? Über ihre Recherchen in dem Fall, die Probleme der Justiz und die Arbeit der Thüringer Landespolitik, sprechen in dieser Folge von "Das Thema" Ulrike Nimz und Antonie Rietzschel. Sie berichten für die SZ aus Leipzig über Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zum Weiterlesen: Die ganze Recherche von Antonie Rietzschel und Ulrike Nimz können Sie hier nachlesen: https://bit.ly/3tACqw9 Hier lesen Sie einen weiteren, aktuellen Beitrag über die Razzia gegen die Turonen und ihre Unterstützer: https://bit.ly/3s0niI2 Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Alice Pesavento Produktion: Julia Ongyerth
42 Minuten
Trotz der Corona-Krise stellen die Aktienmärkte derzeit immer wieder Rekorde auf. An manchen Stellen bilden sich Blasen - mit unklarem Ausgang. Wie ist das zu erklären? Ein Blick auf die Börsenkurse kann derzeit ein wenig irritieren. Oder einer auf Schlagzeilen, die wieder einen Rekordtag an den US-Börsen melden oder ein Höchststand am Deutschen Aktienindex (Dax). Wie passt das zu dem, was wir vor unseren Fenstern sehen? Zu geschlossenen Läden und einer Wirtschaft, die zu weiten Teilen still steht? Das Geschehen an den Finanzmärkten lässt sich bei einem genaueren Blick gut erklären, sagt SZ-Finanzexperte Victor Gojdka. Er beschreibt in dieser Folge von "Das Thema", was für Geschichten die Pandemie an den Börsen geschrieben hat, wie zum Beispiel den Fall Gamestop. Und was Kleinanleger beachten sollten. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Antonia Franz Produktion: Julia Ongyerth Machen Sie mit bei einer unserer kommenden "Das Thema"-Folgen über Freundschaften und soziale Kontakte in der Pandemie und schicken Sie eine Whatsapp-Sprachnachricht unter 0176-96501041: Hatten Sie einen Moment im letzten Jahr, in dem es trotz aller Corona Maßnahmen gut geklappt hat, den Kontakt zu Freunden, Familie und Kolleg:innen zu erhalten? Oder in dem es vielleicht sogar besser als vor der Pandemie funktioniert hat?