️ KOMMUNALE BUCHFÜHRUNG – TEIL 1 VON 4Grundlagen, Doppik und Bilanz | BBQ – Verwaltung verständlich erklärt
Was passiert eigentlich mit dem Geld einer Stadt? Warum reicht es nicht aus, nur Einnahmen und Ausgaben zu erfassen? Und wie hängen Vermögen, Schulden und Eigenkapital zusammen?
In Teil 1 unseres vierteiligen Hörkurses erklärt euch Wirtschaftsfachdozent Michael Neumann die Grundlagen der kommunalen Buchführung – verständlich, praxisnah und ohne vorausgesetzte Vorkenntnisse. In acht Kapiteln zeigt er, warum Buchführung mehr ist als trockene Zahlen und Buchungssätze.
Zunächst reisen wir durch die Geschichte: von frühen Aufzeichnungen über Vorräte und Handelsgeschäfte bis zur systematischen Beschreibung der doppelten Buchführung durch Luca Pacioli im Jahr 1494. Wir klären die Begriffe Buchführung, Buchhaltung, Inventar und Bilanz.
Danach geht es in den Alltag der Stadtverwaltung. Ob Feuerwehrfahrzeug, Schulmöbel, Verwaltungsgebühr oder Sanierung einer Turnhalle: Hinter jedem Geschäftsvorfall steckt eine wirtschaftliche Veränderung. Dabei unterscheiden wir den geplanten Haushalt von den tatsächlich eingetretenen Vorgängen. Das ist auch für Fachämter wichtig.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Unterschied zwischen Kameralistik und Doppik. Während die traditionelle Kameralistik besonders Einnahmen und Ausgaben betrachtet, macht die Doppik zusätzlich Vermögen, Schulden, Erträge und Aufwendungen sichtbar. Ein neues Fahrzeug verursacht beispielsweise einen Geldabfluss, schafft aber zugleich einen Vermögenswert. Deshalb sagt ein Kontostand allein noch wenig über die wirtschaftliche Lage einer Kommune aus.
Außerdem erfahrt ihr, weshalb der Grundsatz „Keine Buchung ohne Beleg“ wichtig ist. Bestellung, Lieferschein, Rechnung und Kontoauszug dokumentieren unterschiedliche Schritte. Wir besprechen, warum Lieferdatum und Zahlungsdatum auseinanderfallen können und weshalb die zeitlich richtige Zuordnung entscheidend ist.
Wir erklären Inventur, Inventar und Bilanz: Was wird gezählt oder geprüft? Wie werden Bestände bewertet? Und wie entsteht aus vielen Einzelangaben eine übersichtliche Darstellung des kommunalen Vermögens? Auch Anlagevermögen und Umlaufvermögen werden mit anschaulichen Beispielen aus Bauhof und Kita voneinander abgegrenzt.
Zum Schluss schauen wir auf die Bilanz mit Aktiv- und Passivseite. Die Aktivseite zeigt, worin die Mittel stecken; die Passivseite macht ihre Finanzierung sichtbar. An einfachen Zahlenbeispielen zeigen wir, warum beide Seiten gleich hoch sind und ein Kredit die Bilanzsumme erhöhen kann, ohne die Kommune automatisch reicher zu machen.
Besonders wichtig: Eigenkapital, Rücklagen und Rückstellungen sind nicht dasselbe! Ihr erfahrt, warum Eigenkapital kein frei verfügbares Bankguthaben ist, weshalb Rücklagen zum Eigenkapital gehören und wie Rückstellungen ungewisse Verpflichtungen abbilden können.
Diese Folge eignet sich für angehende Verwaltungsfachangestellte, Auszubildende und alle, die kommunales Finanzmanagement (NKF) verstehen möchten.
Jetzt reinhören, Grundlagen verstehen und bestens vorbereitet in Teil 2 starten: Dort geht es um Abschreibungen, Konten, Soll und Haben sowie die Buchungstechnik.
Danke, dass ihr zugehört habt!Euer Michael Neumann
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Folgt dem Link zum mitlesen!
https://drive.google.com/file/d/1LUz9EiV3nPm-qTipE6Q1ibvo0gyE6vEl/view?usp=drivesdk
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