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Quo vadis... Soziale Arbeit? - Der Podcast zum Projekt „Weitblick in der Sozialen Arbeit"

Quo vadis... Soziale Arbeit? - Der Podcast zum Projekt „Weitblick in der Sozialen Arbeit"

Daniel Roos; Philipp Pilcher Neueste vor 2 Wochen
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Episoden

52 Minuten
Großbritannien plant ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, Australien hat eines, Deutschland diskutiert und mittendrin steht die Soziale Arbeit mit der Frage, welche Rolle sie eigentlich einnimmt.

In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Angelika Beranek, Professorin für Medienpädagogik an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München. Sie leitet dort das media | culture | lab und den Masterstudiengang „Soziale Arbeit, Forschung und Digitalisierung", hat das Mentorenprogramm Digitale Helden zur Online-Mobbing-Prävention mitentwickelt und publiziert zu Cybermobbing, KI, digitaler Transformation und Theorie Sozialer Arbeit. Sie bezeichnet sich selbst als Xennial: analog aufgewachsen, digital sozialisiert und seitdem beruflich auf der Brücke zwischen beiden Welten unterwegs.

Wir sprechen über die Verkürzung der Verbotsdebatte und darüber, warum Medienskepsis eine lange Geschichte hat. Angelika erklärt, was in der Stellungnahme der unabhängigen Expertenkommission tatsächlich steht (deutlich mehr als „Altersgrenze 13"), warum das Problem eher bei Dark Patterns und Algorithmen liegt als bei „der Jugend" und weshalb wir Erwachsenen uns Reality-TV zugestehen, aber jugendliches Scrollen sofort pathologisieren.

Außerdem: wie man mit Jugendlichen gemeinsam den eigenen Algorithmus diversifiziert, warum Peer-to-Peer-Ansätze Verhalten nachhaltiger verändern als der erhobene Zeigefinger und was Eltern beim Einstieg ins Smartphone falsch machen, wenn sie das Gerät als „Schutzengel" framen.

Im zweiten Teil geht es um KI und Zukunftsfähigkeit: Warum Soziale Arbeit sich auf die Verbindung von KI und humanoider Robotik vorbereiten sollte, was Technikfolgenabschätzung konkret bedeutet und welche Rolle KI in Beratung und Kinderschutz haben darf.

Themen der Folge:

Xennials als Übersetzer:innen zwischen analoger und digitaler Welt

Social-Media-Verbote: Was regulieren sie wirklich?

Digital Services Act und AI Act – vorhandenes Recht auch durchsetzen

Aufmerksamkeitsökonomie und subjektiver Sinn von Mediennutzung

Medienerziehung mit Fehlerkultur statt Kontrolle

Hybride statt digitale Lebenswelten

KI und humanoide Robotik als kommende Aufgabe der Sozialen Arbeit

Mehr Selbstbewusstsein: Schluss mit „Ich studiere nur Soziale Arbeit"

Studiengang-Tipp: Wer Soziale Arbeit forschungs- und digitalisierungsbezogen vertiefen will, findet den Masterstudiengang „Soziale Arbeit, Forschung und Digitalisierung" an der Hochschule München hier:

https://sw.hm.edu/studiengange_de/studiengang_detail_100.de.html

Zu unserem Gast:

Profil von Prof. Dr. Angelika Beranek an der HM: https://hm.edu/kontakte_de/contact_detail_24512.de.html

. http://angelika-beranek.de/

media | culture | lab: https://sw.hm.edu/studierende/labore/media_culture_lab/index.de.html

In der Folge erwähnt:

ARTE: „Scrollen sich Teenager dumm?" – https://www.arte.tv/de/videos/127469-004-A/scrollen-sich-teenager-dumm/

Medienzentrum PARABOL, Nürnberg: https://parabol.de

JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München: https://www.jff.de
55 Minuten
„Du verstehst mich besser als alle anderen" – Junge Menschen, KI und der Wunsch nach Beziehung

Was passiert, wenn ein Jugendlicher sagt, ein Chatbot verstehe ihn besser als jeder Mensch? In dieser Folge sprechen Daniel und Philipp mit Prof. Julian Löhe, der von der Erzieherausbildung über die Jugendhilfe und den ASD bis zur Professur für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit an der FH Münster alle Ebenen des Feldes kennt.

Gemeinsam mit Mara Stieler vom Institut für E-Beratung Nürnberg hat er den Beitrag „Du verstehst mich besser als alle anderen. Junge Menschen, KI und der Wunsch nach Beziehung" (erschienen in der Fachzeitschrift unsere jugend) veröffentlicht.

Ein Gespräch über überlastete Systeme, fluide Grenzen zwischen Information und Beziehung und die Chance, KI zum Anlass für mehr fachliche und ethische Professionalität zu machen.

Alle Links zum Beitrag, zum kostenlos verfügbaren Sammelband Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit (mit Gesa Linnemann und Beate Rottkemper) sowie zu passenden Fortbildungen findet ihr in den Shownotes.

Links:

Artikel „Du verstehst mich besser als alle anderen" – Junge Menschen, KI und der Wunsch nach Beziehung (Julian Löhe und Mara Stieler):

https://elibrary.utb.de/doi/abs/10.2378/uj20251004

Sammelband Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit. Grundlagen für Theorie und Praxis:

https://beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik-soziale-arbeit/kuenstliche-intelligenz-in-der-sozialen-arbeit-grundlagen-fuer-theorie-und-praxis/BEL448561

Profil Prof. Julian Löhe (FH Münster):

https://www.fh-muenster.de/de/sw/ueber-uns/ansprechpersonen/profile/loehe
54 Minuten
Was passiert mit Kindern, wenn eine alternde Mehrheit über ihre Lebensbedingungen entscheidet? Und was hat Digitalisierung damit zu tun?

In dieser Folge spricht Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, Politikwissenschaftler und Sozialpolitik-Professor an der FH Münster, über eine der drängendsten gesellschaftlichen Schieflage unserer Zeit. Er forscht zu Nachbarschaft, Sozialraum und Digitalisierung.

Gemeinsam diskutieren wir, warum der Abbau dritter Orte wie Bibliotheken, Freibäder und Vereinsräume Kinder in digitale Räume drängt und was das mit fehlender analoger Infrastruktur zu tun hat. Wir fragen, welches Potenzial die Boomer-Generation für Kinder und Jugendliche mitbringt, wie Community-Zentren rund um Schulen Gesellschaft neu zusammenhalten könnten und warum radikale Partizipation von Kindern keine Utopie, sondern eine dringende Notwendigkeit ist.

Aktuelle Publikationen:

https://www.kiwi-verlag.de/buch/rolf-g-heinze-sebastian-kurtenbach-die-wohnkrise-9783462055733

https://www.kiwi-verlag.de/buch/aladin-el-mafaalani-sebastian-kurtenbach-kinder-minderheit-ohne-schutz-9783462007527
48 Minuten
Wohin bewegt sich die Soziale Arbeit in einer Welt, die von Technologie und Kapitalismus durchdrungen ist?

In dieser Folge sprechen wir mit dem Philosophen und Sozialwissenschaftler Peter Erwin Jansen über die erschreckende Aktualität von Herbert Marcuses Technologiekritik und darüber, was sie uns heute über künstliche Intelligenz, Konsumgesellschaft und den Verlust menschlicher Autonomie sagen kann.Marcuse erkannte bereits in den 1940er Jahren, was uns heute täglich begegnet.

Gemeinsam diskutieren sie, was wir durch KI-Tools wie ChatGPT verlieren, warum der Kapitalismus Wünsche statt Bedürfnisse produziert und welche Rolle die Soziale Arbeit in einer entfremdeten Gesellschaft spielen kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, was eine gute Lehre ausmacht, die kritisches Denken wieder ins Zentrum stellt.

Als Gesprächsgrundlage dient das Kapitel „Die absurde Rationalität des Fortschritts. Herbert Marcuses weitsichtige Technologiekritik", das Peter-Erwin Jansen in seinem Aufsatzband „Über Herbert den Greisen und Leo den Weisen" veröffentlicht hat.

Zur Person: Peter Erwin Jansen

Philosoph, Sozialwissenschaftler & Publizist

Peter Erwin Jansen wurde 1957 in Zell an der Mosel geboren und studierte Philosophie, Soziologie, Germanistik und Politik in Frankfurt am Main, unter anderem bei Jürgen Habermas. Er arbeitete als wissenschaftlicher Publizist in Houston (Texas) sowie als Referent für politische Bildung beim Fritz-Bauer-Institut und dem Institut für Sozialforschung. Von 2009 bis 2024 lehrte er an der Hochschule Koblenz im Fachbereich Sozialwissenschaften. Jansen ist publizistischer und rechtlicher Vertreter der Nachlasseigentümer von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal sowie Vorstandsmitglied der International Herbert Marcuse Society in Philadelphia. Von 2021 bis 2024 studierte er Holocaust Communication and Tolerance an der Touro University Berlin und New York.

Weitere Infos:

https://www.youtube.com/@P.-E.MarcuseuL%C3%B6wenthal

https://zuklampen.de/buecher/philosophie-buecher/20-und-21-jahrhundert-philosophie-buecher/ueber-herbert-den-greisen-und-leo-den-weisen-9783866747906-buch/
39 Minuten
In dieser Folge von „Quo vadis… Soziale Arbeit“ sprechen wir mit Prof. Dr. Miriam Baghai-Thordsen von der Hochschule Koblenz über das Projekt „Weitblick in der Sozialen Arbeit“ (WeSA), das sie in der Projektleitung mitverantwortet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie innovative Lehr- und Lernformate sowie immersive Technologien wie 360°-Video und Virtual Reality neue Perspektiven für Studium, Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit eröffnen können. Wir sprechen darüber, wie WeSA dazu beiträgt, Lebenswelten von Adressat*innen anschaulicher zu machen, Perspektivwechsel zu fördern und Themen wie Teilhabe, Inklusion und Diversität in der Lehre neu zu denken. Eine Folge über Innovation in der Hochschullehre, digitale Möglichkeiten in der Sozialen Arbeit und die Frage, wie Theorie und Praxis noch enger zusammengebracht werden können.

Mehr zu Prof. Dr. Miriam Baghai-Thordsen:

https://www.hs-koblenz.de/profile/baghaithordsen

Mehr zum Projekt WeSA:

https://www.hs-koblenz.de/sozialwissenschaften/projekte/weitblick-in-der-sozialen-arbeit-wesa
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Über diesen Podcast

„Quo vadis… Soziale Arbeit?“ ist der Podcast zum Projekt Weitblick in der Sozialen Arbeit. Die Hosts Daniel Roos und Philipp Pilcher, beide wissenschaftliche Mitarbeiter im Projekt, beschäftigen sich mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Soziale Arbeit. In jeder Folge sprechen sie mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis, die neue Perspektiven eröffnen, aktuelle Entwicklungen einordnen und zeigen, welche Chancen digitale Innovationen für Teilhabe, Bildung und professionelle Praxis bieten.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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