Aufstehen beginnt im Kopf – der Podcast mit Marion Bender Archiv
23 Episoden
13 Minuten
Ein Zentimeter. So wenig – und für mich damals so viel.
Nach meinem Reitunfall übte ich mit Gisela, meine Hose selbst hochzuziehen. Stundenlang. Am Ende bewegte sie sich vielleicht einen Zentimeter. Für andere wäre das kaum der Rede wert gewesen. Für mich war es ein Zeichen: Da geht etwas.
In dieser Folge erzähle ich, warum wir unsere Fortschritte nicht kleinreden müssen, nur weil sie für andere selbstverständlich wirken. Wir schauen oft darauf, was noch fehlt. Dabei vergessen wir, wie weit wir schon gekommen sind.
Du darfst stolz auf deinen Weg sein und trotzdem weiterwollen. Manchmal ist ein Zentimeter wirklich nur ein Zentimeter. Und manchmal ist er riesig.
Nach meinem Reitunfall übte ich mit Gisela, meine Hose selbst hochzuziehen. Stundenlang. Am Ende bewegte sie sich vielleicht einen Zentimeter. Für andere wäre das kaum der Rede wert gewesen. Für mich war es ein Zeichen: Da geht etwas.
In dieser Folge erzähle ich, warum wir unsere Fortschritte nicht kleinreden müssen, nur weil sie für andere selbstverständlich wirken. Wir schauen oft darauf, was noch fehlt. Dabei vergessen wir, wie weit wir schon gekommen sind.
Du darfst stolz auf deinen Weg sein und trotzdem weiterwollen. Manchmal ist ein Zentimeter wirklich nur ein Zentimeter. Und manchmal ist er riesig.
18 Minuten
Menschen sehen mich. Sie sehen den Rollstuhl. Und oft entsteht innerhalb weniger Sekunden eine fertige Geschichte.
Die einen denken: Sie braucht bestimmt Hilfe.
Andere sagen: Sie ist unglaublich stark und inspirierend.
Und manchmal denke ich: Können wir vielleicht erst einmal Hallo sagen?
In dieser Folge spreche ich über die Bilder, die wir uns von anderen Menschen machen – und über die Schubladen, in die wir manchmal auch uns selbst stecken.
Ja, ich brauche in meinem Alltag Unterstützung. Und gleichzeitig entscheide ich selbst über mein Leben. Das ist kein Widerspruch. Gute Unterstützung macht meine Selbstbestimmung nicht kleiner. Sie erweitert meine Möglichkeiten.
Und ja: Ich bin eine starke Frau. Ich habe schwere Zeiten gemeistert, mir Selbstständigkeit zurückerobert, neue Wege aufgebaut und Verantwortung übernommen. Warum sollte ich das kleiner machen?
Schwierig wird es erst, wenn aus „Marion ist stark“ ein „Marion muss immer stark sein“ wird. Oder wenn ein Rollstuhl plötzlich mehr über einen Menschen erzählen soll als der Mensch selbst.
Wir sind mehr als unser Körper. Mehr als unsere Geschichte, unsere Erfolge, unsere Grenzen und die Rollen, die andere uns geben.
Du musst dich nicht größer machen als andere. Aber du musst dich auch nicht kleiner machen.
Und wenn jemand dich in eine Schublade steckt, musst du darin nicht wohnen bleiben.
Die einen denken: Sie braucht bestimmt Hilfe.
Andere sagen: Sie ist unglaublich stark und inspirierend.
Und manchmal denke ich: Können wir vielleicht erst einmal Hallo sagen?
In dieser Folge spreche ich über die Bilder, die wir uns von anderen Menschen machen – und über die Schubladen, in die wir manchmal auch uns selbst stecken.
Ja, ich brauche in meinem Alltag Unterstützung. Und gleichzeitig entscheide ich selbst über mein Leben. Das ist kein Widerspruch. Gute Unterstützung macht meine Selbstbestimmung nicht kleiner. Sie erweitert meine Möglichkeiten.
Und ja: Ich bin eine starke Frau. Ich habe schwere Zeiten gemeistert, mir Selbstständigkeit zurückerobert, neue Wege aufgebaut und Verantwortung übernommen. Warum sollte ich das kleiner machen?
Schwierig wird es erst, wenn aus „Marion ist stark“ ein „Marion muss immer stark sein“ wird. Oder wenn ein Rollstuhl plötzlich mehr über einen Menschen erzählen soll als der Mensch selbst.
Wir sind mehr als unser Körper. Mehr als unsere Geschichte, unsere Erfolge, unsere Grenzen und die Rollen, die andere uns geben.
Du musst dich nicht größer machen als andere. Aber du musst dich auch nicht kleiner machen.
Und wenn jemand dich in eine Schublade steckt, musst du darin nicht wohnen bleiben.
18 Minuten
Applaus ist schön. Das sage ich als Frau, die regelmäßig auf Bühnen steht, ganz ehrlich.
Doch für viele der wichtigsten Schritte in meinem Leben hat überhaupt niemand geklatscht.
Kein Publikum war dabei, als ich nach meinem Unfall begann, mein Leben neu zu sortieren. Niemand applaudierte, als ich mich entschied, meinen ersten Vortrag in Frankfurt wirklich zu halten. Und für Sätze wie „Ich brauche Hilfe“, „Heute nicht“ oder „So möchte ich nicht mehr weitermachen“ gibt es selten Standing Ovations.
Dabei können gerade diese stillen Entscheidungen ein ganzes Leben verändern.
In dieser Folge geht es um den Mut, den niemand sieht. Um Grenzen, die wir halten. Um Hilfe, die wir annehmen. Um Pausen, die wir uns erlauben. Und um den einen kleinen Schritt, der lange beginnt, bevor andere überhaupt ein Ergebnis erkennen können.
Wir sehen bei anderen meistens nur das, was irgendwann sichtbar geworden ist: die Bühne, den Erfolg, das Buch oder den Neuanfang. Was wir nicht sehen, sind die Zweifel, die schlaflosen Nächte, die Rückzieher und die leise Entscheidung am Küchentisch.
Vielleicht hast auch du in letzter Zeit etwas geschafft, das niemand bemerkt hat.
Dann mach es nicht klein.
Der Wert eines Schrittes entsteht nicht dadurch, dass andere ihn sehen. Manchmal beginnt Aufstehen genau in einem Moment, von dem außer dir niemand etwas mitbekommt.
Doch für viele der wichtigsten Schritte in meinem Leben hat überhaupt niemand geklatscht.
Kein Publikum war dabei, als ich nach meinem Unfall begann, mein Leben neu zu sortieren. Niemand applaudierte, als ich mich entschied, meinen ersten Vortrag in Frankfurt wirklich zu halten. Und für Sätze wie „Ich brauche Hilfe“, „Heute nicht“ oder „So möchte ich nicht mehr weitermachen“ gibt es selten Standing Ovations.
Dabei können gerade diese stillen Entscheidungen ein ganzes Leben verändern.
In dieser Folge geht es um den Mut, den niemand sieht. Um Grenzen, die wir halten. Um Hilfe, die wir annehmen. Um Pausen, die wir uns erlauben. Und um den einen kleinen Schritt, der lange beginnt, bevor andere überhaupt ein Ergebnis erkennen können.
Wir sehen bei anderen meistens nur das, was irgendwann sichtbar geworden ist: die Bühne, den Erfolg, das Buch oder den Neuanfang. Was wir nicht sehen, sind die Zweifel, die schlaflosen Nächte, die Rückzieher und die leise Entscheidung am Küchentisch.
Vielleicht hast auch du in letzter Zeit etwas geschafft, das niemand bemerkt hat.
Dann mach es nicht klein.
Der Wert eines Schrittes entsteht nicht dadurch, dass andere ihn sehen. Manchmal beginnt Aufstehen genau in einem Moment, von dem außer dir niemand etwas mitbekommt.
10 Minuten
Meine Stimme hat heute offenbar Teilzeit beantragt.
Nach einer Erkältung bin ich noch nicht wieder ganz fit. Natürlich könnte ich trotzdem versuchen, eine lange Podcastfolge aufzunehmen. Mehr trinken. Mich räuspern. Mikrofon an und durch.
Aber wozu?
Ich war lange ein Mensch, der über seine Kraft gegangen ist. Wenn etwas schwer war, habe ich mehr gegeben. Wenn mein Körper sagte: „Marion, das reicht“, antwortete ich gerne: „Ja, ja. Gleich.“
Dieses „gleich“ kann bei mir erstaunlich lange dauern.
Durchhalten hat mir in meinem Leben viel ermöglicht. Doch Stärke bekommt eine Schattenseite, wenn aus „Ich kann noch“ irgendwann „Ich muss noch“ wird.
Deshalb ist diese Folge kürzer. Leiser. Und vielleicht ein bisschen langsamer.
Es geht darum, die eigenen Signale ernst zu nehmen, bevor gar nichts mehr geht. Darum, nicht jeden Tag mit voller Kraft bewältigen zu müssen. Und um die Frage: Muss es heute wirklich genauso sein wie immer – oder darf eine kleinere Version genügen?
Du musst nicht erst vollkommen erschöpft sein, bevor du dir erlaubst, weniger zu machen.
Heute reicht vielleicht weniger.
Heute reicht vielleicht leise.
Und manchmal ist genau das stark.
Nach einer Erkältung bin ich noch nicht wieder ganz fit. Natürlich könnte ich trotzdem versuchen, eine lange Podcastfolge aufzunehmen. Mehr trinken. Mich räuspern. Mikrofon an und durch.
Aber wozu?
Ich war lange ein Mensch, der über seine Kraft gegangen ist. Wenn etwas schwer war, habe ich mehr gegeben. Wenn mein Körper sagte: „Marion, das reicht“, antwortete ich gerne: „Ja, ja. Gleich.“
Dieses „gleich“ kann bei mir erstaunlich lange dauern.
Durchhalten hat mir in meinem Leben viel ermöglicht. Doch Stärke bekommt eine Schattenseite, wenn aus „Ich kann noch“ irgendwann „Ich muss noch“ wird.
Deshalb ist diese Folge kürzer. Leiser. Und vielleicht ein bisschen langsamer.
Es geht darum, die eigenen Signale ernst zu nehmen, bevor gar nichts mehr geht. Darum, nicht jeden Tag mit voller Kraft bewältigen zu müssen. Und um die Frage: Muss es heute wirklich genauso sein wie immer – oder darf eine kleinere Version genügen?
Du musst nicht erst vollkommen erschöpft sein, bevor du dir erlaubst, weniger zu machen.
Heute reicht vielleicht weniger.
Heute reicht vielleicht leise.
Und manchmal ist genau das stark.
18 Minuten
Mein erster Vortrag war 2018 in Frankfurt. Eine echte Bühne. Publikum. Mikrofon. Licht.
Und ich.
Schon Wochen vorher lieferte mir mein Kopf ständig neue Gründe, warum ich diesen Vortrag besser nicht halten sollte. Manche klangen sogar erstaunlich vernünftig.
„Du bist noch nicht bereit.“
„Andere können das besser.“
„Vielleicht später.“
Doch unter all diesen Zweifeln war noch eine andere, viel leisere Stimme: Du willst das. Also fahr hin.
In dieser Folge erzähle ich von meinem ersten Vortrag bei „Trainer der neuen Generation“. Von der Angst, den Faden zu verlieren. Von der Verletzlichkeit, die eigene Geschichte öffentlich zu erzählen. Und von dem Moment, in dem ich aufhörte, mich selbst zu beobachten, und wirklich bei den Menschen ankam.
Ich wusste damals nicht, ob aus diesem ersten Vortrag einmal mein Beruf werden würde. Ich musste auch nicht die ganze Zukunft kennen.
Ich musste nur nach Frankfurt fahren. Auf die Bühne gehen. Und anfangen.
Diese Erfahrung begleitet mich bis heute: Wir müssen nicht erst vollkommen sicher sein, bevor wir einen Schritt wagen. Manchmal entsteht Sicherheit erst, weil wir gegangen sind.
Nicht jede Geschichte, die unser Kopf uns erzählt, verdient das letzte Wort.
Und ich.
Schon Wochen vorher lieferte mir mein Kopf ständig neue Gründe, warum ich diesen Vortrag besser nicht halten sollte. Manche klangen sogar erstaunlich vernünftig.
„Du bist noch nicht bereit.“
„Andere können das besser.“
„Vielleicht später.“
Doch unter all diesen Zweifeln war noch eine andere, viel leisere Stimme: Du willst das. Also fahr hin.
In dieser Folge erzähle ich von meinem ersten Vortrag bei „Trainer der neuen Generation“. Von der Angst, den Faden zu verlieren. Von der Verletzlichkeit, die eigene Geschichte öffentlich zu erzählen. Und von dem Moment, in dem ich aufhörte, mich selbst zu beobachten, und wirklich bei den Menschen ankam.
Ich wusste damals nicht, ob aus diesem ersten Vortrag einmal mein Beruf werden würde. Ich musste auch nicht die ganze Zukunft kennen.
Ich musste nur nach Frankfurt fahren. Auf die Bühne gehen. Und anfangen.
Diese Erfahrung begleitet mich bis heute: Wir müssen nicht erst vollkommen sicher sein, bevor wir einen Schritt wagen. Manchmal entsteht Sicherheit erst, weil wir gegangen sind.
Nicht jede Geschichte, die unser Kopf uns erzählt, verdient das letzte Wort.
19 Minuten
Ein Teller Nudeln kann eine Diagnose nicht verändern.
Aber er kann einen schweren Tag wärmer machen.
Nach meinem Unfall verbrachte ich viele Monate im Krankenhaus. Mein Zimmer wurde zu meinem kleinen Kosmos. Behandlungen, Warten, Sorgen – und die Welt draußen rückte immer weiter weg.
Dann begegnete ich auf den Klinikfluren einigen italienischen Frauen. Ich nannte sie irgendwann liebevoll meine „italienischen Mamas“.
Sie brachten selbst gekochtes Essen für ihre Angehörigen mit. Und ohne viele Worte stellten sie einfach einen Teller mehr hin. Für meine Eltern. Für mich. Als würden wir ganz selbstverständlich dazugehören.
In dieser Folge erzähle ich, wie aus fremden Menschen eine kleine Familie auf Zeit wurde. Warum Verbundenheit oft nicht durch große Worte entsteht. Und weshalb auch das Annehmen von Hilfe eine Form von Stärke sein kann.
Manchmal braucht es keine perfekte Lösung.
Manchmal genügt ein ehrliches:
„Komm, setz dich zu uns.“
Aber er kann einen schweren Tag wärmer machen.
Nach meinem Unfall verbrachte ich viele Monate im Krankenhaus. Mein Zimmer wurde zu meinem kleinen Kosmos. Behandlungen, Warten, Sorgen – und die Welt draußen rückte immer weiter weg.
Dann begegnete ich auf den Klinikfluren einigen italienischen Frauen. Ich nannte sie irgendwann liebevoll meine „italienischen Mamas“.
Sie brachten selbst gekochtes Essen für ihre Angehörigen mit. Und ohne viele Worte stellten sie einfach einen Teller mehr hin. Für meine Eltern. Für mich. Als würden wir ganz selbstverständlich dazugehören.
In dieser Folge erzähle ich, wie aus fremden Menschen eine kleine Familie auf Zeit wurde. Warum Verbundenheit oft nicht durch große Worte entsteht. Und weshalb auch das Annehmen von Hilfe eine Form von Stärke sein kann.
Manchmal braucht es keine perfekte Lösung.
Manchmal genügt ein ehrliches:
„Komm, setz dich zu uns.“
18 Minuten
Vier Männer. Ein Rollstuhl. Eine enge Treppe.
Und eine Idee, bei der ich heute noch denke: Was genau konnte da eigentlich schiefgehen?
Ich war für ein Seminar auf Mallorca. Am Abend wollten wir gemeinsam in einem einheimischen Restaurant essen gehen. Angeblich war es rollstuhltauglich.
Die Wirklichkeit sah etwas anders aus.
Das Restaurant lag im ersten Stock. Kein Aufzug. Keine Rampe. Nur eine schmale Treppe – und vier Männer, die offenbar gleichzeitig beschlossen hatten: Das kriegen wir hin.
Bevor ich richtig verstanden hatte, was der Plan war, befand ich mich samt Rollstuhl mitten in einer spontanen Bergungsaktion.
Oben angekommen, hatten wir einen schönen Abend. Nur an eine Kleinigkeit hatte niemand gedacht: Ich musste später auch wieder hinunter. Und nicht alle Mitglieder meines privaten Bergungsteams hatten den Abend ausschließlich bei Mineralwasser verbracht.
Heute kann ich darüber lachen.
Doch hinter dieser verrückten Geschichte steckt eine wichtige Frage: Wann ist Hilfe wirklich hilfreich?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum gut gemeint nicht automatisch gut gemacht ist. Warum mein Rollstuhl kein Möbelstück, sondern Teil meines Bewegungsraums ist. Und weshalb Selbstbestimmung nicht bedeutet, alles allein schaffen zu müssen.
Ich darf Hilfe brauchen.
Aber ich möchte gefragt werden, welche Hilfe ich brauche.
Denn manchmal beginnt Respekt mit etwas ganz Einfachem:
Nicht sofort machen. Erst fragen.
Und eine Idee, bei der ich heute noch denke: Was genau konnte da eigentlich schiefgehen?
Ich war für ein Seminar auf Mallorca. Am Abend wollten wir gemeinsam in einem einheimischen Restaurant essen gehen. Angeblich war es rollstuhltauglich.
Die Wirklichkeit sah etwas anders aus.
Das Restaurant lag im ersten Stock. Kein Aufzug. Keine Rampe. Nur eine schmale Treppe – und vier Männer, die offenbar gleichzeitig beschlossen hatten: Das kriegen wir hin.
Bevor ich richtig verstanden hatte, was der Plan war, befand ich mich samt Rollstuhl mitten in einer spontanen Bergungsaktion.
Oben angekommen, hatten wir einen schönen Abend. Nur an eine Kleinigkeit hatte niemand gedacht: Ich musste später auch wieder hinunter. Und nicht alle Mitglieder meines privaten Bergungsteams hatten den Abend ausschließlich bei Mineralwasser verbracht.
Heute kann ich darüber lachen.
Doch hinter dieser verrückten Geschichte steckt eine wichtige Frage: Wann ist Hilfe wirklich hilfreich?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum gut gemeint nicht automatisch gut gemacht ist. Warum mein Rollstuhl kein Möbelstück, sondern Teil meines Bewegungsraums ist. Und weshalb Selbstbestimmung nicht bedeutet, alles allein schaffen zu müssen.
Ich darf Hilfe brauchen.
Aber ich möchte gefragt werden, welche Hilfe ich brauche.
Denn manchmal beginnt Respekt mit etwas ganz Einfachem:
Nicht sofort machen. Erst fragen.
12 Minuten
Eine Fliege kann einen Menschen an den Rand bringen.
Ich meine das ganz wörtlich.
Wenige Tage nach meinem Reitunfall lag ich im Krankenhaus. Mehrere Halswirbel waren gebrochen. Ich konnte meinen Körper kaum bewegen, während mein Kopf hellwach war.
Und dann landete eine Fliege auf meiner Wange.
Normalerweise eine kleine Handbewegung: wisch, weg, fertig. Doch ich konnte meine Hand nicht heben. Die Fliege krabbelte weiter – und mit jeder Sekunde wurde das Gefühl stärker, vollkommen ausgeliefert zu sein.
Diese Fliege war nicht nur eine Fliege. Sie zeigte mir, wie viel Selbstverständliches ich plötzlich verloren hatte. Und dass ich nun auch bei Dingen Hilfe brauchte, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass man dafür Hilfe brauchen kann.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum uns manchmal eine scheinbare Kleinigkeit aus der Bahn wirft. Warum die Tasse, die herunterfällt, die Nachricht im falschen Moment oder ein unbedachter Satz oft nur der letzte Tropfen ist.
Von außen wirkt eine Reaktion dann vielleicht zu groß. Doch wir sehen meistens nur die Fliege – nicht alles, was vorher schon zu viel war.
Vielleicht bist du nicht zu empfindlich.
Vielleicht ist dein inneres Fass einfach voll.
Und vielleicht brauchst du gerade keine klugen Worte und keine Lösung für dein ganzes Leben. Sondern einen Menschen, der dich sieht und fragt:
Was brauchst du?
Ich meine das ganz wörtlich.
Wenige Tage nach meinem Reitunfall lag ich im Krankenhaus. Mehrere Halswirbel waren gebrochen. Ich konnte meinen Körper kaum bewegen, während mein Kopf hellwach war.
Und dann landete eine Fliege auf meiner Wange.
Normalerweise eine kleine Handbewegung: wisch, weg, fertig. Doch ich konnte meine Hand nicht heben. Die Fliege krabbelte weiter – und mit jeder Sekunde wurde das Gefühl stärker, vollkommen ausgeliefert zu sein.
Diese Fliege war nicht nur eine Fliege. Sie zeigte mir, wie viel Selbstverständliches ich plötzlich verloren hatte. Und dass ich nun auch bei Dingen Hilfe brauchte, von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass man dafür Hilfe brauchen kann.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum uns manchmal eine scheinbare Kleinigkeit aus der Bahn wirft. Warum die Tasse, die herunterfällt, die Nachricht im falschen Moment oder ein unbedachter Satz oft nur der letzte Tropfen ist.
Von außen wirkt eine Reaktion dann vielleicht zu groß. Doch wir sehen meistens nur die Fliege – nicht alles, was vorher schon zu viel war.
Vielleicht bist du nicht zu empfindlich.
Vielleicht ist dein inneres Fass einfach voll.
Und vielleicht brauchst du gerade keine klugen Worte und keine Lösung für dein ganzes Leben. Sondern einen Menschen, der dich sieht und fragt:
Was brauchst du?
18 Minuten
Fast elf Monate lang hatte ich nach meinem Reitunfall nur einen großen Wunsch: Ich wollte nach Hause.
Als dieser Tag endlich kam, saß ich im Garten meiner Eltern. Die Sonne schien. Alles war vertraut. Das Haus, die Geräusche, die Gerüche.
Und trotzdem fühlte sich vieles fremd an.
Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.
Meine Wohnung lag im Obergeschoss, der geplante Aufzug fehlte noch und mein Vater trug mich die Treppe hinauf. Ich war dankbar für seine Hilfe – und litt gleichzeitig darunter, sie zu brauchen.
Ein Teil von mir hatte gehofft, zu Hause auch die Marion von früher wiederzufinden. Die Sportlerin. Die Springreiterin. Die junge Frau, die nicht darüber nachdenken musste, ob ihr Körper mitmacht.
Doch irgendwann verstand ich: Ich musste nicht zurück.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum wir nach schweren Veränderungen nicht wieder die Alten werden müssen. Warum es uns zusätzlich unter Druck setzen kann, unser heutiges Ich ständig mit früher zu vergleichen. Und warum wir nicht sofort wissen müssen, wie unser neues Leben aussehen soll.
Vielleicht reicht zunächst ein Gedanke:
Ich muss nicht zurück.
Ich darf von hier aus weiter.
Als dieser Tag endlich kam, saß ich im Garten meiner Eltern. Die Sonne schien. Alles war vertraut. Das Haus, die Geräusche, die Gerüche.
Und trotzdem fühlte sich vieles fremd an.
Das Haus war noch dasselbe. Ich nicht.
Meine Wohnung lag im Obergeschoss, der geplante Aufzug fehlte noch und mein Vater trug mich die Treppe hinauf. Ich war dankbar für seine Hilfe – und litt gleichzeitig darunter, sie zu brauchen.
Ein Teil von mir hatte gehofft, zu Hause auch die Marion von früher wiederzufinden. Die Sportlerin. Die Springreiterin. Die junge Frau, die nicht darüber nachdenken musste, ob ihr Körper mitmacht.
Doch irgendwann verstand ich: Ich musste nicht zurück.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum wir nach schweren Veränderungen nicht wieder die Alten werden müssen. Warum es uns zusätzlich unter Druck setzen kann, unser heutiges Ich ständig mit früher zu vergleichen. Und warum wir nicht sofort wissen müssen, wie unser neues Leben aussehen soll.
Vielleicht reicht zunächst ein Gedanke:
Ich muss nicht zurück.
Ich darf von hier aus weiter.
19 Minuten
Die Fragen, die mich erreichen, haben sich verändert.
Früher wurde ich oft gefragt, wie ich das alles geschafft habe. Woher ich meine Kraft nehme. Und wie ich immer wieder aufgestanden bin.
Heute erreichen mich andere Fragen:
Muss ich mir noch immer beweisen, dass ich etwas kann? Darf ich dankbar sein und mir trotzdem wünschen, dass manches anders wäre? Wann lohnt es sich durchzuhalten – und wann ist Loslassen die ehrlichere Entscheidung? Darf ich Menschen enttäuschen, wenn ich mehr auf mich selbst höre?
Und schließlich die vielleicht größte Frage:
Was bedeutet für mich heute eigentlich ein gutes Leben?
In dieser persönlichen Q&A-Folge spreche ich darüber, warum aus „Ich kann das trotzdem“ irgendwann ein „Ich muss das trotzdem können“ werden kann. Warum Dankbarkeit kein Deckel auf Traurigkeit und Sehnsucht sein darf. Und warum nicht jede Enttäuschung eines anderen bedeutet, dass die eigene Entscheidung falsch ist.
Ein gutes Leben glitzert nicht jeden Tag. Manchmal schwitzt es. Manchmal flucht es. Manchmal braucht es Hilfe beim Hosehochziehen.
Und trotzdem kann es ein gutes Leben sein.
Denn Aufstehen beginnt im Kopf. Aber Leben beginnt nicht erst, wenn du wieder stehst. Es ist längst da.
Früher wurde ich oft gefragt, wie ich das alles geschafft habe. Woher ich meine Kraft nehme. Und wie ich immer wieder aufgestanden bin.
Heute erreichen mich andere Fragen:
Muss ich mir noch immer beweisen, dass ich etwas kann? Darf ich dankbar sein und mir trotzdem wünschen, dass manches anders wäre? Wann lohnt es sich durchzuhalten – und wann ist Loslassen die ehrlichere Entscheidung? Darf ich Menschen enttäuschen, wenn ich mehr auf mich selbst höre?
Und schließlich die vielleicht größte Frage:
Was bedeutet für mich heute eigentlich ein gutes Leben?
In dieser persönlichen Q&A-Folge spreche ich darüber, warum aus „Ich kann das trotzdem“ irgendwann ein „Ich muss das trotzdem können“ werden kann. Warum Dankbarkeit kein Deckel auf Traurigkeit und Sehnsucht sein darf. Und warum nicht jede Enttäuschung eines anderen bedeutet, dass die eigene Entscheidung falsch ist.
Ein gutes Leben glitzert nicht jeden Tag. Manchmal schwitzt es. Manchmal flucht es. Manchmal braucht es Hilfe beim Hosehochziehen.
Und trotzdem kann es ein gutes Leben sein.
Denn Aufstehen beginnt im Kopf. Aber Leben beginnt nicht erst, wenn du wieder stehst. Es ist längst da.
18 Minuten
Monatelang lag ich im Krankenhaus. Essen und Trinken waren nicht möglich, mein Alltag bestand aus Untersuchungen, Therapien, Warten – und einer Magensonde.
Und dann fragte mich Schwester Elke, ob ich mit ihr auf den Weihnachtsmarkt möchte.
Plötzlich waren da kalte Luft im Gesicht, Lichter, der Geruch nach gebrannten Mandeln – und ein paar Schlückchen Glühwein. Allerdings auf einem ziemlich ungewöhnlichen Weg.
Dieser Abend hat meine Situation nicht verändert. Am nächsten Morgen war ich immer noch im Krankenhaus.
Aber für ein paar Stunden war ich nicht nur Patientin. Ich war Marion. Ich lachte. Ich war mittendrin. Ich lebte.
In dieser Folge geht es darum, warum Freude und schwere Zeiten nebeneinander existieren dürfen. Warum ein schöner Moment nichts kleinredet. Und warum wir unser Leben nicht auf später verschieben müssen.
Denn das Leben wartet nicht, bis alles wieder gut ist.
Es ist schon da.
Und dann fragte mich Schwester Elke, ob ich mit ihr auf den Weihnachtsmarkt möchte.
Plötzlich waren da kalte Luft im Gesicht, Lichter, der Geruch nach gebrannten Mandeln – und ein paar Schlückchen Glühwein. Allerdings auf einem ziemlich ungewöhnlichen Weg.
Dieser Abend hat meine Situation nicht verändert. Am nächsten Morgen war ich immer noch im Krankenhaus.
Aber für ein paar Stunden war ich nicht nur Patientin. Ich war Marion. Ich lachte. Ich war mittendrin. Ich lebte.
In dieser Folge geht es darum, warum Freude und schwere Zeiten nebeneinander existieren dürfen. Warum ein schöner Moment nichts kleinredet. Und warum wir unser Leben nicht auf später verschieben müssen.
Denn das Leben wartet nicht, bis alles wieder gut ist.
Es ist schon da.
17 Minuten
„Keine zehn Pferde bringen mich da rein.“
Genau das sagte ich, als die Ergotherapeutin Wiebcke nach Monaten im Bett zum ersten Mal einen Rollstuhl an meine Seite schob.
Für sie war er ein Weg zurück in die Selbstständigkeit. Für mich war er zunächst nur ein sichtbares Zeichen für all das, was ich verloren hatte.
Dann kam Gisela. Sie versuchte nicht, mir meine Angst auszureden. Sie erinnerte mich an etwas, das unter Trauer und Verzweiflung noch immer in mir lebte: meine Liebe zu Pferden. Und an Ria.
In dieser Folge erzähle ich, warum wir manchmal nicht mehr Disziplin oder Druck brauchen. Sondern einen Grund, der unser Herz erreicht. Einen Menschen, der genau hinsieht. Und vielleicht nur einen kleinen Schritt, der uns wieder näher zum Leben bringt.
Genau das sagte ich, als die Ergotherapeutin Wiebcke nach Monaten im Bett zum ersten Mal einen Rollstuhl an meine Seite schob.
Für sie war er ein Weg zurück in die Selbstständigkeit. Für mich war er zunächst nur ein sichtbares Zeichen für all das, was ich verloren hatte.
Dann kam Gisela. Sie versuchte nicht, mir meine Angst auszureden. Sie erinnerte mich an etwas, das unter Trauer und Verzweiflung noch immer in mir lebte: meine Liebe zu Pferden. Und an Ria.
In dieser Folge erzähle ich, warum wir manchmal nicht mehr Disziplin oder Druck brauchen. Sondern einen Grund, der unser Herz erreicht. Einen Menschen, der genau hinsieht. Und vielleicht nur einen kleinen Schritt, der uns wieder näher zum Leben bringt.
15 Minuten
Nach meinem Reitunfall bekamen meine Eltern eine Prognose, die sich anhörte wie eine endgültig verschlossene Tür: Mehr als sitzen und einen Elektrorollstuhl mit dem Mund bedienen – das sei für mich wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Ich selbst erfuhr erst viele Jahre später von diesem Satz. Und plötzlich verstand ich, mit welchem Bild meiner Zukunft meine Eltern damals nach Hause geschickt worden waren.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum eine Prognose kein Urteil ist. Warum fremde Sätze sich tief in unserem Kopf festsetzen können. Und warum Hoffnung nicht bedeutet, die Wirklichkeit zu verleugnen.
Vielleicht gibt es auch in deinem Leben einen Satz, der dir erklärt hat, was du angeblich nicht kannst. Dann darfst du ihn heute noch einmal anschauen und dich fragen:
Ist das wirklich die Wahrheit?
Oder ist es eine Einschätzung, die nie das letzte Wort über mein Leben haben musste?
Du musst niemandem beweisen, dass er falschliegt. Aber du darfst aufhören, das Ende deiner Geschichte von einem anderen Menschen schreiben zu lassen.
Ich selbst erfuhr erst viele Jahre später von diesem Satz. Und plötzlich verstand ich, mit welchem Bild meiner Zukunft meine Eltern damals nach Hause geschickt worden waren.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum eine Prognose kein Urteil ist. Warum fremde Sätze sich tief in unserem Kopf festsetzen können. Und warum Hoffnung nicht bedeutet, die Wirklichkeit zu verleugnen.
Vielleicht gibt es auch in deinem Leben einen Satz, der dir erklärt hat, was du angeblich nicht kannst. Dann darfst du ihn heute noch einmal anschauen und dich fragen:
Ist das wirklich die Wahrheit?
Oder ist es eine Einschätzung, die nie das letzte Wort über mein Leben haben musste?
Du musst niemandem beweisen, dass er falschliegt. Aber du darfst aufhören, das Ende deiner Geschichte von einem anderen Menschen schreiben zu lassen.
10 Minuten
Es gibt Sätze, die wir nie bewusst ausgewählt haben – und trotzdem bestimmen sie oft unser Leben.
Vielleicht hast du irgendwann gelernt:
Du bist nicht gut genug.
Du bist zu viel.
Du bist nicht wie die anderen.
Auch ich habe lange einen solchen Satz mit mir getragen.
In dieser sehr persönlichen Folge erzähle ich, wie dieser Glaubenssatz mein Selbstbild geprägt hat, warum wir solche inneren Stimmen oft für die Wahrheit halten und welcher leise Satz mir in einer der schwersten Zeiten meines Lebens eine neue Richtung gegeben hat.
Diese Episode ist keine Anleitung.
Sie ist eine Einladung, einmal hinzuhören:
Welcher Satz läuft bei dir im Hintergrund, wenn du an dir zweifelst?
Vielleicht beginnt Veränderung genau dort.
Vielleicht hast du irgendwann gelernt:
Du bist nicht gut genug.
Du bist zu viel.
Du bist nicht wie die anderen.
Auch ich habe lange einen solchen Satz mit mir getragen.
In dieser sehr persönlichen Folge erzähle ich, wie dieser Glaubenssatz mein Selbstbild geprägt hat, warum wir solche inneren Stimmen oft für die Wahrheit halten und welcher leise Satz mir in einer der schwersten Zeiten meines Lebens eine neue Richtung gegeben hat.
Diese Episode ist keine Anleitung.
Sie ist eine Einladung, einmal hinzuhören:
Welcher Satz läuft bei dir im Hintergrund, wenn du an dir zweifelst?
Vielleicht beginnt Veränderung genau dort.
14 Minuten
Veränderung klingt oft nach Aufbruch. Nach neuer Kraft. Nach: Jetzt wird alles anders.
Aber manchmal stehen wir uns genau dann selbst im Weg. Nicht, weil wir schwach sind. Sondern weil alte Muster leise wieder auftauchen.
In dieser Folge spreche ich über fünf Dinge, die uns in Veränderung oft aufhalten: zu schnell zu viel wollen, sich mit anderen vergleichen, auf den richtigen Moment warten, die eigene innere Stimme übergehen und Rückschritte falsch bewerten.
Ich kenne all das selbst. Nicht aus der Theorie. Aus meinem eigenen Leben.
Diese Folge ist keine Anleitung zum Perfektwerden. Sie ist eine Einladung, milder auf den eigenen Weg zu schauen. Ehrlicher. Klarer. Und vielleicht mit einem kleinen Schritt weiterzugehen.
Denn Veränderung beginnt nicht immer laut.
Manchmal beginnt sie ganz leise.
Mit dem Satz: Ich bleibe bei mir.
Aber manchmal stehen wir uns genau dann selbst im Weg. Nicht, weil wir schwach sind. Sondern weil alte Muster leise wieder auftauchen.
In dieser Folge spreche ich über fünf Dinge, die uns in Veränderung oft aufhalten: zu schnell zu viel wollen, sich mit anderen vergleichen, auf den richtigen Moment warten, die eigene innere Stimme übergehen und Rückschritte falsch bewerten.
Ich kenne all das selbst. Nicht aus der Theorie. Aus meinem eigenen Leben.
Diese Folge ist keine Anleitung zum Perfektwerden. Sie ist eine Einladung, milder auf den eigenen Weg zu schauen. Ehrlicher. Klarer. Und vielleicht mit einem kleinen Schritt weiterzugehen.
Denn Veränderung beginnt nicht immer laut.
Manchmal beginnt sie ganz leise.
Mit dem Satz: Ich bleibe bei mir.
Aufstehen beginnt im Kopf – der Podcast mit Marion Bender
Ein ehrlicher, inspirierender Podcast von Marion Bender über Mut, mentale Stärke und die Kraft, im Leben immer wieder neu aufzustehen.