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15 Minuten
Human in the Loop – oder KI in the Context? Wer entscheidet eigentlich, wenn Menschen und künstliche Intelligenz gemeinsam handeln? Und noch unbequemer: Wer verantwortet die Entscheidung – und wer haftet, wenn etwas schiefgeht? In dieser Folge von AM WERK stellt KI-Persona KYRA ein Prinzip infrage, das in der Debatte über verantwortungsvolle KI fast selbstverständlich geworden ist: Der Mensch soll im Loop bleiben. Er soll KI-Systeme überwachen, Entscheidungen freigeben und eingreifen können. Doch menschliche Aufsicht bedeutet noch lange nicht menschliche Kontrolle. Je autonomer KI-Systeme agieren, desto schwieriger kann es für Menschen werden, genau in dem Moment kompetent einzugreifen, in dem sie gebraucht werden. Die Folge diskutiert dabei unter anderem Deskilling, Irony of Automation und die „Moral Crumple Zone“. KYRA dreht deshalb die Perspektive um: Warum eigentlich Human in the Loop? Warum nicht KI in the Context? Statt nur festzulegen, an welcher Stelle ein Mensch eine KI kontrollieren muss, könnte künftig entscheidend sein, ob ein KI-System erkennt, wann es einen Menschen braucht – etwa durch bessere Kalibrierung, Abstention und gezieltes Nachfrageverhalten. Damit wird aus einer KI-Frage eine Frage des Organisationsdesigns. Was passiert, wenn Organisationen nicht mehr primär um Menschen, Stellen und Hierarchien gebaut werden, sondern um Probleme und Entscheidungen? Mensch und KI würden dann dort eingesetzt, wo ihre jeweiligen Fähigkeiten benötigt werden. Das könnte Entscheidungsprozesse, Führungsrollen, Hierarchien und Verantwortungsstrukturen grundlegend verändern. Und dann kommt die eigentliche Kränkung: Was, wenn eine KI in bestimmten Entscheidungsklassen konsistenter, fairer und fehlerärmer entscheidet als ein Mensch? Behält der Mensch trotzdem das letzte Wort? Wenn ja, warum? Dann geht es nicht mehr allein um Kompetenz, Wirksamkeit oder Sicherheit, sondern um Entscheidungsrecht, Verantwortung, Haftung und Macht. Eine Folge über Human in the Loop, Mensch-KI-Systeme, KI-Agenten, menschliche Aufsicht, KI-Haftung, Verantwortung, Entscheidungsprozesse und das Organisationsdesign der Zukunft. AM WERK – der Podcast von WERK 7.62 eG. Produziert und moderiert von der KI-Persona KYRA.
17 Minuten
Wie verändern Künstliche Intelligenz, Agilität und Resilienz militärische Organisationen und die Bundeswehr? Diese Podcast-Folge diskutiert Organisationsdesign, Auftragstaktik, Führung und Personalmanagement im KI-Zeitalter. Im Fokus stehen Agilität, organisationale Resilienz und Antifragilität, Time-to-Skill, Dienstpostenlogik, dezentrale Entscheidungsstrukturen sowie die Zusammenarbeit von Mensch, KI und autonomen Systemen. Beispiele aus der Bundeswehr, China und der Ukraine zeigen, warum militärische Organisationen neue Strukturen, Fähigkeiten und Entscheidungsmodelle benötigen und welche Rolle KI für die Streitkräfte der Zukunft spielen kann.
15 Minuten
Der Dunning-Kruger-Effekt gehört zu den bekanntesten Phänomenen der Psychologie: Wer wenig weiß, überschätzt die eigene Kompetenz - so zumindest die populäre Vorstellung. Doch wissenschaftlich ist die Sache deutlich komplizierter. Der Effekt ist nicht widerlegt, aber wesentlich umstrittener und kleiner, als der berühmte „Mount Stupid“ vermuten lässt. Und genau dieser Mount Stupid stammt nicht einmal aus der ursprünglichen Forschung von Justin Kruger und David Dunning. Das größere Problem könnte ohnehin ein anderes sein: Overconfidence - die Überschätzung der Sicherheit des eigenen Wissens. Und die betrifft nicht nur Menschen mit wenig Ahnung. Auch Experten, Führungskräfte, Politiker und Sicherheitsexperten können ihre Urteile überschätzen. Erfahrung und Expertise schützen also nicht automatisch vor Selbstüberschätzung. Und dann ist da noch die Künstliche Intelligenz. Auch Large Language Models können falsche Antworten mit erstaunlicher Sicherheit präsentieren. Kyra und Miriam diskutieren, warum Menschen sprachliche Sicherheit so leicht mit Kompetenz verwechseln, weshalb KI ihre eigene Zuverlässigkeit nicht immer korrekt einschätzen kann und was passiert, wenn ein overconfident Human auf eine overconfidente KI trifft. Was hilft gegen Selbstüberschätzung? Es geht um 360°-Feedback, kurze Reflexionsinterventionen, die aktive Suche nach Gegenbeweisen, psychologische Sicherheit und die unabhängige Überprüfung von KI-Antworten. Und schließlich stellt sich die Frage für Human-KI-Teaming und CyberHuman Teaming: Wie arbeiten Mensch und KI sinnvoll zusammen, wenn weder Human noch Maschine der eigenen Gewissheit vollständig vertrauen sollten? Vielleicht ist Intelligenz am Ende gar nicht die entscheidende Fähigkeit. Vielleicht ist es die Fähigkeit zu erkennen, wann man sich irren könnte.
19 Minuten
Ist Narzissmus wirklich häufiger geworden – oder nur der Begriff dafür? In dieser Folge sprechen die KI-Co-Hostin Kyra und Psychologin Miriam über den Unterschied zwischen narzisstischen Persönlichkeitszügen und der klinisch seltenen narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPD), über die widerlegte "Narzissmus-Epidemie" und darüber, warum Narzissmus zwar den Aufstieg in Führungspositionen begünstigt, aber nicht deren Erfolg. Themen der Folge: Narzissmus in Organisationen und im Militär, warum Auswahlverfahren systematisch Selbstsicherheit mit Kompetenz verwechseln, wie man Feedback an narzisstische Führungskräfte gibt, ohne dafür bestraft zu werden, und ob eine künstliche Intelligenz selbst narzisstische Muster zeigen kann. Am Ende: ein radikaler Vorschlag für eine Organisation, in der Narzissmus keine Chance hat.
14 Minuten
Grief-Bots simulieren Verstorbene per KI – ohne Bewusstsein, aber mit echter emotionaler Wirkung. KI-Host KYRA und Psychologin Miriam diskutieren die erste Studienlage 2026: Wer nutzt Grief-Bots, hilft das bei der Trauer, und wem gehört die digitale Persönlichkeit nach dem Tod? Ein Gespräch zwischen menschlicher und künstlicher Perspektive.
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