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10 Minuten
Heute Morgen poste ich ein Foto meiner Kaffeetasse. Zehn Minuten später bekomme ich eine Nachricht:

„Ich habe dich für jünger gehalten, wenn ich mir deine Hände so angucke. Du hast dich aber gut gehalten.“

Als Kompliment gemeint.

Und bei mir schlägt es mit voller Wucht ein.

Denn diese Hände haben eine Geschichte, die auf einem Foto niemand sehen kann.

Während ich diesen Tab ausspreche, merke ich, dass es mir um mehr geht als um meine Hände. Wir sehen einen anderen Menschen und legen unsere Vorstellung darüber, wie etwas aussehen sollte, was schön ist, jung, alt, richtig oder erstrebenswert.

Dabei wissen wir oft nichts darüber, warum dieser Mensch heute genau so vor uns steht. Welchen Weg er hinter sich hat. Was überhaupt veränderbar ist. Und was für ihn oder sie vielleicht längst ein riesiger Erfolg ist.

Meine Hände sehen für andere vielleicht alt aus. Sie sind nicht der einzige Teil meines Körpers, der dem „Standard“ nicht entspricht. 

 Für mich zählt: Sie sind zu. Sie tun nicht weh. Sie funktionieren.

 

Eine positive Absicht entscheidet nicht darüber, wie meine Worte beim anderen wirken.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, bei manchen vermeintlichen Komplimenten kurz zu prüfen:

Sage ich gerade wirklich etwas über dich – oder vor allem etwas über meine Erwartungen an dich?

Ein ziemlich emotionaler Tab, der heute Morgen unbedingt spontan rausmusste.

 

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15 Minuten
Was kostet es eigentlich, wirklich Urlaub zu machen?

Nicht Ferienhaus, Essen und Ausflüge, sondern: nicht erreichbar zu sein.

Was ist der Wert? Und welchen Preis zahlen wir dafür?

Ich habe zum ersten Mal in meinem gesamten Arbeitsleben zwei Wochen lang wirklich den Stecker gezogen. Keine Mails. Keine sozialen Medien. Kein Podcast. Keine Arbeit.

Kann ich das überhaupt?

Was passiert mit meiner Selbstständigkeit, wenn ich zwei Wochen nicht da bin?

Und kann ich aushalten, dass andere Dinge anders machen, als ich sie machen würde?

Die Antwort auf die letzte Frage wartete heute Morgen unter anderem in Form von 1.350 Mails auf mich.

Der Preis für diese zwei Wochen war ordentlich. Vorher. Nachher. Und ein bisschen auch währenddessen.

War es das wert?

Wenn du mich heute nach neun Stunden Mail-Sortieren fragst: doofe Frage.

Wenn du mich nächste Woche noch einmal fragst, kenne ich meine Antwort vermutlich schon.

Wie gut kannst du wirklich Urlaub machen – und welchen Preis bist du bereit, dafür zu zahlen?

 

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12 Minuten
Als ich das erste Mal das Wort Yappen gehört habe, dachte ich:

„Okay, wieder so ein Trend, den ich altersbedingt verpasst habe.“

Ein paar Tage später sagte meine beste Freundin, nachdem ich ihr davon berichtet hatte:

„Dein Podcast ist doch eigentlich auch Yappen. Nur ohne Bild.“

Und ich war völlig empört. Nicht wegen des Wortes, nicht wegen meines Alters (42 + x), sondern wegen der Schublade, in der ich plötzlich gelandet bin.

Beim Nachdenken wurde mir klar, dass es gar nicht um einen Social-Media-Trend geht. Das war nur ein Symptom. Ein kleiner Fingerzeig, doch darum geht es gar nicht. 

Es geht um etwas, das viel tiefer sitzt.

Um Haltung.

Warum möchte ich mit manchen Dingen auf keinen Fall verglichen werden?

Und warum lösen genau diese Vergleiche so starke Gefühle aus?

Die Stärke einer Reaktion zeigt oft, dass es um etwas Tieferes geht.

 

Kennst du solche Momente, in denen du erst viel später merkst, worum es eigentlich ging?

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16 Minuten
Ich habe gemerkt, dass mich gerade zwei Themen gleichzeitig beschäftigen – ein gesundheitliches und ein berufliches. 

Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Nach dem letzten Tab (06 – am besten anhören ehe du hier einsteigst) arbeitete es noch ordnentlich bei mir. Beim Nachdenken wurde mir klar, dass beide Themen dieselbe Frage stellen:

Behandle ich gerade Symptome – oder suche ich nach der Ursache?

Mit meinen Kundinnen und Kunden beginne ich fast immer mit einer Engpassanalyse. Egal ob Einzelmandant:in oder Team im Konzern. 

Bei mir selbst mache ich das erstaunlich selten. Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe? 

Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, auch bei mir tiefer zu graben und sich anzusehen, was des Pudels Kern ist. Was ist die gemeinsame Ursache für alle aktuellen Symptome?

Kennst du solche Momente?

Wann hast du zuletzt gemerkt, dass du eigentlich nur ein Pflaster klebst?

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15 Minuten
Ich stehe gerade wieder an einem Punkt, an dem vieles möglich ist.

Größer werden? Fokussieren?

Mehr Autonomie? Mehr Verbundenheit?

Alles aus dem Bauchladen – oder doch nur eines, oder zwei oder drei?

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich:

Die meisten Standard-Antworten orientieren sich an Zahlen.

Meine Fragen tun das nicht.

Ich frage mich eher:

Wann fühlt sich Arbeit für mich sinnvoll an?

Was bedeutet Erfolg eigentlich für mich?

Und woran möchte ich meine Entscheidungen wirklich messen?

Mich würde diesmal sehr interessieren:

Welche Gedanken sind dir beim Zuhören gekommen?

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Über diesen Podcast

In meinem Kopf sind dauerhaft ungefähr 42 + X Tabs geöffnet.Manche spielen Musik. Manche laden seit Wochen. Manche machen so ein seltsames Bauchgefühl. Bei andere klappt sofort eine To-do-Liste aus. Und manche verschwinden wieder, bevor ich sie richtig greifen konnte. Dieser Podcast ist mein Denkraum.Ich spreche, weil ich beim Sprechen denke. Ich sortiere Gedanken, Gefühle und Beobachtungen laut. Du hörst sie nicht erst dann, wenn alles fertig ist, sondern genau in dem Moment, in dem sich etwas entwickelt. Oder halt nicht.  Du hörst keine Vorträge, keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen und erst recht keine perfekt vorbereiteten Antworten.Du läufst ein Stück neben mir her. Lauschst. Mal auf einer Hunderunde. Mal im Auto. Mal am Schreibtisch oder unter der Dusche (geht das?).Du bekommst ungeschnitten Wind ins Mikrofon, Denkpausen und den ein oder anderen Gedankensprung.Jede Folge öffne ich einen der Tabs.Manche schließen sich wieder. Andere bleiben lange offen. Ich vermute, dass manche sogar noch mehr Tabs aufmachen!  Und aus einigen dieser Ideen und Themen entsteht vielleicht irgendwann mal was. Vorträge, Workshops, Bücher oder Projekte… wer kann schon vorher wissen, welches der eine Gedanke ist, der alles verändert?Ich weiß es nicht. Und das stimmt mich neugierig und gespannt. Wenn du Lust hast, mich beim Denken, Fühlen und Reflektieren zu begleiten, freue ich mich, wenn du einen Moment mitläufst.
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„Keine Zurück-Haltung mehr!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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