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Keine Zurück-Haltung mehr! Archiv

15 Episoden
15 Minuten
Plötzlich war ich wieder 25 - Und mir fehlten die Worte.

Was passiert, wenn du plötzlich wieder in einer Situation steckst, die du seit vielen Jahren hinter dir gelassen hast?

Wenn du merkst, dass du dich auf einmal wieder so verhältst wie früher?

Obwohl du inzwischen so viel gelernt, erlebt und verändert hast?

Ich dachte, ich hätte dieses Kapitel meines Lebens längst abgeschlossen.

Dann kam ein Projekt, das mich innerhalb weniger Wochen ziemlich aus den Stiefeln gehauen hat.

Und plötzlich war sie wieder da: die Bettina von vor 20 Jahren.

Angepasst. Verunsichert. Darauf bedacht, Erwartungen zu erfüllen. Und vor allem: sprachlos.

Wie kann es sein, dass alte Verhaltensmuster so schnell wieder die Oberhand gewinnen?

Was passiert mit unserer Haltung, wenn wir unter enormem Druck stehen?

Und bedeutet ein Rückfall in alte Muster, dass unsere ganze Entwicklung umsonst war?

 

Fast zwei Wochen bin ich um mein Mikrofon herumgeschlichen. Ich hatte so viel zu sagen und gleichzeitig das Gefühl, meine Sprache verloren zu haben.

Jetzt habe ich es wieder eingeschaltet.

Und während ich diesen Tab aufnehme, passiert etwas, das ich dringend gebraucht habe.

Ich finde meine Worte wieder.

Ein sehr persönlicher Tab über Stress, alte Muster und die Frage, wie wir uns selbst treu bleiben, wenn uns die Vergangenheit einholt.

 

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14 Minuten
Was wir über unsere eigene Wirkung nie erfahren...

Was, wenn du längst etwas bei anderen Menschen verändert hast – und niemand sagt es dir?

Wie oft schließen wir aus einer ausbleibenden Reaktion, dass unsere Worte niemanden interessiert haben? Dass unser Beitrag nicht besonders hilfreich war? Dass wir keine Wirkung erzielt haben?

Und wie oft liegen wir damit daneben?

 

Ein Gespräch mit einer Kollegin hat mich diese Woche ziemlich beschäftigt. Vor allem die erstaunliche Diskrepanz zwischen dem, was ich selbst als meinen Beitrag wahrgenommen habe, und dem, was bei ihr angekommen ist.

 

Was mich seit dem begleitet: Was passiert eigentlich mit all den Gedanken, Gesprächen und Begegnungen, von deren Wirkung wir niemals erfahren?

Wie viele unserer Worte tauchen Jahre später im Kopf eines anderen Menschen wieder auf?

Und warum behalten wir so oft für uns, wenn jemand bei uns etwas ausgelöst hat?

 

In Tab 13 denke ich über verzögerte Wirkung, stille Resonanz und ein Feedback nach, das wir uns gegenseitig viel öfter schenken dürfen.

 

Nur, weil kein Echo zurückkommt, heißt das noch lange nicht, dass nichts angekommen ist.

 

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14 Minuten
Raus aus der Spurrille

Was, wenn du längst weiter bist?

 

Woran merke ich eigentlich, dass ich mich weiterentwickelt habe?

Wenn ich mich seit Jahren mit denselben Themen beschäftige?

 Wenn mir dieselben Verhaltensmuster immer wieder begegnen?

 Wenn ich manchmal denke: Verdammt, warum geht das denn nicht voran?

Und was passiert, wenn ich dann den Kontext wechsle?

Wenn die gewohnten Menschen, Abläufe und Spurrillen plötzlich nicht mehr da sind?

Verhalte ich mich dann genauso?

 Oder kann ich auf einmal etwas sehen, das mir in meinem Alltag überhaupt nicht aufgefallen ist?

Fünf Tage München haben mir darauf eine ziemlich überraschende Antwort gegeben.

Es geht um Unterschiedsbildung.

 Um Grenzen und Bedürfnisse.

 Ums Hilfe annehmen.

 Um einen Hochseilgarten.

 Und um die Frage, ob Entwicklung manchmal längst passiert ist, bevor wir sie selbst bemerken.

Dieser Tab bekommt Sternchen und Glitzer.

 

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31 Minuten
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte ich Fragen. Große Fragen. Und statt sie mit „Dafür weiß ich nicht genug über Politik“ wieder zuzumachen, habe ich angefangen zu recherchieren.

In diesem Tab denke ich vier davon laut durch:

1. Warum steht eine Partei, die vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft wurde, trotzdem in einer Demokratie zur Wahl?

Wer entscheidet eigentlich, wann eine Partei verfassungswidrig ist? Und warum ist die hohe Hürde für ein Parteiverbot selbst ein Schutz unserer Demokratie?

2. Warum wählen Menschen die AfD – obwohl bekannt ist, wofür sie steht?

Protest? Überzeugung? Zugehörigkeit? Bias? Unterschiedliche Wirklichkeiten? Und warum reicht „Wir müssen die Menschen besser aufklären“ als Antwort nicht aus?

3. Was hat Haltung damit zu tun?

Warum sprechen dieselben politischen Botschaften manche Menschen stark an und andere überhaupt nicht? Und was passiert, wenn ich die Haltungsbrille nicht nur auf „die anderen“, sondern auch auf mich selbst richte?

4. Was kann ich jetzt tun?

Wo beginnt mein eigener Einflussraum? Was können Gespräche bewirken? Wann lohnt es sich, in Verbindung zu bleiben? Und was hat Demokratie mit meinem eigenen Verhalten zu tun?

 

Keine leichte Folge. Und keine, an deren Ende ich die Antworten auf all diese Fragen gefunden habe.

Aber ich verstehe ein bisschen mehr.

Und ich weiß besser, wo mein eigener Einflussraum beginnt.

Verstehen ist nicht Verharmlosen.

Der Tab bleibt offen.

 

Erwähnt in dieser Folge:

Dana Buchzik: „Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie zurückholen können“

www.wonderl.ink/@herzkater

 

Martin Permantier und die Haltungsebenen 

www.haltung-erweitern.de

 

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10 Minuten
Heute Morgen poste ich ein Foto meiner Kaffeetasse. Zehn Minuten später bekomme ich eine Nachricht:

„Ich habe dich für jünger gehalten, wenn ich mir deine Hände so angucke. Du hast dich aber gut gehalten.“

Als Kompliment gemeint.

Und bei mir schlägt es mit voller Wucht ein.

Denn diese Hände haben eine Geschichte, die auf einem Foto niemand sehen kann.

Während ich diesen Tab ausspreche, merke ich, dass es mir um mehr geht als um meine Hände. Wir sehen einen anderen Menschen und legen unsere Vorstellung darüber, wie etwas aussehen sollte, was schön ist, jung, alt, richtig oder erstrebenswert.

Dabei wissen wir oft nichts darüber, warum dieser Mensch heute genau so vor uns steht. Welchen Weg er hinter sich hat. Was überhaupt veränderbar ist. Und was für ihn oder sie vielleicht längst ein riesiger Erfolg ist.

Meine Hände sehen für andere vielleicht alt aus. Sie sind nicht der einzige Teil meines Körpers, der dem „Standard“ nicht entspricht. 

 Für mich zählt: Sie sind zu. Sie tun nicht weh. Sie funktionieren.

 

Eine positive Absicht entscheidet nicht darüber, wie meine Worte beim anderen wirken.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, bei manchen vermeintlichen Komplimenten kurz zu prüfen:

Sage ich gerade wirklich etwas über dich – oder vor allem etwas über meine Erwartungen an dich?

Ein ziemlich emotionaler Tab, der heute Morgen unbedingt spontan rausmusste.

 

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15 Minuten
Was kostet es eigentlich, wirklich Urlaub zu machen?

Nicht Ferienhaus, Essen und Ausflüge, sondern: nicht erreichbar zu sein.

Was ist der Wert? Und welchen Preis zahlen wir dafür?

Ich habe zum ersten Mal in meinem gesamten Arbeitsleben zwei Wochen lang wirklich den Stecker gezogen. Keine Mails. Keine sozialen Medien. Kein Podcast. Keine Arbeit.

Kann ich das überhaupt?

Was passiert mit meiner Selbstständigkeit, wenn ich zwei Wochen nicht da bin?

Und kann ich aushalten, dass andere Dinge anders machen, als ich sie machen würde?

Die Antwort auf die letzte Frage wartete heute Morgen unter anderem in Form von 1.350 Mails auf mich.

Der Preis für diese zwei Wochen war ordentlich. Vorher. Nachher. Und ein bisschen auch währenddessen.

War es das wert?

Wenn du mich heute nach neun Stunden Mail-Sortieren fragst: doofe Frage.

Wenn du mich nächste Woche noch einmal fragst, kenne ich meine Antwort vermutlich schon.

Wie gut kannst du wirklich Urlaub machen – und welchen Preis bist du bereit, dafür zu zahlen?

 

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12 Minuten
Als ich das erste Mal das Wort Yappen gehört habe, dachte ich:

„Okay, wieder so ein Trend, den ich altersbedingt verpasst habe.“

Ein paar Tage später sagte meine beste Freundin, nachdem ich ihr davon berichtet hatte:

„Dein Podcast ist doch eigentlich auch Yappen. Nur ohne Bild.“

Und ich war völlig empört. Nicht wegen des Wortes, nicht wegen meines Alters (42 + x), sondern wegen der Schublade, in der ich plötzlich gelandet bin.

Beim Nachdenken wurde mir klar, dass es gar nicht um einen Social-Media-Trend geht. Das war nur ein Symptom. Ein kleiner Fingerzeig, doch darum geht es gar nicht. 

Es geht um etwas, das viel tiefer sitzt.

Um Haltung.

Warum möchte ich mit manchen Dingen auf keinen Fall verglichen werden?

Und warum lösen genau diese Vergleiche so starke Gefühle aus?

Die Stärke einer Reaktion zeigt oft, dass es um etwas Tieferes geht.

 

Kennst du solche Momente, in denen du erst viel später merkst, worum es eigentlich ging?

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16 Minuten
Ich habe gemerkt, dass mich gerade zwei Themen gleichzeitig beschäftigen – ein gesundheitliches und ein berufliches. 

Auf den ersten Blick haben sie nichts miteinander zu tun. Nach dem letzten Tab (06 – am besten anhören ehe du hier einsteigst) arbeitete es noch ordnentlich bei mir. Beim Nachdenken wurde mir klar, dass beide Themen dieselbe Frage stellen:

Behandle ich gerade Symptome – oder suche ich nach der Ursache?

Mit meinen Kundinnen und Kunden beginne ich fast immer mit einer Engpassanalyse. Egal ob Einzelmandant:in oder Team im Konzern. 

Bei mir selbst mache ich das erstaunlich selten. Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe? 

Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, auch bei mir tiefer zu graben und sich anzusehen, was des Pudels Kern ist. Was ist die gemeinsame Ursache für alle aktuellen Symptome?

Kennst du solche Momente?

Wann hast du zuletzt gemerkt, dass du eigentlich nur ein Pflaster klebst?

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15 Minuten
Ich stehe gerade wieder an einem Punkt, an dem vieles möglich ist.

Größer werden? Fokussieren?

Mehr Autonomie? Mehr Verbundenheit?

Alles aus dem Bauchladen – oder doch nur eines, oder zwei oder drei?

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich:

Die meisten Standard-Antworten orientieren sich an Zahlen.

Meine Fragen tun das nicht.

Ich frage mich eher:

Wann fühlt sich Arbeit für mich sinnvoll an?

Was bedeutet Erfolg eigentlich für mich?

Und woran möchte ich meine Entscheidungen wirklich messen?

Mich würde diesmal sehr interessieren:

Welche Gedanken sind dir beim Zuhören gekommen?

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8 Minuten
Nur weil es hilft, heißt das nicht, dass es gut tut.

Wann wird ein Übernehmen von allen Aufgaben, die kein anderer tun will, zuviel?

Ab wann nimmt Kümmern anderen die Möglichkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen? Zu Wachsen?

Und woran merke ich eigentlich, dass ich Aufgaben nicht übernehme, weil sie meine sind – sondern weil ich das Gefühl habe, dass sie sonst liegen bleiben?

 

Ein Satz hat diesen Tab geöffnet:

„Wenn du dich zu viel kümmerst, verkümmern die Menschen.“

Seitdem frage ich mich: Wo unterstütze ich wirklich?

Und wo nehme ich anderen ungewollt die Chance, Selbstwirksamkeit zu erleben?

Kennst du solche Situationen?

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9 Minuten
Was passiert, wenn meine Motivation nachlässt?

Muss ich dann mehr Disziplin aufbringen, noch mehr Struktur bauen und mich irgendwie wieder in Bewegung bringen?

Und was passiert, wenn ich das Gefühl habe, dass auch das Interesse anderer weniger wird?

Gebe ich dann noch mehr? Werde ich lauter, ausführlicher, spannender?

Oder ziehe ich mich zurück, bevor es weh tut?

 

Ich frage mich, ob nachlassende Motivation immer neue Aktion braucht.

Und ob fehlende Resonanz wirklich Loslassen heißt.

Oder ob genau dann ein Gespräch dran ist.

Kennst du das?

Was tust du, wenn dein Interesse an etwas nachlässt oder du spürst, dass jemand weniger Interesse an dir oder deinen Themen zeigt?

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14 Minuten
Diese Folge ist auf einer Hunderunde entstanden. Mit Wind im Mikrofon.

Viel Wind. 

Vor ein paar Wochen hätte ich sie wahrscheinlich noch einmal aufgenommen.

Heute sitzt meine innere Perfektionistin auf dem Beifahrersitz. Deshalb gibt es Wind. Und deshalb bleibt die Folge genau so. Ich habe gesagt, dass dieser Podcast ungeschnitten und unperfekt sein darf. Jetzt ist er es auch. 

Der Anstoß für diesen Tab kam aus dem Podcast „Hotel Matze“ mit Ilka Bessin und aus einer Instagram-Story von Tanja vom „Frau Hölle Studio“. Beide haben in mir dieselbe Frage angestoßen:

Dürfen wir eigentlich noch sagen, wenn etwas nicht gut läuft?

Beim Nachdenken wurde daraus etwas anderes.

Ich glaube, unser Gemecker zeigt uns oft ziemlich genau, was uns wichtig ist. Vielleicht lohnt es sich, dem eigenen Meckern neugieriger zuzuhören?

Und: 

Eigentlich war die Folge schon zu Ende. Dachte ich. 

300 Meter später musste ich das Mikrofon noch einmal einschalten.

Scheinbar konnte ich meine eigene Pause nicht lange genug aushalten… 

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10 Minuten
Morgen treffe ich einen Menschen wieder, den ich seit fast 30 Jahren nicht gesehen habe.

Ich freue mich. Sehr. 

Und gleichzeitig laufen in meinem Kopf unzählige Gedanken: 

Schließt man an das Alte an? 

Lernt man sich „einfach“ nochmal neu kennen und hofft, dass es auch nach so langer Zeit noch genauso gemeinsame Themen gibt? 

Muss man erst einmal 30 Jahre Lebenslauf nachholen? 

Und warum beschäftigt mich das eigentlich so sehr?

Dieser Tab hat keine fertige Antwort. Die kenne ich erst danach. 

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8 Minuten
"Bettina, du bist die Schweiz."

Okay – das war neu. Ich habe das erst einmal als Kompliment angenommen. 

Doch der Tab blieb offen – bis heute. 

 

In dieser Folge denke ich darüber nach, warum Neutralität für mich heute etwas völlig anderes bedeutet als noch vor ein paar Jahren. Warum Beobachtung oft hilfreicher ist als Zustimmung. Warum wir Menschen nicht zwingend stärken indem wir sie bestärken. 

Und weshalb ich glaube, dass wir mehr "Schweizen" brauchen, wenn Menschen miteinander sprechen.

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11 Minuten
Falls wir uns noch nicht kennen: Hey, ich bin Bettina.

 

In dieser ersten Folge nehme ich dich mit an den Anfang dieses Podcasts. 

Ich erzähle dir, 

warum ich einen Ort brauche, an dem Gedanken laut werden dürfen, bevor sie fertig sind,

weshalb ausgerechnet „42 + X Tabs“ mein Kopfkino beschreiben und 

warum "Keine Zurück-Haltung mehr" für mich viel mehr ist als ein Podcasttitel.

Schön, dass wir uns ausgerechnet hier begegnen.

Willkommen bei Tab 00.

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Keine Zurück-Haltung mehr!

Keine Zurück-Haltung mehr!

42 + X | Thinking in Progress