Powerhouse, Innovationslabor, Markt der Zukunft – die Hoffnungen auf den afrikanischen Kontinent sind groß. Aber wer sichert sich diesen Wachstumsmarkt eigentlich gerade?
In der dritten Episode von Turning South spricht Journalistin Tina Gerhäusser mit Tobias Maier, CEO für die Region Naher Osten und Afrika bei DHL Global Forwarding, über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Afrika – von Handelsrouten über die Straße von Hormus, die durch den Iran-Konflikt unter Druck steht, bis zu den Wachstumsmärkten in Subsahara-Afrika.
Afrika wächst schneller als China, zählt 1,6 Milliarden Menschen und hat ein Durchschnittsalter von 19 Jahren. Im Mittelpunkt steht daher weniger die Frage, ob der Kontinent zu einem wirtschaftlichen Powerhouse wird, sondern wer frühzeitig strategisch investiert.
Was kann Deutschland bieten, das China und die Golfstaaten nicht können? Und warum sollte die Politik eher die Wirtschaft absichern, statt selbst Projekte umzusetzen? Tobias Maier, Logistik-Experte mit zehn Jahren Erfahrung auf dem Kontinent, antwortet aus seiner Erfahrung vor Ort.
Turning South ist der Podcast von Global Perspectives – für alle, die verstehen wollen, wohin die Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens, insbesondere Afrikas, führen können und welche Bedeutung sie für die eigene Zukunft haben.
globalperspectives.org
Die Fakten zur Folge:
DHL Global Forwarding zählt weltweit zu den drei größten Luft- und Seefrachtspediteuren. (DHL Group)
M-Pesa gibt es seit 2007 in Kenia und hat mobile Geldtransfers und den Zugang zu Finanzdienstleistungen für Millionen Menschen erleichtert. (BBC)
Die Kindersterblichkeit unter fünf Jahren ist seit 1990 weltweit um mehr als die Hälfte gesunken. (UNICEF)
Südafrika ist seit Mai 2025 weitgehend frei von landesweitem Load-Shedding, lokale Netzprobleme bleiben. (CSIR)
Äthiopien verbietet Verbrenner-Importe und fördert E-Autos steuerlich – Ergebnis: ein E-Auto-Boom. (Bloomberg)
Nur rund 15 Prozent des afrikanischen Handels finden innerhalb des Kontinents statt – deutlich weniger als in Europa oder Asien. (UNCTAD)
China finanziert und baut afrikanische Infrastruktur meist aus einer Hand. (Deloitte)
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