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50 Minuten
In dieser Folge von Recht Medizinisch sprechen wir über Defensivmedizin, Überdiagnostik und die Frage, ob „zur Sicherheit“ wirklich immer die richtige medizinische Entscheidung ist.

Ausgehend von typischen Situationen aus der Notaufnahme sprechen wir darüber, wann Diagnostik medizinisch sinnvoll ist und wann sie möglicherweise eher dem eigenen Sicherheitsgefühl als dem tatsächlichen Nutzen für Patientinnen und Patienten dient.

Wir schauen uns unter anderem an, welche Rolle klinische Entscheidungshilfen, Leitlinien und Vortestwahrscheinlichkeiten spielen, warum D-Dimere und Blutkulturen nicht einfach „vorsichtshalber“ abgenommen werden sollten und welche rechtlichen Besonderheiten bei Röntgen- und CT-Untersuchungen gelten. Dabei geht es auch um die rechtfertigende Indikation und die Frage, warum mehr Diagnostik nicht automatisch mehr Rechtssicherheit bedeutet.

Außerdem sprechen wir über Wunschleistungen, die Verantwortung bei nicht medizinisch indizierten Maßnahmen und die Risiken von Übertherapie. Denn auch wenn Patientinnen und Patienten eine Untersuchung oder Behandlung ausdrücklich wünschen, entbindet das medizinisches Personal nicht von der Pflicht, nach dem fachlichen Standard zu handeln.

Unser Fazit: So viel Diagnostik wie nötig, aber so wenig wie möglich. Die Alternative zur Defensivmedizin ist dabei nicht diagnostischer Leichtsinn, sondern eine gute Risikostratifizierung, evidenzbasierte Entscheidungen und ein funktionierendes Sicherheitsnetz.

Wichtiger Hinweis: Diese Folge dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die besprochenen Inhalte ersetzen keine individuelle rechtliche oder medizinische Beratung. Bei konkreten rechtlichen Fragestellungen sollte eine entsprechend qualifizierte Fachperson hinzugezogen werden.
29 Minuten
️ Disclaimer: Dieser Podcast stellt keine Rechtsberatung dar. Wir sprechen über praktische Erfahrungen und rechtliche Grundlagen aus dem medizinischen Alltag, ersetzen aber keine juristische Beratung im Einzelfall.

In der zweiten Folge unserer Doppelfolge zu Unterbringung und freiheitsentziehenden Maßnahmen geht es um erwachsene Patient:innen und Bewohner:innen. Wir sprechen darüber, wann Bettgitter, Fixierungen, festgestellte Rollstühle oder auch der Umgang mit Klingelmatten zum Freiheitsentzug werden können und welche Besonderheiten beispielsweise bei intubierten und beatmeten Patient:innen bestehen.

Außerdem geht es um Einwilligungsfähigkeit und Selbstbestimmungsrecht, die Rolle von gesetzlichen Betreuer:innen und Betreuungsgerichten sowie um Unterbringungen bei Selbst- oder Fremdgefährdung. Wir schauen uns an, welche milderen Maßnahmen insbesondere zur Sturzprophylaxe infrage kommen und welche straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen unzulässige freiheitsentziehende Maßnahmen haben können.

Denn auch bei vermeintlich alltäglichen Maßnahmen gilt: Freiheitsentzug sollte immer die Ultima Ratio sein.
52 Minuten
️ Disclaimer: Dieser Podcast dient der Wissensvermittlung und ersetzt keine Rechtsberatung.

In dieser Folge sprechen wir über freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam beleuchten wir die rechtlichen Grundlagen, die Voraussetzungen für Fixierungen, die Rolle von Eltern und Familiengericht sowie die praktischen Herausforderungen im Klinikalltag. Außerdem diskutieren wir, warum Fixierungen immer das letzte Mittel sein müssen und welche Verantwortung das Behandlungsteam dabei trägt.

Zu Beginn der Folge beantworten wir außerdem eine spannende Hörerfrage zur rechtlichen Bedeutung von DNR-/DNI-Tattoos. In der nächsten Episode widmen wir uns freiheitsentziehenden Maßnahmen bei Erwachsenen und den Besonderheiten im klinischen Alltag.
58 Minuten
️ Disclaimer: Dieser Podcast stellt keine Rechtsberatung dar. Wir sprechen über praktische Erfahrungen und rechtliche Grundlagen aus dem medizinischen Alltag, ersetzen aber keine juristische Beratung im Einzelfall.

In dieser Folge sprechen wir über die ärztliche Aufklärung und ihre zentrale Bedeutung für das Selbstbestimmungsrecht von Patientinnen und Patienten. Anhand echter Fälle aus dem Klinikalltag diskutieren wir:

- Warum eine verständliche Aufklärung Voraussetzung für eine wirksame Einwilligung ist

- Welche Herausforderungen Sprachbarrieren und Dialekte mit sich bringen

- Wie wir in Notfallsituationen mit der Aufklärung umgehen

- Warum auch bei Blutentnahmen, venösen Zugängen und Medikamentengaben Aufklärung eine Rolle spielt

- Welche Möglichkeiten Angehörige, Dolmetscher und digitale Übersetzungshilfen bieten

- Warum schriftliche Aufklärungsbögen allein nicht ausreichen

- Welche rechtlichen Folgen fehlerhafte oder unzureichende Aufklärung haben kann

- Weshalb eine gute Dokumentation im Streitfall entscheidend ist

Außerdem lösen wir die Umfrage aus unserer letzten Folge auf und sprechen darüber, wie moderne Übersetzungsmöglichkeiten die medizinische Versorgung künftig verbessern könnten.

Zum Abschluss geben wir einen Ausblick auf unsere nächste Folge, in der wir uns ausführlich mit Unterbringung, freiheitsentziehenden Maßnahmen und Fixierungen beschäftigen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Zuhören!
3 Minuten
https://www.spiegel.de/wissenschaft/leben-in-der-leiche-a-6e26d5c1-0002-0001-0000-000013679986?sara_ref=re-xx-cp-sh  

Und jetzt interessiert uns eure Meinung: Was hättet ihr entschieden? Hättet ihr die intensivmedizinischen Maßnahmen beendet, weil die Mutter hirntot war und ihr Körper nicht weiter eingesetzt werden sollte? Oder hättet ihr die Körperfunktionen aufrechterhalten, um dem ungeborenen Kind vielleicht eine Überlebenschance zu geben? Stimmt gerne ab — und schreibt uns, warum. 

Was hättet ihr im Erlanger-Baby-Fall entschieden?

A: Intensivmaßnahmen beenden – der Körper der hirntoten Frau soll nicht weiter eingesetzt werden.

B: Intensivmaßnahmen fortführen – dem ungeborenen Kind soll eine Überlebenschance gegeben werden. 
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Über diesen Podcast

Was passiert, wenn medizinische Entscheidungen juristische Folgen haben? Wenn Leitlinien, Gesetze und der echte Klinikalltag aufeinandertreffen. Genau darüber wollen wir in diesem Podcast sprechen. In jeder Folge greifen wir, Florian Schlepple, angehender Fachpfleger Notfallmedizin, und Philipp Graef, promovierter Arzt und Volljurist mit Master in Medizinrecht, reale Fälle, Tagebucheinträge aus dem Gesundheitswesen und aktuelle Themen aus Medizin, Pflege und Recht auf. Wir ordnen ein, diskutieren kontrovers, denken weiter und stellen die Fragen, die im Alltag oft zu kurz kommen.
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„Recht Medizinisch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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