Machines and Menschen - Value In A Post-AI World

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Episoden

Machines & Menschen #8 - Hendrik Kraack (Coderabbit) - lohnt es sich nach San Francisco zu ziehen? Was sind die Hürden?
02.07.2026
1 Stunde 18 Minuten
Du überlegst, nach San Francisco zu ziehen? Dann ist das die Folge, die dir keiner der glänzenden LinkedIn-Posts erzählt — sondern jemand, der seit drei Jahren wirklich dort lebt und arbeitet. Hendrik ist gebürtiger Hamburger und heute Developer Advocate bei Code Rabbit, mittendrin in einem Ökosystem, von dem die meisten hierzulande nur träumen. Er hat den ganzen Weg selbst gemacht: die Entscheidung, den Kulturschock, die Visa-Fragen, den Moment, in dem aus dem Plan Realität wurde. Und er redet Klartext darüber, was der Traum in Wahrheit kostet — und was er wirklich bringt.


Er kam mit 17 zum ersten Mal ins Ausland — zwei Jahre Melbourne — studierte danach am knüppelharten Ingenieursstudiengang der TU Hamburg-Harburg, schrieb Assembly-Code auf handtellergroße Chips in einem Forschungslabor, stand vor der Wahl zwischen einem Wasserstoff-PhD in Dänemark und einem MBA in Kalifornien — und sitzt heute im Herzen des Valleys, wo er Entwicklern weltweit erklärt, warum eine KI ihren Code besser reviewt als sie selbst. Als Developer Advocate bei Code Rabbit — dem Tool, das gerade zur Benchmark für KI-gestütztes Code Review wird und an der Schwelle zum Unicorn steht — kennt Hendrik beide Welten aus erster Hand: das hanseatische Understatement in Hamburg, wo man auch als guter Vernetzer Jahre braucht, um Vertrauen aufzubauen, und die Bay Area, in der aus einem Kaffeetermin am Nachmittag ein Investoren-Handschlag wird und aus 1+1 plötzlich 3. Genau diesen Kontrast bringt Jan mit — frisch zurück aus zwei Wochen San Francisco — ins Gespräch: Warum sich der Vibe dort nicht in Worten transportieren lässt, sondern erlebt werden muss, und warum man innerhalb von Tagen in Kreise kommt, für die es in Deutschland Jahre braucht.


In dieser Episode nimmt uns Hendrik ohne Umwege mit an den Ort, an dem Technologie seit 1849 immer wieder neu erfunden wird. Warum sein alter Chef jede Tech-Ära den „nächsten Goldrausch" nannte — und wie aus den Halbleitern der Anfangstage über Internet, Mobile, die App-Welle und Krypto der aktuelle KI-Rausch wurde. Warum San Francisco eine erstaunlich kleine Stadt mit einem gigantischen Netzwerkeffekt ist, in der wirklich gilt: It's a numbers game — du musst nur offen sein und auf Menschen zugehen. Und was es mit einem macht, wenn „default is always work" gilt: wenn der Standardmodus einer ganzen Stadt der Arbeitsmodus ist — nicht aus Zwang, sondern weil die Kraft dafür aus Selbstverwirklichung kommt statt aus reiner Disziplin.


Wir reden aber auch Klartext über die Schattenseiten. Über eine Stadt, die Hendrik selbst eine Dystopie nennt — in der die reichsten und erfolgreichsten Menschen der Welt und offene Armut auf derselben Straße stehen. Über den Arbeitstrott, der einen einsaugt, bis sich alles nur noch um die eigene Berufswelt dreht. Über das hartnäckige Vorurteil „keine Elite-Uni, kein Job" — und warum die Realität eine andere ist, wenn man bereit ist, sich lange genug auf den richtigen Events herumzutreiben. Vor allem aber über den konkreten Weg rüber, der dich interessieren dürfte, wenn du selbst mit dem Gedanken spielst: PhD gegen MBA, das Studentenvisum, CPT als legale Brücke in den ersten bezahlten Job, und die grenzwertige Grauzone, in die manche mit unbezahlter Arbeit auf dem Touristenvisum geraten — und warum Hendrik davon dringend abrät.


Dazu die vielleicht wertvollste Lektion für alle, die drüben nicht nur ankommen, sondern durchstarten wollen: Wie es ist, ein Scale-up von innen mitzuerleben, das in nur neun Monaten von 50 auf 300 Mitarbeiter wächst. Warum sich ein frühes Startup anfühlt wie 1.000 Chips auf dem Roulette-Tisch — und warum der eigentliche Skill nicht im Setzen liegt, sondern im richtigen Moment aufzuhören, alles gleichzeitig zu spielen.


Eine ehrliche Standortbestimmung für alle, die insgeheim vom Valley träumen — und wissen wollen, ob sich der Sprung lohnt, bevor sie den Koffer packen.
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Machines & Menschen #7 - Niemand haftet, alle zahlen
12.05.2026
55 Minuten
Berkshire Hathaway hat KI pauschal aus der allgemeinen Haftpflichtversicherung herausgenommen. Mitarbeiter umgehen Firmenverbote über private Handys, WhatsApp-Desktop und E-Mail-Weiterleitungen – einer hat deswegen sogar gekündigt. Und Anthropic stellt leise von Flatrate auf API-basierte Abrechnung um. Das sind keine Hypothesen. Das passiert gerade.


In dieser Folge gehen wir drei Themen an, über die offiziell noch niemand laut redet:


Erstens die Haftungsfrage: Wenn KI aus der Standardversicherung fällt, landet das Risiko beim Unternehmen. Ist das rationales Risikomanagement – oder ein bequemes Geschäftsmodell auf Kosten der Realwirtschaft?


Zweitens Shadow AI: Mitarbeiter, die trotz Compliance-Verboten nicht aufhören. Nicht weil sie leichtsinnig sind, sondern weil sie wissen, dass ihr Arbeitgeber ohne diese Werkzeuge nicht lange wettbewerbsfähig bleibt. Was sagt das über den echten Druck aus – und über die Organisationen, die ihn ignorieren?


Drittens das Token-Preismodell: Die Angel ist ausgeworfen, die Early Adopter haben angebissen. Jetzt wird gezogen. Was bedeutet es, wenn das Fundament, auf dem gerade Hunderte Startups und interne Projekte gebaut werden, plötzlich deutlich teurer wird?


Dazu: Yanis Varoufakis' Technofeudalism in der Praxis, die Lonely Epidemic als KI-Geschäftsmodell, und warum Product-Market-Fit auch im KI-Zeitalter noch niemand wirklich gelöst hat.
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Machines & Menschen #6 - mit Philipp Hartmann deutsche Rüstungsindustrie, alte Berliner Zeiten und ob Deutschland mit Silicon Valley mithalten kann.
01.05.2026
1 Stunde 17 Minuten
2003 verkauft er Klingeltöne für die Samwer-Brüder. Heute investiert er in Drohnensysteme, die Frontlinien ersetzen. Dazwischen: Berliner Hauspartys mit Lukas Gadowski, Lieferando, fünfzehn Jahre Startup-Deutschland. Philipp Hartmann ist kein Rüstungslobbyist. Er ist jemand, der irgendwann nicht mehr anders konnte.


Das ist entweder die ehrlichste Antwort auf eine Zeitenwende, die die meisten noch nicht ernst nehmen. Oder der Beweis, dass moralische Gewissheiten im Venture Capital eine sehr kurze Halbwertszeit haben.


In dieser Episode sprechen wir mit Philipp Hartmann — Founding Partner Rheingau Founders, General Partner MountainX — ohne Umwege über den Zustand Europas. Warum Deutschland Silicon Valley strukturell nie einholen wird — und warum das die falsche Zielfrage ist.


Wie Russlands Angriffskrieg, Chinas Wegfall als Absatzmarkt und Amerikas neue Außenpolitik gemeinsam den perfekten Sturm für europiische Defense-Startups gebaut haben. Und was es bedeutet, wenn ein Drone-Counter-Drone-War die Artillerie als Frontlinien-Mechanismus ersetzt.


Außerdem: Was Dieter Schwarz — Achtzigjähriger, Lidl-Erbe — über den deutschen Innovationswillen aussagt, indem er in Heilbronn einen KI-Campus hinbaut, weil es sonst keiner tut. Warum eine Plattform für verifizierten Startup-Umsatz inzwischen auch Tools verkauft, die Fake-Traction produzieren. Und ob man als Investor noch in den Spiegel schauen kann, wenn man im größten strukturellen Wandel der letzten Jahrzehnte nichts tut.
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Machines & Menschen #5 - KI-Kosten, Mythos-Hype-Kalkül und ein Abnehm-Startup
14.04.2026
50 Minuten
Ein Bekannter baut mit seinem Bruder ein Startup im GLP-1-Markt. Vollautomatisiertes Marketing, KI-generierte Inhalte, keine eigene Infrastruktur — und trotzdem hunderte Millionen Umsatz im ersten Jahr. Das ist entweder die Blaupause für die nächste Gründergeneration. Oder ein sehr teurer Weckruf, der sich noch nicht gemeldet hat.


In dieser Episode sezieren wir diesen Fall ohne Beißhemmung: Warum Distribution das Produkt schlägt — und warum das für den Konsumenten ein Problem ist. Wie KI-gestütztes E-Mail-Marketing Konversionsraten verschiebt, die kein Mensch manuell erklären könnte. Und was passiert, wenn du dein gesamtes Geschäftsmodell auf fremde Infrastruktur baust, deren Preise morgen anders aussehen können.


Außerdem: Wie viel Lines of Code als Produktivitäts-KPI eigentlich wert sind (Spoiler: nichts). Was Sicherheitsforscher mit 1.000 KI-Agenten in Browser-Exploits gefunden haben. Und ob das neue Modell, das gerade gehypt wird, eine Fünf auf zehn verdient — oder nur gut vermarktet ist.
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Machines & Menschen #4 - Wettrüsten, Videoflut und Apples KI-Problem
31.03.2026
46 Minuten
Diese Woche reden wir über drei Fronten, an denen sich gerade entscheidet, wer in der KI-Ära wirklich gewinnt – und wer nur so tut als ob.


Erstens: Sicherheit. KI wird längst nicht mehr nur eingesetzt, um Systeme zu schützen – sie wird genutzt, um sie anzugreifen. Wir diskutieren, warum das klassische Sicherheitsdenken hier versagt und warum die Lösung, die wir noch nicht kennen, wahrscheinlich radikaler sein muss als alles, was gerade diskutiert wird.


Zweitens: KI-Video. Regierungen showcasen es, Plattformen pushen es, und trotzdem erzeugt es kulturellen Backlash. Wir sprechen darüber, warum das Handwerk nicht stirbt – und warum der eigentliche Business Case für Video-KI woanders liegt als gedacht.


Drittens: Apple. Herausragende Hardware, peinliche KI. Wir schauen uns an, warum ein Unternehmen, das den Markt mit dem M-Chip neu definiert hat, bei Siri so dramatisch hinterherhinkt – und was das über Organisationsstruktur und Innovationskultur verrät.


Außerdem: Was ist die Zukunft von Entwicklern, wenn Code schreiben kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist?
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Über diesen Podcast

Zwei Ex-Konzern-Typen: einer mit Karriere von der Pharmaindustrie bis zur globalen Strategie, einer mit fast 15 Jahren in der Automobilbranche. Heute tief im KI-Startup-Umfeld. Wir haben in den Einkaufsmeetings gesessen und die Compliance-Reviews durchgearbeitet. Wir wissen, wie „das verändert alles" aussieht – von der Seite, die es tatsächlich umsetzen muss. Jede Episode nehmen wir uns eine Ecke des KI-Adoptionsgefälles vor: Fabrikhallen, Developer-Toolchains, Startup-Hype-Kultur – und stellen die Frage, die uns die deutsche Industrie gelehrt hat: Funktioniert das eigentlich wirklich?
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Machines & Menschen #4 - Wettrüsten, Videoflut und Apples KI-Problem
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