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  3. FILMREIF - Filme, Machen und andere Realitätsverweigerungen Podcast

Episoden

37 Minuten
Wenn ihr uns unterstützen wollt könnt ihr das hier tun und uns einen Kaffee spendieren:https://ko-fi.com/filmreifKleiner Hinweis vorweg: Unsere Audiotechnik hat bei dieser Aufnahme leider kein Signal aufgezeichnet, deshalb hört ihr diesmal den Kameraton. Da Brezels Film selbst von Super 8, DIY und einer bewusst rohen Ästhetik lebt, haben wir den Gedanken direkt weitergesponnen und auch diese Folge etwas ungeglätteter gestaltet. Passt irgendwie.-------Brezel Göring war Musiker bei Stereo Total – und hat irgendwann beschlossen, einfach einen Spielfilm zu drehen. Ohne Filmstudium, ohne jahrelangen Weg durch die klassische Filmbranche und mit einer ziemlich klaren Haltung: Man muss nicht auf die perfekte Voraussetzung warten, um etwas zu machen.Sein Film „Für immer 16“ basiert auf einem unveröffentlichten Roman seiner verstorbenen Partnerin Françoise Cactus und wurde komplett auf Super 8 gedreht. Im Gespräch erzählt Brezel, warum genau dieses Format für ihn perfekt funktioniert, weshalb er bewusst ohne Setton gearbeitet hat und warum Unschärfen, technische Fehler und Unperfektheit für ihn keine Probleme sind, die unbedingt beseitigt werden müssen.Wir sprechen über das erstaunlich kleine Team hinter dem Film, den Weg von einer ursprünglichen Kalkulation von rund 6.000 Euro zu einer geförderten Produktion mit etwa 80.000 Euro Budget und darüber, was professionelle Postproduktion am Ende trotzdem verändern kann.Besonders spannend wird es bei der grundsätzlichen Frage: Warum machen viele Filmemacher aus ihrem ersten Film ein nahezu unüberwindbares Projekt – während Brezel einfach angefangen hat?Für ihn hat das viel mit DIY, Selbstermächtigung und seiner musikalischen Vergangenheit zu tun. Film muss nicht perfekt sein, um etwas auszulösen. Vielleicht muss man manchmal sogar weniger darüber wissen, was angeblich alles notwendig ist.Natürlich sprechen wir auch über KI. Gerade in einer Zeit, in der Bilder immer perfekter generiert werden können, sieht Brezel menschliche Fehler plötzlich als etwas Wertvolles: Dinge, die eben genau deshalb interessant sind, weil eine Maschine sie so wahrscheinlich nicht gemacht hätte.Eine Folge über Super 8, Punk, Filmförderung, künstliche Intelligenz und vor allem über die vielleicht wichtigste Erkenntnis für unabhängige Filmemacher: Manchmal muss man einfach anfangen.Hier auch der Link zum Trailer:https://www.youtube.com/watch?v=KTHx3xv2TEM
33 Minuten
Wenn ihr uns unterstützen wollt könnt ihr das hier tun und uns einen Kaffee spendieren:https://ko-fi.com/filmreif-------Laura hat für ihren Abschlussfilm an der Macromedia Hochschule nicht nur Regie geführt, sondern gleichzeitig auch produziert. Wir sprechen darüber, wie sie mit wenig Budget eine Crew zusammengestellt hat, warum kurzfristige Ausfälle bei No-Budget-Produktionen fast dazugehören und weshalb Regie und Produktion gleichzeitig schnell zur Doppelbelastung werden.Der rund 20-minütige Film entstand größtenteils in einem Freizeitpark in Ruhpolding und kostete am Ende ungefähr 2.000 Euro. Laura erzählt, wo das Geld tatsächlich landet, wie wichtig kostenlose Locations, Unterkünfte und Hochschul-Equipment sind und warum selbst ein vermeintlicher No-Budget-Film nie wirklich ohne Budget entsteht.Außerdem geht es um Continuity-Fehler, Wetterprobleme, kurzfristig wechselnde Crewmitglieder und die Frage, warum Kurzfilme für junge Filmemacher vielleicht eine der wertvollsten Möglichkeiten sind, das Handwerk wirklich zu lernen.Natürlich sprechen wir auch über KI. Laura erzählt, warum sie die Entwicklung gerade durchaus beunruhigt, gleichzeitig aber auch Chancen in hybriden Produktionen, Set Extensions und anderen Anwendungen sieht. Für sie bleibt vor allem die Arbeit mit echten Schauspielern und die zwischenmenschliche Dynamik am Set ein wesentlicher Teil dessen, warum sie Filme machen möchte.Zum Schluss geht es um ihren nächsten Schritt nach dem Studium, Praktika, den Einstieg in die Branche und ihren Wunsch, langfristig als Regisseurin zu arbeiten – am liebsten natürlich weiterhin mit RomComs.
53 Minuten
Wenn ihr uns unterstützen wollt könnt ihr das hier tun und uns einen Kaffee spendieren:https://ko-fi.com/filmreif-------Wie führt man Kinder vor der Kamera? Was unterscheidet einen Kinderfilm eigentlich von einer Produktion für Erwachsene? Und wie schafft man es, trotz Zeitdruck einen Rahmen zu schaffen, in dem junge Schauspieler wirklich spielen können?Zu Gast ist Regisseurin Hanna-Lisa Paul. Sie hat an der Kunsthochschule für Medien Köln studiert, bei zahlreichen Film- und Serienproduktionen gearbeitet und sich zunehmend auf Stoffe mit und für Kinder spezialisiert.Wir sprechen darüber, warum Kinder sehr direkt zeigen, ob eine Regieanweisung funktioniert, wie viel Freiheit Improvisation am Set bekommen sollte und warum Hanna-Lisa nur selten etwas vorspielt. Außerdem erzählt sie von Drehs mit Kinderdarstellern, Tiertrainern, Doubles und sehr begrenzter Arbeitszeit – und davon, wie schnell man als Regie lernen muss, ursprüngliche Pläne loszulassen.Ein weiteres Thema ist ihr eigener Weg durch die Filmbranche: vom Setrunner und der Regieassistenz über Kinderbetreuung und Produktionsjobs bis hin zur eigenen Serien- und Kinoregie. Dabei sprechen wir auch über Machtstrukturen am Set, Sexismus, Erfahrungen als junge Regisseurin und die Frage, wie man sich eine eigene Position erarbeitet, ohne dabei den eigenen Führungsstil aufzugeben.Eine Folge über Kinderfilm, Regiearbeit, Resilienz und darüber, warum Erfahrungen an möglichst vielen unterschiedlichen Sets manchmal wertvoller sind als der geradlinigste Karriereweg.
51 Minuten
Christopher Schlierf ist Regisseur, Filmemacher und Werbefilm-Profi mit Wurzeln in Nürnberg. Kennengelernt haben wir uns auf dem Filmfest München – und ziemlich schnell war klar: Diese Folge müssen wir machen.Im Gespräch erzählt Christopher, wie er vom Comiczeichnen und Musikmachen zum Film gekommen ist, warum ihn vor allem Science-Fiction, Action und visuelles Worldbuilding faszinieren und wie er sich über Werbefilme und internationale Game-Trailer einen eigenen Stil aufgebaut hat.Ein großer Teil der Folge dreht sich um Künstliche Intelligenz. Christopher nutzt KI bereits für Previsualisierung, Set Extensions, Brainstorming und hybride Produktionen – sieht darin aber vor allem ein neues Werkzeug. Denn für ihn liegt die eigentliche Faszination des Filmemachens weiterhin darin, mit Menschen zusammenzuarbeiten, an echte Orte zu reisen und gemeinsam Bilder zu erschaffen, die vorher nur im Kopf existiert haben.Außerdem sprechen wir darüber, wie sich der Commercial-Markt aktuell verändert, warum gerade mittlere Budgets unter Druck geraten und weshalb authentischer Content durch die KI-Welle vielleicht sogar wieder wichtiger wird.Zum Schluss gibt Christopher einen klaren Rat an junge Filmemacher: Nicht auf das perfekte Equipment warten. Nicht noch zehn Tutorials schauen. Sondern rausgehen, drehen, Fehler machen und dadurch den eigenen Stil finden.
1 Stunde
eim Re:Frame Filmfestival in Amberg haben wir gemeinsam mit dem Festival einen Sonderpreis vergeben. Unsere Wahl fiel auf „Ebenbilder“ von Fiona – einen 13-minütigen Bachelorfilm, der uns vor allem durch seinen Look, seine Inszenierung und seinen erstaunlich hohen Production Value aufgefallen ist.

In dieser Folge sprechen wir mit Fiona darüber, wie „Ebenbilder“ entstanden ist. Der Film spielt in einer Gruppentherapie für künstliche Menschen und stellt eine ungewöhnliche Frage: Was wäre, wenn künstliche Intelligenzen irgendwann ein Bewusstsein entwickeln – und mit ihrer eigenen Existenz klarkommen müssten?

Wir schauen hinter die Kulissen der Produktion: Wie stellt man humanoide Roboter mit Make-up, Schauspiel, Sound und Postproduktion dar? Wie findet man eine zehnjährige Hauptdarstellerin? Wie entsteht mit Hochschultechnik, einem kleinen Team und wenigen hundert Euro Budget ein Film, der deutlich größer aussieht?

Fiona erzählt außerdem von ihrem Weg Richtung Drehbuch und Regie, ihren Erfahrungen bei Bewerbungen an Filmhochschulen und ihrem Plan, nach dem Studium professionell in der Filmbranche Fuß zu fassen.

Und natürlich sprechen wir über KI. Fiona hat sie bereits beim Drehbuchschreiben und in der Postproduktion eingesetzt und sieht darin weniger eine Bedrohung als ein Werkzeug, das Filmemachen künftig deutlich zugänglicher machen könnte. Gleichzeitig diskutieren wir, wo KI an ihre kreativen Grenzen stößt und warum vielleicht gerade kreative Menschen gute Voraussetzungen haben, sich an die Veränderungen anzupassen.

Den Kurzfilm „Ebenbilder“, Fionas Instagram-Kanal und weitere Links findet ihr unten in der Beschreibung.
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Über diesen Podcast

Regisseur Nando Dietz und Komponist Fabian Kratzer quatschen sich durch den ganz normalen Wahnsinn der Filmbranche. Zwischen Set-Chaos, Musikstudio, kreativen Höhenflügen und gelegentlichen Nervenzusammenbrüchen geht’s um alles, was beim Filme machen (und drum herum) so passiert. Mal ernst, mal völlig absurd – wir reden über unsere Projekte, philosophieren über das Leben und feiern die kleinen wie großen Realitätsfluchten, die Kunst so schön machen. Kurz: Zwei Typen aus der Branche erzählen, wie’s wirklich läuft. Oder zumindest, wie wir’s gerne hätten.
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„FILMREIF - Filme, Machen und andere Realitätsverweigerungen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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