Wenn ihr uns unterstützen wollt könnt ihr das hier tun und uns einen Kaffee spendieren:https://ko-fi.com/filmreifKleiner Hinweis vorweg: Unsere Audiotechnik hat bei dieser Aufnahme leider kein Signal aufgezeichnet, deshalb hört ihr diesmal den Kameraton. Da Brezels Film selbst von Super 8, DIY und einer bewusst rohen Ästhetik lebt, haben wir den Gedanken direkt weitergesponnen und auch diese Folge etwas ungeglätteter gestaltet. Passt irgendwie.-------Brezel Göring war Musiker bei Stereo Total – und hat irgendwann beschlossen, einfach einen Spielfilm zu drehen. Ohne Filmstudium, ohne jahrelangen Weg durch die klassische Filmbranche und mit einer ziemlich klaren Haltung: Man muss nicht auf die perfekte Voraussetzung warten, um etwas zu machen.Sein Film „Für immer 16“ basiert auf einem unveröffentlichten Roman seiner verstorbenen Partnerin Françoise Cactus und wurde komplett auf Super 8 gedreht. Im Gespräch erzählt Brezel, warum genau dieses Format für ihn perfekt funktioniert, weshalb er bewusst ohne Setton gearbeitet hat und warum Unschärfen, technische Fehler und Unperfektheit für ihn keine Probleme sind, die unbedingt beseitigt werden müssen.Wir sprechen über das erstaunlich kleine Team hinter dem Film, den Weg von einer ursprünglichen Kalkulation von rund 6.000 Euro zu einer geförderten Produktion mit etwa 80.000 Euro Budget und darüber, was professionelle Postproduktion am Ende trotzdem verändern kann.Besonders spannend wird es bei der grundsätzlichen Frage: Warum machen viele Filmemacher aus ihrem ersten Film ein nahezu unüberwindbares Projekt – während Brezel einfach angefangen hat?Für ihn hat das viel mit DIY, Selbstermächtigung und seiner musikalischen Vergangenheit zu tun. Film muss nicht perfekt sein, um etwas auszulösen. Vielleicht muss man manchmal sogar weniger darüber wissen, was angeblich alles notwendig ist.Natürlich sprechen wir auch über KI. Gerade in einer Zeit, in der Bilder immer perfekter generiert werden können, sieht Brezel menschliche Fehler plötzlich als etwas Wertvolles: Dinge, die eben genau deshalb interessant sind, weil eine Maschine sie so wahrscheinlich nicht gemacht hätte.Eine Folge über Super 8, Punk, Filmförderung, künstliche Intelligenz und vor allem über die vielleicht wichtigste Erkenntnis für unabhängige Filmemacher: Manchmal muss man einfach anfangen.Hier auch der Link zum Trailer:https://www.youtube.com/watch?v=KTHx3xv2TEM
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