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  3. 1652 - Der Podcast der Leopoldina Podcast

Episoden

27 Minuten
Im Jahr 1687 stattete Kaiser Leopold I. die Leopoldina mit besonderen Privilegien aus: Er gewährte der Akademie Unabhängigkeit sowie vollständige Zensurfreiheit für ihre Veröffentlichungen. Seither trägt die Akademie ihm zu Ehren den Namen Leopoldina. Die nachfolgenden Kaiser, Karl VI. und Karl VII., bestätigten und erweiterten diese Vorrechte. Heute ist die Wissenschaftsfreiheit im Grundgesetz verankert. Trotzdem geraten Forschung und Lehre auch hierzulande zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund sprechen Danny Weber und Daniela Schmidt in dieser Folge über die historischen Wurzeln der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und die Bedeutung des kaiserlichen Privilegs von 1687 für die Leopoldina. Zu Gast ist Bettina Rockenbach, Präsidentin der Leopoldina. Sie betont, wie wichtig unabhängige Forschung für unsere Gesellschaft und das Gemeinwohl ist, und erklärt, wie sich die Leopoldina heute für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und international engagiert. Dabei geht es auch um die Frage, welche besondere Verantwortung sich für Forscherinnen und Forscher aus der Wissenschaftsfreiheit ergibt.
36 Minuten
Der 14. Juli 2008 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Leopoldina: An jenem Tag wurde sie zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Ein Foto zeigt die damaligen Amtsträger Bundespräsident Horst Köhler, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Leopoldina-Präsident Volker ter Meulen bei der Unterzeichnung der Ernennungsurkunde. In dieser Folge sprechen Danny Weber und Daniela Schmidt darüber, was die Ernennung für die Arbeitsweise der Akademie bedeutet hat und welche Aufgaben seitdem hinzugekommen sind. Dabei geht es auch um den langen Weg bis zu diesem Moment – denn dass die Leopoldina Deutschlands Nationalakademie werden sollte, wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, auch innerhalb der Akademie. Zu Gast ist Henning Steinicke. Er leitet derzeit kommissarisch die Abteilung Wissenschaft – Politik – Gesellschaft (WPG) der Leopoldina. Im Gespräch erläutert er, wie die Akademie Politik und Gesellschaft berät und welche Spannungsfelder sich dabei auftun.
33 Minuten
Internationalität spielte in der Leopoldina schon früh eine wichtige Rolle: Bereits im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts wurden die ersten ausländischen Mitglieder aufgenommen. Darunter auch der 1633 im italienischen Carpi bei Modena geborene Bernardino Ramazzini. Er war Arzt und gilt heute als Pionier der Arbeitsmedizin. Als einer der ersten beschrieb er Berufskrankheiten – nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen. 1693 wurde er in die Leopoldina aufgenommen; ein handgeschriebener Brief aus Modena vom 25. Mai 1693 zeugt von seiner Korrespondenz mit dem damaligen Leopoldina-Präsidenten Lucas Schroeck. Ausgehend von Ramazzinis Beispiel sprechen Dr. Danny Weber und Daniela Schmidt in dieser Folge über die internationale Vernetzung in der Wissenschaft. Wissenschaftlicher Fortschritt, Innovationen und Durchbrüche sind ohne internationale Zusammenarbeit kaum vorstellbar. Zu Gast ist Dr. Ruth Narmann, Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen der Leopoldina. Sie erklärt, wie die Leopoldina als Nationalakademie die deutsche Wissenschaft im Ausland vertritt, sich an Politikberatung auf internationaler Ebene beteiligt und diplomatische Prozesse begleitet. Wie Wissenschaft gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten als vertrauensbildende Kraft wirken kann, erfahren Sie in dieser Folge.
19 Minuten
Ernst Haeckel, Michael Faraday, Marie Curie, Niels Bohr und Albert Einstein – sie alle schickten als neue Mitglieder der Leopoldina ein Porträt. Diese Bilder werden in den sogenannten Bildmatrikelbänden aufbewahrt – sozusagen das Familienalbum der Leopoldina. Für die zweite Folge von 1652 holt Dr. Danny Weber einen dieser Bände aus dem Archiv. Er bringt fast sieben Kilogramm auf die Waage. Die Leopoldina hat bereits im 17. Jahrhundert ihre neuen Mitglieder gebeten, neben Informationen über ihren Werdegang und ihre Forschung auch Bilder einzureichen. So ist eine einzigartige, jahrhunderteübergreifende Sammlung von Gelehrtenporträts entstanden. Was erzählen uns diese Bilder darüber, wie sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler früher in Szene setzten? In welcher Umgebung und mit welchen Gegenständen haben sie sich abbilden lassen? Von diesen geschichtlichen Porträts ausgehend schlagen Danny Weber und Daniela Schmidt in dieser Folge den Bogen bis in die heutige Zeit und sprechen auch über die Inszenierung von Wissenschaft in Zeiten von Social Media und KI.
32 Minuten
In der ersten Folge von 1652 dreht sich alles um ein sehr altes Buch. Weder besonders groß, noch besonders dick und in braunes Leder eingebunden wirkt es auf den ersten Blick fast ein wenig unscheinbar – ist aber von herausragender Bedeutung für die Leopoldina und für die Wissenschaft allgemein. Es handelt sich nämlich um die erste Ausgabe der ältesten naturwissenschaftlich-medizinischen Zeitschrift der Welt. Sie heißt „Miscellanea Curiosa“ und wird seit 1670 von der Leopoldina herausgegeben – sozusagen der Urahn von modernen Zeitschriften wie Nature und Science. Dr. Danny Weber, Leiter der Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion der Leopoldina, und Daniela Schmidt, freie Journalistin und Moderatorin, erörtern, warum die Zeitschrift ein Meilenstein im Austausch von Wissen war. In ihr angelegt sind bereits Eigenschaften, die wir bis heute sehen, wenn es ums wissenschaftliche Publizieren geht – etwa die Verwendung einer in der gesamten Gelehrtenrepublik verstandenen Sprache, die Fokussierung auf ein wissenschaftliches Spezialgebiet und die Qualitätssicherung durch eine Begutachtung der Beiträge durch Fachkolleg/innen. Doch damit nicht genug – ohne die Miscellanea würde es die Leopoldina in ihrer heutigen Form vermutlich nicht geben. Warum, das erfahren Sie in dieser Folge.
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Über diesen Podcast

1652 ist das Gründungsjahr der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sie ist damit die älteste, dauerhaft existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt. Im gleichnamigen Podcast tauchen Dr. Danny Weber, Leiter der Abteilung Forschungsbibliothek und Wissenschaftsreflexion der Leopoldina, und Daniela Schmidt, freie Journalistin und Moderatorin, tief in die Geschichte der Leopoldina ein und heben Schätze aus mehreren Jahrhunderten Wissenschaftsgeschichte. In jeder Folge holt Dr. Weber ein historisches Objekt aus den Beständen des Archivs und der Bibliothek der Akademie. Das kann eine kaiserliche Urkunde aus dem 17. Jahrhundert sein, die erste Wissenschaftszeitschrift der Welt oder ein handgeschriebener Lebenslauf von Albert Einstein. Diese Objekte verraten uns nicht nur viel über die Geschichte der Leopoldina und über die Wissenschaft von früher – wir können von ihnen auch viel darüber lernen, wie heute geforscht und publiziert wird. Abonnieren Sie jetzt den Podcast, um keine Folge zu verpassen. Mehr Informationen: www.leopoldina.org
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„1652 - Der Podcast der Leopoldina“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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