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2 Minuten Bibel Archiv

161 Episoden
3 Minuten
Dieser Text stammt aus dem zweiten Teil des Jesajabuches. Das Volk Israel ist verbannt und soll durch diesen Text getröstet werden. «Berge und Hügel stehen für Beständigkeit. Gott ist stärker als all die Dinge, die wir als beständig erachten», so sieht es Mirjam Merz. Er ist verlässlich und sein Friede soll bestand haben. Thomas Zingg erinnert die Geschichte an die Sintflut bei Noah. «Danach entscheidet sich Gott, dass dies nie mehr geschehen soll. Daran wird nicht gerüttelt.»
2 Minuten
Hier wird ein Text aus dem Hohelied der Liebe aus dem Alten Testament zitiert. Eine Bibelstelle, die an vielen Hochzeiten verwendet wird. «Spannend ist aber, dass Paulus hier eigentlich über die Liebe Gottes spricht. Über seine selbstlose Liebe», sagt Mirjam Merz. Und doch ist es auch ein Steilpass, dass man diese Liebe auf der zwischenmenschlichen Ebene nachahmen soll. «Auch wenn diese göttliche Liebe nicht erreichbar ist, man soll ihr nacheifern», ergänzt Thomas Zingg. Es geht vielmehr um eine Haltung und nicht um ein Gefühl. Liebe soll eine aktive Handlung sein im Alltag.
2 Minuten
Der Thron im Himmel ist ein Bild für Autorität und Souveränität. «Das zeigt, dass Gottes Herrschaft bleibt und feststeht», sagt Mirjam Merz. Es geht um alle Lebensbereiche, die unter der Herrschaft von Gott stehen. «Das sehen wir auch in der Theologie des Reiches von Gott. Er ist König», ergänzt Thomas Zingg. Er tut dies aber fürsorglich und in einer Art, die das Gegenüber nicht unterdrücken soll.

Gott ist treu

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Im 25. Kapitel des Buchs Jesaja ändert sich die Perspektive. Die Situation endet in einem Lobgesang. «Es ist eigentlich ein persönliches Bekenntnis von Jesaja zu seinem Gott», sagt Mirjam Merz. Jesaja hat erlebt, dass Gott eingreift. «Auf der einen Seite spricht er von dem, was Gott gemacht hat. Er spricht aber auch seine Treue an», ergänzt Thomas Zingg. Das ist auch etwas, das uns heute noch gilt.
2 Minuten
Jesus spricht hier zu Menschen, die seine Vollmacht in Frage stellen. In der Geschichte zuvor hatte er an einem Sabbat einen Gelähmten geheilt. "Es ist ein knackiger Text. Jesus holt sich die Autorität selbst und legitimiert sein Handeln", sagt Thomas Zingg. Jesus provoziert, weil er diesen Mann geheilt hat und dann sagt er auch, dass er von Gott gesendet ist. "Er sagt quasi, dass er im Auftrag von Gott handelt und das führt am Schluss auch dazu, dass er umgebracht wird", ergänzt Mirjam Merz. Er drückt seine Handlung nun in Worten aus.
2 Minuten
Was ist unsere Hoffnung? «Wenn ich auf etwas hoffe, dann stelle ich mir auch etwas vor», sagt Evelyne Baumberger. «Ich hoffe, dass ich gesund werde, dass es schönes Wetter ist.» Hier geht es aber um mehr. Tobias Rentsch beschreibt es so: «Hoffnung heisst, ich muss keine Angst vor einer Strafe haben. Der christliche Glaube zeigt: Es geht um Liebe und nicht um die Strafe.» Daran darf man sich festhalten, betont Evelyne weiter. «Diese Zusage ist gegeben.»
3 Minuten
«Die Psalmen: Für mich eines der schönsten Bücher der Bibel», betont Tobias Rentsch. Und in diesem Psalm gibt es einen Perspektivenwechsel: Vom Menschen, der zu Gott betet, hin zu Gott, der zum Menschen spricht. «Da geht man auch davon aus, dass Gott da ist und antwortet», ergänzt Evelyne Baumberger. «Ich kenne das gut aus dem eigenen Leben. Dass man im Beten, in der Beziehung dann sich vorstellen kann, was er sagen würde. Auch wenn man es nicht direkt hört.»
3 Minuten
Es gibt verschiedene Bibelübersetzungen. Einige sind wortwörtlich, nahe am Ursprung. Bei anderen geht es vor allem um die Verständlichkeit. «Hier finde ich die Übersetzung eher schwierig», sagt Evelyne Baumberger im Hinblick auf die Formulierung in der obigen Textstelle. «Es gibt nicht gute Menschen und böse Menschen. Wenn wir die Aussagen der Bibel im Gesamten sehen, dann tragen wir beides in uns. Hier geht es darum, was wir kultivieren möchten im Leben.»
3 Minuten
Ist der Glaube ein Kampf? Die Berufung eine Last? Für Evelyne Baumberger sind diese Bilder Metaphern. «Und doch kann es sich im Leben so anfühlen. Die Frage ist, gegen wen man kämpft.» Tobias Rentsch ergänzt und stellt die Frage nach dem Mass eines Kampfes. «Wir hier sind sehr privilegiert. An anderen Orten ist es eher ein Kampf.» Wichtig ist beiden der richtige Umgang mit solchen Texten.
2 Minuten
«Für mich geht es bei diesem Vers um die Frage, was mir Orientierung gibt im Leben», sagt Evelyne Baumberger. Es geht um die Auferstehung im Leben, im Hier und Jetzt. Das wird auch in der Taufe symbolisiert. «Das ist auch eine Orientierung», ergänzt Tobias Rentsch. «Die Taufe kann ein solcher Moment sein, wo ein Orientierungspunkt markiert. Von da her schaue ich auf die Welt und darauf kann ich mich verlassen.» Die Taufe ist eine Zusage von Gott, dass er für uns sorgt und uns liebt.
3 Minuten
Der Text impliziert, dass der Mensch in der Dunkelheit lebt und auf das Licht angewiesen ist. «Ein starkes Bild. Gottes Wort ist ein Licht und alles andere ist dunkel», sagt Matt Studer. Für Rahel Studer ist klar: Wer solche Worte schreibt, muss mit diesem Gott ständig in Kontakt sein. «Er hat die Worte wiederholt, rezitiert und in sich aufgenommen. Das merke ich auch im eigenen Leben. Da, wo eine Wahrheit der Bibel angekommen ist, wird sie zum Licht.»
2 Minuten
«Ein Loblied auf den Erbauer der Erde», beschreibt Rahel Studer diesen Vers. «Weil Gott alles gemacht hat, gehört sie ihm auch.» Gott macht damit auch einen Anspruch klar. «Das ist manchmal gar nicht so einfach. Wir möchten ja oft unser eigener Herr sein», ergänzt Matt Studer. Und doch ist der Theologe beruhigt: «Gott hat mich geschaffen. Ich trage seine Handschrift. Und ich bin nicht einfach nur ein Molekül.»
2 Minuten
Die soziale Gerechtigkeit spielt im alttestamentlichen Buch Amos eine wichtige Rolle. «Die Zeilen sind an die Führer eines Volkes adressiert. Sie haben das Volk zu ihren Gunsten ausgebeutet», sagt Matt Studer. Rahel Studer greift das Bild des Flusses auf. «In einem Land mit viel Wüstenfläche ist man von einem solchen Fluss abhängig. So wäre es auch für ein Land schlimm, bei dem die Gerechtigkeit keinen Platz hat.»
3 Minuten
Matt Studer denkt an eine vergangene Reise, bei der er ein Schloss von Napoleon besucht hat. «Mir ist aufgefallen, dass all das auf eine Person zentriert war. Bei Jesus ist es genau umgekehrt.» Rahel Studer macht den Realitätscheck. «Wie kann ich jemand sein, der immer anderen dient? Gerade auch dann, wenn ich jemandem dienen will und die Person die Hilfe ablehnt?» Grundsätzlich geht es hier um die Haltung, dass man von sich wegschaut. Jesus Christus kann hier ein Vorbild sein. «Wir müssen aber auch zu uns selber schauen», greift Rahel nochmals auf. «Denn sonst können wir nicht wirklich lange dienen.»
3 Minuten
«Wenn meine eigenen Ressourcen aufgebraucht sind, dann werde ich ungeduldig und unfreundlich», sagt Rahel Studer ganz ehrlich. «Es ermutigt mich, dass ich auch mit den Schwächen von meinem Gegenüber geduldig umgehen kann.» Auch Matt Studer kennt diese Herausforderungen. Ihm hilft der Gedanke, dass Gott genauso mit uns umgeht. «Im Alten Testament gibt es das Bild, dass Gott den glimmenden Docht nicht auslöscht. Wir sollen daher auch einander und die Beziehungen zueinander nicht aufgeben.»