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161 Episoden
2 Minuten
Wenn man Bewährungsproben erlebt, dann soll man auch noch glücklich sein? «Ja, das ist ein hoher Anspruch», sagt Mirjam Merz. «Es ist wohl nicht die Zeit, in der man glücklich ist. Oft sind es aber diese Zeiten, die den Charakter schleifen und verändern.» Thomas Zingg ergänzt und erwähnt, dass es auch Zeiten sind, in denen der eigene Glaube gestärkt wird. «Im Wissen, dass ein Glaube auch daran zerbrechen kann.»
3 Minuten
Mit diesen Zeilen schliesst der Apostel Petrus diesen Brief aus der Bibel ab. «Der Kontext ist das Leiden. Wichtig ist aber die Bemerkung, dass Gott mittendrin ist und man von ihm auch etwas erwarten darf», erwähnt Thomas Zingg. Gerade in Leidenszeiten taucht oft die Frage auf, ob Gott es denn wirklich gut meint mit uns Menschen. «Da setzt Petrus nochmal ein Punkt. Ihm ist wichtig zu sagen, dass sie daran nicht zweifeln sollen», ergänzt Mirjam Merz. Die Spannung ist aber nicht einfach auszuhalten. Auf der einen Seite steht das Erleben, auf der anderen Seite steht diese Zusage. Helfen können die Hoffnung und der Glaube daran, dass dieses Leiden auch mal ein Ende haben wird.
2 Minuten
«Das ist ein typischer Spruch aus dem Buch der Sprüche», kommentiert Thomas Zingg den heutigen Textabschnitt. Ein Spruch aus der Weisheitsliteratur der Bibel, wo es oft um Wahrscheinlichkeiten geht und eine Anleitung fürs Leben. «Es definiert auch, wie ein Leben aussieht, welches gefüllt ist mit Weisheit», ergänzt Mirjam Merz. Für sie sind zum Beispiel Begegnungen mit Menschen solche Momente, bei denen auch eine Art Geschenk zurückkommt. Das, was ich weitergebe, werde ich auch ernten.
3 Minuten
«Ganz ehrlich: Ich habe da eine grosse Frage», sagt Katharina Bänziger. «Was meint Jesaja mit dieser Aussage, dass Gott alles ausführt, was er beschlossen hat?» Mitten im Gericht lobt Jesaja seinen Gott. «Gott hat beschlossen, dass er uns liebt und mit uns den Weg gehen will.» Für Thomas Bänziger zeigt sich das an dieser Textstelle. «In den Herausforderungen haben die Menschen erlebt, dass Gott da war und den Weg mit ihnen gegangen ist.»
3 Minuten
Wörtlich heisst es, dass das Herz des Menschen seinen Weg plant, aber der Herr lenkt seinen Weg. «Mich verunsichert das manchmal im Alltag», sagt Thomas Bänziger. «Ich weiss gerne was auf mich zukommt.» Doch dann kommt es oft anders. Katharina Bänziger erlebt das diametral anders. «Für mich hat das etwas Tröstliches. Gott lenkt meinen Weg auf einen sicheren Boden.» Gott durchkreuzt unsere Pläne. Das kann schlussendlich aber auch zu einem besseren Ende führen. Er führt nicht in die Sackgasse, er hat einen Weg bereit.
3 Minuten
«Dieser Vers ist zu gut, um wahr zu sein», sagt Thomas Bänziger. Der Überfluss an Gnade wird schon durch die Wortwahl deutlich. «Paulus hat das ganz bewusst gewählt», ergänzt Katharina Bänziger. Der Kontext der Textstelle ist eine Spendensammlung. «Fröhlich geben können wir nur dann, wenn wir überzeugt sind, dass Gott für uns schaut.» Es geht um die Grundhaltung, wie wir mit Geld umgehen können.
3 Minuten
Thomas Bänziger stellt zu Beginn die Frage nach dem Gottesbild. «Steckt da nicht ein Gottesbild von einem Polizisten dahinter? Einer, der alles sieht?» Wenn es einen Gott gibt, der alles sieht, kann das bedrohen, aber auch befreien. «Wie in einem Glashaus. Das kann auch authentisch wirken.» Katharina Bänziger ergänzt und sagt: «Wenn alles transparent ist, dann kann dies auch Gerechtigkeit erwirken. Alles liegt offen da.» Wichtig ist aber auch der Kontext, die anderen Verse um die Textstelle herum. Da geht es darum, dass Jesus Christus für uns einsteht und selbst schon die Gerechtigkeit erwirkt.
2 Minuten
Voller Begeisterung rennen die Frauen vom leeren Grab zu den Jüngern und verkünden die Auferstehung von Jesus. «Die Frauen haben sich getraut zum Grab zu gehen und die Jünger sitzen irgendwo in ihrer Trauer», bemerkt Johannes Tschudi. Und auch die freudigen Ausrufe der Frauen ändern daran nichts. «Sie bleiben in dieser Starre. Nur Petrus springt auf und geht zum Grab», sagt Mimi Grauli. Vielleicht hat er persönliche Gründe, die noch stärker hoffen lassen, dass Jesus wirklich lebt?
2 Minuten
«Die Stelle zeigt schön, wie unglaublich die Vorstellung war, dass jemand von den Toten aufersteht», sagt Johannes Tschudi. Denn obwohl Jesus seinen Tod und seine Auferstehung mehrmals angekündigt hat, rechnet niemand mehr damit. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt: «Die Jünger und Jüngerinnen haben erlebt, wie Jesus mit Lazarus bereits einen Toten wieder ins Leben geholt hat», sagt Mimi Grauli.
2 Minuten
Zögernd betraten sie die Grabhöhle, sie war leer. Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollten. Da traten zwei Männer in glänzend weissen Kleidern zu ihnen. Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. «Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?», wurden sie von den Männern gefragt. «Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!»
2 Minuten
Bis zum Tod haben die Frauen, die mit Jesus unterwegs waren, zu ihm gehalten. Nach dem Sabbat früh am Morgen machen sie sich auf, um ihm mit ihren Salben die letzte Ehre zu geben, denn: «Die Frauen mussten ihren geliebten Rabbi beerdigen, ohne ihn ölen zu können. Das muss hart gewesen sein», sagt Mimi Grauli. Johannes Tschudi ergänzt: «Die Frauen haben Mut bewiesen, sich zu jemandem zu bekennen, der gekreuzigt wurde.»
2 Minuten
Der römische Hauptmann erkennt, dass Jesus Christus Gottes Sohn gewesen ist. Für Evelyne Baumberger ist das eine bemerkenswerte Aussage: «Gottes Sohn war zu dieser Zeit eigentlich immer der Kaiser. Der Hauptmann sagt damit, dass Jesus diesen Status erhalten hat. Das ist nicht ungefährlich.» Tobias Rentsch sieht noch einen weiteren Punkt. «Der Hauptmann und die Frauen, das sind die, die erkennen, wer Jesus ist. Das ist nicht die theologische Elite.» Für ihn ist das ein Hinweis, dass wir alle eingeladen sind, um bei dieser Geschichte mitzureden.
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Der Text ist filmreif. «Die ganze Dramatik des Moments wird sichtbar in diesem Text», sagt Evelyne Baumberger. Und mittendrin stirbt Jesus Christuts. Es wird dunkler und schwärzer. «Und nun sagt Jesus, dass ihn auch noch Gott verlassen hat», ergänzt Tobias Rentsch. «Tiefer geht es eigentlich gar nicht.»
3 Minuten
«Es ist ein drastischer Moment», sagt Tobias Rentsch. «Die, welche ihn verspotten, machen sich lustig über den Fakt, dass er anderen Menschen geholfen hat». «Jesus geht untendurch», ergänzt Evelyne Baumberger. «Er, der eigentlich allen anderen geholfen hat, erhält nun die Todesstrafe.» Und neben ihm sterben zwei Verbrecher, die rechtmässig verurteilt wurden – und auch sie verspotten ihn.
3 Minuten
«Diese Geschichte hat die Welt so stark verändert wie keine andere», sagt Tobias Rentsch. Sie beginnt bei Weihnachten und endet vorerst am Karfreitag. «Hier wird die Geschichte richtig dicht!» Jesus wird als König der Juden betitelt. Evelyne Baumberger fügt hinzu: «Jesus sagt das nie von sich selbst, er verneint es aber auch nicht.» Vielleicht hat diese Geschichte gerade deswegen die Welt verändert. «Weil ein König am Kreuz stirbt.»