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ZEW Wirklich Wirtschaft Archiv

32 Episoden
28 Minuten
Kinder zu bekommen, führt für viele Mütter zu spürbaren Einkommenseinbußen. In der neuen Background-Folge des ZEW-Podcasts „Wirklich Wirtschaft“ erklärt Dr. Lukas Riedel aus der Forschungsgruppe „Ungleichheit und Verteilungspolitik“, warum neue Schätzungen zu dem Schluss kommen, dass der Verlust sogar noch höher ausfällt als bislang bekannt war. Seine Studie zeigt: Im vierten Jahr nach der ersten Geburt liegt der durchschnittliche Einkommensverlust von Müttern bei rund 30.000 Euro – etwa ein Drittel höher als nach der bislang üblichen Schätzmethode. Riedel erläutert zudem, wie die Verluste durch Arbeitsunterbrechung und Teilzeit vom entgangenen Einkommenswachstum verstärkt werden – und welche Rolle Kinderbetreuung und verlässliche Infrastruktur spielen, damit ein Kind keinen zwingenden Einkommensverlust bedeuten muss. Das Gespräch führte Podcast-Host Fabian Oppel.
9 Minuten
Die Inflationserwartungen für die Eurozone steigen deutlich: Finanzmarktexpertinnen und -experten rechnen für 2026 im Median mit einer Teuerungsrate von 2,7 Prozent – und damit klar über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. In der neuen Folge des ZEW-Podcasts „Wirklich Wirtschaft“ spricht Dr. Lora Pavlova, Leiterin des ZEW-Finanzmarkttests und Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte“, über die aktuellen Ergebnisse der April-Erhebung, die Rolle von Energiepreisen und die Herausforderungen für die Geldpolitik. Im Mittelpunkt der Folge steht die Frage, wie dauerhaft der erhöhte Inflationsdruck ist. Zwar liegen die Erwartungen für 2026 und 2027 über dem EZB-Ziel, mittelfristig rechnen die Befragten jedoch mit einer Rückkehr in Richtung zwei Prozent. Als wichtigste Treiber nennen sie vor allem Energiepreise, aber auch Rohstoffe, Lieferengpässe, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte. Gleichzeitig wirken Faktoren wie die schwache Konjunktur im Euroraum oder eine Aufwertung des Euro eher preisdämpfend.
11 Minuten
Seit über zwei Monaten dauert nun schon der Krieg im Iran – seither haben sich die Preise für Kraftstoffe auch in Deutschland stark erhöht. Im Rahmen des Kraftstoffmaßnahmenpakets wurde festgelegt, dass Tankstellen seit dem 1. April nur noch einmal am Tag um Punkt 12 Uhr mittags die Preise für Kraftstoffe anheben dürfen. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Forschende des ZEW Mannheim und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) haben sich diesen Effekt genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss: Die Margen für Benzin sind nach Inkrafttreten der Regelung um durchschnittlich sechs Cent pro Liter gestiegen. Über die Studie und ihre Kernergebnisse spricht Ko-Autor Jacob Schildknecht aus dem ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ mit Podcast-Host Fabian Oppel.
20 Minuten
Beschäftigte in Deutschland haben weltweit mit die höchsten krankheitsbedingten Fehlzeiten. Laut aktuellen Schätzungen belasten diese die Wirtschaft jährlich mit rund 77 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund fordern einige Menschen aus Politik und Wirtschaft die Einführung von unbezahlten Karenztagen oder eine Absenkung der Lohnfortzahlung auf 80 Prozent. Doch wären das wirklich geeignete Mittel oder wären sie vielleicht sogar kontraproduktiv? Darüber sprechen wir heute mit Prof. Dr. Nicolas Ziebarth, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“. Nicolas Ziebarth forscht seit mehr als 20 Jahren zu Fehlzeiten und veröffentlichte kürzlich einen Beitrag dazu im Fehlzeiten-Report 2025 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.
14 Minuten
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt angespannt – umso wichtiger sind verlässliche Indikatoren für die zukünftige Entwicklung. In der neuen Background-Ausgabe von „Wirklich Wirtschaft“ erklärt Dr. Lora Pavlova, Leiterin des ZEW-Finanzmarkttests und Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich „Altersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte“, im Gespräch mit ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, PhD wie Erwartungen von Finanzmarktexpertinnen und -experten erhoben werden und welche Rolle sie für Forschung, Politik und Märkte spielen. Der Podcast ist auf allen gängigen Podcastplattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer, sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.
18 Minuten
Deutschland hat 2024 so viel Geld in Innovation gesteckt wie noch nie: Unternehmen gaben laut aktueller Innovationserhebung des ZEW Mannheim rund 213,3 Milliarden Euro für Innovationen aus – ein neuer Höchstwert. Dennoch verliert die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb an Dynamik. Im ZEW-Podcast „Wirklich Wirtschaft Background“ erklärt Dr. Christian Rammer, stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs „Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik“, warum Rekordbudgets allein nicht ausreichen, um die Innovationskraft nachhaltig zu stärken, und wo die zentralen Bremsklötze im deutschen Innovationssystem liegen. Das Gespräch führte Podcast-Host Pascal Ausäderer. Der Podcast ist auf allen gängigen Podcastplattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer, sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.
19 Minuten
Gesundheitsapps sind längst allgegenwärtig, vom Schrittzähler im Handy bis zur spezialisierten digitalen Therapie. In der neuen Background-Ausgabe von „Wirklich Wirtschaft“ erklärt Dr. Sabrina Schubert, Wissenschaftlerin in der ZEW-Forschungsgruppe „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“, was Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) von anderen Gesundheitsapps unterscheidet. Anhand eigener Forschung zeigt Schubert, dass seit Einführung der Regulierung „mehr Quantität, aber nicht unbedingt mehr Qualität“ auf den Gesamtmarkt an Gesundheitsapps gekommen ist: Es gibt mehr Apps, jedoch nicht mehr evidenzbasierte Angebote – und Innovation in die Breite (für neue Krankheitsbilder) bleibt selten. Diskutiert werden mögliche Stellschrauben und wie das ZEW dieses Forschungsfeld in Zukunft noch intensiver bearbeiten wird. Das Gespräch führte Podcast-Host Fabian Oppel. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen, zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcasts oder Deezer, sowie auf der ZEW-Webseite verfügbar.
13 Minuten
Am 8. März ist der Weltfrauentag, der auf die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern hinweisen soll: Im Jahr 2025 verdienten Frauen in Deutschland pro Stunde im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Über den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in der Gig Economy spricht Dr. Eliza Stenzhorn in der aktuellen Ausgabe von „ZEW Wirklich Wirtschaft“. Stenzhorn führt im Gespräch mit Podcast-Host Fabian Oppel auf Basis einer eigenen Studie aus, dass der unbereinigte Gender Wage Gap in der Gig Economy mit rund 30 Prozent sehr hoch ist. Dieser Unterschied lässt sich jedoch weitgehend erklären: Rund 90 Prozent des erklärbaren Lohnunterschieds sind auf Unterschiede im Bewerbungsverhalten zurückzuführen, ein kleinerer Teil auf Unterschiede in formaler Bildung und spezifischen Qualifikationen. Werden diese Faktoren statistisch berücksichtigt, reduziert sich der Gender Wage Gap auf unter zwei Prozent – und liegt damit deutlich niedriger als auf klassischen Arbeitsmärkten. Die Art und Weise, wie Frauen und Männer die Plattformen nutzen, auf denen Jobs vermittelt werden, ist also hoch relevant.
6 Minuten
Die kantonalen Steuersätze im Schweizer Kanton Bern wurden 2011/2012 deutlich gesenkt – vor allem für niedrige und mittlere Einkommen. Doch viele Gemeinden reagierten darauf mit kräftigen Erhöhungen ihrer eigenen Hebesätze. In einer neuen Studie zeigt ZEW-Ökonom Paul Steger, dass zahlreiche Kommunen ihre Steuern sogar so stark anhoben, dass die Ausfälle überkompensiert wurden und die effektive Steuerlast in manchen Fällen stieg – insbesondere für höhere Einkommen. Über diese Ergebnisse spricht Steger im ZEW-Podcast „Wirklich Wirtschaft Kompakt“.
13 Minuten
Nach nicht einmal vier Monaten hat die Kommission zur Sozialstaatsreform ihren Abschlussbericht an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, übergeben. Der Bericht gliedert sich in vier Hauptthemen: Neusystematisierung von Sozialleistungen, Verbesserung von Erwerbsanreizen, Rechtsvereinfachungen sowie Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung. Darüber spricht der Leiter der ZEW-Forschungsgruppe „Ungleichheit und Verteilungspolitik“, Prof. Dr. Holger Stichnoth, im ZEW-Podcast „Wirklich Wirtschaft“ mit Host Fabian Oppel. Stichnoth ordnet den Bericht ein als mutige Richtungsentscheidung mit vielen sinnvollen Vorschlägen für die Modernisierung eines leistungsfähigen, aber über Jahre sehr komplex gewordenen Sozialstaats. Der Bericht sei kein fertiger Bauplan, aber setze einen starken Impuls für Vereinfachung und Modernisierung. Sozialpolitik werde stärker aus einem Guss gedacht und Digitalisierung als Strukturprinzip verstanden.
24 Minuten
Deutschland und andere EU-Staaten machen derzeit Schulden in Rekordhöhe – doch wie viel davon kommt tatsächlich den nachfolgenden Generationen zugute? Dieser Frage geht die neue „Zukunftsquote“ des ZEW Mannheim nach – ein Indikator, der erstmals den Anteil der öffentlichen Ausgaben in wirkliche Zukunftsvorsorge misst. In der aktuellen Background-Ausgabe von „ZEW Wirklich Wirtschaft“ erläutert Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und öffentliche Finanzwirtschaft“, das Konzept und die Ergebnisse der Zukunftsquote.
9 Minuten
Warum werden Überschriften immer zugespitzter – und was macht das mit den Nutzern/-innen? Im ZEW-Podcast spricht Host Katrin Müller mit den Ökonominnen Dr. Raphaela Andres (ZEW) und Lara Marie Berger (Universität zu Köln) über die Mechanismen digitaler Medienmärkte: wie Plattformen Aufmerksamkeit monetarisieren, warum Fakten schlechter hängen bleiben und wie sich Hassrede etwa auf Twitter dynamisch verstärkt. Die Wissenschaftlerinnen diskutieren unter anderem: Wirkt Regulierung – oder wirkt sie nicht? – und was das Netzwerkdurchsetzungsgesetz messbar verändert. Außerdem: Gegenrede, Fact-Checks, bessere Anreize für Qualitätsjournalismus und Medienbildung.
44 Minuten
Damit die deutsche Wirtschaft nach zwei Jahren der Rezession wieder auf einen Wachstumspfad kommt, sei eine Steigerung der Produktivität erforderlich, insbesondere durch erhöhte Innovationen und Investitionen. Das erläuterte Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer, die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, im Rahmen ihrer Präsentation des Jahresgutachtens 2025/26 am ZEW in Mannheim. Den Vortrag könnt ihr in dieser Folge von "Wirklich Wirtschaft Background" nachhören.
12 Minuten
Seit der Corona-Pandemie ist die deutsche Wirtschaft nicht mehr gewachsen. Die Wirtschaftsweisen fordern deshalb in ihrem Jahresgutachten schon im Titel Perspektiven für morgen zu schaffen und mahnen gleichzeitig, Chancen nicht zu verspielen. Monika Schnitzer ist die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, so der offizielle Name der Wirtschaftsweisen. Sie hat das ZEW Ende 2025 besucht und das Jahresgutachten hier vorgestellt. Daraus haben wir für euch einen zweiteiligen Podcast machen können. Eine „Wirklich Wirtschaft Kompakt“-Folge und eine „Background“-Folge. Ihr hört gerade den ersten Teil in dieser Kompaktfolge sprechen ZEW-Präsident Achim Wambach und Monika Schnitzer über die Kernergebnisse des Jahresgutachten. Im zweiten Teil könnt ihr dann dem Vortrag von Monika Schnitzer folgen, den sie im Rahmen der ZEW-Veranstaltungsreihe „Wirtschaftspolitik aus erster Hand“ gehalten hat.
16 Minuten
Nicht jeder Markt regelt sich von selbst, wie man von Strommärkten oder den Auktionen von Mobilfunkfrequenzen weiß. Komplexe Märkte zu gestalten und durch ein optimales Design schnell effiziente Lösungen zu finden, gehört zu den Hauptanliegen von Marktdesign. Wie wichtig hier eine systematische Herangehensweise ist und wie die Theorie sich am besten in die Praxis umsetzen lässt, darüber spricht Nobelpreisträger Paul Milgrom, Professor an der Stanford University in den USA, im neuen ZEW-Podcast. Außerdem thematisiert er das Spannungsfeld zwischen Effizienz und Fairness bei Organspenden im Iran und warum er es besonders schätzt, wenn der akademische Nachwuchs eigene Ideen in die Forschung einbringt. Das Gespräch führte Katrin Müller, Leiterin der ZEW-Kommunikation.