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Bits & Bolzen - wenn Industriewelten verschmelzen

Bits & Bolzen - wenn Industriewelten verschmelzen

Anja Hendel, Judith Muster, Andreas Hermwille 13 Episoden Neueste vor 1 Woche
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Episoden

47 Minuten
Q.ANT ist ein Deeptech-Unternehmen aus Stuttgart, das photonische Prozessoren entwickelt – also Computerchips, die mit Licht statt mit elektrischen Impulsen rechnen. Das Unternehmen arbeitet damit an einer Technologie, die KI-Rechenleistung energieeffizienter machen soll und zugleich einen neuen Ansatz für die nächste Generation von Hochleistungsrechnern bietet.

In dieser Folge von Bits & Bolzen sprechen Anja Hendel und Michael Förtsch, Gründer und CEO von Q.ANT, über die Entstehungsgeschichte des Unternehmens. Q.ANT ist aus dem Maschinenbaukonzern Trumpf hervorgegangen – und genau diese Konstellation steht im Zentrum des Gesprächs:

Warum war dieses Vorhaben nur als Ausgründung realisierbar?

Drei Gründe stehen dabei im Mittelpunkt:

Schutz vor der Logik des Kerngeschäfts

Innerhalb eines erfolgreichen Konzerns würde ein Vorhaben ohne direkten Bezug zur bestehenden Cashcow schnell an den Rand gedrängt.

Mehr Geschwindigkeit außerhalb der Konzernprozesse

Die nötige Dynamik für Technologieentwicklung, Produktfindung und Marktanpassung war nur mit eigener Struktur, eigenem Budget und ohne Corporate-Schleifen möglich.

Echte unternehmerische Verantwortung

Die Ausgründung war so gebaut, dass Entscheidungen, Risiken und Konsequenzen vollständig in der neuen Firma lagen – genau das sollte radikales Handeln ermöglichen.

Moderation: Andreas Hermwille
20 Minuten
In Staffel 2 von Bits & Bolzen wird einiges anders, vieles bleibt gleich: Weiterhin sind Anja und Jules der Frage auf der Spur, wie Organisationen die Logiken von Hard- und Software, Bits und Bolzen vereinen.

In der ersten Folge der Staffel stellen wir die Gäste vor, denen wir begegnen werden, welche Fragen wir mit ihnen erörtern wollen und - wie sich der Podcast weiter entwickelt hat.

Anders als in Staffel 2 werden wir die Gespräche mit den Expertinnen und Experten immer zu dritt führen: Anja und Jules wechseln sich ab, Andreas führt durch das Gespräch, der jeweilige Gast erzählt. So kommen jeweils Anja und Judith tiefer in die Diskussion.

Außerdem haben wir die Backend-Folgen aufgemotzt: Wir nutzen jetzt O-Töne aus dem Gastgespräch, um die Diskussion zwischen Jules und Anja direkt tiefer zu legen.
31 Minuten
In dieser finalen Folge der 1. Staffel blicken wir das, was sich über die unterschiedlichen Unternehmen und Perspektiven hinweg als gemeinsame Muster gezeigt hat.

Anjas Beobachtung: Für eine erfolgreiche Transformation muss man die Logik von Software ernst nehmen

Software verändert nicht nur Produkte, sondern auch Geschäftsmodelle. Wenn Software ernst genommen wird, braucht es andere Kennzahlen und Bewertungsmaßstäbe – etwa wiederkehrende Umsätze statt einmaliger Verkäufe.

Transformation muss beginnen, bevor das bestehende Geschäft unter Druck gerät. Organisationen müssen in neue Modelle investieren, während das alte Modell noch erfolgreich ist.

Hardware und Software folgen unterschiedlichen Entwicklungslogiken. Die „First Time Right“-Logik der Hardware trifft auf die „Release First, Patch Later“-Logik der Software – beide sind rational innerhalb ihres Systems.

Judiths Beobachtung: Man muss Führung und Hierarchie klug organisieren.

In neuen Feldern braucht es Führung vor der Struktur. Wenn es noch keine etablierten Routinen gibt, entsteht Orientierung durch Personen, die neue Wege ausprobieren.

In stark verstrukturierten Organisationen braucht es Führung gegen die Struktur. Gerade erfolgreiche Routinen können Innovation blockieren, wenn niemand Impulse setzt, die sie infrage stellen.

Transformation braucht Strukturen, die Führung ermöglichen. Organisationen müssen gezielt Räume schaffen, in denen Konflikte zwischen alten und neuen Logiken produktiv verhandelt werden können.

Wie geht es weiter? Die zweite Staffel ist schon in Planung! Wenn du selbst ein spannendes Thema an der Schnittstelle zwischen Soft- und Hardware vor der her treibst, dann melde dich bei uns: Schreib z.B. Andreas via andreashermwille@metaplan.com

Wenn du den Start der 2. Staffel oder das Erscheinen vom Buch von Anja und Judith nicht verpassen möchtest: Schau auf bitsundbolzen.info vorbei und abonniere unseren Newsletter.
34 Minuten
Wie eine Organisation geformt ist, so werden auch ihre Produkte geformt sein. Das ist grob die Aussage von Convey's Law.

In dieser Bits & Bolzen Backend Folge sprechen Anja Hendel, Judith Muster und Andreas Hermwille darüber

- wie sich Convey's Law im Konflikt zwischen Hard- und Softwarelogiken auswirkt,

- wie andere Organisationsgestalter:innen von Michäas Sutter übers Brücken bauen und lokale Rationalitäten lernen können.

- was es heißt, wenn Konflikte nach unten statt nach oben eskalieren

- und wieso man sich nicht für ideale Lösungen, sondern immer für Lieblingsprobleme entscheiden muss.
42 Minuten
In dieser Folge ist Michäas Sutter zu Gast. Er arbeitet für den Halbleiterhersteller Infineon Technologies. Halbleiter sind ein unverzichtbares Element in der digitalisierten Gesellschaft. Von Fahrzeugelektronik, über Energienetze zu Sensor- und Konnektsystemen sind Halbleiter überall da drin, wo wir als Laie drauf schauen und Dinge auch einfach Magie sein könnten. Infineon ist mit 57.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 14.7 Milliarden Euro einer derweltweit führenden Anbieter.

Michäas schaut dabei aber nicht aufeinen einzelnen Bereich, sondern aufs Vernetzen der Strukturen. Als Head of Strategic Organization Design ist seine Aufgabe genau das, was wir spannendfinden: Das Herstellen und Absichern guter Kommunikation, mittels klug angelegter Strukturen.

Spannend ist dabei auch, dass Michäas selbst weder Software noch Ingenieurswesen als Hintergrund hat, sondern einen organisationstheoretischen: Er ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler mit einem Schwerpunkt darauf, wie Wissen in Organisationen weiter gegeben wird.

Michäas hat uns drei Thesen über die Lücke zwischen Soft- und Hardwarewelt mitgebracht:

Die üblichen Lösungsversuche setzen bei Mindset-, Kultur- oder Leadership-Defiziten an, was deutlich zu kurz springt.Weiter kommt man, wenn man die "lokalen Rationalitäten" der Akteure betrachtet und sich fragt, wie man zwischen ihnen Brücken bauen kann.Aber als kluge Organisationsgestalter:innen müssen wir hinnehmen, dass es manche Dilemmata immer gehen wird.

Darum ist die wichtigste Aufgabe als Gestalter:in von Strukturen: Man muss die Entscheidungen treffen, die für alle anderen das weiter entscheiden möglich machen.
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast machen sich Judith Muster (Organisationssoziologin und Partnerin bei Metaplan) und Anja Hendel (Digitalexpertin) auf eine Reise quer durch die Republik und besuchen Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die es geschafft haben: Sie haben Hardware- und Softwarelogik vereint. Anja und Judith kommen ins Gespräch mit den Menschen, die die Geschichten darüber erzählen können: Wie ist das gelungen? Und welche Herausforderungen mussten sie überwinden? Mit dabei als Erzähler, Moderator, Reisebegleiter: Andreas Hermwille.
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„Bits & Bolzen - wenn Industriewelten verschmelzen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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