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Antenne Witten Classics Archiv

130 Episoden
12 Minuten
Gäste: Beate Albrecht und Katja Beil
14 Minuten
Ausstellung erinnert an Explosion der Roburit-Fabrik vor 100 Jahren

Am Abend des 28. November 1906 brach im Mischgebäude der Wittener Roburit-Fabrik ein Feuer aus. Kurze Zeit später erschütterten zwei gewaltige Explosionen den Stadtteil. Die Fabrik, die ausgerechnet Sicherheitssprengstoffe für den Bergbau herstellte, flog in die Luft. 41 Menschen kamen ums Leben, mehrere hundert wurden verletzt und über 2000 obdachlos. 100 Jahre später erinnert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Westfälischen Industriemuseum Zeche Nachtigall mit der Ausstellung „Sprengstoff!“ (24.9.06 - 28.1.07) an das Ereignis. „Die Katastrophe war nicht nur ein lokales Ereignis, sie löste im gesamten Kaiserreich Bestürzung aus“, so Projektleiterin Ingrid Telsemeyer bei der Vorstellung der Schau am 22. September in Witten.

Über 120 Exponate hat das Ausstellungsteam zusammengetragen und in Szene gesetzt; mehr als die Hälfte davon sind Leihgaben. Die größte unter ihnen ist die Annener Feuerglocke, die damals die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zum Einsatz rief. Unmittelbare Eindrücke aus der Zeit der Katastrophe vermitteln mehr als 40 Ansichtspostkarten vom Unglücksort sowie Plakate mit Hilfsangeboten. Zentrales Exponat ist ein repräsentatives Fotoalbum der Fabrikbesitzer aus dem Jahr 1903, in das später Unglücksfotos eingeklebt wurden. Jahre nach der Explosion gelangte es in den Besitz des Polizisten und Unglücksopfers Ludwig Wahl. Sein Gehör wurde durch die enorme Druckwelle schwer geschädigt, und er erhielt 1909 eines der ersten Hörgeräte, die es auf dem Markt gab. Die Kosten von 90 Mark wurden aus den reichsweit gesammelten Spendengeldern erstattet. „Die Geschichte von Ludwig Wahl ist ein typisches Beispiel dafür, wie wir den Blick in der Ausstellung immer wieder auf einzelne Menschen lenken“, so Ingrid Telsemeyer.

Einen anschaulichen Eindruck von Größe und Lage der Fabrik vermittelt ein Modell, das in den Werkstätten des LWL-Industriemuseums nach historischen Plänen und Fotografien gebaut wurde. Feuerwehr- und Polizeiutensilien, medizinische Hilfsmittel wie Krücken und Beinprothesen, historische Fotografien und andere Dokumente ergänzen die Schilderungen von Zeitzeugen. Über Hörstationen vermitteln sie einen lebendigen Eindruck vom Verlauf des Unglücks und von den Debatten um die Ursache und die juristische und moralische Schuld. Medien-Stationen regen zum Nachdenken über die eigene Einstellung zum Thema an.

Das umfangreiche Begleitprogramm (s.u.) reicht von Vorträgen über Sicherheitstrainings mit der Feuerwehr Witten bis zu einer Tagung. Die Ausstellung beschränkt sich aber nicht auf die Katastrophe allein. „Wir nehmen auch die gesellschaftlichen Reaktionen auf das Unglück in den Blick“, betont Telsemeyer. Unter den Überschriften „Sensation und Solidarität“ sowie „Erinnern und Vergessen“ geht es um die Zeitungsberichterstattung zum Unglück, um Angst, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der Menschen sowie die Aufarbeitung des Falls durch die Gerichte bis hin zur späteren Erinnerungskultur. „Zu den Jahrestagen war das Unglück in Witten immer wieder präsent. Heute erinnert in Witten nur noch wenig an das große Unglück. Jetzt nach 100 Jahren wurde die Katastrophe für die Ausstellung erstmals gründlich erforscht“, erläutert Dr. Martina Kliner-Fruck, Leiterin des Stadtarchivs Witten, das zahlreiche Dokumente zur Ausstellung beisteu-erte. Das Stadtarchiv, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund sowie der Geschichtsverein Annen sind Kooperationspartner des Projektes.

Am Ende zieht die Schau auch Parallelen zur heutigen Katastrophenbewältigung und den nach wie vor vorhandenen Risiken der industriellen Produktion. Telsemeyer: „Jüngere Unglücke wie Bhopal, Tschernobyl oder die Explosion in der Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede im Mai 2000 zeigen, dass das Risiko einer Katastrophe heute so aktuell wie damals ist.“

Gast: Ingrid Telsemeyer

Moderation: Anna Kopetsch
4 Minuten
Gast: Petra Klein von der Stadt Witten
22 Minuten
"Dies sind die Abenteuer - 40 Kapitel aus 40 Jahren Star Trek", Thomas Höhl und Mike Hillenbrand haben dieses Buch geschrieben. Worum es geht? Der Titel ist Programm. Mit Mike Hillenbrand unterhalten wir uns im Antenne-Podcast. Der Essener Autor ist unter anderem Mitarbeiter der Zeitschrift "Space View" und bei SF-Radio machte er bereits Podcast in einer Zeit, als diese noch Radio on Demand hießen und nur eine kleine Gruppe von eingefleischten Fans interessierten.
13 Minuten
Gäste: Beate Albrecht und Katja Beil
12 Minuten
Neue EDV-Kurse für Senioren der VHS Witten, Wetter, Herdecke starten bald, Regina Schrader will älteren Menschen die Angst vor dem Computer nehmen. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen gibt sie EDV-Kurse an der Volkshochschule Witten, Wetter, Herdecke und hat sich auf die Arbeit mit Senioren spezialisiert. In der Sendung „Thema: Senioren im Web” berichtet Anna Kopetsch am Dienstag, 29. August über Regina Schraders Bemühungen, den Senioren die Angst vor dem Computer zu nehmen und deren mühevollen Weg ins World Wide Web.

Mit im Studio sind zwei ihrer Schülerinnen, Frau Hiltrop (58) und Frau Hausherr (84). Sie erzählen, wie sie auf die Idee gekommen sind, Computerkurse zu belegen und berichten von ihren Erfahrungen in den Unterrichtsstunden.

Frau Schrader ist gelernte Gymnasiallehrerin und beschäftigt sich seit langer Zeit mit dem Computer. Vor ca. 20 Jahren hat sie erkannt, dass es kaum Angebote für ältere Interessierte gibt. Dazu kommt, dass ältere Menschen anders lernen. Laut der EDV-Expertin sind sie viel neugieriger, wollen die meisten Vorgänge genauer erklärt haben und das ist zeitintensiv.

Was tun, wenn die Kinder und Enkel wegziehen? Bleibt da nur noch das Telefon? Bei weitem nicht, denn auch Senioren können lernen an ihre Enkel E-Mails zu versenden. Bilder von ihren Reisen mit Tönen zu versehen und so ihre Nächsten am Leben teilhaben zu lassen. Dass Arbeit am Computer Spaß machen kann, das ist nur eins der Ziele, die die Kursteilnehmer bei der VHS erfahren.

Darüber hinaus darf der gesellige Charakter der Unterrichtsstunden nicht vergessen werden. Die Teilnehmer legen zwischen den Kurseinheiten stets eine Kaffeepause ein. Dazu gibt es selbstgebackenen Kuchen und Gespräche. Schön ist es, wenn die Schüler auch private Kontakte knüpfen.

Wenn Sie Interesse an einem Computerkurs für Ältere haben, müssen Sie keinerlei Vorkenntnisse haben. Manchmal wird den Kursteilnehmern im Vorfeld von Verwandten eingeredet, sie seien zu alt oder dumm. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen. Die Gruppen freuen sich auf Sie!
10 Minuten
The Pipes and Drums of the Glencoe Highlanders, das klingt nach Schottland, nach Männern in Röcken, nach Dudelsackmusik. Nun, das mit den Röcken stimmt, Dudelsäcke - das stimmt auch, nur Schottland, das ist etwa einen halben Kontinent daneben, denn The Pipes and Drums of the Glencoe Highlanders, die haben ihre Wurzeln in Witten.

Gegründet wurde die Gruppe, die ihren Namen einem Dörfchen in Schottland verdankt, von René Jeannès, der, wie der Name schon verrät, ebenfalls keine schottischen Wurzeln aufweist, sondern gebürtig aus der Bretagne stammt, wo der Dudelsack ebenso eine zentrale Rolle der keltisch geprägten Musik spielt wie zum Beispiel in Galizien. Keine Wunder, dass es im Kulturblick nicht nur um Musik, sondern auch viele Klischees gehen wird.
10 Minuten
Der Kulturblick schaut im Muttental von Witten vorbei. Das Muttental ist ein bundesweit einmaliger, so genannter Bergbauhistorischer Wanderpfad. Links und rechts des Wanderweges findet der Wanderer Bergbauzeugnisse aus der Vergangenheit. Das Muttental gilt als Keimzelle des Ruhrgebietes.

Im Kulturblick-Podcast unterhält sich Antenne-Witten-Moderator Christian Lukas mit Holger Sabo vom Arbeitskreis Witten im Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier über deren Arbeit und anstehende Renovierungsmaßnahmen im Tal.
6 Minuten
Markolf Hoffmann ist ein Autor phantastischer Romane und er hat sich längst einen Namen in der deutschen Fantasy-Szene erarbeitet. Mit eben der Reihe „Das Zeitalter der Wandlung” scheut sich der 30jährige nicht davor zurück, mit allerlei Klischees des Fantasy-Genres zu brechen. Wir haben ihn gesprochen und in unserem Podcast erklärt er uns, weshalb er mit Fantasy-Klischees in seinen Räumen aufräumt und warum das Genre erst am Anfang einer aufregenden Entwicklung steht.
7 Minuten
Bilder aus Entenhausener Privatbesitz: Peter Trautner hat solche Bilder gezeichnet und den gesamten Juli über werden sie im Wittener Rathaus zu sehen sein. Der Künstler aus dem östlichen Ruhrgebiet hat sich dabei Werken aus Donald-Duck-Comics gewidmet — und zwar jenen kleinen Bilderchen, die zum Beispiel die Wände von Dagobert Ducks Geldspeicher zieren, jene kleinen Kostbarkeiten, die beim Lesen eines Comics untergehen. Trautner hat sie auf Leinwand gebannt und bietet nun einige interessante Einblicke in eine bekannte unbekannte Welt. Übrigens: Peter Trautner ist auch Donaldist. Und was es bedeutet, Donaldisch zu denken, das erklärt er in dieser Episode.
12 Minuten
„Texte dein Drama” ist der Titel eines Seminars zu Szenischem Schreiben in der Werk-Stadt Witten. Im Kulturblick-Podcast erzählt die Schauspielerin Beate Albrecht von der spannenden Kulturlandschaft in Witten. Witten schreibt. Nicht nur für sich, auch für die Bühne tippen und schreiben WittenerInnen. Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind aktiv in Theatern, Gemeinden und Projekten, eben dort wo ihren Geschichten Leben eingehaucht wird.

Die letzten beiden Juni-Wochenenden stehen in der Werkstadt-Witten ganz im Zeichen des geschriebenen Wortes. Die Wittener Schauspielerin Beate Albrecht bietet in Kooperation mit der Werkstadt-Witten ein Seminar zu szenischem Schreiben an.

An den Wochenenden vom 23.06. bis zum 25.06. und vom 30.06. bis zum 02.07. sollen Schreibwillige unter der Leitung von Kerstin Hof, Dozentin für kreatives Schreiben, das Rüstzeug zum Schreiben eigener Theaterstücke erhalten. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der Vermittlung des Handwerkzeugs, das zum Schreiben nötig ist. Auch die Umsetzung eigener Ideen und der Austausch über das gemeinsame Schreiben kommen nicht zu kurz.

Geplant ist es, die Texte in einer kleinen Werkschau und einer Dokumentation zu präsentieren.

Da die Plätze für dieses Seminar begrenzt sind, empfiehlt sich eine baldige Anmeldung. Weitere Informationen auf der Antenne-Homepage und unter www.theaterspiel.de.
11 Minuten
Im Ruhrgebiet sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe von hoch interessanten Industriemuseen entstanden. Zum Beispiel das Gruben- und Feldbahnenmuseum Zeche Theresia in Witten, das ab sofort wieder jeden 1. und 3. Sonntag im Monat seine Pforten öffnet. In unserem Podcast unterhalten wir uns mit dem Vorsitzenden der Arge Muttenthalbahn, die das Museum betreibt und über 200 Waggons und 60 Loks den Besuchern präsentieren.

Außerdem sprechen wir mit Ingrid Telsemeyer, der Autorin des Museumsführers Zeche Nachtigall (Witten), einem Buch, das auch als Werk über die Industriegeschichte der Region des Mittleren Ruhrgebiets ganz für sich alleine bestehen kann, ohne dass man nun unbedingt ins Westfälische Industriemuseum Zeche Nachtigall pilgern muss. Zum Beispiel geht es in ihrem Buch nicht nur um die Anfänge des Kohlebergbaus an den Ruhrufern zwischen Witten und Bochum vor fast 300 Jahren. "Man glaubt heute oft, Strukturwandel sei ein Phänomen der Neuzeit", erklärt die Autorin, letztlich aber befindet sich das Ruhrgebiet seit Ge

Jobact Witten

18 Minuten
Thema: Jobact

Gast: Sandra Schürmann, Geschäftsführerin

Moderation: Inga Hinnenkamp
10 Minuten
Gast: Aaron Naor, Vorbeter der Jüdischen Gemeinde Bochum, Herne, Hattingen
20 Minuten
Im dritten und letzten Teil der Sendereihe „Jesus zwischen den Religionen” begrüßt Anna Kopetsch Dr. Karl Heinz Grenner von der katholischen Kirchengemeinde St. Vinzenz von Paul in Witten. Die St. Vinzenz Gemeinde öffnet seit 1970 ihre Türen allen Menschen, die den Heilig Abend nicht allein Zuhause verbringen wollen. Eingeladen sind Menschen unabhängig ihre Konfession, die alleinstehend, verwitwet oder obdachlos sind und nicht genügend zu essen und trinken haben. Die Feier finanziert sich durch Geld- und Sachspenden, für die Gäste ist sie kostenlos. Gemeindemitglieder der St. Vinzenz Gemeinde und umliegender Kirchen bringen belegte Brote vorbei, ein Fahrdienst sorgt für den Transport von Gehbehinderten Menschen, die den Weg in die Gemeinde nicht allein schaffen können. Wie die Idee entstand und wie erfolgreich die Mitarbeiter um Dr. Grenner sind, erfahren Sie im Podcast von Antenne Witten.