Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Box Office Inside Archiv

60 Episoden
60 Minuten
Ist Bora Dagtekins Erfolgsserie vorbei? Auch am zweiten Wochenende behauptet sich „Der perfekte Urlaub“ an der Spitze der deutschen Kinocharts. Doch nach rund 332.000 weiteren Besuchern und gut einer Million verkauften Tickets insgesamt stellt sich die Frage, ob der Film die hohen wirtschaftlichen Erwartungen noch erfüllen kann. Wir analysieren die Entwicklung der Besucherzahlen, sprechen über die Kosten der Produktion und darüber, was das Ergebnis für die Münchner Constantin Film bedeutet. Denn ausgerechnet der Film, der das deutsche Kinojahr entscheidend voranbringen sollte, droht hinter den großen Erfolgen seines Regisseurs zurückzubleiben. Und wir werfen einen Blick auf das Constantin-Programm für 2027: Welche Produktionen könnten die nächsten großen Hits werden?

Ein deutscher Streaminghit erobert die Welt: Die Amazon-Produktion „Drive: The Pretenders“ steht in zahlreichen Ländern an der Spitze der Streamingcharts. Was steckt hinter diesem Erfolg? Wir beschäftigen uns mit der Formel der Produzenten, dem internationalen Boom romantischer Stoffe für ein junges Publikum und der Frage, warum gerade solche Geschichten bei Prime Video so zuverlässig funktionieren. Florian hat allerdings erhebliche Einwände gegen die Darstellung der Geschlechterrollen. Wir diskutieren, ob die Serie tatsächlich ein popkulturelles Phänomen ist – oder vor allem innerhalb ihrer Zielgruppe für Begeisterung sorgt.

David Fincher und Quentin Tarantino machen gemeinsame Sache. Mit „The Adventures of Cliff Booth“ steht eine der ungewöhnlichsten Netflix-Produktionen des Jahres vor dem Start. Brad Pitt kehrt in seine Rolle aus „Once Upon a Time in Hollywood“ zurück, Tarantino liefert das Drehbuch und Fincher übernimmt die Regie. Ein neues gemeinsames Interview der beiden Filmemacher wirft allerdings mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wie passen ihre unterschiedlichen künstlerischen Handschriften zusammen? Und warum bleibt es um einen derart kostspieligen Film kurz vor seiner Veröffentlichung erstaunlich ruhig? Dazu sprechen wir über den jungen Horrorregisseur Curry Barker, der nach seinem Überraschungserfolg „Obsession“ bereits an seinem nächsten Film arbeitet.

Auch die Medienbranche liefert Gesprächsstoff. Die New York Times will offenbar Letterboxd übernehmen. Was verspricht sich eines der renommiertesten Medienhäuser der Welt von einer Plattform, auf der Filmfans ihre Sichtungen dokumentieren und bewerten? Wir sprechen über Communitys als Geschäftsmodell, die Zukunft der Filmkritik und die wachsende Bedeutung digitaler Publikumsbindungen. Außerdem diskutieren wir einen Auftritt von Jan Böhmermann und die Frage, warum sich die deutsche politische Satire im Vergleich zu amerikanischen Late-Night-Größen wie Jon Stewart oder John Oliver so schwertut.

Endlich wieder eine spannende Kinowoche? Gleich mehrere vielversprechende Filme starten in Deutschland. Mit „Godzilla Minus Zero“ kehrt eines der berühmtesten Monster der Filmgeschichte zurück. Das aufwendig produzierte Stop-Motion-Abenteuer „Wildwood“ will an den Erfolg der Laika-Studios anknüpfen. Und Fatih Akin erzählt in „Geister“ eine düstere, bildgewaltige Liebesgeschichte, die Chris zu den stärksten deutschen Filmen des Jahres zählt. Doch können diese Produktionen auch an den Kinokassen überzeugen? Die ersten Zahlen lassen zumindest bei einigen Titeln Zweifel aufkommen.

Wir schauen außerdem auf die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem internationalen Kinomarkt, auf die erstaunliche Entwicklung einzelner US-Produktionen und auf die Frage, warum manche Filme hierzulande trotz großer Namen und guter Kritiken kaum Publikum finden. Zum Schluss geht es um die oft langen Wartezeiten auf internationale Kinostarts: Warum müssen deutsche Zuschauer auf viel diskutierte Filme wie „You Can See Everything“ oder die britische Komödie „Chica“ teilweise Monate länger warten?
1 Stunde 3 Minuten
Hat Bora Dagtekin sein Mojo verloren? Mit „Der perfekte Urlaub“ ist der neue Film des erfolgreichsten deutschen Komödienregisseurs der vergangenen Jahre gestartet. Doch trotz einer gewaltigen Marketingkampagne und des besten Starts eines deutschen Films im laufenden Jahr bleibt das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück. Rund 462.000 Besucher am ersten Wochenende sind ein gutes Resultat – aber deutlich weniger als bei „Das perfekte Geheimnis“ oder „Chantal im Märchenland“. Wir analysieren die Zahlen aus Deutschland und dem DACH-Raum, sprechen über Produktionskosten, Fördergelder und die Frage, wie viele Kinobesucher der Film erreichen muss, um sich wirtschaftlich zu rechnen. Ist Dagtekins Erfolgsformel in die Jahre gekommen? Und warum wird ausgerechnet das zweite Wochenende zur entscheidenden Bewährungsprobe?

Die Diskussion führt uns zu einer grundsätzlichen Frage: Wo steht das deutsche Kino? Während Familienfilme und etablierte Marken zuverlässig ihr Publikum finden, fehlen zunehmend große Kinoproduktionen für Erwachsene. Wir sprechen über die Dominanz bewährter Erfolgsrezepte, den Mangel an jüngeren Regietalenten mit Mainstream-Appeal und mögliche Gegenmodelle. Eines davon könnte Fatih Akins neuer Film „Geister“ sein, der Chris begeistert hat – während Yannick deutlich skeptischer ist. Auch Karoline Herfurth, Tim Fehlbaum und die Zukunft des deutschen Unterhaltungskinos sind Thema.

Wer gewinnt den Oscar für den besten Film? Nach den großen Herbstfestivals nimmt das Rennen um die Academy Awards 2027 Konturen an. Yannick berichtet von seinen Eindrücken beim London Film Festival und sieht Christopher Nolans „Die Odyssee“ und den Netflix-Film „La Bola Negra“ weit vorne. Florian setzt dagegen auf eine historische Sensation: Könnte erstmals eine Dokumentation den Oscar für den besten Film gewinnen? Chris hält auch Denis Villeneuves „Dune: Part Three“ für einen ernsthaften Kandidaten und hat mit „I Play Rocky“ einen Außenseitertipp.

Damit sind wir beim Studio der Stunde: A24. Das New Yorker Independent-Studio reiht 2026 einen Erfolg an den nächsten. Nach „The Drama“, „Background“ und „Primetime“ sorgt nun Nathan Fielders Dokumentarfilm „You Can See Everything“ für eine Sensation an den US-Kinokassen. Am zweiten Wochenende legt der Film sogar zu und spielt rund 20 Millionen Dollar ein. Was steckt hinter dem Erfolg? Wir sprechen über die ungewöhnliche Verbindung von Dokumentation und Fiktion, die Rolle von Geheimhaltung und Mundpropaganda sowie die besondere Fähigkeit von A24, aus seinen Filmen kulturelle Ereignisse zu machen. Und wir fragen, ob sich dieser Erfolg auf Deutschland übertragen lässt, wo der Film am 3. Dezember starten soll.

Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die deutschen Kinocharts. „Clayface“ enttäuscht trotz guter Kritiken mit einem schwachen Start, während „Shaun das Schaf“, „Emil und die Detektive“ und „Bibi Blocksberg“ eindrucksvoll zeigen, wie ausdauernd Familienfilme an den Kinokassen sein können. Warum entwickeln sich Filme in Deutschland häufig zu Langläufern, während sie in den USA nach wenigen Wochen von den Leinwänden verschwinden? Und was sagt das über die unterschiedlichen Kinokulturen aus?

Auch beim Streaming gibt es reichlich Gesprächsstoff. Netflix und der Streit um KI-Klauseln in Synchronverträgen beschäftigen uns am Beispiel der vierten Staffel von „Lupin“, für die prominente deutsche Sprecher ausgetauscht wurden. Welche Zukunft hat die Synchronbranche angesichts der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz? Außerdem sprechen wir über die neue Matthew-Perry-Dokumentation, den Erfolg von „The Terminal List“ und Elon Musks mögliche Beteiligung am fusionierten Medienkonzern Paramount-Warner – samt der Frage, was das für die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN und CBS bedeuten könnte.

Zum Schluss schauen wir auf die Kinostarts der kommenden Woche, darunter „Biermann“, „Die Blutgräfin“ und ein neues Kinoereignis für BTS-Fans.
54 Minuten
Bei Netflix rollen die Köpfe: Nach Contentchefin Bela Bajaria muss nun auch Filmchef Dan Lin gehen. Dazu kommen rund 1.000 Entlassungen, enttäuschende Geschäftszahlen und ausbleibende große Hits. Wir diskutieren, warum der Streamingriese trotz gigantischer Investitionen immer weniger kulturelle Aufmerksamkeit erzeugt – und ob der neue Programmchef Peter Rice das Ruder herumreißen kann.

Ganz anders sieht es bei A24 aus: Mit „You Can See Everything“ gelingt Nathan Fielder und Lance Oppenheim ein sensationeller Kinoerfolg. Ihre dreistündige, zwischen Dokumentation und Fiktion angesiedelte Auseinandersetzung mit der verurteilten Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes sorgt in den USA für einen regelrechten Hype. Doch warum müssen deutsche Kinofans auf den Film warten (Start erst 3. Dezember)? Wir sprechen über verpasste Chancen im deutschen Verleihgeschäft und darüber, wie wichtig ein zeitgleicher internationaler Kinostart geworden ist.

Im Box-Office-Briefing blicken wir auf einen weiterhin schwachen deutschen Kinomarkt. Während Hollywoodproduktionen wie „Street Fighter“ enttäuschen, überrascht Volker Schlöndorffs Literaturverfilmung „Heimsuchung“ mit einem starken Start. Auch Andreas Dresens „Alte Liebe“ findet sein Publikum.

Jetzt ruhen die Hoffnungen der deutschen Kinobranche auf Bora Dagtekins „Der perfekte Urlaub“. Sieben Jahre nach „Das perfekte Geheimnis“ versammelt der Regisseur erneut sein prominentes Ensemble. Kann die Komödie an die Millionenerfolge der Vor-Corona-Zeit anknüpfen und das Kinojahr 2026 doch noch retten? Florian hat den Film bereits gesehen.

Außerdem sprechen wir über „Clayface“, einen überraschend düsteren DC-Film zwischen Superheldenkino und Body-Horror, und über den nahezu unsichtbaren deutschen Kinostart der neuen Komödie von Sacha Baron Cohen. Zum Auftakt diskutieren wir außerdem den Einstieg deutscher Produktionsfirmen in den Markt für Vertical-Serien – und warum wir dessen wirtschaftliche Aussichten skeptisch beurteilen.
58 Minuten
Deutschlands erfolgreichstes Kino ist vom Abriss bedroht. Der Münchner Mathäser Filmpalast könnte in einigen Jahren einem Neubau mit Büros und Wohnungen weichen. Wir diskutieren, warum die Stadtpolitik bislang so wenig Widerstand leistet, welche kulturellen und ökologischen Folgen ein Abriss hätte und was der mögliche Verlust des Multiplexkinos über die Zukunft der deutschen Kinolandschaft verrät.

Auch in Hollywood herrscht Umbruchstimmung: Steven Soderbergh übernimmt überraschend die Regie bei „The Batman Part II“, während Netflix nach dem Abgang von Contentchefin Bela Bajaria mit Peter Rice einen erfahrenen Hollywoodmanager an die Spitze seiner Programmabteilung holt. Kann der Streamingriese angesichts stagnierender Märkte und abwandernder Kreativer wieder zu alter Stärke finden? Außerdem sprechen wir über den spektakulären ersten Trailer zu Greta Gerwigs „Narnia“.

Derweil erleben wir einen außergewöhnlich starken Serienherbst. Mike Flanagans „Carrie“ begeistert mit einer zeitgemäßen Neuinterpretation des Stephen-King-Klassikers. Dazu diskutieren wir die Netflix-Produktionen „East of Eden“, „Below“ und den deutschen Thriller „Die Falle“.

Im Box-Office-Briefing blicken wir auf einen enttäuschenden deutschen Kinoherbst. Während Andreas Dresens „Alte Liebe“ zum Arthouse-Erfolg werden könnte, scheitern Aaron Sorkins „The Social Reckoning“ und Tom Cruises „Digger“ am Publikum. Was müssen Kinofilme heute bieten, um noch als Ereignis wahrgenommen zu werden?

Zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: „Street Fighter“, Volker Schlöndorffs „Heimsuchung“ und den ungewöhnlichen Survival-Horrorfilm „Whalefall“. Besonders gespannt sind wir auf Nathan Fielders „You Can See Everything“ über Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes, der in den USA zum Überraschungshit werden könnte – in Deutschland aber bislang keinen Verleih hat.
59 Minuten
Ist „Digger“ das Ende des großen Autorenkinos? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über den spektakulären Absturz von Alejandro G. Iñárritus neuem Film mit Tom Cruise. Trotz Starpower, gewaltigem Budget und großen künstlerischen Ambitionen entwickelt sich „Digger“ zum Box-Office-Fiasko. Das wirft eine größere Frage auf: War der Film nur ein einzelner Fehlschlag – oder erleben wir gerade das Ende jener Ära, in der Hollywood-Studios Regisseuren wie Iñárritu, Paul Thomas Anderson oder Ryan Coogler dreistellige Millionenbudgets für eigenwillige Stoffe anvertrauten?

Gerade bei Warner bekommt diese Frage zusätzliche Brisanz. Nach der Fusion mit Paramount und dem Führungswechsel zeichnet sich ein Programm ab, das deutlich stärker auf bekannte Marken, Sequels und Franchises setzt. „Digger“ mag gescheitert sein – gleichzeitig könnte der Film für eine Art von Hollywoodkino stehen, die künftig immer seltener wird.

Ganz anders sieht es beim neuen Spitzenreiter „Verity“ aus. Die Colleen-Hoover-Verfilmung mit Dakota Johnson, Anne Hathaway und Josh Hartnett lockt in Deutschland knapp 300.000 Menschen zum Start ins Kino – mit einem überwiegend weiblichen Publikum. Wir fragen uns, warum diese Filme momentan so zuverlässig funktionieren.

Außerdem schauen wir schon auf Weihnachten. „Avengers: Doomsday“ hat in Deutschland mehr als zwei Monate vor Kinostart bereits rund 118.000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Was bedeutet dieser enorme Hype für „Dune: Part Three“, der zur selben Zeit um ein ähnliches Publikum konkurriert?

Weniger spektakulär läuft es derzeit im Streaming. „East of Eden“ startet bei Netflix trotz Florence Pugh eher solide als sensationell, und auch „Schumacher ’94“ bleibt hinter unseren Erwartungen. Hat eine weitere Schumacher-Dokumentation ohne wesentlich neue Einblicke überhaupt noch genug Ereignischarakter?

Im deutschen Kino zeigt sich derweil ein anderes Problem: Das Family Entertainment schwächelt. „Shaun das Schaf“, „Bibi Blocksberg“ und „Emil und die Detektive“ liefern keine Zahlen, die an die großen Familienhits der vergangenen Jahre heranreichen. Vor einem Jahr dominierte „Die Schule der magischen Tiere 4“ zu diesem Zeitpunkt mit mehr als einer halben Million Besuchern an einem Wochenende die Charts. Ein vergleichbarer Titel fehlt in diesem Herbst. Wir schauen deshalb auf die kommenden Monate und fragen: Woher soll der nächste große Familienhit kommen?

Auch abseits des Familienkinos tut sich deutsches Genrekino schwer. Die Juli-Zeh-Verfilmung „Corpus Delicti“ erreicht trotz breitem Start nicht einmal 30.000 Besucher. Warum funktionieren Thriller und Horror aus Deutschland im Kino seit Jahren so selten – während dieselben Genres im Fernsehen und bei Streamingdiensten durchaus ihr Publikum finden?

Bei den Neustarts diskutieren wir „The Social Reckoning“, Aaron Sorkins Rückkehr in die Welt von Facebook und Mark Zuckerberg. Jeremy Strong übernimmt die Rolle, die Jesse Eisenberg in „The Social Network“ geprägt hat. Chris hält ihn trotz Schwächen für überraschend packend und dringlich, Florian sieht angesichts des Marketings und der eher spröden Materie schwarz für die Kinokasse.

Passend dazu sprechen wir noch einmal über die auffällige Häufung von Filmen über Big Tech: von Luca Guadagninos „Artificial“ über Alex Gibneys vierstündige Musk-Dokumentation bis zu „You Can See Everything“ über Elizabeth Holmes. Gerade bei letzterem bleibt die Situation bemerkenswert: Während der Film in den USA bereits am 16. Oktober startet, hat er in Deutschland weiterhin keinen Verleih und keinen Kinostart.

Und schließlich schauen wir auf „Die Lügen meiner Mutter“ und DreamWorks’ „Forgotten Island“ sowie auf die schwierigen Wochen, die dem deutschen Kino bevorstehen. Auch „Street Fighter“, „Sacrifice“ und eine neue „Sinn und Sinnlichkeit“-Verfilmung sehen nicht unbedingt nach den Filmen aus, die den Herbst retten werden. Müssen am Ende ausgerechnet die großen Hits des Sommers noch einmal ran?
51 Minuten
Der große Paramount-Warner-Merger steht unmittelbar vor dem Abschluss. Nach monatelangem politischen und juristischen Tauziehen hat eine US-Richterin grünes Licht gegeben – und schon dreht sich das Personalkarussell. Wir schauen darauf, wie sich der neue Mediengigant namens Skydance aufstellt, welche Rolle HBO, CNN und Paramount+ künftig spielen und was die Fusion für Hollywood und den ohnehin angespannten Kinomarkt bedeutet.

Heftig diskutiert wird derweil „Digger“, der neue Film von Alejandro G. Iñárritu mit Tom Cruise. Die Satire über einen Öl-Milliardär, der nach einer von seinem Konzern verursachten Katastrophe plötzlich die Menschheit retten will, wird von Teilen der Kritik regelrecht verrissen. Bei uns gehen die Meinungen ebenfalls auseinander: Für Yannick ist „Digger“ einer der Filme des Jahres, Chris ist von der groben Kapitalismuskritik genervt – aber fasziniert von Emmanuel Lubezkis Bildern, dem Produktionsdesign und Tom Cruises ungewöhnlicher Performance. Warum provoziert der Film derart heftige Reaktionen? Und könnte er trotz allem in der Award Season eine Rolle spielen?

Außerdem sprechen wir über Sylvester Stallone, dessen erstaunlich offenes Interview über seine schwierige Jugend einen neuen Blick auf den „Rocky“-Star ermöglicht, und über das Biopic „I Play Rocky“, das uns mit Anthony Ippolitos Stallone-Darstellung bereits ziemlich begeistert hat. Dazu kommt die Netflix-Doku „Schumacher ’94“, die sich auf jenes dramatische Formel-1-Jahr konzentriert, in dem Michael Schumacher endgültig zum deutschen Popkulturphänomen wurde.

Und natürlich schauen wir auf die Kinokassen. Nach dem starken ersten Halbjahr hat das deutsche Box Office zuletzt an Tempo verloren – und die Marke von 100 Millionen Besuchen ist noch längst nicht sicher. Hoffnung macht ausgerechnet die nächste Colleen-Hoover-Verfilmung „Verity“, die mit Dakota Johnson und Anne Hathaway ein großes Publikum erreichen könnte. Gleichzeitig gelingt dem Re-Release von „Avengers: Endgame“ der Sprung an die Chartspitze, „Resident Evil“ entwickelt sich zunehmend zum Langläufer und „Heart of the Beast“ mit Brad Pitt überrascht stärker als erwartet.

Dazu sprechen wir über „Primetime“ mit Robert Pattinson und Regisseur Lance Oppenheim – und über dessen nächstes Projekt „You Can See Everything“, das gemeinsam mit Nathan Fielder entstanden ist und zu den meistdiskutierten Dokumentarfilmen der aktuellen Award Season gehört. Während der Film in den USA bereits Mitte Oktober startet, hat er für Deutschland bislang weder einen Verleih noch einen Kinostart. Warum eigentlich nicht?

Zum Schluss blicken wir auf die kommenden Starts: Welche Chancen haben „Shaun das Schaf“ und die Juli-Zeh-Verfilmung „Corpus Delicti“ am deutschen Box Office?
1 Stunde 8 Minuten
Warum läuft „Resident Evil“ überall bombastisch – nur in Deutschland so verhalten? Die Neuverfilmung von Zach Cregger entwickelt sich international zum Überraschungshit: In den USA startet der Horrorfilm deutlich über den Erwartungen, auch weltweit fallen die Zahlen stark aus. Nur das deutsche Publikum zeigt sich auffällig zurückhaltend. Wir sprechen darüber, warum der Film hierzulande trotz Constantin-Power und breitem Kinostart nicht richtig zündet – und ob die deutsche Skepsis gegenüber Horror, Videospielverfilmungen und Genrekino dabei eine Rolle spielt.

Außerdem schauen wir ausführlich auf den deutschen Streamingmarkt, auf dem gerade einiges in Bewegung gerät. Bei Netflix, Prime Video, Apple TV und Disney+ wechseln Verantwortliche oder verschwinden Positionen ganz, während gleichzeitig auffällig viele deutsche Produktionen auf den Markt kommen. Doch statt großer, eigenständiger Serien dominieren bekannte Marken, Krimis, Adaptionen und vermeintlich sichere Stoffe. Was ist aus der Aufbruchsstimmung der frühen Streamingjahre geworden? Und droht nach „Dark“, „Der Pass“ und „Babylon Berlin“ eine neue Phase der deutschen Serienkonfektion?

Auch bei Paramount und Warner gibt es eine entscheidende Entwicklung: Die kartellrechtlichen Widerstände gegen den Zusammenschluss schwinden, nachdem sich Paramount mit einer Gruppe von US-Generalstaatsanwälten geeinigt hat. Wir schauen auf die Zugeständnisse, die Zukunft von CNN und CBS News, mögliche Stellenstreichungen – und darauf, was der Deal langfristig für Studios, Streamingdienste und den deutschen Markt bedeuten könnte.

Passend zur laufenden Award Season ziehen wir außerdem Bilanz vom Toronto International Film Festival. Netflix’ „La Bola Negra“ geht mit dem Publikumspreis und reichlich Oscar-Buzz aus dem Festival, während „I Play Rocky“ als möglicher Publikumsliebling auf sich aufmerksam macht. Dazu sprechen wir über weitere Filme, die in den kommenden Monaten eine Rolle spielen könnten – und über die ewige Frage, wie weit Kritikerlieblinge und Publikumserfolge in der Award Season auseinanderliegen.

Im Box-Office-Briefing blicken wir auf ein deutlich ruhigeres Wochenende in Deutschland. „Spider-Man: Brand New Day“ hat inzwischen mehr als fünf Millionen Tickets verkauft, „Die Odyssee“ zieht an „Oppenheimer“ vorbei und „Vaterland“ entwickelt sich mit inzwischen mehr als 300.000 Besucher:innen zu einem bemerkenswerten Arthouse-Erfolg. Wir sprechen darüber, was gerade dieser Film dem deutschen Kino vormacht.

Zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: Brad Pitt kämpft sich in „Heart of the Beast – Eiserne Wildnis“ gemeinsam mit einem Militärhund durch die Wildnis, während eine neue „Emil und die Detektive“-Verfilmung um das junge Publikum kämpft. Dazu kommen „Primetime“ und die Extended Version von „Avengers: Endgame“ – bevor mit „Verity“ bereits der nächste potenzielle Publikumsmagnet vor der Tür steht.
1 Stunde 2 Minuten
Wie viel Macht hat Big Tech inzwischen über Hollywood? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über Alex Gibneys vierstündige Elon-Musk-Dokumentation, die nach ihren Festivalpremieren in Venedig und Toronto für Aufsehen sorgt – deren internationaler Kinostart aber plötzlich in der Schwebe hängt. Universal hält die Rechte außerhalb Nordamerikas, hat bislang jedoch keinen Starttermin angekündigt. Wir diskutieren, ob der Druck eines der mächtigsten Tech-Unternehmer der Welt inzwischen bis in die Veröffentlichungspolitik Hollywoods reicht – und was das für kritische Filme über Musk, Zuckerberg und die Silicon-Valley-Elite bedeutet.

Außerdem blicken wir auf die Emmys und einen Streamingdienst, der sich immer stärker zum neuen Prestigezentrum des Seriengeschäfts entwickelt: Apple TV+ räumt erneut groß ab und stellt mit seinen Comedy-Erfolgen neue Rekorde auf. Ist Apple inzwischen das neue HBO? Oder fehlt den aufwendig produzierten und von Kritikern gefeierten Serien noch jener kulturelle Impact, den „The Sopranos“, „Game of Thrones“ oder „Succession“ einst hatten?

Yannick zieht zudem seine Bilanz der Filmfestspiele von Venedig. Im Mittelpunkt steht die politische Kontroverse um „Naza“, den neuen Dokumentarfilm der „No Other Land“-Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor. Der einzige Dokumentarfilm im Wettbewerb wurde bewusst ans Ende des Festivals gesetzt, erhielt minutenlangen Applaus und den Spezialpreis der Jury – löste anschließend aber auch heftige Reaktionen in Israel aus. Wir diskutieren seine Perspektive auf den Gaza-Krieg und die Frage, was ein politischer Dokumentarfilm leisten muss und wo seine Grenzen liegen.

Auch aus der deutschen Branche kommen Nachrichten: Nach der Übernahme von Sky durch RTL sollen rund 500 Stellen wegfallen. Wir sprechen über die Folgen der anhaltenden Konsolidierung im Mediengeschäft – und darüber, ob der Zusammenschluss wenigstens das bisher ziemlich unübersichtliche Nebeneinander von Sky, WOW und RTL+ vereinfachen könnte.

Dazu gibt es Neues aus dem Streamingmarkt: JustWatch wird vom Streaming-Guide selbst zum Streaminganbieter und will mit einem werbefinanzierten Angebot unter anderem in Deutschland starten. Könnte ausgerechnet der Dienst, bei dem wir bislang nach Filmen gesucht haben, die bei Netflix & Co. fehlen, einige der immer größer werdenden Lücken in den Streamingkatalogen schließen?

Im Boxoffice-Briefing feiern wir einen außergewöhnlichen Erfolg: Das Kinofest bringt die deutschen Top 20 auf mehr als zwei Millionen Besucher und beschert zahlreichen Filmen enorme Zuwächse. „Spider-Man“ überspringt die Fünf-Millionen-Marke, „Die Odyssee“ nähert sich 4,2 Millionen, „Toy Story 5“ wird zum Besuchermillionär und auch „Das gewisse Etwas“, „Vaterland“ und das „Steckerlfischfiasko“ profitieren kräftig. Nach diesem Wochenende stellt sich umso mehr die Frage: Braucht Deutschland ein zweites Kinofest im Jahr?

Und dann ist da noch „Resident Evil“. Zach Creggers Reboot der Videospielreihe ist für uns eine der großen Horrorüberraschungen des Jahres – und könnte für Constantin zu einem dringend benötigten internationalen Box-Office-Hit werden. Wir sprechen darüber, warum der Film als Videospieladaption so gut funktioniert, wie Cregger nach „Weapons“ seinen nächsten Genre-Coup landet und ob „Resident Evil“ am Wochenende sogar „Spider-Man“ von der Spitze der deutschen Kinocharts verdrängen kann.

Außerdem: Tom Cruises ungewöhnliche PR-Offensive für „Digger“, die Stephen-King-Neuauflage „Carrie“, Quentin Tarantinos neue Projekte und die Frage, welche Neustarts in den kommenden Wochen an der Kinokasse durchstarten könnten.
52 Minuten
Wie teuer darf Streaming noch werden? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über die nächste Runde der Preiserhöhungen bei Netflix, Apple TV+ & Co. Nachdem Streaming in den vergangenen Jahren bereits deutlich teurer geworden ist, ziehen die Anbieter 2026 erneut kräftig an. Gleichzeitig stellt sich immer drängender die Frage: Wird das Angebot eigentlich im gleichen Maße besser? Wir diskutieren, wann bei den Abonnenten die Schmerzgrenze erreicht ist – und ob ausgerechnet das Kino von der wachsenden Streaming-Müdigkeit profitieren könnte.

Passend dazu schauen wir auf das Kinofest am 12. und 13. September. Für fünf Euro pro Vorstellung wollen die deutschen Kinos wieder Millionen Menschen in die Säle locken. Im vergangenen Jahr kamen rund 1,65 Millionen Besucher. Wir fragen, warum solche Aktionen funktionieren – und ob sich die Branche angesichts steigender Ticket- und Concession-Preise nicht häufiger mit günstigen Angeboten bei ihrem Publikum bedanken sollte.

Natürlich blicken wir auch auf die Award Season. Nach den Filmfestspielen von Venedig und den ersten Reaktionen aus Telluride kristallisieren sich die frühen Favoriten heraus. Lee Chang-dongs „Possible Love“ gehört zu den heißesten Anwärtern auf den Goldenen Löwen und könnte auch bei den Oscars eine Rolle spielen. Jesse Eisenbergs „The Debut" bringt vor allem Julianne Moore ins Oscar-Gespräch, während Andrew Scott mit „El Señor“ eine weitere viel beachtete Performance vorlegt.

Besonders spannend ist in diesem Jahr das Dokumentarfilmfeld. Alex Gibneys vierstündiges „Musk“ nimmt sich Elon Musk und dessen politischen Einfluss vor. Noch größere Begeisterung löst in Telluride „You Can See Everything“ aus: Nathan Fielder und Lance Oppenheim begleiten darin Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes unmittelbar vor ihrem Haftantritt. Ein ungewöhnlicher Hybrid aus Dokumentation, Inszenierung und Reality-TV, der schon jetzt zu den großen Gesprächsthemen der Award Season gehört.

Außerdem sprechen wir über drei neue Trailer: „Artificial“ mit Andrew Garfield bringt die Macht der KI-Unternehmen als düsteren Tech-Thriller auf die Leinwand. Tom Cruise zeigt sich in „Digger“ als exzentrischer Milliardär in einer zunehmend absurd und bissig wirkenden Satire. Und M. Night Shyamalan verbindet für seinen neuen Film mit Jake Gyllenhaal ausgerechnet Nicholas-Sparks-Romantik mit übernatürlichem Horror.

Im Box-Office-Briefing bleibt „Spider-Man: Brand New Day“ in Deutschland auf Erfolgskurs und nähert sich der Marke von fünf Millionen Besuchern, während „Die Odyssee“ auch in der achten Woche erstaunlich stark läuft. Besonders erfreulich: Mit „Das gewisse Etwas“, „Vaterland“ und dem „Steckerlfischfiasko“ stehen gleich mehrere deutsche beziehungsweise deutsch koproduzierte Filme weit oben in den Charts. Vor allem der Schwarz-Weiß-Film „Vaterland“ entwickelt sich zum bemerkenswerten Arthouse-Erfolg.

In den USA feiern unterdessen „Coyote vs. Acme“ und eine Horror-Komödie starke Holds, während der 4K-Rerelease von „Akira“ einmal mehr zeigt, welches Potenzial Anime inzwischen an der Kinokasse besitzt.

Und zum Schluss schauen wir auf die Neustarts: Warum der in Bayern gedrehte Historienfilm „Uprising“ mit Andrew Garfield für uns trotz Paul Greengrass hinter der Kamera eine herbe Enttäuschung ist – und weshalb der neue „Resident Evil“ schon jetzt nach einem der nächsten großen Horrorhits aussehen könnte.
27 Minuten
Sonderfolge vom Lido: Die Filmfestspiele von Venedig eröffnen traditionell die heiße Phase der Award Season – und auch 2026 versammelt sich wieder ein großer Teil des internationalen Autorenkinos an der Lagune. Für diese Folge sprechen wir direkt mit Yannick Vollweiler vor Ort über die ersten Favoriten, Enttäuschungen und Oscar-Hoffnungen des Festivals.

m Zentrum steht „Wild Horse Nine“, die neue Komödie von Martin McDonagh. Der Film über zwei CIA-Agenten, die kurz vor dem chilenischen Militärputsch 1973 auf die Osterinsel geschickt werden, gehört bislang zu den großen Publikumslieblingen am Lido. Vor allem John Malkovich sorgt für Gesprächsstoff und bringt sich früh als möglicher Oscar-Kandidat in Stellung. Auch Sam Rockwell, Steve Buscemi, Parker Posey und Tom Waits gehören zum prominent besetzten Ensemble.

Große Erwartungen gab es auch an „Primetime“ mit Robert Pattinson. Der Film rekonstruiert die Geschichte der kontroversen US-Realityshow „To Catch a Predator“ und untersucht, wie sich investigativer Journalismus, moralischer Kreuzzug und quotengetriebene Inszenierung miteinander vermischen. Pattinson überzeugt in der Hauptrolle – doch reicht das in einem bereits jetzt stark besetzten Oscar-Jahr für eine Nominierung?

Auch der Eröffnungsfilm über Rupert Murdoch und den Aufstieg der britischen „Sun“ sorgt für Diskussionen. Danny Boyle erzählt vom Siegeszug eines Boulevardjournalismus, der Skandal, Sensation und Reichweite zum Geschäftsmodell macht. Mit Jack O’Connell, Guy Pearce und Claire Foy ist der Film prominent besetzt und hoch unterhaltsam – bei seiner politischen Medienkritik bleibt er aus unserer Sicht allerdings widersprüchlicher.

Weniger überzeugt hat dagegen Werner Herzogs neuer Spielfilm, obwohl der deutsche Regieveteran mit prominenter Besetzung in den Wettbewerb zurückkehrt. Auch Nanni Moretti und Paul Schrader bleiben mit ihren neuen Arbeiten hinter den Erwartungen zurück. Ganz anders die Reaktionen auf den südkoreanischen Oscar-Beitrag „Possible Love“, der sich nach den ersten Vorführungen zu einem der Favoriten auf den Goldenen Löwen entwickelt.

Wir sprechen außerdem darüber, was Venedig in diesem Jahr auffällig fehlt: die ganz großen Hollywood-Studiofilme. Trotzdem zeigt sich, dass ein Festival auch ohne Blockbuster-Premieren genügend Aufmerksamkeit erzeugen kann – solange die wichtigen Autorenfilme liefern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob sich die großen Studios dauerhaft von den Festivals entfernen oder schon bald wieder verstärkt zurückkehren.

Natürlich bleibt auch die Politik am Lido präsent. Offene Briefe, Gaza-Debatten und politische Statements gehören inzwischen fast selbstverständlich zur Begleitmusik der großen Festivals. Besonders gespannt wird auf „Naza“, den neuen Dokumentarfilm der „No Other Land“-Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor, gewartet, der sich erneut mit dem Krieg in Gaza beschäftigt und bewusst erst spät im Festival gezeigt wird.

Und während in Venedig noch um den Goldenen Löwen gerungen wird, kommen bereits die nächsten Signale aus Telluride und der beginnenden US-Award-Season. Besonders Nathan Fielders „You Can See Everything“, ein außergewöhnlicher Dokumentarfilm über den Theranos-Skandal, sorgt für erste euphorische Reaktionen. Auch Julianne Moore bringt sich mit einem weiteren Titel früh als mögliche Oscar-Favoritin ins Gespräch.

Abschluss ziehen wir eine erste Zwischenbilanz: Welche Filme haben bislang die besten Chancen auf den Goldenen Löwen? Kann „Possible Love“ seine Favoritenrolle verteidigen – oder entscheidet sich die Jury am Ende für einen international sichtbaren Award-Contender wie „Wild Horse Nine“?
1 Stunde 1 Minute
Donald Trump als Retter Hollywoods? In dieser Folge von Box Office Inside sprechen wir über einen überraschenden Vorstoß des US-Präsidenten: Mit dem „Motion Picture, Television and Entertainment Revitalization Act“ soll ein bundesweiter Steueranreiz für Film- und TV-Produktionen geschaffen werden. Warum unterstützt ausgerechnet Trump eine Branche, mit der er politisch seit Jahren fremdelt? Und was würde ein nationaler Tax Incentive für den Produktionsstandort USA – aber auch für Deutschland und Europa – bedeuten?

Außerdem geht es um zwei vollkommen gegensätzliche Box-Office-Geschichten. Ridley Scotts neuer postapokalyptischer Film „The Dark Stars“ legt trotz prominenter Besetzung mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Guy Pearce eine empfindliche Bauchlandung hin. Wir fragen, warum das Publikum bei dem Pandemie-Thriller nicht mitgeht, welche Rolle die zunehmende Eventisierung des Kinos spielt und ob Ridley Scotts Name allein heute noch genügend Zugkraft besitzt.

Ganz anders sieht es bei „Coyote vs. Acme“ aus: Der bereits 2023 fertiggestellte Looney-Tunes-Hybridfilm sollte ursprünglich komplett verschwinden und wurde von Warner Bros. Discovery aus steuerlichen Gründen abgeschrieben. Nach jahrelangen Fan-Protesten und einer ungewöhnlichen Rettungsaktion durch den Indie-Verleih Ketchup Entertainment kommt der Film nun doch ins Kino – und startet überraschend ordentlich. Eine Geschichte über Fankultur, Konzernpolitik und darüber, wie ein Film bereits lange vor seinem Kinostart ein eigenes Narrativ entwickeln kann.

Kontroversen gibt es auch um Sacha Baron Cohen. Sein neues „Ali G“-Comeback sorgt noch vor Kinostart für Boykottaufrufe und Rassismusvorwürfe. Wir diskutieren, ob Cohens provokanter Humor aus den Nullerjahren heute noch funktioniert – und wo die Grenze zwischen satirischer Auseinandersetzung mit Stereotypen und ihrer bloßen Reproduktion verläuft.

Dazu schauen wir auf die Veränderungen im Streaminggeschäft: Ein 27-minütiger Promo-Film zu „GTA VI“ wird zum meistgesehenen Netflix-Titel der Woche und zeigt, wie stark sich die Plattform inzwischen über klassische Filme und Serien hinaus entwickelt. Gleichzeitig startet Disney+ gemeinsam mit CinemaxX den Disney+ Kino-Dienstag – ein weiteres Beispiel dafür, dass Streaming und Kino längst nicht mehr nur Konkurrenten sind.

Und auch Tom Cruise blickt schon wieder nach vorne: „Days of Thunder 2“ soll kommen, diesmal mit Anne Hathaway an seiner Seite. Wir sprechen darüber, warum Paramount ausgerechnet diesen Kultfilm wiederbelebt und wie sehr der Erfolg von „F1“ und „Top Gun: Maverick“ die neue Rennfilm-Welle befeuert.

Im Box-Office-Briefing werfen wir wie immer einen Blick auf die deutschen Kinocharts: „Spider-Man“ bleibt an der Spitze, „Die Odyssee“ zeigt auch in Woche sieben enorme Ausdauer und „Pandora – Spaziergang nach Syrakus“ entwickelt sich zum erfreulichen Arthouse-Erfolg. Deutlich schwächer laufen dagegen viele Neustarts. Zum Schluss schauen wir voraus auf „Das gewisse Etwas“, die neue Constantin-Produktion von Marc Rothemund, und fragen, ob die Feel-Good-Komödie das Potenzial zum nächsten deutschen Millionenhit hat.
1 Stunde 1 Minute
In der neuen Folge von Box Office Inside analysieren Chris Schinke und Florian Koch die Halbjahreszahlen der FFA zum deutschen Kinomarkt. Mit 47,5 Millionen verkauften Tickets und einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro verzeichnet die Branche das stärkste erste Halbjahr seit der Pandemie. Besonders der deutsche Film legt deutlich zu. Chris und Florian schauen auf Besucherzahlen, steigende Ticketpreise, den wachsenden Stellenwert von Premiumformaten und die ungewöhnlich breite Zahl erfolgreicher Filme – und wagen die Prognose, dass Deutschland 2026 erstmals seit der Pandemie wieder die Marke von 100 Millionen Kinobesuchern überschreiten könnte.

Ein weiteres großes Thema ist Sex auf der Leinwand. Anlass ist der Kinostart der Universal-Komödie „One Night Only“, bei der nach Testscreenings explizitere Szenen entfernt wurden. Studien zufolge wünschen sich gerade jüngere Zuschauer weniger sexuelle Inhalte und mehr platonische Beziehungen in Filmen und Serien. Chris und Florian hinterfragen diese These anhand aktueller Daten und erfolgreicher Streamingproduktionen wie „Fall for Me“, „Maxton Hall“ oder „Babygirl“. Ist Gen Z tatsächlich prüder geworden – oder hat sich Intimität lediglich vom gemeinschaftlichen Kinoerlebnis stärker ins private Streaming verlagert?

Außerdem geht es um Prinz Harry und Meghan Markle und das vorläufige Ende ihres Hollywood-Kapitels. Nach aufsehenerregenden Netflix-, Podcast- und Medienprojekten kehrt die Familie nach Großbritannien zurück. Chris und Florian diskutieren, warum der Versuch der Royals, sich in Kalifornien als Medienmarke neu zu erfinden, zunehmend an Strahlkraft verloren hat – und weshalb gerade die stark kontrollierte Selbstinszenierung möglicherweise zum Problem wurde.

Auch Taylor Sheridan gerät unter Druck. Eine Autorin wirft dem „Yellowstone“-Schöpfer vor, zentrale Elemente ihres zuvor eingereichten Serienprojekts übernommen zu haben, und verklagt Sheridan, Paramount und weitere Beteiligte. Chris und Florian ordnen die Vorwürfe ein und blicken zugleich auf die nächste Eskalationsstufe beim geplanten Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery, der zunehmend auch zum politischen Konflikt in den USA wird.

Weitere Themen der Folge sind der neue langfristige Netflix-Deal mit „Bridgerton“- und „Grey’s Anatomy“-Produzentin Shonda Rhimes, der ungewöhnlich schnelle Produktionsrhythmus von Serien wie „The Pitt“ und „Maxton Hall“ sowie die anhaltenden Kinoerfolge von „Spider-Man: Brand New Day“, „The Odyssey“ und „Steckerlfischfiasko“. Dazu sprechen Chris und Florian über die Oscar-Einreichung von Sandra Wollners „Every You“, den schwierigen Kinolauf von „The End of Oak Street“ und den überraschend starken deutschen Dokumentarfilm.

Natürlich gibt es wie immer den Blick auf das deutsche und US-amerikanische Box Office sowie die wichtigsten Neustarts der Woche. Dazu gehören Ridley Scotts Endzeitdrama „The Dark Stars“ mit Jacob Elordi, Josh Brolin und Margaret Qualley, der neue Jason-Statham-Actionfilm „Toni“, „Oh la la 2“, „Der Heimatlose“ und „One Night Only“.
1 Stunde 14 Minuten
In der neuen Folge von Box Office Inside sprechen Chris Schinke und Yannick Vollweiler über die Krisengerüchte rund um Constantin Film. Nachdem die Münchner Produktionsfirma die Vorbereitungen für die rund 20 Millionen Euro teure Großproduktion „Die Päpstin“ mit Jella Haase überraschend gestoppt hat, wird über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens spekuliert. Chris und Yannick ordnen die unterschiedlichen Begründungen für das Produktionsaus ein, blicken auf die Probleme des Constantin-Miteigentümers Highlight Communications und diskutieren, ob tatsächlich ein „Constantin-Beben“ bevorsteht – oder ob hier verschiedene Probleme der deutschen Filmbranche vorschnell zu einem Krisenszenario verbunden werden.

Darüber hinaus geht es um einen möglichen kulturellen „Vibe Shift“ in Hollywood. Brad Pitt hat nach sieben Jahren Abstinenz wieder begonnen, Alkohol zu trinken – und geht damit offensiv an die Öffentlichkeit. Chris und Yannick sprechen darüber, warum der Schauspieler die Kontrolle über dieses Narrativ sucht und was sein Umgang mit der eigenen Vergangenheit über das veränderte Klima in Hollywood aussagen könnte. Dabei blicken sie auch auf die Comebackversuche und Rehabilitationsstrategien von Johnny Depp, Kevin Spacey, Jonathan Majors und Armie Hammer.

Ein weiteres Thema ist Natalie Portmans Auseinandersetzung mit der Schriftstellerin Rachel Cusk. Deren neuer Roman „Life of M“ zeichnet das wenig schmeichelhafte Porträt eines Filmstars, dessen Biografie auffällige Parallelen zu Portman aufweist. Chris und Yannick diskutieren die Grenzen der Autofiktion, Cusks literarische Methode und die Frage, welche Chancen Portman mit einem juristischen Vorgehen gegen den Roman in den USA, Europa und Deutschland haben könnte.

Außerdem werfen die beiden einen Blick auf Disneys große Präsentation des kommenden Film- und Serien-Slates. Zwischen neuen „X-Men“, „Star Wars: Starfighter“, „Frozen 3“, „Ice Age“, „Bluey“, „Coco 2“ und der Wiederbelebung von Oswald setzt Disney weiterhin stark auf etablierte Marken und Nostalgie. Gleichzeitig sorgen neue Trailer und Bilder zu „Prime Time“ mit Robert Pattinson und „Dune: Part Three“ für Gesprächsstoff.

Auch das Übernahmedrama um Paramount und Warner Bros. Discovery geht in die nächste Runde. Ein neuer Report warnt vor Tausenden gefährdeten Arbeitsplätzen in Kalifornien, während Paramount zunehmend Druck auf die klagenden US-Bundesstaaten ausübt. Chris und Yannick diskutieren, ob die monatelange Hängepartie für Hollywood inzwischen gefährlicher wird als der Merger selbst. Außerdem ziehen sie eine Zwischenbilanz von Warners Kinojahr 2026: Zwischen teuren Flops wie „Supergirl“ und „The Bride“, erfolgreichen Genreproduktionen und dem enttäuschenden Start von „The End of Oak Street“ ruhen große Hoffnungen auf „Dune: Part Three“ – und auf einen 2027er-Slate mit „Minecraft 2“ und „The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum“.

Natürlich gibt es wie immer den Blick auf das deutsche und internationale Box Office. „Spider-Man: Brand New Day“ bleibt in Deutschland an der Spitze und hat inzwischen die Vier-Millionen-Besucher-Marke überschritten, während „Steckerlfischfiasko“ die Erfolgsgeschichte der Eberhofer-Reihe fortsetzt und „The Odyssey“ weiter auf Rekordkurs liegt. Dazu sprechen Chris und Yannick über den Start des neuen „Insidious“, „Camp Miasma“, den erfolgreichen HBO-Start von „Lanterns“ sowie die wichtigsten Kinostarts der kommenden Woche.
59 Minuten
In der neuen Folge von Box Office Inside analysieren Chris Schinke und Yannick Vollweiler die nächste Eskalationsstufe im Übernahmepoker zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery. David Ellison erhöht den Druck auf Kalifornien und droht damit, die Studios aus Hollywood abzuziehen, sollte es keine Einigung im Kartellstreit geben. Chris und Yannick diskutieren, wie realistisch dieses Szenario ist, warum sich inzwischen auch Kinoketten und Gewerkschaften in die Debatte einschalten und welche Folgen ein monatelanger Stillstand für Produktion, Franchises und die gesamte Hollywood-Pipeline haben könnte.

Außerdem geht es um die angespannte Lage bei der deutschen Filmförderung. Die Mittel von DFF und GMPF sind bereits weitgehend ausgeschöpft, obwohl noch zahlreiche Projekte in der Pipeline stehen. Branchenverbände warnen vor Planungsunsicherheit und ausfallenden Produktionen. Chris und Yannick erklären, warum die erhöhte Förderung ausgerechnet durch ihre starke Nachfrage unter Druck geraten ist, welche Kürzungen für 2027 drohen und warum die Debatte aus ihrer Sicht stärker um eine Reform des Fördersystems geführt werden müsste – etwa um mehr Unterstützung für Verleih, Marketing und Sichtbarkeit deutscher Filme.

Im Mittelpunkt der Kinostarts steht David Robert Mitchells „The End of Oak Street“. Der ungewöhnliche Mix aus Dinosaurierfilm, Mystery, Familiendrama und Zeitreiseelementen erinnert in seiner Atmosphäre an das große Amblin-Kino der 1980er-Jahre. Chris und Yannick sprechen über Anne Hathaway und Ewan McGregor, die überraschend starke Charakterzeichnung, die eigenwillige Ästhetik und die Frage, ob der Film mit guter Mundpropaganda zum Überraschungshit des Kinosommers werden könnte.

Darüber hinaus werfen die beiden einen kritischen Blick auf den schwachen deutschen Kinostart von Sandra Wollners „Every Time“. Trotz herausragender Kritiken und großer medialer Aufmerksamkeit schafft es der Film nicht in die Top 20. Was sagt das über den schwindenden Einfluss klassischer Filmkritik aus? Und wie müssen Filmjournalismus, Verleih und Förderung reagieren, wenn Festivalerfolge und Feuilleton-Hymnen kaum noch messbare Auswirkungen auf das Publikum haben?

Weitere Themen der Folge sind die weiterhin sensationellen Box-Office-Zahlen von „Spider-Man: Brand New Day“ und „The Odyssey“, der Erfolg von IMAX und Premiumkino, „Paw Patrol“, „Toy Story 5“, „Vaiana“, „Ice Cream Man“ und „Glennkill“ sowie die US-Starts von „One Night Only“, „Super Troopers 3“, „Tony“ und „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“. Zum Abschluss gibt es außerdem einen Ausblick auf den neuen Eberhofer-Krimi „Steckerlfischfiasko“ und die Frage, ob die Erfolgsserie auch nach drei Jahren Pause ihre außergewöhnliche Publikumsbindung fortsetzen kann.
58 Minuten
In der neuen Folge von Box Office Inside analysieren Chris Schinke und Yannick Vollweiler den historischen Kinostart von „Spider-Man: Brand New Day“. Der Marvel-Film übertrifft weltweit selbst die optimistischsten Erwartungen, bricht zahlreiche Rekorde und zieht bereits nach wenigen Tagen an Jahrespitzenreiter „Toy Story 5“ vorbei. Sie ordnen die außergewöhnlichen Zahlen aus Deutschland, Nordamerika und China ein und diskutieren, ob die viel beschworene Superheldenmüdigkeit damit widerlegt ist. Außerdem geht es um die Frage, ob „Avengers: Doomsday“ diesen Erfolg sogar noch übertreffen kann.

Ein weiteres großes Thema ist die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery. Nachdem der Gerichtstermin für die Kartellklage auf Anfang März angesetzt wurde, drohen den Studios nicht nur hohe tägliche Kosten, sondern auch ein monatelanger strategischer Stillstand. Chris und Yannick sprechen über gefährdete Projekte und Franchises wie „Barbie“, „Nightmare on Elm Street“, „Star Trek“, „Mission: Impossible“ und „Top Gun“ – und diskutieren, ob ein Scheitern oder eine weitere Verzögerung des Zusammenschlusses Hollywood inzwischen mehr schaden als nutzen könnte.

Darüber hinaus werfen die beiden einen ausführlichen Blick auf die bevorstehende Festivalsaison. Welche Filme und Filmemacher prägen in diesem Jahr die Programme von Venedig, Toronto, New York und London? Warum ziehen sich die großen Hollywoodstudios zunehmend von den Festivals zurück? Und welche Produktionen könnten sich bereits jetzt als wichtige Kandidaten für die kommende Oscar-Saison positionieren? Yannick, der Box Office Inside künftig auch als Festival-Korrespondent begleiten wird, ordnet die wichtigsten Premieren, Wettbewerbsfilme und strukturellen Veränderungen ein.

Weitere Themen der Folge sind Netflix’ umfangreicher Lizenzdeal für das gesamte „The Walking Dead“-Universum, die Serienadaption von Bret Easton Ellis’ „The Shards“, die anhaltend starken deutschen Kinozahlen von „The Odyssey“ und der Millionenerfolg von „Glennkill“. Natürlich gibt es außerdem wie immer den Blick auf das deutsche und US-amerikanische Box Office sowie die wichtigsten Kinostarts der Woche – darunter „Paw Patrol“, Sandra Wollners „Everytime“, „Nightbirth“ und Eli Roths kontrovers diskutierter Horrorfilm „Ice Cream Man“.