In der neuen Folge von Box Office Inside analysieren Chris
Schinke und Yannick Vollweiler die nächste Eskalationsstufe im
Übernahmepoker zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery.
David Ellison erhöht den Druck auf Kalifornien und droht damit,
die Studios aus Hollywood abzuziehen, sollte es keine Einigung im
Kartellstreit geben. Chris und Yannick diskutieren, wie
realistisch dieses Szenario ist, warum sich inzwischen auch
Kinoketten und Gewerkschaften in die Debatte einschalten und
welche Folgen ein monatelanger Stillstand für Produktion,
Franchises und die gesamte Hollywood-Pipeline haben könnte.
Außerdem geht es um die angespannte Lage bei der deutschen
Filmförderung. Die Mittel von DFF und GMPF sind bereits
weitgehend ausgeschöpft, obwohl noch zahlreiche Projekte in der
Pipeline stehen. Branchenverbände warnen vor Planungsunsicherheit
und ausfallenden Produktionen. Chris und Yannick erklären, warum
die erhöhte Förderung ausgerechnet durch ihre starke Nachfrage
unter Druck geraten ist, welche Kürzungen für 2027 drohen und
warum die Debatte aus ihrer Sicht stärker um eine Reform des
Fördersystems geführt werden müsste – etwa um mehr Unterstützung
für Verleih, Marketing und Sichtbarkeit deutscher Filme.
Im Mittelpunkt der Kinostarts steht David Robert Mitchells „The
End of Oak Street“. Der ungewöhnliche Mix aus Dinosaurierfilm,
Mystery, Familiendrama und Zeitreiseelementen erinnert in seiner
Atmosphäre an das große Amblin-Kino der 1980er-Jahre. Chris und
Yannick sprechen über Anne Hathaway und Ewan McGregor, die
überraschend starke Charakterzeichnung, die eigenwillige Ästhetik
und die Frage, ob der Film mit guter Mundpropaganda zum
Überraschungshit des Kinosommers werden könnte.
Darüber hinaus werfen die beiden einen kritischen Blick auf den
schwachen deutschen Kinostart von Sandra Wollners „Every Time“.
Trotz herausragender Kritiken und großer medialer Aufmerksamkeit
schafft es der Film nicht in die Top 20. Was sagt das über den
schwindenden Einfluss klassischer Filmkritik aus? Und wie müssen
Filmjournalismus, Verleih und Förderung reagieren, wenn
Festivalerfolge und Feuilleton-Hymnen kaum noch messbare
Auswirkungen auf das Publikum haben?
Weitere Themen der Folge sind die weiterhin sensationellen
Box-Office-Zahlen von „Spider-Man: Brand New Day“ und „The
Odyssey“, der Erfolg von IMAX und Premiumkino, „Paw Patrol“, „Toy
Story 5“, „Vaiana“, „Ice Cream Man“ und „Glennkill“ sowie die
US-Starts von „One Night Only“, „Super Troopers 3“, „Tony“ und
„Teenage Sex and Death at Camp Miasma“. Zum Abschluss gibt es
außerdem einen Ausblick auf den neuen Eberhofer-Krimi
„Steckerlfischfiasko“ und die Frage, ob die Erfolgsserie auch
nach drei Jahren Pause ihre außergewöhnliche Publikumsbindung
fortsetzen kann.
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