Authentisches Menschsein leben Archiv
66 Episoden
22 Minuten
Die Macht unserer menschlichen Freiheit liegt nicht darin, dass wir tun oder lassen können, was unser Wille oder die Gesellschaft oder unser Habenwollen uns diktieren. Logisch dass es das nicht meint! Freiheit entfaltet sich, wenn wir entdecken, dass wir unseren Blickpunkt auf uns und diese unsere Welt verschieben können. Wir können eine Perspektive der Offenheit und Elastizität einnehmen, die uns in Richtung Freiheit führt. Das geleitet uns letztlich dahin, wer oder was wir sein "wollen" - womit wir uns identifizieren. Eine Frage, die sich uns in fortgeschrittenen Phasen innerer Reifung irgendwann mit Sicherheit stellt. Das ist ein powervoller Schlüssel!
14 Minuten
Wir sind nicht einfach ausgeliefert an das, was wir erleben. Wir können auf alles, in uns, um uns, in Beziehungen, in der Welt antworten. Das bedeutet, dass da ein Freiraum möglich ist, wo wir zurücktreten und ganz eigen und authentisch mit einer Herausforderung umgehen. Das macht uns menschlich, ja das ist unsere individuelle "Handschrift" für das gelebte Leben - Tag für Tag. Ersehnte Freiheit kann so in unserem Alltag konkret werden.
11 Minuten
Eine Pflanze wächst nur unter Bedingungen, die ihr ihre eigene Zeit lassen - genug Sonne und Regen und etwas Schutz und gute Erde... Soweit ist unsere menschliche Seele nicht davon entfernt. Wir sind schließlich verwandt als lebende Wesen. Zugleich braucht es etwas, wie die innere Wachstums-Kraft, den Werde-Impuls. Da tut sich die Pflanze leichter als wir. Für uns gibt es eine Art von Engagement, eine Verbindung zu unserer Freiheit, unserem Willen und damit zu einer Ausrichtung - wofür im Leben wir gehen wollen, was uns wirklich wichtig ist. Denn genau das wird wachsen!
14 Minuten
Ein alter Zenmeister aus Japan, Zenmeister Dogen, beschreibt den Weg zur Wahrheit als ein Selbst-Erforschen. Dies besteht aus seiner Sicht letztlich in einem "sich-selbst-Vergessen". Das wirkt sehr gegenläufig und schwer zu verstehen. Was darin gemeint ist - wir erkennen das, was wir zunächst und meistens als uns selbst, unsere Ich-Persönlichkeit oder eben unser "Selbst" nennen, als vorläufig. Es ist nicht falsch, nicht böse oder gestört. Keineswegs! Wir sind allerdings mehr - wir sind viel mehr und tiefer und wunderbarer als das, was wir als unser Selbst, unsere Person festzurren, zu denken gewohnt sind. Daher: "...das Selbst vergessen" - also darüber hinaus gehen. Wie wäre es, wenn wir so anspruchsvoll sind, dass wir mit uns selbst, begrenzt auf ein denkbares Ich-bin-Ich, nicht zufrieden sind ? Dahin geht die Reise!
11 Minuten
Was geschieht in Dir, wenn Du ganz entspannt da bist und zugleich völlig wach und interessiert am Leben in offenem freiem Gewahrsein? Wir nennen diesen Zugang zur Wirklichkeit: Meditation. Präsenz und Gewahrsein verbinden sich. Wir lernen unseren menschlichen oft unruhigen Geist zu verankern, zu zentrieren, so dass eine größere Weite und ein neues Sehen möglich wird. Lassen wir uns überraschen - jeden Atemzug, jeden Tag neu...!
23 Minuten
Unser menschliches Herz-Zentrum in der Mitte des Brustraums, wovon das Organ-Herz wie ein "Blütenblatt", ein Aspekt ist, ist ein machtvoller Ort unserer Menschlichkeit. Wir können hier tief schauen lernen. Unser Herz kann sich als ein Prisma der Wahrnehmung erweisen. Zugleich fordert uns eine so radikale Offenheit heraus, dass wir diese zunächst als Verletzlichkeit empfinden. Erst mit der Zeit zeigt sich, dass dies die Art der unbestechlichen Offenheit des menschlichen Herzens ist und letztlich nicht verwundbar.
11 Minuten
Es gibt Zeiten, da können wir sehr gut mit uns selbst unterwegs sein und kennen die Wege. Zu anderen Zeiten brauchen wir wirklich ein Gegenüber, einen anderen Menschen, eine spirituelle Freundschaft, die Chögyam Trungpa es nennen würde, wir brauchen die Lehrerin, den Lehrer, oder auch die anderen, die Gemeinschaft. Und - es gibt Phasen, da ist es notwendig wieder allein zu gehen und die Dinge sich von selbst ordnen zu lassen, um eine Abhängigkeit von LehrerInnen oder Sangha zu vermeiden, bzw. zu lösen. Die freie Balance von beidem zeigt die Gesundheit des inneren Werde-Weges. Wozu tendierst Du mehr - wir alle haben Einseitigkeiten ?
17 Minuten
Zu allen Zeiten haben Menschen sich vom Getriebe des Alltags zurückgezogen, nicht um sich zu betäuben, sondern um klarer und neu zu sehen, zu verstehen und dann auch zu handeln. Wir nennen das Retreat-Zeit. Eine alte Weise sich dem Leben zuzwenden geht unter, so gesehen wird es "Nacht", wir kommen zu einem "heiligen Nicht-Wissen", wo wir nicht gleich alles zukleistern mit unseren bisherigen Infos und unserem Wissen. Erst dann kann ein neuer Zugang, gleichsam ein neues Wie uns von innen her sich eröffnen. Die Inhalte des Alltags mögen genau so sein - aber unsere Wahrnehmung und unser Verstehen haben sich völlig verändert...
11 Minuten
In westlich-moderner Therapie und Supervision wird oft eine große Unterstützung vergessen, so gut sie sonst auch sein können: Dass wir nicht allein oder nur mit der Begleitung, der Lehrerin, dem Therapeuten unterwegs sind. Vor uns schon haben gerade in den Weisheits-Wegen der Erde oft tausende von Menschen diese Fragen gestellt, diese Praktiken gelebt, sind diesen inneren Weg gegangen. Darin sind Lernende und Lehrende, Anfangende und tief Beschenkte und und und. Das ist eine lebendige Linie. Wir sind unterstützt durch ein geschichtliches Miteinander. Lass Dich davon tragen. Das was Deine Sehnsucht spürt ist nichts Ungewöhnliches, es ist tief beheimatet im Menschlichsein auf unserem Planeten.
18 Minuten
Wenn wir einer Suche, einer Sehnsucht folgen, dann haben wir die "homöopathische Dosis" davon schon geschmeckt. Wir suchen nicht nach etwas, das wir nicht kennen. Wir machen uns nur auf einen Weg, der uns verlockt, anruft, anzieht. Auf dem inneren Werdeweg ist es ebenso. Wenn wir uns selbst tiefer erforschen wollen, wenn wir Therapie machen, wenn wir meditieren, Yoga üben oder Atemarbeit, dann ist schon etwas in uns wach. Wir erleben uns als angerufen vom größeren Leben, dass es mehr gibt als die Werte von Erfolg, Besitz, Ansehen, oder die Erwartungen anderer zu füllen. Wir sind so gesehen sehr anspruchsvoll - wir sind unzufrieden. Zurecht! Das alles kann letztlich nicht nähren, nicht erfüllen, auch wenn es Teile vom alltäglichen Leben sein können. Wir folgen der unbestechlichen Suche des eigenen Herzens - wir er-hören eine sehr attraktive Musik - den Klang des Lebens.
10 Minuten
Es gibt etwas, mit dem wir bei aller Gemeinschaft und Nähe zu andern allein bleiben. Etwas kennen so nur wir selbst. Das ist unser einmalig sein, unsere Einzigartigkeit. So wie Du Du selbst bist - das kann niemand anderes, das kann Dir auch keiner zeigen - andere können Dich nur dabei ermutigen, ermächtigen, unterstützen, sehen. Oft aber tun andere sich damit schwer unsere Einmaligkeit zu sehen und wertzuschätzen - wir selbst bei anderen auch. Es ist halt einfacher wenn alle gleich funktionieren. Das aber ist im Ende eine Art Diktatur...
Einmaligkeit ist nicht nur menschlich, es ist ein geradezu kosmisches Gesetz. Bäume sind einmalig, Katzen, Flüsse, Kieselsteine - und in besonderer Weise auch wir menschlichen Seelen-Wesen... in unserem Körpersein. Damit sind wir Ausdruck des großen Lebens.
Einmaligkeit ist nicht nur menschlich, es ist ein geradezu kosmisches Gesetz. Bäume sind einmalig, Katzen, Flüsse, Kieselsteine - und in besonderer Weise auch wir menschlichen Seelen-Wesen... in unserem Körpersein. Damit sind wir Ausdruck des großen Lebens.
21 Minuten
Wir sind oft sehr von außen gelenkt - auch ab-gelenkt und nähren uns davon. Das ist menschlich, nur verlieren wir oft den Zugang zu uns selbst unserer inneren Quelle und - fühlen uns immer auch klein, unreif, abhängig von der Gunst anderer oder bedürftig von sog. "großen" Lehrenden zu lernen.
Die Außensuche zu beenden, heißt nicht zuzumachen. Es bedeutet aber den grundlegenden Shift, dass alle Inspiration von außen, von anderen, von Traditionen, Schulen, Gruppen den Sinn hat die Präsenz in uns, die wir zutiefst sind, zu wecken. Es macht uns frei und souverän und auch würdevoll, in uns die Fülle zu erfahren!
Die Außensuche zu beenden, heißt nicht zuzumachen. Es bedeutet aber den grundlegenden Shift, dass alle Inspiration von außen, von anderen, von Traditionen, Schulen, Gruppen den Sinn hat die Präsenz in uns, die wir zutiefst sind, zu wecken. Es macht uns frei und souverän und auch würdevoll, in uns die Fülle zu erfahren!
12 Minuten
Es kann sehr erschrecken zu erleben, wie wir uns als Menschen im Alltag weiter entwickeln und gut funktionieren, zugleich aber mehr und mehr das Gefühl bekommen, nicht wirklich unser Leben zu leben, uns selbst aus dem Blick zu verlieren. Und umgekehrt... Wir gehen einen spirituellen Weg und dennoch nerven uns alte Muster und wir sind für andere Menschen oft nicht hilfreich.
Es braucht dass beide Seiten unserer Persönlichkeit unterstützt und "genährt" werden. Es braucht die Reifungsarbeit im psychologischen Sinne und es braucht Schlüssel des Erwachens wie es die alten und neuen Traditionen ins Spiel bringen. Beides bist Du - lass Dich ganz werden!
Es braucht dass beide Seiten unserer Persönlichkeit unterstützt und "genährt" werden. Es braucht die Reifungsarbeit im psychologischen Sinne und es braucht Schlüssel des Erwachens wie es die alten und neuen Traditionen ins Spiel bringen. Beides bist Du - lass Dich ganz werden!
21 Minuten
Die Begegnung mit uns selbst ist nicht immer nur leicht und erfrischt. Bisweilen ist es echt Arbeit... Es lohnt sich diesen Weg zu tun. Wir arbeiten im Grunde am wertvollsten "Kunstwerk" unseres Lebens, das sind wir selbst. Die gute Botschaft ist ja, dass wir in der Tiefe unserer Persönlichkeit immer schon "da" sind, immer schon angekommen - frei und eigentlich auch erwacht. Dort ist die Präsenz von Sein, von Zeitlosigkeit. Das knüpft an die Episode der letzten Woche an. Es lohnt sich uns als Kunstwerk zu optimieren, damit das, was immer schon gut und erfüllt ist, mehr und mehr in uns wirkt, wir selbst uns als dieses wahre Wesen erfahren.
11 Minuten
Unser menschliches Leben ist eine Geschichte, ist biographisch, ist so gesehen im Werden. Wir sind "Werde-Wesen" und erfahren das auch Tag für Tag. Zugleich gibt es etwas in uns das ist wie eine durchgehende Präsenz - eine Bewusstheit, die das Werden wahrnimmt, aber nicht davon bestimmt ist. Da ist etwas Zeitloses in uns - wie ein Aspekt von Sein. Wir sind beides zugleich. Das ist die menschliche Herausforderung!