Data Navigator Archiv
49 Episoden
20 Minuten
In this episode, we dive into the innovative world of Brigitte Lutz, the Data Governance Coordinator for the city of Vienna. Lutz has been instrumental in positioning climate change as a catalyst for digital transformation, aiming to establish Vienna as the most livable city globally. Vienna took a pioneering step in 2011 by opening its data to the public, setting a precedent that has since inspired over 300 applications developed in Vienna and 700 across Austria. This initiative began with the crucial step of classifying which data could be publicly shared, a task complicated by data silos within Vienna's 100+ administrative departments. To engage its 60,000 employees, Vienna focused on defining roles and responsibilities, creating a network of data stewards and experts. However, Vienna recognized that merely publishing open data wasn't enough; it fostered community engagement through unique open data meet-ups, known as "Wien and Wine," boosting the ecosystem around this open data. Notable successes include the startup Runtastic, which leveraged Vienna's open data before being acquired by Adidas, and the development of apps that provide real-time data on elevator functionality and street curb heights for wheelchair users. Vienna is also at the forefront of smart city innovation with the creation of an urban data space initiative, utilizing Gaia-X for public utilities. To generate public enthusiasm for data, Vienna hosts "data walks" that conclude with discussions in the parliament house, often over wine, highlighting the city's approach to making data accessible and engaging. Additionally, Vienna participates in the Open Government Data Austria cooperative, consisting of 150 members brainstorming on data's value creation, and contributes to the Open Data DACHLi for the German-speaking community. Brigitte also has amusing stories, where data can be misleading - based on data, Vienna had a 100m wide tree and flying overground trains, - highlighting the importance for data quality and governance.
42 Minuten
Malte is the mastermind behind the EU Data Act. He talks about the making of this ground-breaking EU legislation and its impact. Data is a novel type of asset, distinct because it can be copied without costs; a so-called non-rival economic good. Because this economical resource can be used many times and in parallel it has such great potential. The Data Act focuses on the specific category of IoT data. It connects the rights on physical hardware (ownership, lease etc) with the rights on the data. Listen to Malte who explains with many examples how this will work and what it will mean for innovation and economic growth.
30 Minuten
In today's podcast, we delve into the remarkable journey of Daniel Stölzle and the Mainzer Stadtwerke, a utilities company in Mainz, Germany, as they embarked on a transformative digital adventure. They established a "public data factory" in collaboration with DKSR, a startup offering an open-source data platform designed exclusively for municipalities. This and other ventures were fueled by Mainz's new tax revenues from the Covid vaccine producer, BioNTech, which were partly reinvested into digital projects. Despite lacking expert knowledge, Stölzl's fearless approach drove the project forward, underlining the belief that "the smart in smart city always has to be the people." The initiative began with a focus on air quality to meet EU regulations, emphasizing that data quality is a critical success factor. It evolved from manually collecting data at nine locations across Mainz every 14 days to becoming a sophisticated data-driven operation. This effort was certified by TÜV after a small but significant test convinced the city that its utility company should expand its services to include data. A notable achievement is a mobility project that identified a 60% misuse of parking slots reserved for electric vehicles, thanks to over 100 charging points equipped with additional sensors. Stölzle successfully persuaded his CEO to invest in data collection without a predefined business case, highlighting the importance of starting with a detailed analysis of potential gains for each stakeholder, achieving small successes, and fostering trusted environments for data sharing between city organizations. This story exemplifies overcoming challenges in data sharing due to trust issues and legal restrictions, setting a precedent for how utilities can innovate beyond traditional services
51 Minuten
Episode 18 des Data Navigator, dem Podcast zum EU Data Act, geht es endlich einmal um die Herstellersicht: Was müssen Hersteller tun, um den Vorgaben des Data Act zu entsprechen und wie geht man das an? Unser Gast ist Christopher Peschel aus der Rechtsabteilung von des DAX-notierten Medizinproduktehersteller Siemens Healthineers. Es geht zunächst um die vernetzten Produkte, die bei Siemens Healthineers hergestellt werden und welche Daten dort üblicherweise erhoben und verarbeitet werden. Außerdem sprechen wir über Kritik am Gesetz aus Sicht von Siemens Heathineers und die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung: Wie geht man so ein Thema bei einem großen Hersteller an? Wie wird der Datenzugang gewährt? Wird zwischen Daten mit und ohne Personenbezug unterschieden? Und es gibt auch den Blick in die Praxis von der Rechtsabteilung: Rechnet man überhaupt mit Anfragen von Kundenseite? Wurden schon Anpassungen an den Verträgen vorgenommen? Was rät Herr Peschel den Herstellern in Bezug auf den Data Act? Und welche Wünsche gibt es an Gesetzgeber und Behörden?
49 Minuten
Auch die Stiftung Datenschutz kümmert sich um den Data Act und hat dabei auch und insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Blick. Ähnlich wie bei der DSGVO 2018 warten viele noch ab. Kritik übt Frederick Richter an der fehlenden gesetzlichen Grundlage. Solange zuständige Behörden nicht benannt sind und der Bußgeldrahmen nicht feststeht, werden viele Unternehmen sich noch nicht kümmern. Frederick zieht auch eine Parallele zu Art. 20 DSGVO, dem vergessenen Betroffenenrecht auf Datenportabilität. Dort sei trotz Sanktionsdruck seit 2018 nichts passiert. Es bleibe abzuwarten, ob das beim Data Act anders ist. Die Nutzer müssten einen klaren Mehrwert erkennen, damit das mit der Datenverwertung klappe. Wir streifen das Thema Personal Information Management (PIM) und die Frage, ob es eine neue Chance für das eigene Einwilligungsmanagement bei der Datenzugangsgewährung gibt. Datenmonetarisierung mag dann endlich zur Realität werden. Außerdem geht es um die für den Data Act zuständige Aufsichtsbehörde: Frederick weist darauf hin, dass wir ja nicht vom weißen Blatt Papier starten. Den Föderalismus bei den Datenschutzbehörden gebe es ja nun schon einmal. Eine spontane Zentralisierung der Datenschutzaufsicht wird jetzt eher nicht passieren, aber bestimmte Konstellationen könnten schon bei der Bundesbeaufragten zusammengezogen werden. Eine Mischzuständigkeit werde es auf jeden Fall geben. Insbesondere solle der Teil zu den personenbezogenen Daten bei den Datenschutzaufsichtsbehörden bleiben.
54 Minuten
Zu Gast in Episode 16 des Data Navigator ist Gerrit Schmidt, Technischer Leiter bei Boreas, einem Spezialisten für erneuerbare Energien. Im Interview mit Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) stellt Gerrit zunächst den Windenergiemarkt und die beteiligten Player vor. Dabei erläutert er auch, dass es inzwischen bedeutende chinesische Hersteller gibt. Es geht auch um die gängige Praxis, dass die Hersteller als Verkäufer der Windkraftanlagen auch Wartungsverträge mit den Betreibern halten und schon deshalb Zugriff auf die bei dem Betrieb der Anlagen anfallenden Daten haben. Gerrit erläutert am Beispiel von Blattwinkelfehlstellungen, warum es einen riesigen Unterschied macht, ob man 10-Minuten-Mittelwerte bekommt oder Echtzeitdaten. Er spricht auch über die gravierenden Kostenvorteile, die ein Mehr an Daten as dem Data Act für Betrieb und Wartung der Anlagen haben kann. Wir sprechen auch über die Frage, ob Hersteller bereits Kontakt aufgenommen haben, um auch nach dem 12.9.2025 berechtigt zu sein, Daten im laufenden Betrieb zu erheben.
40 Minuten
In Folge 15 des Data Navigator Podcasts sprechen wir mit Dr. Sebastian Louven, Rechtsanwalt und Gründer von LOUVEN.LEGAL über das Kartellrecht. Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) und Hubertus von Roenne (Upgrade) diskutieren mit Sebastian Louven über die Beschränkungen, die das Kartellrecht den Marktakteuren aufgibt, wenn sie sich zu Themen rund um den Data Act austauschen. Die Message ist klar: Solange keine Wettbewerbsbeschränkungen bezweckt oder bewirkt werden, ist gegen einen solchen Austausch nichts einzuwenden. Insbesondere dürfen Nutzer über die Daten sprechen, die sie von den Herstellern jeweils bekommen oder angefragt haben. Auch gegen einen Austausch dieser Daten ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Erst wenn solche Abreden diskriminierend werden, etwa weil sie andere ausschließen, kann die Abrede kartellrechtswidrig sein.
45 Minuten
In Folge 14 des Data Navigator Podcasts sprechen wir mit Dr. Michael Dose, Referent Digitalisierung und Innovation beim Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (BDI). Im Interview mit Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) stellt Michael die Haltung der Industrie zum Data Act vor. Aus seiner Sicht ist die Zuweisung des Datenzugangsrecht zu den Nutzern vernetzter Produkte nicht zwingend. Jetzt, wo das Gesetz da sei, müsse man sich aber damit auseinandersetzen und gute Lösungen für die Unternehmen finden. Wir sprechen über die Erwartungen des Interessenverbands an die Gesetzgeber und Behörden. Es gehe nun um klare Regelungen und konkrete Auslegungshinweise, damit die Unternehmen Rechtssicherheit haben.
51 Minuten
Gast in Folge 13 des Data Navigator Podcasts ist Damian Boeselager, Gründer von VOLT und maßgeblich an der Entstehung des Data Act beteiligt. Als Schattenberichterstatter für die grüne Fraktion im Europäischen Parlament war er in den Gesetzgebungsprozess zum Data Act eingebunden. Hubertus von Roenne (Upgrade) und Martin Schirmbacher (HÄRTING Rechtsanwälte) sprechen mit Damian Boeselager über - seine Sicht auf den Data Act über drei Jahre nach den Verhandlungen: Sind wir on track? - die Entstehungsgeschichte und das Verfahren - die Erwartungen an Kommission und Mitgliedstaaten - den Paradigmenwechsel bei dem Erstzugriffsrecht auf bei der Nutzung von Produkten anfallenden Daten und warum es hier ein Umdenken braucht - die Einstellung von Unternehmen zu Daten und dem Teilen von Daten - Plattformen, die sich auf das Teilen von Daten spezialisiert haben - seinen Ausblick: Was wird am 12.9. passieren und wo werden wir in 2 Jahren stehen
59 Minuten
Wie spielen Data Act und DSGVO zusammen? Und welches sollte die zuständige Aufsichtsbehörde für den Data Act sein? Darum geht es in unserem Gespräch mit Dr. Jens Ambrock, der das Referat Wirtschaft und Behörden bei dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit leitet und Lehrbeauftragter für Datenschutz an der Uni Kiel ist. Daten nutzen vs. Daten schützen: Wie steht ein Behördenvertreter grundsätzlich zum Data Act? Ist die Anordnung des Gesetzes, dass die DSGVO unberührt bleibt und im Zweifel sogar Vorrang genießt, eigentlich sinnvoll? Wie sollen Unternehmen damit umgehen, dass eine trennscharfe Abgrenzung Personenbezug vs. kein Personenbezug häufig nicht möglich ist? Außerdem geht es um die für den Data Act zuständige Aufsichtsbehörde: Herr Ambrock sieht eine geteilte Zuständigkeit bei BNetzA und BfDI kritisch und sieht zunächst die Landesbehörden in der Pflicht. Überhaupt sei es europarechtlich schwierig, die DSGVO-Zuständigkeit von den Landesbehörden wegzuziehen.
52 Minuten
Unser Gast Alanus von Radecki ist Unternehmer und Berater im Bereich von Smart-City-Strategien und -Technologien. Sein Ziel ist es, praktische Lösungen für komplexe urbane Herausforderungen zu entwickeln und diese mit Kunden und Partnern in skalierbare Projekte und Ventures zu übersetzen. Entscheidend sind dabei Daten, Daten in guter Qualität. Alanus leitet das Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen DKSR in Berlin, das sich zum Ziel gesetzt hat, Städten und kommunalen Unternehmen eine Open-Source-Dateninfrastruktur und professionelle Datendienste anzubieten. Mit ihm sprechen wir über die Rolle von Daten für Städte, Kommunen und Regionen. Wir diskutieren, wie man zu vernünftiger Datenqualität kommt und wie Gemeinden überhaupt herausfinden können, welche Daten sie haben ... und wo der Data Act helfen kann, Zugriff auf weitere Daten zu bekommen. Es geht auch darum, inwiefern der Data Act schon im Bewusstsein der Verantwortlichen angekommen ist (Spoiler: noch nicht so sehr).
44 Minuten
Hubertus von Roenne und Martin Schirmbacher ziehen ein kleines Zwischenfazit zum Stand der Umsetzung des Data Act in den Unternehmen. Entpuppt sich der Data Act als der Y2K-Fehler der zwanziger Jahre? Große Aufregung und nichts passiert? Ist der Data Act eine Luftnummer? Das ist der Einstieg in die aktuelle Folge von HÄRTING|fm. Wir analysieren, was wir von unseren Gesprächspartnern bisher gehört haben. Kann es sein, dass der Data Act seine Wirkung verfehlt? Die Berichte aus der Praxis lassen da nicht Gutes erahnen. Wir bleiben aber positiv: Es gibt Signale aus vielen Branchen, dass Bewegung in den Datenmarkt kommt. Bestehende Strukturen umzudrehen, wird aber noch ein bisschen Zeit brauchen. Es gibt den Paradigmenwechsel zur primären Nutzungsberechtigung an entstehenden Daten und wir schauen auf das Verhalten großer Hersteller (zwischen Stillhalten und Anpassung von Vertragswerken) und Nutzern (zwischen Abwarten und Vorbereitungen). Wir streifen auch den Cloudaspekt des Data Act: Kunden sollen einfacher, schneller und günstiger den Cloud-Provider wechseln können. Auch hier sind Änderungen noch eher zögerlich.
52 Minuten
In dieser Episode zum Data Act in der Praxis geht es um die von der Expertenkommission der EU Kommission entwickelten Musterverträge und Musterklauseln zum Datenaustausch. Unser Gast, der Anwaltskollege Matthias Niebuhr, war Mitglied dieser Kommission und so maßgeblich an der Entstehung der Klauseln beteiligt. Im Gespräch mit Matthias geht es zunächst um die Zusammensetzung der Expertenkommission und deren Ziele. Außerdem sprechen wir über die Ergebnisse: Konkrete Verträge für die Datenweitergabe und Datennutzung zwischen Dateninhaber und Nutzer einerseits und Nutzer und Datenempfänger andererseits. Wir diskutieren die verschiedenen Einsatzfelder der Regelwerke und die Schwierigkeiten bei der Verwendung. Matthias erklärt, warum es auf konkrete Use Cases ankommt und wo sich diese in den Klauseln womöglich wiederfinden. Wer sich bisher nicht mit den Ergebnissen der Expertenrunde beschäftigt hat, wird es nach Hören dieser Folge sicher tun.
51 Minuten
Gast in Folge 77 von HÄRTING|fm und absoluter Experte für den Data Act in der Energiewirtschaft ist Maximilian Hermann. Herr Hermann ist Anwaltskollege und Lead Counsel Kunde & Daten bei dem großen Energieversorger EnBW. Dort ist er zuständig für Kunden und Daten und für digitale Geschäftsmodelle. Im Gespräch mit Herrn Hermann geht es zunächst darum, welche Daten vernetzter Produkte bei der EnBW eigentlich anfallen. Wir schauen darauf, wie derzeit der Umgang mit den anfallenden Daten ist und was sich hier durch den Data Act ändern wird. Wir sprechen auch darüber, wie das Thema bei EnBW angegangen wurde und ob es schon Kontakt zu den Herstellern und deren Datenverarbeitung gab. Herr Hermann schildert eindrucksvoll, wie der Data Act auch konzernintern ein Marketingthema ist. Impulse aus der Rechtsabteilung in Richtung neuer Geschäftsmodelle mit Daten sind eher die Ausnahme, hier aber eben gegeben. Zudem gibt es Tipps, wie ein interdisziplinäres Team, das den Data Act intern umsetzen soll, zusammengesetzt sein sollte. Spoiler: It's not only lawyers... Schließlich geht es um das Verhältnis von Data Act und DSGVO, aber auch um die KI-Verordnung und die Berührungspunkte zum Data Act.
59 Minuten
Unser Gast Jan Kropp ist Rechtsanwalt und Leiter Konzerndatenschutz eines großen Stadtwerks, nämlich der swb AG aus Bremen. Die swb ist der große kommunaler Energieversorger in Bremen und Umgebung, der die vollständige Wertschöpfungskette im Energiebereich abbildet. Die swb und damit Herr Kropp kommen auf verschiedene Weise mit dem Data Act in Berührung. Martin Schirmbacher und Hubertus von Roenne sprechen mit ihm über den Umgang mit dem Data Act in seinem Unternehmen. Dabei schauen wir zunächst darauf, welche Daten bei einem großen Stadtwerk denn überhaupt anfallen und welche Datenerhebung womöglich vom Data Act erfasst sind. Stadtwerke betrifft die neuen EU-Datengesetzgebung üblicherweise in Doppelrolle: Zum einen sind Stadtwerke häufig Hersteller bzw. Dateninhaber, zum Beispiel bei E-Ladesäulen oder häuslicher Ladeinfrastruktur. Auch beim Smart Metering kann ein Stadtwerk Dateninhaber sein. Andererseits sind Stadtwerke auch Energieerzeuger und je nach Ausgestaltung etwa bei Windenergieanlagen auch Dateninhaber. Um die verschiedenen Sichtweisen auf die EU Datenverordnung geht es in dieser Folge.