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70 Episoden
17 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team anhand mehrerer grenzüberschreitender Fälle, wann österreichische Strafgewalt greift.

Was bedeutet das Territorialitätsprinzip (§ 62 StGB)? Wann ist Österreich bei Auslandstaten dennoch zuständig – etwa durch das Flaggenprinzip oder die sogenannte stellvertretende Strafrechtspflege (§ 65 StGB)? Und was gilt, wenn eine Tat an Bord eines österreichischen Flugzeugs oder im Internet begangen wird?

Anhand anschaulicher Beispiele rund um Steinwürfe über Staatsgrenzen, Diebstähle im Flugzeug und unbefugte Autofahrten in Liechtenstein erfährst du, welche Anknüpfungspunkte das österreichische Strafrecht vorsieht – und wie sie konkret anzuwenden sind.
17 Minuten
Was ist Übernahmefahrlässigkeit – und wann führt betrunkenes Autofahren zur Strafbarkeit nach § 80 StGB?

In dieser Folge der AT.reloaded-Reihe Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team den Fall von Mathea, die trotz 1,3 Promille eine gefährliche Tätigkeit ausführt: Sie fährt Auto und tötet dabei eine Radfahrerin. Die Folge zeigt, warum Strafbarkeit nicht am Übersehen eines Verkehrszeichens anknüpfen kann, sondern an der Entscheidung, sich überhaupt alkoholisiert hinters Steuer zu setzen. Damit wird das Konzept der Übernahmefahrlässigkeit greifbar. Auch die qualifizierte grob fahrlässige Tötung nach § 81 Abs 2 StGB kommt ins Spiel. Eine Folge mit vielen dogmatischen Aha-Momenten und wichtigen Tipps für die Prüfungsstruktur bei Fahrlässigkeitsdelikten. 
14 Minuten
In dieser Folge analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team den Fall von Markus, der an paranoider Schizophrenie leidet und in einem psychotischen Schub versucht, seine Mutter zu töten. Dabei geht es um die zentrale strafrechtliche Frage: Wann ist eine Person zurechnungsunfähig im Sinn des § 11 StGB – und welche rechtlichen Folgen hat das? Die Folge erklärt, welche psychischen Störungen eine Zurechnungsunfähigkeit begründen können, wie Diskretions- und Dispositionsfähigkeit zu prüfen sind und wann eine Unterbringung im Maßnahmenvollzug nach § 21 Abs 1 StGB in Betracht kommt. 
14 Minuten
In dieser Folge analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team einen Fall rund um einen radikalen Telegram-Post und zeigen, was Äußerungsdelikte wie § 282 StGB auszeichnet. Dabei geht es um die spannende Frage, ob es sich bei solchen Delikten um Tätigkeits- oder Erfolgsdelikte handelt – mit weitreichenden Konsequenzen für die Strafbarkeit digitaler Aussagen aus dem Ausland. Die Folge beleuchtet außerdem das Territorialitätsprinzip, die Providerhaftung und das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Strafrecht.
20 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded-Reihe Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team anhand eines aktuellen Falls, wann eine straflose Vorbereitung in einen strafbaren Versuch (§ 15 StGB) umschlägt.

Der Fall: Drei Personen planen per WhatsApp-Gruppe einen Raub, besorgen eine Waffe und lauern dem Opfer vor dessen Haus auf. Die Folge beleuchtet, ab welchem Zeitpunkt die Schwelle zum Versuch überschritten ist – und welche Bedeutung die Unmittelbarkeit der Handlung für die Abgrenzung hat. Außerdem thematisiert die Folge, wann eine bloße Vorbereitung strafbar sein kann, etwa bei einem Komplott (§ 277 StGB), und welche grundsätzlichen Probleme mit der Ausweitung solcher Vorfelddelikte verbunden sind – insbesondere im Bereich des Terrorismusstrafrechts (§ 278g StGB).

Ein Fall, der zeigt: Was wie ein x-beliebiges Verhalten aussieht, kann im Strafrecht weitreichende Folgen haben.
32 Minuten
Y wie Your Choice – diese Folge trägt ihren Titel nicht ohne Grund: Denn diesmal haben unsere Hörer*innen entschieden, worum es gehen soll! Über Instagram wurde abgestimmt – und das Wunschthema lautet: Tauglichkeit des Versuchs (§ 15 StGB). Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team greifen diesen Wunsch auf und analysieren anhand mehrerer Varianten rund um die PR-Managerin Sophie, wann ein Versuch strafbar ist – und wann nicht. 

Dabei geht es um die Untauglichkeit des Subjekts, des Tatobjekts und der Handlung – samt schwieriger Grenzfälle wie dem zufällig abwesenden Tatobjekt. Zwei Theorien stehen im Mittelpunkt: die Eindruckstheorie und die objektive ex-ante-Theorie. Klar wird: Nicht jeder Versuch ist strafbar – aber wann genau? Diese Folge liefert dir das Rüstzeug zur Falllösung!
10 Minuten
In dieser Folge analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team, wann ein Irrtum über die Strafbarkeit einer Handlung wirklich entschuldigt – und wann nicht. Im Mittelpunkt steht der Fall der US-Amerikanerin Lynn, die im Österreich-Urlaub einen Hitlergruß zeigt, ohne das Verbot nach § 3 Verbotsgesetz zu kennen. War ihr Irrtum vorwerfbar? Die Folge erklärt den Unterschied zwischen direktem und indirektem Verbotsirrtum, zeigt, was § 9 StGB verlangt und warum es für Urlauber andere Maßstäbe geben kann als für Einheimische. 
6 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded-Reihe Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team, was ein strafloses Wahndelikt ist – und wie es sich vom strafbaren Versuch unterscheidet.

Der Fall: Alina gibt bei der Zeugenvernehmung vor Gericht bewusst eine falsche Adresse an und glaubt, sich damit strafbar zu machen. Doch § 288 StGB greift hier nicht – denn es handelt sich nicht um eine förmliche Aussage zur Sache.

Anhand dieses und weiterer anschaulicher Beispiele zeigt die Folge, warum ein bloßer Rechtsirrtum nicht zum Versuch führt, sondern ein Wahndelikt begründet – und wie man beide sauber abgrenzt.
7 Minuten
In dieser Folge der AT.reloaded-Reihe Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team den Tatbildirrtum anhand eines Falles rund um Fanny, die versehentlich fremde Bücher aus einem Lerncafé mitnimmt. Wann fehlt der Vorsatz auf ein Tatbestandsmerkmal wie „Fremdheit“? Was bedeutet ein Tatbildirrtum im Sinne des § 5 StGB – und warum bleibt Fanny trotz objektiv erfülltem Diebstahlstatbestand straffrei? Die Folge zeigt, wie wichtig die Trennung von objektivem und subjektivem Tatbestand ist, und wann § 134 Abs 2 StGB zur Anwendung kommen kann. 
10 Minuten
Wann darf man sich verteidigen – und wann ist das Maß überschritten?

In dieser Folge analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team anhand eines spannenden Falls, wie sich die sogenannte Unfugabwehr (auch Bagatellnotwehr genannt) von der klassischen Notwehr unterscheidet. Was passiert, wenn jemand zur Verteidigung eines Vermögenswerts von nur 70 Euro zur Waffe greift? Wann verlangt das Gesetz ausnahmsweise eine Güterabwägung? Und wo liegt die Grenze zur Notwehrüberschreitung? Die Folge zeigt, warum bei geringfügigen Angriffen ein anderer rechtlicher Maßstab gilt. 
23 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team den Begriff des Rechtsguts im Strafrecht. Sie erläutern, warum bestimmte Werte strafrechtlich geschützt werden und wie sich die Bedeutung dieser Werte im Laufe der Zeit verändert hat. Anhand prägnanter Beispiele, wie dem Wandel beim Schutz der Ehe oder der steigenden Bedeutung der Korruptionsbekämpfung, verdeutlichen sie, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen im Strafrecht widerspiegeln. Außerdem erklären sie, warum die Rechtsgutsdefinition ein zentrales Instrument für die Auslegung von Straftatbeständen ist und welche Rolle sie bei der Abgrenzung von Individual- und Allgemeinrechtsgütern spielt. 
11 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Begriffe A bis Z analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team den komplexen Fall von Selbstgefährdung und der strafrechtlichen Mitwirkung daran. Im Mittelpunkt steht Stefan, der sich eigenverantwortlich Morphin injiziert – mit tödlichen Folgen. Dabei thematisieren sie die zentrale Bedeutung des Autonomie-Prinzips: Wann ist eine Mitwirkung an der Selbstverletzung strafbar, und wann bleibt sie straflos? Und wie bewertet die Rechtsprechung Fälle, in denen die Eigenverantwortlichkeit des Verletzten fehlt? Diese Fragen und mehr klärt die Episode am Beispiel eines prägnanten OGH-Falls. 
27 Minuten
In dieser Folge zur ORF-Serie „Biester“ nehmen Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team die Vertuschung eines Unfalls auseinander, an der gleich mehrere Figuren beteiligt sind: Pius Sund zieht im Hintergrund die Fäden, Politikberater Konstantin setzt seinen Einfluss ein – und Polizist Fierler löscht kurzerhand einen Unfallbericht, um Nelly Sund zu schützen.

Was liegt hier genau vor? Amtsmissbrauch (§ 302 StGB), Bestimmung (§ 12 StGB), vielleicht sogar eine Kettenbeteiligung? Und macht sich auch der junge Polizist David strafbar, weil er schweigt? Die Folge zeigt, wie viel Sprengkraft in einem einzigen Polizeibericht stecken kann – und was du zur Beteiligung an Sonderdelikten unbedingt wissen musst.

In den Zusatzmaterialien zum AT.reloaded Special Biester, Episode 6 findest du Details zum Sachverhalt, Fundstellen im Lehrbuch Strafrecht Allgemeiner Teil 1 (12. Auflage), relevante Gesetzesstellen und weiterführende Literaturhinweise.

Alle 10 Folgen der ersten Staffel der ORF-Serie „Biester“ sind auf ORF ON abrufbar.
32 Minuten
In dieser Folge analysieren Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team einen besonders brisanten Fall aus der ORF-Serie „Biester“: Ein Polizist nimmt heimlich ein Gespräch mit einem Politikberater auf und gibt die Aufnahme weiter. Was nach spannender Fernsehunterhaltung klingt, wirft zentrale Fragen zu § 120 StGB auf: Wann ist das Aufnehmen und Weitergeben eines Gesprächs strafbar? Gibt es Ausnahmen – etwa bei einem öffentlichen Interesse wie im Ibiza-Fall? Und was gilt, wenn Journalist*innen oder die Staatsanwaltschaft ins Spiel kommen? Diese Folge zeigt, wie schnell Tonaufnahmen zur strafrechtlichen Gratwanderung werden.

In den Zusatzmaterialien zum AT.reloaded Special Biester, Episode 5 findest du Details zum Sachverhalt, Fundstellen im Lehrbuch Strafrecht Allgemeiner Teil 1 (12. Auflage), relevante Gesetzesstellen und weiterführende Literaturhinweise.

Alle 10 Folgen der ersten Staffel der ORF-Serie „Biester“ sind auf ORF ON abrufbar.
9 Minuten
In dieser Folge von AT.reloaded – Strafrecht Begriffe A bis Z  dreht sich alles um die Pflichtenkollision: Was passiert, wenn jemand mehrere Handlungspflichten gleichzeitig hat, aber nur eine erfüllen kann? Professorin Ingeborg Zerbes und ihr Team analysieren anhand eines modifizierten Falles rund um den Triathlon mit Maria, Tessa und dem Wasserretter Walter, wann eine echte Pflichtenkollision vorliegt und warum sie zur Rechtfertigung führt.

Außerdem geht es um die Frage, wie sich die Rechtslage ändert, wenn eine besondere Garantenstellung ins Spiel kommt – und warum gerade in Krisensituationen wie der Pandemie das Thema plötzlich höchst brisant wird. Eine Folge, die zeigt: Pflichtenkollisionen sind keine graue Theorie, sondern können im echten Leben über Leben und Tod entscheiden.

Du suchst eine vertiefende Lernunterlage? Das Lehrbuch Strafrecht Allgemeiner Teil 1 (12. Auflage) hat einen übersichtlichen Aufbau und bietet dir noch mehr Fallbeispiele mit Lösungsschemata im Anhang. So kann deine optimale Prüfungsvorbereitung gelingen! 
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