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  3. 1203 - Geschichten aus Brome und Umgebung Podcast

Episoden

34 Minuten
20 – Vor dem Gericht: Aus dem Dorfleben des Jahres 1711 Was stritten die Menschen unserer Dörfer vor über dreihundert Jahren aus? In dieser Folge reisen wir ins Jahr 1711 und schauen dem Wolfsburger Amtmann Johann Ernst Selig über die Schulter, vor dessen Gericht die kleinen und großen Konflikte der Untertanen verhandelt wurden. Zwölf Fälle aus Orten der heutigen Samtgemeinde Brome – aus Tiddische, Brechtorf, Parsau, Zicherie, Eischott und Rühen – ergeben zusammen ein lebendiges Bild vom Alltag, von den Nöten und von der Ehre unserer Vorfahren. Themen der Folge: Der Amtmann Johann Ernst Selig und sein Gericht: ein studierter Jurist, der zugleich Richter, Ankläger, Verteidiger und Protokollant war, und die weite Gerichtsbarkeit derer von Bartensleben zu Wolfsburg Gewalt im Dienstverhältnis: ein Knecht, der beim Herrendienst mit der Sense zuschlägt, und eine Dienstfrau, die ihren Knecht verprügelt Ehre und üble Nachrede: der Streit um einen gestohlenen Käse Sitte und Buße: ein Unzuchtsfall aus Parsau Erbe und Mitgift: der jahrzehntelange Streit zweier Brüder aus Tiddische – samt Beschimpfung als „Schelm" vor Gericht Schulden und Pfand: von Roggen, Buchweizen und einer verwickelten Geschichte um Schaf und Lamm Ein Todesfall und der Scharfrichter, der als Wundarzt tätig war Quelle: Die Gerichtsprotokolle des Wolfsburger Amtmanns Johann Ernst Selig aus der Zeit von 1711–1724. Herausgegeben und bearbeitet von Maria Schlelein. Wolfsburg 2017. Mehr zur Geschichte unserer Region: bromer-geschichte.de und mhv-brome.de

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(00:00:00) 01-Einführung (00:01:33) 02-Der Amtmann und sein Gericht (00:08:03) 03-Gewalt im Dienst (00:13:13) 04-Ehre und üble Nachrede (00:16:01) 05-Sitte und Sünde (00:17:10) 06-Erbe, Mitgift und die Pflichten der Familie (00:23:24) 07-Schulden und Pfand (00:27:59) 08-Ein Todesfall und seine Folgen (00:31:34) 09-Was bleibt
53 Minuten
19 – Die Burg Brome im Dritten Reich Von 1937 bis 1944 befand sich auf der Burg Brome ein Landjahrlager – zunächst für Jungen unter dem Namen „Ulrich von Hutten", ab 1940 für Mädchen. Für den Umbau des alten Wirtschaftsgebäudes zum HJ-Heim ließ Graf Günther von der Schulenburg-Wolfsburg 1937 die Stallungen umgestalten. In dieser Folge erzähle ich die Geschichte des Lagers, seiner Menschen und seiner bis heute erhaltenen Spuren – anhand von Akten aus dem Staatsarchiv Hannover, dem Meldebuch der Gemeinde Brome und Dokumenten aus dem Archiv des Museums Burg Brome. Themen der Folge: Was das „Landjahr" im NS-Staat war und woher die Kinder kamen (überwiegend aus Wuppertal) Graf von der Schulenburg, der Verlust von Schloss Wolfsburg an das entstehende Volkswagenwerk und der gescheiterte Plan eines neuen Schlosses in Brome Der Umbau des Stallgebäudes 1937: Kostenvoranschlag, beteiligte Handwerker und die enge Verzahnung von HJ und Landjahr Das Mädellager ab 1940 und der Streit um eine Verdunkelung im Herbst 1940 Die Burg als Lazarett in den letzten Kriegswochen 1945 Zwei stille Zeugen bis heute: das Toilettenhäuschen und der Balken „1937 – HJ – Landjahr" unter dem Dach Mehr zur Bromer Geschichte: bromer-geschichte.de und mhv-brome.de

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(00:00:00) 01-Einführung (00:01:19) 02-Was war das Landjahr (00:04:25) 03-Die Burg und das Graf von der Schulenburg (00:16:53) 04-Aus der Burg wird ein Landjahrlager (00:20:53) 05-Umbau zum HJ-Heim (00:32:27) 06-Bau eines Toilettenhäuschens (00:35:04) 07-Kündigung des Mietvertrages (00:38:56) 08-Vom Jungenlager zum Mädellager (00:43:48) 09-Streit um Verdunklung (00:48:51) 10-Die Burg Brome als Lazarett (00:50:57) 11-Was bleibt
51 Minuten
Von der Knolle zur Aktie – Die Stärkefabriken Croya und Radenbeck Wie wird aus einer Kartoffel eine Aktie? In dieser Folge nehmen wir euch mit in die Zeit, als rund um Wittingen ein ganzes Bündel von Stärkefabriken entstand – allen voran in Croya und Radenbeck. Bauern, die ihre Kartoffeln nicht länger zu Spottpreisen verkaufen wollten, taten sich zusammen, legten ihr Geld zusammen und gründeten etwas erstaunlich Modernes: Aktiengesellschaften, mitten auf dem Land. Wir erzählen, wie die einst verachtete Knolle zum industriellen Rohstoff aufstieg, wie die Aktiengesellschaft als neue Form des Investments ins Deutsche Reich kam – mit Gründerzeit, Gründerkrach und dem Aktiengesetz von 1884 – und wie sich all das in unseren kleinen Dörfern ganz konkret abspielte. Von der euphorischen Aufbruchstimmung des Jahres 1888 bis zu jenem stillen Ende, das eine Schulchronik die „Beerdigung der Fabrik auf eigenem Gelände” nannte. Mit dabei: ein Stärkemeister, der zur Eisenbahn wechselte, und eine Bahnstrecke, die eine ganze Fabrik überflüssig machte. Eine Geschichte über Knollen, Kapital und den Unternehmungsgeist einer ganzen Region. Mehr zur Geschichte unserer Region findet ihr auf unserem Geschichtsblog www.bromer-geschichte.de und auf der Homepage des Museums- und Heimatvereins Brome e.V. unter www.mhv-brome.de. Diese Folge hat euch gefallen? Dann unterstützt unsere Arbeit und werdet Mitglied im Museums- und Heimatverein Brome e.V.! Mit eurem Beitritt helft ihr, die Geschichte unserer Region zu bewahren, zu erforschen und lebendig zu halten. Schaut einfach auf www.mhv-brome.de vorbei – wir freuen uns auf euch.

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(00:00:00) Das Aktiengesetz von 1884 (00:02:29) 01 Die Kartoffel als Rohstoff (00:06:12) 02 Warum ausgerechnet eine Fabrik (00:08:46) 03 Eine neue Idee (00:11:10) 04 Die Gründerzeit (00:13:50) 05 Das Aktiengesetz von 1884 (00:16:27) 06 Die Aktienstärkefabrik Croya (00:24:41) 07 Die Stärkefabriken im Raum Wittingen (00:31:39) 08 Die Aktienstärkefabrik Radenbeck (00:45:00) 09 Vom Stillstand über Neuanfang zur Schließung (00:48:27) 10 Was bleibt
24 Minuten
Am 11. September 1928 kam General Erich Ludendorff nach Brome. Der einstige „Held von Tannenberg" und Gründer des Tannenbergbundes warb auf seiner Norddeutschland-Lesereise für sein Buch und mobilisierte die völkische Basis. Diese Folge erzählt, wie das Regierungspräsidium Lüneburg die offizielle Begrüßung untersagte, der Gemeinderat sie mit 6:5 dennoch beschloss – und was der Abend im Festzelt an der Steimker Straße über die Schwäche der Weimarer Demokratie und die Anziehungskraft von Verschwörungstheorien verrät.

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(00:00) Kapitel 1
19 Minuten
Die Entwicklung der NSDAP-Ortsgruppe Brome 1925-1945 Zusammenfassung Diese Episode erzählt die Geschichte der NSDAP-Ortsgruppe Brome anhand der kürzlich vom US National Archives freigegebenen Mitgliederkartei. Wir verfolgen den Weg von der Gründung 1925 über die Krise durch den Tannenbergbund, die Neugründung 1931, das Explosionsjahr 1933 bis zum Kriegsende 1945. Die Mitgliederzahl wuchs von zunächst wenigen auf etwa 260 Personen – ein Beispiel für die totale Durchdringung der Gesellschaft durch das NS-Regime. Wichtige Daten 27. Februar 1925: Gründung der Ortsgruppe 1. Oktober 1931: Neugründung unter Konrad Erling 30. Januar 1933: Hitlers Machtergreifung 1933: Verbot des Tannenbergbunds Mitglieder treten zur NSDAP über 1937: Zweite Wachstumswelle mit 113 Neuaufnahmen 1945: Kriegsende mit ca. 260 Mitgliedern Weiterführende Ressourcen Blog zur Bromer Geschichte: www.bromer-geschichte.de Museums- und Heimatverein Brome e.V.: www.mhv-brome.de Episodenlänge: ca. 20 Minuten

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(00:00) Kapitel 1
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Über diesen Podcast

1203 – Geschichte aus Brome und Umgebung ist ein Podcast zur Heimatgeschichte für alle Orte der Samtgemeinde Brome. Wir berichten von historischen Ereignissen, von vergessenen oder verschwundenen Orten und von interessanten Geschichten aus unserer Heimat. Äußerungen unserer Gesprächspartner*innen und Moderator*innen geben deren eigene Auffassungen wieder. https://meinpodcast.de macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner*innen in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
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