„Wir wollen Schülern auf Augenhöhe begegnen. Wenn das nicht funktioniert, wird es schwierig, einen Schüler positiv zu begleiten.“ — Jan-Peter, Schulleiter der FEDER Barcelona
Wenn Jan-Peter betont, wie essenziell es ist, auch unangenehme Themen – ob im Unterricht oder im Betrieb – direkt, respektvoll und auf Augenhöhe anzusprechen, positioniert er die FEDA ganz klar gegen eine Kultur des Wegsehens. Dieses duale Ausbildungsmodell stößt in Spanien jedoch auf tief verwurzelte kulturelle Unterschiede, da eine offene Feedback- und Fehlerkultur in der dortigen Arbeitswelt oft noch keine Selbstverständlichkeit ist.
Umso wichtiger ist es, Brücken zu bauen, was sich auch im sensiblen Umgang mit der Digitalisierung zeigt: Bei der ständigen Suche nach der „richtigen Dosis“ digitaler Medien steht stets der Mensch im Fokus, weshalb die Schule trotz moderner digitaler Ausstattung bewusst handyfreie Räume zur Konzentrationsförderung etabliert hat. Gleichzeitig ebnet eine gezielte, beziehungsnahe Sprachförderung im Fachunterricht den spanischen Auszubildenden den Weg durch die anspruchsvolle deutsche Fachsprache.
Dieses gelebte Prinzip der Augenhöhe macht jedoch nicht bei den Lernenden halt. Im Kollegium wird es durch freiwillige, gegenseitige Hospitationen aktiv vorgelebt, wodurch alle Beteiligten gemeinsam an ihren Herausforderungen wachsen. Am Ende wandelt sich so das Bild der Schule grundlegend: Weg von der reinen Lehranstalt, hin zu einem proaktiven Problemlöser und engen Entwicklungspartner für die lokale Wirtschaft. Das Interview beweist damit eindrucksvoll, dass moderne Bildungseinrichtungen selbst als dynamische, lernende Systeme agieren müssen, um junge Menschen flexibel und stark für den rasanten Wandel der modernen Arbeitswelt zu machen
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