Beschreibung

vor 5 Tagen

„Wir wollen Schülern auf Augenhöhe begegnen. Wenn das nicht
funktioniert, wird es schwierig, einen Schüler positiv zu
begleiten.“ — Jan-Peter, Schulleiter der FEDER Barcelona


Wenn Jan-Peter betont, wie essenziell es ist, auch unangenehme
Themen – ob im Unterricht oder im Betrieb – direkt, respektvoll
und auf Augenhöhe anzusprechen, positioniert er die FEDA ganz
klar gegen eine Kultur des Wegsehens. Dieses duale
Ausbildungsmodell stößt in Spanien jedoch auf tief verwurzelte
kulturelle Unterschiede, da eine offene Feedback- und
Fehlerkultur in der dortigen Arbeitswelt oft noch keine
Selbstverständlichkeit ist.


Umso wichtiger ist es, Brücken zu bauen, was sich auch im
sensiblen Umgang mit der Digitalisierung zeigt: Bei der ständigen
Suche nach der „richtigen Dosis“ digitaler Medien steht stets der
Mensch im Fokus, weshalb die Schule trotz moderner digitaler
Ausstattung bewusst handyfreie Räume zur Konzentrationsförderung
etabliert hat. Gleichzeitig ebnet eine gezielte, beziehungsnahe
Sprachförderung im Fachunterricht den spanischen Auszubildenden
den Weg durch die anspruchsvolle deutsche Fachsprache.


Dieses gelebte Prinzip der Augenhöhe macht jedoch nicht bei den
Lernenden halt. Im Kollegium wird es durch freiwillige,
gegenseitige Hospitationen aktiv vorgelebt, wodurch alle
Beteiligten gemeinsam an ihren Herausforderungen wachsen. Am Ende
wandelt sich so das Bild der Schule grundlegend: Weg von der
reinen Lehranstalt, hin zu einem proaktiven Problemlöser und
engen Entwicklungspartner für die lokale Wirtschaft. Das
Interview beweist damit eindrucksvoll, dass moderne
Bildungseinrichtungen selbst als dynamische, lernende Systeme
agieren müssen, um junge Menschen flexibel und stark für den
rasanten Wandel der modernen Arbeitswelt zu machen
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Folge 22: Schüler respektieren - Vertrauen aufbauen
Folge 22: Schüler respektieren - Vertrauen aufbauen

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