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Pferde, Schäfer und Menschen Archiv

70 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Muss Pferdehaltung perfekt sein? Im zweiten Gespräch mit Alex von Biomequine geht es darum, warum sie ihr eigenes Pferd aus dem Offenstall mit Heu rund um die Uhr wieder herausgenommen hat und wie sich Paddock, Offenstall und Weide mit einfachen Mitteln gesundheitsorientierter gestalten lassen. Außerdem: Snack-Spaziergänge im Wald, die Grenzen der Fütterungsberatung, Zusammenarbeit mit Tierarzt und Hufbearbeitung und warum selektive Entwurmung sinnvoller ist als Wurmkuren nach Kalender.

Kostenloser Einstiegskurs „Zustimmungspunkte des Pferdemagens“ bei Anmeldung zum Newsletter: https://horse-therapy-academy.de/newsletter/

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Biomequine: https://biomequine.de/

00:00 Vorab: Der Paddock als Box an der Frischluft

00:09 Intro: Zweites Gespräch mit Alex von Biomequine

01:56 Raus aus dem Offenstall: Warum Alex' Pferd heute alleine steht

07:51 Heu rund um die Uhr und die Frage der Rasse

13:01 Mehr Bewegung im Offenstall: Sandhügel, Äste, Verstecke

19:19 Der leere Paddock: nur eine Box an der Frischluft

21:29 Weiden schonen statt herunterfressen lassen

28:24 Langfristig denken: Boden, Artenvielfalt, Düngung

31:53 Snack-Spaziergänge: Darf das Pferd im Wald fressen?

43:57 Beratung: Wann Fütterung hilft und wann nicht

48:48 Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten: Fachlichkeit oder Ego?

56:11 Offen bleiben: selektive Entwurmung

1:00:08 Dinge hinterfragen – und wo man Alex findet
28 Minuten
Unsicher nach der Ausbildung? Das ist normal. Warum Einordnen wichtiger ist als die nächste Technik. Denise spricht darüber, warum Unsicherheit nach einer Pferdetherapie-Ausbildung ganz normal ist, warum zehn weitere Technikfortbildungen die Frage nach dem passenden Werkzeug nicht beantworten und wie Befunde sinnvoll eingeordnet werden. Es geht um Fragen aus ihren Workshops, um den Umgang mit mehreren Auffälligkeiten, um Geräte versus Hands-on, um souveräne Beratung und das Beispiel eines Zwanghufs – dazu ein Überblick über ihre Kurse in der Horse Therapy Academy.

00:00 Vorab: Warum mir Unsicherheit lieber ist als die eierlegende Wollmilchsau

00:18 Intro: Wer ich bin und worum es heute geht

00:44 Unsicherheit: Tests kennen, Befunde nicht einordnen können

02:25 Die Ausbildung realistisch betrachtet: Unsicherheit ist normal

05:38 Verstehen statt zehn weitere Techniken

07:04 Warum testen wir so? Fragen aus meinen Workshops

08:23 Mehrere Auffälligkeiten: Was ist relevant?

10:15 Hands-on statt Geräte: Wann ist ein Hilfsmittel sinnvoll?

12:06 Dauertherapieschleife vermeiden und Kosten sparen

14:21 Meine Kurse: Masterclass Pferdemagen

16:33 Souveränität in schwierigen Fällen und Methodik für Therapeuten

19:44 Funktionelle Ketten, Epigenetik und vegetatives Nervensystem

25:00 Differenziert denken statt Schwarz-Weiß: das Zwanghuf-Beispiel

27:03 Einladung: Schreib mir, was dich unsicher macht
1 Stunde 6 Minuten
Was darf eine Pferdebehandlung eigentlich kosten? Im dritten Gespräch mit Sophie Bratschke geht es um die riesige Preisspanne in der Pferdetherapie, die Idee eines kollegialen Mindestpreises, warum auch ein unauffälliger Befund seinen Wert hat, und wo die Verantwortung eines Therapeuten endet. Außerdem: Konkurrenzdenken unter Kolleginnen, saisonale Flauten im Sommer und warum Prävention langfristig günstiger ist als Dauertherapie.

00:00 Intro: Drittes Gespräch mit Sophie Bratschke

02:48 Was Selbstständigkeit wirklich bedeutet

09:01 Nebenberuf oder Vollzeit: unterschiedliche Preisregeln

11:55 Die Idee eines Mindestpreises

15:58 Der Wert eines unauffälligen Befunds

19:39 Woran erkennt man einen guten Therapeuten?

25:42 Wo endet die Verantwortung des Therapeuten?

30:35 Konkurrenzdenken unter Kolleginnen

35:47 Kann billige Konkurrenz die Vollzeit-Praxis ruinieren?

44:42 Sommerloch: wenn Fixkosten trotz Flaute weiterlaufen

50:00 Gesundheitssystem statt Krankheitssystem

58:13 Der Kern der eigenen Arbeit: Vielseitigkeit

62:57 Scheitern gehört zum Wachstum dazu
45 Minuten
Einen Kurs geben? Was wirklich dahintersteckt: Denise nimmt in dieser Folge mit hinter die Kulissen ihrer eigenen Kursplanung – von der ersten Frage nach dem Lernziel über die Milchmädchenrechnung bei der Kalkulation bis zur Wahl des richtigen Kursorts. Es geht um die unsichtbare Vorbereitungszeit, um Stornobedingungen und kleine organisatorische Dinge, um klare Grenzen beim Einsatz von Kurspferden und um den eigenen Umgang mit Nervosität und Perfektionismus. Zum Schluss vier konkrete Tipps für alle, die selbst einen Kurs planen möchten.

00:00 Intro: Für wen diese Folge gedacht ist

01:21 Mein Weg zur Kursleiterin: vom Sportverein zur Pferdebranche

03:02 Die Grundfragen hinter jeder Kursplanung

04:22 Die erste Frage: Was möchtest du unterrichten?

06:08 Kursstruktur: Theorie, Praxis und unterschiedliche Lerntypen

10:29 Teilnehmerzahl: Qualität oder Quantität

12:48 Die unsichtbare Arbeit: Recherche, Skript und Bildrechte

16:06 Kalkulation: das Vielfache der eigentlichen Kursdauer

18:50 Die Milchmädchenrechnung und die vollständige Kostenkalkulation

21:40 Kleine Dinge, Stornobedingungen und Teilnehmerzahl

28:34 Die Wahl des Kursorts: Kaffeemaschine und Motorsäge

32:33 Grenzen setzen: wenn ein Pferd nicht eingesetzt werden sollte

34:27 Persönliches Wachstum: Nervosität und Perfektionismus loslassen

41:38 Vier Tipps für alle, die einen Kurs planen
51 Minuten
Was ist professionelle Arbeit am Pferd eigentlich wert? In dieser sehr persönlichen Folge spricht Denise ungewohnt unverblümt über Dumpingpreise, die Grenzen kostenloser Nachbetreuung und ein Rechenbeispiel, das zeigt, wie schnell aus Kulanz Selbstausbeutung wird. Es geht um den inflationär verwendeten Begriff Osteopathie, um die bewusste Entscheidung, ein Pferd manchmal nicht zu behandeln, und um Unverbindlichkeit bei Terminen, gegen die es jetzt eine Buchungsgebühr gibt. Zum Schluss auch: warum Denise trotz aller Zweifel weitermacht.

00:00 Intro: Warum diese Folge jetzt entsteht

03:08 Mein Business der letzten Jahre: mehr Wirtschaftlichkeit, klarere Grenzen

04:19 Die zentrale Frage: Was ist professionelle Arbeit wert?

06:26 Nebenberuflich und hauptberuflich: die 90-Prozent-Realität

08:05 Warum meine Preise keine Verhandlungssache sind

10:25 Wo die kostenlose Nachbetreuung endet

12:19 Das Rechenbeispiel: 6 bis 12 Euro Umsatz pro Stunde

23:35 Der Begriff Osteopathie und was er wert sein sollte

27:01 Warum gute Therapie manchmal heißt: nicht zu behandeln

34:04 Unverbindlichkeit und die Buchungsgebühr als Konsequenz

38:24 WhatsApp abgeschafft und ehrliche Kommunikation bei Rechnungen

43:07 Kurspreise, die Milchmädchenrechnung und das eigene Unternehmen

48:41 Warum ich trotzdem weitermache
1 Stunde
Was hat Führung mit Pferden wirklich zu tun – und warum bringt weniger Kontrolle oft mehr Vertrauen? Im zweiten Gespräch mit Sophie Bratschke geht es um die dritte Option zwischen Flucht und Kampf, warum es in der Pferdeherde keine Rangordnung, sondern nur eine Aufgabenverteilung gibt, und wie schnell übermäßige Fürsorge fürs Pferd in einen Burnout kippen kann. Außerdem: die Aktionismus-Falle, warum Fehler beim Pferd und beim Menschen dazugehören sollen, und der Satz, den Sophie selbst noch heute als Erinnerung braucht: Jedes Pferd ist brav, solange man nichts erwartet.

00:00 Intro: Zweites Gespräch mit Sophie Bratschke

01:04 Warum Pferde uns ehrlicher begegnen als Menschen

13:58 Führung heißt Einfluss, nicht Zwang

17:16 Keine Rangordnung, sondern Aufgabenverteilung in der Herde

20:51 Wenn Fürsorge fürs Pferd zum Burnout wird

27:49 Erlaube dir und deinem Pferd, Fehler zu machen

43:58 Erwartungen loslassen in der Behandlung

58:47 Der Abschiedsrat: Unperfekt sein dürfen
47 Minuten
Ein Laborwert im Referenzbereich heißt nicht automatisch: alles in Ordnung. In dieser sehr persönlichen Folge erzählt Denise von ihrer eigenen Schilddrüsengeschichte – seit 20 Jahren lebt sie ohne dieses Organ – und nutzt sie als Beispiel dafür, warum ein einzelner Laborwert selten die ganze Geschichte erzählt. Es geht um die Steuerzentrale im Kopf, um Hypothalamus und Hypophyse, um Nährstoffe wie Jod, Selen, Zink und Eisen und darum, was das alles auch für die Schilddrüse beim Pferd bedeutet.

00:00 Intro: Warum ich über die Schilddrüse spreche

01:33 Meine eigene Geschichte: Fluch und Segen

04:55 Was ich rückblickend anders gefragt hätte

06:43 Warum ein einzelner Laborwert selten reicht

11:49 Die Steuerzentrale im Kopf: Hypothalamus und Hypophyse

20:42 Wie Schilddrüsenhormone entstehen

24:16 Was Schilddrüsenhormone im Körper beeinflussen

26:10 Nährstoffe, die die Schilddrüse braucht

40:19 Die Schilddrüse beim Pferd

44:30 Funktionell denken statt isoliert behandeln
47 Minuten
Sabine Paulsen hat mit Exquizid eine Ergänzungsfuttermittel-Marke gegründet – und stellt darin trotzdem konsequent die Frage, die ihre Eltern ihr als Kind gestellt haben: Braucht dein Pferd das wirklich? Im Gespräch geht es darum, wie ein Schaden im Körper durch das Verhältnis von Belastung und Belastbarkeit entsteht, warum Entgiftung kein Schalter ist, den man einfach umlegt, und warum weniger Inhaltsstoffe meist mehr sind. Außerdem: woran du ein wirklich gutes Ergänzungsfutter erkennst, und warum die eigentliche Frage nie das Produkt ist, sondern was dein Pferd tatsächlich braucht.

00:00 Intro: Warum Ergänzungsfutter allein keine Gesundheit garantiert

02:34 Wer ist Sabine Paulsen und wie kam sie zu Exquizid

06:00 Wie Sabine früh gelernt hat, den Ergänzungsfuttermarkt zu hinterfragen

12:40 Wie ein Schaden im Körper entsteht: Belastung und Belastbarkeit

15:02 Warum es keine pauschale Fütterungsempfehlung gibt

18:27 Was Entgiftung wirklich bedeutet – und was nicht

21:15 Warum sich die Umweltbelastung für Pferde verändert hat

27:03 Warum Exquizid auf ein Zwei-Produkte-Konzept statt Symptombekämpfung setzt

32:33 Wissenschaft vs. Erfahrung: Wie viel Beleg braucht gute Pferdetherapie

38:39 Woran du ein gutes Ergänzungsfutter erkennst

43:59 Fazit: Drei Tipps für die langfristige Gesundheit deines Pferdes
21 Minuten
Warum werden Empfehlungen von Therapeuten so häufig nicht umgesetzt, obwohl Pferdebesitzer ihr Pferd lieben und eigentlich nur das Beste möchten? Liegt es wirklich an fehlender Motivation oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

In dieser Folge spreche ich über einen psychologischen Mechanismus, der uns alle betrifft: Wir orientieren uns häufig weniger an dem, was objektiv sinnvoll ist, sondern an dem, was in unserem Umfeld als normal gilt. Genau deshalb werden viele Verhaltensweisen im Stall irgendwann gar nicht mehr hinterfragt – auch dann nicht, wenn sie dem Pferd langfristig schaden können.

Wir sprechen darüber, warum Gewohnheiten so mächtig sind, weshalb Veränderungen oft so schwerfallen und warum Fachwissen allein häufig nicht ausreicht, um Menschen zum Umdenken zu bewegen. Außerdem geht es um die Rolle des Therapeuten: Wie viel Einfluss haben wir eigentlich, wenn wir ein Pferd nur alle paar Wochen oder Monate sehen und der Besitzer die übrige Zeit in einem Umfeld verbringt, in dem vieles einfach "schon immer so gemacht wurde"?

Diese Folge richtet sich an Pferdephysiotherapeuten, Pferdeosteopathen, Tiertherapeuten, Trainer und Pferdebesitzer, die menschliches Verhalten besser verstehen und Veränderungen langfristig begleiten möchten.

Denn oft ist nicht mangelndes Wissen das größte Problem – sondern das, was wir als selbstverständlich und normal empfinden.

Viel Freude beim Zuhören!
53 Minuten
Wie dein Nervensystem die Zusammenarbeit mit deinem Pferd beeinflusst.

Ein gesundes Pferd beginnt beim gesunden Menschen.

Ein Satz, der zunächst vielleicht provokant klingt. Schließlich sprechen wir in der Pferdewelt ständig über Training, Haltung, Fütterung, Hufe, Ausrüstung oder Therapieformen. Deutlich seltener stellen wir uns die Frage, welchen Einfluss wir selbst auf das System Pferd haben.

In dieser Podcastfolge spreche ich mit Sophie Bratschke über mentale und körperliche Gesundheit in helfenden Berufen, über Stress, Grenzen, Selbstständigkeit, Verantwortung und darüber, warum die eigene Verfassung oft mehr Einfluss auf unsere Arbeit mit Pferden hat, als uns bewusst ist.

Wir sprechen darüber,

warum viele Therapeut:innen und Pferdebesitzer:innen ihre eigenen Warnsignale lange ignorieren,

weshalb gerade empathische Menschen häufig in die Überforderung geraten,

wie sich innere Klarheit auf Kommunikation, Entscheidungen und Behandlungen auswirken kann,

warum Grenzen setzen nichts mit Kälte zu tun hat,

wie Pferde auf Stress, Unsicherheit oder innere Ruhe reagieren,

und weshalb die Arbeit an der eigenen Gesundheit manchmal auch die Beziehung zum Pferd verändert.

Diese Folge richtet sich nicht nur an Therapeut:innen, sondern an alle Menschen, die Pferde begleiten und sich fragen, welchen Anteil sie selbst am gemeinsamen Wohlbefinden haben.

Oft beginnt Veränderung nicht beim Pferd, sondern bei uns selbst.
29 Minuten
Wenn ein Pferd Trageschwäche zeigt, schlecht Muskulatur aufbaut, Gurtzwang entwickelt, lahmt oder Leistungsprobleme hat, wird oft schnell nach einer Ursache gesucht.

Doch was, wenn dieselben Symptome völlig unterschiedliche Ursachen haben können?

In dieser Podcast-Folge spreche ich über aktuelle Fälle aus meinem Praxisalltag als Pferdeosteopathin und Pferdephysiotherapeutin. Wir schauen gemeinsam auf Magenthematiken, Rückenprobleme, Hufrehe, Insulin-Dysregulation, Zahnprobleme, Borreliose-Verdacht, Lahmheiten, Sattelprobleme und Trageschwäche – und darauf, warum vorschnelle Schlussfolgerungen in der Pferdetherapie häufig in die falsche Richtung führen können.

Du erfährst:

- warum ein Symptom oft viele mögliche Ursachen haben kann

- weshalb eine gute Anamnese für mich die wichtigste Grundlage jeder Behandlung ist

- warum Zuhören manchmal wichtiger ist als die nächste Technik

- welche Rolle Magen, Stoffwechsel, Hormonsystem, Hufe, Zähne und Training bei schwierigen Fällen spielen können

- weshalb ich glaube, dass die Zukunft der Pferdetherapie im Erkennen von Zusammenhängen liegt

Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeuten, Pferdephysiotherapeuten, Osteopathen, Trainer und interessierte Pferdebesitzer, die schwierige Pferdefälle besser verstehen und strukturierter einordnen möchten.

Wenn du lernen möchtest, Zusammenhänge zwischen Magen, Stress, Stoffwechsel, Trageschwäche und Leistungsproblemen besser zu erkennen, findest du weitere Informationen zu meinen Fortbildungen und der Masterclass Pferdemagen auf der Website der Horse Therapy Academy.

Viel Freude beim Hören!
26 Minuten
„Du bist ja nicht so für die Sportreiter.“

Ein Satz, der mich vor einiger Zeit zum Nachdenken gebracht hat. Nicht, weil ich mich angegriffen gefühlt habe, sondern weil er eine spannende Frage aufgeworfen hat: Warum wird Kritik an bestimmten Trainingsmethoden oder Entwicklungen im Pferdesport so oft als Ablehnung des Sports verstanden?

In dieser Folge spreche ich darüber, warum ich Sport und Leistung keineswegs ablehne, weshalb ich mich seit vielen Jahren intensiv mit Trainingslehre beschäftige und warum ich glaube, dass körperliche und mentale Gesundheit die Grundlage für langfristige Leistungsfähigkeit sind – sowohl beim Menschen als auch beim Pferd.

Es geht um Trainingsprinzipien, Biomechanik, mentale Stärke, Schmerzen, Motivation und die Frage, warum wir manchmal Wissen ignorieren, das längst vorhanden ist. Außerdem teile ich Gedanken aus meiner Arbeit als Therapeutin und Dozentin und erkläre, warum ich überzeugt bin, dass Leistung und Pferdewohl keine Gegensätze sein müssen.

Eine Folge für alle, die Pferde fördern, fordern und sportlich arbeiten möchten – ohne dabei die Bedürfnisse des Pferdes aus den Augen zu verlieren.
48 Minuten
82 % der Therapeuten gaben in meiner Instagram-Umfrage an, dass sie sich nach ihrer Ausbildung nicht wirklich sicher gefühlt haben. Doch ist das wirklich ein Problem – oder vielleicht sogar ein wichtiger Teil der Entwicklung?

In dieser Folge spreche ich mit Marlena Riemann, Human- und Pferdephysiotherapeutin, über die Realität der ersten Jahre im Beruf. Wir sprechen über Unsicherheit, Verantwortung, die ersten Patienten, den Unterschied zwischen Ausbildung und Praxis und darüber, warum therapeutische Sicherheit oft nicht durch noch mehr Wissen entsteht, sondern durch Erfahrung, Reflexion und den Mut, Entscheidungen zu treffen.

Außerdem geht es um die Frage, welche Vorteile die Humanphysiotherapie für die Arbeit am Pferd mit sich bringt, welche Herausforderungen viele Therapeuten nach der Ausbildung erleben und warum das eigene Pferd manchmal der schwierigste Patient sein kann.

Eine ehrliche Folge für alle, die sich schon einmal gefragt haben: „Mache ich das eigentlich richtig?“
42 Minuten
Wichtige Korrektur: Ich habe mich in einem Satz verkehrt ausgedrückt: Serumsblut ist das Blutplasma abzüglich der Gerinnungsfaktoren ;) (und nicht wie ich falsch ausgedrückt in der Folge "das geronnene Plasma" genannt habe)

In dieser Folge sprechen wir über eines der meistdiskutierten Themen in der Pferdegesundheit: Blutwerte.

Was sagt ein großes Blutbild eigentlich wirklich aus? Warum können Tierarzt und Therapeut manchmal zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen? Und bedeutet ein Wert im Referenzbereich automatisch, dass alles optimal ist?

Ich erkläre, warum Blutwerte immer nur eine Momentaufnahme sind, welche Faktoren die Ergebnisse beeinflussen können und weshalb ich Blutwerte als wichtiges Puzzleteil betrachte – aber niemals als die ganze Wahrheit.

Außerdem sprechen wir über:

- den Unterschied zwischen kleinem und großem Blutbild

- Referenzwerte und Optimalbereiche

- Serum oder Vollblut – wo liegt der Unterschied?

- Einfluss von Stress, Training, Jahreszeit und Fütterung

- häufige Fehler vor der Blutabnahme

- warum wir Pferde behandeln und nicht Laborzettel

Wie immer geht es nicht um Schwarz-Weiß-Denken, sondern darum, Zusammenhänge besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen für die Gesundheit unserer Pferde zu treffen.
1 Stunde 14 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Alexandra von Biomequine über ein Thema, das in der Pferdegesundheit immer noch teils unterschätzt wird, gleichzeitig aber eine zentrale Rolle spielt: die Darmgesundheit beim Pferd und das equine Mikrobiom.

Ein zentraler Gedanke dieser Folge: Darmgesundheit ist nicht alles - aber ohne Darmgesundheit ist alles nichts.

Wir sprechen darüber, warum der Darm weit mehr ist als nur ein Verdauungsorgan und welche Auswirkungen er auf Stoffwechsel, Immunsystem und die gesamte Regulation hat.

Dabei geht es um:

- die Bedeutung der Diversität im Mikrobiom,

- warum viele Pferde mehrere Probleme gleichzeitig entwickeln,

- Hufrehe und Fruktan - typische Missverständnisse rund um Anweiden und Weidemanagement,

- warum Fütterung allein oft nicht ausreicht und

- warum Therapie kein Sprint ist, sondern eine Begleitung auf dem Weg zur Darmgesundheit.

Diese Folge ist für dich, wenn du Pferdegesundheit wirklich verstehen willst – und bereit bist, über einzelne Symptome hinauszudenken.