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Der Zweite Gedanke Archiv

100 Episoden
52 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Ingo Petz und Ina Rumiantseva „Wir brauchen harte Definitionen, was ist Recht, was ist Unrecht.“ (Ina Rumiantseva) Der Wandel der Weltordnung hat zum Jahreswechsel keine Pause eingelegt, im Gegenteil. Besonders zwei Ereignisse sorgten im Dezember und Januar für internationale Aufmerksamkeit, in zwei Ländern, die selten im Fokus der weltweiten Nachrichten stehen: Belarus und Venezuela. In beiden Fällen spielt der US-Präsident eine entscheidende Rolle. Mit dem belarussischen Präsidenten Lukaschenka vereinbarte Donald Trump einen Deal, der zur Freilassung vieler, auch prominenter politischer Gefangener führte. In Venezuela ließ er den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro verhaften und entführen. Wie hängen die beiden Ereignisse zusammen? Was bedeuten diese US-Interventionen für Europa, und welche Rolle kann und sollte die EU in der neuen Welt(un)ordnung spielen? Ingo Petz ist Leiter des Belarus-Projektes und Gesellschafter bei der gemeinnützigen Medien-Plattform dekoder.org. 2025 erschien sein Buch „Rasender Stillstand: Belarus – eine Revolution und ihre Folgen“ (edition fotoTapeta). Ina Rumiantseva ist eine in Ostberlin geborene Menschenrechtsaktivistin, Sie war stellv. Vorsitzende von RAZAM e.V. und gründete Ende 2024 gründete den Verein Taskforce Belarus. Sie ist die erste Preisträgerin des Werner-Schulz-Preises. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:03:43 Geopolitische Bedeutung von Belarus 00:08:40 Verhältnis Putin und Lukaschenko 00:13:39 Politische Gefangene in Belarus 00:20:20 "Deal" zwischen USA und Belarus 00:31:00 Worum geht es Trump in Belarus 00:36:22 Lukaschenkos Einladung an Maduro 00:39:22 Wir wirkt die Entführung Maduros auf Lukaschenko und Putin 00:43:07 Aufgaben für Europa 00:48:20 Hoffnung für 2026 00:51:23 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
37 Minuten
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Silke Übelmesser und Johannes Geyer „Die Rente steht besser da, als oft dargestellt wird." (Johannes Geyer) Die Rentenreform hätte die Bundesregierung beinahe in eine Krise gestürzt. Nun liegt eine abgespeckte Version vor – das sogenannte „Rentenpaket 2025“. Eine umfassende Reform steht damit noch aus. Besonders in der jüngeren Generation wächst angesichts der aktuellen Diskussion die Unsicherheit: Ist die Rente wirklich sicher? Nur, wenn sie auch diejenigen Beitragszahler mitträgt, die keine privaten Absicherungen haben, so der Wirtschaftswissenschaftler Johannes Geyer. Und wenn die Rente generationengerecht gestaltet wird, erklärt die Volkswirtschaftsprofessorin Silke Übelmesser, die kürzlich in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen wurde. Silke Übelmesser ist seit 2012 Professorin für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ende 2025 wurde sie in die Rentenkommission der Bundesregierung berufen. Johannes Geyer ist stellvertretender Leiter der Abteilung Staat am DIW Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich im Schwerpunkt mit Fragen der sozialen Sicherung im demografischen Wandel. Kapitel 00:00:00 Intro 00:02:10 Ist die Rente sicher? 00:03:20 Wie bewerten Sie das Rentenpaket 2025? 00:09:00 Kritik am Rentenpaket 00:13:50 Wird die junge Generation übergangen? 00:22:25 Die Rentenkommission 00:27:24 Renteneintrittalter und Beitragsjahre 00:32:00 Zweite Gedanken/ Outro Mehr Infos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
45 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Simon Strauß und Torsten Hoffmann "Gottfried Benn ist einer von mir." (Simon Strauß) „Keine andere politische Strömung nimmt die Literatur gegenwärtig so ernst wie die Neue Rechte“, erklärt der Literaturwissenschaftler Torsten Hoffmann: Literaturpolitik sei ein zentrales Element neurechter „Metapolitik“, die auf einen Systemwechsel abziele. Wie wichtig Wörter und Bücher für neurechte Akteure sind, zeigte kürzlich die erste „Büchermesse Seitenwechsel“ in Halle. Allenthalben ist von einem „Kulturkampf“ die Rede. Wie ernst müssen wir diesen „Kulturkampf“ nehmen? Herrscht im Kulturbetrieb – wie der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß meint - eine „linksliberale Hegemonie“? Wie war es für ihn, als „Posterboy der Neuen Rechten“ diffamiert zu werden? Ist die Demokratie mit einer Politik der Nähe zu retten, wie er in seinem aktuellen Buch vorschlägt? Torsten Hoffmann ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft. Zur Debatte s. „Ästhetischer Dünger“, in: DVjs 95 (2021) und„Kaperung und Korrektur. Zum neurechten Kulturkampf mit literarischen Kanones“, in: „Aus Politik und Zeitgeschichte“ 49/2025. Simon Strauß ist Autor und Redakteur im Feuilleton der FAZ für den Bereich Theater. Außerdem ist er Moderator im „Podcast für Deutschland“ der FAZ. Vor kurzem ist sein erstes politisches Sachbuch erschienen: „In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“ (Tropen, 2025). Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:30 Sind wir mitten in einem Kulturkampf? 00:06:24 Was heißt Metapolitik? 00:13:43 Neurechte Buchmesse in Halle 00:20:31 Linksliberale Hegemonie im Kulturbetrieb? 00:27:00 Diffamierung von Simon Strauß als "Posterboy der Neuen Rechten" 00:33:25 Eine neue Politik der Nähe? 00:39:05 Wie mit neurechten Literaturakteuren umgehen? 00:44:00 Outro / Der zweite Gedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Mehr Infos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke
1 Stunde 2 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Anne Eusterschulte und Willi Winkler Aufgezeichnet am 22. November 2025 im Deutschen Theater Berlin in Kooperation mit DT Kontext „Denken ist gefährlich.“ „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist Hannah Arendt allgegenwärtig – als vielzitierte, intellektuelle Größe zu Fragen von Nation, Totalitarismus und Gewalt. Gefährliches Denken bedeutet bei Hannah Arendt, dass es „standardisierte Leitbilder des Denkens aufsplittert, zertrümmert“, so die Philosophin Anne Eusterschulte. Dagegen betont Arendt-Biograph Willi Winkler die Widersprüche in Arendts Leben und Werk: „Man wird nie fertig mit ihr.“ Von einigen Widersprüchen – Arendts Liebe zu Martin Heidegger, ihrem Verhältnis zu Israel, der Rolle des BND im Eichmann-Prozess – zur Weltliebe, zur amor mundi bei Hannah Arendt: Im Kontext unserer Zeit bleibt es eine philosophische und politische Aufgabe, „im Angesicht des Schreckens für die Welt einzustehen; den Mut zu haben, eine Stimme zu erheben“ (Anne Eusterschulte). Willi Winkler ist Autor, SZ-Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Seine Biografie „Hannah Arendt. Ein Leben“ ist bei Rowohlt Berlin erschienen. Anne Eusterschulte ist Professorin für Geschichte der Philosophie am Institut für Philosophie der FU Berlin. Sie ist eine der HauptherausgeberInnen der Kritischen Gesamtausgabe der Werke von Hannah Arendt: Critical Edition. Complete Works. 00:00:00 Intro 00:07:00 War Arendt eine gefährliche Denkerin? 00:16:05 War "Origins of Totalitarianism" revolutionär? 00:18:55 Mit Arendt Totalitarismus und Trump verstehen 00:24:36 NYC-Bürgermeister Mamdani und Antisemitismus 00:32:10 Israelkritik und -solidarität 00:40:33 Eichmann in Jerusalem und der BND 00:44:19 Was ist Weltliebe? 00:48:30 Treue zu Heidegger? 00:56:18 Publikumsfrage: Mit Arendt über Gaza sprechen 01:00:40 Publikumsfrage: Nochmal zu Heidegger 01:01:41 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Bildergalerie s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
46 Minuten
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Mojib Latif und Andreas Jung Im brasilianischen Belém findet derzeit die Weltklimakonferenz statt. Auf der COP30 ringen die Delegierten um mehr Klimaschutz. Der große Durchbruch wird nicht erwartet, zumal die USA diesmal nicht dabei sind. Die Herausforderungen jedoch werden von Jahr zu Jahr größer. Die Welt steuert laut neuesten UN-Erkenntnissen auf bis zu 2,8 Grad Erderwärmung zu. Vom Pariser 1,5-Grad-Ziel ist nichts mehr zu spüren. Was kann diese Weltklimakonferenz überhaupt noch leisten, und welche Rolle spielt Deutschland dabei? Darüber diskutieren der Klimaforscher Mojib Latif und der klimapolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Jung (CDU) – und das auch mit einer Spur Optimismus. Mojib Latif ist Seniorprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Latif erhielt zahlreiche Eherungen. Andreas Jung ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2022 stellvertretender Parteivorsitzender der CDU Deutschlands. Seit 2025 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, nukleare Sicherheit, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Nachhaltigkeit. 00:03.57 Was die COP bisher ausgezeichnet hat 00:10:35 Die Rolle Deutschlands auf der COP 00:20:35 Die USA sind nicht dabei 00:27:56 Was bedeutet eine Erderwärmung von bis zu 2,8 Grad? 00:32:16 Wie muss die Politik handeln? 00:39:42 Zweite Gedanken 00:44:59 Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
56 Minuten
Die Debatte mit Kateryna Rietz-Rakul, Andreas Tölke und Philipp Wolf, moderiert von Natascha Freundel aufgezeichnet am 10. November 2025 im Rahmen der Berlin Freedom Conference im Gasometer Berlin. Kooperation mit Axel Springer Freedom Foundation, World Liberty Congress und Visit Berlin Wir haben die Freiheit, zu helfen. In diesem Geiste gründete Andreas Tölke die NGO "Be an Angel", die geflüchteten Menschen in Deutschland hilft und humanitäre Hilfe in die Ukraine bringt. Auch militärisch unterstützt Deutschland den Freiheitskampf der Ukraine "as long as it takes". Doch warum nicht: "as much as it takes"? Wie kann das Leiden der Ukrainerinnen und Ukrainer mit unserer Hilfe beendet werden? Mit Andreas Tölke debattieren Kateryna Rietz-Rakul, Leiterin des Ukrainischen Instituts, und Major Philipp Wolf, Company Commander derzeit in Strasbourg, davor NATO-Ostflanke. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:04:15 Freiheit und Ukraine-Hilfe 00:12:26 Kateryna Rietz-Rakul über Ukrainisches Institut 00:15:22 Philipp Wolf über militärische Unterstützung 00:22:00 Andreas Tölke über humanitäre Hilfe 00:28:20 Warum unsterstützen wir die Ukraine nicht mit allen Mitteln? 00:39:11 Was tun, Andreas Tölke? 00:42:24 Was tun, Kateryna Rietz-Rakul? 00:45:13 Philipp Wolf über internationale Militärübung 00:47:34 Wie Krieg beenden? 00:53:40 Der zweite Gedanke/ Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Zum Programm und den Livestreams der Berlin Freedom Conference: https://www.berlin-freedom-conference.com/ Hörtipp: Freiheit Deluxe mit Jagoda Marinic https://1.ard.de/freiheit-deluxe
56 Minuten
Dei Debatte mit Philipp Ruch, Sascha Marianna Salzmann und Simon Strauß - moderiert von Natascha Freundel Wiederholung vom 22.05.2025. Eine Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste Aufgezeichnet am 21.05.2025 in der Hartmann Fabrik, Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz "Die Kunst, Viele zu bleiben" ist besonders herausgefordert, wenn die Demokratie – das Miteinander der Vielen – von autokratischen Kräften bedroht ist. Welche Rolle hat heute die Kunst? Darüber debattierten Sasha Marianna Salzmann, Philipp Ruch und Simon Strauß mit Natascha Freundel in Chemnitz. "Die Kunst muss gar nichts", sie sei sogar ohnmächtig – erklärt der Aktionskünstler und Autor Ruch gerade im Hinblick auf die Aktivitäten des "Zentrums für politische Schönheit". Für Sasha Marianna Salzmann, Schriftsteller*in und Dramatiker*in, können etwa Gedichte sehr viel bedeuten: ein Überlebensmittel in existentieller Not. Theaterkritiker und Autor Simon Strauss glaubt, die Kunst habe heute eine "viel größere Rolle, als wir uns vorstellen". Für ihn ist sie "die einzige Rettung" der Humanität vor Silicon Valley und Elon Musk. Philipp Ruch ist Aktionskünstler und Leiter des "Zentrums für Politische Schönheit". https://www.fonds-daku.de/blog/die-letzte-grenze-fuer-die-afd/ Sasha Marianna Salzmann ist Schriftsteller*in, Dramatiker*in und Kurator*in, https://www.fonds-daku.de/blog/deutscher-winter/ Simon Strauß ist Autor und FAZ-Redakteur für Theater. https://www.fonds-daku.de/blog/hat-die-kunst-freiheit-verdient/ Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:53 Simon Strauß über Pasolini 00:08:52 Sasha Salzmann über May Ayim 00:11:25 Philipp Ruch über Macht und Ohnmacht der politischen Kunst 00:13:48 Salzmann: Kunst als Überlebensmittel 00:16:51 Strauß: Kunst rettetHumanität vorTechnologisierung 00:21:37 Salzmann: Kunst ist zweckfrei 00:23:20 Ruch: Stefan Zweig und Präfaschismus heute 00:31:00 Strauß: Begriff "Faschismus" 00:37:52 Ruch: Alarm schlagen 00:41:33 Strauß und Ruch: Pro und Contra AfD-Verbot 00:44:12 Strauß: Kunst braucht neue Formen 00:46:55 Salzmann: Kunst und Solidarität 00:55:34 Ruch: Wirklichkeit und Kunst 00:54:17 Der zweite Gedanke Mehr Infos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de.
53 Minuten
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Ricarda Lang und Steffen Mau In herausfordernden Zeiten treffen manchmal ungleiche Charaktere aufeinander. Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang und der Soziologe Steffen Mau haben ein gemeinsames Buch veröffentlicht. Ricarda Lang, nach der Wende geboren, in Süddeutschland aufgewachsen und in den Merkel-Jahren politisiert - und Steffen Mau, aufgewachsen in der DDR und heute vor allem für seine Analysen Ostdeutschlands bekannt. Im Gespräch blicken beide auf die Krisen unserer Zeit. Es geht um die Rettung der Demokratie, die Wehrpflicht, Versäumnisse der Bundespolitik - und darum, was die beiden trotz aller Unterschiede verbindet. Dabei wird auch über ganz konkrete Lösungen nachgedacht. In dieser Ausgabe des zweiten Gedanken setzen die beiden ihre Gespräche fort. Ricarda Lang, geboren 1994, ist Politikerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seit 2021 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestags. Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sein Buch "Ungleich Vereint" erhielt 2024 den Bayrischen Buchpreis. 00:00:00 Intro 00:01:51 Wie kam es zu dem Buchprojekt? 00:07:08 Kontrastreiche Biografien 00:12:54 Kritik an der eigenen Partei 00:15:51 Veränderungserschöpfung 00:22:01 Debatte über Wehrpflicht 00:35:43 Der Umgang mit der Angst 00:41:48 Disruptive Kräfte 00:47:56 Zweite Gedanken Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
28 Minuten
Raphaela Gromes und Susanne Wosnitzka auf der Frankfurter Buchmesse, moderiert von Natascha Freundel Welche Namen von Komponistinnen fallen Ihnen auf den ersten Gedanken ein? Fanny Hensel vielleicht, Clara Schumann oder Sofia Gubaidulina. Aber kennen Sie auch Maria Herz, Luise Adolpha Le Beau oder Ethel Smyth? Die Werke von Komponistinnen bilden einen ganzen Kosmos, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden und unsere Welt zu bereichern. Die preisgekrönte Cellistin Raphaela Gromes - Platz 1 der Deutschen Klassik-Charts – hat gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka ein Buch geschrieben, das ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zu Leben und Werk vieler Komponistinnen festhält: „Fortissima! Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern“. Musik von Frauen ist mindestens so genial wie die von Männern - aber sie wird bis heute viel zu wenig wahrgenommen. Natascha Freundel hat am 19. Oktober mit Rafaela Gromes und Susanne Wosnitzka auf der ARD, ZDF, 3sat Literaturbühne bei der Frankfurter Buchmesse 2025 gesprochen. Raphaela Gromes ist renommierte Cellistin und seit 2016 Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. 2023 erschien ihre CD "Femmes". Zum Buch „Fortissima!“ ist das gleichnamige Album erschienen und wurde direkt zur Nummer 1 der deutschen Klassikcharts. Susanne Wosnitzka ist Musikwissenschaftlerin und arbeitet im Archiv Frau und Musik sowie im Vorstand von musica femina münchen. Sie ist wissenschaftliche Beirätin der Deutschen Mozart-Gesellschaft und der schwedischen Komponistinnen-Gesellschaft KVAST. Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de.
39 Minuten
Die Debatte mit Ann Kristin Schenten, Katja Salomo und Marko Martin Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wende sind die Gräben zwischen Ost und West noch sichtbar – wirtschaftlich, politisch und auch im Verständnis von Freiheit. Gerade Letzteres wird durch die anhaltende Bedrohung aus Russland derzeit auf die Probe gestellt. Wie zerrissen sind Ost und West wirklich, wenn es um die Unterstützung der Ukraine geht? Wie stark zersetzt das Erstarken der rechtsextremen AfD die Einheit? Und ist die Gesellschaft 35 Jahre nach der Wende bereit, die Freiheit aufrechtzuerhalten und notfalls zu verteidigen? Darüber diskutieren die Sozialwissenschaftlerin Katja Salomo und der Schriftsteller Marko Martin. Katja Salomo, geboren 1986 in Ostsachsen, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Organisierte Zivilgesellschaft und rechte Interventionen am Arbeitsbereich Politisches System der BRD der Universität Kassel sowie am Zentrum für Zivilgesellschaft des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Marko Martin, geboren 1970 in Burgstädt, Sachsen. Er lebt als Schriftsteller in Berlin. Neben einem Essayband zur israelischen Literatur und einer Tel Aviv-Hommage erschienen in der Anderen Bibliothek seine Bücher Schlafende Hunde und Die Nacht von San Salvador sowie 2019 der Essayband Dissidentisches Denken. In diesem Jahr erschien sein Buch "Freiheitsaufgaben" bei Tropen. Kapitel 00:00:00 Intro 00:05:48 Unsolidarischer Osten? 00:10:37 German Angst 00:17:31 Annäherung durch Bedrohung 00:23:49 AfD und Russland 00:28:34 Freiheitsverständnis in Ost und West 00:30:12 Freiheit oder Sicherheit 00:34:29 Zweite Gedanken 00:37:41 Outro Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Podcast-Tipp 11KM: der tagesschau-Podcast https://1.ard.de/11KM_Podcast
56 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Ahmed Alkhatib und Amir Tibon „Auf Zerstörung kann Erneuerung folgen.“ (Ahmed Alkhabib) Vor zwei Jahren erlebte Israel das tödlichste Massaker in der Geschichte des Landes. Seit dem 7. Oktober 2023 herrscht Krieg zwischen der Terrorgruppe Hamas und Israel – für den Gaza-Streifen der tödlichste Krieg in seiner Geschichte. Der Angriff der Hamas und die militärische Antwort Israels haben nur Gewalt, unzählige Tote und Verwundete, Zerstörung und Hunger, Entwurzelung und Hass hervorgebracht. „Israel hat meine Familie getötet, aber nicht meine Hoffnung“, sagt der palästinensisch-amerikanische Nahostexperte Ahmed Alkhatib. Haaretz-Journalist Amir Tibon, der den 7. Oktober im Kibbutz Nahal Oz mit seiner Familie überlebte, hat seinen Kindern eine bessere Zukunft versprochen. Führt Trumps Friedensplan in diese Zukunft? Ahmed Fouad Alkhatib ist ein palästinensisch-amerikanischer Nahostexperte. Er leitet das Projekt „Realign For Palestine” als Resident Senior Fellow des Atlantic Council in Washington D.C.. Amir Tibon ist Journalist bei der israelischen Tageszeitung Haaretz. Seine „Geschichte von Terror, Tod, Überleben und Hoffnung“ hat Amir Tibon im Buch „Die Tore von Gaza“ (Suhrkamp 2024) festgehalten. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:02:45 Gespräch mit Amir Tibon 00:05:05 Bedeutung des 7. Oktober 00:07:00 Netanjahu übernimmt keine Verantwortung 00:09:42 Spaltung der israelischen Gesellschaft 00:12:10 Die Katastrophe in Gaza 00:16:40 Trumps Friedensplan: Hoffnung und Sorge 00:18:27 Gespräch mit Ahmed Fouad Alkhatib 00:25:28 DieVerhandlungen in Ägypten 00:29:45 Hoffnung inmitten der Trümmer 00:34:50 Juristische Aufarbeitung 00:37:32 Hamas ohne Waffen? 00:44:52 Gaza als Vorbild für das Westjordanland 00:49:22 Neuaufbau statt Hass 00:45:24 Outro Mehr Infos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de.
1 Stunde 2 Minuten
Die Debatte mit Natascha Freundel, Charlotte Gneuß und Katharina König-Preuss 35 Jahre Wiedervereinigung - und das Land wirkt verloren zwischen Links und Rechts. Am 11. Juni 2025 sprachen zwei dezidiert linke Denkerinnen im Deutschen Theater darüber, warum immer mehr Menschen im Osten Rechtsextreme wählen, woher das verbreitete Gefühl der Zukunftslosigkeit kommt und wie die AfD konkret im Thüringer Parlament auftritt. Schließlich: was tun? "Wo Freiheitsrechte bedroht sind, müssen wir in die Konfrontation gehen, in ein Gegenüber", so Katharina König-Preuss: "Und dieses Gegenüber haben wir an unterschiedlichen Stellen verlernt." Aufgezeichnet im Rahmen der Autor:innen-Theater-Tage im Deutschen Theater Berlin, in Kooperation mit DT Kontext. Wiederholung vom 12.06.2025. Charlotte Gneuß, geb. 1992 in Ludwigsburg, lebt als Schriftstellerin in Leipzig. Ihr Roman "Gittersee" (2023) stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Sie ist auch Hrsg. der Neuen Rundschau "Diktatur und Utopie. Wie erzählen wir die DDR?" (2024) Katharina König-Preuss, geb. 1978 in Erfurt, ist Diplom-Sozialpädagogin und Abgeordnete der Partei Die Linke im Thüringer Landtag. Kapitel: 00:00:00 Intro 00:04:17 Gefühlte Sinnlosigkeit – typisch ostdeutsch? 00:07:39 Jammern und Verlust 00:11:49 Männer und Frauen im Osten 00:15:13 Die AfD in Thüringen und eine „neue politische Kultur“? 00:26:59 Gewalterfahrungen 00:32:46 Der Osten als Labor auch für den Westen 00:35:26 Diktatur und Freiheit 00:41:35 Aus dem Publikum: Woher kommt das Jammern? 00:45:58 Aus dem Publikum: Täter und Opfer + Sind alle AfD-Wähler Nazis? 00:55:36 Aus dem Publikum: Wie begründet man einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linken, wenn man mit dem BSW koaliert? 00:57:46 Aus dem Publikum: Was tun gegen die Tragik des Ostens? 01:01:18 Outro/ Der zweite Gedanke Mehr Infos und Fotos s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
1 Stunde 27 Minuten
Die Debatte mit Ilko-Sascha Kowalczuk und Bodo Ramelow, moderiert von Natascha Freundel Mitschnitt vom 13. September 2025. In Kooperation mit Literatur Live Berlin, dem C.H.Beck Verlag, der Thalia Buchhandlung und dem Renaissance Theater. Bodo Ramelow ist einer der prominentesten Politiker der Partei Die Linke. Ilko-Sascha Kowalczuk ist einer der besten Kenner der DDR-Geschichte und ein scharfer Kritiker von Ramelows Partei. Gemeinsam haben sie ein Buch geschrieben, dass die Mauern, ja den Hass in unseren deutsch-deutschen Köpfen zu überwinden helfen soll: "Die neue Mauer". Bei der Buchpremiere im Renaissance Theater Berlin debattierten sie schlagkräftig, mit Humor und Esprit über die komplexen Transformationen im Osten, über abgehängte Regionen im Westen, Probleme durch Überalterung und Glück bei Dorffesten. Kowalczuk und Ramelow plädieren vehement für mehr Debatten in der Öffentlichkeit, über Parteigrenzen hinweg; für mehr Räume und Engagement der Zivilgesellschaft. Ramelow zitiert Seneca: "Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es so schwer." Ilko-Sascha Kowalczuk/Bodo Ramelow: "Die neue Mauer. Ein Gespräch über den Osten", C.H. Beck 2025, 239 S., 24 Euro. Mehr Infos und Bildergalerie s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de Podcast-Tipp: Fragen an den Autor https://www.ardaudiothek.de/sendung/fragen-an-den-autor/1122/ Kapitel 00:00:00 Intro 00:02:43 Ramelow über Buch mit Kowalczuk 00:04:33 Kowalczuk über Buch mit Ramelow 00:08:42 Die DDR ad acta legen? Kowalczuk: qualmende Geschichte; Ramelow: Bischofferode und Arbeit in der DDR 00:14:57 PDS, SED-Erbe, „richtiger Kommunismus“ und die Stasi 00:24:26 Ramelow: Mauer-Sehnsüchte, Staatshymne, Erfolge im Osten, Neid im Westen, Tax The Rich 00:27:58 Kowalczuk: Hass, Autoritarismus, Selbstermächtigung der Demokraten, Verfassung 00:33:29 Ramelow: Volksbegehren, Bürgerräte, Einigungsvertrag, Schwester Agnes, Bildungsmisere 00:40:58 Kowalczuk: Osten als Laboratorium der Globalisierung, Zivilgesellschaft Ost/ West, Staatsverständnis, Entvölkerung 00:48:10 Ramelow: Kohl, Späth, Wiedervereinigung, Räume für Selbstermächtigung: Stiftung Landleben, KuH Stiftung, Stelzenfestspiele bei Reuth 00:57:02 Kowlaczuk: repräsentative Demokratie, Revolution, geschenkte Freiheit, Wohlstand, Widerstand gegen Irrationalismus 01:04:48 Publikum und Ramelow: Weggang aus dem Osten und Zuwanderung 01:09:00 Publikum und Kowalczuk: Hass und Zivilcourage 01:13:03 Marianna Birthler, Ramelow und Kowalczuk: Desinteresse an Kriegsgefahr, Verteidigung, Pazifismus und Kriegsdienstverweigerung 01:25:40 Outro: Der zweite Gedanke
1 Stunde 19 Minuten
Swetlana Alexijewitsch und Irina Scherbakowa im Gespräch, Moderation: Natascha Freundel +++ In Kooperation mit dem internationalen Literaturfestival Berlin (ilb) - aufgezeichnet am 13. September 2025 im Haus der Berliner Festspiele. +++ Russisch-Deutsch. Simultanübersetzung von Ganna-Maria Braungardt +++ Ihr Leben lang setzen sie sich für Menschen und ihre Recht ein: Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und die Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa. Beide mussten aus ihrer Heimat fliehen - Alexijewitsch aus Minsk, Scherbakowa aus Moskau. Beim ilb sprechen sie über die Traumata des Zweiten Weltkriegs und der sowjetischen Straflager, über verlorene Illusionen und die dringende Notwendigkeit einer neuen Sprache, um unsere Würde gegen den Putinismus, gegen den Triumph der Gewalt und des russischen Kriegs in der Ukraine zu verteidigen. +++ Swetlana Alexijewitsch, geb. 1948 in Stanislaw/ Iwano-Frankiwsk, ist eine belarusische Schriftstellerin und erhielt 2015 den Literaturnobelpreis, besonders für ihr Werk "Secondhand-Zeit". 2020 gehörte sie zum Koordinierungsrat der belarusischen Revolutionsbewegung, worauf sie nach Berlin fliehen musste. +++ Irina Scherbakowa, geb. 1949 in Moskau, ist Historikerin, Germanistin und Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation »Memorial«. Die Fortsetzung ihrer Familiengeschichte „Die Hände meines Vaters“ erscheint im Nov. 20205: „Der Schlüssel würde noch passen“. Sie ist Mitherausgeberin des Bandes „Memorial. Erinnern ist Widerstand“ (C.H. Beck 2025) und Leiterin von "Zukunft Memorial" in Berlin, wohin sie im Frühjahr 2022 fliehen musste. +++ Mehr Infos und Fotogalerie s. https://www.radiodrei.de/derzweitegedanke. Schreiben Sie uns direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
1 Stunde 19 Minuten
Olivia Kortas, Evgenia Lopata und Reinhard Wolski im Gespräch mit Natascha Freundel +++ Aufzeichnung vom 11.9.2025, Deutsches Theater Berlin +++ In welcher militärischen Lage befindet sich die Ukraine, im vierten Kriegssommer seit dem umfassenden Angriff Russlands auf die Ukraine? Im Februar 2022 glaubte kaum jemand, dass sich die Ukraine dem russischen Krieg langfristig widersetzen könnte. Die Ukraine widersteht – mit schweren Verletzungen. Mit anhaltendem Bombenterror, unzähligen Toten, verschleppten Kindern, zerstörten Städten und Landschaften. Wie gelingt es den Menschen in dieser Situation, Menschlichkeit, Solidarität, Kreativität zu bewahren? Welche Rolle spielt Kultur, besonders Literatur in dieser Zeit? +++ Zu diesen Fragen haben wir am 11. September 2025 drei ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Bühne des Deutschen Theaters Berlin gebracht: Kulturmanagerin Evgenia Lopata erzählt von Literaturfestivals in ukrainischen Frontstädten. Ukraine-Reporterin Olivia Kortas klärt über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten auf. Generalmajor a.D. Reinhard Wolski benennt Fehler und Lücken in der militärischen Unterstützung der Ukraine. +++ Eine Kooperation von DT Kontext und radio3 vom rbb +++ Olivia Kortas ist Korrespondentin der Wochenzeitung DIE ZEIT für die Ukraine. +++ Evgenia Lopata ist Leiterin des Internationalen Lyrikfestivals Meridian Czernowitz, Chefredakteurin des Verlags Meridian Czernowitz sowie Programmleiterin im Paul-Celan-Literaturzentrum Czernowitz. +++ Reinhard Wolski ist Generalmajor a.D. mit über 45jähriger militärischer Laufbahn auf Führungsebenen, auch in Bosnien, Kosovo und Afghanistan. Er arbeitet für den Behörden Spiegel und ist Chairman der Berliner Sicherheitskonferenz. +++ Mehr Infos und Fotogalerie s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke +++ Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
Der Zweite Gedanke

Der Zweite Gedanke

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, V...