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Starke Frauen - Mut zu neuen Wegen! Archiv

64 Episoden
22 Minuten
In der ersten Woche hat sie nicht einmal die Koffer ausgepackt, so schockiert war Monika Geschwinder über ihre neue „Heimat“. Der Liebe wegen ist sie von Zürich aus in den Kreis Minden gezogen. „Manchmal reagiert man nur, ohne nachzudenken“, sagt sie heute.

Die gelernte Krankenschwester hatte ungewöhnliche berufliche Stationen, bevor sie ihrem Herzen folgte und eine Coaching Ausbildung absolvierte. Heute arbeitet sie als Leadership Coach. Ihr Lebensmotto: Frauen wollen alles und noch viel mehr! Sie sagt: Such Dir jemanden, der Dich schätzt und der Dir Rückenwind gibt.

Hier erfährst du mehr über Monika Geschwinder: https://www.happywomenfinishrich.com/

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https://blog.starke-frauen.info/4-rezepte-wie-du-die-krise-als-chance-nutzt/

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14 Minuten
Seitdem ein Klient ihr sagte, sie sei seine „Chefflüsterin“ nennt sich die Führungskräftetrainerin Corinna Bäthge genauso.  Indem sie ihren Klienten das Gefühl gibt zuzuhören, löst sie deren Zungen und erklärt ihnen gleichzeitig, wie sie ihre Mitarbeiter besser verstehen und führen können. Darin findet sie ihre Berufung.

Bis zu ihrer Scheidung verlief ihr Leben nach Plan. „Da ist mein Prinzessinnenschloss jedoch zusammengebrochen“, sagt sie heute. Das hat mich aber auch zu dem gemacht, der ich heute bin. Dabei ist Selbstliebe und Selbstvertrauen ein wichtiges Thema für sie.  

Hier erfährst du mehr über Corinna Bäthge: www.corinna-baethge.de

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18 Minuten
Sie wollte immer einen Dekorationsladen haben – vor zwei Jahren hat sie dann das Unternehmen „Grün & Gold“ gegründet, eine Firma, die sich auf Dekorationen und Florales spezialisiert hat. Dabei ist es erst zehn Jahre her, dass sie einen bombensicheren Angestelltenjob zugunsten der eigenen Selbstständigkeit aufgegeben hat. Damals gründete sie das Unternehmen „Durchblick Büroorganisation“.

Astrid Lensker schaut sich immer ganz bewusst alle Möglichkeiten an, bevor sie sich entscheidet. Sie sagt: „Aufgeben ist keine Option“. Beruflich voll durchgestartet ist sie aber erst, seitdem sie ihren Glaubenssatz „Du bist nicht gut genug“ aufgelöst hat.

Hier erfährst du mehr über Astrid Lensker: www.buerodurchblick.de und  www.gruen-und-gold.de

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18 Minuten
Zeit ihres Lebens folgt Sonja Hüls, Bocholt, ihrem Herzen. Anfänglich arbeitete sie als Fremdsprachensekretärin, bevor sie die Tanzschulte der Familie übernahm. Heute arbeitet sie als Mentaltrainerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Hypnose. Ein Leben mit vielen Brüchen, das sich durch eines auszeichnet: Sie folgte immer ihrem Herzen.

„Einfach mal machen, es könnte ja gut werden“ – das ist ein Lebensmotto von Sonja Hüls. Frauen, die sich verändern möchten, gibt sie mit: Es gibt immer einen Weg, nimm Hilfe in Anspruch und ergreife deine Chance!

Ängste sind für Sonja eine Riesenchance und gehören zum Leben. Für sie haben Ängste das größte Lebenspotential, denn „Wo die Angst ist, ist der Weg“.

Sonja Hüls zeigt dir, wie man sein Glück findet, indem man einfach seinem Herzen folgt.

Hier erfährst du mehr über Sonja Hüls: www.sonja-huels.com

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18 Minuten
Sie strahlt aus, was sie lebt: Carola Nahnsen. Viele kennen sie bereits von Facebook oder Instagram. Die gelernte Hotelfachfrau ist heute eine gefragte Fashion Stylistin und Personal Shopper für alle Frauen, die sich in ihrem Stil unsicher sind. Sie hat sich damit einen Lebenstraum erfüllt. Denn schon als Kind hat sie sich für Mode interessiert, aber auch für persönliche Weiterentwicklung. Heute kombiniert sie beides wunderbar. Sie verrät uns, dass Frauen immer schöner werden, je häufiger sie sich selbst im Spiegel anschauen.

 

Vita

1982 in Schortens/Friesland geboren

Realschule, Ausbildung als Hotelfachfrau im Steigenberger Frankfurt, Hyatt Mainz, weitere Stationen in Brighton, UK und Düsseldorf als Eventmanagerin im Bereich Persönlichkeitsentwicklung.   

 

Seit 2011 selbstständig als Fashion Stylistin, Personal Shopper und Kleiderschrank-Expertin

www.carola-nahnsen.de

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich arbeite als Fashion Stylistin, bin Kleiderschrank-Expertin und kümmere mich darum, dass es Frauen noch besser geht. „Kleiderschrank-Expertin“ ist kein normaler Ausbildungsberuf. Meine Mutter ist Schneiderin und als Kind war ich immer mit ihr in verschiedenen Stoffgeschäften unterwegs. Also habe ich mich schon früh für Mode interessiert. Nach der Schule wollte ich dann direkt ins Mode Business wechseln. Ich war früher sehr schüchtern. Mit 17 Jahren saß ich vor drei Geschäftsführern und habe kein Wort rausgekriegt.  Damit hatte sich die Modekarriere erstmal erledigt.

 

Danach entstand der Wunsch Sprachen zu lernen. Dafür habe ich mich in vielen Hotels beworben und habe einen Ausbildungsplatz im Steigenberger Hotel in Frankfurt erhalten. Mit 17 bin ich dann von meiner Heimat Schortens in Ostfriesland nach Frankfurt gezogen. Danach habe ich in einigen 5-Sterne Hotels gearbeitet und war für einige Zeit in England. In Düsseldorf habe ich dann Events organsiert und bin erstmals mit dem Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ in Verbindung gekommen. So nahm das alles seinen Lauf.

Eher zufällig habe ich dann eine Ausbildung als Fashion Stylistin gemacht. So konnte ich dann mein Thema „Mode“ mit Persönlichkeitsentwicklung kombinieren. Das ist für mich wie ein Sechser im Lotto.

Es ist meine Berufung den Frauen ihre Stärke zu zeigen, sie sichtbar zu machen. Ich weiß ja selbst, wie das ist, sich nicht zu trauen. Ich mag ein Zitat das heißt „Some wake up to an alarm, I wake up to a calling” – das was ich tue ist wirklich meine Berufung

 

Hast Du ein Lebensmotto?

Mein Lebensmotto lautet „Alles im Leben hat seinen Sinn“. Häufig erkennt man den Sinn nicht sofort, gerade, wenn es einschneidende Dinge sind. Aber im Nachgang wird mir das häufig klar.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Dass ich mit 17 zu Hause ausgezogen und nach Frankfurt gegangen bin, hat mich sehr geprägt. Das war für mich als Nesthäkchen hart. Aber ich hatte ein Ziel und habe das verfolgt. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich hatte z.B. viele Jahre heftige Phasen, wo ich mich sehr allein gefühlt habe. Letztendlich hat mich aber stark gemacht, dass ich das alles alleine geschafft habe.

 

 

Was war für Dich bislang Deine größte Herausforderung?

Beruflich ist es gerade die aktuelle (Corona) Krise. Das lässt mich beruflich noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel auf meine Angebote schauen.

 

Was hast Du daraus gelernt?

Es ist wichtig, sich immer wieder zu wandeln. Ich lerne aber auch, wie wichtig mein Netzwerk ist, das ich habe. Das wusste ich zwar vorher auch, aber jetzt wird es mir richtig deutlich. Ich habe letztens einen Spruch gelesen: „Zeig mir Dein Netzwerk und ich sage Dir Deine Zukunft voraus“ von dem ich heute sagen muss: Dieser Spruch stimmt! Mein Netzwerk gibt mir ganz viel Sicherheit.

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Ich würde ihr sagen: baue dir ein Netzwerk auf und suche dir Gleichgesinnte. Außerdem: Trau Dich! Trau Dich anders zu sein. Meine Liebe zur Mode hatte ich immer schon, aber ich habe mich in vielen Situationen einfach nicht so getraut.

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Natürlich habe auch ich immer wieder Selbstzweifel. Die kommen immer wieder. Auch darauf schaue ich ganz genau. Deshalb investiere ich immer in die eigene Entwicklung der Persönlichkeit.

Ich habe im Leben aber gelernt, dass ich auch nicht jedermann gefallen (muss). 

 

Für welche Lebenserfahrung bist Du dankbar?

Rückblickend bin ich dankbar, dass ich so früh ausgezogen bin, dass ich im Ausland war, dass ich 1,5 Jahre in England gelebt habe. Ich bin dankbar, dass ich mit meinen 37 schon so häufig umgezogen bin und so viele Menschen kennengelernt habe – gerade durch Facebook und Instagram.

 

Wie motivierst Du Dich?

Wenn ich weiß, dass ich einen Tag vor mir habe, an dem ich das machen kann, was ich liebe, dann motiviert mich das unglaublich. Wenn ich bei Jemandem in den Kleiderschrank schauen darf, diesen strukturiere und die Frau sich hinterher viel besser fühlt, dann ist das für mich die größte Motivation, die ich haben kann.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „Finanzen“ um?

Ich finde es schön, dass das Thema immer mehr im Fokus rückt und wir Frauen uns damit beschäftigen. Ich bin so aufgewachsen, dass sich mein Vater immer um alles Finanzielle gekümmert hat. Als ich mich selbstständig machte, habe ich mich zwangsläufig mit dem Thema beschäftigt. Aber da ist auch bei mir noch einiges zu tun – gerade bei uns Selbstständigen.

 

Weißt Du wieviel Du mit 65 im Portemonnaie haben wirst?

Noch nicht genug! Ich weiß das wohl, weil ich da hinschaue, aber ich habe auch ein Prinzip: Ein Mann ist keine Altersvorsorge!

 

Was können andere Frauen von Dir lernen!

Von mir kann man lernen, wirklich hinzuschauen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen: Das wird nichts! Man muss immer schauen: Wo stehe ich da? Was kann ich aktuell zur Seite legen? Und sprecht mit anderen Frauen darüber. Mir geht es so, dass ich mich zu diesem Thema mit Frauen besser austauschen kann als mit Männern. Ich habe das Gefühl, wenn ich mit einem Mann darüber spreche, dass er mich nicht so ernst nimmt.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Wie ich damit umgehe? Ich bin gerade aktuell sehr dankbar, dass ich überhaupt auf der Welt sein darf. Es ist nicht so, dass ich sage: Super! wenn die Augenfalten mehr werden. Aber ich finde wir sind alle sehr privilegiert, dass wir gesund durch die Welt gehen dürfen. Ich sitze ja an der Quelle und ich habe in Sachen Kosmetik die besten Tipps. Ich bekomme ganz viele eMails von Frauen, die mich fragen: Ich möchte gerne altersgerecht aussehen. Wie soll ich das machen? Ich beobachte das, helfe gerne und mache für mich Einiges, damit ich fit bleibe. Außerdem habe ich ganz gute Gene.

 

2 Liter Wasser am Tag – Wunsch oder Wirklichkeit?

Ich bin „dran“. Ich trinke recht viel Wasser und was ich mir angewöhnt habe: ich trinke morgens auf nüchternen Magen frisch gepressten Selleriesaft. Da habe ich ein sehr gutes Gefühl.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Schönheit?

Ganz einfach! Ich schaue mich selbst gerne im Spiegel an. Wenn ich mich gerne im Spiegel anschaue und mit mir im Frieden bin, dann strahle ich das auch aus. Ich merke ganz genau, wie es mir geht, wenn ich in den Spiegel schaue.
12 Minuten
Während viele Frauen um die 50 über ihren Ruhestand nachdenken, hat Elke Wessel zu diesem Zeitpunkt den Schritt auf ein ganz neues Terrain gewagt: sie ist in die digitale Welt eingestiegen. Eher dem Zufall ist es zu verdanken, dass sie eine der ersten deutschen „Smartphone Fotografin“ ist – ein Berufsbild, das es vor fünf Jahren noch gar nicht gab.

 

Vita

1964 in Münster geboren

Abitur, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Politik in Münster

Erster Ferienjob Champagnerbar bei Karstadt

2003 Gründung des eigenen Weinhandel

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich bin eine Smartphone-Fotografin und Smartphone-Videografin – und das mit über 50. Ich gebe dazu zahlreiche Workshops. Häufig erlebe ich, dass man mir das gar nicht zutraut, eben weil ich über 50 bin. Hinterher sind die Leute dann eines Besseren belehrt. Ein Smartphone hat man aber einfach immer dabei.

 

Dein Lebensmotto?

“Colorful live and lustful world”. Das kommt aus dem englischen und heißt so viel wie „Buntes Leben und lustvolle Welt“.

 

Wie lebst Du Dein Lebensmotto?

Ich lebe mein Motto jeden Tag, denn meine Tage sind lustvoll und bunt! Ich nehme immer das, was kommt!

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Eigentlich hat mich mein Scheitern stark gemacht. Ich habe eine gescheiterte Ehe und ein gescheitertes Unternehmen hinter mir – das hat mich stark gemacht, aber auch angespornt.

 

Was war für Dich bislang Deine größte Herausforderung?

Das war ganz klar die Tatsache, dass ich meine heute 24, 26 und 30 Jahre alten Kinder alleine großgezogen habe.

 

Was hast Du daraus gelernt?

Es ist alles möglich, wenn man sich traut. Der Erfolg liegt im TUN. Man sollte deshalb möglichst immer einen Schritt voraus sein. Damit habe ich einfach gute Erfahrungen gemacht.

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Das ist ganz einfach: Mach genau das, wozu Du Lust und Leidenschaft hast, denn damit bist Du immer richtig gut. Ich habe das nämlich nicht immer getan. Mich haben sehr häufig andere versucht, von „meinem Weg“ abzubringen. Das würde ich heute nicht mehr zulassen.

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Große Selbstzweifel hatte ich nach meiner Ehe und nach meiner gescheiterten Firma 2012. Da habe ich gedacht: jetzt musst Du wieder von vorne anfangen. Ich habe mich dann aber wieder aufgerappelt, auch wenn es schwer war. Ich bin danach meinen Weg weiter gegangen – und das war auch richtig so. Ich habe zu dieser Zeit sehr große Selbstzweifel gehabt.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „Finanzen“ um?

Heute lass ich mir das Thema nicht mehr aus der Hand nehmen. Das war nicht immer so. Ich verwalte meine Finanzen selbst. Natürlich habe ich auch meinen Steuerberater etc.. In meiner Ehe sagte mir mein Mann immer: Lass mal! Finanzen – das ist nichts für Frauen. Heute weiß ich ganz genau, was ich auf dem Konto habe.

 

Weißt Du wieviel Du mit 65 im Portemonnaie haben wirst?

Nein – das weiß ich nicht. Das ist für mich auch nicht wichtig, denn ich habe da meine eigene Philosophie. Ich bin gerade dabei mich digital aufzustellen, so dass ich mit 65 nicht in die Rente gehe, sondern mit Online Produkten mein Geld – passiv – verdiene.

 

Was war Deine bislang erfolgreichste Kapitalanlage?

Die beste Kapitalanlage bin ich selber. Ich investiere also in mich als Person. Das ist eine Kapitalanlage, die sehr wichtig ist. Ich bin in „meinen“ Themen immer gut aus- und fortgebildet. Das ist die beste Kapitalanlage überhaupt. Jede Frau sollte beherzigen, dass Sie sich selber pusht.

 

Was machen starke Frauen besser als Männer?

Frauen habe generell mehr Emotionen. Gute, wie auch schlechte. Frauen haben aber auch mehr Empathie. Frauen können sich deshalb viel besser in Menschen oder Situationen reindenken. Das halte ich für eine ganz große Stärke.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Ich lege besonders großen Wert darauf fit zu sein. Deshalb mache ich ganz viel Sport. Ganz meinem Job entsprechend, gehe ich zwar auch in ein Fitnessstudio, mache aber seit Kurzem ganz viel Online Fitness. Dafür wurde ich immer belächelt.

Ich habe virtuelle Fitness Trainer – immer auf meinem Handy oder Tablet dabei. Das ist ein Abo für ein Online Fitness Studio in Berlin. Das finde ich total cool. Ich zahle dafür 80 € im Jahr und kann dafür jeden Kurs abrufen, den ich möchte – und werde noch richtig angefeuert, was mir sehr wichtig ist. Jetzt muss ich nur noch den „Schweinehund auf der Schulter“ überlisten und es auch wirklich tun. Lach.

 

2 Liter Wasser am Tag – Wunsch oder Wirklichkeit?

Ehrlich gesagt, sind es bei mir 3 – 4 Liter. Ich habe zu Hause eine „Alexa“, das ist eine virtueller Assistentin, die mich jede Stunde daran erinnert, dass ich mindestens ¼ Liter Wasser trinken soll. Alles voll digital also. 

 

Was ist das Geheimnis Deiner Schönheit?

Danke für das Kompliment. Erstens ist es meine Bewegung und meine Beweglichkeit, ich habe ein gutes Mindset, bin positiv und versuche jedem Tag, etwas Gutes abzugewinnen!
18 Minuten
Wir alle bedauern den Niedergang der deutschen Kaffeehauskultur. Eine schwerwiegende Entscheidung hatte 2019 Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel in Münster zu treffen. Nach 169-jähriger Geschichte schloss sie endgültig das Café Grotemeyer – eine echte Institution in der Westfalenmetropole. Ein schwerer Gang. Seit  Jahrzehnten schon ist die promovierte Dipl. Psychologin eine bekannte Geschäftsfrau in Münster. Genau deshalb ist sie auch Gründungsmitglied und 2. Vorsitzende vom BPW Club Münster, einem internationalen Verband berufstätiger Frauen. Auch ist sie Ehrenmitglied und war langjährige 1. Vorsitzende von „Frauen & Unternehmen“ – einem Netzwerk selbstständiger Frauen in der Region.

 

Vita

1950 in Münster geboren

Diplom in Psychologie (Hamburg) Promotion zum Dr. rer. medic. (Münster und Hamburg)

1986 Eintritt in das Familienunternehmen Café und Konditorei Grotemeyer seit 1850

Seit 2000 geschäftsführende Gesellschafterin der Café Grotemeyer GmbH und Co.KG

 

 

Wie darf ich Sie vorstellen?

Wenn Sie mich vor einem Jahr gefragt hätten, dann wäre ich noch die „Café Frau“ gewesen. Heute bin ich Buch-Autorin. Nach der Schließung unseres 169 Jahre alten Traditionscafés im Frühjahr 2019, habe ich nämlich zusammen mit Dorothée und Michael Kerstiens ein Buch über unser bekanntes Kaffeehaus geschrieben.

Das war meine Form der Vergangenheitsbewältigung und ein so großer Erfolg, dass ich sagen würde: wer weiß, was sich daraus noch entwickelt.

 

Ihr Lebensmotto?

Meine Lebensmotti ändern sich immer wieder mal. Ein Motto ist: wenn Dir das Wasser bis zum Halse steht, darfst Du den Kopf nicht hängen lassen. Das hatte ich auch schon mal. Was mir als Kind schon geholfen hat und bis heute in neuen Situationen geht, ist ein Stoßgebet: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm“.  Das „fromm“ kann dann vieles heißen: mach mich mutig, mach mich geduldig, mach mich überlegen usw. – eben alles, was man braucht, damit es gut ausgeht.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine Schwäche. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?

Ich glaube das ist Lebenserfahrung – aber es kommt auch Vieles zusammen. Ich hatte das Glück, dass sowohl meine Mutter wie auch meine Großmutter sehr starke Frauen waren. Damit gab es schon mal ein Modell. Mein Großvater war der letzte Konditormeister in der Grotemeyer Familie. Meine Großmutter hat da schon als „Nicht-Fachfrau“ das Café geführt. Von ihr habe ich viel gelernt. Sie hat mir auch die Liebe zu Kaffeehäusern beigebracht. Meine Mutter erbte das Café eines Tages und führte es weiter. Ich habe dann die Fackel weitergetragen.

 

Was war für Sie bislang Ihre größte Herausforderung?

Das war ganz klar die Entscheidung, das Café nach 169 Jahren endgültig zu schließen. Das war schon eine schwere Entscheidung und große Herausforderung.

 

Was haben Sie daraus gelernt?

Was ich nicht geglaubt habe, ist das der „blöde“ Spruch: „Wenn sich eine Tür schließt, öffnen sich zwei andere“ tatsächlich stimmt. Dadurch, dass wir zu Dritt die Idee hatten, das Buch über das Café Grotemeyer, seine Geschichte, den Maler Fritz Grotemeyer zu schreiben und Traditions-Rezepte erstmalig zu veröffentlichen, haben sich für mich völlig neue Türen geöffnet.

 

Wann hatten Sie in Ihrem Leben die größten Selbstzweifel?

Die Erfahrung das Kaffee zu schließen überschattet noch immer alles. Ich hatte große Selbstzweifel, ob ich die Schließung mache, wie ich es mache und ob es die richtige Entscheidung ist. Diese Entscheidungsfindung dauerte Jahre. Ich habe das Café viele Jahre gemeinsam mit meinem Bruder betrieben und wir waren festentschlossen, das Café weiterzuführen. Als dieser 2015 starb stellte sich erstmals die Frage: wie soll es weitergehen? Schließlich werde ich immer älter.

 

Für welche Lebenserfahrung sind Sie dankbar?

Ich würde sagen meine Studienzeit und die Zeit danach. Das war die Zeit während des Psychologiestudiums und während meiner Promotion in der Kinderklinik, wo ich mit lebensbedrohlich kranken Kindern gearbeitet habe. Nach dem Ende der Studienzeit hatte ich mit meinem Mann zwei Jahre eine sehr sorgenfreie Zeit in Kanada. Daraus schöpfe ich noch heute Kraft. Ich bedaure unter welchem großen Druck Studenten jetzt häufig stehen. 

 

Wie gehen Sie mit dem Thema „Finanzen“ um?

Frauen und Finanzen – da ist sicher ein hoher Nachholbedarf. Ich persönlich bin kein gutes Vorbild,

Die Finanzen an sich sind mir nicht so wichtig. Es ging mir immer um andere Werte als Geld, zudem ich eigentlich kein Verhältnis habe. Das, was ich geerbt habe, zu erhalten und zu bewahren war meine größte Aufgabe und auch Herausforderung.

 

Wissen Sie wieviel Sie mit 65 im Portemonnaie haben werden?

Da ich älter als 65 bin, falle ich etwas aus dieser Altersklasse raus. Ich wusste es mit 65 nicht – ich wusste aber, dass es kein Problem ist. Das war eine glückliche Fügung.

 

Was können andere Frauen von Ihnen lernen!

Das ist ganz klar: dranzubleiben, wenn man Ziele hat! Ziele auch verfolgen und bereit sein, dafür Umwege zu gehen. Ich muss bereit sein zu sagen: das nehme ich mir vor / möchte ich machen. Und das Steuer festhalten, auch wenn der Wind mal etwas härter bläst. 

 

Was machen starke Frauen besser als Männer?

Ich glaube, dass Frauen besser unabhängig agieren können. Sie sind nicht so abhängig davon einen starken Mann an ihrer Seite zu haben. Das ist bei Männern anders – jeder erfolgreiche Mann hat eine starke Frau im Rücken.  Frauen sind bereit auch mal die Komfortzone zu verlassen – das tun Männer nicht so gerne.

 

Wie gehen Sie mit dem Thema „älter werden“ um?

Ich mache mir schon Sorgen. Für mich ist es enorm wichtig ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das habe ich schon von meiner Großmutter gelernt. Durch das älter und gebrechlich werden, könnte ich auf fremde Hilfe angewiesen sein. Das macht mir schon Sorgen. Für mich hat die Schließung des Cafés ja auch etwas mit älter werden zu tun. Ich habe immer gesagt: ich kann nur abspringen, wenn ich auch noch springen kann. Das habe ich bei meiner Mutter und Großmutter erlebt, dass sie an manchen Stellen den Absprung nicht geschafft haben, weil sie einfach zu alt waren. 

 

Was ist das Geheimnis Ihrer Schönheit?

Weiß ich nicht! Ich weiß nur, dass ich jeden Morgen länger im Badezimmer brauche. Lach.
15 Minuten
Sie lebt, was sie liebt – nämlich Genuss und vor allem guten Wein. Entstanden aus einem Ferienjob betreibt sie heute in Münster einen professionellen Weinhandel mit sieben Angestellten: Trixi Bannert. Niemand ist in Münster besser „verdrahtet“ als sie – und niemand pflegt seine Netzwerke besser. Ihr nächstes Ziel: Mit der größten Weinprobe der Welt ins Guinessbuch der Rekorde zu kommen!

Vita

1965 in Münster geboren

Abitur, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Politik in Münster

Erster Ferienjob Champagnerbar bei Karstadt

2003 Gründung des eigenen Weinhandel

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich bin Weinhändlerin und Sommeliére, d.h. ich habe von der IHK die „Lizenz zum Trinken“ und ich bin Veranstalterin. Ich habe 2003 meine Sommeliére Ausbildung gemacht – da war ich eine der ersten Frauen.

 

Dein Lebensmotto?

Ich verbinde Menschen! Ich habe sicher viele Netzwerke rund um Essen und Genießen oder bilde Netzwerke. Aber ich bin auch in der IHK Vollversammlung, habe Netzwerke mit Frauen oder zum Thema „Frauen und Wein“ wie Venissima.

 

Wie lebst Du Dein Lebensmotto?

Mein Tag beginnt schon mit Genuss. Seitdem die Kinder aus dem Haus sind frühstücke ich jeden Morgen von 7.30 bis 9 h im Bett. Da grunze ich vor Vergnügen, habe alles, was ich brauche und denke nur: wie schön ist das Leben!

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Es gab eine Situation, die mich sehr geprägt hat – und das war, als ich die Kinder bekam. Da war ich plötzlich als Hausfrau und Mutter zu Hause. Das war für mich ein echter Einbruch. Da war ich wirklich nur Mutter und nicht Frau. Da rausgekommen bin ich, indem ich anfing zu Hause Weinproben zu organisieren. Seinerzeit fühlte ich mich schwach, war es aber gar nicht und habe daraus eine Stärke gemacht. Noch heute kenne ich aus dieser Zeit ganz viele Menschen.

 

Was war für Dich bislang Deine größte Herausforderung?

Das war für mich das erste Weinfest, das ich vor  neun Jahren zusammen mit Severin Romero für 15.000 Gäste an der Überwasserkirche gemacht haben. 25 Winzer kamen dazu aus ganz Deutschland – das hatte Münster bis dahin noch nicht gesehen. Da habe ich mich einfach zu viel zugemutet. Es war der absolute Erfolg – auch wenn ich streckenweise überstrapaziert war. Aber ich bin absolut an meine Grenzen gegangen.

 

 

Was hast Du daraus gelernt?

Heute gebe ich viel mehr ab. Konzentriere mich stärker auf einzelne Dinge – die Konzentration, das ist das Wesentliche.

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Hab nie Angst, denke immer nach vorne. Nicht umsonst hieß meine erste Firma „Horizonte“. Guck hinter den Horizont. Suche Dir starke Partner und vernetze Dich. Suche Dir eine Mentorin, die Dich wirklich fördert. Kurzum: Guck nach vorne!

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Da muss ich kurz nachdenken: Nein! Selbstzweifel kenne ich nicht!

 

Für welche Lebenserfahrung bist Du dankbar?

Meiner Familie bin ich unheimlich dankbar, denn sie stützt mich. Ohne meine Mutter hätte ich seinerzeit nicht arbeiten können, mein Vater genauso. Mein Mann ist heute mein größter Fan. Meine Kinder sind inzwischen auch mit im Betrieb. Vielleicht übernehmen sie den irgendwann auch. Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter hier, die so unglaublich engagiert sind.

Ich habe gerade erst wieder festgestellt, was für unglaublich tolle Menschen ich um mich herum habe, die mich sehr stärken.

 

Wie motivierst Du Dich?

Ich motiviere mich jeden Tag neu, weil ich jeden Tag etwas Neues habe. Kein Tag ist wie der andere. Für mich wäre es schrecklich, wenn ich jeden Morgen an meinen Schreibtisch gehen würde und alle Tage wären gleich. Mich motiviert, dass ich jeden Abend kurz auf meinen Terminkalender schaue und mich immer auf die Termine mit spannenden Menschen am nächsten Tag freue. In diesem Jahr will ich z.B. mit der größten Weinprobe der Welt ins Guinessbuch der Rekorde.

Ich habe halt keine Mauern, die mich einengen. Wenn ich auf etwas Lust habe, finde ich immer Menschen, die mitmachen.

 

Wie gehtst Du mit dem Thema „Finanzen“ um?

Ich bin Kauffrau und habe eine sehr gute Ausbildung genossen. Als Kauffrau muss man gut kalkulieren können. Mein Credo: Wir bezahlen nie den Preis, den der Lieferant haben will. Deshalb bin ich immer diejenige, die noch versucht ein paar Cent herauszuholen. Auf der anderen Seite bin ich aber auch extrem großzügig.

 

Weißt Du wieviel Du mit 65 im Portemonnaie haben wirst?

Ja, das weiß ich!

 

Was war Deine bislang erfolgreichste Kapitalanlage?

Das war sicherlich der Erwerb dieses Hauses für meinen Weinhandel. Das ist die einfachste Art gut zu arbeiten!

 

Was können andere Frauen von Dir lernen!

Ganz klar: MUT! Denke nie, dass Du etwas nicht schaffst. Du musst es nur verbalisieren und es sagen! Sag was Du willst und es wird eintreffen! Mein Lieblingswort ist deshalb: Klarheit!

 

Was machen starke Frauen besser als Männer?

Frauen vernetzen sich - Männer vernetzen sich häufig besser. Wir können aber besser zuhören und haben nicht dieses Ellenbogendenken. Wir sind auch nicht zickig, was den Frauen häufig nachgesagt wird. Auch hier ist es wichtig, immer Klarheit zu haben und zu sagen, was man will.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Ich trinke Wein! Wein konserviert. Lach. Ich habe gerade heute morgen noch einen Beitrag darüber gelesen, wie gut mediterrane Kost ist. Ich habe Fleisch ziemlich reduziert. Deshalb: guter Wein, nette Leute, gute Freunde, quatschen, mediterrane Kost – ich habe nicht das Gefühl, dass ich mehr Falten bekomme.

 

2 Liter Wasser am Tag – Wunsch oder Wirklichkeit?

Absolute Wirklichkeit. Außerdem noch ein Tipp von mir: für jedes Glas Wein, das man trinkt, bitte zwei Gläser Wasser trinken. Bewusst trinken – und wenn man trinkt, bitte nur lecker.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Schönheit?

Das Gefühl glückselig zu sein!
13 Minuten
In Norddeutschland ist sie so etwas wie eine Institution, wenn es um perfekte Abläufe und Organisation von Büros geht: Angelika Welzel. Die engagierte Mittfünfzigerin beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema und hat schon viele Büros wieder flott gemacht. Jüngst von Osnabrück nach Hamburg gezogen ist sie eine engagierte Netzwerkerin. Mit der Website „Unternehmerinnen Nord“ hat sie ihre Aktivitäten gerade auf den ganzen Norden Deutschlands ausgeweitet.

 

Vita

Abitur

Studium.... @Angelika – kannst Du das bitte ergänzen

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Im Prinzip habe ich zwei Standbeine. Einerseits bin ich seit 2011 mit dem Thema Büroorganisation selbstständig. Seit Anfang 2019 betreibe ich außerdem die „Unternehmerinnen Nord“. Das ist ein digitales Branchenverzeichnis.

 

Worüber definierst Du Dich?

Das Thema Büroorganisation liegt mir einfach. Ich konnte schon immer gut organisieren oder Strukturen schaffen. Mir macht es unglaublich viel Spaß Menschen dabei zu helfen, Struktur in ihren Alltag zu bringen. Einem widrigen Umstand ist es zu verdanken, dass ich selbstständig geworden bin. Eigentlich wollte ich das gar nicht. Ich wurde als kaufmännische Angestellte gekündigt. Da musste ich mich neu aufstellen. Ich wollte nie selbstständig werden – und das ist daraus entstanden. Meine Leidenschaft ist es, Einzelunternehmen, mittelständischen Unternehmen, aber auch Privatleute dabei zu unterstützen, eine Struktur aufzubauen.

 

Dein Lebensmotto?

Ganz einfach: Finden statt suchen! Ich habe aber auch noch ein zweites Lebensmotto: Was mache ich heute ein Kleines bisschen besser als gestern!

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Nach über dreißig Jahren als Angestellte musste ich mich 2011 neu aufstellen. Bis dahin war eine Selbstständigkeit eigentlich nie ein Thema.

Die Frage: Was mache in Zukunft? – die hat mich eigentlich wirklich stark gemacht und dazu geführt, dass ich meinen eigenen Weg gefunden habe. Das war meine Herausforderung: den Weg aus einer gesicherten Position in die Selbstständigkeit zu finden. Rückblickend war das eine tolle Chance, mein Leben noch einmal ganz neu aufzustellen. Ich habe gelernt, dass es immer wieder Möglichkeiten gibt, sich ganz neu zu orientieren und zu motivieren. Aus heutiger Sicht finde ich toll, was daraus entstanden ist.

 

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Ziehe das durch, was Du vorhast! Also: Mach Dein Ding. Das habe ich nämlich nicht wirklich getan. Als junge Frau war ich sportlich ziemlich gut und wollte auch beruflich in diese Richtung gehen. Mir lagen Leichtathletik, Geräteturnen und Gymnastik – ich habe sogar ganze Sportgruppen geführt. Das war eigentlich meine Mission. Aber mein Elternhaus hat verhindert, dass ich mich damit näher beschäftige. Ich wiederum habe mich nicht getraut, meine Idee allein kämpferisch durchzusetzen. Gerade durch die vielen Kontakte zu Frauen in den letzten Jahren, habe ich gesehen, dass es Einige gibt, die ihr Ding machen, und sich von nichts davon abhalten lassen.

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

In der Selbstständigkeit überkommen mich manchmal schon Selbstzweifel, weil es ein Feld ist, auf dem ich mich vorher nicht auskannte. Ich war einfach lange angestellt und habe dann – auch weil es keine Alternativen gab – den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Inzwischen sind die Selbstzweifel aber weniger geworden. Auch, weil ich ein tolles Netzwerk habe mit vielen Menschen, die mich unterstützen.

 

Für welche Lebenserfahrung bist Du dankbar?

So traurig es auch war – durch die Selbstständigkeit wurde mir eine ganz andere Sichtweise aufs Leben eröffnet. Ich habe gelernt, mir selbst etwas zuzutrauen, etwas aufzubauen und habe viele Kontakte zu tollen Menschen, die mich begleiten. Das gibt mir eine unglaubliche Stärke.

 

Wie motivierst Du Dich?

Ich schöpfe ganz viel Motivation aus Feedback, also aus zufriedenen Kunden. Wenn hinterher Mails kommen wie: „Bei mir läuft es jetzt viel besser“ oder „Endlich finde ich wieder meine Sachen“ usw. – das motiviert mich schon sehr.

 

Wie gehtst Du mit dem Thema „Finanzen“ um?

Da bin ich eher konservativ, aber offen. Hier habe ich inzwischen ganz tolle Kontakte, mit denen ich mich regelmäßig zu den Themen austausche.

 

Weißt Du wieviel Du mit 65 im Portemonnaie haben wirst?

Wenn nicht von rechts oder links etwas dazwischen kommt, was man nicht kalkulieren kann, weiß ich das ganz genau.

 

Was war Deine bislang erfolgreichste Kapitalanlage?

Seinerzeit habe ich eine Doppelhaushälfte gekauft, in der ich dann mit meiner Tochter alleine gewohnt habe. Das war nicht ganz einfach, aber es war definitiv die beste Kapitalanlage, die ich gemacht habe.

 

Was würdest Du anderen Frauen beim Thema „Finanzen“ mit auf den Weg geben?

Seid offen, informiert Euch, streut die Investments breit und vor allem: tauscht Euch mit anderen Frauen dazu aus.

 

Was machen starke Frauen besser als Männer?

Ich würde das gar nicht so stark differenzieren. Frauen sind eher empathischer. Sie denken eher auch mal über die andere Seite nach. Aber ansonsten gibt es da keine wirklichen Unterschiede.  

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Das Thema ist bei mir eher tagesformabhängig. Gerade habe ich meinen Frieden damit. Es gab aber Zeiten, in denen ich stark damit gehadert habe. Heute sehe ich viele Dinge gelassener. Das macht meine viele Lebens- aber auch berufliche Erfahrung.

 

2 Liter Wasser am Tag – Wunsch oder Wirklichkeit?

Lach. Auch das ist für mich tagesformabhängig. Leider bleibt es ganz oft beim Wunsch, das zu schaffen. Es gibt Tage, da stelle ich die Flasche morgens an den Schreibtisch und stelle sie abends voll wieder Weg.

Ich merke aber, dass es mir wesentlich besser geht, wenn ich die Flasche Wasser trinke.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Schönheit?

Ganz einfach: wenig schlafen, viel arbeiten, kein Urlaub und ungesund ernähren! Lach!
12 Minuten
„Gemeinsam statt einsam“

 

Sie ist aus Jever genauso wenig wegzudenken wie die angrenzende Nordsee: Susanne Winter. Nachdem die gelernte Tanzpädagogin und spätere Pharmareferentin dort 25 Jahre lang die „Academy of Dance“ betrieb, widmet sie sich heute ganz anderen Themen: Schönheit, Gesundheit und Wohlbefinden. Nebenbei betreibt sie einen Podcast („Nimm die rosarote Brille ab“) und ist eine der besten Netzwerkerinnen, die man im Norden findet.

 

Vita:

 

1967 in Jever als „Gastwirtschaftstochter“ geboren

Schulausbildung in Jever bis zum Abitur

Ausbildung zur Tanzpädagogin & Sportlehrerin

Geburt der Töchtr Jasmina (* 1987), Chiara (* 1998)

1985 bis 1990 Selbstständig mit dem „Galaxy-Fitness-Studio“, Wittmund

1991 bis 1995 Ausbildung zur Pharmareferentin, Beiersdorf AG

1995 bis 1996 Pharmareferentin, Bayer AG

1996 bis 2019 Selbstständig mit der „Academy of Dance“ – Schule für Musical-Tanz

und Bühne, Jever/Sande

Seit 2015 freie Pharmareferentin

Seit Direktorin und Ausbildungscoach Dr. Juchheim   bis heute

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich bin Unternehmerin, Netzwerkerin und Moderatorin – ein weites Feld, das mir sehr viel Spaß macht! Diese drei Bereiche kann ich zudem wunderbar miteinander verbinden.

 

Dein Lebensmotto?

Mein Lebensmotto ist „Gemeinsam statt einsam“ oder – ich habe noch ein anderes: „Ohne Bewegung bewegt sich nichts“. Diese Lebensmotti lebe ich auch. Genau deshalb ist mir das Netzwerken so wichtig. Und Bewegung gehört natürlich auch zu meinem Leben.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Meine erste Lebensaufgabe war, dass ich mich mit schon mit 23 von meinem damaligen Mann getrennt habe. Mit 25 verlor ich meine Schwester an Krebs.

Danach habe ich auch nicht wieder geheiratet. Heute freue ich mich über zwei erwachsene Töchter im Alter von 32 und 21 Jahren.

 

Was war Deine größte Herausforderung?

Zwei Kinder alleine in einem stabilen Umfeld aufzuziehen – DAS ist schon eine Herausforderung. Die ländliche Struktur hier im Norden ist dafür natürlich geeigneter als eine Großstadt. Auch meine Eltern und Schwiegereltern haben mir dabei geholfen.

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Ich würde ihr ganz klar sagen: Gestalte und lebe dein Leben so, wie DU das möchtest! Lass hier keine äußeren Einflüsse auf dich zukommen!

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Ja, solche Phasen hatte ich auch – und die sind noch gar nicht so lange her. Vor zwei Jahren habe ich beschlossen, meine Tanzschule komplett zu schließen. Nachdem ich das dann gemacht hatte, fühlte ich mich leer und hinterfragte immer wieder, ob das wirklich der richtige Zeitpunkt war, die „Bühne“ zu verlassen und die vielen Kinder nicht mehr zu unterrichten. Da hatte ich schon große Selbstzweifel. Da habe ich stark an meiner Persönlichkeit gearbeitet und mich stark hinterfragt, was kann ich überhaupt und wo will ich eigentlich hin.

 

Für welche Lebenserfahrung bist Du besonders dankbar?

Ich habe ganz viel Lebenserfahrung gesammelt – davon leider auch sehr viel Negative. Mein Bruder hatte beispielsweise Depressionen und hat sich das Leben genommen. Das war für mich ein schlimmes Zeichen – lenkte aber auch den Fokus auf mein Leben. Seitdem lebe ich bewusst im „heute“ und ich lebe so, wie ich es will.

 

Wie motivierst Du Dich?

Man mag es nicht glauben, aber lesen motiviert mich. Auf langen Spaziergängen mit meinem Hund sammele ich zudem Kraft. Da komme ich zur Ruhe und dann habe ich auch einen Plan, wo und wie es weitergeht. Ein guter Freund sagte mal, ich sei mit drei „Energiekraftwerken“ geboren. Schaltet sich mal eins ab, bleiben immer noch zwei übrig. So fühle ich mich auch!

 

Wie gehst mit dem Thema „Finanzen“ um?

Das ist für mich ein wichtiges Thema. Ich habe meine Kinder bekanntlich alleine groß gezogen und es war irgendwie immer Geld da. Irgendwann fragte mich mein Steuerberater, ob ich fürs Alter vorgesorgt hätte. Dazu kam ein Erlebnis mit meiner Mutter, die ich bis dato immer für eine gute Geschäftsfrau hielt. Als es bei ihr ums Pflegeheim ging, stellten wir nämlich fest, dass dafür gar kein Geld da war. Sie hatte gar keine Vorsorge betrieben. Seitdem bin ich schwer mit der Frage beschäftigt, wie ich für mein Alter optimal vorsorge. Inzwischen habe ich sechs Konten für jeweils unterschiedliche Zwecke.

 

Weißt Du wieviel Geld Du mit 65 im Portemonnaie hast?

Ja – das weiß ich. Es setzt natürlich voraus, dass alles so aufgeht, wie ich mir das wünsche.

 

Was war bislang Deine erfolgreichste Kapitalanlage?

Vor acht Jahren habe ich mein jetziges Haus gekauft. Das war ganz klar meine erfolgreichste Kapitalanlage

 

Was können andere Frauen von Dir lernen?

Von mir kann man generell lernen, dass man selbst für sein eigenes Leben verantwortlich ist. Man sollte sich nie von links und rechts etwas sagen lassen, sondern seiner eigenen Intuition folgen. Frage dich immer: was ist für mich wichtig?

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Das ist ja ein großes Thema, mit dem ich mich auch beruflich beschäftige. Ich versuche mich gut zu ernähren, ich versuche meine Entspannung so hinzubekommen, dass ich auch meine Freunde treffe. Es gibt so ein schönes Lebensrad. Das hat viele Seiten. Diese versuche ich alle zu bespielen. Wenn man sich das Lebensrad einmal anschaut und ehrlich zu sich ist, dann fallen manche Bereiche einfach runter. Die Bereiche die runterfallen versuche ich dann später wieder aufzuarbeiten.

 

Was ist das Geheimnis Deines guten Aussehens?

Ganz einfach: Dr. Juchheim Kosmetik!

 

 

 

 
18 Minuten
„Meine große Leidenschaft ist: Lernen!“

Gesa Lischka gilt als Pionierin des Themas „Neuromarketing“ in Deutschland. Sie selbst bezeichnet sich als Besser-Wisserin, Voran-Treiberin, Un-Diplomtin und Dran-Glauberin. Die Geschäftsführerin der Marketingagentur „Kochstrasse“ in Hannover entwickelt für namhafte Unternehmen Marketingstrategien, indem sie Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie und der Neurowissenschaft mit klassischem Marketing kombiniert. Denn jeder Kauf ist ein Entscheidungsprozess, der auf bewussten und unbewussten Ebenen stattfindet. Immerhin 95% der Kaufentscheidung fällt jeder Kunde unbewusst.  Also gibt es Sinn, sich damit auseinanderzusetzen, wie man die Kaufentscheidung beeinflussen kann. Das fängt bei der Verpackung fürs Produkt an und hört bei der Ansprache der potentiellen Zielgruppe auf. Nebenbei ist die 46-jährige seit 18 Jahren glücklich verheiratet und  Mutter dreier Kinder.

 

Vita:

Geboren in Rehden bei Hannover

Abitur

Studium in England

Heirat mit Knut Lischka

3 Kinder

seit 1995 Geschäftsführerin und Inhaberin „Kochstrasse – Agentur für Marken“

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich bin Mit-Inhaberin und Mit-Begründerin der Agentur „Kochstrasse“ und Expertin für Neuromarketing – das ist mein Steckenpferd. Damit habe ich mir international einen Ruf aufgebaut. Und ich bin Mutter dreier, ganz toller, Söhne. Außerdem bin ich seit 18 Jahren sehr glücklich verheiratet.

 

Dein Lebensmotto?

Ein klassisches Lebensmotto habe ich nicht. Ich bin sehr gläubig und mein Glaube spielt eine große Rolle. Ich habe einen Vers „Trachte zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit“ – dieser Satz prägt mich schon sehr. Für mich bedeutet dieser Vers, dass ich immer in der Freiheit unterwegs bin, geliebt zu sein. Das gibt mir Sicherheit, und trotzdem gibt mir dieser Vers viele Leitplanken für mein Leben.

 

Wie lebst Du Dein Lebensmotto?

Ich überprüfe mich eigentlich immer wieder. Ich habe morgens Zeiten, wo ich mich hinsetze und ein paar Verse in der Bibel lese. Häufig starte ich meinen Tag auch mit einem Bibelvers, so dass ich den Glauben immer etwas präsent habe. Das hilft mir auch in schwierigen Situationen.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine Schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Von außen mag das so aussehen, als sei ich eine starke Frau. Ich habe mal einen Spruch gehört, der sagt: „vergleiche nie dein Inneres mit dem Äußeren von jemand anderem“. Von außen sieht es vielleicht so aus, als sei ich eine starke Frau, wie es innen aussieht, ist es häufig ganz anders. Dort habe ich mit vielen Problemen zu tun, die andere Leute ebenso beschäftigen.

 

Was war bislang Deine größte Herausforderung?

Beruflich wie privat hatte ich schon viele große Herausforderungen. Das bringt das Leben so mit sich, wenn man schon ein paar Jahre auf der Uhr hat. Eine große Herausforderung für das Unternehmen war eine Zeit, als es uns finanziell nicht so gut ging und wir kurz davor standen, Leute entlassen zu müssen. Damit umzugehen fand ich sehr herausfordernd, insbesondere mit den Ängsten der Mitarbeiter und der Verantwortung für sie.

 

Was hast Du  daraus gelernt?

Demut! Die finanzielle Krise, in die wir da hineingeschlittert sind, hat uns gezeigt, dass man nicht immer nur mit guter Leistung Erfolg hat, sondern dass es manchmal auch mit Glück zu tun hat. Später dann hatten wir Glück und haben genau zum richtigen Zeitpunkt einen großen Pitch gewonnen. Das war dann Können und Glück. Seitdem bin ich deutlich demütiger geworden, was „Können“ und „Leistung“ betrifft.

Seitdem gehe ich gnädiger mit Menschen um, die auch mal keinen Erfolg haben. Da war ich früher viel ungnädiger.

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Ich habe ständig Selbstzweifel! Ich bin jemand, der sehr visionär unterwegs ist. Ich habe immer viele Ideen, die ich gerne umsetzen würde. Damit aber stoße ich regelmäßig auf Wiederstand. Ich habe nämlich Kollegen, die manchmal etwas mehr als ich auf dem Boden der Tatsachen unterwegs sind und meine Ideen dann gar nicht so toll finden, wie ich. Das löst dann bei mir immer Selbstzweifel aus. Es ist eine Kunst die Balance zu finden mich über die Kritik meiner Kollegen hinwegzusetzen und zu machen oder aber zu sagen: ich nehme mich mal zurück und höre auf die Anderen. Das ist für mich ein Riesen-Spannungsfeld. Da befinde ich mich eigentlich ständig in einem Bereich von Selbstzweifel.

 

Für welche Lebenserfahrung bist Du dankbar?  

Ich habe eine ganz tolle Familie zu der auch zwei Brüder gehören. Vor 15 Jahren starb mein Vater an ALS, einer sehr schweren Krankheit. Die Familie wusste 1,5 Jahre vorher, dass er sterben wird. Das war für uns alle eine schwere Zeit. Hier zu sehen, wie dann die Familie zusammengerückt ist – alle – das war für mich sehr wertvoll. Das schweißt sehr zusammen. Auch die Unterstützung, die ich in dieser Zeit von meinen Mit-Inhabern und Kollegen erfahren habe, war eine ganz tolle Erfahrung.

 

Was ist Dein Geheimtipp für mentale Stärke?

Diesen Geheimtipp suche ich manchmal tatsächlich selbst. Ich finde sehr viel Halt und Kraft in meinem Glauben. Ich habe damit immer Jemanden, zu dem ich kommen kann. Auch wenn mich niemand versteht, Gott versteht mich. Dankbarkeit hilft mir, mich immer wieder auf die wichtigen Dinge im Leben zu besinnen.

 

Was können andere Frauen von Dir lernen?

Das können eigentlich nur die anderen Frauen sagen, was sie von mir lernen können. Natürlich habe ich viel Erfahrung was Markenberatung, Markenführung, Neurowissen, Umgang mit Menschen und Präsentationen betrifft. Das ist ein fachliches Level, wo ich sicher viel abgeben kann.

 

Welche Menschen inspirieren Dich besonders?

Eigentlich inspirieren mich alle Menschen! Ich finde Menschen total spannend und bin gerne mit ihnen zusammen. Ich habe das Gefühl, ich kann von jedem etwas lernen. Deshalb inspiriert mich fast jedes Gespräch, das ich mit einem (für mich neuen) Menschen führe. Deshalb auch macht es mir so viel Spaß neue Menschen kennenzulernen. Ich bin total neugierig auf andere. Ich höre außerdem gerne Podcasts zum Thema „Leadership“. Lernen – das ist einfach meine große Leidenschaft. Meine Kollegen lachen schon immer, denn ständig komme ich mit den Erkenntnissen von Büchern an, die ich gerade wieder gelesen habe. Wenn ich mich mit neuen Dingen auseinandersetze, kaufe ich mir deshalb erst einmal ein Buch dazu. Lebenslanges Lernen ist meine große Leidenschaft.

 

Was machen starke Frauen besser als starke Männer?

Man sagt ja immer, dass Frauen empathischer sind und besser zuhören können. Ich weiß gar nicht, ob man das so verallgemeinern kann. Ich kenne auch Männer, die das können, ebenso wie Frauen, die sehr dominant auftreten.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Eigentlich total entspannt. Ich finde es cool die Erfahrung all der Jahre zu haben. Ich möchte nicht mehr 21 sein. Auch wenn ich mir manchmal gerne den Körper einer 21-jährigen wünschen würde. Ich finde meine „Weisheit“ sehr cool. Schade, dass das in der Gesellschaft so wenig gewürdigt wird.
19 Minuten
Als studierte Zahnmedizinerin hat Dr. Sabine Hopmann ganz klassisch die Praxis ihres Vaters am Dümmer übernommen. Schon lange engagiert sich die erfolgreiche Dentistin auch außerhalb ihres Berufsfeldes. Auf ihrer Initiative fußt der inzwischen bedeutende Zahnärzte Kongress „Alles außer Zähne“, der jährlich in Berlin oder München stattfindet. Als Vortragsrednerin ist sie heute weltweit gefragt und unterwegs von Seattle bis Novosibirsk. Obwohl kurz vor dem Rentenalter ist ihr Thema zukunftsweisend: die digitale Zahnmedizin.

 

Vita:

1956 geboren in Osnabrück

Abitur: 1974 in Diepholz

Studium: Zahnmedizin in Köln

Übernahme der väterlichen Praxis 1984

1993-2006 Zweitpraxis in Meran/Südtirol

Referententätigkeit zu mehreren zahnmedizinischen Themen

Ausbildung zum Teamcoach

 

Wie darf ich Dich vorstellen?

Ich bin Landzahnärztin am Dümmer See. Dort habe ich – ganz klassisch - die seit 1952 bestehende Praxis meines Vaters übernommen. Ich liebe es, jeden Tag aufs Land zu fahren und dort mit meinem Team von Mitarbeitern (die ich teilweise schon sehr lange kenne) so wie mit Patienten, die schon seit Generationen bei uns sind, zusammen zu arbeiten. Unsere Praxismanagerin etwa hat vor 47 Jahren ihre Ausbildung bei meinem Vater absolviert.  Das ist ein tolles, engagiertes Team, mit dem ich arbeite. Vor allem aber definieren wir uns darüber, dass wir uns ständig weiter entwickeln. Das ist für mich auch der Ansporn, den ich im Leben habe – nämlich sich immer weiter zu entwickeln. Das gilt für das Team ebenso wie für mich beruflich wie privat.

 

Dein Lebensmotto?

Ich habe gleich zwei Lebensmotti: „Carpe Diem“ und „Jeder Tag ist ein neuer Tag“, denn es gibt ganz viele Bereiche des Lebens, die wirklich spannendend sind und die das Leben lebenswert machen. Mein Thema ist deshalb „lebenslanges Lernen“. Das heißt: auch in meinem Alter mache ich noch kontinuierlich neue Felder auf. So habe ich beispielsweise vor fünf Jahren den Kongress „Alles außer Zähne“ initiiert,

der wider Erwarten ein voller Erfolg wurde. Er belegt, dass auch Zahnärzte immer dazu lernen müssen, denn bei dem Kongress geht es nicht um die reine Zahnmedizin, sondern um Themen, z.B. wie man eine Praxis erfolgreich führt. Dabei geht es um Praxismanagement, Teamführung, Qualitätsmanagement usw. Zu den Zeiten meines Vaters reichte es, ein guter Zahnarzt zu sein. Heute sind die Anforderungen an eine Praxis ungleich höher.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Man muss schon kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit arbeiten. Das tue ich. Nur die Zahnmedizin hat mich nicht dahin gebracht, sondern dazu gehören auch andere Punkte wie Spiritualität, Weiterbildung über Seminare, Reflexion. Außerdem umgebe ich mich gerne mit Menschen, die mich anspornen und weiterbringen.

 

 

Was war Deine größte Herausforderung?

Ehrlich gesagt, habe ich es im Leben immer sehr gut gehabt. Zunächst bin ich meinem Vater in die Zahnarztpraxis gefolgt. Dann habe ich mir eine eigene Herausforderung geschaffen, indem ich in Bozen/Meran eine eigene Zahnarztpraxis aufgemacht habe. Einer der Gründe dafür war, zu zeigen, dass ich es alleine kann. Natürlich auch bei mir nicht immer bergauf. Privat gab es schon einige Rückschläge. So ist mein Mann vor 4,5 Jahren gestorben. Leider bin ich auch kinderlos geblieben. Das sind Rückschläge, die man natürlich einstecken muss.  

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Für mich muss ich zunächst einmal sagen, dass ich nichts bereue, was ich bisher getan habe, denn ich kann es so oder so nicht mehr ändern. Es ist mir – glaube ich – ganz gut gelungen, mit meinen persönlichen „Schicksalsschlägen“ umzugehen. Ich finde es einfach wichtig, neugierig zu sein, viele Dinge lernen zu wollen, Empathie zu erwerben und mit sich selbst gut umzugehen. Das sind Dinge, die ich der 18-jährigen Sabine mitgeben würde, denn diese Erkenntnisse haben sich erst im Laufe meines Lebens entwickelt. Ich war zwar schon immer sehr neugierig, dennoch hätte ich  gerne ein paar mehr Sportarten gelernt. So ist das Segeln bei mir zu kurz bekommen und ich würde gerne noch besser Ski laufen. Es gibt einfach immer ein paar Dinge, die man besser hätte machen können.

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?

Selbstzweifel habe ich häufiger – nicht nur einmal im Leben! Ich bemühe mich, mich  ständig zu hinterfragen - privat wie beruflich. In der Praxis arbeite ich mit einem Kompagnon, zwei angestellten Zahnärzten und ungefähr 26 angestellten Zahnarzthelferinnen zusammen. Ich bemühe mich immer, den Helferinnen sehr viel freie Hand zu lassen. Aber wie in jedem Betrieb, wo mehr als ein Mensch arbeitet, gibt es auch bei uns ab und an Probleme. Natürlich kommen da auch Selbstzweifel auf, denn schließlich machen wir alle Fehler. Wenn es einen Konflikt gibt, hinterfrage ich mich natürlich kritisch: was ist mein Anteil daran?

 

Wie motivierst Du Dich?

Mich motiviert die Freude, mich und andere Menschen weiterzuentwickeln und mitzunehmen. Das ist für mich wie das Salz in der Suppe. Für mich wäre es keine Option, auf dem Sofa zu sitzen und rauszuschauen – auch wenn das ab und an durchaus schön ist. Mich motiviert auch, wenn sich Patienten für meine gute Arbeit bedanken, es in der Praxis gut läuft oder sich das Team bedankt. Vor zwei Tagen kam beispielsweise eine Helferin spontan rein und sagte: „Ich wollte mich einfach nur dafür bedanken, dass sie so eine tolle Chefin sind“. Das motiviert mich schon sehr. Solche Momente sind einfach schön.

 

Wie wichtig ist Selbstliebe für Dich?

Ich glaube, die ist vielleicht ein bisschen zu wenig ausgebildet. Ich bin bemüht, mich selbst nicht allzu kritisch zu sehen, mir auch Fehler zu verzeihen. An der Selbstliebe in Richtung Spiritualität kann ich noch ein bisschen arbeiten. Es müssen ja auch noch Felder offen sein, in denen man sich weiterentwickeln kann.

 

 

Was können andere Frauen von Dir lernen?

Von mir kann man Durchhaltevermögen lernen, sich Ziele setzen, nicht zu streng mit sich selbst zu sein und dennoch auf sich zu achten, dass man sich wirklich vornimmt sich weiter zu entwickeln. Ich finde es wichtig, dass man an der eigenen Persönlichkeit arbeitet. Es gibt sehr viele Frauen, die sich zu sehr aufopfern für ihre Familie und deshalb an der Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln nicht teilnehmen. Man kann aber nur für andere Menschen Liebe entwickeln und etwas nach vorne bringen, wenn man sich selbst wertschätzt und Zeit für sich nimmt.

 

Welche Menschen inspirieren Dich besonders?

Im zahnmedizinischen Bereich inspiriert mich Professor Gutowski. Er war mein Mentor. Außerhalb des fachlichen Bereiches inspirieren mich Menschen, die sich weiterentwickeln, wie z.B. Beate Recker. Ich bewundere, wie sie sich seit 25 Jahren entwickelt hat. Sie greift immer wieder neu an, kommt dadurch immer wieder in neue Kreise. Das ist auch ein Teil meiner Lebensführung. Ich ziehe mich bewusst etwas aus dem zahnmedizinischen Alltag zurück, organisiere jetzt Kongresse, gebe  Fortbildungen, halte Vorträge und verfasse Veröffentlichungen. Vielleicht gibt es irgendwann auch noch ein Buch von mir. Das Thema steht schon fest: digitale Zahnmedizin. Dabei unterstützt mir mein hochinnovativer, junger Zahntechnikermeister Christian Hannker mit seinem fundierten Wissen.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?

Letztens kam ein Patient und sagte: „Ich habe mich an der Rezeption erkundigt, wie alt sie sind. Dort haben sie mir geantwortet: die ist leider schon 63“. Mein Motto ist: Wie schaffe ich es, 20 Jahre lang 50 zu bleiben? Um dahin zu kommen, ernähre ich mich gesund, treibe regelmäßig Sport und mache darüber hinaus einiges, um im Kopf klar zu bleiben. Die Voraussetzungen, dass ich noch ein paar Jahre mitmache, sind also sehr gut. 

 

Achtsamkeit: Modewort oder gesellschaftliche Notwendigkeit?

Achtsamkeit ist natürlich wichtig. Ich glaube man darf heute gar kein Thema mehr ausschließen. Ich stelle fest, dass im Laufe des Lebens meine Achtsamkeit größer geworden ist. Ich bewundere Menschen, die ganz viele (emotionale) Dinge nebenbei „registrieren“. Sie erkennen und lesen das in den Gesichtern oder der Körperhaltung von Menschen. Ich versuche immer davon zu lernen. Eines ist aber sicher: Achtsamkeit ist mir nicht in die Wiege gelegt worden.

 

Was machen starke Frauen besser als starke Männer?

Ich bin ein großer Fan davon, dass Männer und Frauen zusammenarbeiten. Ich kann es gar nicht gut heißen, dass jetzt nur noch Frauen Zahnmedizin studieren. Bitte nicht falsch verstehen: ich finde es toll, dass viele Frauen studieren, aber uns fehlt der männliche Input. Männer können einfach andere Sachen gut, in denen Frauen nicht so gut sind. Grundsätzlich sind Frauen die besseren Teamleiter. Aber jeder hat Stärken und die sollte man nutzen. Wir haben in der Zahnmedizin Abschlussklassen, wo der Frauenanteil bei 90% liegt. Wenn jetzt noch die Generation Work-Life-Balance kommt, frage ich mich, wie in Zukunft Zahnarztpraxen geführt werden sollen.

 

 

 

Was ist das Geheimnis Deines guten Aussehens?

Danke für das „gute Aussehen“! Das ist natürlich alles relativ. Es ist sicherlich ganz wichtig, wie man sein Leben geführt hat. Das lässt sich mit 60 im Gesicht nicht mehr ganz verheimlichen. Man muss also auf sich acht geben in psychischer Hinsicht, sich bewegen und gut zu ernähren, die Dinge nicht zu engstirnig sehen.

 
16 Minuten
Vizepräsidentin der Landfrauen in Weser-Ems, Geschäftsführerin der Osnabrücker FDP Fraktion, Gemeinderatsmitglied ihrer Heimatgemeinde  Bissendorf – Monika Feil hat in der Region Weser-Ems viele Ämter inne. Nachdem sie privat einige Schicksalsschläge meisterte, wurde sie politisch aktiv.  Aufgeben, das war und ist für die couragierte 60-Jährige keine Option!

 

Vita:

Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte

3 Kinder (38, 32, 29 Jahre alt, 2 Enkelkinder)

Seit 1991 politisch aktiv in der FDP

Vizepräsidentin des Landfrauenverbandes Weser-Ems

Geschäftsführerin der FDP Fraktion Osnabrück

Mitglied des Kreisvorstandes der FDP Osnabrück

Gemeinderatsmitglied  Bissendorf

Seit 15 Jahren verwitwet

 

 

Wie darf ich Sie vorstellen?

Als Monika Feil arbeite ich seit über vierzig Jahren bei der Stadt Osnabrück, seit fast 20 Jahren bin ich zudem freigestellt für die Arbeit als Geschäftsführerin der FDP Fraktion. Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich für die Belange der Landfrauen - aber auch in der Lokalpolitik, wo ich noch Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat in Bissendorf bin.

 

Ihr Lebensmotto?

Egal was kommt, immer weitermachen!

 

Wie leben Sie Ihr Lebensmotto?

Mein Lebensmotto musste ich im Leben schon häufiger unter Beweis stellen. Mein Mann war sehr schwer krank und ist daran nach einigen Jahren auch gestorben. Mit drei Kindern musste ich danach unser Leben weiter durchzustehen. Das war vor 15 Jahren keine leichte Zeit und auch jetzt ist es nicht immer leicht.

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?

Natürlich hat mich die oben beschriebene Situation geprägt. Zuvor erkrankte auch noch mein Bruder schwer, der daran ebenfalls starb. Er lebte mit bei uns im Haus. Das alles sind Einschnitte, die dazu zwingen, sich damit zu beschäftigen, was im Leben wirklich wichtig ist. Warum regt man sich überhaupt über Kleinigkeiten auf? Wichtig ist vielmehr, dass man gesund bleibt und für seine Familie da ist. In solchen Situationen, wie ich sie erlebt habe, lernt man stark zu sein.

 

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Meine größte Herausforderung war sicherlich der Tod meines Mannes und die Tatsache, dass er mich mit drei Kindern zurückließ. Ich bin stolz darauf, dass ich es geschafft habe, dass meine Kinder alle „etwas geworden“ sind. Alle drei haben einen Beruf erlernt in dem sie gut zufrieden sind. Mein jüngster Sohn hat außerdem eine psychische Erkrankung, die durch die ganze Situation natürlich nicht leichter wurde. Es ist mein Verdienst, dass ich das alles so gut hingekriegt habe.

 

Was haben Sie daraus gelernt?

Man hofft im Leben immer dass es irgendwie gut geht. In diesen schweren Jahren – bei mir waren es immerhin fast zehn -  nimmt man sich persönlich sehr zurück. Man erkennt in diesen Zeiten gar nicht, was man alles einsteckt, man funktioniert einfach und versucht das Leben – so gut es geht – weiterzuleben.

 

Erst wenn man das erlebt hat, weiß man, dass viele Dinge – über die sich die Leute immer aufregen – völlig unwichtig sind. Das frisst so viel Lebenszeit, die völlig überflüssig ist.

 

 

Was würdest Sie heute Ihrem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?

Ich würde ihr sagen: Mach immer das, was Du vorhast! Denn genau das habe ich nicht getan, was ich für meinen großen persönlichen Fehler halte. Ich war eine supergute Schülerin, habe mich dann aber zurückgenommen. So habe ich z.B. eine Ausbildung gemacht, weil andere das wollten.  Es wäre aber viel besser gewesen ich hätte ein Studium begonnen, was meine Vorstellung war. Das würde ich heute anders machen. Heute würde ich es durchziehen.

 

Wann hatten Sie in Ihrem Leben die größten Selbstzweifel?

Als mein Mann starb habe ich tatsächlich lange überlegt, ob es für mich überhaupt Sinn gibt, weiterzuleben und weiterzumachen. Da habe ich sehr mit mir gerungen. Mein jüngster Sohn war zu dem Zeitpunkt 13 Jahre alt. Da musste ich einfach weitermachen.

 

Für welche Lebenserfahrung sind Sie heute dankbar?

Ich bin dankbar, dass ich schon weit vor dem Tod meines Mannes erkannt habe, dass meine Meinung Gewicht hat – auch wenn mir (vor allem Männer) gerne vorspielen, dass es anders ist. Das heißt: Ich habe mich irgendwann getraut meine Meinung offen zu sagen. Dabei habe ich gemerkt, dass andere, die ihre Meinung äußern, häufig gar nicht so tief im Thema sind oder es einfach nur rausposaunen, ohne Detailwissen zu haben.

 

Wie motivieren Sie sich?

Ganz einfach: jeder Tag ist dazu da, irgendetwas zu erreichen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Ich finde es wichtig, sich einzusetzen.  Ich freue mich über jede Kleinigkeit, mit der ich die Welt besser machen kann.  

 

Was ist Ihr Geheimtipp für mentale Stärke?

Einen Geheimtipp dafür gibt es nicht. Ich weiß nur: wenn man etwas erreichen will, muss man das forsch tun. Wenn man das nicht tut, sondern eher duckmäuserisch ist, wird man nichts erreichen. Dafür muss man manchmal auch Stärke zeigen, selbst wenn man sie eigentlich gar nicht hat.

 

Wie wichtig ist Selbstliebe für Sie?

Ich weiß, dass Selbstliebe wichtig ist. Aber leider liebe ich mich selbst gar nicht. Ich sehe immer nur meine Schwächen. Das wird erst dann aufgefangen, wenn mir andere sagen: Mensch, Du bist aber stark!

 

Was können andere Frauen von Ihnen lernen?

Ich versuche gerade anderen Frauen immer wieder mitzugeben, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben. Darüber habe ich sogar einen Vortrag entwickelt, den ich vor anderen Frauen halte. Dabei geht es natürlich um meine persönlichen Schicksalsschläge. Für mich ist das Ehrenamt ganz wichtig. Es erfüllt mich sehr, wenn ich anderen helfen oder Themen nach vorne bringen kann.

 

Welche Menschen inspirieren Sie besonders?

Inspiriert hat mich immer schon mein „Chef“ hier in der Politik. Das ist Dr. Thomas Thiele. Er ist von Hause aus Hautarzt. Wir beide sind  wie ein altes Ehepaar. Er ist ein Bauchmensch und poltert gerne mal los. Dabei ist er aber sehr natürlich. Trotz seiner Vita ist er immer auf dem Boden geblieben und ist nie „abgehoben“.  

 

Wie gehst Sie mit dem Thema „älter werden“ um?

Oh. Älterwerden – damit kann ich gar nicht umgehen. Ich bin ja gerade 60 geworden. Aber meistens nenne ich mein Alter nicht. Älter werden alle – älter sein will keiner!

Ich hoffe, dass ich noch ganz lange aktiv bin, da ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, irgendwann alleine im Rollstuhl zu sitzen und da sich dann andere Leute um mich kümmern müssen.

 

Was ist das Geheimnis Ihres guten Aussehens?

Ich glaube, das sind eher die Gene. Ich versuche jedenfalls mich so gut es geht zu pflegen.
17 Minuten
Über 20 Jahre hat sie in Flensburg, gemeinsam mit ihrem Mann, eine Bäckerei mit Café betrieben – bis sie sich kurzerhand entschloss, alles aufzugeben und ihrem Herzen zu folgen. In ihrer Praxis in Glücksburg, einem der nördlichsten Zipfel Deutschlands, begleitet sie heute Menschen, die nach mehr Zufriedenheit in Partnerschaft und Beruf suchen. Maikes Erkenntnis auf ihrem besonderen Lebensweg: im Leben dreht sich alles um die Liebe!

 

1985 Abitur in Flensburg

1985 Heirat, zwei Töchter 1986 und 1994, ein Sohn 1988

1985-1987Ausbildung Einzelhandelskauffrau

1993-1994 Studium Erziehungswissenschaften Erziehung und Gesundheit

1994- 2013 Geschäftsführung und Filialleitung von Bäckerei und Cafe in Flensburg

2004- 2005 Ausbildung als Bowen Practitioner

ab 2005 Selbstständig in eigener Praxis

Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie

ab 2011 Betrachtungen und Erkenntnisse im Bereich der ganzheitlichen   Lebensgestaltung – Vorträge

Seminare, Meditationen, Ausbildungen

2013 Trennung und Neubeginn

 

 

Wie darf ich Dich vorstellen? Ich bin eine Frau, die liebt! Ich liebe so viel! Ich liebe das Lachen, das Leben, meine Kinder. Die Frage, was eigentlich Liebe ist, hat mich immer schon begleitet. Ich bin einfach eine Frau, die unfassbar gerne LIEBT.

 

Dein Lebensmotto? Lebensfreude und Freiheit! Die Freiheit im Leben und die Freude in jedem Moment – das ist absolut mein Lebensmotto. Das erreiche ich, indem ich mich liebe oder die Dinge, die ich tue.  

 

Wie lebst Du Dein Lebensmotto? Ganz einfach: indem ich die Dinge tue, die ich liebe. In Momenten, wo ich nicht weiß, was ich tun soll, frage ich immer: Was würde die Liebe tun?

 

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine Schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht? Jeder Schritt in meinem Leben hat mich da hin gebracht, wo ich heute stehe. Davon würde ich keinen Schritt weglassen und natürlich sind es gerade die aufrüttelnden Momente, die einen aus der Normalität herausholen. Für mich war es der Moment, wo ich mein Leben, so wie ich es gelebt habe, in Frage gestellte. Ich habe unglaublich dafür gekämpft  etwas aufrecht zu erhalten: einen Betrieb, einen Laden, etwas was läuft – eine Vision von einem Leben. Aber ich konnte es am Ende nicht mehr alleine tragen. Das war der Moment, der mich hierhin gebracht hat, denn ich habe für mich beschlossen: das will ich so nicht mehr!

Stark gemacht hat mich letztendlich die Schwäche. Die Stärke, die ich heute habe, kommt aus der Schwäche. Oder anders: Es ist das Wissen, dass ich schwach sein darf. Vorher habe ich gekämpft und immer alles gegeben. Es geht aber nicht darum immer mehr zu tun, sondern es geht darum zu erfahren, dass mich das Leben auch beschenkt, wenn ich nichts tue.

 

Was war bislang Deine größte Herausforderung? Vielleicht meine Kinder. Mit der Erziehung hat man seine Ideale und Visionen – aber diese werden jeden Moment verändert. Das war sicher eine meiner größten Herausforderungen. Ich habe rund um die Kinder einige Fragen gehabt, insbesondere als es um die Abnabelung ging – aber niemand konnte mir eine Antwort geben. Viele Themen werden einfach totgeschwiegen.  

 

Was hast Du  daraus gelernt? Ich habe daraus gelernt, dass ich in den Prozess eines jeden Menschen vertrauen kann. Ich kann der Lebensweisheit meiner Kinder trauen, aber auch meiner eigenen. Da gibt es einfach nur ein Fließen. Es gibt kein „so muss es sein“, sondern nur ein komplettes loslassen und vertrauen in die Situation.

 

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben? Die Frage berührt mich. Die Chance zu haben, auf mich mit 18 zuzugehen und mir zu sagen: Ich bin so stolz auf Dich! Das würde ich mir immer wieder sagen. Außerdem: Ich liebe dich so wie du bist!

 

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel? Das war der Moment, in dem ich mir eingestehen musste, dass ich mich selbst betrogen hatte. Ich habe mir selbst das größte Spiel vorgespielt, indem ich immer gesagt habe, dass ich es kann, dass ich es schaffe. Es musste alles in mir zusammenfallen, damit ich einen neuen Weg gehen konnte. In dieser Phase hatte ich meine größten Selbstzweifel – einfach auch weil ich Angst hatte. 

 

Was ist Dein Geheimtipp für mentale Stärke? Immer wieder probieren. Immer wieder aufstehen. Niemals aufhören! Immer wieder an sich zu glauben. Das allergrößte Geheimnis ist: Jede Frau und jeder Mann trägt es in sich! Es ist nur eine Entdeckung, dass man es kann!

 

Wie wichtig ist Selbstliebe für Dich? Wir sind alle mit Selbstliebe geboren – aber diese ist uns irgendwann abhanden gekommen. Abhanden gekommen in einer Zeit, wo wir uns besonders angestrengt haben – aber dann kamen die Lehrer oder Eltern und sagten uns: es langt nicht! Da ist auch meine Selbstliebe in den Keller gegangen, weil ich natürlich an mir gezweifelt habe. Am Leben – an mir. Ich habe mich gefragt: wie kann ich überhaupt gut sein? Aber auch ich musste mir selbst erst einmal zeigen, wie es ist und wo es ist. Dazu brauchen wir andere Menschen, andere Begegnungen, um das in uns zu spüren. Dabei ist Selbstliebe das A und O des Lebens.

 

Was können andere Frauen von Dir lernen?

Glaube immer an Dich! Damit wird selbst das Unglaublichste wahr! Es gibt noch etwas, was im Verborgenen liegt und man nicht sofort sieht: die Anbindung zum Universum, zum Göttlichen. Das gehört gerade zu uns Frauen und ist keine Spinnerei, sondern etwas Handfestes, was uns immer begleitet.

 

Welche Menschen inspirieren Dich besonders? Ich wohne im hohen Norden. Das ist die Heimat einer ganz besonderen Frau: Beate Uhse. Sie fasziniert mich, weil sie eine Pionierin war.  Sie hat Dinge gemacht, ohne sich von anderen – vor allem Männern – aufhalten zu lassen. Sie ist für etwas eingestanden, dass uns allen Lust und Freude bringt. Sie hat niemals aufgehört, mit Begeisterung ihren Weg zu gehen.

 

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um? Ich erfinde das Wort „älter werden“ für mich neu. Älter werden oder alt werden – das Wort existiert in uns allen. Ich versuche diese Worte durch einen neuen Monitor, eine neue Kamera, anzuschauen. Nie habe ich mich besser gefühlt, als mit 50. Ich finde wir dürfen das Alter mit neuen Dingen, mit neuen Freiheiten, ganz anders entdecken. Ich freue mich darauf!

 

Was machen starke Frauen besser als starke Männer? In dieser Frage steckt ein Vergleich. Ich möchte, dass sich Frauen und Männer wieder miteinander verbinden – und sich ergänzen. Ich möchte, dass sie ein Team sind, das sich ergänzt und nicht bekämpft.  Jeder braucht seine Individualität. Frauen sind für mich die Macherinnen, die Pionierinnen. Sie bringen das neue auf die Welt – wie ein Kind. Frauen sind die Entdeckerinnen, die Forscherin und mutig genug, das auch umzusetzen. Ich würde mich freuen, wenn die Männer dabei an unserer Seite sind und den Mut haben, uns das in die Hände zu geben. Das wäre für mich perfekt!
16 Minuten
„Ich weiß, was ich will und ich hole es mir“

1400 Einwohner hat das Dorf Wetschen im Kreis Diepholz. Hier ist Beate Recker zu Hause. Gemeinsam mit ihrem Mann Hermann und bis vor einigen Jahren zwei Kindern lebt sie hier und trainiert und motiviert Kunden im gesamten deutschsprachigen Raum. 60 – 80% unserer Kommunikation ist non-verbal.

Beate Recker trainiert genau DAS mit ihren Klienten: wie sie optimal über ihr Erscheinungsbild und ihre Körpersprache rüberkommen.

Vita:

Abitur in Bremen

Studium der Humanistischen Psychologie an der Uni Bremen Ausbildung zur Dipl. Tanz- und Ausdruckstherapeutin

1995 Beginn der Selbstständigkeit als Trainerin und Coach seit 2009 Lehrbeauftragte der Hochschule21, Buxtehude

Wie darf ich Dich vorstellen?

Dein Lebensmotto? 1981 habe ich in Bern auf der Straße einen Zettel gefunden, auf dem stand: „Man muss vom Weg abkommen um nicht auf der Strecke zu bleiben“. Das ist mein Lebensmotto geworden, denn es meint: komm raus aus deiner Komfortzone. Heute sage ich deshalb: „Tu was Du kannst, mit dem was Du hast und dort wo Du bist“.

In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?

Man wird es nicht glauben – aber ich war mal eine Heulsuse. Ich bin mit zwei Brüdern groß geworden. In unserer Familie war ich schon immer eine „praktische Frau“, die zugepackt hat. Zudem habe ich mich früh getraut zu tanzen. Dieses Körperempfinden, diese Körperspannung, diese Form des Ausdrucks hat mich zur selbstbewussten Frau gemacht. Ich bin in Bielefeld geboren und in Bremen aufgewachsen. In Bremen bin ich dreimal wöchentlich allein mit der Straßenbahn ins „Haus der Dame“ gefahren. Am Körnerwall war eine Ballettschule. Dort habe ich mein ganzes Geld für Ballettunterricht ausgegeben. Meine Tanzlehrerin war damals schon an die 70. Aber sie hatte so viel Stil und Klasse, dass sie mein Vorbild wurde. Deshalb habe ich auf allen Familienfesten immer vorgetanzt – ob das meine Verwandten nun wollten oder nicht.

Was war Deine größte Herausforderung? Das war sicherlich meine (Primär-)familie. Die sind völlig anders gestrickt als ich. Ich war da immer das Enfant Terrible. Mein Vater hat mich mit seinen unüberlegten Bemerkungen häufig verletzt. Er sagte: „Du willst doch nur im Jetset leben“. Das stimmt! Er meinte damit: viel rumkommen, viel reisen und überall hinter die Kulissen gucken. Das liebe einfach. Ich hatte einen kranken Bruder. Das war eine große Herausforderung und Krise in meinem Leben. Und dann, dass ich von der Stadt aufs Land gezogen bin: dieser Kulturwechsel. Ich habe das seinerzeit für meinen Mann getan, mit dem ich inzwischen 33 Jahre verheiratet bin.

Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben? Sei wirklich die Nummer 1 in deinem Leben!

Investiere in Deinen Beruf!

Mach Dein Ding!

Ich habe früher in einer Männer WG gewohnt und war immer schon sehr hilfsbereit. Fast hätte ich deswegen meine Ausbildung als Erzieherin nicht zu Ende gebracht. Ich war so beschäftigt mit dem Chaos um mich herum. Eigentlich habe ich meine eigene berufliche Entwicklung nicht Ernst genug genommen. Heute würde ich sagen: Nimm es noch ernster! Gerade Frauen denken in jungen Jahren häufig ans Kinder kriegen. Vergesst es! Macht erst euren Job! Seid unabhängig, denn erst das macht euch sexy!

Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel? Ich glaube als junge Frau, als ich Mutter wurde. Diese Rolle hat mich sehr beeindruckt. Da spürte ich richtig einen Kompetenzverlust. Ich habe dran gearbeitet, um wieder da rauszukommen und nicht irgendwo gemütlich als Mutter zu versinken. Darauf bin ich stolz. Im Alter von 28/29 Jahren hatte ich erneut eine Identitätsstörung.

Daraus habe ich dann ein Führungstraining für Frauen entwickelt.

Wie motivierst Du Dich? Mich motivieren meine Träume und meine Ziele - und die nehme ich sehr Ernst. Ich bin jemand, der wirklich 1 x im Jahr seine Ziele und Visionen auf einer Zielbildkollage definiert und verschriftlicht. Das gibt mir eine attraktive Zukunftsaussicht. Damit baue ich auch jegliche Zukunftsängste ab.

Was ist Dein Geheimtipp für mentale Stärke? Ich liebe meine 13 goldenen Autosuggestionen. Ich arbeite an meinen Gewohnheiten. Das heißt ich gehe jeden morgen um 6.15 h tausend Meter schwimmen und während ich das tue, spreche ich meine Autosuggestionen und steuere damit meine Gedanken. Das macht schon was mit mir!

Was können andere Frauen von Dir lernen? Von mir kann man lernen, sich Zeit für sich selber zu nehmen. Sich wichtig zu nehmen und was für sich zu tun. Viele Frauen haben eine falsche Rücksichtnahme. Das ist der absolute Erfolgskiller. In diese Falle sollte man nicht tappen, sondern sollte sich stattdessen so kreieren, wie man selbst leben will.

Welche Menschen inspirieren Dich besonders? Das sind eindeutig meine Kundinnen! Aber auch meine Schwiegermutter hat mich sehr inspiriert. Sie ist eine Unternehmerin und hat den Edeka Laden hier geschmissen. Wer mich auch wirklich inspiriert ist Madonna. Madonna ist mit der inneren Einstellung unterwegs: ich weiß was ich will – und ich werde es mir holen. Das ist eine außergewöhnliche innere Einstellung, die mich sehr beeindruckt.

Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um? Ich freue mich, dass ich so alt geworden bin. Das konnte ich mir mit 24 gar nicht vorstellen, dass ich so lange leben darf. Ich bin sehr dankbar, dass ich so beweglich bin und auch beruflich so gut drin bin. Ich habe Vorbilder, die mit 60 noch eine Karriere angefangen sind. Denen eifere ich gerade nach.

Was machen starke Frauen besser als starke Männer? Oh ja – das ist einiges. Frauen haben ganz, ganz große kommunikative Fähigkeiten. Sie haben ein riesiges Führungspotential, zu dem sie leider meist nicht stehen. Sie gehören einfach in die erste Reihe – ohne ihren Charme zu verlieren und ihre Weichheit.

Was ist das Geheimnis Deines guten Aussehens? Das ist vor allem der Spaß am Leben! Natürlich gehe ich auch gerne zur Kosmetik. Ich pflege mich. Ich schminke mich jeden Abend ab. Viel Feuchtigkeit für die Haut. Kalt und warm duschen und sich bewegen!