Starke Frauen - Mut zu neuen Wegen! Archiv
64 Episoden
16 Minuten
Vita:
1957 Volksschulabschluss
Kaufmännische Lehre
Buchhalterin, bis zur Geburt des 1. Sohnes
Familienarbeit
Kaufmännische Angestellte
Pflege des an Parkinson erkrankten Mannes
seit 23 Jahren beim „Weißen Ring“ (Verein für Kriminalitätsopfer) aktiv
Sei stark – hilf anderen!
Karin Bloom ist das Gegenteil von dem, was man sich gemeinhin als „Karrierefrau“ vorstellt. Im Gegenteil! Einen Großteil ihres Lebens hat sie ihrer Familie gewidmet. Nach der Elternarbeit kümmert sich die Siebzigjährige heute um ihren an Parkinson erkrankten Mann. Dennoch fühlt sie sich so stark, dass sie anderen Menschen gerne etwas mitgeben würde - und engagiert sich deshalb beim Weißen Ring.
Für ihre besonderen Verdienste bekam sie dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Wie dürfen wir Sie vorstellen? Ich bin eine Frau, die mit dem Leben zufrieden ist. Ich lese gerne, reise, fahre viel Fahrrad, belege Sprachkurse und gehe seit 30 Jahren regelmäßig ins Theater. Seit 23 Jahren bin ich beim Weißen Ring tätig und kümmere mich um Opfer von Kriminalität in Osnabrück Stadt und Land.
Worüber definieren Sie sich? Ich definiere mich eigentlich nur über mich selbst. Mich über etwas zu definieren liegt mir grundsätzlich fern. Vor allem möchte ich mich nicht über die Arbeit mit den Opfern definieren, denn das tue ich gerne.
Ihr Lebensmotto? Positiv denken!
Wie leben Sie Ihr Motto? Ich helfe Menschen. Das gibt mir ein extrem gutes Gefühl. Häufig werde ich gefragt: Warum machst du das? Warum belastest du dich mit den Sorgen anderer? Was bekommst du überhaupt dafür? Also – ich bekomme dafür gar nichts und ich tue es gerne. Wenn ein Opfer – nach all dem, was es erlebt hat – hier lächelnd rausgeht, ist das für mich ein großer Dank. Daran kann ich mich erfreuen. Es freut mich auch, wenn ich zu Weihnachten Post von ehemaligen Opfern – häufig Kinder – bekomme, die mir sagen, dass sie jetzt gut in der Spur des Lebens laufen.
In jeder starken Frau steckt auch eine schwache. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?
Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen hat mich zur starken Frau gemacht. Ich habe viel Erfahrungen gesammelt muss aber sagen, dass ich aus all dem, was ich erlebt habe, auch immer gut herausgekommen bin. Bevor ich mich beim Weißen Ring engagierte habe ich mir genau überlegt „Kann ich das?“. Davor habe ich zwei Elternteile gepflegt, die dann bei uns im Haus starben. Nach deren Tod hatte ich dann das Gefühl: ich muss etwas weitermachen, denn ich habe die Gabe mit Menschen umzugehen, die in prekären Situationen sind. So ist meine Arbeit entstanden.
Was haben Sie daraus gelernt? Ich habe gelernt, dass man sehr stark sein kann, wenn man vor eine Aufgabe gestellt wird, die man bewältigen will. Das hat mich in meinem Glauben gestärkt, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst zugetraut habe.
Was würden Sie heute Ihrem 18-jährigen „Ich“ mit auf die Lebensreise geben? Lass dich nicht verbiegen! Sei dankbar für eine offene und freie Erziehung, so wie ich sie hatte. Lerne, dass du frei agieren kannst. Ich finde es wichtig, dass man sich selbst bestimmen kann.
Wann hatten Sie im Leben die größten Selbstzweifel? Das war bei mir ganz klar in der Pubertät. Da ist man noch nicht „fertig“ und meint dennoch man sei „groß“. Danach hatte ich wenig Selbstzweifel, denn ich habe einen starken Partner gefunden, der auch wenig Selbstzweifel hatte. Da haben wir uns ganz gut ergänzt.
Wie motivieren Sie sich selbst? Ich brauche keine Motivation! Wenn ich irgendwo sehe, dass Hilfe gebraucht wird, bin ich da! Das ist vielleicht eine Neigung von mir immer helfen zu wollen.
Was ist ihr Geheimtipp für mentale Stärke? Das geht bei mir über Orientierung. Immer wenn in meinem Leben ein Problem auftritt, versuche ich mich zu orientieren. Was kann ich machen? Wie kann ich das bewältigen? Ich sehe das hier bei den Opfern. Denen ist etwas passiert und sie gehen erst einmal zurück und haben hinterher keine Traute mehr sich nach vorne zu öffnen. Gerade Offenheit ist für mich ein wichtiger Wert. Ich muss mit jemandem frei sprechen können.
Wie wichtig ist Selbstliebe für Sie? Selbstliebe ist ein Wort, das ich für mich gar nicht annehmen kann. Man muss sich selbst mögen und sehen, wie man ist. Man sollte sich selbst nicht überschätzen – aber auch nicht unterschätzen. Welcher Mensch liebt sich selbst? Ich denke, es geht mehr darum den Nächsten zu lieben. Ich finde, wenn man sich selbst nach außen hin gut und fair benimmt, ist das doch schon genug!
Was können andere Frauen von Ihnen lernen? Ich glaube, das ist der falsche Ansatz. Ich schaue mir meine Umwelt gut an und denke eher: was kann ich von denen übernehmen. Lernen – das klingt mir zu sehr nach Schule.
Welcher Mensch inspiriert Sie besonders? Mein Großvater ist der Mensch, der mich besonders inspiriert hat. Er hat mich gelehrt im Leben mit Mensch und mit Tier gut umzugehen. Er hat vorgelebt, dass Mensch und Tier wichtig sind. Wir lebten nach dem Krieg gemeinsam auf einem Bauernhof. Mein Vater ist im Krieg gefallen - meine Mutter war also Witwe. Mein Opa hat seine Tiere nie überfordert. Wenn beispielsweise ein Pferd schwitze, wurde angehalten und das Pferd trocken gerieben. Wenn Nachbarn kamen und fragten: „Können wir morgen deine Pferde haben?“, hat er immer zugesagt. Kritik meiner Oma begegnete er stets damit, dass er sagte: „Wir können einen Tag warten“. Diese Lebensprämisse habe ich dort täglich erlebt. Das war mir zeitlebens ein Vorbild.
Wie gehen Sie mit dem Thema „älter werden“ um?
Älter werden und dabei gesund zu bleiben ist gar keine große Sache. Aber man muss die Einschnitte akzeptieren. Was ich nicht ertragen kann ist, wenn jemand klagt. Wir tragen schließlich alle einen „Lebensrucksack“.
Was machen starke Frauen anders oder besser als Männer? Frauen sind nachhaltiger. Männer handeln ein Thema ab, dann ist das erledigt. Frauen aber schauen noch einmal und fragen: Wie geht es weiter? Was kann ich verbessern? Frauen haben mehr Empathie und selbst bei starken Frauen ist immer noch eine gewisse Weichheit da. Das finde ich gut!
1957 Volksschulabschluss
Kaufmännische Lehre
Buchhalterin, bis zur Geburt des 1. Sohnes
Familienarbeit
Kaufmännische Angestellte
Pflege des an Parkinson erkrankten Mannes
seit 23 Jahren beim „Weißen Ring“ (Verein für Kriminalitätsopfer) aktiv
Sei stark – hilf anderen!
Karin Bloom ist das Gegenteil von dem, was man sich gemeinhin als „Karrierefrau“ vorstellt. Im Gegenteil! Einen Großteil ihres Lebens hat sie ihrer Familie gewidmet. Nach der Elternarbeit kümmert sich die Siebzigjährige heute um ihren an Parkinson erkrankten Mann. Dennoch fühlt sie sich so stark, dass sie anderen Menschen gerne etwas mitgeben würde - und engagiert sich deshalb beim Weißen Ring.
Für ihre besonderen Verdienste bekam sie dafür das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Wie dürfen wir Sie vorstellen? Ich bin eine Frau, die mit dem Leben zufrieden ist. Ich lese gerne, reise, fahre viel Fahrrad, belege Sprachkurse und gehe seit 30 Jahren regelmäßig ins Theater. Seit 23 Jahren bin ich beim Weißen Ring tätig und kümmere mich um Opfer von Kriminalität in Osnabrück Stadt und Land.
Worüber definieren Sie sich? Ich definiere mich eigentlich nur über mich selbst. Mich über etwas zu definieren liegt mir grundsätzlich fern. Vor allem möchte ich mich nicht über die Arbeit mit den Opfern definieren, denn das tue ich gerne.
Ihr Lebensmotto? Positiv denken!
Wie leben Sie Ihr Motto? Ich helfe Menschen. Das gibt mir ein extrem gutes Gefühl. Häufig werde ich gefragt: Warum machst du das? Warum belastest du dich mit den Sorgen anderer? Was bekommst du überhaupt dafür? Also – ich bekomme dafür gar nichts und ich tue es gerne. Wenn ein Opfer – nach all dem, was es erlebt hat – hier lächelnd rausgeht, ist das für mich ein großer Dank. Daran kann ich mich erfreuen. Es freut mich auch, wenn ich zu Weihnachten Post von ehemaligen Opfern – häufig Kinder – bekomme, die mir sagen, dass sie jetzt gut in der Spur des Lebens laufen.
In jeder starken Frau steckt auch eine schwache. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?
Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen hat mich zur starken Frau gemacht. Ich habe viel Erfahrungen gesammelt muss aber sagen, dass ich aus all dem, was ich erlebt habe, auch immer gut herausgekommen bin. Bevor ich mich beim Weißen Ring engagierte habe ich mir genau überlegt „Kann ich das?“. Davor habe ich zwei Elternteile gepflegt, die dann bei uns im Haus starben. Nach deren Tod hatte ich dann das Gefühl: ich muss etwas weitermachen, denn ich habe die Gabe mit Menschen umzugehen, die in prekären Situationen sind. So ist meine Arbeit entstanden.
Was haben Sie daraus gelernt? Ich habe gelernt, dass man sehr stark sein kann, wenn man vor eine Aufgabe gestellt wird, die man bewältigen will. Das hat mich in meinem Glauben gestärkt, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst zugetraut habe.
Was würden Sie heute Ihrem 18-jährigen „Ich“ mit auf die Lebensreise geben? Lass dich nicht verbiegen! Sei dankbar für eine offene und freie Erziehung, so wie ich sie hatte. Lerne, dass du frei agieren kannst. Ich finde es wichtig, dass man sich selbst bestimmen kann.
Wann hatten Sie im Leben die größten Selbstzweifel? Das war bei mir ganz klar in der Pubertät. Da ist man noch nicht „fertig“ und meint dennoch man sei „groß“. Danach hatte ich wenig Selbstzweifel, denn ich habe einen starken Partner gefunden, der auch wenig Selbstzweifel hatte. Da haben wir uns ganz gut ergänzt.
Wie motivieren Sie sich selbst? Ich brauche keine Motivation! Wenn ich irgendwo sehe, dass Hilfe gebraucht wird, bin ich da! Das ist vielleicht eine Neigung von mir immer helfen zu wollen.
Was ist ihr Geheimtipp für mentale Stärke? Das geht bei mir über Orientierung. Immer wenn in meinem Leben ein Problem auftritt, versuche ich mich zu orientieren. Was kann ich machen? Wie kann ich das bewältigen? Ich sehe das hier bei den Opfern. Denen ist etwas passiert und sie gehen erst einmal zurück und haben hinterher keine Traute mehr sich nach vorne zu öffnen. Gerade Offenheit ist für mich ein wichtiger Wert. Ich muss mit jemandem frei sprechen können.
Wie wichtig ist Selbstliebe für Sie? Selbstliebe ist ein Wort, das ich für mich gar nicht annehmen kann. Man muss sich selbst mögen und sehen, wie man ist. Man sollte sich selbst nicht überschätzen – aber auch nicht unterschätzen. Welcher Mensch liebt sich selbst? Ich denke, es geht mehr darum den Nächsten zu lieben. Ich finde, wenn man sich selbst nach außen hin gut und fair benimmt, ist das doch schon genug!
Was können andere Frauen von Ihnen lernen? Ich glaube, das ist der falsche Ansatz. Ich schaue mir meine Umwelt gut an und denke eher: was kann ich von denen übernehmen. Lernen – das klingt mir zu sehr nach Schule.
Welcher Mensch inspiriert Sie besonders? Mein Großvater ist der Mensch, der mich besonders inspiriert hat. Er hat mich gelehrt im Leben mit Mensch und mit Tier gut umzugehen. Er hat vorgelebt, dass Mensch und Tier wichtig sind. Wir lebten nach dem Krieg gemeinsam auf einem Bauernhof. Mein Vater ist im Krieg gefallen - meine Mutter war also Witwe. Mein Opa hat seine Tiere nie überfordert. Wenn beispielsweise ein Pferd schwitze, wurde angehalten und das Pferd trocken gerieben. Wenn Nachbarn kamen und fragten: „Können wir morgen deine Pferde haben?“, hat er immer zugesagt. Kritik meiner Oma begegnete er stets damit, dass er sagte: „Wir können einen Tag warten“. Diese Lebensprämisse habe ich dort täglich erlebt. Das war mir zeitlebens ein Vorbild.
Wie gehen Sie mit dem Thema „älter werden“ um?
Älter werden und dabei gesund zu bleiben ist gar keine große Sache. Aber man muss die Einschnitte akzeptieren. Was ich nicht ertragen kann ist, wenn jemand klagt. Wir tragen schließlich alle einen „Lebensrucksack“.
Was machen starke Frauen anders oder besser als Männer? Frauen sind nachhaltiger. Männer handeln ein Thema ab, dann ist das erledigt. Frauen aber schauen noch einmal und fragen: Wie geht es weiter? Was kann ich verbessern? Frauen haben mehr Empathie und selbst bei starken Frauen ist immer noch eine gewisse Weichheit da. Das finde ich gut!
22 Minuten
Sie gilt als Deutschlands bekannteste Anwältin für Arbeitsrecht. Im Vergleich zu ihren „herkömmlichen“ Kollegen macht sie vieles anderes: von ihr gibt es YouTube Videos, Checklisten zum Downloaden und wenn man versucht, sie anzurufen, ist sie immer irgendwo in der Welt unterwegs. Die Rede ist von Christina Linke. Da fragt frau sich: Wie macht sie das eigentlich alles, denn ganz nebenbei ist sie auch noch alleinerziehende Mutter.
1985 Abitur in Burgsteinfurt
1985 – 1992 Jura Studium, Uni Osnabrück
1992 – 1995 Referendariat Osnabrück
1995 – 2002 Assessorin Piepenbrock Dienstleistungsgruppe
2002 Zulassung als Rechtsanwältin
19975 Heirat, Zwei Töchter 2000 und 2003
2005 Trennung
200 6 – 2008 Angestellt beim Sozialverband
2008 – 2010 Dies und das
Seit 2011 selbstständig
2012 – 2014 Academy Hermann Scherer
Seit 2014 Kooperationspartnerin Dirk Kreuter
Wie darf ich Dich vorstellen?
Ich bin Rechtsanwältin, Speakerin, Unternehmerin, Querdenkerin und meine Mitarbeiterin sagte gestern zu mir: Tsunami.
Worüber definierst Du Dich?
Ich definiere mich sicher nicht über Statussymbole oder den Rechtsanwaltstitel. Ich definiere mich eher über die Zufriedenheit, die ich empfinde, wenn ich Menschen helfen kann. Ebenso wie über die Freude, die ich habe, wenn ich etwas positiv verändern konnte.
Dein Lebensmotto?
Auch wenn es abgenutzt ist: Carpe diem! (Lat. f. Nutze den Tag, Anm. d. Red.).
Wie lebst Du Dein Lebensmotto?
Es ist wirklich so, dass ich jeden Morgen mit guter Laune aufstehe und gerne ins Büro fahre und immer neugierig darauf bin was kommt. Diese Einstellung ist mir keineswegs in die Wiege gelegt, sondern daran habe ich hart gearbeitet. Ich bin ein „Weiterbildungsjunkie“ und habe darin in den letzten Jahren viel Zeit und Geld investiert, um dahin zu kommen. Dadurch nutze ich den Tag wirklich gut, bin gut strukturiert und mache mir jeden Abend Gedanken, was ich am nächsten Tag konkret angehen möchte.
In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?
Erst meine vermeidlichen Niederlagen haben mich stark gemacht. Das hört sich vielleicht komisch an, aber das waren Fehleinschätzungen und Fehltritte. Ich habe einen eher „krummen“ Lebenslauf. Das fängt damit an, dass ich Jura studiert habe, obwohl ich nie Juristin werden wollte. Ich wollte auch nie Karriere machen. Stattdessen habe ich einen Vorstandsvorsitzenden geheiratet, mit dem ich eine Familie gegründet habe und zwei süße, blonde Töchter bekommen habe. Bis ich festgestellte, dass ich in diesem „goldenen Käfig“ nicht glücklich bin. Als die Kinder ein und drei Jahre alt waren, habe ich mich getrennt und damit ging die „Falltür“ auf. Danach ging es in einem atemberaubenden Tempo bergab. Gesellschaftlich wie finanziell. Ich habe mir eine Halbtagsstelle als Geschäftsführung beim Sozialverband gesucht und musste zwei Jahre später und einen Burnout weiter feststellen, dass dieser Job halbtags nicht zu schaffen ist. Das war dann gefühlt die nächste Niederlage. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, ich habe den Job auch nicht gut gemacht. Das war Sozialrecht und ich habe festgestellt, dass das gar nicht zu mir passt. Diese gefühlte Niederlag hat mir aber die Erkenntnis gebracht, dass mein Herz weiterhin fürs Arbeitsrecht schlägt. Darin hatte ich schon sechs Jahre in einem Konzern gearbeitet. Die Stelle beim Sozialverband habe ich später gekündigt und war danach über ein Jahr lang arbeitslos. Das waren schon echte Tiefschläge. Aber: Jede Niederlage war für mich immer der Katalysator für „ganz nach oben“. Ohne diese Niederlagen säße ich heute nicht hier. Heute bin ich gelassen, wenn etwas Schlechtes passiert, denn ich weiß: das ist der Auslöser für ganz was Gutes. Das Leben will mir dann etwas sagen – ich weiß nur noch nicht: was?
Was hast Du daraus gelernt?
Mutig zu sein! Ich mag es überhaupt nicht, sich dauerhaft in der so genannten „Komfortzone“ zu bewegen und Angst zu haben, diese zu verlassen. Manche Leute bewegen sich nämlich fast nur in ihrer Komfortzone. Aber so wie jeder Muskel nur wächst, wenn er bewegt wird, so wachsen wir nur, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Man darf dabei ruhig Angst haben, aber man muss sie überwinden und das machen, was man machen möchte. Ich habe das Urvertrauen dass alles gut wird.
Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?
Heute würde ich strategischer an mein Leben gehen. Ich habe gelernt, dass man die Dinge von hinten denken muss – vom Ergebnis her. Heute überlege ich mir, wie soll mein Ergebnis aussehen, wie soll es sich anfühlen. Und dann überlege ich mir die Schritte dahin. Also: was ist das gewünschte Ergebnis und wie sind die Schritte dahin. Das habe ich früher nie gemacht. Ich setze mir hohe Ziele und scheitere mich nach oben. Dadurch, dass man sich immer zu hohe Ziele setzt, die man doch nicht erreicht, bekommt man aber das bestmögliche Ergebnis. Das ist immer noch viel mehr als das, was man erreichen würde, hätte man sich kein hohes Ziel gesetzt.
Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?
Lach. In den zwei Jahren beim Sozialverband hatte ich nur Selbstzweifel. Da war ich in einer Phase, da fand ich nichts Gutes an mir. Ich habe lange gebraucht, um da heraus zu kommen.
Wie motivierst Du Dich?
Dass ich mich manchmal nicht motivieren kann, war z.B. in der Zeit beim Sozialverband Teil meines Problems. Ich habe eher eine intrinsische Motivation. Das, was ich mache, mache ich leidenschaftlich gerne. Dafür brauche ich gar keine Motivation.
Was ist Dein Geheimtipp für mentale Stärke?
Selbstvertrauen. Tatsächlich muss ich mir selber vertrauen. Das ist ein Thema, wo gerade wir Frauen immer wieder Probleme haben. Wir müssen aufhören zu denken, wir müssten erst ein anderer Mensch sein, um gewisse Ziele zu erreichen. Das ist völliger Blödsinn. Wichtig ist: einfach machen! Und wenn es dann mal schief geht – mein Gott. Das ist doch nicht schlimm!
Wie wichtig ist Selbstliebe für Dich?
Selbstliebe musste ich lernen – wie fast jede Frau. Heute bin ich gut darin. Ich darf aber noch ein bisschen an den Prioritäten arbeiten. Manchmal vergesse ich aber, gut für mich zu sorgen. Das heißt mir Zeit für Sport und gutes Essen zu nehmen. Früher habe ich immer gesagt: ich habe die Zeit nicht. Heute weiß ich: ich nehme mir die Zeit nicht.
Was können andere Frauen von Dir lernen?
Attacke machen! Mutig sein, nach vorne gehen, quer denken, Selbstzweifel weglassen und Spaß am Leben haben. Ganz wichtig ist es auch ein Vorbild zu sein. Das merke ich gerade bei den Menschen in meinem Büro.
Welche Menschen inspirieren Dich besonders?
Ich habe das Glück zwei ganz große Mentoren zu haben: Dirk Kreuter und Hermann Scherer. Beide sind in der Speaker Szene echte Leuchttürme. Gerade Dirk Kreuter ist inzwischen ein guter Freund geworden. Das Umfeld dort zieht mich einfach mit. Ich verdanke den beiden einfach unglaublich viel, insbesondere was die Einstellung betrifft. Auch Hermann Scherer ist sehr bereichernd. Ich war gerade noch bei ihm und er hat mir unglaublich viel mitgegeben, z.B. wie er Auftritte und Reden gestaltet. Und dann gibt es da noch jemanden, den ich ganz frisch kennengelernt habe und der für mich das Highlight des Jahres ist: Thorsten Kreutz. Ich kenne niemanden, der so intelligent ist und so um die Ecke denkt wie er. Er ist mit gut 35 Jahren sogar noch sehr jung, aber er ist echt genial.
Alle Drei ziehen mich einfach unglaublich mit.
Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?
Das Alter macht mir generell nichts aus. Immerhin bin ich auch schon über 50. Ich merke aber, dass ich ein schnelles Leben führe und dass es viel Kraft zehrt, gerade, wenn man so viel unterwegs ist wie ich. Diese Anstrengung stecke ich nicht mehr so gut weg wie noch mit zwanzig. Deshalb nehme ich mir ab an mal einen halben Tag frei. Ich schaffe mir da einfach kleine Inseln und erlaube mir inzwischen, den Kalender nicht mehr ganz so voll zuladen.
Das mit dem Alter ist gemein: wenn man jung ist, macht man alles Mögliche, aber hat das Wissen nicht. Wenn man älter ist, hat an dann das Wissen, aber es steht einfach nicht mehr unendlich viel Zeit zur Verfügung. Ich werde deshalb knauserig mit meiner Zeit. Ich verschwende keine Zeit mehr mit Zeitfressern,
oder Menschen, denen ich entwachsen bin.
Was machen starke Frauen besser als starke Männer?
Das ist ganz klar Empathie. Das entscheidende Erfolgskriterium ist heute Empathie – und darin sind Männer in der Regel schlecht. Also zuhören ist z.B. nichts für Männer, die wollen lieber machen, tun, bauen, reparieren etc. Hier sind wir Frauen einfach stark.
1985 Abitur in Burgsteinfurt
1985 – 1992 Jura Studium, Uni Osnabrück
1992 – 1995 Referendariat Osnabrück
1995 – 2002 Assessorin Piepenbrock Dienstleistungsgruppe
2002 Zulassung als Rechtsanwältin
19975 Heirat, Zwei Töchter 2000 und 2003
2005 Trennung
200 6 – 2008 Angestellt beim Sozialverband
2008 – 2010 Dies und das
Seit 2011 selbstständig
2012 – 2014 Academy Hermann Scherer
Seit 2014 Kooperationspartnerin Dirk Kreuter
Wie darf ich Dich vorstellen?
Ich bin Rechtsanwältin, Speakerin, Unternehmerin, Querdenkerin und meine Mitarbeiterin sagte gestern zu mir: Tsunami.
Worüber definierst Du Dich?
Ich definiere mich sicher nicht über Statussymbole oder den Rechtsanwaltstitel. Ich definiere mich eher über die Zufriedenheit, die ich empfinde, wenn ich Menschen helfen kann. Ebenso wie über die Freude, die ich habe, wenn ich etwas positiv verändern konnte.
Dein Lebensmotto?
Auch wenn es abgenutzt ist: Carpe diem! (Lat. f. Nutze den Tag, Anm. d. Red.).
Wie lebst Du Dein Lebensmotto?
Es ist wirklich so, dass ich jeden Morgen mit guter Laune aufstehe und gerne ins Büro fahre und immer neugierig darauf bin was kommt. Diese Einstellung ist mir keineswegs in die Wiege gelegt, sondern daran habe ich hart gearbeitet. Ich bin ein „Weiterbildungsjunkie“ und habe darin in den letzten Jahren viel Zeit und Geld investiert, um dahin zu kommen. Dadurch nutze ich den Tag wirklich gut, bin gut strukturiert und mache mir jeden Abend Gedanken, was ich am nächsten Tag konkret angehen möchte.
In jeder starken Frau steckt bekanntlich auch eine schwache. Was hat Dich zur starken Frau gemacht?
Erst meine vermeidlichen Niederlagen haben mich stark gemacht. Das hört sich vielleicht komisch an, aber das waren Fehleinschätzungen und Fehltritte. Ich habe einen eher „krummen“ Lebenslauf. Das fängt damit an, dass ich Jura studiert habe, obwohl ich nie Juristin werden wollte. Ich wollte auch nie Karriere machen. Stattdessen habe ich einen Vorstandsvorsitzenden geheiratet, mit dem ich eine Familie gegründet habe und zwei süße, blonde Töchter bekommen habe. Bis ich festgestellte, dass ich in diesem „goldenen Käfig“ nicht glücklich bin. Als die Kinder ein und drei Jahre alt waren, habe ich mich getrennt und damit ging die „Falltür“ auf. Danach ging es in einem atemberaubenden Tempo bergab. Gesellschaftlich wie finanziell. Ich habe mir eine Halbtagsstelle als Geschäftsführung beim Sozialverband gesucht und musste zwei Jahre später und einen Burnout weiter feststellen, dass dieser Job halbtags nicht zu schaffen ist. Das war dann gefühlt die nächste Niederlage. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, ich habe den Job auch nicht gut gemacht. Das war Sozialrecht und ich habe festgestellt, dass das gar nicht zu mir passt. Diese gefühlte Niederlag hat mir aber die Erkenntnis gebracht, dass mein Herz weiterhin fürs Arbeitsrecht schlägt. Darin hatte ich schon sechs Jahre in einem Konzern gearbeitet. Die Stelle beim Sozialverband habe ich später gekündigt und war danach über ein Jahr lang arbeitslos. Das waren schon echte Tiefschläge. Aber: Jede Niederlage war für mich immer der Katalysator für „ganz nach oben“. Ohne diese Niederlagen säße ich heute nicht hier. Heute bin ich gelassen, wenn etwas Schlechtes passiert, denn ich weiß: das ist der Auslöser für ganz was Gutes. Das Leben will mir dann etwas sagen – ich weiß nur noch nicht: was?
Was hast Du daraus gelernt?
Mutig zu sein! Ich mag es überhaupt nicht, sich dauerhaft in der so genannten „Komfortzone“ zu bewegen und Angst zu haben, diese zu verlassen. Manche Leute bewegen sich nämlich fast nur in ihrer Komfortzone. Aber so wie jeder Muskel nur wächst, wenn er bewegt wird, so wachsen wir nur, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Man darf dabei ruhig Angst haben, aber man muss sie überwinden und das machen, was man machen möchte. Ich habe das Urvertrauen dass alles gut wird.
Was würdest Du heute Deinem 18-jährigen ICH mit auf die Lebensreise geben?
Heute würde ich strategischer an mein Leben gehen. Ich habe gelernt, dass man die Dinge von hinten denken muss – vom Ergebnis her. Heute überlege ich mir, wie soll mein Ergebnis aussehen, wie soll es sich anfühlen. Und dann überlege ich mir die Schritte dahin. Also: was ist das gewünschte Ergebnis und wie sind die Schritte dahin. Das habe ich früher nie gemacht. Ich setze mir hohe Ziele und scheitere mich nach oben. Dadurch, dass man sich immer zu hohe Ziele setzt, die man doch nicht erreicht, bekommt man aber das bestmögliche Ergebnis. Das ist immer noch viel mehr als das, was man erreichen würde, hätte man sich kein hohes Ziel gesetzt.
Wann hattest Du in Deinem Leben die größten Selbstzweifel?
Lach. In den zwei Jahren beim Sozialverband hatte ich nur Selbstzweifel. Da war ich in einer Phase, da fand ich nichts Gutes an mir. Ich habe lange gebraucht, um da heraus zu kommen.
Wie motivierst Du Dich?
Dass ich mich manchmal nicht motivieren kann, war z.B. in der Zeit beim Sozialverband Teil meines Problems. Ich habe eher eine intrinsische Motivation. Das, was ich mache, mache ich leidenschaftlich gerne. Dafür brauche ich gar keine Motivation.
Was ist Dein Geheimtipp für mentale Stärke?
Selbstvertrauen. Tatsächlich muss ich mir selber vertrauen. Das ist ein Thema, wo gerade wir Frauen immer wieder Probleme haben. Wir müssen aufhören zu denken, wir müssten erst ein anderer Mensch sein, um gewisse Ziele zu erreichen. Das ist völliger Blödsinn. Wichtig ist: einfach machen! Und wenn es dann mal schief geht – mein Gott. Das ist doch nicht schlimm!
Wie wichtig ist Selbstliebe für Dich?
Selbstliebe musste ich lernen – wie fast jede Frau. Heute bin ich gut darin. Ich darf aber noch ein bisschen an den Prioritäten arbeiten. Manchmal vergesse ich aber, gut für mich zu sorgen. Das heißt mir Zeit für Sport und gutes Essen zu nehmen. Früher habe ich immer gesagt: ich habe die Zeit nicht. Heute weiß ich: ich nehme mir die Zeit nicht.
Was können andere Frauen von Dir lernen?
Attacke machen! Mutig sein, nach vorne gehen, quer denken, Selbstzweifel weglassen und Spaß am Leben haben. Ganz wichtig ist es auch ein Vorbild zu sein. Das merke ich gerade bei den Menschen in meinem Büro.
Welche Menschen inspirieren Dich besonders?
Ich habe das Glück zwei ganz große Mentoren zu haben: Dirk Kreuter und Hermann Scherer. Beide sind in der Speaker Szene echte Leuchttürme. Gerade Dirk Kreuter ist inzwischen ein guter Freund geworden. Das Umfeld dort zieht mich einfach mit. Ich verdanke den beiden einfach unglaublich viel, insbesondere was die Einstellung betrifft. Auch Hermann Scherer ist sehr bereichernd. Ich war gerade noch bei ihm und er hat mir unglaublich viel mitgegeben, z.B. wie er Auftritte und Reden gestaltet. Und dann gibt es da noch jemanden, den ich ganz frisch kennengelernt habe und der für mich das Highlight des Jahres ist: Thorsten Kreutz. Ich kenne niemanden, der so intelligent ist und so um die Ecke denkt wie er. Er ist mit gut 35 Jahren sogar noch sehr jung, aber er ist echt genial.
Alle Drei ziehen mich einfach unglaublich mit.
Wie gehst Du mit dem Thema „älter werden“ um?
Das Alter macht mir generell nichts aus. Immerhin bin ich auch schon über 50. Ich merke aber, dass ich ein schnelles Leben führe und dass es viel Kraft zehrt, gerade, wenn man so viel unterwegs ist wie ich. Diese Anstrengung stecke ich nicht mehr so gut weg wie noch mit zwanzig. Deshalb nehme ich mir ab an mal einen halben Tag frei. Ich schaffe mir da einfach kleine Inseln und erlaube mir inzwischen, den Kalender nicht mehr ganz so voll zuladen.
Das mit dem Alter ist gemein: wenn man jung ist, macht man alles Mögliche, aber hat das Wissen nicht. Wenn man älter ist, hat an dann das Wissen, aber es steht einfach nicht mehr unendlich viel Zeit zur Verfügung. Ich werde deshalb knauserig mit meiner Zeit. Ich verschwende keine Zeit mehr mit Zeitfressern,
oder Menschen, denen ich entwachsen bin.
Was machen starke Frauen besser als starke Männer?
Das ist ganz klar Empathie. Das entscheidende Erfolgskriterium ist heute Empathie – und darin sind Männer in der Regel schlecht. Also zuhören ist z.B. nichts für Männer, die wollen lieber machen, tun, bauen, reparieren etc. Hier sind wir Frauen einfach stark.
18 Minuten
Kerstin Albrecht ist eine Frau, der man im Tanzsport immer wieder begegnet. Die attraktive 50-jährige ist quasi ein „Hansdampf in allen Gassen“ – ob als Gesicht des Tapdance oder Jurorin bei der anstehenden Tanzweltmeisterschaft in Moskau. Nur einen Platz hat sie geräumt: den im Rat ihrer Heimatstadt Osnabrück. „Das ist nicht meine Welt“, kommentiert sie ihr kurzes Debüt als Ratsfrau.
Vita:
Gymnasium Gesamtschule Schinkel
Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten
Neuorientierung als Tanzlehrerin
1994 Gründung der eigenen Tanzschule
2014 Verpachtung der Tanzschule
Neuorientierung als Coach für Life Kinetik („Gehirnjogging durch Bewegung“) und moderne Umfangsformen
Wie dürfen wir Sie vorstellen?
Das ist ganz einfach: ich bin Mensch, der das Leben liebt. Das war schon immer so – aber jetzt umso mehr.
Worüber definieren Sie sich?
Ich habe vor Jahren meine Tanzschule verkauft. Damit habe ich keineswegs mit dem Tanzen aufgehört, sondern mich vielmehr noch intensiver diesem Sport gewidmet. Ich bin inzwischen national und international tätig, bis hin zur „Chairlady of Judge“, Supervisor und im Vorstand TAF Germany e.V.. Ich habe in meinem Leben auch immer wieder einiges neu gemacht, dazu gelernt, wie etwa Life Kinetik und Business Knigge Coach. Und das lebe ich jetzt.
Ihr Lebensmotto?
Es geht nichts über Zufriedenheit und Ausgeglichenheit!
Wie leben Sie Ihr Motto?
Ich liebe das Leben und nehme es so an, wie es ist. Wenn man zufrieden und ausgeglichen ist, geht eigentlich alles gut. Ich versuche positiv durchs Leben zu gehen. Bestimmte Worte wie ‚Stress’ oder ‚Anstrengung’ habe ich deshalb aus meinem Wortschatz gestrichen. Manches ist vielleicht nicht so leicht, aber es ist nicht gleich ein ‚Problem’. Ich versuche aus allem Negativen auch immer etwas Positives zu ziehen.
In jeder starken Frau steckt auch eine schwache. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?
Ich glaube das Leben als solches hat mich zur starken Frau gemacht. Ich bin angefangen, einfach meinen Traum zu leben. Das war nicht immer leicht. Ich war früher bei der Stadt Osnabrück angestellt, habe dort aber aufgehört, weil ich meinem Traum – dem Tanzen – folgen möchte. Kurz danach landete ich in meinem ersten „Lebensloch“: mich wollte nämlich niemand einstellen. Später habe ich dann doch eine Chance bekommen – und die habe ich ergriffen! Nach der Ausbildung als Tanzlehrerin habe ich mich selbstständig gemacht. Als selbstständige Frau hat man einige Berge zu erklimmen und ich glaube, diese zu meistern macht einen zu einer starken Frau.
Was haben Sie daraus gelernt?
Scheue niemals das Risiko! Natürlich kann es schiefgehen, aber das ist weniger schlimm als sich später zu sagen: hätte ich es mal gemacht! Selbst wenn es nicht klappt, hat man dann aber eine Erfahrung gemacht.
Was würden Sie heute Ihrem 18-jährigen „Ich“ mit auf die Lebensreise geben?
Mein großes Vorbild Udo Jürgens hat einmal gesagt: versuche 3 x am Tag Columbus zu sein. Es gibt so viel zu entdecken. Der 18-jährigen Kerstin würde ich heute sagen: versuche 4 x am Tag Columbus zu sein und nimm wirklich alles mit, was Du entdecken kannst.
Wann hatten Sie im Leben die größten Selbstzweifel?
Das war in der Zeit, als meine Tanzschule anfänglich sehr schnell wuchs und ich, zusammen mit meinem damaligen Partner, mit dem Betrieb in ein großes Kasinogebäude. Trotz großer „Bauchschmerzen“ haben wir diesen Schritt gewagt. Innerhalb kurzer Zeit habe ich da alles an die Wand gefahren. Nach anderthalb Jahren hatte ich dann wirklich alles verloren, inklusiv des Partners. Das war das erste Mal, dass ich nicht auf meinen Bauch gehört hatte. Aus heutiger Sicht waren das aber auch meine besten Lehrjahre. Da habe ich gelernt, dass Selbstmitleid nicht hilft, sondern dass man kämpfen muss.
Wie motivieren Sie sich selbst?
Ich stehe morgens auf, lese „diese“ Zeitung (gemeint ist die NOZ, Anmerk.d.Red.) und dabei habe dann schon die ersten Inspirationen, was ich machen möchte oder wo ich etwas verändern möchte. Dann schnappe ich mir meinen Hund und gehe an die Luft. Das ist mein tägliches Motivations-Ritual.
Wie wichtig ist Selbstliebe für Sie?
Ich glaube, es ist wichtig, dass man einen gesunden Egoismus hat. Selbstliebe ist gerade in der heutigen Zeit etwas ganz wichtiges. Selbstliebe war bei mir aber auch ein Prozess. In meiner Jugend hatte ich beispielsweise viele Zweifel an meiner Person, konnte meine Stärke gar nicht erkennen.
Was können andere Frauen von Ihnen lernen?
Das ist ganz eindeutig meine positive Lebenseinstellung. Diese versuche ich beruflich wie privat zu vermitteln. Ich sag auch Freunden und Bekannten, die mich um Rat fragen, immer: Schau nach vorne, nicht zurück. Selbst aus Steinen im Weg kann man noch ein Haus bauen.
Welcher Mensch inspiriert Sie besonders?
Ich könnte jetzt einen Tänzer oder eine Tänzerin nach dem anderen nennen. Tatsächlich aber inspiriert mich Mutter Teresa mit ihrer Selbstlosigkeit. Das ist eine Frau, zu der ich echt hochschaue. Wenn ich weiter ins Leben schaue, dann inspiriert mich auch eine Jane Fonda, die mit ihren fast 80 Jahren noch immer eine Fitnessqueen ist. Ebenso wie Marika Rökk oder Caterina Valente. Ich hoffe, wenn ich in deren Alter bin, noch ebenso gut tanzen zu können.
Wie gehen Sie mit dem Thema „älter werden“ um?
Ich habe das Wort „älter werden“ eigentlich komplett aus meinem Wortschatz gestrichen. Ich bin eher wie ein guter Wein. Ich werde nicht älter, ich reife! Ein guter Rotwein wird auch immer besser, je älter er wird. Mein Alter ist lediglich eine Zahl, die mich begleitet.
Was machen starke Frauen anders oder besser als Männer?
Es gibt ja die rechte und die linke Gehirnhälfte. Man sagt ja, dass Männer eher mit der rechten Gehirnhälfte, der Ratio, denken. Frauen hingegen greifen eher auf die linke Gehirnhälfte, die Emotion zurück. Ich glaube, wir Frauen entscheiden häufig aus dem Bauch, aus dem Gefühl heraus. Das sind häufig gute Entscheidungen, auch wenn Männer häufig sagen: Ich versteh die Frau nicht.
Was ist das Geheimnis Ihres guten Aussehens?
Ich glaube, dass ist meine positive Lebenseinstellung. Außerdem regelmäßig Sport, viel Wasser und frische Luft! Im Übrigen finde ich, dass wahre Schönheit immer von innen kommt.
Vita:
Gymnasium Gesamtschule Schinkel
Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten
Neuorientierung als Tanzlehrerin
1994 Gründung der eigenen Tanzschule
2014 Verpachtung der Tanzschule
Neuorientierung als Coach für Life Kinetik („Gehirnjogging durch Bewegung“) und moderne Umfangsformen
Wie dürfen wir Sie vorstellen?
Das ist ganz einfach: ich bin Mensch, der das Leben liebt. Das war schon immer so – aber jetzt umso mehr.
Worüber definieren Sie sich?
Ich habe vor Jahren meine Tanzschule verkauft. Damit habe ich keineswegs mit dem Tanzen aufgehört, sondern mich vielmehr noch intensiver diesem Sport gewidmet. Ich bin inzwischen national und international tätig, bis hin zur „Chairlady of Judge“, Supervisor und im Vorstand TAF Germany e.V.. Ich habe in meinem Leben auch immer wieder einiges neu gemacht, dazu gelernt, wie etwa Life Kinetik und Business Knigge Coach. Und das lebe ich jetzt.
Ihr Lebensmotto?
Es geht nichts über Zufriedenheit und Ausgeglichenheit!
Wie leben Sie Ihr Motto?
Ich liebe das Leben und nehme es so an, wie es ist. Wenn man zufrieden und ausgeglichen ist, geht eigentlich alles gut. Ich versuche positiv durchs Leben zu gehen. Bestimmte Worte wie ‚Stress’ oder ‚Anstrengung’ habe ich deshalb aus meinem Wortschatz gestrichen. Manches ist vielleicht nicht so leicht, aber es ist nicht gleich ein ‚Problem’. Ich versuche aus allem Negativen auch immer etwas Positives zu ziehen.
In jeder starken Frau steckt auch eine schwache. Was hat Sie zur starken Frau gemacht?
Ich glaube das Leben als solches hat mich zur starken Frau gemacht. Ich bin angefangen, einfach meinen Traum zu leben. Das war nicht immer leicht. Ich war früher bei der Stadt Osnabrück angestellt, habe dort aber aufgehört, weil ich meinem Traum – dem Tanzen – folgen möchte. Kurz danach landete ich in meinem ersten „Lebensloch“: mich wollte nämlich niemand einstellen. Später habe ich dann doch eine Chance bekommen – und die habe ich ergriffen! Nach der Ausbildung als Tanzlehrerin habe ich mich selbstständig gemacht. Als selbstständige Frau hat man einige Berge zu erklimmen und ich glaube, diese zu meistern macht einen zu einer starken Frau.
Was haben Sie daraus gelernt?
Scheue niemals das Risiko! Natürlich kann es schiefgehen, aber das ist weniger schlimm als sich später zu sagen: hätte ich es mal gemacht! Selbst wenn es nicht klappt, hat man dann aber eine Erfahrung gemacht.
Was würden Sie heute Ihrem 18-jährigen „Ich“ mit auf die Lebensreise geben?
Mein großes Vorbild Udo Jürgens hat einmal gesagt: versuche 3 x am Tag Columbus zu sein. Es gibt so viel zu entdecken. Der 18-jährigen Kerstin würde ich heute sagen: versuche 4 x am Tag Columbus zu sein und nimm wirklich alles mit, was Du entdecken kannst.
Wann hatten Sie im Leben die größten Selbstzweifel?
Das war in der Zeit, als meine Tanzschule anfänglich sehr schnell wuchs und ich, zusammen mit meinem damaligen Partner, mit dem Betrieb in ein großes Kasinogebäude. Trotz großer „Bauchschmerzen“ haben wir diesen Schritt gewagt. Innerhalb kurzer Zeit habe ich da alles an die Wand gefahren. Nach anderthalb Jahren hatte ich dann wirklich alles verloren, inklusiv des Partners. Das war das erste Mal, dass ich nicht auf meinen Bauch gehört hatte. Aus heutiger Sicht waren das aber auch meine besten Lehrjahre. Da habe ich gelernt, dass Selbstmitleid nicht hilft, sondern dass man kämpfen muss.
Wie motivieren Sie sich selbst?
Ich stehe morgens auf, lese „diese“ Zeitung (gemeint ist die NOZ, Anmerk.d.Red.) und dabei habe dann schon die ersten Inspirationen, was ich machen möchte oder wo ich etwas verändern möchte. Dann schnappe ich mir meinen Hund und gehe an die Luft. Das ist mein tägliches Motivations-Ritual.
Wie wichtig ist Selbstliebe für Sie?
Ich glaube, es ist wichtig, dass man einen gesunden Egoismus hat. Selbstliebe ist gerade in der heutigen Zeit etwas ganz wichtiges. Selbstliebe war bei mir aber auch ein Prozess. In meiner Jugend hatte ich beispielsweise viele Zweifel an meiner Person, konnte meine Stärke gar nicht erkennen.
Was können andere Frauen von Ihnen lernen?
Das ist ganz eindeutig meine positive Lebenseinstellung. Diese versuche ich beruflich wie privat zu vermitteln. Ich sag auch Freunden und Bekannten, die mich um Rat fragen, immer: Schau nach vorne, nicht zurück. Selbst aus Steinen im Weg kann man noch ein Haus bauen.
Welcher Mensch inspiriert Sie besonders?
Ich könnte jetzt einen Tänzer oder eine Tänzerin nach dem anderen nennen. Tatsächlich aber inspiriert mich Mutter Teresa mit ihrer Selbstlosigkeit. Das ist eine Frau, zu der ich echt hochschaue. Wenn ich weiter ins Leben schaue, dann inspiriert mich auch eine Jane Fonda, die mit ihren fast 80 Jahren noch immer eine Fitnessqueen ist. Ebenso wie Marika Rökk oder Caterina Valente. Ich hoffe, wenn ich in deren Alter bin, noch ebenso gut tanzen zu können.
Wie gehen Sie mit dem Thema „älter werden“ um?
Ich habe das Wort „älter werden“ eigentlich komplett aus meinem Wortschatz gestrichen. Ich bin eher wie ein guter Wein. Ich werde nicht älter, ich reife! Ein guter Rotwein wird auch immer besser, je älter er wird. Mein Alter ist lediglich eine Zahl, die mich begleitet.
Was machen starke Frauen anders oder besser als Männer?
Es gibt ja die rechte und die linke Gehirnhälfte. Man sagt ja, dass Männer eher mit der rechten Gehirnhälfte, der Ratio, denken. Frauen hingegen greifen eher auf die linke Gehirnhälfte, die Emotion zurück. Ich glaube, wir Frauen entscheiden häufig aus dem Bauch, aus dem Gefühl heraus. Das sind häufig gute Entscheidungen, auch wenn Männer häufig sagen: Ich versteh die Frau nicht.
Was ist das Geheimnis Ihres guten Aussehens?
Ich glaube, dass ist meine positive Lebenseinstellung. Außerdem regelmäßig Sport, viel Wasser und frische Luft! Im Übrigen finde ich, dass wahre Schönheit immer von innen kommt.
7 Minuten
In dieser Folge erfährst Du wer ich bin und um was es in diesem Podcast gehen wird.
Viel Spaß beim Zuhören.
Herzliche Grüße
Barbara Rottwinkel-Kröber
Viel Spaß beim Zuhören.
Herzliche Grüße
Barbara Rottwinkel-Kröber