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  4. REPORT: Das Geschäft mit der Hoffnung
Eine Recherche des Klassikportals BackstageClassical über
kostenpflichtige Karriereangebote für junge Opernsänger hat
Konsequenzen. Mindestens zwei angekündigte Teilnehmer des Vienna
Opera Lab haben ihre Mitwirkung nach Anfragen des Portals
zurückgezogen. Im Zentrum der Debatte steht die Frage, ob Vertreter
öffentlich finanzierter Opernhäuser bei einer Veranstaltung
auftreten sollten, für die junge Sängerinnen und Sänger 1.099 Euro
Teilnahmegebühr bezahlen. Das Vienna Opera Lab wirbt damit,
Nachwuchssänger mit Casting-Verantwortlichen, Agenturen und
Vertretern renommierter Opernhäuser zusammenzubringen. Für die
Bewerbung werden zunächst 39 Euro fällig, die bei einer Aufnahme
auf die Teilnahmegebühr angerechnet werden. Veranstalterin Samantha
Farber, Gründerin der Künstleragentur Sono Artists, weist gegenüber
BackstageClassical den Eindruck zurück, sich persönlich an dem
Angebot zu bereichern. Die Einnahmen würden für Organisation, Räume
und Durchführung benötigt. »I don’t earn money«, sagte Farber.
BackstageClassical hatte mehrere angekündigte Teilnehmer aus
Opernhäusern nach ihrer Rolle bei der Veranstaltung gefragt. Dabei
erklärten unter anderem Evamaria Wieser von den Salzburger
Festspielen, Boris Ignatov von der Staatsoper Stuttgart und Dominik
Licht von den Osterfestspielen Salzburg, dass ihnen die Höhe der
Teilnahmegebühr bei ihrer Zusage nicht bekannt gewesen sei. Nach
den Anfragen zog Peter Heilker, designierter Intendant der Oper
Leipzig, seine geplante Teilnahme zurück. Er sollte beim Opera Lab
eine Keynote halten. Sein Büro teilte mit, Heilker habe sich mit
Blick auf seine künftige Intendantentätigkeit entschieden, die Rede
nicht zu halten und seine externen Verpflichtungen entsprechend zu
fokussieren. Auch Malte Puls, Operndirektor der Volksoper Wien,
sagte seine Teilnahme an einem Diskussionspanel ab. Die
Teilnahmegebühr sei ihm zuvor nicht bekannt gewesen, erklärte Puls
gegenüber BackstageClassical. Er wolle deutlich machen, »dass weder
ich noch die Volksoper irgendeine Art von Zugang zu Engagements
oder Möglichkeiten zu Vorsingen über externe oder gewerbliche
Kanäle gewähren oder den Anschein dazu erwecken wollen«.
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„REPORT: Das Geschäft mit der Hoffnung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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