Sohn@Sohn PodCast Archiv
30 Episoden
14 Minuten
Thomas Beutel zieht ein positives, aber fachlich anspruchsvolles Fazit zur Handelsblatt-Konferenz „Wirtschaftsfaktor Wasser“. Sein Kern: Das Thema ist in Wirtschaft, Politik und Finanzwelt angekommen, doch viele Debatten bleiben zu oberflächlich. Besonders wichtig sind Standortfragen für wasserintensive Branchen, regionale Versorgungsunterschiede, Dürre- und Starkregenmanagement, vierte Reinigungsstufe, Verursacherprinzip und der vorsichtige Umgang mit Statistiken.
39 Minuten
Das diesjährige SAP Trainings- und Adoption Forum in Walldorf bot eine inspirierende und vielfältige Plattform für Diskussionen rund um die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Transformation in Unternehmen.
45 Minuten
Schon in seinem Smart-Web-Projekt hat Professor Wolfgang Wahlster immer wieder von Antwortmaschinen als Ablösung von Suchmaschinen gesprochen: Zur Zeit dominiere ein primär syntaktisches Web mit Layout-, aber ohne Bedeutungsannotationen, „Das führt zu einer Informations- beziehungsweise Linküberflutung, da beispielsweise Textdokumente letztlich auf eine sinnfreie Kombination aus Buchstaben reduziert werden, Fotos und Videos sind nur Ansammlungen von verschiedenfarbigen Pixeln“, sagte Wahlster vor einigen Jahren. Die semantische Wende führe zu einem hochpräzisen Antwortverhalten in einem Web, das Sinnzusammenhänge in den Mittelpunkt stellt. „Wenn es also gelingt, die Semantik von Texten, Bildern, Gesten und künstlerischen Darbietungen durch standardisierte Begriffe so zu formalisieren, dass die so gewonnenen Daten maschinenlesbar sind, dann könnte die Vision der Antwortmaschine Realität werden“, so Wahlster. Eine klassische Suchmaschine wäre dann überflüssig. Wahlster war zwischen 1982 und Dezember 2018 Inhaber eines Lehrstuhls für Informatik an der Universität des Saarlandes sowie von 1997 bis zum Januar 2019 Direktor und CEO des 1988 gegründeten Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er ist seit 2003 Mitglied in der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (Kungliga Vetenskapsakademien), welche unter anderem das Komitee zur Vergabe der Nobelpreise für Physik und Chemie stellt. Außerdem ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech).
50 Minuten
Sohn & Sohn bratwurschtieren über Gott und die Welt
34 Minuten
Die „doppelte Transformation“, die gleichzeitige Umstellung von Energie- und Rohstoffversorgung auf nachhaltige Quellen und die vollständige Digitalisierung gesamter Wertschöpfungsketten, stellt die europäische Wirtschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere der strukturprägende Mittelstand hat trotz erfolgreichen Wirtschaftens vor der Coronakrise weder ausreichendes Kapital noch genügend personelle Kapazitäten, um beide Transformationsstränge mit der notwendigen Geschwindigkeit und technologischen Tiefe voranzutreiben.
25 Minuten
Die Jahrhunderte alten "36 Strategeme" haben uns zu einem neuen Buchprojekt inspiriert. Wir teilen unsere beruflichen Erfahrungen und Erkenntnisse mit euch.
53 Minuten
46 Rohstoffe werden in einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young im Auftrag der Bundesregierung als „strategisch“ eingestuft, weil sie große Bedeutung für die Produktion wichtiger Güter haben, etwa Lithium für die Batterieproduktion, berichtet das Handelsblatt. „Bei 39 dieser Rohstoffe sei Deutschland von Importen abhängig und es liege ein ‚erhöhtes Versorgungsrisiko‘ vor. Dieses Risiko will das Bundeswirtschaftsministerium mithilfe tiefgehender Vorgaben verringern. Die Regierung müsse durch ‚Stresstests‘ gemeinsam mit den Unternehmen die ‚konkreten Flaschenhälse identifizieren‘. Unternehmen mit besonders kritischen Lieferketten würden verpflichtet, darzulegen, wie sie mit den Risiken umgehen wollen. Darüber hinaus sei es eine Option, Förderprojekte des Bundes grundsätzlich daran zu koppeln, ob sich die bewerbenden Firmen um die Diversifizierung ihrer Lieferketten kümmern. Zudem soll die Wirtschaft animiert werden, mehr Rohstoffe einzulagern, um für Lieferstopps gewappnet zu sein. Dafür schlägt das Wirtschaftsministerium vor, Rohstoffe nicht beim Import mit Zöllen und Steuern zu belegen, sondern erst, wenn sie aus den Lagern entnommen werden“, erläutert das Handelsblatt.
14 Minuten
Impulse von Deepa Gautam-Nigge, Klaus Burmeister, Rene Schäfer, Alexander Fink und Lutz Becker.
57 Minuten
Die EU-Kommission will die bisherige Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle durch eine Verordnung ersetzen. Anders als Richtlinien sind Verordnungen nach Inkrafttreten unmittelbar in den Mitgliedstaaten gültig. Die bisherige Gesetzgebung habe ihre allgemeinen Umwelt- und Binnenmarktziele nicht erreicht. Als Beispiele für Bereiche, in denen Harmonisierung erforderlich ist, nennt der Entwurf Nachhaltigkeitsanforderungen für Verpackungen, Kriterien für die „Öko-Modulierung“ der Beiträge zu Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung und Kennzeichnungsvorschriften: „Wir schaffen eine völlig neue Wirtschaft, eine Mehrwegwirtschaft“, sagt EU-Kommissionsvize Frans Timmermans. 1. Ziel für die Verringerung der Verpackungsabfälle pro Kopf um 19 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Ausgangswert, was einer Verringerung um 5 Prozent gegenüber den Werten von 2018 entspricht. 2. EU-weite verbindliche Ziele für die Wiederverwendung oder Wiederbefüllung von Verpackungen, wo die Wiederverwendung am wirksamsten ist. 3. Die schrittweise Abschaffung unnötiger oder vermeidbarer Verpackungen.
59 Minuten
Teilnehmer: Gunnar Sohn (Wirtschaftspublizist, Blogger, Moderator, Kolumnist, Dozent); Dr. Jens Müller (Geschäftsführer Multivac Deutschland); Kai Hudetz (IFH-Köln Institut für Handelsforschung); Stefan Binkowski (SAP Retail & Consumer, Director Business Development); Gabriel Pahl, Betriebsleiter Biomanufaktur Havelland. Nach zwei außergewöhnlichen Jahren in der Konsumgüterbranche treten nun große Probleme auf. Ukraine-Krieg, Lieferketten-Probleme, Rohstoff-Knappheit und Erhöhungen der Energiekosten wirken sich auf die Konsumausgaben aus. Wie geht es weiter? Gewinner und Verlierer der Inflation. Gewinnt online weiter? Erlebnisorientierung im stationären Handel (für viele Kunden nicht relevant. Barrierefreiheit und Schnelligkeit wichtiger). Selbst-Check-Out. Ohne Personal einkaufen 24-7-Supermärkte. #ConnectedRetail. Online-Shop-Strategien. Dramatischer Personalmangel (Employer Branding, Active Sourcing, Prämien, Kampagnen auf allen medialen Kanälen stehen auf der Agenda).
16 Minuten
Über Management Hypewellen, XYZ-Washing und sein neustes Buch!
1 Stunde 2 Minuten
Roundtable im Allgäu. Die Umstellung auf alternative Proteine ist die kapitaleffizienteste und wirkungsvollste Lösung zur Bewältigung der Klimakrise, denn alternative Proteine sparen pro investiertem US-Dollar die meisten Emissionen. Sie sind damit mindestens doppelt so effektiv wie Investitionen in die Dekarbonisierung von Zement, Eisen, Stahl, Chemikalien oder des Verkehrssektors. Das lockt immer mehr Geldgeber:innen an: Das in alternative Proteine investierte Kapital ist von einer Milliarde Dollar im Jahr 2019 auf fünf Milliarden im Jahr 2021 angestiegen – eine jährliche Zuwachsrate von 124 Prozent. „Investments sind dabei zunehmend global und beschränken sich nicht mehr nur auf Wagniskapital“, sagt Benjamin Morach von BCG. Wir diskutieren das in einer Expertenrunde und freuen uns auf Eure Fragen und Diskussionsbeiträge.
57 Minuten
Sohn@Sohn-Adhoc-Autorengespräch mit Wolf Lotter über sein neues Buch "Unterschiede"
45 Minuten
Wachsende Müllberge, Klimawandel, eine drohende Energiekrise: Es scheint wichtiger denn je, dass der Wechsel von der Linearwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft gelingt. Doch von einer ressourcenschonenden Wirtschaft scheint die Welt noch weit entfernt. Das beweisen Kunststoffprodukte. 6,28 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle fielen 2019 allein in Deutschland an (Quelle: Umweltbundesamt). Das Problem: Ein Großteil des Kunststoffs landet in der Verbrennung. Nur 16 Prozent wird zu Rezyklat (Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung). Einer der Gründe für die geringe Quote: Es ist bislang nur schwer möglich, aus dem Rezyklat wieder hochvollwertige Produkte herzustellen – jenseits von Müllsäcken oder dickwandigen Spritzgussteilen. Dafür trennen Sortieranlagen die Kunststoffe nicht sortenrein genug. Hersteller sehen oft noch keine Notwendigkeit in der Verarbeitung von Rezyklat gegenüber Neumaterial. Der politische und gesellschaftliche Druck nimmt aber zu. Der Digitale Produktpass wird von der EU als technische Maßnahme zur Etablierung der Kreislaufwirtschaft gefordert, Rezyklatquoten werden vorgeschrieben und Verbraucher legen Wert auf nachhaltige Produkte. Das System der Verwertung (Aufbereitung und Einsatz der Rezyklate) muss sich in seiner Ausrichtung und Philosophie deutlich umstellen. Vor dieser Herausforderung stehen nicht nur die Entsorger von Kunststoffabfällen, sondern alle Abfallbranchen. Die Abfallverwertung muss sich quasi entgegen der Entsorgungsrichtung der Abfallmassenströme auf die Erfordernisse der Industrie ausrichten. Letztendlich gilt es, hochwertige sekundäre Rohstoffe zu produzieren, die möglichst weit den Eigenschaften der klassischen in der Produktion eingesetzten primären Rohstoffe entsprechen sollten, so dass weder an der Produktion noch an den Produkteigenschaften Änderungen vorgenommen werden müssen. Der Hersteller entscheidet sich, einen Anteil seiner Rohstoffe aus der Kreislaufwirtschaft zu beziehen, da diese seine Spezifikationen erfüllen. Dies ist im direkten Austausch zwischen Aufbereiter, der Regranulate herstellt, und Produzent und damit für den Einzelfall zu erreichen. Für den Aufbereiter bedeutet dies im zweiten Schritt, dass er seine Prozesse auf dieses Produktionsziel ausrichten muss. Dies bedeutet damit eine Optimierung der Technik, aber auch eine Definition der Zusammensetzung und Eigenschaften der Materialien, die er zur Aufbereitung übernimmt. Das diskutierten wir in einem Sohn@Sohn-Roundtable mit Experten aus dem Maschinenbau: Michael Baumeister, COO von Brückner Maschinenbau; Guido Frohnhaus, technischer Geschäftsführer von Arburg; Thomas Hartkaemper, CEO von Kautex Maschinenbau; Bernd Reifenhäuser, CEO der Reifenhäuser Group; Guido Spix, Group President der Multivac-Gruppe. Moderation: Gunnar Sohn.
38 Minuten
Studiogespräch mit Security Evangelist Tim Berghoff am 23. März, 11 Uhr. Siehe auch: https://www.gdata.de/blog/2022/03/konflikt-in-der-ukraine-sicherheit-deutscher-unternehmen