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305 Episoden
#35 - Warum Du Erleuchtung gar nicht suchen musst (und wie Du sie ziemlich sicher nicht findest) ...
12 Minuten
Auf dem Weg der Mystiker und Mystikerinnen folgt traditionell auf die Klärung (purificatio) die Erleuchtung (illuminatio). Das heißt: Wenn der Blick geklärt ist, vermögen wir, die Dinge im wahren Licht zu betrachten. Die Dinge im wahren Licht zu betrachten heißt aber eben nicht, ständig ins Licht zu schauen. Genau das aber tun viele, weil sie genau das für Erleuchtung halten und riskieren, vollständig zu »erblinden«. Willkommen zu Folge #35.
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Pace e bene, Br. Jan.
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14 Minuten
Es gibt einen Unterschied zwischen Verliebtheit und wahrer Liebe. Und diesen Unterschied zu kennen und zu beachten, könnte wahrscheinlich viele Trennungen überflüssig machen. Äußere Trennungen müsste ich präzisieren, denn um von der Verliebtheit zur wahren Liebe zu kommen, ist immer eine Auseinandersetzung (im wahrsten Sinne des Wortes) notwendig und die kann schmerzhaft sein. Willkommen zu Folge #34.
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10 Minuten
Gesunde Spiritualität führt immer in die Erfahrung und niemals an der Erfahrung vorbei. Das bedeutet: Wir können das Leben nicht »lösen«, wie eine Matheaufgabe oder ein Problem, an dem wir nur lange genug herumknobeln müssen. Das Leben will gelebt werden. Die heutige Podcast-Folge will Dich ermutigen, Deinen Erfahrungen zu trauen. In Ihnen liegt ein großer Schatz. Willkommen zu Folge #33
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15 Minuten
Es gibt zwei Formen von Spiritualität: Eine Spiritualität von oben und eine Spiritualität von unten. Es ist wichtig, den Unterschied zu kennen. Spiritualität von oben ist nicht kreativ. Sie hat ein bestimmtes Ideal, wie die Dinge zu sein haben, und versucht alles, um dieses Ideal zu verwirklichen - wenn es schlecht läuft, dann versucht sie es um jeden Preis. Das kann mitunter sogar lebensgefährlich werden. Deshalb braucht es eine Spiritualität von unten. Willkommen zu Folge #32
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10 Minuten
Wir Menschen sind »Rudeltiere«, wir können nicht einfach für uns alleine existieren, sondern wir brauchen den Spiegel der anderen, um uns selbst erkennen zu können. Wie können wir das verbreitete Gefühl des Abgetrenntseins und der Isolation verwandeln in Resonanz und Verbundenheit? Mir gefällt das Bild der zärtlichen Zähmung von Antoine de Saint-Exupéry aus dem kleinen Prinzen, das wunderbar beschreibt, was es braucht, um echte Gemeinschaft erleben zu können. Willkommen zu Folge #31
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11 Minuten
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es - sagt Erich Kästner und tatsächlich ist es so, dass Perfektionisten selten wirklich ins Handeln kommen, weil es ja immer noch etwas zu verbessern gibt. Deshalb ist die heutige Folge eine Einladung, jegliche Vorstellung von Perfektionismus oder Reinheit aufzugeben, weil mit ihnen - das kann ich jetzt schon sagen - kein Blumentopf zu gewinnen ist. Willkommen zu Folge #30
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12 Minuten
Die Raupe geht in den Kokon und wird ein Schmetterling, das klingt so einfach. Für die Raupe ist es aber vermutlich eine der größten Krisen ihres Lebens. Sie bringt alles ein, was sie ist. Und sie gibt zugleich die Kontrolle auf über alles, was sie ist, so dass es sich wandeln kann. Deshalb können wir von Raupen und Schmetterlingen viel lernen über Veränderungs- und Wandlungsprozesse. Und bevor Du Dir Vorsätze für's neue Jahr machst, solltest Du das hier hören :-) Willkommen zu Folge #29.
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9 Minuten
Hier kommt eine wichtige Nachricht für Dich: Du bist das Beste, was der Welt passieren konnte. Wenn Du jetzt auch nur den leisesten Zweifel daran in Dir wahrnimmst, solltest Du dir das hier dringend anhören. Willkommen zu Folge #28.
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12 Minuten
Eines der größten Missverständnisse in der christlichen Tradition ist die Überbewertung der Nächstenliebe und die Vernachlässigung der Selbstliebe. Viele Christen zucken wahrscheinlich zusammen, wenn sie das Wort Selbst und Liebe in einem Atemzug vernehmen. Dabei geht das eine nicht ohne das andere, denn bekanntlich sollst Du Deinen Nächsten ja lieben, wie Dich selbst. Und gemeint ist nicht, dass Du erst ganz viel Nächstenliebe praktizieren sollst, damit Du dich dann gut finden darfst. Gemeint ist, dass das mit der Nächstenliebe erst dann wirklich klappt, wenn Du auch Dich selbst lieben kannst. Falls Du christlich sozialisiert bist und es Dir hilft, kannst Du für Liebe auch im ersten Schritt das Wort »Annahme« einsetzen. Denn Liebe stellt vorerst keine Bedingungen, sondern nimmt an. Willkommen zu Folge #27
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14 Minuten
Es gehört zu jedem gesunden spirituellen Weg, dass er uns nicht von uns entfernt, sondern zu uns näher zu dem führt, wer wir wirklich sind, so dass wir unsere Gabe in die Welt bringen können. Viele, die christlich bzw. katholisch sozialisiert wurden, haben das Gegenteil gelernt. Berufung hat dann mehr damit zu tun, sich in ein bestimmtes Setting für Spezialisten zu begeben, also z.B. Priester zu werden oder Ordensfrau. Es ist nicht wirklich erstaunlich, dass immer weniger Menschen dieser Art von Berufung folgen. Denn Berufung beginnt innen und nicht außen. Wer die eigene Berufung finden will, braucht Zugang zu dem, was ich »inneres Wissen« nennen möchte. Willkommen zu Folge #26
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Pace e bene, Br. Jan.
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10 Minuten
Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen - wohl mehr unbewusst als bewusst - eine Urlaubs-Spiritualität pflegen. Viele sehnen sich nach Urlaub, weil der Alltag an ihren Kräften zehrt. Und dann ist der Urlaub die ersehnte Rettung. Und so gibt es auch spirituell die Vorstellung, dass das Ziel, die Rettung, die Erlösung irgendwann später kommt, wenn alles erledigt ist oder was weiß ich. Ich plädiere für eine Alltags-Spiritualität, in der jeder All-Tag auch ein Urlaubs-Tag sein kann. Willkommen zu Folge #25.
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12 Minuten
Alles wirklich Wesentliche beginnt immer in mir. Und in Dir. In jedem und jeder von uns. Und jede Tradition hat ihre eigenen Bilder dafür. In der christlichen Tradition ist es die Mutter Gottes, die von Heiligen Geist schwanger ist. Menschen, die bei diesem Bild Schnapp-Atmung kriegen und fragen, wie das bitte sein könnte, oder die anderen, die auch Schnapp-Atmung kriegen und fragen, wie man die Jungfräulichkeit bitte in Frage stellen kann - die schauen alle am Wesentlichen vorbei. Wir sollten beginnen, diese Geschichten und Bilder wirklich ernst und persönlich zu nehmen: Nicht nur Maria bringt den Christus zu Welt. Du und ich, wir sollen dadurch ermutigt sein, Christus in die Welt zu bringen. Und das ist nichts anderes, als das Potenzial zu entfalten, das in unserer je eigenen Existenz schlummert.Willkommen zu Folge #24
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11 Minuten
Wenn ich drei Wünsche frei hätte, habe ich als Kind immer gedacht, dann würde ich mir als erstes unendlich viele Wünsche wünschen, denn dann könnte ich alles haben, was ich will. Heute bin ich überzeugt, dass mich das nicht glücklich machen oder erfüllen würde. Um die »Kunst des Wünschens« geht es deshalb heute (noch einmal). Willkommen zu Folge #23.
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16 Minuten
Die Vorstellung, ich müsse mir Reichtum und Gesundheit nur richtig vom Universum wünschen, dann würde ich Reichtum und Gesundheit anziehen wie ein Magnet, ist weit verbreitet. Das ist erstaunlich, denn wir brauchen uns nur umzusehen, um zu erkennen, dass es unzählige Arme und Kranke gibt. Machen sie alle etwas falsch? Grund genug, über die Vorstellung, man könne das Universum oder Gott oder wie auch immer jemand das für sich benennt, irgendwie mit Macht beeinflussen, ein wenig nachzudenken. Willkommen zu Folge #22
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9 Minuten
Lange habe ich mit der Vorstellung gelebt, das Gegenteil von Glaube sei Zweifel. Bei näherer Betrachtung, zeigt sich natürlich, dass das Quatsch ist. Zweifel sind ja sogar essentiell für jeden Glauben, sonst wäre es ja kein Glaube, sondern ein Wissen. Das Gegenteil von Glauben ist Kontrolle, hat mich Richard Rohr gelehrt. Glauben beginnt, wenn ich die Kontrolle verliere. Oder aufgebe. Letztlich kommt es aufs selbe raus, aber ich mag das Wortspiel »die Kontrolle verlieren«, weil es unser Ego kitzelt, das alles tun würde, um genau das zu vermeiden. Willkommen zu Folge #21.
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