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305 Episoden
29 Minuten
Die Karwoche ist nichts für Kinder. Sie ist etwas für spirituell Erwachsene. Denn sie enthält eine paradoxe Weisheit: Leben entsteht aus dem Tod. Die Karwoche erzählt von der größten anzunehmenden Katastrophe: dem Tod. Ohne Karfreitag kein Ostersonntag.

Eine erlösungsorientierte Spiritualität wird daraus immer irgendeine Form von Macht und Erfolg machen: Jesus besiegt den Tod, Jesus opfert sich für uns oder ähnliches.

Eine schöpfungsorientierte und seelenorientierte Spiritualität wird dagegen der Wirklichkeit mit einer Art nüchternem Realismus in die Augen sehen: Der Tod ist die größte vorstellbare Machtlosigkeit. Und immer der Ausgangspunkt für das Leben. Und der Ort der »Verminderung«, an dem wir Gott finden.

Wie sieht ein spiritueller Weg aus, der den Tod nicht fürchten muss? 

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Pace e bene, Br. Jan.
25 Minuten
Noch schlimmer als der Mangel an Ältesten in unserer Kultur, ist vielleicht die Verwechslung von Erwachsenen und Ältesten. 

Wenn wir erwachsen sind, dann tragen wir die Verantwortung. Dann stellen wir die Regeln auf und sorgen dafür, dass sie eingehalten werden.

Aber das ist nicht Ältestenschaft.

Ältestenschaft kommt dann. Und alle, die glauben, sie seien schon am Ziel, wenn sie ihr Leben einigermaßen unter Dach und Fach haben, werden früher oder später an eine Grenze stoßen. Die Illusion, irgendetwas kontrollieren und bestimmen zu können, wird enden. So oder so.

In der zweiten Lebenshälfte wachsen wir nicht mehr an unseren Erfolgen, sondern vielmehr an unseren Misserfolgen. 

Älteste können uns in die Geheimnisse dieses Weges einführen, und deshalb ist ihnen diese Podcast-Folge gewidmet.

LINK ZUM LEBENSRAD-WEBINAR: [https://www.barfuss-und-wild.de/lebensrad/]

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Pace e bene, Br. Jan.
22 Minuten
Es gibt eine Stelle in der Bibel, die wird selten bis gar nicht korrekt übersetzt: Jesus sagt nicht »Das Reich Gottes ist MITTEN UNTER Euch«, er sagt »Das Reich Gottes ist IN EUCH« (Lk 17,21). Wörtlich heißt es auf Griechisch »entos« und das bedeutet »innen«. 

Scheint so, als würde es den meisten Christen immer noch schwer fallen, das wirklich ernst zu nehmen, denn »innen« würde ja bedeuten, dass wir alle Königinnen und Könige sind. Dass wir alle Gesalbte und damit alle Christus SIND, denn Christus heißt ja nichts anderes als gesalbt. 

Natürlich gab es immer schon Christen und Menschen, die das genau so sehen. Ralf Knoblauch ist einer von ihnen und er ist ein richtiger Königsmacher geworden. Und Königinnenmacher. Jedenfalls hat er seine Berufung darin gefunden, allen die eigene innere Würde zu zeigen. Das Problem ist nur, dass es vielen so schwer fällt, das auch zu glauben. 

Willkommen zu Folge #48

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Pace e bene, Br. Jan.
23 Minuten
Können wir das Leben noch genießen im Angesicht von Krieg, Pandemie, Klimawandel, Hunger, Flucht und Vertreibung? Darf ich mich freuen, lachen, leben, während um mich herum gekämpft, gelitten und gestorben wird? Ja. Ohne Einschränkung. Ich darf leben. Nicht weil ich besser bin oder es mehr verdient hätte. Sondern weil das AUCH dazu gehört. Wie sieht eine Spiritualität aus, in der Platz ist für Freude UND Leid. Eine Spiritualität, die nichts ausblenden muss, die Mitgefühl kennt und die - trotz allem - auf das Gute IN allem vertrauen kann? Willkommen zu Folge #47.

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34 Minuten
Kennst Du die Geschichte von der Quelle? Anfangs sprudelte aus dieser Quelle das Wasser des Lebens. Die Menschen kamen und tranken das klare und erfrischende Wasser aus der Quelle. Dann kam jemand auf die Idee, einen Brunnen zu bauen und die Quelle einzufassen. Einige bauten eine Mauer und ernannten sich zu Besitzern der Quelle. Sie stellten Regeln auf, wer würdig sei einzutreten, und verlangten schließlich einen Eintritt. Über der Quelle wurde ein prunkvolles Gebäude errichtet. Gelehrte kamen zusammen, um über das Wesen des Wassers zu disputieren. Kaum jemand bemerkte, dass die Quelle immer schwächer wurde. Und als sie gänzlich versiegt war, war sie schon lange vergessen. Den einen genügte es, die prächtige Kathedrale über der Quelle zu bestaunen, andere waren rund um die Uhr damit beschäftigt, das Gebäude zu reparieren und auszubauen. Die Gelehrten disputierten weiter, die meisten ohne selbst je aus der Quelle getrunken zu haben. Der Quelle suchte sich einen anderen Ort, wo sie frei sprudeln konnte - und einige Mutige und Abenteuerlustige machten sich auf den Weg, nach der Quelle zu suchen und selbst vom Wasser des Lebens zu trinken. Wenn Du auch zu den Abenteuerlustigen gehörst, könnte Dich diese Folge interessieren.

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Pace e bene, Br. Jan.
28 Minuten
»Da hilft nur noch Beten« - das sagen wir, wenn wir mit unseren Möglichkeiten ans Ende gekommen sind, wenn wir nicht mehr die Kontrolle haben und es nichts mehr gibt, was wir tun können. Das ist eine verbreitete Vorstellung von Gebet: Wir wenden uns an eine höhere Macht. Das ist aber auch eine sehr kindliche Vorstellung. Und irgendwann werden wir erwachsen und dann taugt diese Vorstellung nicht mehr. Ich kann daher verstehen, wenn Menschen nicht mehr beten - einfach weil sie keine Kinder mehr sind und sein wollen. Wie also könnte eine erwachsene Form des Gebets aussehen? Willkommen zu Folge #45.

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Pace e bene, Br. Jan.
20 Minuten
In vielen religiösen Traditionen ist der Atem eine zentrale »Technik«. Warum eigentlich im Westen nicht? Tief hat sich stattdessen die Vorstellung in unsere Köpfe und Herzen eingegraben, dass es nicht genügt, einfach nur »den Puls des eigenen Herzens zu fühlen« und »Atem zu holen«, wie es Christian Morgenstern so schön formuliert. Das Motto unserer Selbstoptimierungskultur lautet dagegen »Du musst Dein Leben ändern« (Peter Sloterdijk) und das Christentum, zumindest so, wie es sich im Westen entwickelt hat, trägt dazu bei, obwohl die Botschaft Jesu eigentlich genau darin bestand: Es ist alles schon da. Du musst nichts extra tun, sondern in die Tiefe gehen und Dich nicht fürchten vor dem, was Du dort findest. Willkommen zu Folge #44, die ein weiteres Plädoyer für diese radikale »Spiritualität von unten« ist.

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Pace e bene, Br. Jan.
24 Minuten
»Schreiben liegt mir einfach nicht«, »Schreiben setzt mich unter Druck« - solche und andere (Glaubens)Sätze höre ich immer wieder, wenn wir in Seminaren ins Schreibcouncil gehen. Das Council ist ein sicherer Raum, in dem alles Platz hat, was das Herz bewegt. Nichts ist ausgeschlossen, alles findet Gehör. Und es gibt keine Diskussionen: Die eine Wahrheit löscht die andere nicht aus. Das Schreibcouncil funktioniert genau so, nur mit Dir alleine und IN Dir selbst. Diese Art zu schreiben ist somit eine der einfachsten Übungen, um in den Spiegel der Seele zu schauen, aber was dann ans Licht kommt, kann auch herausfordernd sein. Deshalb geht es im Podcast heute einmal um diese Art von Schreiben. Ich spreche mit Hanna Buiting, freie Autorin und Referentin für kreatives Schreiben, darüber, was diese Art zu Schreiben bewirken kann und und wie es sogar zu einer mystischen Erfahrung werden kann. Willkommen zu Folge #43.

KOMMENTIEREN: Wenn Du magst, dann hinterlasse einen Kommentar auf der Website [https://seelenfutter.barfuss-und-wild.de/kleineweisheit-1164] und dort findest Du auch praktische Tipps, wie Du in diese Art des Schreibens einsteigen kannst.

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22 Minuten
Vielleicht kennst Du die Geschichte von dem jungen Mann, der mit dem Auto anhält, um einer älteren Dame über die Straße zu helfen. Als sie endlich drüben sind, kommt auf der andern Seite der Bus und fährt weiter. Sagt sie: Auf den hatte ich eigentlich gewartet. Das heißt: Mit dem Mitleid ist es ähnlich wie mit der Nächstenliebe - gut gemeint ist noch nicht gut gemacht. Es lohnt sich ein etwas genauerer Blick und mir hat da die Unterscheidung zwischen Mitleid und Mitgefühl sehr geholfen. Falls Du noch nie über den Unterschied nachgedacht hast (oder meinst, den Unterschied ganz genau zu kennen), könnte diese Folge für Dich interessant sein - vor allem, wenn Du zu den Menschen gehörst, die gerne helfen (wollen) :-)

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22 Minuten
Als Kinder lernen wir: Tu dies, tu das oder lass das, das macht man nicht. Aber wenn wir erwachsen werden, genügt es nicht mehr, sich einfach an alle Regeln zu halten. Jedenfalls besteht die Gefahr, dass wir hartherzig werden und sowieso gilt »nobody is perfect«. Spirituell reife Menschen erkennt man daran, dass sie die Regeln brechen können, ohne sie aufzugeben. Regeln brechen will also gelernt sein. Und wir brauchen so sehr diese Qualität von Weite, Großherzigkeit mit der Klarheit, dass Regeln eben nicht egal sind, sondern ein Gefäß, das mit Leben gefüllt werden möchte. Wie das konkret aussehen kann, darum geht es heute. Willkommen zu Folge #41.

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25 Minuten
Wenn ich das Wort Feindesliebe höre, dann löst das bei mir die Vorstellung von einer ganz unangenehmen, ja geradezu toxischen, falschen Demut aus. Das ist ein seltsames Ergebnis meiner religiösen Erziehung. Natürlich stimmt da was nicht an so einer Haltung, die alle negativen Gefühle unterdrückt, die immer recht freundlich ist und noch die andere Wange hinhält. Und das ist in Wahrheit auch das Gegenteil von dem, was Jesus Feindesliebe nennt. Die Feindesliebe ist eins dieser typisch paradoxen jesuanischen Konzepte (eben ganz ähnlich wie die Aufforderung, die andere Wange hinzuhalten), das provozieren und aufwecken will. Denn letztlich geht es darum, angesichts von Widerständen und Herausforderungen im Leben eine Haltung zu finden, in der wir unsere Lebendigkeit und Würde nicht verlieren. Wie das aussehen kann, darum geht es heute: Willkommen zu Folge #40.

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27 Minuten
Das Ego möchte es immer gerne eindeutig und ohne Zweifel: Das ist es. So ist es. Nur so geht es. Besonders brenzlig wird es, wenn das auch noch zum »Willen Gottes« erklärt wird. Denn den kennt in Wahrheit niemand, nicht einmal der Papst. Wir können nur immer wieder neu fragen, was jetzt gut ist. Für mich, für andere, für die Welt. Und uns auf diese Weise Schicht für Schicht der nächsten Antwort nähern. Das ist der Weg der Quest. Der ist zwar gut erforscht - im Podcast nenne ich Dir die wesentlichen Wegweiser -, aber gehen muss ihn eben jeder selbst. Willkommen zu Folge #39.

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17 Minuten
In unserer Kultur ist wenig Platz für Unvollkommenheit. Wir sind deshalb täglich konfrontiert mit Bildern von perfekter Haut, perfekt trainierten Körpern, perfekten Bäuchen und Busen. Kein Wunder, dass sich mittlerweile schon Grundschüler darüber Gedanken machen, ob sie zu dick sein könnten. Die Ablehnung des Unvollkommenen, Vergänglichen und Zerbrechlichen prägt uns und unsere Spiritualität, ob wir wollen oder nicht - und vielleicht tiefer als wir ahnen. Und unsere Spiritualität entscheidet, welche Antwort wir geben auf die tieferliegenden Fragen, die ja nicht nur »Bauch, Beine, Po« betreffen, sondern unsere ganze Existenz: Wie bin ich und wie erlaube ich mir, zu sein? Darf ich mich zeigen mit allem an mir und in meinem Leben, was unvollkommen, gescheitert, gebrochen ist? Willkommen zu Folge #38.

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Pace e bene, Br. Jan.
23 Minuten
Was ist eigentlich genau das »wahre Selbst«? Ich kann das nicht richtig greifen? So und so ähnlich kommen immer wieder Fragen hier an und ich kann nur sagen: Willkommen im Club. Mir geht es genauso. Ich mag auch den Begriff nicht so gerne, weil ein »wahres« Selbst irgendwie den Eindruck erweckt, es gebe auch ein »falsches« Selbst, das wir lieber ganz schnell loswerden sollten. Ich mag deshalb lieber den Begriff vom »tiefen Selbst«. Es erinnert uns daran, dass wir mehr sind als das, was wir gerade zu sein glauben, und mehr als die Glaubenssätze, die wir in uns tragen. Und diese Erinnerung hilft uns, (fast) alle Problem zu lösen. Davon bin ich überzeugt und darum geht es heute im Podcast. Willkommen zu Folge #37.

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Pace e bene, Br. Jan.
10 Minuten
Wir öffnen das letzte Türchen im Adventskalender. An der Schwelle zum Weihnachtsfest kann es nur um den Frieden gehen. Viele halten Frieden für die Abwesenheit von Krieg und Konflikten, aber das wäre ein sehr eingeschränktes Bild und ziemlich realitätsfern. Ich habe den Verdacht, dass es diese Art von Frieden nicht gibt und vielleicht niemals geben wird. Wenn Du in den vergangenen Tagen dabei warst, ahnst Du jetzt wahrscheinlich, was kommt: Frieden ist schon da, es gilt ihn nur zu finden. Willkommen zu Folge #36.

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Pace e bene, Br. Jan.