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Werkspost. Der politische Salzburg-Kommentar. Newsletter & Podcast Archiv

84 Episoden
24 Minuten
Österreich führt Pfand auf Einwegflaschen ein. Solange wir Verpackungen nur einmal verwenden, ist es das mindeste, die Rohstoffe zu verwerten. Für Müllvermeidung muss deshalb die klimafreundlichste Verpackungsform gestärkt werden: regionales Mehrweg.

Die “Single Use Plastics Directive” (Einwegkunststoff-Richtlinie) der EU trat 2019 in Kraft und ist die Grundlage für die 2023 beschlossene Einwegpfandverordnung der Bundesregierung.

Österreich hatte bis dato ein vorbildliches Verpackungssammelsystem. Allerdings können damit die vorgegebenen EU-Quoten nicht erreicht werden. Deswegen gilt ab 1. Jänner 2025 das neue Pfandsystem.

Ist diese neue Regelung nur gut gemeint oder auch gut durchdacht? Warum wir in Zukunft unsere Dosen nicht mehr quetschen dürfen und was die neue Regelung sonst noch für jede:n von uns bedeutet: Das klärt Flora Platzerim Gespräch mit Nicole Berkmann, Unternehmenssprecherin bei SPAR.

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Redaktion: Flora Platzer

Technik: Christian Veichtlbauer
24 Minuten
Angesichts des Rücktritts von gleich drei Landesparteivorsitzenden im Herbst diesen Jahres, nach mehreren verlorenen Wahlgängen und angesichts parteiinterner Turbulenzen fragt Thomas Neuhold beim ehemaligen Salzburger SPÖ-Landesparteivorsitzenden und Ex-Wüstenrot-Chef  Wolfgang Radlegger ganz grundsätzlich nach: Was ist da los mit der Sozialdemokratie?

In dem 25-Minuten-Podcast nimmt Radlegger umfassend und grundsätzlich zur Situation der Sozialdemokratie in Österreich und Westeuropa Stellung. In Richtung SPÖ kritisiert Radlegger dabei, dass diversen Parteigremien und Funktionäre zwar über ihre Arbeit via Mail und neue Medien informierten, darüber aber auf den persönlichen Kontakt zu den Menschen vergessen würden.

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Redaktion: Thomas Neuhold

Technik: Christian Veichtlbauer
27 Minuten
Große Bauvorhaben und städteplanerische Entscheidungen stehen in der Stadt Salzburg an. Das Neutor soll für den Durchzugsverkehr gesperrt, der Rot-Kreuz-Parkplatz an der Salzach aufgelassen und in Maxglan eine der größten verbliebenen Baulandreserven der Stadt mit rund 500 Wohnungen bebaut werden.

Menschen einzubeziehen, wenn es um die Nutzung und Gestaltung von Stadträumen geht, bringt einen Mehrwert. Doch es braucht zuvor die politische Entscheidung für Veränderung. Die Bürgerbeteiligung sollte nicht auf einfache JA-oder-NEIN-Fragen reduziert werden. Stattdessen könnte echte Beteiligung in einem wertschätzenden Dialog über das WIE stattfinden.

Warum das so wichtig ist, diskutiert Stefanie Ruep mit Sarah Untner von raumsinn in dieser Folge der Werkspost. 

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Redaktion: Stefanie Ruep

Technik: Christian Veichtlbauer
29 Minuten
Eines der mächtigsten Mittel, das die Politik zur Verfügung hat, um den Missständen am Wohnungsmarkt den Kampf anzusagen, ist die Wohnbauförderung. Auf eine Neufassung dieser hat sich die schwarz-blaue Koalition im Landtag Anfang Oktober geeinigt. Anfang 2025 soll das entsprechende Gesetz dann beschlossen werden.

Rund 200 Millionen Euro will die schwarz-blaue Landesregierung im kommenden Jahr in die Hand nehmen, um Salzburger*innen beim Traum vom Eigenheim zu unterstützen. Eine Menge Geld, mit der sich viel bewirken ließe. Die neue Wohnbauförderung bleibt aber hinter ihren Möglichkeiten zurück und führt am Ende abermals zu einer Umverteilung von unten nach oben.

Das Schaffen von leistbarem Wohnraum ist ein Grundbedürfnis und müsste der Politik ernst sein. Die neue Salzburger Wohnbauförderung sollte hier ansetzen. Doch tatsächlich sei es so, dass wissenschaftliche Daten ignoriert würden, meint Rechtsanwalt und Experte für Miet- und Wohnrecht, Dominik Öllerer, im Gespräch mit David Mehlhart. Er nennt die geplanten Maßnahmen sogar einen demokratiepolitischen Rückschritt.

Wie Öllerer zu diesem Schluss kommt, wie die Salzburger Wohnbauförderung ab 2025 aussehen soll, welche Herausforderungen es gibt und was dringend getan werden müsste, um Wohnraum wieder für alle leistbar zu machen, darum geht es in der aktuellen Ausgabe der Werkspost.

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Redaktion: David Mehlhart

Technik: Christian Veichtlbauer
19 Minuten
Es ist allerhöchste Zeit für eine Neuregelung der österreichischen Jagdgesetze. Laufend werden nicht nur in Salzburg geschützte Tierarten leichtfertig zum Abschuss freigegeben. Naturnahe, artenreiche Wälder sind klimaentscheidend. Ein Bundesjagdgesetz könnte grausame Jagdmethoden abschaffen und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Diese Ansicht vertreten die Initiator:innen des Volksbegehrens für ein Bundesjagdgesetz. Was das Volksbegehren fordert und welche Details der kürzlich beschlossenen Salzburger Jagdverordnungen die Organisator:innen des Volksbegehrens als rechtswidrig ansehen, darüber spricht Flora Platzer in der aktuellen Ausgabe der Werkspost mit Andrea Hagn, Umweltbiologin und Mitkoordinatorin des Volksbegehrens.

Die Werkspost hat sich auch in der Vergangenheit schon mit dieser Thematik beschäftigt. Zum Beispiel mit der Vogelabschussverordnung oder der Schwächung der unbequemen Umweltanwaltschaft 

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Redaktion: Flora Platzer

Technik: Christian Veichtlbauer
26 Minuten
Kaum eine:r kennt sie, noch weniger singen sie und trotzdem wurde ihr ein eigenes Gesetz zuteil. Die Rede ist von der Salzburger Landeshymne. Dass der Komponist Ernst Sompek Mitglied im NS-Lehrerbund war und Antisemiten protegierte, scheint die Landesregierung wenig zu stören.

Ein offener Brief der IG Autorinnen und Autoren im April 2023 an die Landeshauptleute wies darauf hin, dass fünf der acht Landeshymnen von NS-Parteigängern beziehungsweise mehr oder minder rabiaten Antisemiten verfasst wurden. Bearbeitungen und Adaptionen der Hymnen sind von Nöten. Doch warum beharren manche Personen in der Politik so sehr auf die Landeshymne? 

Diese und weitere Fragen thematisiert David Mehlhart in dieser Ausgabe der Werkspost im Gespräch mit Ludwig Laher, der maßgeblich an dem offenen Brief der IG Autorinnen und Autoren beteiligt war.

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Redaktion: David Mehlhart

Technik: Christian Veichtlbauer
23 Minuten
Salzburg hat nicht den Ruf, eine Stadt für junge Menschen zu sein. Saisonal besuchte Festspielwohnungen und Investments in Betongold führen zu exorbitant teuren Mieten, im Stadtbild dominieren die Touristinnen und Touristen, Sound of Music, Mozart und die Festspiele sind die kulturellen Zugpferde. Barock wirkt dementsprechend nicht nur die Kulisse der Altstadt, sondern auch das Image der Stadt.

Doch die Stadtregierung hat aktuell mehrere Chancen, um Platz für junge Menschen in der Innenstadt zu schaffen. Die sollte sie nutzen.

Ist Salzburg eine lebenswerte Stadt für junge Menschen? Was braucht es für Jugendliche in Salzburg? Und was sagen die Landeschülervertreterin Nina Proft und der Landesschülervertreter Marcus Gallei dazu?

Diese und weitere Fragen thematisiert Stefanie Ruep in dieser Ausgabe der Werkspost. 

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18 Minuten
Am Berg ist die dramatische Veränderung aufgrund der Klimakrise schon längst angekommen. In den Alpen wird bereits ein Temperaturanstieg von über zwei Grad gemessen. Durch den schmelzenden Permafrost bröckeln die Berge, extreme Unwetterereignisse zerstören Wege und Hütten müssen wegen Trockenheit schließen.

Die Alpinen Vereine in Österreich haben einen Notruf aus den Alpen abgesetzt. Aufgrund des Klimawandels drohen einige Hütten und Wege buchstäblich wegzubröckeln. Der Erhalt der alpinen Infrastruktur wird immer schwerer und kann ohne zusätzliche Hilfe nicht mehr gewährleistet werden. Deshalb rufen Alpenverein, Naturfreunde und der Österreichische Touristenklub die Bundesregierung in einer Petition dazu auf ein finanzielles Rettungspaket in der Höhe von 95 Millionen Euro zu schnüren. Knapp 85.000 Menschen haben diese bereits unterzeichnet.

Zu Gast bei Stefanie Ruep im Podcast der Werkspost ist Ludwig Eichinger, Referent für Hütten und Wege beim Alpenverein Salzburg.

Petition: Notruf aus den Alpen

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35 Minuten
Flächen natürlicher zu gestalten, ist essenziell für eine klimafitte Zukunft. Doch für Naturschutz sind in Österreich die Bundesländer zuständig. Diese wollten mehrheitlich das EU-Renaturierungsgesetz blockieren.

Doch das Gesetz ist lediglich das Mindestmaß weitsichtiger Klimapolitik, meint Flora Platzer. Und unsere Aufgabe besteht darin, unser Ökosystem widerstandsfähiger zu machen. Doch wie kann uns das gelingen? Und welche Rolle spielt das Renaturierungsgesetz dabei? Welche Punkte sind kritisch zu sehen? Und ist das Gesetz genug oder braucht es weit mehr?

Diese Fragen beantwortet Winfrid Herbst, Vorsitzender des Naturschutzbunds, im Interview mit Flora Platzer. 

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22 Minuten
Kommendes Jahr jährt sich die Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Truppen der Alliierten im Jahr 1945 zum 80. Mal. Landauf und landab wird vielerorts im Kleinen wie im Großen gedacht und erinnert werden. Inzwischen hat sogar die ÖVP die Erinnerungskultur entdeckt. Bleibt die Frage: Was soll die ganze Erinnerungskultur, wenn sie keine Wirkung im politischen Jetzt hat?

Zu Gast bei Thomas Neuhold im Podcast der Werkspost ist Robert Obermair von, aktiv im APC-Team, Salzburg Koordinator bei erinnern.at und Postdoc im Fachbereich Geschichte an der Universität Salzburg.

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30 Minuten
Ein selbstverwaltetes Kulturzentrum in Salzburg braucht es auf Dauer. Die Stadtregierung ist der freien Szene auch noch einen zentralen Raum schuldig…

Eine Zwischenlösung bietet derzeit die Kerzenfabrik in Salzburg Schallmoos, in der Künstlerinnen und Künstler verübergehend einen Arbeits- und Veranstaltungsort gefunden haben. Betrieben wird das Haus von der SUPER Initiative. Diese stellt als Hauptmieterin den Kulturschaffenden die Räumlichkeiten zu günstigen Konditionen zur Verfügung und schafft so eine erfolgreiche Form der Zwischennutzung.

Mit der Kampagne “Macht Platz!” wird versucht, einen Raum in der Stadt Salzburg zu finden, mit dem die Künstler*innen eine dauerhafte Nutzungsmöglichkeit anstreben.

Wie so ein Raum aussehen könnte, bespricht Stefanie Ruep im Werkspost Podcast mit Stefan Heizinger von der SUPER Initiative und Bildhauerin Romina Roman von der Initiative “Macht Platz!”.

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26 Minuten
Es ist nicht so, dass es früher keine Krisen oder Kriege gegeben hätte. Durch das Internet und Social Media hat sich jedoch verändert, wie und in welcher Intensität wir sie wahrnehmen. Ein Beispiel: TikTok löschte allein in den ersten sechs Monaten nach den Anschlägen der Hamas auf Israel 8,6 Millionen Videos mit gewalttätigem Inhalt.

Welche Auswirkungen haben diese Bilder und Videos aktueller Kriege und Krisen auf Kinder bzw. Jugendliche? Wie können sich diese Auswirkungen auch im Klassenzimmer zeigen? Welche Kinder haben besonders stark mit Ängsten zu kämpfen? Welche besondere Rolle nimmt der aktuelle israelisch-palästinensische Konflikt in diesem Kontext ein? Welche Maßnahmen können wir ergreifen, um Krisen zu bewältigen? Und: Welche Rolle spielt unsere Politik dabei?

Diese und weitere Fragen beantwortet Hans Peter Graß vom Friedensbüro Salzburg in dieser Ausgabe der Werkspost im Gespräch mit Konstantin Schätz.

Das Friedensbüro Salzburg wurde 1986 gegründet. Es entstand im Rahmen der Proteste gegen das Wettrüsten im Kalten Krieg. Heute entwickelt das Friedensbüro zahlreiche Bildungsangebote zu Gewaltprävention, ziviler Konfliktbearbeitung und Politischer Bildung und ist Ansprechpartner für Menschen, die sich für sozialen und globalen Frieden und gegen den Krieg engagieren.

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Redaktion: Konstantin Schätz

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29 Minuten
Einen geschichtsträchtigen, grünen Innenhof in der denkmalgeschützten Halleiner Altstadt Luxusbauten zu opfern, wäre ein stadtplanerischer und politischer Fehler. Die Ortsbildschutzkommission will das Vorhaben durchwinken. Es liegt nun an der sozialdemokratischen Stadtregierung, den Bau im Sinne der Allgemeinheit zu verhindern. Frühestens Ende September entscheidet die Gemeinde: Wie soll mit der Stadt umgegangen werden? Wie sollen öffentliche Orte gestaltet und genutzt werden? Dabei müssen alle Faktoren geprüft werden, um eine Entscheidung für die Bürger:innen zu treffen. 

Zu Gast bei Flora Platzer im Podcast der Werkspost ist Felix Ganzer von der Bürgerliste Hallein.

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20 Minuten
Rund 15 von 100 Erwachsenen haben Probleme, wenn es um Lesen, Schreiben, Rechnen oder den Umgang mit digitalen Geräten geht. Wer denkt, es handle sich dabei vorrangig um Zugewanderte oder Geflüchtete, irrt: Die allermeisten haben das österreichische Pflichtschulsystem durchlaufen. Daher muss die Erwachsenen- und Basisbildung ein zentraler Teil der Bildungspolitik werden, denn ein erheblicher Teil der Bevölkerung kann wenig lesen oder schreiben. Es geht um mehr und um bessere Bildungsangebote während und nach der Schullaufbahn. 

Zu Gast bei Thomas Neuhold im Podcast der Werkspost ist Anna Stiftinger von abc-Salzburg.

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18 Minuten
In Salzburg hat sich in den letzten fünf Jahren ÖVP–Verkehrspolitik nichts bewegt in Richtung autofreie Innenstadt –  auch die im Regierungsprogramm festgeschriebenen Pläne wurden nicht umgesetzt.

Die neue Mehrheit aus SPÖ, KPÖ und grüner Bürgerliste muss nun zeigen, dass sie ihre Vorhaben auch wirklich umsetzt.

Zu Gast bei Stefanie Ruep im Podcast der Werkspost ist Phil Zezula von der academy Salzburg

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