RiffReporter Podcast Archiv
52 Episoden
1 Stunde 30 Minuten
In dieser Folge des RiffReporter-Podcast präsentieren wir wieder einen der beliebten RiffTalks. Diesmal erklärt Riffreporter Steve Przybilla alles Wissenswerte zum Thema E-Auto und Elektromobilität. Es geht um Fragen wie: „Lohnt es sich schon, gebrauchte E-Autos zu kaufen?“ über „Was sind realistische Reichweiten im Sommer und Winter?“ bis zu „Welche Rechte habe ich als Mieter beim Thema Wallbox?“
29 Minuten
In dieser Folge besucht RiffReporterin Anne-Katrin Wehrmann die Initiative "Queres Dessau" in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl. Sie möchte von den Mitgliedern der Initiative erfahren, was ein Sieg und vor allem eine Regierungsbeteiligung der AFD für queere Menschen bedeuten würde. Was macht ihnen gerade Angst, was vielleicht auch Mut? Was tun sie, um sich vor Angriffen zu schützen? Und wie können sie sich gegenseitig Halt geben?
1 minute
Mit Gras verbinden viele Menschen grünen Rasen im gehegten Garten, auf Fußball- oder Golfplätzen. Doch heimische Graslandschaften können extrem vielseitig sein: Werden sie richtig genutzt, können sie Tausenden Arten an Pflanzen, Insekten und Vögeln einen Lebensraum bieten – und zudem nachhaltig Milchprodukte und Fleisch von Weidetieren hervorbringen. Doch die Graslandschaften sind in der Krise – sie werden entweder zu viel oder zu wenig genutzt. In dieser Folge spricht Karl Urban mit RiffReporter Christian Schwägerl. Der ist im Mai aufs Fahrrad gestiegen, um die letzten urtümlichen Graslandschaften zu suchen. Denn leider sind viele von ihnen längst einer veränderten Landnutzung zum Opfer gefallen. Durch immer weniger Weidetiere, immense Nährstoffeinträge aus intensiver Tierhaltung und einen stark ausgedehnten Ackerbau sind echte Graslandschaften fast verschwunden. Christian hat auf seinem Weg zwischen Berlin und Oberpfalz gut 950 Kilometer zurückgelegt. Er hat auf dem Weg Botaniker getroffen, Naturschützer, Schäfer, Wissenschaftlerinnen und eine Museumsdirektorin. In dieser Folge des RiffReporter Podcast erzählt er, was für den Erhalt artenreicher Graslandschaften getan wird und was noch zu tun ist, um sie zu neuem Leben zu erwecken. Das Rechercheprojekt „Zukunft Erde: Graslandschaften“ wird von der Andrea von Braun Stiftung gefördert.
50 Minuten
Ohne die Sonne gäbe es auf der Erde kein Leben. Sie erlaubt es den Pflanzen, Fotosynthese zu treiben und hält die Erde warm. Doch unser Stern hat eine andere, bedrohliche Seite, von der wir bis heute kaum etwas mitbekommen haben. Die Sonne kann launisch sein und einen gewaltigen Teilchensturm abfeuern, der die Technik auf und um unsere Welt stark beschädigen kann. In dieser Folge des RiffPodcasts spricht Joachim Budde mit Karl Urban, der gerade eine umfassende Recherche über die unangenehmen Seiten der Sonne beendet hat. Es geht um den Sonnenwind. Alle elf Jahre wächst der zu regelrechten Stürmen heran. Seine Entstehung in der rätselhaften Sonnenkorona ist noch immer nicht völlig verstanden. Karl erzählt vom Carrington-Ereignis im September 1859, dem stärksten Sonnensturm, den Menschen bislang beobachtet haben, was ein vergleichbares Ereignis in unserem Zeitalter der Stromnetze und Satelliten anrichten würde – und wie wir uns dagegen wappnen können.
44 Minuten
Anja Niedringhaus war eine der bekanntesten deutschen Kriegsfotograf:innen, die 2005 den Pulitzer Preis verliehen bekam. 2014 kam sie bei einem Attentat einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan ums Leben. RiffReporterin Sonya Winterberg berichtet im Gespräch mit Marcus Anhäuser über ihren Dokumentarfilm über die Fotografin, und warum sie die offizielle Version des Anschlags bezweifelt.
30 Minuten
Das Wattenmeer ist eigentlich ein Nationalpark und UNESCO Weltnaturerbe. Trotzdem dürfen seit jeher Fischer mit ihren Kuttern Krabben fangen. RiffReporterin Tomma Schröder hat einen von Ihnen begleitet und berichtet in der neuen Folge unseres Podcast, wie die Fischer auf den alten Konflikt zwischen traditioneller Fischerei und Naturschutz schauen.
1 Stunde 5 Minuten
Parasiten gelten als lästig, eklig und sie machen Mensch und Tier das Leben schwer. Zwar konnten gefährliche Parasiten wie der Guineawurm zurückgedrängt werden. Doch im Zuge eines immer wärmeren Klimas breiten sich auch in Europa altbekannte und neue Parasiten aus, darunter Zecken oder die eingewanderte Tigermücke. Sie leben von unserem Blut und gelten deshalb als Parasiten - und sie können neue Krankheitserreger übertragen. In dieser Podcastfolge spricht Karl Urban mit den RiffReporterinnen Katja Trippel und Susanne Wedlich darüber, wie Medizinerinnen und Mediziner heute auf Parasiten blicken und welche Gefahren die Tiere mit sich bringen. Sie stellen uns den Blickwinkel von Biolog:innen vor, die Parasiten im Tierreich anders als in vergangenen Zeiten nicht mehr moralisch bewerten. Stattdessen hat die Wissenschaft die kreative Lebensweise als eine fundamentale Eigenschaft des Lebens erkannt. Parasiten sind auf der Erde, um zu bleiben. Ihre Art zu leben hält nicht nur das Ökosystem zusammen - sie scheint sogar die erfolgreichste von allen zu sein. Unterstütze uns beim Crowdfunding! https://www.startnext.com/riffreporter Das Gespräch wurde am 12. Mai 2026 aufgezeichnet.
1 Stunde 34 Minuten
In dieser Folge nimmt uns RiffReporterin Carina Frey im zweiten RiffTalk mit Publikum an die Hand und erläutert, wie wichtig die Pflege von Angehörigen zu Hause ist. Ohne sie würde das System zusammenbrechen. Frey gibt Tipps für die Vorbereitung auf den Besuch des Gutachters, um die Pflegestufe zu bestimmen, wie man das Geld der Pflegeversicherung beantragt und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Schließlich beantwortet sie die Fragen aus dem Publikum.
1 Stunde 28 Minuten
Erstmals präsentieren wir in diesem Podcast den RiffTalk, eine Veranstaltung, bei der unsere Abonnentïnnen live dabei sein können, wenn RiffReporter und ihre Gäste ein wichtiges Thema vorstellen und darüber ausführlich diskutieren. Bei diesem ersten Talk diskutieren RiffReporter Peter Spork und die Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert über den "Digitalen Zwilling", ein datengeneriertes Abbild eines individuellen menschlichen Organismus'. Er soll helfen, gesundheitliche Stärken und Schwächen zu identifizieren und uns veranlassen, uns entsprechend zu verhalten. Wie nah die Wissenschaft dem "Digitalen Zwilling" schon ist und ob es ethisch überhaupt vertretbar vertretbar oder sogar geboten ist, ihn einzusetzen, erfahren wir in dieser Folge des RiffReporter Podcast.
42 Minuten
Den Gender-Gap in der Mobilität kennen bisher nur wenig Menschen, obwohl ihn die meisten täglich erfahren. Der Begriff beschreibt den Umstand, dass Verkehrsplanung in erster Linie die Bedürfnisse von Männern bedient, die morgens mit dem Auto zur Arbeit und abends wieder nach Hause fahren. Welche Folgen das für alle anderen hat und wie eine gendergerechte Stadtplanung aussehen könnte, erklärt in dieser Folge die RiffReporterin Andrea Reidl.
42 Minuten
Die Substanz steckt im berühmten Duft von Chanel No. 5, die Parfümindustrie nutzt den Stoff seit Jahrzehnten für ihre Rezepturen: den Naturstoff Linalool, der aus einem Baum im Amazonas-Regenwald stammt. Dieses sogenannte Rosenholz war zeitweise derart gefragt, dass der Bedarf den Baum fast ausrottete. Der Duft machte die Parfümwelt reich, aber die Wälder arm. Riff-Autorin Ulrike Prinz erzählt in dieser Folge von ihrer Reise in den Norden Brasiliens zu den Sateré-Mawé. Die Geschichte dieser Indigenen ist voller Leid und kolonialer Ausbeutung. Aber nun gibt es Hoffnung: In ihren Waldgärten, einem naturnahen Wald, pflanzen sie viele Nutzpflanzen, darunter auch das begehrte Rosenholz. Die Sateré-Mawé wollen es möglichst ohne Zwischenhändler vermarkten. Die Bäume müssen längst nicht mehr abgeholzt werden, denn dank wissenschaftlicher Studien ist klar: Auch Blätter und Zweige sind voll vom gefragten Linalool. Das Gespräch wurde am 10. Februar 2026 aufgezeichnet.
37 Minuten
Eine Selbstverbrennung war der Auslöser für eine Protestwelle, die 2010/2011 den Maghreb und den Nahen Osten erfasste und als 'Arabischer Frühling' in die Geschichte einging. RiffReporterin Sarah Mersch erklärt in dieser neuen Folge im Gespräch mit Marcus Anhäuser, was aus der Bewegung wurde und warum sie heute als gescheitert gilt, obwohl einige Autokraten stürzten.
34 Minuten
Grönland hat eine lange Geschichte. Von einer zweitausend Jahre zurückreichenden indigenen Kultur über Wikinger-Siedlungen auf der größten Insel der Erde bis zur norwegischen und dann dänischen Kolonialzeit, in der viel Leid geschah. Seit mehr als zweihundert Jahren gehört Grönland zu Dänemark, seit 1979 verwalten sich seine Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend selbst. Auch im Kalten Krieg gab es US-Ansprüche auf die Insel. Die USA erhielten 1951 die Erlaubnis, die Insel militärisch zu nutzen. Die von Donald Trump formulierten Ansprüche bedeuten eine neue Eskalation. Barbara Schaefer ist seit den 1990er Jahren mehrfach in Grönland gewesen. Sie hat für Monate an der abgelegenen Ostküste gelebt und hat bis heute Kontakt zu Menschen vor Ort. Im Podcast erzählt sie vom Selbstbild der Grönländer, der Rolle von Robbenjagd und Schlittenhunden und was es für die Menschen bedeutet, nun wieder mal Spielball globaler Kräfte geworden zu sein. Das Gespräch wurde am 22. Januar 2026 aufgezeichnet.
32 Minuten
Das Wattenmeer ist ein Sehnsuchtsort: Wattwürmer gestalten das Ökosystem, Vögel rasten in großer Zahl - und im Sommer auch Touristen. Wenige Kilometer von der ostfriesischen Insel entfernt steht seit kurzem ein neuer Bohrturm. Hier wird bereits unter niederländischen Gewässern Erdgas gefördert, ein völkerrechtlicher Vertrag soll das bald auch auf deutscher Seite erlauben. Im September fand auf Borkum daher ein internationales Protestcamp statt, zu dem unter anderem Fridays for Future und die Deutsche Umwelthilfe aufgerufen hatten. Im RiffReporter Podcast erzählen Björn Göttlicher und Steve Przybilla von ihrem Besuch auf Borkum. Sie haben mit Einheimischen gesprochen, mit einem Gastwirt, dem Bürgermeister und Aktivisten aus Deutschland und den Niederlanden. Das Projekt „Ist der Pegel überschritten? Bedeutung, Situation und Zukunft des Weltnaturerbes Wattenmeer“ wird gefördert von der HERING-Stiftung Natur und Mensch.
49 Minuten
Schleim ist eklig, aber faszinierend, erklärt RiffReporterin Susanne Wedlich im Gespräch mit Marcus Anhäuser. Das "steife Wasser“ erfülle vielfältige Funktionen als Gleitmittel, Mikrobenabwehr oder Klebstoff und wird von uns Menschen wie von Tieren, Pflanzen und Mikroben produziert. Der Glibber beeinflusst unsere Gesundheit genauso wie Ökosysteme. Und selbst der Ekel ist etwas Gutes: Er schützt Mensch und Tier vor Infektionen und anderen Erkrankungen, erklärt Susanne Wedlich, die über das Schleimige in der Welt ein ganzes Buch recherchiert hat und an einer Ausstellung in Berlin beteiligt ist.
RiffReporter Podcast
RiffReporter erzählen von ihren Recherchen: Wir sind Journalistïnnen einer Genossenschaft, die tief eintauchen in aktuelle und vernachlässigte Themen und ferne Länder, zwischen Klima, Long-COVID, Welt...