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Österreich - die ganze Geschichte Archiv

127 Episoden
19 Minuten
In dieser Folge blicken wir zurück auf die Anfänge und den Verlauf der HIV-Epidemie in Österreich. Mariella Gittler spricht mit der Wissenschaftshistorikerin Dr. Daniela Angetta-Pfeiffer über die ersten Fälle in den 1980er Jahren, die damalige Angst und Stigmatisierung, die medizinischen Fortschritte bis hin zu modernen Therapien sowie den gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit. Von den großen Charity-Events wie dem Life Ball bis hin zur aktuellen Lage beleuchten wir, wie HIV Österreich geprägt hat und welche Lehren die Gesellschaft daraus zieht.
21 Minuten
Was passiert, wenn Medizin ihre Menschlichkeit verliert? In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die dunkle Geschichte der Wiener Medizin im Nationalsozialismus. Wir sprechen über Ärzte, die nicht mehr heilten, sondern ausgrenzten – und über eine Wissenschaft, die sich für Rassenwahn und Ideologie einspannen ließ. Warum machten so viele mit? Was geschah mit den Opfern – und was mit den Tätern nach 1945? Eine spannende, aufrüttelnde Reise durch einen der düstersten Abschnitte der Medizingeschichte – mitten im Herzen Wiens. Darüber unterhält sich Mariella Gittler mit Historikerin Dr. Daniela Angetter-Pfeiffer.
18 Minuten
Der Nobelpreis ist wohl der renommierteste aller wissenschaftlichen Ehrungen. Von Alfred Nobels Testament, das die Auszeichnung ins Leben rief, bis zu den österreichischen Forschern, die den Preis knapp verpasst haben oder ihn zu Unrecht nie bekommen haben. Wir hören von berühmten Namen wie Adolf Lorenz, der mit seiner orthopädischen Arbeit vielen Kindern half, aber keinen Nobelpreis bekam – während sein Sohn Konrad Lorenz später mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Über Gewinner, Verlierer und Geschichten hinter dem Nobelpreis unterhält sich Mariella Gittler mit Historikerin Dr. Daniela Angetter-Pfeiffer.
22 Minuten
In dieser Episode von „Österreich – Die ganze Geschichte“ tauchen wir ab in die medizinische Hochblüte Wiens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Historikerin Dr. Daniela Angetter-Pfeiffer erzählt uns, wie Pioniere wie Karl Rokitansky, Josef Skoda oder Ignaz Semmelweis Wien zum „Mekka der Medizin“ machten – von Obduktionen und Hygienerevolution bis hin zur Geburtshygiene. Eine faszinierende Reise durch die Wiener Medizingeschichte!
21 Minuten
Dieses Jahr feiert das österreichische Fernsehen sein 70 jähriges Bestehen. Es war das Jahr 1955 – mit dem Staatsvertrag erhält Österreich seine volle Souveränität zurück, der erste Sissi Film mit Romy Schneider erstürmt die Kinos und das Fernsehen hält Einzug in die österreichischen Haushalte. Eine folgenschwere Entwicklung, denn damit beginnt der Aufstieg dieses, noch jungen Mediums, das bald das Radio verdrängen sollte. Der damalige Bundeskanzler Julius Raab schätzte in den 1950er Jahren noch dass "eh ka Mensch in die flimmernden Kastln hineinschaun wird". Mariella Gittler unterhält sich mit Medienhistorikerin Karin Moser über Kultiges und Komisches aus 70 Jahren Fernsehgeschichte.
22 Minuten
Märchenlandschaften, anständige Mäderl und herzige Lieder - der Nachkriegsfilm in Österreich ist bestimmt vom Eskapismus. Der heimische Film, kontrolliert und beeinflusst durch die alliierte Besatzung und die Flucht vor der eigenen Kriegsvergangenheit ist außerdem eines: vergleichsweise billig. Ein Umstand, der dazu führe, dass auch deutsche Produktionen vermehrt in Österreich gedreht werden. In den 1950er und 1960er Jahren dominieren romantische Heimatfilme und Geschichtsfilme über die Habsburger-Monarchie, die eine idealisierte Vergangenheit darstellen. Später kam es zu einer Erneuerung des österreichischen Kinos durch eine staatliche Filmförderung, die neue Themen und Formen ermöglicht. Was den Film von damals auszeichnet und was in Österreich als Filmland los war - darüber spricht Mariella Gittler mit Filmhistorikerin Karin Moser.
23 Minuten
Untrennbar verbunden mit dem Entstehen von neuen Medien wie Film oder Radio steht Anfang des 20. Jahrhunderts ihr Einsatz für Propagandazwecke. Ob im Ersten Weltkrieg, unter dem diktatorisch regierenden Bundeskanzler Engelbert Dollfuß oder im NS-Regime, Medien wurden auf unterschiedliche Art und Weise als Propagandamittel verwendet. Mariella Gittler unterhält sich mit Medienhistorikerin Karin Moser über die verschiedenen Stilmittel, Formate und Schwerpunkte der Propaganda in der österreichischen Geschichte.
22 Minuten
Der österreichische Film ist Ausdruck der österreichischen Seele. Im zweiten Teil der Doppelfolge begeben sich Mariella Gittler und Medienhistorikerin Karin Moser auf die Suche nach den identitätsstiftenden Neuerungen in Film und Kino. Der Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm bringt einen Umbruch. Die Karriere der berühmten Schauspielerin Pola Negri war zum Beispiel zu Ende, denn plötzlich hörte man ihren starken polnischen Akzent. Doch vor allem für den österreichischen Film war dieser Wechsel der Anfang eines wahren Booms.
20 Minuten
Der österreichische Film prägt die österreichische Seele und drückt sie umgekehrt aus. Mariella Gittler macht sich mit Medienhistorikerin Karin Moser auf eine Spurensuche nach den Anfängen des Kinos und beleuchtet ihren Einfluss auf die österreichische Gesellschaft. Der erste Teil widmet sich dem Entstehen des Films, seinen Frühformen, den Ideen und der Angst die er auslöste.
23 Minuten
Der "Anschluss" Österreichs an Nazideutschland versetzte auch die Kirche in Alarmbereitschaft. Wie sollte sie sich dem neuen Regime gegenüber positionieren? Den Weg den sie wählte blieb auch in den eigenen Reihen nicht unumstritten. Marielle Gittler unterhält sich darüber mit Rupert Klieber, Dozent für Kirchengeschichte an der Universität Wien.
21 Minuten
Mit 4,6 Millionen Mitgliederinnen und Mitgliedern ist die katholische Kirche die größte Glaubensgemeinschaft in Österreich. Letzte Woche ist ihr Religionsoberhaupt, Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren verstorben. Ein Anlass, um einen Blick auf ihre jüngere Geschichte zu werfen. Wie agierte die katholische Kirche im, nicht gerade ereignisarmen 20. Jahrhundert in Österreich? Marielle Gittler unterhält sich darüber mit Rupert Klieber, Dozent für Kirchengeschichte an der Universität Wien.
19 Minuten
1945 - Der Zweite Weltkrieg hat Österreich erreicht. Der Stephansdom brennt, das Land ist von den Alliierten besetzt. Die Schreckenstaten der Nationalsozialistinnen und -sozialisten lassen sich nach der Befreiung der Konzentrationslager nicht mehr leugnen. Wie erlebte die österreichische Bevölkerung, die sowohl aus Tätern wie aus Opfern bestand, dieses Jahr der Ungewissheit? Darüber unterhält sich Mariella Gittler mit Historiker Kurt Bauer.
19 Minuten
Es ist eine Zeit die manche gerne vergessen hätten. Am 11. März 1938 ging die Sonne über der Republik Österreich unter, am nächsten Morgen existierte dieser Staat nicht mehr. Danach war Österreich Teil von Hitlers Drittem reich geworden. Zum Leid und zur Freude von vielen. Was diese Zeit für die Identität Österreichs bedeutete bespricht Mariella Gittler in dieser Folge mit Historiker Kurt Bauer.
21 Minuten
"Wenn Sie streiten wollen - reden Sie über Dollfuß!". 1934 geschah ein Mord im Bundeskanzleramt. Sein Opfer? Niemand geringerer als das Staatsoberhaupt Österreichs - Engelbert Dollfuß. Er regierte Österreich lediglich zwei Jahre lang als Bundeskanzler. Noch demokratisch gewählt nutzte Dollfuß eine Geschäftsordnungskrise bei der Nationalratssitzung vom 4. März 1933 zu einem Staatsstreich. Nach der Ausschaltung von Parlament und Verfassungsgerichtshof regierte Dollfuß diktatorisch per Notverordnung. Doch wer war Engelbert Dollfuß? Darüber unterhält sich Mariella Gittler mit dem Historiker Kurt Bauer.
22 Minuten
Vom 12. bis zum 15. Februar 1934 floss in Österreich Blut. Der österreichische Bürgerkrieg forderte hunderte Tote, doch kann man überhaupt von einem "Bürgerkrieg" sprechen? Wie kam es soweit, wer kämpfte gegeneinander und was hatte Mussolini damit zu tun? Mariella Gittler unterhält sich über diese folgenschweren Tage mit dem Historiker vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung Kurt Bauer.