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  3. Ich mach das so – Über Entscheidungen, Zweifel und das, was Erfolg wirklich kostet. Podcast

Episoden

7 Minuten
„Wenn das erstmal geschafft ist, dann wird es ruhiger.“ Diesen Satz habe ich in den letzten Jahren oft gesagt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es danach je ruhiger wurde.

In dieser Folge geht es darum, wie Arbeit, Familie und Beziehungen um dieselbe Zeit konkurrieren, oft ohne dass man sich bewusst dafür entscheidet. Ich erzähle von meinem Weg aus der Festanstellung in die Selbstständigkeit und später ins eigene Unternehmen, während gleichzeitig meine Familie gewachsen ist. Von außen klingt das nach einer sauberen Entwicklung. Gelebt hat es sich anders angefühlt.

Arbeit ist dabei nicht der Bösewicht. Ich arbeite gern, und vieles wäre ohne die vielen Stunden nicht entstanden. Genau deshalb stelle ich mir eine unangenehme Frage: Woran merke ich, dass ich für etwas Wichtiges gerade etwas eintausche, das mir genauso wichtig ist? Bei Geld sieht man den Tausch auf dem Konto. Bei Zeit nicht. Ein einzelner Abend am Schreibtisch entscheidet wenig. Ein Jahr besteht aber aus sehr vielen Abenden.

Ich spreche darüber, warum es selten die eine große falsche Entscheidung gibt. Eher ein verschobenes Gespräch, ein abgesagter Besuch, ein Abendessen, bei dem man gedanklich noch bei einer Nachricht ist. Und über die Sätze, die wir uns dabei erzählen: „Nur bis das erledigt ist.“ „Wenn das Unternehmen stabil läuft.“ Wann habe ich zuletzt geprüft, ob dieses Ende wirklich näher kommt?

Eine Regel, wie viele Stunden richtig sind, gibt es in dieser Folge nicht. Eher die Frage, wen du seit Monaten mit demselben Satz vertröstest.
8 Minuten
Ein voller Kalender lässt sich gut zeigen. Ein freier Nachmittag muss oft erst erklärt werden.

In dieser Folge geht es um die Frage, warum sich volle, hektische Arbeitstage nach Erfolg anfühlen und ruhige Tage eher nach Unsicherheit. In der Selbstständigkeit und beim Aufbau eines Unternehmens wird Stress schnell zum Leistungsnachweis, online erst recht. Der späte Abend am Schreibtisch wird gezeigt. Was liegen geblieben ist oder ob dieser Abend überhaupt nötig war, sieht niemand.

Ich spreche darüber, warum Erschöpfung zunächst nur beweist, dass man erschöpft ist. Und warum ein gut organisiertes Unternehmen von außen ziemlich unspektakulär aussieht: Fragen werden beantwortet, bevor sie zum Problem werden. Aufgaben landen bei der richtigen Person. Das Team arbeitet, ohne ständig auf eine Antwort von mir zu warten.

Dabei geht es auch um die unbequeme Seite. Wenn nichts brennt, fragt niemand nach mir. Bin ich dann überflüssig? Wann vermischen sich „meine Expertise wird gebraucht“ und „ich muss jederzeit erreichbar sein“? Und was ist mit Selbstständigen, für die ein leerer Kalender vor allem die Sorge um den nächsten Auftrag bedeutet?

Ich will Ruhe nicht romantisieren. Aber ich möchte genauer unterscheiden, ob gerade ein echtes Problem gelöst werden muss oder ob mir nur das Gefühl fehlt, mittendrin zu sein.

Mich interessiert, wie du darüber denkst.
9 Minuten
„Ich mach das noch schnell fertig.“ An einem Abend ist das eine vernünftige Entscheidung. Schwierig wird es, wenn der Satz einen festen Platz im Alltag bekommt.

In dieser Folge geht es um Arbeit am Abend und um die Zeit mit den eigenen Kindern. Ich spreche als Unternehmer und Vater von zwei Kindern darüber, warum Arbeit so oft gewinnt, sobald sie dringend aussieht. Eine E-Mail verlangt etwas Konkretes. Ein Abend mit Kindern hinterlässt selten ein Ergebnis, das man abhaken kann.

Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie viele Abende man für ein berufliches Ziel aufzugeben bereit ist. Und darum, dass Selbstständigkeit zwar mehr Freiheit über die eigene Zeit bringt, aber auch bedeutet, dass niemand einen bremst, wenn man den nächsten Termin annimmt oder ein Projekt verlängert.

Ich spreche über die letzten Male, die man erst im Nachhinein erkennt: das letzte Mal ins Bett bringen, die letzte Gutenachtgeschichte. Über die Frage, was meine Kinder von meiner Arbeit eigentlich mitbekommen, Verantwortung oder nur „Ich komme gleich“. Und über eine unbequeme Frage an mich selbst: Arbeite ich noch, weil es notwendig ist, oder weil ich nach einem vollen Tag lieber etwas erledige, das ich kontrollieren kann?

Das ist keine Aufforderung, früher Feierabend zu machen. Eher die Frage, ob man überhaupt bemerkt, wie oft man diese Entscheidung trifft.
10 Minuten
Was würdest du für den nächsten Schritt einsetzen? Und was willst du lieber behalten, selbst wenn es dadurch länger dauert?

In dieser Folge geht es darum, was beruflicher Erfolg kostet und warum „erfolgreicher werden“ eine erstaunlich ungenaue Richtung ist. Ich erzähle, warum ich als Angestellter nicht gekündigt habe, obwohl ich mit YouTube nebenbei erst genauso viel und später doppelt so viel verdient habe. Das Problem lag nicht beim Geld. Mit der Selbstständigkeit und später dem eigenen Unternehmen sind die Fragen dann mitgewachsen.

Ich spreche darüber, wie sich mit jedem erreichten Ziel die Vorstellung davon verschiebt, was eigentlich genug ist. Diese Verschiebung passiert selten in großen Entscheidungen. Meistens passiert sie in kleinen Momenten: Man sagt trotz Zweifeln zu, weil man niemanden enttäuschen will. Man hält an etwas fest, weil man schon zu viel hineingesteckt hat. Oder man prüft in einem Gespräch nur noch, ob einem das Gegenüber nützlich sein könnte.

Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie man eine unbequeme, aber notwendige Entscheidung von einer unterscheidet, bei der man etwas aufgibt, das einem wichtig ist. Umsatz und Lob beantworten das nicht, und „Bleib dir treu“ auch nicht. Außerdem geht es darum, was Unternehmertum mit Familie und Freundschaften macht, besonders wenn im eigenen Umfeld niemand selbstständig ist.

Eine fertige Antwort habe ich nicht. Aber die Frage begleitet mich seit Jahren.
9 Minuten
Ich habe schon oft Ja gesagt, bevor ich überhaupt in meinen Kalender geschaut habe. Die Anfrage klang interessant, jemand hat mir etwas zugetraut. Erst danach begann die Suche nach einem freien Platz.

In dieser Folge geht es darum, warum es so schwer ist, Nein zu sagen, gerade bei guten Gelegenheiten. Ein schlechtes Angebot lehne ich ab, ohne lange nachzudenken. Schwierig wird es bei Projekten, die Geld, spannende Kontakte oder etwas zu lernen versprechen. In dieser Rechnung fehlt meistens die Frage, womit ich eigentlich bezahle: nicht nur mit Arbeitsstunden, sondern mit Aufmerksamkeit, mit Energie am Abend und mit den Dingen, die liegen bleiben.

Ich spreche darüber, warum es früher richtig war, Möglichkeiten ernst zu nehmen, als ich neben meiner Festanstellung mit YouTube angefangen habe. Heute, mit Unternehmen und Familie, sieht das anders aus. Es geht auch darum, wie schnell Zeit, die durch bessere Planung oder Automatisierung frei wird, sofort wieder verplant ist. Und darum, wie leise aus Begeisterung eine Verpflichtung wird.

Dabei stelle ich mir unter anderem diese Fragen: Würde ich diese Möglichkeit auch wollen, wenn niemand davon erfährt? Freue ich mich auf die Arbeit selbst oder nur darüber, gefragt worden zu sein? Was müsste ich absagen, wenn ich zusage? Und wie hält man es aus, nie zu erfahren, wohin eine Tür geführt hätte?

Vielleicht lohnt sich vor der nächsten Zusage eine einfache Frage: Wofür hattest du deine Zeit eigentlich schon vorgesehen?
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Über diesen Podcast

„Ich mach das so“ ist kein Podcast darüber, wie du dein Leben führen sollst. Es geht um Erfahrungen, Entscheidungen, Zweifel, Verantwortung und die Fragen, die oft erst später wichtig werden. Ich spreche über Unternehmertum, Familie, Beziehungen, Erfolg, Fehler und persönliche Entwicklung. Nicht als jemand, der auf alles eine Antwort hat, sondern als jemand, der vieles erlebt, aufgebaut und auch falsch eingeschätzt hat. Manche Folgen geben Antworten. Andere hinterlassen nur eine gute Frage. Und manchmal reicht genau das.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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