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Wir sind das Volk Archiv

31 Episoden
23 Minuten
Dies ist die letzte Folge der ersten Staffel von „Wir sind das Volk“. Der Mauerfall ist jetzt 35 Jahre her – und der konnte nur Realität werden, weil mutige DDR-Bürger das Ende der Diktatur erzwangen. So oder so ähnlich heißt es jedenfalls immer. Wir wollten es genauer wissen. Wer waren denn diese mutigen DDR-Bürger, was hat sie dazu gebracht, so mutig zu sein, was hat sie angetrieben? In 14 Folgen haben wir sie getroffen. Wir waren in neun Orten, haben an 25 Türen geklopft, haben 8 Frauen getroffen und 17 Männer. Wir haben 40 Stunden Interviews geführt. Und am Ende hatten alle Gespräche eine Gemeinsamkeit: Jeder und jede behauptet von sich: „Ich war es nicht allein.“ Alle waren Mosaiksteine. Die Friedliche Revolution konnte nur passieren, weil so viele Menschen das eine wollten: Veränderung und schließlich Freiheit. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und für die letzte Folge der ersten Staffel gehen wir noch einmal zurück zu den Menschen, die wir für diesen Podcast getroffen haben. Viel Spaß beim Hören.
13 Minuten
Wir sind dieses Mal in Herrnhut. Der Ort in der Oberlausitz in Sachsen ist bekannt für seine Herrnhuter Sterne – die hängen viele zu Weihnachten auf. Wir sind hier aber wegen eines Aufnähers, der bei der Friedlichen Revolution eine wichtige Bedeutung hatte. Von dem haben wir schon öfter in diesem Podcast gehört: "Schwerter zu Pflugscharen" stand auf dem Aufnäher. In Herrnhut wurde dieser Aufnäher Anfang der 80ger Jahre hergestellt. In einer Druckerei. Wir treffen zwei Männer, die mit dabei waren. Hans-Michael Wenzel. Er war damals Produktionsleiter der Druckerei und Albrecht Model, der war Textildrucker. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
18 Minuten
In dieser Folge soll es noch einmal in diesem Podcast um den 9. Oktober 1989 in Leipzig gehen. Denn das war einer der entscheidenden, wenn nicht der entscheidende Tag im Herbst 89. An diesem Tag lag etwas in der Luft – wie alle sagen, die dabei waren. Keiner wusste, wie der Tag ausgehen wird. Der Staat bereitete sich auf den Abend vor – mit Polizisten, Soldaten und anderen Truppen. Um den Tausenden Montagsdemonstranten etwas entgegenzusetzen. Um noch einmal nachvollziehen zu können, was genau in der Luft lag und wie es am Ende doch friedlich ausgehen konnte, haben wir erstmals zwei Männer zusammengebracht. Männer, die sich am 9. Oktober gegenüberstanden. Einer war bei den Kampfgruppen und einer war Demonstrant: Hans Joachim Bobach und Rolf Sprink. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
15 Minuten
Für diese Folge sind wir nach Waren an die Müritz gefahren. Bisher kennen wir die kleine Stadt in der Mecklenburgischen Seenplatte vor allem vom Urlaub. Was wir aber nicht wussten: Hier in Waren begann die Friedliche Revolution im Norden der DDR – um einiges später als im Süden des Landes – also in Leipzig, Dresden oder Plauen. Warum das so war und wie die Warener dabei vorgegangen sind, erfahren wir von Christiane Scherfig und Christoph de Boor. Beide saßen vor 35 Jahren zusammen in einem Wohnzimmer und brachten mit rund 30 weiteren Warenern die erste Demo in Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
15 Minuten
Wir treffen Frank Richter in Dresden. Richter ist Abgeordneter im Sächsischen Landtag für die SPD. Deutschlandweit bekannt wurde er vor allem als Vermittler in der Debatte um Geflüchtete 2015. Damals war er Direktor der Landeszentrale politische Bildung im Freistaat. Politisch aktiv war Richter allerdings bereits während der Friedlichen Revolution Ende der 80ger Jahre. Als Pfarrer einer katholischen Gemeinde in Dresden gründete er die Gruppe der 20 mit. Was es mit der auf sich hat – und wie die Demonstrationen im Herbst 1989 in der heutigen sächsischen Landeshauptstadt abliefen – nämlich nicht gewaltfrei – darum geht es in dieser Folge. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
20 Minuten
Matthias Waschitschka wohnt heute in Halle an der Saale. In der Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt hat er auch vor 35 Jahren gelebt – im Sommer und Herbst 1989. Während es damals im nahen Leipzig rumorte und sich immer mehr Menschen zu Friedensgebeten in und an der Nikolaikirche trafen, blieb es in Halle relativ ruhig. Doch der äußere Schein trog. Im Hintergrund organisierten junge Leute eine Demonstration. Die war nicht folgenlos. Wir haben uns mit Matthias Waschitschka getroffen, um zu erfahren, wie ihre Idee - die wie ein Geheimplan von Halle an der Saale klingt - in die Tat umgesetzt wurde. Denn Waschitschka war einer der Anstifter. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
20 Minuten
Rolf Michael Turek erinnert sich noch lebhaft an den Herbst 1989. Wir treffen den früheren evangelischen Pfarrer in seiner Wohnung in Leipzig. Denn wenn wir für diesen Podcast mit Menschen über die Friedliche Revolution sprechen, geht es sehr schnell um die Kirche. Und das ist überraschend für uns, denn die DDR hat jahrzehntelang alles dafür getan, die Kirchen aus dem Leben der Menschen zu verdrängen. Deshalb fragen wir uns: Welche Rolle genau haben die Kirchen gespielt? Und warum waren sie für die Ereignisse im Herbst 89 wichtig? Darüber sprechen wir mit dem evangelischen Pfarrer Rolf Michael Turek und wir sprechen mit dem katholischen Pfarrer Martin Montag. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
31 Minuten
Für diese Folge treffen wir Markus Meckel. Er ist der letzte Außenminister der DDR – und vor allem ist er der erste frei gewählte Außenminister der DDR. Der Pfarrer wird nach den freien Wahlen 1990 Mitglied der DDR-Regierung. Damit rutscht ein politischer Außenseiter ins Zentrum der Macht. So wie es bei Revolutionen manchmal passiert. Meckel wird damit Teil der Weltpolitik. Denn in seinen wenigen Monaten im Amt geht es um nichts Geringeres, als um die Verhandlungen zur Deutschen Wiedervereinigung – mit den USA, Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion. Das kennt man heute unter dem Namen 2-plus-4-Vertrag. Wie Markus Meckel in kurzer Zeit vom Pfarrer zum Politiker wurde – und warum er noch Wochen vor dem Mauerfall die Ost-SPD gegründet hat. Also in einer Zeit, in der noch völlig unklar ist, wie es in der DDR weitergeht: Darüber sprechen wir mit ihm in dieser Folge. Wir sind die Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel und wünschen viel Spaß beim Hören.
28 Minuten
Für die Geschichten über die Friedlichen Revolution sind wir natürlich schon in Berlin und Leipzig gewesen. Diese Städte kommen den meisten als erstes in den Sinn, wenn es um den Herbst 1989 geht – auch uns. Doch da gibt es natürlich noch viele weiter wichtige Orte, über die wir mehr erfahren wollen. Und dazu gehört unbedingt auch die sächsische Stadt Plauen. Warum eigentlich? Dieser Frage gehen wir in dieser Folge nach. Dies ist nun schon der siebte Teil vom Podcast. „Wir sind das Volk“ – fast Halbzeit. Und wir sind die beiden Journalisten Björn Menzel und Pierre Gehmlich - und wünschen Ihnen viel Spaß beim Hören!
19 Minuten
Das ist schon die sechste Folge vom Podcast. „Wir sind das Volk“. Wir sind die beiden Journalisten Pierre Gehmlich und Björn Menzel – und freuen uns, dass Sie zuhören. Wir treffen in Berlin Jürgen Tallig – einen früheren Bürgerrechtler, der heute in der Hauptstadt lebt. Die Geschichte, die wir gleich hören, die spielt aber in Leipzig – in einem Fußgängertunnel. Tallig und seine Aktion dort sorgen im Februar 1988 für großen Aufruhr. Bei der SED-Führung in der Stadt, aber auch bei der Kirche. Und Jürgen Tallig sorgt mit dafür, dass der Widerstand gegen den Staat auf den Straßen von Leipzig offen sichtbar wird. Viel Spaß beim Anhören!
19 Minuten
Die Geschichte ist fast zu unglaublich, um wahr zu sein. Da arbeitet ein Journalist aus dem Westen als Korrespondent in Ostberlin. Und er verliebt sich in eine Ostjournalistin aus Dresden – eine tatsächlich einzigartige Beziehung im Kalten Krieg. Wir haben beide getroffen und sie haben uns spannende Geschichten aus ihrem Leben als Journalisten-Ehepaar mit Abhöraktionen, Grenzgängen und Dokumentenschmuggel erzählt. Bettina und Hans-Jürgen Röder leben noch heute in Berlin. Ihre Wohnung befindet sich 1989 an der Grenze – heute mitten in der Hauptstadt. Viel Spaß beim Zuhören!
24 Minuten
Wer in der DDR gelebt hat, wusste meist Bescheid: Im Erzgebirge starben massenweise Bäume, Flüsse liefen mit Chemieabfällen voll und stinkender Smog machte das Atmen schwer. Dabei hatte sich der Staat auf die Fahnen geschrieben, die Umwelt zu schützen – das war sogar in der Verfassung festgelegt. Der Alltag sah jedoch komplett anders aus, wie etwa im dreckigsten Dorf der DDR, über das wir in dieser Folge berichten. Auch die Umweltzerstörung hat Menschen dazu gebracht, sich gegen den Staat aufzulehnen und auch das war ein wichtiger Teil der Friedlichen Revolution. Wir treffen für diese Folge Gisela Kallenbach und Hartmut Rüffert. Viel Spaß beim Anhören!
23 Minuten
Für diese Folge haben wir Regina Schild getroffen. Eine Frau aus Leipzig, die als junge Mutter auf die Hinterlassenschaften der Staatssicherheit gestoßen ist – kilometerlange Regale mit Akten und Säcke mit zerrissenen Unterlagen, die zeigen, wie sehr die Stasi die DDR-Bürger überwacht hat. Im November 1989 fällt die Mauer. In Leipzig gehen die Menschen weiterhin auf die Straße. So bei der Montagsdemo am 4. Dezember. An diesem Tag besetzen Mutige die Zentrale der Staatssicherheit in Leipzig. Regina Schild bekommt die Besetzung direkt von der Straße aus mit. Dann beginnt die Auflösung. Gesucht werden Leute, die Erfahrungen mit Archiven oder Verwaltungen haben. Das hat Regina Schild zwar nicht, meldet sich aber trotzdem. In ihren bisherigen Job wird sie nie wieder zurückkehren. Regina Schild leitet 30 Jahre lang die Stasiunterlagenbehörde in Leipzig - und erlebt, aus heutiger Sicht, Unglaubliches. Wir wünschen viel Spaß beim Anhören!
22 Minuten
Das ist die zweite Folge „Wir sind das Volk“. In diesem Podcast schauen wir mehr als 30 Jahre zurück – auf die Ereignisse um den 9. November 1989 - der Friedlichen Revolution. In dieser Folge geht es um zwei unterschiedliche Lebenswege Ost und West. Den von Gesine Oltmanns, die Bürgerrechtlerin aus dem Osten und den von Axel Körner, dem Studenten aus Westberlin. Körner war am 9. November am berühmten Grenzübergang Bornholmer Straße – also genau dort wo 23 Uhr der erste Schlagbaum an der Grenze zu Westberlin nach oben ging. Oltmanns, die so mutig für Veränderungen in der DDR gekämpft hat, hat den Mauerfall verschlafen. In dieser Podcastfolge geht es um die sehr unterschiedlichen Lebenswege der Beiden - hin zum 9. November.
29 Minuten
"Wir sind das Volk" - Mit dieser Folge startet ein neuer Podcast. Es geht darin um ein ganz besonderes Ereignis in der deutschen Geschichte: die Friedliche Revolution '89. Viele können sich noch erinnern, es wurde auch schon ganz viel berichtet, über Montagsdemos, Mauerfall, Wiedervereinigung. Und trotzdem ist es im Rückblick ein magisches Ereignis: Wie konnte es dazu kommen, dass es die DDR nicht mehr gibt – dafür aber Freiheit und Demokratie? Wir reden mit Menschen, die dabei damals waren, und die mit ihrem Mut ein ganzes Land, ein ganzes System gekippt haben. Eine von ihnen ist Kathrin Mahler Walther. Sie war eine der jüngsten Bürgerrechtlerinnen in Leipzig - gerade einmal 17 Jahre alt. Sie hielt Kontakt zur Westpresse und sie spielte eine wichtige Rolle dabei, dass die berühmten Bilder der großen Montagsdemo am 9. Oktober von Leipzig um die Welt gingen. Viel Spaß beim Hören!