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No Bullshit – Der profil-Wissenschafts-Podcast Archiv

144 Episoden
45 Minuten
Wer in den vergangenen Jahren eine PV-Anlage installieren wollte, musste lange Wartezeiten und viel Bürokratie in Kauf nehmen. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise haben der Photovoltaik in Österreich einen ordentlichen Schub verpasst. Nun hat sich die Lage etwas beruhigt. Ist es deshalb klug, jetzt zu investieren und eine Photovoltaikanlage zu installieren? Wenn ja, wie geht man am besten vor? Und wie schreitet der Ausbau in Österreich generell voran?

In der aktuellen Folge von „Vorsicht, heiß!“ steht Vera Immitzer Rede und Antwort. Als Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria kennt sie die Branche wie ihre Westentasche. Im Gespräch mit Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr nimmt sie säumige Netzbetreiber in die Pflicht und appelliert an die Regierung, endlich die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

Moderation: Christina Hiptmayr (Wirtschafts-Redakteurin) und Franziska Dzugan (Wissenschafts-Redakteurin)

Produktion: Matthias Hofer
48 Minuten
Von Scheinlösungen, Fake News und dem Verantwortungskarussell – Florian Maringer vom Kontext-Institut erklärt, mit welchen Mitteln der Klimaschutz zerredet wird.

Die Debatte über Klimaschutz und Klimakrise polarisiert immer mehr. Da gibt es die einen, die den Klimawandel immer noch herunterspielen – und die anderen, die alarmistisch Panik verbreiten. Wie die Debatte im vergangenen Jahr in Österreich gelaufen ist, hat sich das Meinungsforschungsinstitut Foresight (vormals SORA) im Auftrag von Kontext, dem Institut für Klimafragen, sehr genau angesehen. Die Meinungsforscher:innen haben analysiert, wie sich Politiker:innen aller Parteien in den heimischen Medien zur Klimakrise geäußert haben.

Kontext-Mitbegründer Florian Maringer erzählt in der aktuellen Ausgabe von „Vorsicht, heiß!“, dem profil-Klimapodcast, wer in Österreich besonders konstruktiv oder destruktiv agiert, welche Beweggründe und Taktiken dahinterstecken - und wie man diese entlarven kann. Der Experte plaudert dabei auch aus dem Nähkästchen: Er war zuvor im Kabinett von Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) für Energie- und Klimapolitik zuständig (2020 bis 2023) und kennt somit den Politikbetrieb auch von innen.

Moderation: Christina Hiptmayr (Wirtschafts-Redakteurin) und Franziska Dzugan (Wissenschafts-Redakteurin)

Produktion: Matthias Hofer
44 Minuten
Es soll ja Menschen geben, die mit ihrem Geld zu einer besseren, sauberen und gerechteren Welt beitragen wollen. Doch wer sich nur ein bisschen mit nachhaltiger Geldanlage auseinandersetzt, ist schnell überwältigt von der schier unglaublichen Menge unterschiedlicher Finanzprodukte. Was davon ist wirklich nachhaltig? Wie entlarvt man Greenwashing? Worauf man achten sollte, wenn man sein Geld sinnstiftend und hoffentlich auch gewinnbringend anlegen möchte, erklärt Georg Lehecka, Experte für nachhaltige Geldanlage bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) im Gespräch mit Christina Hiptmayr.
30 Minuten
Jeder Elternteil kennt das: Kinder haben wahnsinnig viele Fragen. Und oft weiß man auch als Erwachsener keine Antworten darauf. Die Klimakrise ist da keine Ausnahme. Treibhauseffekt, Erderhitzung, das Sterben der Eisbären, das Schmelzen der Gletscher, Waldbrände und Überschwemmungen: Wie spricht man mit Kindern über die Klimakrise?

Welche Informationen sind den Kleinen überhaupt zumutbar? Darüber sprechen Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr in der aktuellen Folge mit Christoph Jünger. Er ist Geschäftsführer von Unicef Österreich, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, und hat schon von Berufswegen mit dem Wohlergehen von Kindern weltweit zu tun.
32 Minuten
Vorsicht, heiß! #80: Recycling-Experte Christian Abl von Reclay Österreich über die Auswirkungen der Lust an billigem Konsum.

Wer hin und wieder auf Social-Media-Plattformen unterwegs ist, dem können die Werbebanner von Shein oder Temu, die supergünstige Kleidung und andere Waren anpreisen, kaum entgangen sein. Manch einer mag sogar schon ein solches Schnäppchen bestellt haben. Die beiden chinesischen Onlinehändler liefern täglich vier- bis fünftausend Tonnen Waren aus. Alleine in Österreich sollen Schätzungen zufolge jeden Tag mehrere 10.000 Pakete ankommen. 

Hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit bedeutet das nichts Gutes. Ebenso wenig für den europäischen Handel, der hier unmöglich mithalten kann. Vor allem, weil sich die fernöstliche Konkurrenz recht geschickt um Zoll- und Konsumenten- und Umweltschutzregeln drückt. Wie sie das macht, welche Folgen das hat und wie man das verhindern könnte, darüber sprechen Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr in der aktuellen Folge mit Christian Abl. Er ist Experte für Recycling und Geschäftsführer des Entsorgungs- und Verwertungsunternehmens Reclay Österreich.

Hinweis in eigener Sache: Anlässlich der 80. Folge gibt es ein neues Erscheinungsbild und einen neuen Namen. “Vorsicht heiß!”, so heißt der profil-Klimapodcast ab sofort. Jeden zweiten Sonntag laden Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr Gäste ein, die etwas zu sagen haben. Vom Wissenschafter über die Nachhaltigkeitsexpertin, vom Industrieboss bis zur Politikerin, vom Almbauern bis zur Meteorologin.
21 Minuten
Tauwetter #79: Unternehmerin Ulrike Rabmer-Koller erklärt, wie man Wohnungen und Firmen mit Abwasser aus dem Kanal heizen kann.

Um die Energiewende zu schaffen, müssen wir kreativ sein - und alle nur erdenklichen Quellen anzapfen. Abwasser ist so eine Quelle: Es hat zwischen 12 und 20 Grad, wenn es aus Duschen, Waschmaschinen und Geschirrspülern in den Kanal rinnt. Wie man diese Wärme aus dem Kanal oder aus der Kläranlage nutzen und damit Gebäude heizen und kühlen kann, erklärt Ulrike Rabmer-Koller im Gespräch mit Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr. Sie ist Eigentümerin und Geschäftsführerin der oberösterreichischen Rabmer-Gruppe, einem Unternehmen für Bau und Umwelttechnik, das unter anderem Abwasser-Wärme-Anlagen plant und installiert. 
26 Minuten
Tauwetter #78: Einen Temperatursturz von bis zu 30 Grad in Europa - das prophezeit eine aktuelle Studie. Klimaforscher Douglas Maraun erklärt, was davon zu halten ist.
41 Minuten
Tauwetter #77: Stadtwerke-Chef Jürgen Hürner über eine skeptische Bevölkerung, seine Überzeugungsarbeit und die ersten Erfolgsprojekte.   

Ganz Österreich will bis 2040 klimaneutral sein. Städte spielen bei der Bekämpfung der Erderhitzung eine bedeutende Rolle, haben dabei aber auch enorme Herausforderungen zu meistern. Wie etwa die niederösterreichische Bezirksstadt Amstetten die Energiewende vorantreiben will, ist Thema der aktuellen Tauwetter-Folge. Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten, hat sich zum Ziel gesetzt, die Stadt künftig komplett emissionslos zu gestalten. Wie er das schaffen will und welche Hürden die 24.000 Einwohner:innen-Gemeinde dabei überwinden muss, hat er Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr erzählt. 
30 Minuten
Tauwetter #76: “Das ist eine historische Chance für die Biodiversität”, sagt Rafaela Schinegger von der BOKU und erklärt, welche Gebiet zuerst wieder aufgepäppelt werden.

Im Februar ist es soweit: Im Parlament in Straßburg wird über die neue EU-Renaturierungs-Verordnung abgestimmt. Denn der Natur in Europa geht es denkbar schlecht. 80 Prozent der Lebensräume sind in einem verheerenden Zustand, die Artenvielfalt sinkt seit Jahrzehnten dramatisch. Der neue Gesetzesentwurf sieht nun vor, vier Fünftel der Lebensräume in der EU bis 2050 wiederherzustellen. 

Das heißt: Moore wiedervernässen, Flüsse aus Betonbetten befreien, Wälder, Wiesen und Felder naturnaher gestalten. Wie groß sind die Chancen, dass das neue Gesetz im EU-Parlament genug Stimmen bekommt? Was heißt das neue Gesetz für Österreich? Und wie steht es eigentlich um Österreichs Natur? Dazu ist heute Rafaela Schinegger zu Gast. Sie forscht am Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung an der Universität für Bodenkultur in Wien.
23 Minuten
In der Praxis ist klimaschonendes Konsumieren scheinbar alles andere als einfach. Wie kann man sicher sein, dass Produkte umweltfreundlich hergestellt werden - und sich Unternehmen nicht mit Greenwashing profilieren wollen? Geht nachhaltig einkaufen auch mit einer kleinen Geldbörse oder ist das nur was für Wohlhabende? Und bei welchen Produkten lässt sich am meisten CO2 einsparen? Antworten darauf hat Nunu Kaller. Sie war lange Konsumentensprecherin bei Greenpeace Austria und ist jetzt Nachhaltigkeitsberaterin, Buchautorin und Influencerin.
19 Minuten
Tauwetter #74: Der Bergführer und Meteorologe Michael Winkler schildert, wo es in Österreich eng werden wird mit der weißen Pracht.

Der Wintereinbruch Anfang Dezember könnte fast darüber hinwegtäuschen, wie dramatisch die Klimakrise in den Bergen bereits ist. Die Winter werden wärmer, die Schneedecke dünner und die Tage mehr, in denen die Schneekanonen zum Einsatz kommen müssen. Wie sehr hat sich der Wintersport in den Bergen bereits verändert? Und was kommt noch auf Bergsport und Tourismus zu? Michael Winkler ist Meteorologe bei GeoSphere Austria und außerdem Bergführer in Tirol. Er erklärt Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr, wie sich die Erderhitzung auf Lawinengefahr, Schneedecken und Saisondauer auswirken wird.
26 Minuten
Tauwetter #73: Der Pongauer Landwirt Marcus Kirchner hat Historisches vor – er will das erste Windrad Salzburgs errichten.

Salzburg gehört neben Tirol und Vorarlberg zu den drei Bundesländern in Österreich, in denen noch kein einziges Windrad steht. Ein Landwirt aus dem Pongau will das ändern. Er plant, auf einer Alm auf 2000 Metern Seehöhe einen Windpark zu errichten. Seine Kühe sollen künftig unter sich drehenden Rotorblättern weiden, die Strom für 30.000 Haushalte liefern sollen. Welche Hürden dabei zu überwinden sind und wann das erste Windrad tatsächlich stehen soll, darüber sprechen Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr in der aktuellen Folge mit Marcus Kirchner. Er ist Obmann der Almgemeinschaft Unterpleissling und außerdem Geschäftsführer der Windsfeld GmbH, der Betreibergesellschaft der geplanten Windkraftanlage.
30 Minuten
Tauwetter #72: Friedens- und Konfliktforscher Stefan Kroll über Krieg, Terror, Aktivistin Greta Thunberg und Ölscheich Al Jaber - und warum er trotzdem Hoffnung hat.

Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, Terror in Israel und die Offensive in Gaza: Die aktuellen Kriege auf der Welt verstellen den Blick auf die schwelende Klimakrise. Am 30. November beginnt die COP28, die weltweite Klimakonferenz in Dubai. 

Das Klima-Problem haben alle Regierungen gemeinsam – egal, ob in Teheran oder Moskau, Berlin oder Washington. So unüberbrückbar die Differenzen sein mögen, die Folgen der Erderwärmung treffen alle Länder. Alle müssen zusammenarbeiten, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu stoppen. Doch angesichts der Weltlage wird das immer schwieriger. 

Welche Auswirkungen haben die aktuellen Kriege auf die Verhandlungen in Dubai und auf die Bekämpfung der Klimakrise generell? Darüber sprechen Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr in der aktuellen Folge mit Stefan Kroll. Er forscht am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt und leitet dort die Wissenschaftskommunikation. 
17 Minuten
Tauwetter #71: Wie der Stanzer Bürgermeister Friedrich Pichler saubere Energie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einklagen will.

Österreich soll bis 2040 klimaneutral werden – von einer Energiewende ist das Land aber weit entfernt. Die steirische Gemeinde Stanz will diese nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erzwingen. Denn das kleine Dorf leidet besonders unter den Folgen der Klimakrise, seine Bewohnerinnen und Bewohner damit an “Leib und Leben gefährdet”. Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Global 2000 und drei weiteren Mitstreiterinnen will Stanz einen schnelleren Ausstieg aus den fossilen Energieträgern gerichtlich erstreiten. Bekäme die 1800-Seelen-Gemeinde recht, hätte sie geschafft, woran der Bund seit Jahrzehnten scheitert: Einen echten Fahrplan für die Energiewende. Wie es dazu kam und welche Chancen er sich ausrechnet, erzählt der Stanzer Bürgermeister Friedrich Pichler in der aktuellen Tauwetter-Folge.
23 Minuten
Kürzlich hat die Regierung ihr Erneuerbaren-Wärme-Paket präsentiert und damit ein monatelanges Gezerre darüber beendet, wie der Umbau der Heizsysteme auf klimafreundliche Alternativen vorangetrieben werden soll. Viel ist vom ursprünglichen Gesetzesvorschlag nicht übrig geblieben. Vor allem das Kernstück, der verpflichtende Heizungstausch bis 2040, wurde gestrichen. Kritiker:innen bezeichneten das als „Kniefall vor der Öl- und Gas-Lobby“. Jetzt wird also wieder einmal auf Freiwilligkeit und Förderungen gesetzt. Kann sich das alles ausgehen? Werden wir so die Klimaziele erreichen können?

Darüber sprechen Franziska Dzugan und Christina Hiptmayr in der aktuellen Folge mit Peter Holzer vom Institute of Building Research and Innovation in Wien. Er ist Experte für nachhaltige Gebäude-Energietechnik, lehrt an der FH Campus Wien und leitet einen Lehrgang beim Österreichischen Verband für Immobilienwirtschaft.

„Tauwetter“, das bezeichnet Zeiten der Schneeschmelze ebenso wie Phasen politischen Aufbruchs. „Tauwetter“, so heißt auch der profil-Podcast zur Klimakrise und deren Bekämpfung - mit Fokus auf Österreich. Er erscheint jeden zweiten Freitag.