Das Köln-Ding der Woche Archiv
118 Episoden
14 Minuten
Das Köln Ding der Woche - Mathilde von Mevissen Strikte Hauslehrer, kontrollierte Post, kein Schritt vor die Tür ohne Begleitung: So sah das Leben einer großbürgerlichen Tochter im Köln des 19. Jahrhunderts aus. Doch Mathilde von Mevissen (1848–1924) wollte sich mit dieser Rolle als reine Hausfrau und Mutter nicht abfinden. Heimlich stahl sie sich in die riesige Bibliothek ihres Vaters – und entfachte damit einen unstillbaren Hunger nach Wissen und Gerechtigkeit. In dieser Episode von „Das Köln Ding der Woche“ blicken wir auf das faszinierende Leben einer wahren Pionierin. Erfahrt, wie Mathilde gegen den Willen ihres mächtigen Vaters (dem Industriellen Gustav von Mevissen) zur Wegbereiterin der Kölner Frauenbewegung wurde, mit ihrem eigenen Erbe das erste Kölner Mädchengymnasium finanzierte. Eine Geschichte voller Mut, Widerstand und emanzipierter Kölner Stadtgeschichte!
15 Minuten
Das Köln Ding der Woche - Hür ens Kölle, Daach der Kölschen Sproch Am 27. September 2026 ist es wieder so weit: Der „Daach der kölschen Sprooch“ wird in ganz Köln mit großen und kleinen Aktionen gefeiert! Da lassen wir uns natürlich nicht lumpen und haben eine ganz besondere Folge für euch aufgenommen. Freut euch auf eine unterhaltsame Folge voller echtem kölschem Jeföhl, spannender Sprachschätze und jede Menge Humor. Wir wünschen euch beim Zuhören genauso viel Spaß wie uns bei der Aufnahme!
13 Minuten
Das Köln Ding der Woche - Der ruhende Verkehr Kölns Straßen quellen über vor Autos und mehr als eine halbe Million zugelassene Fahrzeuge wollen irgendwo abgestellt werden. Die Amtssprache nennt es „ruhenden Verkehr“, die Realität bedeutet zugeparkte Gehwege, blockierte Rettungskräfte und endlose Parkplatzsuche. Doch das Problem ist alt: Schon 1969 setzte der Happeningkünstler Wolf Vostell ein radikales Zeichen, als er auf der Domstraße ein Auto in tonnenweise in Frischbeton goss. In dieser Episode von „Das Köln Ding der Woche“ blicken wir zurück auf diese fassungslose Passanten amüsierende und bis heute nachwirkende Kunstaktion.
9 Minuten
Das Köln Ding der Woche - Das Pittermännchen Klein, handlich und randvoll mit Kölsch: Das Pittermännchen gehört einfach zu Köln. Zehn Liter frisch gezapftes Kölsch passen in das kleine Fass – perfekt für zu Hause, die nächste Feier oder einfach für den großen Durst. Doch warum heißt das Pittermännchen eigentlich Pittermännchen? Die Antwort ist überraschend: Niemand weiß es genau. In dieser Folge von „Das Köln Ding der Woche“ gehen wir den bekanntesten Erklärungen auf den Grund. Hat der Name tatsächlich etwas mit den früheren Vatertagsumzügen zu Peter und Paul zu tun? Steckt der Schutzheilige der Brauer, Petrus von Mailand, dahinter? Oder kommt „Pittermännchen“ vielleicht vom französischen „petit“ – also „klein“? Auch eine besonders schöne Geschichte über flämische Mönche und mit „Petrus“ gekennzeichnete Bierfässer nehmen wir unter die Lupe Fest steht nur: Das Kölsch aus dem Pittermännchen schmeckt – und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Prost!
14 Minuten
Das Köln Ding der Woche: Der Kölner Bismarck-Turm – Denkmal oder Kletterwand? Zu Ehren des „Reichsgründers“ Otto von Bismarck wurden einst über 240 Türme im deutschsprachigen Raum errichtet. Einer der wohl ungewöhnlichsten davon steht direkt bei uns in Köln am Rheinufer. Doch was fängt man heute mit einem Denkmal an, das von vielen Kölnern schlichtweg übersehen oder für einen alten Teil der Stadtmauer gehalten wird? In dieser Folge: Gigant aus Stein: Warum der Kölner Turm so einzigartig ist und Bismarck hier als monumentale, 15 Meter hohe „Rolandsfigur“ im Ritterharnisch über das Rheinufer wacht. Schokolade und Qualm: Wie der Kölner Schokoladenkönig Heinrich Stollwerck den Bau finanzierte und warum die Befeuerung des Turms mit Öl und Gas im frühen 20. Jahrhundert für ordentlich Frust sorgte. Kreative Ideen für die Zukunft: Was der Historiker Martin Stankowski von dem Denkmal hält und warum Kölner Studierende den Turm am liebsten in eine Kletteranlage oder ein Café verwandelt hätten. Der aktuelle Stand: Warum rund um das sanierte Denkmal im Kölner Süden bis heute – typisch kölsch – eigentlich gar nichts passiert ist. Jetzt reinhören und keine Folge verpassen! Wenn dir der Podcast gefällt, lass uns gerne eine Bewertung auf deiner Lieblings-Plattform da.
15 Minuten
Das Köln Ding der Woche: Der „Kölsche Boor en Iser“ Er ist stattlich, massiv und über drei Meter hoch. Doch genau das wird ihm jetzt zum Verhängnis: Der „Kölsche Boor en Iser“ passt nicht in das Übergangsquartier des Kölner Stadtmuseums im ehemaligen Kaufhaus Sauer. Was passiert nun mit dem geschichtsträchtigen Koloss? In dieser Folge: Die Nagelfigur vom Gürzenich: Wie die 1915 aufgestellte Statue aus vergoldetem Lindenholz durch das Einschlagen von Spenden-Nägeln zum gigantischen Millionen-Erfolg wurde. Mehr als nur ein Landwirt: Warum der Kölner Bauer (auch bekannt aus dem Dreigestirn) mit Kettenhemd und Dreschflegel eigentlich das Symbol für Kölns pure Wehrhaftigkeit ist. Ostermanns Marschlied: Wie Willi Ostermann 1915 die patriotische Euphorie der Kölner in Text und Musik goss. „Kölschen Boor, do ließ dich kamisöle, kölschen Boor, wat ließ do dich vernäle; dat es rääch, do kölschen Boor, halt Stand! ...“ (Willi Ostermann, 1915) Jetzt reinhören und abonnieren! Gefällt dir der Podcast? Dann lass uns gerne eine Bewertung da.
3 Minuten
Das Köln Ding der Woche – Sommerpause 2026 Unser vollkommen überbezahlter Tontechniker Yannick hat sich schon in den Urlaub verdrückt – so mussten wir diese kurze Folge ohne ihn in einer Kneipe aufnehmen. Und auch wir verabschieden uns bis Ende Juli 2026 in eine Sommerpause. Vielen Dank für eure Treue – wir lassen schon bald wieder von uns hören. Vell Jrööööß Frank & Uli
12 Minuten
Das Köln Ding der Woche - Der Kallendresser am Alter Markt Unerhört – und seit Ewigkeiten mitten in der Altstadt zu finden: Der Kallendresser. Er zeigt am Alter Markt den Menschen seine „bläcke Fott“ und verrichtet dabei ganz ungeniert sein Geschäft. Doch hinter der kuriosen Figur steckt weit mehr als derbe Volksbelustigung. Sie erzählt von kölschem Humor, einer Portion Respektlosigkeit gegenüber der Obrigkeit und einer Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Hintergründe dazu besprechen Frank und Uli in dieser Ausgabe des Köln-Ding der Woche.
13 Minuten
Sibylle Mertens-Schaaffhausen, die „Rheingräfin“ Eine Frau aus Köln, reich, klug, unbequem – und ihrer Zeit Lichtjahre voraus. Die „Rheingräfin“ Sibylle Mertens-Schaaffhausen liebte Kunst, Archäologie - und Frauen. Sie förderte den Dom, entdeckte antike Schätze und bewegte sich klug innerhalb der gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit. Doch nach ihrem Tod zeigt sich ein ganz anderes Bild: Ihr Erbe wird zerschlagen und ihre wertvolle Sammlung zerstreut. Die "Rheingräfin" gerät in Vergessenheit. Eigentlich müssten Straßen, Plätze und Schulen nach ihr benannt sein, doch heute kennt kaum jemand ihren Namen. Die Hintergründe dazu erkunden Frank und Uli in diesem Köln-Ding der Woche.
1 Stunde 5 Minuten
Die Kirchen der Kölner Neustadt – Ein paar Fragen an Dr. Joachim Oepen Köln gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die mittelalterliche Stadtmauer wird abgerissen. Köln macht massiven einen Wachstumsschub und plötzlich stehen da sechs große Kirchen rund um die Altstadt. Zufall? Ganz und gar nicht. Zusammen mit dem Leiter des Historischen Archivs des Erzbistums Köln Dr. Joachim Oepen tauchen Frank und Uli in diesem Köln-Ding der Woche in die spannende Geschichte der Kirchen der Neustadt ein und besuchen zusammen St. Agnes, St. Michael, Herz Jesu, St. Paul, Maria Hilf und St. Maternus. Und dabei geht es um den Glauben - aber auch um Immobilienkönige und Kappes-Boore, über ganz spezielles Schokoladen-Marketing und bis heute unvollendete Türme. Links Ein paar Fragen an Dr. Joachim Oepen – Wie die Kölner Neustadt ihre Gotteshäuser bekam https://www.koeln-lotse.de/2026/05/07/ein-paar-fragen-an-dr-joachim-oepen-wie-die-koelner-neustadt-ihre-gotteshaeuser-bekam/ Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/
12 Minuten
Die Himmelssäule am Dom – 29 Jahre Unklarheit über den Stifter Zehn Meter hoch, 62 Tonnen schwer – und trotzdem laufen die meisten achtlos daran vorbei: die Himmelssäule auf dem Roncalliplatz. In dieser Folge des „Köln-Ding der Woche“ schauen Frank und Uli genauer hin – und stoßen auf eine herrlich kölsche Geschichte voller Rätsel, offener Rechnungen und einem Stifter, der plötzlich keiner mehr sein wollte. Jahrzehntelang wusste niemand so genau, wem dieses Kunstwerk eigentlich zu verdanken ist. Erst nach 29 Jahren lichtet sich der Nebel – und plötzlich ergibt das Ganze doch noch Sinn. Warum die Säule so lange im Schatten des Doms stand, was der Lions Club damit zu tun hat und warum Köln selbst bei Kunstwerken seine ganz eigene Dramaturgie entwickelt, erzählen wir euch in dieser Folge des „Köln-Ding der Woche“.
11 Minuten
Dä Appel-Jupp – ein ganz besonderer kölscher Heiliger Ein Apfel, ein Junge – und plötzlich wird aus einer kölschen Legende ein kleines Wunder: In dieser Folge des Köln-Ding der Woche sprechen Frank und Uli über „Appel-Jupp“, einen der vielleicht ungewöhnlichsten Heiligen unserer Stadt. Im mittelalterlichen Köln schenkt der junge Hermann Joseph einer Marienstatue seinen Apfel – und erlebt etwas, das bis heute nachwirkt. Warum deshalb in St. Maria im Kapitol immer wieder Äpfel auftauchen und was dahinter steckt, erzählt diese typisch kölsche Geschichte zwischen Glaube, Brauchtum und einem Augenzwinkern. Und wir stellen mal wieder fest: Köln kann auch heilig – aber eben auf eine ganz besondere Art.
12 Minuten
Mit „Hür ens, Kölle“ machen Frank und Uli zwischendurch immer mal wieder in wenigen Minuten auf aktuelle Themen unserer Stadt aufmerksam. Wobei wir nicht den Anspruch haben, die Themen absolut erschöpfend zu behandeln. Stellt euch das eher wie ein Gespräch zwischen Freunden an der Theke vor. Heute geht es um die Frage: OlympiJA oder OlympiNÄ? Köln steht vor der schweren Frage: Olympia am Rhein – genial oder größenwahnsinnig? Zwischen Dom und Dauerbaustelle, Weltstadt-Attitüde und „Et hätt noch immer jot jejange“ geht es aktuell nur um eins: ja oder nein. Bis zum 19. April 2026 haben die Kölschen noch Zeit, abzustimmen. Frank und Uli schauen sich die Argumente an – von Beachvolleyball am Dom bis zur Kostenfalle und Verkehrschaos. Klar, nicht vollständig, aber ein guter Startpunkt für die eigene Meinung. Denn am Ende bleibt es kölsch: Zwischen „Loss mer maache!“ und „Nä, dat weed nix.“ Links Olympia in Kölle: Loss mer maache – oder leever nit? https://www.koeln-lotse.de/2026/03/31/olympia-in-koelle/ Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/
10 Minuten
Maria Clementine Martin - Klosterfrau Melissengeist Köln, 1826. Der Dom ist noch Baustelle, aber eine Frau denkt schon deutlich größer: Maria Clementine Martin. Ehemalige Nonne, Unternehmerin, Marketing-Genie – und die Frau hinter einem der bekanntesten kölschen Produkte: Klosterfrau Melissengeist. In diesem Köln-Ding der Woche sprechen Frank und Uli darüber, wie aus einem einfachen Kräutergeist ein Verkaufsschlager wurde – bis heute! Und auch, warum jeder Kölsche den berühmten Werbespruch kennt: „Wenn's vorne zwickt und hinten beißt, nimm Klosterfrau Melissengeist“.
18 Minuten
Es ist erstaunlich: Selbst Urkölsche kennen den „Rosa Winkel“ nicht, obwohl sie schon hundertmal daran vorbeigelaufen sind. Die Rede ist vom „Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln“ am Rheinufer, direkt an der Hohenzollernbrücke. Seit 1995 erinnert der „Rosa Winkel“ an die Verfolgung homosexueller Menschen durch die Nationalsozialisten. Der Ort des Mahnmals ist nicht zufällig gewählt: Dieser Ort war früher ein beliebter Treffpunkt. Die ganze Geschichte dazu und auch, warum sogenannte „Kameradschafts-Ehen“ vor der Verfolgung schützen konnten, erklären Frank und Uli in diesem Köln-Ding der Woche. Links Der „Rosa Winkel“: Das Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln https://www.koeln-lotse.de/2026/02/20/rosa-winkel/ Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/