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Podcast #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland Archiv

72 Episoden

Dekel Peretz

42 Minuten
Er kam Anfang der 2000er Jahre nach Berlin und blieb. Der israelische Historiker Dekel Peretz ist heute u.a. Vorsitzender des Jüdischen Zentrums Synagoge Fraenkelufer e.V. und hat mit anderen Engagierten einen neuen Ort in Berlin geschaffen, ein Ort des Miteinanders, der Weltoffenheit und des Zukunftsoptimismus – und ein Ort für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens inmitten in Kreuzberg. Wie und warum er nach Deutschland kam und welche Fragen ihn hier bewegen, darüber berichtet er im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Sabena Donath

57 Minuten
Sabena Donath ist Leiterin der Jüdischen Akademie in Frankfurt am Main. In der aktuellen Folge unseres Podcasts #2021JLID erzählt sie Mirna Funk von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit Antisemitismus, prägenden Erfahrungen im Kindergarten und von Geschichten, die ihr Großvater ihr aus einem sibirischen Konzentrationslager erzählte. Sie berichtet davon, dass sie erst sehr viel später verstanden habe, dass er mit ihr seine Geschichte aufgearbeitet habe.
42 Minuten
Die Politikwissenschaftlerin Deborah Hartmann ist in Wien geboren und aufgewachsen, hat unter anderem in Berlin studiert und war lange Jahre an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem tätig. Nun ist sie für ihr neues Amt zurück nach Berlin gezogen: Als Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Wie sie diesen Ort empfindet, was sie aus ihrer Tätigkeit aus Israel mitbringt und wie sie sich in Deutschland derzeit fühlt, darüber berichtet sie im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Hannah Dannel

55 Minuten
Mirna Funk trifft auf Hannah Dannel. Sie wurde 1972 in West-Berlin geboren und wuchs in Bonn auf. Das Studium in Heidelberg und Jerusalem schloss sie mit einem MA in Jüdische Studien und Erziehungswissenschaft ab. Seit 2005 arbeitet Hannah Dannel als Referentin für Kultur und Kommunikation beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Im Podcast 2021 JLID spricht Mirna Funk mit Hanna Dannel über ihre Arbeit für den Zentralrat der Juden in Deutschland, die Veränderungen innerhalb der Jüdischen Gemeinde in den letzten 20 Jahren und notwenige Modernisierungsschritte. Darüber hinaus diskutieren sie das Erstarken des Antisemitismus, insbesondere seit 2014, und welche Gedanken und Gefühle diese Entwicklungen bei Juden in Deutschland auslösen.

Barrie Kosky

50 Minuten
Er ist ein weltweit gefragter Opern- und Theaterregisseur und derzeit noch Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin. Aufgewachsen ist Barrie Kosky in Australien, geprägt und stets begeistert von der Kultur seiner europäisch-jüdischen Vorfahren, die er schon seit Kindesbeinen an inhaliert. So ist es wahrscheinlich kein Zufall, daß er im Laufe seiner Karriere ausgerechnet in Berlin gelandet ist, einer Stadt, in der er „atmen“ kann, wie er sagt. Welche Rolle sowohl Muppetshow, als auch Kafka in seinem Leben spielen, welche Erfahrung er als Regisseur der Bayreuther Festspiele gemacht hat und warum er die Bühne liebt, das erzählt Barrie Kosky im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Jo Frank

1 Stunde 11 Minuten
Mirna Funk trifft Jo Frank. Er ist 1982 in Marburg geboren und multilingualer Autor, Verleger (Verlagshaus Berlin), Director of Development der Leo Baeck Foundation, Geschäftsführer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext sowie von Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch. Im Podcast 2021 JILD spricht Mirna Funk mit Jo Frank über die Arbeit von ELES, dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, über die politische Dimension in der Belletristik und warum sie im Literaturbetrieb so verpönt sind. Darüber, was jüdisches Leben heute ausmacht und welche Hoffnungen und Ängste an dieses geknüpft sind.
43 Minuten
Als der israelische Künstler Dodi Reifenberg in den 80er Jahren nach Berlin kam, ahnte er noch nichts von seiner Familiengeschichte, die sich genau in jener Stadt abspielte. Seine Vorfahren waren wichtige Akteur*innen der Stadtgesellschaft, in der sie sich wohltätig und künstlerisch engagierten. Heute ist er gemeinsam mit einem Team auf der Suche nach den verschwundenen Geschichten, Biografien und drei Kunstsammlungen, die einst der Familie gehörte. Wie er dabei vorgeht und was ihn antreibt, darüber berichtet er, gemeinsam mit der Autorin Julia Albrecht, die ihm bei der Suche hilft, im Gespräch mit Shelly Kupferberg.
34 Minuten
Dr. Felix Klein ist seit 2018 erster Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. Als Diplomat war er weltweit unterwegs, hat in Kamerun und Italien gelebt und viele Erfahrungen als Deutscher im Ausland gesammelt. Vernetzungsarbeit und Austausch sind wichtige Bausteine in seiner Tätigkeit. Wie sein Alltag aussieht und mit welchen Fragen er sich heute beschäftigt, darüber spricht er mit Shelly Kupferberg.

Sharon Adler

39 Minuten
Sharon Adler ist in Deutschland, Holland und Israel aufgewachsen. Sie ist Fotografin, Journalistin, Gründerin des Frauen-Online-Magazins AVIVA, und Vorstandsmitglied der Stiftung Zurückgeben. In ihrer Arbeit hat sie es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, weiblich-jüdische Stimmen sichtbar zu machen. Wie und warum, darüber erzählt sie in ihrer Begegnung mit Shelly Kupferberg.

David Hadda

53 Minuten
David Hadda wurde1984 in Frankfurt am Main geboren und studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg. Nach seinem zweiten Staatsexamen zog er nach München und begann bei dem Fernsehsender Tele5 zu arbeiten. Dort blieb er bis 2008 und gründete danach seine Produktionsfirma „Turbokultur“ in Berlin, mit der er unter anderem die Talk Show „Freitagnacht Jews“ produzierte. Zu Gast im Podcast #2021JLID berichtet er Mirna Funk von seiner Kindheit, seinem Jüdisch Sein und was es braucht ein authentisches TV-Format zu jüdischem Leben in Deutschland zu produzieren.

Anetta Kahane

59 Minuten
Mirna Funk trifft Anetta Kahane. Sie ist 1994 in Ost-Berlin geboren und aufgewachsen und arbeitete als Lateinamerikawissenschaftlerin in der DDR. 1998 gründete Anetta Kahane die Amadeu Antonio Stiftung, deren Kuratoriumsvorsitzende sie war. Seit 2003 ist sie hauptamtliche Vorsitzende der Stiftung. Im Sommer 2002 wurde Anetta Kahane mit dem Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet. Im Podcast 2021 JILD spricht Mirna Funk mit Anetta Kahane über die Amadeu Antonia Stiftung und wie aktuelle wissenschaftliche Debatten ihren Arbeitsalltag beeinflussen. Denn während man während des Gaza-Krieges 2014 noch von Israel als „Kindermörder“ sprach, wurde im letzten Konflikt im Mai 2021 aus dem kleinen Land plötzlich eine Kolonialmacht. Darüber hinaus gehen sie auf Kahanes Kindheit in der DDR ein und wie sie ihr Jüdischsein heute definieren würde.

Hanna Veiler

1 Stunde 2 Minuten
Mirna Funk trifft Hanna Veiler. Sie ist 1998 als Tochter eines jüdischen Vaters und einer patrilinear-jüdischen Mutter in Weißrussland geboren. 2005 siedelte die Familie als eine der letzten Kontingentgeflüchteten nach Deutschland über. Veiler engagierte sich schon in jungen Jahren stark in jüdischen Organisationen und machte eine Ausbildung zur Madricha. Heute studiert sie Kunstgeschichte und Französisch in Tübingen und ist Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion Württemberg sowie Vizepräsidentin JSUD. Im Podcast 2021 JILD spricht Mirna Funk mit Hanna Veiler über das Dilemma als patrilineare Jüdin geboren zu sein und wie sie heute damit lebt. Darüber hinaus gehen sie gemeinsam den aktuellen Ereignissen rund um den letzten Konflikt zwischen Israel und der Hamas nach und was die antisemitische Empörungswelle aus dem Mai 2021 für Juden und Jüdinnen in Deutschland bedeutet.

Ruth Ur

42 Minuten
Viele Jahre war Ruth Ur im diplomatischen Dienst des British Council in der ganzen Welt unterwegs, heute lebt die studierte Kunsthistorikerin in Berlin und ist Direktorin der Repräsentanz der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für die deutschsprachigen Länder und Geschäftsführerin des Freundeskreises Yad Vashem e.V. Was die gebürtige Londonerin dazu geführt hat, sich mit Erinnerungskultur auseinanderzusetzen, welche Erfahrungen sie in anderen Ländern gemacht hat und wie sie versucht, ihr gesammeltes Knowhow in Projekte umzusetzen, darüber erzählt sie im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Micki Weinberg

1 Stunde 5 Minuten
Mirna Funk trifft Micki Weinberg. Er ist 1983 in Los Angeles geboren und wuchs dort auf. An der Universität von Berkley machte er seinen Bachelor in Jüdischen Studien. 2020 gründete er SHIUR, ein internationales Projekt, das sich auf Text basierten Diskurs spezialisiert hat und wöchentlich online stattfindet. Im Podcast #2021JILD spricht Mirna Funk mit Micki Weinberg über sein Aufwachsen in Los Angeles und sein Leben als Zugezogener in Berlin. Er berichtet davon, was diese Stadt für ihn als amerikanischen Juden ausmacht und wie sehr Berlin seine Arbeit der letzten zehn Jahre beeinflusst hat. Außerdem sprechen sie darüber, warum auch heute noch jüdische Texte, für das Verständnis der Gegenwart eine entscheidende Rolle spielen könnten.

Corinna Below

39 Minuten
Die Journalistin Corinna Below sammelt seit Jahren unermüdlich Geschichten. Geschichten von Menschen, deren Heimat einmal Deutschland war, die vertrieben worden sind und weit entfernt von ihrem zu Hause etwas Neues aufgebaut haben. „Ein Stück Deutschland“ heißt ihre Webseite, auf der all diese Geschichten nachzulesen sind. Doch das Projekt ist inzwischen weitaus mehr: Es ist ein Archiv, das stetig wächst, und auf dem sowohl Texte, als auch Fotos, Filme und Informationen zu finden sind, die darüber hinaus viele andere Geschichten erzählen. Welche, darüber berichtet sie im Gespräch mit Shelly Kupferberg.